Ich sehe in der Umgestaltung der Stuttgarter St. Antonius Kirche keine ernsthafte Gefahr der Nachahmung in anderen Gotteshäusern. Von Heidemarie Seblatnig, Wien.
Die Künstlerin Madeleine Dietz präsentiert auf ihrer Webseite die Umgestaltung der Stuttgarter Kirche St. Antonius
(kreuz.net) Das Ergebnis des Umbaus im Innenraum der Stuttgarter St. Antonius Kirche ist erschütternd.
„Die Liturgie war die eigentliche Bauherrin“ – hieß es dazu in dem Beitrag der Tageszeitung ‘Frankfurter
Allgemeinen Zeitung’.
Das ist in der Tat wahr. Denn eine formlose Liturgie erzeugt eine formlose Architektur.
Die ‘Frankfurter Allgemeine’ erklärt auch, daß man beim Umbau der Kirche einem „frömmelnden Kunstgewerbe“
angeblich „archaiisierende Motive“ vorgezogen habe.
Solche leere Worthülsen sind derzeit im Kunstjargon
üblich. Sie passen vielleicht zur Beschreibung einer Kunstausstellung. Für die Anwendung auf einen Sakralraum
sind sie dagegen völlig ungeeignet.
Die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ ist voll des Lobes über den Kirchenumbau
Ich sehe in der Umgestaltung der Stuttgarter Kirche keine ernsthafte
Gefahr der Nachahmung in anderen Gotteshäusern.
Es handelt sich hier um einen endzeitlichen Versuch
des Aufbegehrens eines hoffnungslos veralteten Stils. Er erinnert frappant an die 50er/60er Jahre und
führt sich selber ad absurdum.
Der Historiker Helmut Feld (71) spricht in seinem Buch „Der Ikonoklasmus
des Westens“ von einer notwendigen Versöhnung zwischen wissenschaftlicher Theologie und Volksreligion.
Er fordert auch das Zusammendenken und Zusammenbringen von antiker und mittelalterlicher Ästhetik, wie
es Adalbert Stifter († 1868) am Ende der Romantik in seinem utopischen Roman „Der Nachsommer“ in einem
beachtlichen Versuch unternommen hat.
Religiöse Bilder spielten für die kirchliche Pastoral und das
religiöse Leben der Katholiken immer eine wichtige Rolle. So lange unsere Gotteshäuser von Bildern und
Statuen gesäubert sind, wird der Zustrom der Gläubigen ausbleiben.
Es sei daran erinnert, was der Historiker
Norbert Busch in seinem Buch „Katholische Frömmigkeit und Moderne“ sagt:
„Zu Recht läßt sich der Katholizismus
deshalb mit Professor Altermatt als »Bildkultur« – in Abgrenzung zur »Wortkultur des Protestantismus« –
charakterisieren.
Bereits für das Konzil von Trient (1545-1563) stand fest, daß das Volk zum Gebrauch
„frommer Bilder“ anzuhalten sei, damit es im christlichen Lebenswandel und in der Frömmigkeit bestärkt
werde und vor »allen Auswüchsen des Aberglaubens« bewahrt bleibe.“
Diesen Aussagen ist in ihrer Aktualität
nichts hinzuzufügen.
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@ landorganist Die Bibliothek hier ist bezüglich Kirchenbau mager bestückt. Wenn ich mich recht erinnere,
könnte es eine der nach 1950 erschienenen diözesanen Richtlinen sein. Einige sind angeführt im Artikel
„Kirchenbau“ des alten Lexikons für Theologie und Kirche (2. Auflage): Bd. 6, Sp. 205.
