In einer Stuttgarter Pfarrei wurden die Gläubigen immer weniger. Deswegen beschloß man, den Kirchenraum auf den Kopf zu stellen. Das Ergebnis: eine Mischung aus Stahl, Erde und britischem Unterhaus.
Im modernisierten Kirchenraum St. Antonius „war die Liturgie Bauherrin“.
(kreuz.net, Stuttgart) Der Innenraum der katholischen Kirche St. Antonius ist jüngst modernisiert worden.
Nach siebenjähriger Bauzeit wurde die 75 Jahre alte Kirche zu einem lagerhallenähnlichen Versammlungsraum
umfunktioniert.
Der Umbau sei aufgrund des „unvermeidlichen Verschleiß“ nach einer 70jährigen Nutzung
notwendig geworden. Auch der Verschleiß – Rückgang – der Gläubigen hat die Modernisierung notwendig
gemacht.
Ein des Lobes voller Artikel in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ erklärt:
„Was sich nun
nach siebenjähriger Bauzeit präsentiert, ist nicht nur einer der anspruchsvollsten Umbauten der Stadt,
sondern mustergültig für alle deutschen Gemeinden mit ähnlichen Problemen: Die Liturgie war die eigentliche
Bauherrin.“
Anstatt den Kirchenraum zu sanieren, beschloß man, sein Innerstes radikal umzubauen und
an die „geänderten Gottesdienstformen der Gegenwart anzupassen“ – so die Zeitung.
Das Projekt wurde
vom Architekten Günter Pfeifer aus Darmstadt realisiert.
Webseite der Künstlerin Madeleine Dietz. Sie arbeitet mit Stahl und getrockeneter Erde
Denkmalamt und Bischof gaben dazu ihren Segen.
Der Kirchenraum präsentiert sich nicht mehr als Langhaus, so wie er im Jahr 1932 von Architekten Hans
Herkommer († 1956) geschaffen wurde, sondern ist jetzt ein Zentralraum.
Anstatt der Kirchenbänke befinden
sich an beiden Längsseiten des Raums Holzstühle. Die Gläubigen sitzen einander – ähnlich wie im Britischen
Unterhaus – gegenüber.
In der Mitte des Raums steht der Altar. Ihm gegenüber der Ambo. Die Orgel befindet
sich im Eingangsbereich des Sakralbaus. Sie bildet mit Ambo, Altar und Altarbild eine Achse.
„Frömmelndes
Kunstgewerbe sucht man in der Innenausstattung vergebens“ – weiß die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’.
Für die Neugestaltung von Altar, Ambo, Tabernakel, Taufbecken und Marienkapelle wurde die Künstlerin
Madeleine Dietz engagiert.
Sie bevorzuge „archaisierende Motive“, die sie in Stahl und getrockneter Erde
umsetze.
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anfang? Fortschritt,Moderne, hier?!? Ich bin schockiert! Es bleibt zu hoffen, dass der Fortschritt nicht
nur an Gebäuden, sondern auch endlich mal in den Köpfen( ablassen von altertümlichen Ansichten; ablegen
der Scheinheiligkeit…usw.) stattfindet. Was die Farbwahl und die Werkstoffkombination angeht -sehr geschmackvoll.
Nicht gelungen ist der Titel dieses Berichts- er erweckt den Anschein, als ob eine unfromm gestaltete
Kirche mehr Leute anlocken würde. Mit so einfachen Mitteln wird man kaum größere Besucherzahlen erzielen –
das Problem liegt tiefer.
@Kirche in Stuttgart, Bundesland Baden-Würrtemberg Dabei kann es sich doch nur um die St. Athanasiuskirche
des deutschen Distriktsitzes des rechtgläubig katholischen Widerstands handeln. Auch in der Bundeshauptstadt
Berlin haben sie vor einiger Zeit eine katholische Kirche eröffnet, in der der rechte Glaube und die
rechte Meßfeier noch zugänglich ist.
@ Puchil 2 Die Monstranz könnte man auch genau zwischen Altar und Ambo, das heißt: ganz ins Zentrum
des Raumes stellen. Dort würde sie wunderbar die unsichtbare Mitte unseres Feierns und Anbetens anzeigen.
Die Monstranz sollte aber nicht so stehen, dass die Gläubigen auf ihren Rand sehen. Das entspräche nicht
dem Sinn dieses liturgischen Geräts („monstrare“).
Sperling – Schopenhauer – Parzifal dann lassen Sie uns bösen Modernisten doch wenigstens unsrere Architektur!
Nach eigenem Bekunden sind Sie aber kein „Modernist“, sondern schlicht Atheist! Es ist interessant, wie
Sie sich hier in innerkirchliche Debatten einschleichen und sich dafür das „modernistische“ Mäntelchen
umhängen! Das sollte allen Diskutanten hier ein warnendes beispiel sein, was sich – oft genug! – hinter
dem „Modernismus“ verbirgt. Ich kann noch immer nicht erkennen, was sarkastisch oder humorvoll daran sein
soll, dem Meinungsgegner zu empfehlen, er solle sich „erschießen“. Auch hier hängen Sie sich ein Mäntelchen
um: man spricht volltönend von Toleranz und Meinungsfreiheit. Aber der Satz: „Freiheit ist stets die
Freiheit des Andersdenkenden“ wird von Ihnen und Ihresgleichen bekanntlich stillschweigend eingeschränkt: …
„solange der andere nicht anders denkt als ich“! Denkt er anders, dann empfiehlt man ihm den Suizid oder
hilft zur Not ein bißchen nach: s. die franz. Guillotine www.walledlake.k12.mi.us/…udent/guillotine.jpg,
aufgestellt und betrieben von den Anbetern der „Göttin Vernunft“ …
Keine Notlösung! In der liturgie-theologischen Diskussion der Communio-räume wird vorgeschlagen, die
unsichtbare Mitte zwischen Ambo und Altar je nach Situation und Heilige Zeiten anders zu bezeigen: Z.B.:Ort
der Trauung, Ort der gemeinschaftlichen Krankensalbung (Christus stellte den Kranken in die Mitte!), Ort
des Sarges beim Requiem, Ort der Monstranz (gemeinschaftliche Anbetung), Osterkerze, Blumenschmuck…
In meinen Augen sehr plausible Überlegungen.
#130 Schopenhauer 16:57:23 | Freitag, 22. Juni 2007
@ Pünktchen Im Gegenteil! Auf’s Beten kommt es an!… Also wenn Sie noch nicht mal in der Lage sind Ironie
und Sarkasmus zu erkennen, dann fehlt Ihnen ein notwendiger Teil des Denkvermögens um zu einem realistischen
Weltbild zu gelangen! Infolge dessen sind wohl eher Sie es, der sich zurück halten sollte! Es gibt eine
Menge Beispiele in der Geschichte wo humorlose (und Sarkasmus dürfte wohl eine Form des Humors sein!)
