Liturgie
Wollte das Konzil Händchenhalten beim Vaterunser?
„Das, was seit den 1960er Jahren in vielen katholischen Kirchen passiert, hat nur wenig mit den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu tun.“
Nonnen aus Kalifornien bei Exerzitien im buddhistischen Hsi lai Tempel. Vor der Buddhastatue steht ein Tisch für die Messe.
Nonnen aus Kalifornien bei Exerzitien im buddhistischen Hsi lai Tempel. Vor der Buddhastatue steht ein Tisch für die Messe.
(kreuz.net) „Kehrt die lateinische Sprache in die Kirchen zurück?“ – fragte sich Christoph Hämmelmann Mitte Juni in der Tageszeitung ‘Die Rheinpfalz’.

Das Blatt erscheint in Ludwigshafen am Rhein und ist auf dem Gebiet des Bistums Speyer die am meisten verbreitete Tageszeitung mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren. Hämmelmann ist Mitglied der Redaktion.

Er weist in seinem Artikel darauf hin, daß jene, die sich für „moderne Katholiken“ halte, in der Diskussion um die Freigabe der Alten Messe von einem „Rückfall in »vorkonziliare« Zeiten“ warnen:

„Dabei hat das, was seit den 1960er Jahren in vielen katholischen Kirchen passiert, nur wenig mit den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu tun.“

Von einer Abschaffung des Lateins sei dort zum Beispiel keine Rede gewesen.

Ein Liturgie-Dokument hätten die Konzilsväter tatsächlich verabschiedet:

„Von liturgischen Tänzen ist da allerdings nirgendwo die Rede, genauso wenig wie vom Händchenhalten beim Vaterunser oder von sackförmigen Priestergewändern in Batik-Design.“

Modenschau liturgischer Gewänder
Die Pfarrhomepage von Obernberg präsentierte Bilder einer Modenschau mit liturgischen Gewändern.Die Pfarre gehört kirchlich zum ostösterreichischen Bistum Eisenstadt. Der Bischof von Eisenstadt, Mons. Paul Iby, gilt als sehr liberal."Bei der Förderung und Pflege wahrhaft sakraler Kunst mögen die Ordinarien mehr auf edle Schönheit bedacht sein als auf bloßen Aufwand. Das gilt auch für die heiligen Gewänder und die Ausstattung der heiligen Orte." Aus der Konstitution über die heilige Liturgie des Zweiten Vatikanums "Sacrosanctum Concilium"

Erst recht habe das Konzil die Priester oder Liturgie-Ausschüsse nicht ermuntert, offizielle Texte und Riten der Messe nach eigenem Gutdünken zu verändern.

Nicht einmal das Latein sei vom Konzil als Liturgiesprache „abgeschafft“ worden:

„Die Bischöfe haben lediglich beschlossen, daß die Muttersprachen etwas mehr Raum bekommen sollten: bei Lesungen aus der Bibel zum Beispiel.“

Drahtgestell in der steirischen Wallfahrtskirche Pöllauberg
Drahtgestell in der steirischen Wallfahrtskirche Pöllauberg
„Grundsätzlich aber forderten die Oberhirten: »Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll erhalten bleiben. «“

Auch von „Volksaltären“ sei in der Liturgiekonstitution des Konzils nirgendwo die Rede:

„Trotzdem ist kaum eine alte Kirche – und sei sie noch so klein – von einem zusätzlichen, frei im Raum stehenden Altar verschont geblieben – auch wenn der neue Tisch in historisch gewachsene Räume hineingerammt werden mußte.“

Oberstes Ziel sei gewesen, daß der Priester beim Beten seine Gläubigen anschaut, statt „mit dem Rücken zum Volk“ stehe. Man habe geglaubt, daß dieses neue Gegenüber von Priester und Gemeinde der frühesten Tradition der Kirche entspreche:

„Eine Theorie, die jüngeren Historikern mittlerweile meist nur noch ein mildes Lächeln entlockt.“
Historische Ursprünglichkeit der Zelebration zum Volk hin?
„Eine Theorie, die jüngeren Historikern mittlerweile meist nur noch ein mildes Lächeln entlockt.“


Der gegenwärtige Papst habe diese Mißstände schon als Kardinal angemerkt – und eine „Reform der Reform“ gefordert, „die sich bitteschön wieder stärker an der Tradition orientieren möge“.