lando irgendwelchen Blödsinn über Freimaurertheorien… sondern leider nur Sie ab, lando! Ich bin lediglich
der Meinung, daß die kongregationalistische Raumgestaltung in Stuttg-Kaltental vollkommen der Inneneinrichtung
einer Freimaurerloge entspricht/ähnelt www.25.masonfl.com/images/LDGRM2.JPG und daß sich darin eine
Krise des Katholischen äußert. Leider ertappt man Sie häufig dabei, daß Sie dem Meinungsgegner Aussagen
unterstellen, wenn Sie ihn anders nicht attackieren können! …und den richtigen Standort der Monstranz
Bitte erklären Sie zuerst, warum meine Fragen nach der praktischen Gestaltung einer eucharist. Anbetung
in diesem Kirchenraum „Blödsinn“ ist? vertreten Sie die Meinung von Tchibo, daß eucharist. Anbetungen
als „mittelalterliche Andachtsform“ abzulehnen sei? das Gewäsch, dass das Gegenübersitzen in der Andacht
stört, kann ich auch nicht mehr hören. Wer einen Gottesdienst mit Andacht mitfeiert (und nicht nur beiwohnt),
hat damit sicher keine Probleme An die Architektur darf sehr wohl die Anfrage gerichtet werden, ob sie
die Andacht fördert oder nicht. Es macht schon einen Unterschied, ob die Andacht gegen ungünstige Bedingungen
ertrotzt und erkämpft werden muß oder ob auch der Sakralraum sie fördert! „Blödsinn“…, „Gewäsch“…
Ihre rhetorische Kraftmeierei steht oft im umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Stichhaltigkeit Ihrer
vorgetragenen Argumente. Achten Sie einmal darauf!
@ landorganist Dazu muss ich in der Bibliothek nachschauen. Im Internet finde ich diesen Link. Hier ist
von einem Erlass aus dem Jahr 1913 die Rede. Es gibt aber spätere. www.kolumba.de/?language=ger&c…=
Katholisches Stilempfinden In kirchlichen Erlässen der 50er Jahre war noch zu lesen: Sakrale Formen sind
Spitz- und Rundbogen. Prof. Emminghaus, früher Ordinarius für Liturgiewissenschaft in Wien und promovierter
Kunsthistoriker, erklärte dazu: Der Rundbogen stammt vom römischen Kanalsystem. Sehr sakralen Ursprungs
ist er also nicht…
@.chen Sie liefern mal wieder den Beweis, dass Sie nicht aus Ihrer geistigen Enge heraus können. Was
bitte ist denn ein „katholisches Stilempfinden“. Könnten Sie mir das mal erläutern? Und vor allem: Wer
legt fest, was kath. Stilempfinden ist? Gibt es da lehramtliche Äußerungen? Nur damit Sie mich nicht
falsch verstehen, mir gefällt dieser Kirchenraum nicht besonders, dennoch fiele mir nicht ein, irgendwelchen
Blödsinn über Freimaurertheorien, und den richtigen Standort der Monstranz abzusondern. Und das Gewäsch,
dass das Gegenübersitzen in der Andacht stört, kann ich auch nicht mehr hören. Wer einen Gottesdienst
mit Andacht mitfeiert (und nicht nur beiwohnt), hat damit sicher keine Probleme. Wenn sich Tradis gestört
fühlen, bitteschön, deren Problem. Die Sitzordnung hat seit Jahrhunderten in Klöstern Tradition!
lando macht aus der Not eine Tudend! Interessant, daß die Alternative zu „Heiligengipsfiguren“ der völlige
Verzicht auf künstlerische Gestaltungen sein soll und dieser Verzicht, der nicht nur ein Minimalismus,
sondern der bereits einen Nihilismus bildet, als architektonische und künstlerische Tugend verkauft werden
soll, während sich dahinter die Orientierungs- und Glaubensnot der modernist. Auftraggeber und der säkularen/kirchenfernen
Architekten widerspiegelt. lando: Könnte es sein, dass Sie all das verteufeln, das Ihr kleingeistiger
Verstand nicht erfassen kann? Könnte es sein, daß der gesunde Menschenverstand und das unkompromittierte
katholische Stilempfinden nur zu gut erfaßt, was hinter einer architektonischen Raumlösung für eine
Kirche steckt, die den Sakralraum kongregationalistisch als Versammlungsstätte konzipiert? lando:Könnte
es sein, dass sie in völliger Unwissenheit, Kunst und Architektur verschiedener Kulturkreise gegeneinander
auszuspielen versuchen? Könnte es sein, daß Sie mit dieser Frage bereits das Thema verfehlen? Es geht
nämlich nicht um die Reinheit irgendwelcher Bau- und Kunststile und die Art ihrer möglichen Vereinbarkeit,
sondern es geht um die Frage, ob der Kirchenraum in Stuttgart-Kaltental (St. Antonius) im Sinne des katholischen
Kultes funktional ist oder nicht. Es besteht mehr als der Verdacht, daß er es nicht ist, wie die lächerlichen
Hinweise auf die Durchführung einer eucharist. Anbetung nur zu deutlich machen!