Menschen eine Menge Schaden angerichtet haben! Vielmehr sind doch gerade Sie es, der die Welt in lechts-rinks,
gut-böse, Katholik-Protestant, Pius Bruderschaft-Freimaurerloge, Christ-Jude usw. einteilt! Ich finde
diese Kirche jedenfalls gelungen! Und wenn Sie nun Ihre obskure Messe bekommen, dann lassen Sie uns bösen
Modernisten doch wenigstens unsrere Architektur!
Sperling – Schopenhauer – Parzifal nicht auf’s Beten kommt es an, sondern darauf daß man die richtige
politische Gesinnung hat! Im Gegenteil! Auf’s Beten kommt es an! Aus diesem Grunde ist eine rein als Versammlungsraum
gestaltete Kirche für katholische Christen und den katholischen Kult absolut nicht geeignet. Davon haben
Sie aber – eingestandenermaßen ein Atheist! – nicht den Schimmer einer Ahnung! Warum mischen Sie sich
dann ein? Noch immer warte ich auf eine Erklärung von Ihrer Seite dafür, daß Sie mir als Meinungsgegner
denTod gewünscht haben! s. Ihr posting: 5. Mai 2007 OO.02 Uhr
#128 Schopenhauer 16:20:09 | Freitag, 22. Juni 2007
Wie sagte noch kürzlich ein hoher Herr… …der Petrusbruderschaft angesichts der erwarteten Freigabe
der lat. Messe? Er wünsche sich ein Klima des fairen und toleranten Meinungsaustausches usw. Und er sehe
die erwartete Freigabe vor allem unter diesen Gesichtspunkten usw. Meinungsaustausch in Toleranz und gegenseitiger
Achtung! Hehre Worte! Dann kommt Pünktchen mit seinen Freimaurern und üblen protestantichen Bestrebungen
und vorbei ist es mit Achtung und Toleranz. Stattdessen gibt es Diffamierungen und Verdächtigungen. Toleranz
gibt es eben doch nur für eine Seite! Nämlich für die sog. Tradis. Alle anderen werden aus der Kirche
hinaus komplimentiert. Am Ende wird die Kirche (zumindest in Europa) nicht mehr sein als ein mittelalterlicher
Folklore Verein der jeden Kontakt zur gesellschaftlichen Realität verloren hat und nur noch aus einer
Handvoll Mitgliedern besteht. Allerdings werden die wenigstens die richtige Meinung haben. Denn drauf
kommt es doch an: nicht auf’s Beten kommt es an, sondern darauf daß man die richtige politische Gesinnung
hat! Nicht wahr Pünktchen?!
puchil hat „rettende Einfälle“! Die Monstranz könnte man auch genau zwischen Altar und Ambo, das heißt:
ganz ins Zentrum des Raumes stellen. Dort würde sie wunderbar die unsichtbare Mitte unseres Feierns und
Anbetens anzeigen. Schon diese Vorschläge verraten, daß man an die eucharist. Anbetung nicht gedacht
hat und nun irgendwelche Notlösungen gefunden werden müssen! Die große Frage ist also: Wohin mit dem
eucharistischen Herrn? Soweit mußte es kommen, daß nun schon darüber diskutiert wird, ob für die Monstranz
wohl ein geeigneter Ort gefunden werden kann (die Gläubigen haben ja geeignete Orte und sitzen – hoffentlich! –
bequem und communio-fördernd einander gegenüber… ) Vorschlag puchil: Die Monstranz könne doch in
die Mitte zwischen Ambo und Altar gestellt werden! Auf den Boden etwa? Oder auf einen weiteren Tisch?
Soll das Ganze noch weiter möbliert werden? Die ganze Vorschläge verraten: hier wurde gegen den Geist
katholischer Frömmigkeit und Liturgie gebaut und jetzt hilft nur noch Flickschusterei. [mehr…]
Noch einmal: Anbetung Die Monstranz könnte man auch genau zwischen Altar und Ambo, das heißt: ganz ins
Zentrum des Raumes stellen. Dort würde sie wunderbar die unsichtbare Mitte unseres Feierns und Anbetens
anzeigen.
puchil: Entlarvend Der Gemeinschaftscharakter soll aufgewertet werden. Wohl im Verhältnis zu der sicher
nicht gemeinschaftsfördernden üblichen „Autobus – Anordnung“ Statt einer „nach vorne und nach oben“
(Kard. Ratzinger) ausgerichteten Anordnung haben wir jetzt das platte Gegenüber, in dem der liturgische
Immanentismus endlich seinen architektonischen Ausdruck gefunden hat. Die Gemeinde feisret sich selbst,
der Tabernakel ist an die Seite geschoben worden! Zur Eucharistischen Anbetung für die ganze Gemeinde
kann die Monstraz auf den Feieraltar gestellt werden Die Mehrzahl der Gemeinde schaut aber aufgrund der
Sitzanordnung nicht auf den Altar. Knien könnte man mit Blick auf den eucharistischen Herrn nur entgegen
der Bestuhlungsausrichtung! Das Ganze ist dysfunktional. Die Gesamtanlage verrät: Hier ist nicht mehr
der katholische Kult im Mittelpunkt, sondern säkulare Vorstellungen von einem „ansprechenden“ Versammlungsraum.
zu: entlarvend Es heißt im Text: Der Gemeinschaftscharakter soll aufgewertet werden. Wohl im Verhältnis
zu der sicher nicht gemeinschaftsfördernden üblichen „Autobus – Anordnung“ (links Bänke-Mittelgang
-rechts Bänke) Zur Eucharistischen Anbetung für die ganze Gemeinde kann die Monstraz auf den Feieraltar
gestellt werden, für private Anbetung ist eine Sakramentskapelle -wie im Grundriss zu erkennen – geeignet.
Übrigens: Die Pfarrkirche St. Anton in Passau (Zentralbau)wurde auch sehr stimmig als Communioraum umgestaltet.
Das ist entlarvend! um die „Rolle“ der Gemeinde als Gemeinschaft (communio) der Glaubenden aufzuwerten
„Communio“ wird hier rein horizontal bestimmt: es geht um die Gemeinschaft der „Glaubenden“. Von der Gemeinschaft
mit Gott ist bezeichnenderweise keine Rede mehr! Diese „Communio“ ist schon architektonisch entwertet
und an den Rand gedrängt worden! Man schaue sich nur die Funktion des Chorraumes an (s. unten Link auf
den Grundriß bei „Juergen“!), in dem weiterhin ein Altarbild hängt und der Tabernakel untergebracht
sein dürfte. Die feiernde Gemeinde sitzt nun seitlich-abgewandt zum früheren Chorraum!