Das nach dem Zweiten Vatikanum komplett überarbeitete Meßbuch sei zwar viel stärker in der kirchlichen Tradition verwurzelt als jene Formen, die sich Priester und Gemeinden selber zusammenbasteln:

„Dennoch: Aus Sicht des heutigen Papstes geschah damals eine Kulturrevolution, bei der die Kirche einem Bruch mit ihrer Tradition gefährlich nahe kam.“

Händchenhalten beim Vaterunser
Händchenhalten beim Vaterunser
Hämmelmann erinnert daran, daß schon Papst Johannes Paul II. in den 80er Jahren den Altgläubigen die Ausnahmegenehmigung gab, die überlieferte Messe zu besuchen:

„Die deutschen Oberhirten allerdings bleiben zurückhaltend: Als besonders geeignete Orte gelten ihnen oft solche Kirchen, die sich durch schlechte Erreichbarkeit auszeichnen.“

Das lange Zögern des Papstes bei der Veröffentlichung des Motu Proprios interpretiert Hämmelmann als Zeichen einer „Distanz“.

Das Ziel des Papstes sei es nicht, mit Latein, Spitzendeckchen und viel Weihrauch der Gegenwart entrückte Oasen für besonders Fromme zu schaffen.

Er wolle den ganzen kirchlichen Ritus wieder stärker mit der 2000jährigen Tradition verbinden, ohne ihn auf einem bestimmten Stand einzufrieren.

„»Progressiven«, die dreißig Jahre alte Zukunftsvisionen pflegen, wird das nicht so recht gefallen. Genauso wenig wie jenen Traditionalisten, die einer Zukunft entgegenfiebern, in der alles wieder so wird wie früher.“
      
