Manchmal ist die andere Welt die echte
Firmung ist, wenn sich kirchlich entfremdete Jugendliche zusammenrotten, denen ein angereister Prälat in einer würdelosen Feier ein Sakrament nachwirft. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
(kreuz.net, Bitsch) Firmung im Freien. Es ist ein Samstag vormittag im Mai. Die Luft ist warm. Der Parkplatz
füllt sich mit Autos. Vor einem im Freien aufgestellten Altar sammeln sich Gläubige.
Es wurde ein prächtiger roter Baldachin aufgebaut. Der Altar ist schön geschmückt. Zwei große Banner in den päpstlichen Farben gelb und weiß stehen links und rechts.
Die männlichen Gläubigen, kleine und große, tragen ohne Ausnahme Sonntagskleidung – Krawatte und Anzug. Die angebliche urkirchliche „Einfachheit“ wird hier – vierzig Jahre nach dem Konzil – grob mißachtet.
Man fühlt sich eher an die Pracht des Tempels in Jerusalem erinnert.
Der Bischof kommt, in einem langen Einzug – zuerst die Ministranten, dann die Priester, schließlich der Bischof mit den levitierenden Priestern.
Die Priester konzelebrieren nicht. Das Geheimnis des Heiligen Meßopfers ist zu groß, seine Gnaden sind zu mächtig und seine Bedeutung für das priesterliche Leben zu gewaltig, als daß diese Geistlichen sich die persönliche Feier der Messe nehmen ließen.
Zu Beginn der Feier spricht der Bischof auf den Stufen des Altares eine Statio. Er ist ein Weihbischof, hat keine Jurisdiktion und will auch keine.
Er ist nur Träger der sakramentalen Fülle des Priestertums – mehr nicht.
Der Bischof spricht lange, ohne Manuskript, über die Bedeutung dieses Tages, über die Gnaden des Sakramentes.
Er redet davon, daß dieses Ereignis die Gefirmten zu Erwachsenen im Glauben macht und sie vorbereitet, für Christus zu leben und für ihn vielleicht auch zu sterben.
Das hat mit den handelsüblichen „mündigen Christen“, die sich aussuchen, was ihnen in den Kram paßt, wenig zu tun.
Der Bischof schließt mit der Aufforderung zur Treue zu Kirche und Papsttum.
Nach seiner Herkunft ist er ein Spanier. Aber sein Französisch ist fast akzentfrei. Das Publikum ist international. Anwesend sind Elsässer und Franzosen. Natürlich – wir sind in einer Schule der katholischen Tradition im Nordelsaß nahe Bitsch.
Freie Schweizer üben
ihren singenden Akzent. Es gibt auch ein paar Deutsche, mediterane Südfranzosen. Einige Schüler sind
Afrikaner aus Gabun. Dort war jener Erzbischof Missionar, der seine Weihegewalt an den firmenden Bischof
weitergab.
Die Kapelle der Schule ist für den Anlaß zu klein. Denn die Gläubigen kommen aus der ganzen Region, um sich oder ihre Kinder im wahren Ritus der Kirche firmen zu lassen.
Während dieser Feier ist auch zu bemerken, daß traditionelle – das heißt normale – Katholiken nicht alle Heilige sind.
Denn am Rande der heiligen Feier hört ein Priester die Beichte – unter freiem Himmel und gut sichtbar. Er hat viel zu tun. Auch das ist ein Unterschied zur modernen Kirche der Gerechten.
Der Schulchor singt und spielt: Geigensolo, Trompeten. Keine Gitarre. Kein Armeschwenken. Keine religiöse Stimmungsmache. Kein Happy happy happy der „John Paul two – we love you“ – Generation.
Der Geist der Gregorianik ist anders. Getragen, vergeistigt, schön. Nicht sentimental oder aufputschend. Die Melodie unterstützt den gesungenen biblischen Text statt ihn zu dominieren – so wie es der Heilige Papst Pius X. – der große Reformer der Kirchenmusik – in seinem Motu Proprio „Inter sollicitudines“ gewünscht hat.
Die Gläubigen schreiten in langer Doppelreihe zur Firmung – links die Reihe der Paten, rechts die der Firmlinge.
Frauen und Männer kommen getrennt. Der Pate hat dasselbe Geschlecht wie der Firmling. Das erinnert an die unterschiedlichen Berufungen von Mann und Frau.
Gewiß könnte man einiges auch anders machen und trotzdem katholisch sein. Doch viele kleine und einige große Unterschiede machen einen ganz großen Unterschied.