Communioräume Literaturhinweis: Albert Gerhards, Thomas Sternberg, Walter Zahner (Hg.): Communio-Räume.
Auf der Suche nach der angemessenen Raumgestaltung katholischer Liturgie Christliche Identität hat wesentlich
eine räumliche Dimension. Das zeigt sich u.a. darin, dass die Umgestaltung der Kirchenräume ein sensibler
Punkt im Leben der Gemeinden ist. Hat die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils zu gravierenden
Veränderungen der Raumdispositionen geführt, um die „Rolle“ der Gemeinde als Gemeinschaft (communio)
der Glaubenden aufzuwerten, so stehen diese Raumordnungen heute oft wieder zur Disposition: Eine dauerhaft
angemessene Lösung wurde bislang nicht gefunden. Viele Gemeinden, aber auch die Verantwortlichen von
Tagungshäusern und Kommunitäten machten sich deshalb auf die Suche nach neuen Raumgestalten ihrer gottesdienstlichen
Versammlungsräume. Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse von solchen Suchbewegungen zusammen, die
im Rahmen eines Expertengesprächs im September 2001 in Münster zur Sprache kamen. Veranstalter waren
das Deutsche Liturgische Institut Trier, das Franz-Hitze-Haus Münster sowie das Seminar für Liturgiewissenschaft
an der Universität Bonn. Vor dem Hintergrund liturgisch-theologischer, historischer und anthropologischer
Überlegungen werden Beispiele durchgeführter Umbau- bzw. Neubauprojekte sowie Prozesse künstlerischer
Auseinandersetzung mit der Thematik präsentiert, die der weiteren Diskussion um den Communio-Raum dienen
sollen.
juergen Ja, dort gibt es den alten Chorraum mit einem Bildnis des Hl. Antonius. Die gesamte Gemeinde sitzt
sich aber gegenüber und der Chorraum ist zum funktionslosen „Anhängsel“ verkommen. Anbetung findet hier
übrgens nirgends mehr statt. Das Ganze dient nur noch der Versammlung!
Mehr Einblicke wünschenswert Nachdem es zu diesem Thema eine Flut von Meinungsäußerungen gibt, wäre
es schon interessant, ein paar Einblicke mehr in die Gestaltung der St. Antonius-Kirche zu bekommen. Oder
ist das vielleicht unerwünscht, damit nicht noch mehr Poster an der Kirche gefallen finden?
@Pünktchen Zum Theme Anbetung: Dafür müßte man nun auch wissen, wie denn der gesamte Kirchraum aussieht.
Also was befindet sich dort, von wo aus das Photo, das sich hier im Artikel findet, gemacht wurde. Leider
findet man im Netz kaum etwas zu der Kirche. Ein Homepage hat die Gemeinde auch nicht. Hier aber mal ein
Grundriss: www.pfeifer-kuhn.de/…er/kybernetik/07.jpg Offenbar befindet sich recht auf dem Grundriss
noch „irgendwas“. Es führen ein paar Stufen nach oben. Dort scheint es eine Art Freifläche zu geben,
an deren Stirnseite sich wiederum „Etwas“ befindet –- Vielleicht eine Art Hochalter? Oder soll das eine
Art Sakramentskapelle sein? Oder was? Man müßte es mal sehen.
No comment: St. Antonius bietet Raum für alte Riten Die Kirche in Stuttgart ist wirklich so universell
verwendbar, dass auch Uralt-Kultformen darin einen Raum finden können, wenn es denn unbedingt sein muss.
Die Gläubigen können sehr wohl auf dem Boden knien. Da käme der Liedtext sinnfällig zum Ausdruck:
Hier liegt vor deiner Majestät im Staub. Wer es unbedingt braucht, kann es ja tun. Es muss keine Kniebank
sein, die viele Gottesdienstbesucher ohnehin zur heuchlerischen Kniehocke verführt. Vor allem spricht
die Möglichkeit, altrituelle Feiern zu veranstaltetn, für die vollendete Architektur und Ausstattung
der St. Antoniuskirche.
Ja, no-comment, da hat so ein Altlinker die neueren Trends doch glatt verschlafen! Zu erinnern ist auch
an das WJT-Motto in Köln, an das vatikan., Dokument „Sacramentum caritatis www.kreuz.net/passage.90.html“
usw.usf. Also nochmals: Wie sieht in Stuttgart-Kaltental eine eucharist. Anbetung aus?
Kurt K. Was wollen Sie damit sagen? Meine Frage lautete doch nur: Wie sieht in dem Versammlungsraum in
Stuttgart-Kaltental eine eucharistische Anbetung aus? Ihre Antwort legt nahe, daß diese Frömmigkeitsform
auf kaltem Wege – am Zeichenbrett des Architekten? – abgeschafft wurde…
Aberwitzig! Ist ja irgendwie schon seltsam: Da haben manche Menschen schon den Glauben an den selben Gott
wie Pünktchen, ruhrgebietler, etc. Trotzdem wird auf ihnen herumgehackt, weil diese nicht genauso feiern/beten/anbeten/zelebrieren.
Finden sie das nicht auch albern?
Kleine Testfrage: Wie sieht in dem kirchlichen Versammlungsraum der Gemeinde St. Antonius in Stuttgart-Kaltental
(s. Foto im Artikel) wohl eine eucharistische Anbetung aus?
@Strepto von Kokke – was für ne öku… Also zuerst mal kommt bald das Dogma: MARIA MITERLÖSERIN, MITTLERIN
UND FÜRSPRECHERIN Welche Ökumene meinen Sie? Ein noch tieferes Absinken der hlg. röm.-kath. Kirche
auf/unter das Niveau des Protestantismusses?? Gott bewahre uns! Ökumene bitte nur auf dem Niveau des
herrn Jesus Christus und der überlieferten Tradition – ohne faule Kompromisse!! Lieber nackt in den Himmel,
als mit dem V-II in die Hölle!
Die Gemeinde in Stuttgart-Kaltental hatte es übrigens nicht sehr eilig mit dem Umbau: ganze sieben Jahre
(!!!) sollen die Umbaumaßnahmen gedauert haben! Der frühere Kirchenbau habe, wie wir aus dem FAZ-Artikel
erfahren, „nicht mehr der heutigen Nutzerzahl“ entsprochen. Schaut man auf das Foto, so liegt die Vermutung
nahe, daß aus der Not eine Scheintugend gemacht wurde. Die kongregationalistische/freimaurerische Raumlösung
in Stuttgart-Kaltental verschenkt einfach den Raum: wo früher Kirchenbänke waren, ist jetzt Freifläche!