Dem Würgetal Konzilsgedächtniskirche Zu derselben Zeit, spricht der HERR, wird man die Gebeine der Könige
Judas, die Gebeine ihrer Fürsten, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Propheten, die Gebeine der
Bürger zu Jerusalem aus ihren Gräbern werfen, und wird sie hinstreuen unter Sonne, Mond und alles Heer
des Himmels, welche sie geliebt und denen sie gedient haben, denen sie nachgefolgt sind und die sie gesucht
und angebetet haben. Sie sollen nicht wieder aufgelesen und begraben werden, sondern Kot auf der Erde
sein. Und alle übrigen von diesem bösen Volk, an welchen Ort sie sein werden, dahin ich sie verstoßen
habe, werden lieber tot als lebendig sein wollen, spricht der HERR Zebaoth. Darum sprich zu ihnen: So
spricht der HERR: Wo ist jemand, so er fällt, der nicht gerne wieder aufstünde ? Wo ist jemand, so er
irregeht, der nicht gerne wieder zurechtkäme? Dennoch will dies Volk zu Jerusalem irregehen für und
für. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, daß sie sich nicht wollen abwenden lassen.
#33 landorganist 17:02:24 | Sonntag, 24. Juni 2007
Könnte es sein, .chen, dass Sie sich besser mit anderen Dingen als Architektur und Kunst beschäftigen
sollten? Könnte es sein, dass Ihnen das Herunterleiern irgendwelcher Litaneien in Mitten von süßlichen
Heiligengipsfiguren leichter fällt, als eine sachliche Beschäftigung mit sakraler Kunst und Glaubensinhalten?
Könnte es sein, dass Sie all das verteufeln, das Ihr kleingeistiger Verstand nicht erfassen kann? Könnte
es sein, dass sie in völliger Unwissenheit, Kunst und Architektur verschiedener Kulturkreise gegeneinander
auszuspielen versuchen? Könnte es sein, dass Sie unseren HERRGOTT in Ihre historistische Mottenkiste
einzusperren versuchen? Es könnte sein…
„wäre es nicht denkbar…“, „könnte heute nicht…“ usw. . „Das Wort ward Fleisch und hat unter uns
gezeltet.“ (Joh.ev.) Wäre es nicht denkbar, daß die vollkommen auf sichtbare Zeichen und künstlerische
Formung verzichtende Versammlungshallen- und Japanische-Teestubenästhetik zu recht von den Katholiken
abgelehnt wird, weil so unbarmherzig steril nur Architekturbüros sein können, nicht aber Gott selbst,
der in seinem Sohn um unseretwillen Fleisch angenommen hat, nach seiner Geburt in eine Krippe gelegt wurde
und in öffentlicher Wirksamkeit unter uns Menschen weilte, der für uns Menschen gekreuzigt wurde und
leiblich auferstand, der uns das eucharistische Geheimnis schenkte und dessen sichtbare Kirche der mystische
Leib dieses zu uns gekommenen Christus ist…? Könnte heute nicht wie seit fast 2000 Jahren dieser lebendige
Christus und dieses fleischgewordene Wort, dieses uns zugewandte Antlitz Gottes, in erhabenen und künstlerisch
überzeugenden Werken vor Augen gestellt werden und wenn heutige Schöpfungen dazu nicht hinreichen, dann
eben in den Schöpfungen früherer Zeiten? Könnte es sein, daß alles theologische und künstlerische
Blabla von Universitätsdozenten und diözesanen Planungsbüros nichts anderes sind als ein Scheitern
der Moderne am katholischen Prinzip der bis in die heutige Zeit fortwirkenden Inkarnation Gottes? Könnte
es sein, daß die Diskussion darüber, wo und wie in der Kirche Stuttg-Kaltental der eucharist. Herr –
[fett]gegen die Architektur![fett] – verehrt werden soll/kann, ein deutliches Indiz des Scheiterns ist?