Im Vergleich zu den würdelosen Firmfeten der Konzilskirche, bei denen dieses Sakrament kirchlich völlig entfremdeten, ungläubigen Jugendlichen nachgeworfen wird, mutet die Veranstaltung bei Bitsch an wie eine andere Religion.
Dabei ist sie nur die Bewahrung des Glaubens.
Da man für die Bewahrung des katholischen Glaubens derzeit keine formale kanonische Anerkennung bekommen kann – würden diese Gläubigen und Priester sagen – geschieht es eben ohne diese. Fertig.
Sie ziehen es vor, als angebliche Schismatiker zu existieren als durch die kalte administrative Gewalt glaubensloser Bischöfe gegängelt, gleichgeschaltet und eliminiert zu werden.
Der Verfasser ist praktizierender Arzt im Nordelsaß.
Es wurde ein prächtiger roter Baldachin aufgebaut. Der Altar ist schön geschmückt. Zwei große Banner in den päpstlichen Farben gelb und weiß stehen links und rechts.
Die männlichen Gläubigen, kleine und große, tragen ohne Ausnahme Sonntagskleidung – Krawatte und Anzug. Die angebliche urkirchliche „Einfachheit“ wird hier – vierzig Jahre nach dem Konzil – grob mißachtet.
Man fühlt sich eher an die Pracht des Tempels in Jerusalem erinnert.
Der Bischof kommt, in einem langen Einzug – zuerst die Ministranten, dann die Priester, schließlich der Bischof mit den levitierenden Priestern.
Die Priester konzelebrieren nicht. Das Geheimnis des Heiligen Meßopfers ist zu groß, seine Gnaden sind zu mächtig und seine Bedeutung für das priesterliche Leben zu gewaltig, als daß diese Geistlichen sich die persönliche Feier der Messe nehmen ließen.
Zu Beginn der Feier spricht der Bischof auf den Stufen des Altares eine Statio. Er ist ein Weihbischof, hat keine Jurisdiktion und will auch keine.
Er ist nur Träger der sakramentalen Fülle des Priestertums – mehr nicht.
Der Bischof spricht lange, ohne Manuskript, über die Bedeutung dieses Tages, über die Gnaden des Sakramentes.
Er redet davon, daß dieses Ereignis die Gefirmten zu Erwachsenen im Glauben macht und sie vorbereitet, für Christus zu leben und für ihn vielleicht auch zu sterben.
Das hat mit den handelsüblichen „mündigen Christen“, die sich aussuchen, was ihnen in den Kram paßt, wenig zu tun.
Der Bischof schließt mit der Aufforderung zur Treue zu Kirche und Papsttum.
Nach seiner Herkunft ist er ein Spanier. Aber sein Französisch ist fast akzentfrei. Das Publikum ist international. Anwesend sind Elsässer und Franzosen. Natürlich – wir sind in einer Schule der katholischen Tradition im Nordelsaß nahe Bitsch.
Die Kapelle der Schule ist für den Anlaß zu klein. Denn die Gläubigen kommen aus der ganzen Region, um sich oder ihre Kinder im wahren Ritus der Kirche firmen zu lassen.
Während dieser Feier ist auch zu bemerken, daß traditionelle – das heißt normale – Katholiken nicht alle Heilige sind.
Denn am Rande der heiligen Feier hört ein Priester die Beichte – unter freiem Himmel und gut sichtbar. Er hat viel zu tun. Auch das ist ein Unterschied zur modernen Kirche der Gerechten.
Der Schulchor singt und spielt: Geigensolo, Trompeten. Keine Gitarre. Kein Armeschwenken. Keine religiöse Stimmungsmache. Kein Happy happy happy der „John Paul two – we love you“ – Generation.
Der Geist der Gregorianik ist anders. Getragen, vergeistigt, schön. Nicht sentimental oder aufputschend. Die Melodie unterstützt den gesungenen biblischen Text statt ihn zu dominieren – so wie es der Heilige Papst Pius X. – der große Reformer der Kirchenmusik – in seinem Motu Proprio „Inter sollicitudines“ gewünscht hat.
Die Gläubigen schreiten in langer Doppelreihe zur Firmung – links die Reihe der Paten, rechts die der Firmlinge.
Frauen und Männer kommen getrennt. Der Pate hat dasselbe Geschlecht wie der Firmling. Das erinnert an die unterschiedlichen Berufungen von Mann und Frau.
Gewiß könnte man einiges auch anders machen und trotzdem katholisch sein. Doch viele kleine und einige große Unterschiede machen einen ganz großen Unterschied.
Im Vergleich zu den würdelosen Firmfeten der Konzilskirche, bei denen dieses Sakrament kirchlich völlig entfremdeten, ungläubigen Jugendlichen nachgeworfen wird, mutet die Veranstaltung bei Bitsch an wie eine andere Religion.