Auf diese Weise „füllt“ sich dann die Kirche der 1500 Seelen zählenden Gemeinde scheinbar mühelos:
auch dann, wenn nur ein kleinster Bruchteil der Katholiken am Ort diese Kirche noch aufsucht. Mit Sicherheit
wird die Kirche in den ersten Monaten (scheinbar) gut besucht sein. Auch die kirchenfernen Architekturtouristen
werden in großer Zahl anrücken. Der Versammlungsraum bietet jedoch keine anschaulichen Orientierungspunkte
für’s Gebet. Meßbesucher und Beter werden früher oder später geeignetere Sakralräume in Stuttgart
aufsuchen und den „schönen“ Versammlungsraum Versammlungsraum sein lassen. Warum wohl sind freimaurerische
„Tempel“ und protestantische Kirchenräume außerhalb der gemeinschaftlichen Nutzung verschlossen? Weil
sie ausschließlich dem Zweck der „Versammlung“ dienen!
„Hier sitzt bequem die Christenheit.“ Der Umbau der Kirche ist in seiner Gänze wirklich ein schönes
Beispiel für die Erosion des Glaubens, Ja, natürlich. Sang man früher „Hier liegt im Staub die Christenheit“,
müßte sie heute zutreffenderweise singen: „Hier sitzt bequem die Christenheit.“ MfG Christoph Heger
Archaisierende Motive Der Umbau der Kirche ist in seiner Gänze wirklich ein schönes Beispiel für die
Erosion des Glaubens, aber auch des Wissens des katholischen Mainstreams. Eigentlich müßte ja jeder
Kirchenarchtekt bei dem Terminus archaisierend schon zusammenzucken. Archarisch sind schließlich die
vorjüdischen, vorchristlichen Religionen der Erdmuttergöttin. Übrigens ein blutrünstiges Monster,
dem vorzugsweise das Blut junger Männer geopfert wurden, und dem kastrierte Sklaven dienten. Blutrot
und erdbraun waren die Farben dieses Monsters. Daß die Farbe getrockneten Blutes, nämlich rotbraun keine
liturgische ist, hat seinen Grund. Wie sagt der Dichter? So oder so, die Erde wird rot, entweder todrot
oder Lebensrot. Entweder das tote Rotbraun der Erdmutter oder das Purpurrot der christlichen Märtyrer
und des heiligen Geistes. Hier nun also Große Mutter, Hinduismus und Bhuddismus. Die japanisch anmutende
Fensterverkleidung paßt da doch recht gut.
Jürgen Nun hat Paderborn ja nicht gerade Tageslichttauglichkeit: Dunkel, Schwarz, Paderborn gilt noch
immer. Daran hat sich nichts geändert. Aber Paderborner Landwurst ist ein höllisches Vergnügen.
@ Stephanus: Sonderbar! Sonderbar ist, wie manche Leute jedes Thema so umdrehen, dass sie über das Lieblingsthema
Abtreibung reden können. Nur weil (ihrer Meinung nach) etwas nicht gut ist bei uns gibts doch bittesehr
auch Themen, die nichts aber auch gar nichts mit Abtreibungen zu tun haben. Dieses hier ist so eines.
Die Frage ist doch: nicht ob fromm oder schön, sondern, ob ehrlich!!! ehrlich gegenüber den Mitmenschen
denen wir wie kaum jemals zuvor die Werke der Nächstenliebe verweigern. Und daran werden wir einmal gemessen
werdem. Solange in Deutschland auch nur ein Kind im Mutterleib dahingemordet wird und fehlendes Geld spielt
hier immer mithinein, solange habe ich kein Verständnis für solchen Spuk.
@ möchtegern-Kathole schlüpfriges Glatteis begehe ich bei Gedanken über „was ist Kunst, was ist schön“…
Korrekt! Mehr muss man dazu eigentlich nicht mehr sagen. Die meisten Menschen mögen geschwungene Linien
und den goldenen Schnitt schön finden. Der Pfarrer und die Künstlerin offensichtlich nicht. Und? Wär
ja schrekclich wenn alle Menschen dasselbe schön fänden. Alle Männer flögen auf den selben Typ Frau –
das würde entweder bedeuten, die Menschheit stürbe aus, oder, wir sähen in ein paar Jahrtausenden alle
gleich aus. Beides keine wünschenswerten Vorstellungen.
@Kurt K. schlüpfriges Glatteis begehe ich bei Gedanken über „was ist Kunst, was ist schön“, überlege
aber trotzdem: ich denke, dass es auch absolute „Schönheit“ gibt, die im menschlichen Auge begründet
ist. Natürlich kann trotzdem jeder sagen, diese Kirche sei schön. Doch kann man z.B. sagen, dass der
Mensch die bogenförmige Linie liebt, auf die hier vollst. verzichtet wird, dass er den Goldenen Schnitt
liebt, den ich hier nicht erkennen kann (die quadratische Unterteilung der Wände ist überall gleich),
und noch paar andere Dinge.
@ Nonno Nun, mein Geschmack ist die Kirche da auch nicht. Das sind aber viele Kirchen aus den 70ern auch
nicht. Und z.B. in der Renaissance wurden auch viele Gotteshäuser dem ZEITGESCHMACK entsprechend umgestaltet…
HEUTE finden wir sie schön.
Ad Mr. Tschibo Mich hätte schon gewundert, wenn Sie Ihr Kaffeehaus hier als das NonPlusUltra hier gepostete
hätten. Was ist fromm? Ihre Ansicht oder meine? Der Priester, der dieses Schandmal schaffte, wird sich
einst verantworten müssen. Er hat ein Forum geschaffen, in dem es nicht mehr um die Vergegenwärtigung
des Opfers Jesu Christi geht, sondern um das Publikum, das nur Zuschauer ist. Bleibt nur noch zu erwarten,
daß dieses Publikum irgendwann zu klatschen anfängt. Widerlich … – dieses Gotteshaus – dieser Priester,
der diese Halle gestaltet, – dieses Bistum, das die Genehmigung erteilte – der Bischof, der schweigt.
falsche Tradition(en) Völlig richtig. Nicht alles was „liturgische Archäologen“ ausgraben, kann man
auf das Heute übertragen. Es hat viele Entwicklungen gegeben und nicht alles was alt ist, ist automatisch
gut. Umgekehrt, ist aber auch nicht alles, was neu ist, automatisch schlecht. Leider besteht teils die
Tendenz, manche Dinge zu einem bestimmten Zeitpunkt „festfrieren“ zu wollen und (Weiter)entwicklungen
generell als falsch darstellen zu wollen. Mal ein anderes Beispiel: Früher gab es keine Musikinstrumente
im Gottesdienst. Irgendwann kam die Orgel in die Kirche. Es gibt die Erzählung (ob sie so stimmt sei
dahingestellt), daß es Karl der Große war, der sie einführte, nachdem man ihm ein solches Intrument
geschenkt hatte. Damals war sie neu und teils kritisch betrachtet – heute finden wir sie gut und richtig.