Entgegnung zum Beitrag „leere Worthülsen“ von Frau Univ.Doz Heidemarie Seblatnig Frau Seblatnig fordert
gegen den „hoffnungslos veralteten Stil“ in der Umgestaltung der Stuttgarter St. Antonius Kirche den Erhalt
antik-mittelalterlicher Bilder-/ Statuenästhetik als modernen Stil !? Wäre es nicht denkbar, daß solche
moderne Option von einem Bilder-Kommerz- und Konsumrausch und die entsprechende Versuchung zur Suche des
Heils in klassicher Kunst- und Bilderleistung genährt wird ?- Evtl. mit der Wucht einer sakralen „Überich“-Fremdsuggestion
und liebgewohnten Sakralkunst-Tradition, die zu Zeiten eines volkskirchlich herrrschenden Analphabetismus
und einer „der gemeine Hauf kann’s nicht“-Voraussetzung pädagogisch, soziologisch etc. erklärbar sein
mag. Heute aber in den Menschenwürde-„Zeichen der Zeit“ auf das Eigentliche des „interior intimus“-Glaubensheilswesens
bemessen – könnte heute nicht die neu gestaltete Kirche in Stuttgart den Christgläubigen neu stil-wegweisend
aus dem gewohnten Bilderkonsumrausch (incl. der Leistung moderner psychologischer Archebildtypik) – und
der Gefahr einer entsprechend vergöttlichten sakralen Kunsthöchstleistungs-„Frömmigkeit“ zum Wesentlichen
geleiten und seinen Blick nach innen öffnen helfen? Den Blick auf das fortdauernd in der Mitte eigener
Lebens- und inneren Gemütsbild-Wirklichkeit menschwerdende Liebeskreuz „jetzt schon“ in der(von Glaubenskunst-,
Glaubensrechts-etc. Ansprüchen) unverfügbar uns von oben geschenkten Heilslichtfülle des Liebes-Reiches
Christi-meines-unseres Abba. (Karl-Christoph Kuhn, Dr.PD, Univ.Tübingen)
#29 landorganist 11:50:37 | Samstag, 23. Juni 2007
@Rudolfus Hey, Sie machen mir ja richtig Angst! Ja, ja, unsere gute alte Redaktion ist mit ihren einseitigen
Zensurmaßnahmen mal wieder auf der Höhe der (Tradi)Zeit.
#28 Nachtlaterne 08:26:08 | Samstag, 23. Juni 2007
bloß nicht… … den gottesdienst auf gott ausrichten, das könnte zu langweilig werden. lieber direkt
von mensch zu mensch, mit keksen, kuchen, bier und wein. also irgendwie braucht man bhei einem gottesdienst
gar nicht gott.