32 Lesermeinungen
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#32   liehoe   01:00:06 | Sonntag, 4. November 2007
jesus sprach eine Sprache, die alle verstanden
Jesus ist doch für alle da, nicht nur für die, die Latein können. Irgendwo steht doch auch wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind,… soweit ich weiß, oder steht da wo zwei oder drei, die Latein können…
Wäre es nicht sinnvoller Jesus Gebot ernst zu nehmen, als sich selbst und eine lateinische Messe so wichtig zu erachten. Es gibt in der Welt sicherlich noch genügend Messen die in lateinisch abgehalten werden, ansonsten organisieren Sie doch selbst eine. An einem Pfarrer denke ich wird es nicht mangeln.
Es grüßt
liehoe
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#31   Czibo Nieznany   10:51:33 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Nachtlaterne
Wenn Sie so weiter machen mit den Bibelzitaten, bekommen Sie Probleme mit den Bibelverlagen, weil dann keine Bibeln mehr umgesetzt werden, in dem es die Leute vorziehen, kreuz.net für die Bibellektüre zu konsultieren.
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#30   Nachtlaterne   10:03:51 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Brandpfeile, Jesaja
Seht her, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen, sein Ohr ist nicht schwerhörig, so daß er nicht hört.
59:2 Nein, was zwischen euch und eurem Gott steht, das sind eure Vergehen; eure Sünden verdecken sein Gesicht, so daß er euch nicht hört.
59:3 Denn eure Hände sind mit Blut befleckt, eure Finger mit Unrecht. Eure Lippen lügen, eure Zunge flüstert (Worte voll) Bosheit.
59:4 Keiner bringt gerechte Klagen vor, keiner hält ehrlich Gericht. Man stützt sich auf Nichtigkeiten und stellt haltlose Behauptungen auf; man geht schwanger mit Unheil und bringt Verderben zur Welt.
59:5 Schlangeneier brüten sie aus und weben Spinnengewebe. Wer von ihren Eiern ißt, muß sterben; zerdrückt man eines, kriecht eine Natter heraus.
59:6 Die Fäden, die sie spinnen, taugen nicht zu Gewändern, man kann sich nicht bekleiden mit dem, was sie erzeugen. Ihre Taten sind Taten des Unheils, Gewalttat ist in ihren Händen.
59:7 Sie laufen dem Bösen nach, schnell sind sie dabei, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Gedanken des Unheils, Scherben und Verderben sind auf ihren Straßen.
59:8 Den Weg des Friedens kennen sie nicht, auf ihren Spuren gibt es kein Recht. Sie gehen krumme Pfade; keiner, der ihnen folgt, lernt den Frieden kennen.
59:9 Darum bleibt das Recht von uns fern, die Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen auf Licht, doch es bleibt finster; wir hoffen auf den Anbruch des Tages, doch wir gehen im Dunkeln.
59:10 Wir tasten uns wie Blinde an der Wand entlang…
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#29   Czibo Nieznany   07:52:01 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Werther Defensor
Sie wollen sich wohl auf mich einschießen, werther Defensor. Dann verschießen Sie mal die Munition und wenn die alle ist, geben Sie mir Bescheid.
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#28   Defensor Fidei   01:58:20 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ Czibo Nieznany, den größten Schnacker vorm Herrn
Auf die inquisitorischen Fragen kann ich schweigen wie ein Grab, weil Sie die Antworten darauf nichts angehen
:-D Aber Czibo, da hätte ich von Ihnen nun wirklich eine bessere Antwort erwartet. Daß von Ihrer Seite aber eine derartige Nullnummer kommt, hätte selbst ich nicht für möglich gehalten. Nach dieser Antwort interessiert mich nun sogar Ihr Alter. Die 5-jährige Tochter einer Bekannten antwortet mir nämlich auch gerne, daß sie die Antwort zwar wisse, mir aber gerade nicht sagen wolle. Bei ihr lasse ich dieses Verhalten oft mit einem Schmunzeln durchgehen. Aber Sie lehnen sich mit Ihren „Expertisen“ – vor allem über die „Alte“ Messe & die FSSPX- regelmäßig dermaßen aus dem Fenster, daß Sie es den Mitdiskutanten mit der Zeit wirklich schuldig sind, gewisse Auskünfte zu geben. Wir wollen schließlich wissen, ob Sie das sind, wofür Sie hier die meisten halten – ein unglaublicher Klugscheißer nämlich – oder aber ob Sie tatsächlich Ahnung von dem haben, wovon Sie reden. Nur dumm rumschnacken kann jeder. Ernstzunehmende Diskutanten (wie z.B. Benedikt, Pünktchen, (wenn er will auch obelix) u.a.) hätten diese Gelegenheit jedenfalls genutzt & ihre Sichtweise dargelegt.
Sie werden aber sicher Ihren Grund haben, weshalb Sie diese Fragen nicht beantworten. Nur ist dies sicher nicht meine „inquisitorische“ Befragung, sondern vielmehr Ihr Nichtwissen bzw. das Wissen darum, daß Sie mit Ihrer Auffassung noch nicht mal mehr mit der derzeit herrsch. Meinung in der Kirche übereinstimmen.
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#27   pfarrverweser1   00:48:07 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Das Händchenhalten
stört mich weniger als die Papp- oder Tonbecher, die man am Altar sieht. Hat da jemand nicht die Instruktionen gelesen, die für liturgische Geräte gelten? Bei uns wäre so etwas unvorstellbar, und auch wir haben Communio sub utraque!
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#26   Czibo Nieznany   23:54:10 | Dienstag, 26. Juni 2007
Defensor