Aber muß man daran fast „zwanghaft“ festhalten? Muß man alle anderen Instrumente verbieten wollen? Können
Jugendliche im Gottesdienst Gott nich auch loben, wenn ein Schlagzeug und eine E-Gitarre spielt? Nix gegen
gregorianischen Choral! Ich mag ihn. Ähnliches gilt für den Kirchbau: Neues kann gut sein; neues kann
schlecht sein!
#96 Pünktchen 18:30:06 | Donnerstag, 21. Juni 2007
juergen Ja, ich verstehe Sie! Die kirchliche Bauentwicklung ist sicher parallel zu sehen zum Prozeß einer
liturgischen/spirituellen/theologischen Bewußtwerdung und Entfaltung dessen, was am Anfang vielleicht
eher verborgen war. Das geht im Grunde schon mit Jesus „am Abend vor seinen Leiden“ los: Zunächst spricht
Jesus in jüdischer Tradition die Dankgebete des Passahmahles (Lukas 22, 17-18) dann jedoch kommt etwas
Neues: Lukas 22, 19-20. Kardinal Ratzinger schreibt dazu: „Der Herr hat das Neue des christlichen Kultes
zwar im Rahmen eines jüdischen (Pascha-)Mahles gestiftet, aber nur dies Neue und nicht das Mahl als solches
zur Wiederholung aufgetragen. Das Neue hat sich daher sehr bald aus dem alten Kontext gelöst und seine
ihm gemäße, eigene Gestalt gefunden, die zunächst schon dadurch vorgegeben war, daß Eucharistie auf
das Kreuz zurückverweist und damit auf die Umwandlung des Tempelopfers in den logosgemäßen Gottesdienst
www.kreuz.net/bookentry.980.html“ Aus diesem Grunde halte ich es auch für besser, wenn wir nicht einem
falschen Archäologismus frönen und in angebliche oder tatsächliche Bauformen etwas hineininterpretieren,
sondern die Bauentwicklung als logische und legitime Entfaltung eines ursprünglichen Keimes verstehen
und begreifen lernen. Auch hier müssen wir Demut gegenüber der Tradition in ihrer Entwicklungslogik
lernen und sie nicht etwa nach dem Baukasten-Prinzip benutzen. („Ich suche mir das aus, was mich bestätigt
und nenne es Tradition oder gar >ursprünglich<“!)
@Romulus Sonst würdest Du wissen, dass die Freimaurer dich fragen und nicht du sie. Und woher wissen
SIE das? Am besten Du schaust weiter fern, ich glaube das kannst du. Stimmt. Aber ich übertrage fiktive
Spielfilme nicht in die Realität und leide an Verfolgungsangst, dass die Welt von Freimaurern und Homos
regiert wird.
@litterae Du hast wirklich keine Ahnung. Sonst würdest Du wissen, dass die Freimaurer dich fragen und
nicht du sie. Am besten Du schaust weiter fern, ich glaube das kannst du.
An alle: Ich habe jetzt echt mal eine Frage: Hier sprecht ihr ja immer von der Freimaurerei. Ich kenne
das eigentlich nur aus dem Fernsehen, aus so Spielfilmen mit Nicolas Cage oder so. Gibt es Freimaurer
heute tatsächlich immer noch? Und wenn ja, was muss man dann tun, um einer zu werden? Die scheinen ja
mächtig viel Einfluss zu haben und für mich als karrieregeilen Jungabiturient scheint mir der Verein
recht attraktiv, wenn ihr den immer so verteufelt und ihn als Gefahr anseht. Also, wo muss ich mich bewerben?
Ihr wisst es doch!
@Pünktchen Erstmal noch zu „alten Kirchen“: Ich habe die Literatur zu frühchristlichen Gottesdiensträumen
nicht hier zuhause und müßte dafür in die Bibliothek fahren. Meine Vergleiche bezogen sich auf wirklich
die ersten als „Kirchenräume“ oder besser Gottesdiensträume genutzen Räume im 1. und 2. Jh. – also
vor dem eigentlichen „Kirchbauboom“. –---- Ich persönlich kann mit dieser Art von Kirchengebäuden überhauptnix
anfangen. Da gibt es diese Überlegung von den 2 Tischen: Tisch des Wortes und Tisch des Opfers etc. Dann
versucht man diese gleichsam antithetisch gegenüberzustellen und kommt zu solchen Kirchenräumen. Teils
auch als Ellipse gebaut oder als Rundbau oder ähnliches. Ich mag das nicht; will aber der Sache auch
nicht gleich „Unglauben“ unterstellen. Mit persönlich ist halt eine klassische Kirche mit Altar in der
Apsis lieber. – Gerne als barocker Hochalter… Beispiel wäre etwa die Marktkirche hier in der Stadt de.wikipedia.org/wiki/Marktkirche_(Paderborn) Aber: de gustibus non disputandum est.
@Pünktchen Vielen Dank für Ihre Mühe, die entsprechenden Bilder herauszusuchen. Einen Hoffnungsschimmer
haben wir: Die jungen Leute heute pfeifen auf die Freimaurerei. Diese Eingeweihten werden in Zukunft ein
Nachwuchsproblem haben, das sich gewaschen hat. Die jungen Leute fragen nach dem Glauben, nach Gott und
nach der Kirche und nicht nach irgendeinem Humanitätsideal.
#90 Pünktchen 17:58:12 | Donnerstag, 21. Juni 2007
juergen Ich kann Ihre Verärgerung verstehen und die Verschwörungstheorien im Zshg. mit den Freimaurern
gehen auch mir manchmal auf den Wecker. Die Ähnlichkeit des Kultraumes in Stuttgart-Kaltental mit Freimaurersälen
geht m.E. nicht auf freimaurerischen „Einfluß“ zurück, sondern eher auf eine innerkirchliche Desensibilisierung
oder besser noch: Des-Orientierung in liturgischen und theologischen Fragen, die wie von selbst Bauformen
und Gestaltungen hervorrufen muß, wie wir sie aus heterodoxen oder säkularen Zusammenhängen kennen.
Diese Ähnlichkeit sollten aber als Krisensymptom ernst genommen werden! Unter uns: Schön finde ich den
Raum auch irgendwie! Ich könnte ihn jedoch als katholische Kultstätte schwer wieder- und ankennen!