@Pünktchen Sie schrieben: Ich denke aus der Tradition im Zusammenspiel mit der Zweckbestimmung der katholischen
Sakralarchitektur lassen sich Maßstäbe gewinnen, die die Bewertung von modernen und zeitgenössischen
Sakralbauten erlauben. In den beiden threads zu diesem Thema sind etliche dieser Zweckbestimmungen und
Traditionen angesprochen worden, sodaß mich Ihre Wortmeldung doch einigermaßen erstaunt! Was ich vermisse,
ist eine Systematisierung aus kath. Sicht. Sicherlich kann dies nicht durch kreuz.net-Leserbeiträge erfolgen,
da die per se schon unsystematisch sind – linear der Reihe nach aufgelistet. Zur „Schönheit“ dieses Raumes:
die gleichmässige Unterteilung durch regelmässige Vierecke lässt keinen Fixpunkt, keinen Aufbau, keine
Gleiderung hin zu etwas, oder hinsichtlich der Vertikalen, erkennen, alles ist quasi gleichbedeutend.
Das stört mich persönlich sehr daran.
Wider VII Die Gemeindemitglieder sollten den hier abgebildeten Freimaurertempel der absterbenden VII-
Kirche über- lassen und sich vertrauensvoll an die FSSPx wenden.
möchtegern-kathole Welche objektiven Kriterien für ‘gute’ Architektur lassen sich herleiten ? Ich denke
aus der Tradition im Zusammenspiel mit der Zweckbestimmung der katholischen Sakralarchitektur lassen sich
Maßstäbe gewinnen, die die Bewertung von modernen und zeitgenössischen Sakralbauten erlauben. In den
beiden threads zu diesem Thema sind etliche dieser Zweckbestimmungen und Traditionen angesprochen worden,
sodaß mich Ihre Wortmeldung doch einigermaßen erstaunt! Nicht dass ich das schön fände, Darin stimme
ich Ihnen nicht zu: Ich finde den Raum „schön“! Die Frage der „Schönheit“ entscheidet alleine nur eben
nicht über die Zweckmäßigkeit der Raumlösung in Stuttgart-Kaltental für die Belange des katholischen
Kultes. (Ich finde mein Badezimmer auch schön! Es eignet sich deswegen aber noch nicht zur Feier einer
Hl. Messe!) Es geht nicht allein um die ästhetische/künstlerische Bewertung! „Gut“ ist diejenige Architektur,
die ästhetische und ansprechende Lösungen für gegebene Raumnutzungspläne liefert. Für eine kongregationalistische
Gemeinde oder ein Stadtparlament mag der Raum sehr gelungen sein! Für die Zwecke des kathol. Kultes nicht!
niemand wird … … verlangen, dass alles gleich aussieht. Man muss etwas Toleranz verlangen, und die
Geschichte hat viele Stilrichtungen hervorgebracht. Deshalb stellt sich den Gegnern dieser Architektur
die Frage: wie kann man die Kritik in Worte giessen? Welche objektiven Kriterien für ‘gute’ Architektur
lassen sich herleiten – auch aus dem Glauben heraus? Nicht dass ich das schön fände, aber gerade hier
sind Begründungen besonders wichtig.
@Die Qualifikation der Nichttheologen juergen: Würde die Dame indes die Neugestaltung in den siebenten
Himmel loben, so würde das Argument natürlich genau gegen die Dame sprechen. Ganz im Gegenteil – jedes
Urteil von anderen Leuten, die heute mit diesen theologischen Fakultäten nichts am Hut haben, sind immer
klarsichtiger als die der modernistischen „Theologiewissenschaftler“. Selbst Cardinal Ratzinger bekämpfte
stets den Wissenschaftshochmut der damaligen (und auch noch heutigen) Fakultätstheologen, wie er in einem
seiner Bücher beschreibt. Die Masse der modernistischen Theologiefakultätsrepräsentanten ist ja auch
nicht katholisch.