Dabei ist sie nur die Bewahrung des Glaubens.
Da man für die Bewahrung des katholischen Glaubens derzeit keine formale kanonische Anerkennung bekommen kann – würden diese Gläubigen und Priester sagen – geschieht es eben ohne diese. Fertig.
Sie ziehen es vor, als angebliche Schismatiker zu existieren als durch die kalte administrative Gewalt glaubensloser Bischöfe gegängelt, gleichgeschaltet und eliminiert zu werden.
Der Verfasser ist praktizierender Arzt im Nordelsaß.
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Mittwoch, 27. Juni 2007 19:06
nonnobisdomine: kath.net schlachtet mal wieder die Meldung für sich aus:
Zitat aus dem kath.net-Forum:
„BREAKING NEWS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
DOKUMENT KOMMT AM 7. JULI!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Papst und Bertone übergaben das Dokument heute an 30 Bischöfe in Rom – Lehmann war eigens in Rom!
KATH.NET proudly presents als erstes deutschsprachiges MEDIUM den WELT-BERICHT EXKLUISV:
http://www.kath.net/detail.php?id=17153“
„BREAKING NEWS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
DOKUMENT KOMMT AM 7. JULI!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Papst und Bertone übergaben das Dokument heute an 30 Bischöfe in Rom – Lehmann war eigens in Rom!
KATH.NET proudly presents als erstes deutschsprachiges MEDIUM den WELT-BERICHT EXKLUISV:
http://www.kath.net/detail.php?id=17153“
Mittwoch, 27. Juni 2007 18:56
Friedrich Reusch: MP wurde heute an Bischöfe übergeben
siehe www.kath.net
Dienstag, 26. Juni 2007 20:27
Rudolfus: @Benedikt / PBSPX-Bischof bei einer regulären Pfarrfirmung
toll. Da es der hochwüdigste Herr nur mit entsprechend sozialisierten Jugendlichen zu tun hat ist das
ja soooo eine Riesenleistung. De Galarreta kann ja mal in einer normale Pfarrei zu Jugendlichen gehen,
die nicht jedes seiner Worte automatisch als gottgegeben ansehen. Ob er da etwas ausrichten könnte?
Selbstverständlich könnte da ein PBSPX-Weihbischof ein ausgezeichnetes Beispiel geben: Denn solchen Jugendlichen müßte und würde er mit Sicherheit das Firmsakrament verweigern – ebenso, wie es auch einmal Mons. Georg Eder als Erzbischof v. Salzburg & Primas Germaniae in einer Diözesanfirmung getan hat.
Erzbischof Eder ist einer jener Bischöfe, die die österreichischen Modernisten seelisch und körperlich zugrunde gerichtet haben – sogar mit Bischof Kurt Krenn ist ihnen das nach Jahrzehnten gelungen.
Der Weg der PBSPX ist darum völlig richtig: Es gibt nur ein „Entweder-Oder“: Eine rechtgläubige Kirche mit Rechtgläubigen – oder eben nicht.
Selbstverständlich könnte da ein PBSPX-Weihbischof ein ausgezeichnetes Beispiel geben: Denn solchen Jugendlichen müßte und würde er mit Sicherheit das Firmsakrament verweigern – ebenso, wie es auch einmal Mons. Georg Eder als Erzbischof v. Salzburg & Primas Germaniae in einer Diözesanfirmung getan hat.
Erzbischof Eder ist einer jener Bischöfe, die die österreichischen Modernisten seelisch und körperlich zugrunde gerichtet haben – sogar mit Bischof Kurt Krenn ist ihnen das nach Jahrzehnten gelungen.
Der Weg der PBSPX ist darum völlig richtig: Es gibt nur ein „Entweder-Oder“: Eine rechtgläubige Kirche mit Rechtgläubigen – oder eben nicht.
Montag, 25. Juni 2007 11:36
stimme der vernunft: @fransl
dieser „Doktor“ Lindemann hat es mit den tatsachen noch nie genau genommen, also „was solls, Elsass, Lothrigen, bei den Wackes halt“, so denkt der selbsterklärte „Doktor“ wohl.
Sonntag, 24. Juni 2007 23:40
fransl: Nord-Elsass ?
Diese Firmung hat sich im Lothringen gestattet. Oder meint Ihr im Elsass-Lothringen?
Sonntag, 24. Juni 2007 18:21
Sozialkatholisch: @ Landorganist
Wie ich das so überblicke war das einer ihrer sinnvollsten Beiträge!
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