#89 virOblationis 17:48:24 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Kirche und Synagoge Mit den von Jürgen verbundenen Bildern zur angeblichen Veranschaulichung eines Altars
im Zentrum der Kirche während der Antike vermag ich nichts anzufangen. Man kann die Grundrisse von Synagoge
und Kirchen schon deshalb nicht vergleichen, weil diese Gebäude ganz verschiedenen Zwecken dien(t)en:
Die Synagoge ist keine Stätte des Opfers(*). Eine solche bestand jüdischerseits allein in Jerusalem
bis 70 n. Chr.: Der Tempel. Dessen großer Brandopferaltar stand jedoch – wie bei anderen antiken Tempeln –
draußen, vor dem Gebäude; eine Parallele zu christlichen Kulträumen stellen eher die Mithräen dar,
deren Altäre an der Stirnseite stehen). (*) Sie mag daher mit protestant. Kirchenräumen verglichen werden,
aber nicht mit kath. Wenn man die Kirche mit etwas Jüdischem vergleichen will, dann mit dem Jerusalmer
Tempel, und gerade in diesem Vergleich zeigt sich der Unterschied zwischen atl. und ntl. Priestertum (vgl.
Hebr.). – Daß mit Gebeten, Lesungen und Predigt wesentliche Aspekte des synagogalen Gottesdienstes übernommen
wurden, steht dem nicht entgegen.
@Pünktchen Die von Ihnen präsentierten Bilder bestätigen gerade nicht Ihre Behauptung: Sie zeigen beide
Konzilssitzungen und keine Meßfeier! 1. Ich schrieb, daß es sich um Bilder aus „anderem Kontext“ handelt.
2. Ja. Auf den Bildern findet keine Messfeier statt 3. Mir wäre neu, daß in den Räumen der Freimaurerlogen
Messfeiern stattfänden. 4. Bei kreuz.net ist alles, was ihnen nicht passt „freimaurereich“ – daran habe
ich mich schon gewöhnt 5. kreuz.net ist in diesem Punkte gegen Argumente immun. Somit braucht man auch
keine zu bringen.
#87 Pünktchen 17:38:23 | Donnerstag, 21. Juni 2007
In dem Buch von Lang wird konzediert, daß sich in den syrischen Kirchen die Bema im Mittelschiff relativ
lange gehalten hat. Dennoch gilt: „Daß im syrischen Raum jedoch die Ostung im Kirchenbau und in der Stellung
des Liturgen am Altar weitestgehend üblich war, ist unbestritten.“ (S. 77)
@Ruhrgebietler Hoffentlich kommt bald das Dogma: MARIA MITERLÖSERIN, MITTLERIN UND FÜRSPRECHERIN Ach
du Schreck, stellen Sie sich doch nur die katastrophale Auswirkung auf die Ökumene vor. Jahrzehntelange,
harte Arbeit würde mit einem Dogma vernichtet werden. Das wärs mir allerdings auch wert, darum zu bitten.
Ich oute mich jetzt mal nicht als Anhänger dieser Forderung nach besagtem Dogma, aber wenn ich bedenke,
welch katastrophale Auswirkung die Verweigerung des Gehorsams des ersten Menschengeschlechtes hatte, so
denke ich doch, dass eine zukünftige Zeit das „JA“ der Gottesmutter zur Erlösung, im Sinne eines freiwillig
geleisteten Gehorsams doch in irgendeiner, unverkennbaren Weise würdigen sollte.
willkommen bei den Logenbrüdern Algermissen und die Lehmann-V-II-Kleriker werden sich über den Tempel
des Weltenbaumeisters freuen. Und der Herr Jesus Christus wird wieder beleidigt! Warum will IHN niemand
mehr die notwendige Anbetung schenken? In Ehrfucht, Demut und Bußfertigkeit?? Hoffentlich kommt bald
das Dogma: MARIA MITERLÖSERIN, MITTLERIN UND FÜRSPRECHERIN lasset uns beten: HERR JESUS CHRISTUS, SOHN
DES VATERS, SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER DIE ERDE. LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN, IN DEN HERZEN ALLER
VÖLKER, DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN, VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG. MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER,
DIE EINST MARIA WAR, UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN. AMEN.
@VirOblationis Altar zwischen Bankreihen in der Antike? Welche Beispiele sollte es da geben? Bänke gab
es natürlich nicht, da die Leute standen. Die Kirchenbänke sind eher eine Art „protestantischer Erfindung“.
=Zweitaccount von .chen: Gegen den drohenden „kultischen Immanentismus“ wurde das Buch von Uwe Michael
Lang („Conversi ad Dominum“)geschrieben, der darin erklärt, wieso auch die alten Bauformen der ersten
Jahrhunderte die Zelebrations- und Gebets-Gleichrichtung von Priester und Gemeinde bestätigen. Kard.
Ratzinger hat dazu ein Vorwort verfaßt, in dem er den Inhalt des Büchleins zustimmend aus seiner Sicht
kommentiert. Zitat aus dem Buch S. 112f.: „Das Ideal der christlichen Kirche ist nicht der Rundbau mit
Altar, Ambo und Sessio im Zentrum, und es ist kein historischer Zufall, daß diese Form bis in die zweite
Hälfte des 20. Jh.s kaum verwirklicht wurde. Bei dieser neuen Zelebrationsrichtung versus populum kann
die Gemeinde, gleichsam in sich gekehrt, dazu neigen, dass sie die transzendente Dimension der Eucharistiefeier
nicht mehr wahrnimmt. Die Überbetonung des kommunitären Aspekts führt soz. zu einer geschlossenen Gesellschaft,
die nicht offen ist auf die unsichtbare Versammlung der Heiligen im Himmel und auf die anderen irdischen
Versammlungen der Christen. Gewissermaßen dialogisiert die Gemeinde mit sich selbst…“
@Pünktchen In den frühesten Kirchenräumen stand der Altar auch in der Mitte. Im Prinzip ähnlich wie
die Bema in einer Synagoge. Die baulichen Gegebeheiten der Kirchenräume zeigen eine sehr wechelvolle
Geschichte. Noch zwei Bilder aus anderem Kontext www.ica-d.de/…v/chr/pic/an087a.jpg upload.wikimedia.org/…onzil_von_Trient.JPG
Da kommt alte Baukunst zum Vorschein Warum sollten Freimaurer nicht ihr Handwerk verstehen, Sinn für
Räumlichkeiten zu haben und wie die den liturgischen Anforderungen ihrer Loge auszustatten sind. Schließlich
gehen ja auf Ihre Zunft die großen Kathedralen und Dome in Deutschland, Frankreich und England zurück.
@Typ / NSDAP-Jargon Natürlich, Paul VI. war aus traditionalistischer (also einzig wahrer) Sicht ein totaler
Untermensch. Ihre Begriffe, die allesamt aus der NSDAP-Ideologie entstammen, werfen doch ein bezeichnendes
Licht auf Ihre Denkschemen. Sie sollten uns mit diesem NSDAP-Jargon verschonen, da die 1930er und 1940er
schon lange vorbei sind.