Tiefe Symbolkraft an Pünktchen: Hier geht es nicht um Multifunktionalität oder um Herumgeschiebe…
Versuchen sie doch, in die ganze Symbolkraft des Communio-Raumes einzudringen. Dann werden sie erkennen,
dass im Verfolgen dieses Konzeptes durchaus kein Widerspruch zu ihrem Papstzitat besteht
puchil je nach Situation und Heilige Zeiten anders Ja, das ist Multifunktionalität, Happening, Hin- und
Hergeschiebe auf den großzügigen bühnenartigen Freiflächen … das alles ist „Communio“-Gedanke in
einer Form, die der Hl. Vater gerade nicht als weiterführend betrachtet. Man muß zugeben, daß eine
der schwerwiegendsten Wirkungen der eben erwähnten Säkularisierung darin besteht, daß sie den christlichen
Glauben an den Rand der Existenz verbannt hat, als sei er in bezug auf die konkrete Entfaltung des Lebens
der Menschen unnötig. Das Scheitern dieser Art zu leben, »als ob Gott nicht existierte«, steht jetzt
allen vor Augen. Heute ist es nötig wiederzuentdecken, daß Jesus Christus nicht eine bloße private
Überzeugung oder eine abstrakte Lehre ist, sondern eine reale Person, deren Eintreten in die Geschichte
imstande ist, das Leben aller zu ändern. Darum muß die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt von Leben
und Sendung der Kirche in Spiritualität, in Leben »nach dem Geist« (Röm 8,4f; vgl. Gal 5,16.25) umgesetzt
werden. Es ist bezeichnend, daß der hl. Paulus an der Stelle des Briefes an die Römer, wo er dazu auffordert,
den neuen geistigen Gottesdienst zu leben, zugleich an die Notwendigkeit der Änderung der eigenen Art
zu leben und zu denken erinnert: »Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert
euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist; was ihm gefällt, was gut
und vollkommen ist« www.kreuz.net/passage.90.html
Keine Notlösung In der liturgie-theologischen Diskussion der Communio-räume wird vorgeschlagen, die
unsichtbare Mitte zwischen Ambo und Altar je nach Situation und Heilige Zeiten anders zu bezeigen: Z.B.:Ort
der Trauung, Ort der gemeinschaftlichen Krankensalbung (Christus stellte den Kranken in die Mitte!), Ort
des Sarges beim Requiem, Ort der Monstranz (gemeinschaftliche Anbetung), Osterkerze, Blumenschmuck…
In meinen Augen sehr plausible Überlegungen.
puchil hat „rettende Einfälle“! Die Monstranz könnte man auch genau zwischen Altar und Ambo, das heißt:
ganz ins Zentrum des Raumes stellen. Dort würde sie wunderbar die unsichtbare Mitte unseres Feierns und
Anbetens anzeigen. Schon diese Vorschläge verraten, daß man an die eucharist. Anbetung nicht gedacht
hat und nun irgendwelche Notlösungen gefunden werden müssen! Die große Frage ist also: Wohin mit dem
eucharistischen Herrn? Soweit mußte es kommen, daß nun schon darüber diskutiert wird, ob für die Monstranz
wohl ein geeigneter Ort gefunden werden kann (die Gläubigen haben ja geeignete Orte und sitzen – hoffentlich! –
bequem und communio-fördernd einander gegenüber… ) Vorschlag puchil: Die monstranz könne doch in
die Mitte zwischen Ambo und Altar gestellt werden! Auf den Boden etwa? Oder auf einen weiteren Tisch?
Soll das Ganze noch weiter möbliert werden? Die ganze Vorschläge verraten: hier wurde gegen den Geist
katholischer Frömmigkeit und Liturgie gebaut und jetzt hilft nur noch Flickschusterei.
noch einmal: Anbetung Die Monstranz könnte man auch genau zwischen Altar und Ambo, das heißt: ganz ins
Zentrum des Raumes stellen. Dort würde sie wunderbar die unsichtbare Mitte unseres Feierns und Anbetens
anzeigen.
für und gegen die Autorin !? Übrigens: Unter den anerkennenswerten vielen universitäreren Qualifikationen
von Frau Slabatnik scheint weder Theologie noch Liurgiewissenschaften auf. Das sollte man zu ihrem Beitrag
mitdenken. Das spricht doch nur für diese Dame! Würde die Dame indes die Neugestaltung in den siebenten
Himmel loben, so würde das Argument natürlich genau gegen die Dame sprechen.
