15:08:51 | Sonntag, 24. Juni 2007
Kürzlich redete der iranische Innenminister wie ein sexuell aufgeklärter Vertreter der westeuropäischen katholischen Jugendarbeit.

Iranerinnen malen eine Moschee
(kreuz.net) Der iranische Innenminister, Mostafa Purmohammadi, empfiehlt den Jugendlichen seines Landes
die Polygamie. Das berichtete Wahied Wahdat-Hagh Anfang Juni in der deutschen Tageszeitung ‘Welt’.
Der
Innenminister pries auch die Vorzüge der sogenannten Zeitehe.
Der Innenminister sprach auf einer Versammlung
in der Klerikerstadt Qom zu 15jährigen jungen Männern:
„Der Mensch hat natürliche Instinkte, die auf
dem richtigen Wege befriedigt werden müssen. Der Islam ist die vollkommenste Religion und hat auf alle
Probleme der Menschen eine Antwort. Die Zeitehe ist als eine Lösung solcher Probleme im Islam vorgesehen.“
Der Minister forderte die Klerikerschulen auf, das von „Gott geschaffene Gesetz“ über die Zeitehe mehr
zu propagieren.
Iran: Islam und westliche Degeneration

© Khashayar Elyassi

© Roozbeh Feiz

© Flickr-Benützer
„mishox“

© Karl O’Brien

© Flickr-Benützer „mishox“
Eine juristische Erklärung des Stellenwertes der
Zeitehe im iranischen Gesetz lieferte ein Anwalt namens Abdolsamad Choramschahi:
„Aus der Sicht der Scharia
und des Staatsgesetzes gibt es bei einer Eheschließung unterschiedliche zeitliche Beschränkungen. Eine
Gesetzeslücke haben wir bei dieser Frage nicht. Auch eine zeitlich begrenzte Ehe zählt als Ehe.“
Es
gäbe kein gesetzliches Problem, nur die „gesellschaftliche Kultur hat diese Gesetzgebung noch nicht akzeptiert“ –
stellt der Jurist fest.
Die Männer würden eine Zeitehe aus unterschiedlichen Gründen verheimlichen.
Das würde den betroffenen Frauen, vor allem wenn sie aus diesen Verbindungen schwanger hervorgehen, oft
Probleme bereiten.
Die Leugnung des Vaters würde zu psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Schäden
für die betroffenen Frauen und Kindern führen.
Hinter dem Vorschlag des Ministers stecken – nach Angaben
des ‘Welt’-Artikels – Sorgen des islamischen Klerus, weil das islamische Gesetz nicht mehr von der Gesellschaft
angenommen werde.
Auch der Freitagsprediger von Qom, Ebrahim Amini, hat für die „Wollust der Jugend“
einen Lösungsvorschlag.
Die Staatsbeamten sollten Zentren gründen, „damit junge Menschen weniger Probleme
bei der Suche des Ehepartners haben“.
Muslimische Männer dürfen auch mit Frauen einer anderen Religionszugehörigkeit
Zeitehen eingehen. Dagegen darf eine muslimische Frau keine Zeitehe mit einem Nichtmuslim schließen.
Doch Zeitehe und Polygamie sind auch im Iran nicht unumstritten:
Mohamad Taqi Rahbar, geistliches Mitglied
des iranischen Parlamentes stellte fest, daß Polygamie und Zeitehe nich zur iranischen Kultur passen:
„Ein Blick auf die Gesellschaft beweist, daß niemand in Wohlstand und in Ruhe lebt und dabei Polygamie
und Zeitehe betreiben kann.“
De facto wird die Zeitehe im Iran praktisch nur dazu verwendet, um die Prostitution
zu verschleiern. Ein muslimischer Mann kann offiziell auch mit einer Prostituierten eine Zeitehe eingehen.
In vier und fünf Sterne-Hotels in Teheran kommt es vor, daß Freier mit Prostituierten ein schriftliches
Dokument über eine Zeitehe vorlegen und Zimmer mieten.
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Christian Hüller 09:08:13 | Sonntag, 1. Juli 2007
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Schopenhauer 02:09:47 | Sonntag, 1. Juli 2007
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Christian Hüller 01:46:13 | Sonntag, 1. Juli 2007
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Schopenhauer 21:10:33 | Samstag, 30. Juni 2007
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Christian Hüller 21:01:40 | Samstag, 30. Juni 2007
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Christian Hüller 07:04:47 | Donnerstag, 28. Juni 2007
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Christian Hüller 19:46:49 | Mittwoch, 27. Juni 2007
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Christian Hüller 20:03:44 | Sonntag, 24. Juni 2007
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