-Typ- Leider verwenden Sie Bilder und Begriffe, die es mir erschweren und geraten sein lassen, auf Ihre
Einwände nicht mehr weiter einzugehen. LTI-Jargon ist völlig fehl am Platz. Da mache ich nicht mit!
@ Nieznany Meine Kritik galt den Messen, die meilenweit (ich übertreibe jetzt mal) von der Gemeinde entfernt,
Nun, also wenn ich mir so das übliche Bankbesetzungsverhalten der Gläubigen ansehe, dann ist der Altar
noch viel zu nahe. Oftmals hat man doch den Eindruck, dass die Kirchenschiffe vorne zu groß und hinten
zu klein gebaut sind… Stimme allerdings dabei zu, dass eine Messe durchaus nicht „meilenweit“ von der
Gemeinde entfernt gefeiert werden sollten. Interessant ist in dieser Hinsicht, dass zB in meiner Pfarrkirche
um 1900 noch Bänke in der Vierung standen (Hochaltar am Scheitelpunkt der Apsis), diese dann aber seltsamerweise
verschwanden, obwohl die liturgische Erneuerung (participatio actuosa, Pius X. usw) bereits begonnen hatte.
Dafür wurde dann Ende der fünfziger ein Vierungsaltar eingebaut. Der sollte also somit ein Nähe wiederherstellen,
die man nach 1900 selber beseitigt hatte. Etwas undurchschaubar das ganze.
Benedikt: NOM ist sehr konziliant (den Artikel hatte ich fälschlicherweise an Rudolfus gerichtet, mea
culpa, aber er war ausschließlich für Sie gedacht) Das habe ich nicht kritisiert. Kann es sein, dass
Sie sich täuschen, d.h. einer Täuschung aufgesessen sind, die jetzt zu ihrer Freude weg genommen ist.
Meine Kritik galt den Messen, die meilenweit (ich übertreibe jetzt mal) von der Gemeinde entfernt, hinter
einer Weihrauchwolke spielen, die nur schwer die goldenen Rücken der Priester erkennen lässt. In der
Stuttgarter Antoniuskirche ist leider nicht sichtbar, ob das Gestühl nur auf beiden Seiten des Raums
aufgestellt ist. Ich könnte mir aber denken, dass man auch an die Anhänger des alten Ritus gedacht hat,
die es nicht ertragen können, bei der Zelebration in das Antlitz des Zelebranden zu schauen, und für
sie ein paar Stühle so gestellt hat, dass diesen G’ttesdienstbesucher in jedem Fall Blick auf den schönen
Priesterrücken erhalten bleibt. Da ist NOM doch konziliant, um kleine Wünsche zufrieden zustellen, wenn
der Wunsch denn artikuliert würde.
@ Typ Demnach müssten schon seit 1000 Jahren alle Mönche und Chorherren und Domkapitel in Hochchören
permanent unandächtig gewesen sein. Bei den Mönchen war das glaube ich echt mal ein Problem – es galt
als ernorm unschicklich, den anderen bei seiner Andacht anzusehen. Die riesigen Kapuzen und der Sichtschutz
der Chorgestühle zu den Nachbarn bestätigen das. Zu Domkapiteln sage ich lieber nichts, sondern zitiere
frei aus einem Domführer: „Die Domherren mussten immer wieder angehalten werden, sich während der heiligen
Feiern nicht zu unterhalten oder im Dom spazieren zu gehen.“ Für ihre so erzwungene Andacht wurden die
Domherren aber wenigstens mit üppigen Präsenzgeldern entschädigt. Jaja, die gute alte Zeit .
-Typ- Dieser Schlingel Modernismus Irgendwann muss das ja einmal mit dem Modernismus angefangen haben.
Weil die Kirche in Jahrhunderten denkt und in Jahrtausenden handelt, beginnt der Modernismus bestimmt
bei den Wüstenvätern und zieht seither als roten Ariadnefaden durch die Jahrhunderte, bis er plötzlich
als Modernismus gegeißelt und angeprangert werden konnte. Dieser schlimme Schlingel Modernismus aber
auch…
#65 Pünktchen 15:35:14 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Benedikt/Tchibo: Tja, Benedikt, so sieht die „Antwort“ eines liturgischen Postmodernisten aus: ist eh’
alles wurscht, alles ist erlaubt, alles ist willkommen, wenn es nur nicht die alte Messe ist!
@ Hans Mohrmann Ganz nebenbei – eine uneobachtete Andacht ist hier auch nicht mehr möglich. Stets bist
Du Aug in Aug mit irgendwem. Unsere Andacht gilt aber dem Herrn, nicht dem Nachbarn, und wenn er noch
so ein lieber Mensch ist. Demnach müssten schon seit 1000 Jahren alle Mönche und Chorherren und Domkapitel
in Hochchören permanent unandächtig gewesen sein. Waren wohl alles böse Modernisten.
Rudolfus: Benedikt: Da ist NOM sehr konziliant Das habe ich nicht kritisiert. Kann es sein, dass Sie sich
täuschen, d.h. einer Täuschung aufgesessen sind, die jetzt zu ihrer Freude weg genommen ist. Meine Kritik
galt den Messen, die meilenweit (ich übertreibe jetzt mal) von der Gemeinde entfernt, hinter einer Weihrauchwolke
spielen, die nur schwer die goldenen Rücken der Priester erkennen lässt. In der Stuttgarter Antoniuskirche
ist leider nicht sichtbar, ob das Gestühl nur auf beiden Seiten des Raums aufgestellt ist. Ich könnte
mir aber denken, dass man auch an die Anhänger des alten Ritus gedacht hat, die es nicht ertragen können,
bei der Zelebration in das Antlitz des Zelebranden zu schauen, und für sie ein paar Stühle so gestellt
hat, dass diesen G’ttesdienstbesucher in jedem Fall Blick auf den schönen Priesterrücken erhalten bleibt.
Da ist NOM doch konziliant, um kleine Wünsche zufrieden zustellen, wenn der Wunsch denn artikuliert würde.
#62 Pünktchen 15:28:30 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Mohrmann Mit allen Ihren Bemerkungen treffen Sie ins Schwarze! Aber es hilft nichts. Modernismus muß
sein! Koste es, was es wolle. Und sei es das Seelenheil!