@Puchil2 / Theologie und Liturgiewissenschaft Übrigens: Unter den anerkennenswerten vielen universitäreren
Qualifikationen von Frau Slabatnik scheint weder Theologie noch Liurgiewissenschaften auf. Das sollte
man zu ihrem Beitrag mitdenken. Das spricht doch nur für diese Dame!
=Zweitaccount von Pünktchen: Anbetung Zur Eucharistischen Anbetung für die ganze Gemeinde kann die Monstraz
auf den Feieraltar gestellt werden Das wurde auch nicht bestritten! Das Problem ist nur, daß die Mehrzahl
der Gläubigen in der Ausrichtung ihrer Bestuhlung gar nicht auf den Altar schaut und auch keine Kniebank
vorhanden ist. Wer sich hier in Richtung auf die Monstranz hinknien will, der muß dies entgegen der Bestuhlungsanordnung
tun. Ergo: Eine Eucharistische Anbetung ist vom Architekten auf kaltem Wege schlicht abgeschafft worden.
Die gesamte Raumlösung verhält sich jedenfalls zur Anbetung des eucharistischen Herrn dysfunktional.
Die eucharistische Anbetung wird aber vom Hl. Vater und den Bischöfen in dem jüngsten Dokument „Sacramentum
caritatis“ nachdrücklich empfohlen!
Frau Seblatnik Übrigens: Unter den anerkennenswerten vielen universitäreren Qualifikationen von Frau
Slabatnik scheint weder Theologie noch Liurgiewissenschaften auf. Das sollte man zu ihrem Beitrag mitdenken.
Herr Mohrmann: Kein Lutheraner, kein Anglikaner, kein Methodist würde diesen Raum als angemessen ansehen
können. und wieviel weniger erst ein Katholik!
Anbetung Zur Eucharistischen Anbetung für die ganze Gemeinde kann die Monstraz auf den Feieraltar gestellt
werden, für private Anbetung ist eine Sakramentskapelle -wie im Grundriss zu erkennen – geeignet. Übrigens:
Die Pfarrkirche St. Anton in Passau (Zentralbau)wurde auch sehr stimmig als Communioraum umgestaltet.
Danke Pünktchen Das lag mir doch die ganze Zeit auf der Zunge. Woran hat mich das als Ex-Protestant verheiratet
mit einer Ex-Baptistin nur erinnert? Dieser Raum ist einer kongregationalistisch verfassten Freikirche
angemessen. Kein Lutheraner, kein Anglikaner, kein Methodist würde diesen Raum als angemessen ansehen
können.
Ehrfürchtige Andacht und Anbetung unerwünscht? Bei der neuen Gestaltung der Stuttgarter St. Antonius
Kirche ist eine ehrfürchtige Andacht und Anbetung wohl unerwünscht. Die Gemeinde ist für sich, denn
man sitzt bzw. steht sich nun gegenüber und beglotzt sich nun gegenseitig, statt dass sich die Augen
gemeinsam mit den Mitfeiernden und dem Priester auf den Altar richten. Christus wird zur Nebensache degradiert.
Knien kann und darf man nicht. Gottesdienst wird zum bloßen Menschendienst degradiert. Das zielt wirklich
auf eine andere Religion ab. Äh … Religion? Ist das überhaupt noch Religion?
Sehr ähnlich wie das UK-Unterhaus Früher war ja der britische Nachrichten-TV-Sender Sky-News frei empfangbar
via deutscher Astra-Satellit. Dieser Raum erinnert schon sehr an das Unterhaus in London.
ekelig, aber vor der Geschichte egal, da diese Kirche in 20 Jahren sowieso ein Kino sein wird oder eine
Kneipe oder ein Altenheim. Ich habe es schon lange aufgegeben, mich über dösköppige Architekten und
Kunstsachverständige zu ärgern. Des Kaisers neue Kleider…
Der Verfasser des Artikels in der FAZ versteigt sich gar zu der Einschätzung, daß die kongregationalistische
Raumlösung in Stuttgart-Kaltental „mustergültig für alle deutschen Gemeinden mit ähnlichen Problemen“
sei. Das Ganze ist ein Kind der Not! Die Not wird nicht behoben, sondern nur kaschiert: die Raumnot bestand
nämlich nicht darin, daß der Platz nicht gereicht hätte, sondern darin, daß der Platz wegen mangelnden
Gottesdienstbesuches ungenutzt blieb! Und nun werden die Kirchenbänke so großzügig durch Freiflächen
ersetzt, daß man das Fernbleiben der (ehemals?) Gläubigen weniger bemerkt. Nachdem der Glaube an den
eucharistischen Herrn, an die Heiligen, an den Opfercharakter der Messe in den letzten Jahrzehnten erfolgreich
ausgetrieben wurde, hat sich dieser neue Nicht-Glaube einen geeigneten Unort geschaffen, der sich vor
allem durch das Weglassen „auszeichnet“. Und die mehrheitlich Ungläubigen in den Feuilleton-Redaktionen
erklären solche „Lösungen“ dann für mustergültig
Vielen Dank für den Buchtipp, aber ich glaube nicht, dass sich die üblich verdächtigen Pappenheimer
damit auseinandersetzen werden. Für die ist die Zeit im Neo-Barock mit Gipsengelchen, Rüschen, Spitzendeckchen
und sonst. Schnick-Schnack stehengeblieben. Um sich mit der Gestaltung von Kirchenräumen auseinanderzusetzen,
braucht es ein gewisses Maß von geistiger Beweglichkeit. Die geht Hetz-net doch völlig ab.
Communio-Räume Literaturhinweis: Albert Gerhards, Thomas Sternberg, Walter Zahner (Hg.): Communio-Räume.
Auf der Suche nach der angemessenen Raumgestaltung katholischer Liturgie Christliche Identität hat wesentlich
eine räumliche Dimension. Das zeigt sich u.a. darin, dass die Umgestaltung der Kirchenräume ein sensibler
Punkt im Leben der Gemeinden ist. Hat die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils zu gravierenden
Veränderungen der Raumdispositionen geführt, um die „Rolle“ der Gemeinde als Gemeinschaft (communio)
der Glaubenden aufzuwerten, so stehen diese Raumordnungen heute oft wieder zur Disposition: Eine dauerhaft
angemessene Lösung wurde bislang nicht gefunden. Viele Gemeinden, aber auch die Verantwortlichen von
Tagungshäusern und Kommunitäten machten sich deshalb auf die Suche nach neuen Raumgestalten ihrer gottesdienstlichen
Versammlungsräume. Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse von solchen Suchbewegungen zusammen, die
im Rahmen eines Expertengesprächs im September 2001 in Münster zur Sprache kamen. Veranstalter waren
das Deutsche Liturgische Institut Trier, das Franz-Hitze-Haus Münster sowie das Seminar für Liturgiewissenschaft
an der Universität Bonn. Vor dem Hintergrund liturgisch-theologischer, historischer und anthropologischer
Überlegungen werden Beispiele durchgeführter Umbau- bzw. Neubauprojekte sowie Prozesse künstlerischer
Auseinandersetzung mit der Thematik präsentiert, die der weiteren Diskussion um den Communio-Raum dienen
sollen.
Klare Linien Man kann nur wünschen, dass viele Kirche in der Bauweise die St. Antoniuskirche entstehen
mögen. Es muss nicht bis in alle Ewigkeit die neobarocke Ausstattung in der romanischen Kirche sein,
die von einem stillosen Betonblockaltar „bekrönt“ wird. Klare Linien anstatt Stilmix. Das ist es doch.
Wer hat denn die liebe Heidemarie vom Herd weggelassen? Frauen sollen doch schweigen, zumindest propagieren
das hier immer die Oberhetzer, a la Stöhr, Galen & Consorten.