Zelebrationsrichtung Lieber BJL. Das ist schon richtig. Aber auch vor einem Volksaltar kann man noch immer
die Karfreitagsliturgie feiern. In unserer Kirche geht das jedenfalls. Es geht nun aber nicht nur um die
Zelebrations- sondern auch um die Gebetsrichtung. Die ist wenigstens – Volksaltar her oder hin – in den
meisten Kirchen erhalten geblieben. Aber ich nehme mal an, daß in dieser Gemeinde auch die Niederwerfung
vor dem Altar nicht mehr zelebriert wird. DIESE Kirche hat nun eine echte Schlangenliturgie. Eritis sicut
dii. Ganz nebenbei – eine uneobachtete Andacht ist hier auch nicht mehr möglich. Stets bist Du Aug in
Aug mit irgendwem. Unsere Andacht gilt aber dem Herrn, nicht dem Nachbarn, und wenn er noch so ein lieber
Mensch ist.
@ Nieznany Einen Kirchenraum wie den der Antonius-Kirche in Stuttgart habe ich mir immer schon gewünscht.
Sehr überraschende Information. Da der Altar in der Mitte steht, dreht der Priester wenigstens einem
drittel der Messbesucher den Rücken zu. Haben Sie das nicht unlängst noch kritisiert?
.chen Sie sind eine permanente Beleidigung, geben Antworten, auch wenn niemand Fragen an Sie richtet und
glauben mit Geplärre sich Gehör verschaffen zu können. Packen Sie Ihre Bürgersteige doch hoch.
#55 Pünktchen 14:58:57 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Tchibo, angesichts solchen Gesabbers wie des folgenden: >>Sie glauben wohl berufen zu sein, Ihren Sektenwahn
glauben hier abladen zu dürfen. Ihre Persormance hat etwas ungemein zwanghaft Morbides.<< wäre ich manchmal
wirklich gerne Legastheniker! Tchibo, Sie sind inhaltlich und sprachlich eine Zumutung für jeden intelligenten
Leser!
landorganist Nicht der/die einzige rasende Katholiban. Das stimmt, aber die wohl schlimmste und widerlichste
Ausprägung dieser Gattung mit einer erzengelhaften Schwertgosch’n.
.chen Das habe ich glücklicherweise nicht nötig! Was tun Sie denn anderes als Gaffen, Verleumden, Unterstellen,
Rechthabenwollen, auf atemberauvende Weise Katholischsein und wieder Gaffen und Geifern und Gilfen. Was
kommt denn aus ihren Zeilen positiv heraus? Sie glauben wohl berufen zu sein, Ihren Sektenwahn glauben
hier abladen zu dürfen. Ihre Persormance hat etwas ungemein zwanghaft Morbides.
#49 Pünktchen 14:26:55 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Freinsberg Ich wollte nur darauf hinweisen, daß das Vorhandensein von Chorgestühl nicht dazu zwingt,
den Altar in die Mitte zu holen. Das Chorgestühl hat m.E. eher die Funktion, den alternierenden Psalmengesang
beim Stundengebet zu unterstützen. Die Beter wechseln sich bei Psalmodieren ab und es entsteht so ein
dialogähnliches Hinüber/Herrüber. (Die Anordnung hat aber auch den Nachteil, daß man beim Blick auf
das Geschehen im Altarraum den Kopf dauerhaft zur Seite drehen www.novydvur.cz/de/photos/022.html muß!)
#47 Pünktchen 14:00:32 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Das tschech. Trappistenkloster Novy dvur Hier www.novydvur.cz/cz/photos/021.html übrigens eine Kirche
mit Chorgestühl, in der trotz großer „Modernität“ der Altar und der Altarraum seine gesonderte Stellung
behalten hat!
@NOM-Glanzleistung Dieser Art der Architektur gibt neuen Aufschwung für NOM, weckt Begeisterung für
die Schönheit dieser Liturgie Der NOM ist tatsächlich eine „Erfolgsgeschichte“ für den Erfolg des Kirchenapostolates
seit 1969! Vielleicht sollten diesen auch die Evangelikalen in Lateinamerika übernehmen, damit sie noch
erfolgreicher missionieren!
#43 Pünktchen 13:41:36 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Tchibos „Glanzleistung“ Dieser Art der Architektur gibt neuen Aufschwung für NOM, weckt Begeisterung
für die Schönheit dieser Liturgie Diese Art der Architektur wird Architekturbegeisterte anziehen, die
in ihren Hochglanz-Architektur-Magazinen als den neuesten Schrei ausgerufen finden. Diese meist kirchenfernen
Leute schauen gewöhnlich sonntags nachmittags herein, weil sie es gewohnt sind am Sonntag nach Diskobesuch
und vormittäglichem Brunchen erst spät das Haus zu verlassen. Zur Hl. Messe und zur Anbetung kommen
diese leute nicht. Die eigentlichen Gläubigen und Meßbesucher machen sich dann über die Jahre – wenn
der Reiz des Neuen verflogen ist – auf die Suche nach einer Kirche, in der sie nicht gezwungen sind, beim
Hl. Meßopfer irgendjemandem ins Gesicht zu schauen. So schon mehrfach geschehen: z.B. hier www.herzjesu-muenchen.de/index3.html!
Diese garagenförmige Kirche zieht Gaffer an, keine Beter!
Architektonische Glanzleistung Eine architektonische Glanzleistung, der gesamte Kirchenraum. Der Mut der
Antoniusgemeinde ist ansteckend, mögen noch mehr Versammlungsräume der Christen künftig ahnlich gestaltet
werden. In St. Antonius ist optisch zum Durchbruch gekommen, was mit NOM beabsichtigt ist: die Eucharistiefeier
(=Gemeindemesse) auf Augenhöhe und unmittelbar innerhalb der Gemeinde. Dieser Art der Architektur gibt
neuen Aufschwung für NOM, weckt Begeisterung für die Schönheit dieser Liturgie.
@Pünktchen / Altar in der Mitte Nachdem der Altar in der Mitte des Raumes steht, ist es egal, von welcher
Seite her der Priester zelebriert. Er steht jedenfalls auf keiner Seite dem Volk gegenüber. Die Gläubigen
sehen den Zelebranten nur von der Profilseite. In einer solchen Kirche kann man auch die Alte Messe zelebrieren.
Das franziskanische Tau Es ist sehr eindrucksvoll wie die Künstlerin Madeleine Dietz in Altar und Ambo
das franziskanische Tau zur Geltung bringt, dessen Anspruch zur Schlichtheit sich in der Gestaltung des
Raums wohltuend fortsetzt. Am liebsten würde ich gleich hin, um den Raum in seiner liturgischen Aufgabenstellung
erleben zu können.
#37 Pünktchen 13:12:13 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Rudolfus Ich weiß nicht, auf welcher Seite des Altars der Priester zu zelebrieren gedenkt. Auch weiß
ich nicht, ob sich die Sitzreihen an der zur Perspektive des Fotos rückwärtigen Seite nicht hufeisenförmig
schließen. In den Erläuterungen zum Foto heißt es: „Nicht mehr in frontaler Ausrichtung, sondern rund
um den Altar sitzen die Gläubigen …“