Auf die inquisitorischen Fragen kann ich schweigen wie ein Grab, weil Sie die Antworten darauf nichts angehen würden. Nur um Ihre Neugier zu befriedigen antworte ich nicht. Mich interessiert auch nicht Ihre persönliche Sicht der Dinge.
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#25   Defensor Fidei   19:25:09 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Czibo
Was haben Sie sich für eine Mühe gemacht
Die Mühe hielt sich um ehrlich zu sein doch sehr in Grenzen.
Schade, dass der Beitrag für eine Diskussion nicht ausreichend ist.
Schade, daß Sie die Antwort scheuen.
Trotzdem wäre es ausgesprochen interessant zu wissen, wie viele „tridentinische“ Messen Sie schon mitgefeiert haben. Ihren Bemerkungen zufolge können es so wenige ja nicht gewesen sein. Sie scheinen ja geradezu ein richtiger „Experte“ auf diesem Thema zu sein.
Mindestens genauso interessant wäre es, wenn Sie mal konkret sagen würden, was aus Ihrer Sicht das Wesen (nicht der Inhalt) der Messe ist.
Was ist der Höhepunkt der Messfeier?
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#24   Rudolfus   19:01:53 | Dienstag, 26. Juni 2007
@Sirilo / Das Beispiel von Päpsten wie Alexander VI. und Paul VI.
„Der jetzige Paul VI., der im Fegefeuer bis zum Weltende einsitzt, wie man zurecht annehmen darf, (…)“
Halten Sie sich in Ihrem geistlichen Hochmut jetzt schon für Gott den Herrn, der allein entscheidet, wer wie lange „im Fegefeuer“ einsitzen muß?
Die Entscheidung, wer definitiv wo ist, die hat ohenhin nur Gott selbst.
Wo aber manche Seelen gelandet sind, das kann man durchaus und zurecht aber gut erahnen, z.B. auch wo manche Päpste gelandet sind, auch wenn es nur Gott weiß und jenen im Himmel, denen Er es offenbart.
Das in den Geschichtschroniken beschriebene Ende Papst Alexanders VI. läßt leider vermuten, daß dieser Papst z.B. in der Hölle gelandet ist.
Daß aber Papst Paul VI. in der Hölle gelandet wäre, das vertrüge sich wohl kaum mit dem Bußgeist, den wir in Pauls VI. Todesstunde finden.
Hochmut ist es jedenfalls, als geistlicher oder katholischer Sohn der Kirche zu meinen, für jene wäre die Hölle keine mögliche Realität.
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#23   Czibo Nieznany   19:00:06 | Dienstag, 26. Juni 2007
Werther Defensor
Was haben Sie sich für eine Mühe gemacht, meinen Beitrag zu zertrümmern, um dann doch recht jämmerlich zu enden. Danke, vielmals für die Mühe, die Sie vielleicht etwas anderes hätten aufsparen sollen, vielleicht, um mir etwas Neues zu sagen, was ich von Ihnen nicht erwartet hätte… Schade, dass der Beitrag für eine Diskussion nicht ausreichend ist.
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#22   Defensor Fidei   18:52:25 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Czibo
Es ist nicht erforderlich wegen der Erscheinungsformen wie Bandmessen oder Händchenhalten mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
Oh doch…die Kanonen sind erforderlich. Bei den genannten Erscheinungsformen geht es nämlich nicht um bloße Geschmacksfragen, sondern um die Botschaft, die dahinter steht.
Es sind Formen, über die man reden kann, man braucht es nicht, z. B. muss man keine Bandmesse besuchen. Dann geht man halt in eine andere, ganz einfach.
Über diese Formen von „Messe“ kann man noch nicht einmal reden. Sie sind völlig indiskutabel. Im Übrigen zeigt Ihre Äußerung, dass Sie vom Wesen der Messe gar nichts verstanden haben. Es geht in der Messe nicht darum, dass sie uns anspricht. WIR stehen nicht im Mittelpunkt. Wenn diese „Mess“formen also eine Beleidigung Gottes sind, dann bleiben sie das auch, wenn man sie nicht besucht.
Das war doch weitverbreitete Sitte zur großen Zeit der Trident-Messe.
Sie scheinen sich da ja gut auszukennen. Wie viele tridentinischen Messen haben Sie denn schon mitgefeiert?
Vielleicht kommen weniger Menschen zu NOM? Die kommen dann aber nicht nur wegen der Wandlung, sondern gehen, wenn sie Lust danach verspüren gleich in die Wirtschaft.
Das ganze Wesen der Messe wird in der Wandlung zusammengefasst und findet dort seinen Höhepunkt. Wenn jemand nicht wegen der Wandlung kommt, dann kann er gleich ganz zu Hause bleiben.
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#21   Horst Metzker   17:53:20 | Dienstag, 26. Juni 2007
Grüß Gott, Czibo, den Nagel auf den Kopf haben Sie da getroffen.
Halbwegs bewusst wurde mir Kirche erst als es in Richtung 1. Hl. Kommunion ging, bei der kath. Vorbereitung dazu. Bis dahin glaubte ich ja wirklich, Kirche ist Gott, Jesus, Maria und alle Heiligen zusammen! So präsentierte sich auch unser damaliger Dorfgeistliche. Dann hörte ich vom Pillenpauli, und auf der Empore wo die Dorfjugend das Geschehen unten sehr gelangweilt verfolgte, hörte ich von den etwas Älteren: „Ist die gut zu bumsen, oder hast du den Rock übers Gesicht werfen müssen?“ Aber noch viel mehr. (Ein Mix zwischen Bums und Latein) Zum Thema Wirtshaus brauche ich nichts hinzu fügen. „Jetzt kannst du rüber gehen, die Wandlung ist gerade vorbei.“
1964 kam in unsere Gemeinde ein junger Kaplan, veranstaltete Jugendmessen, spielte Fußball im örtlichen Verein, und hatte stets ein Ohr für alles und jeden.
10:00 Uhr: Gottesdienst ohne Volksaltar, aber in deutscher Sprache, 13:30 Rosenkranz, 15:00 Uhr Fußball. Die Rosenkranzomas, die ihre Füße noch nutzen konnten, waren auf einmal auf dem Sportplatz! Nicht die Beine von Dolores machen es, sondern die des Kaplans.
Gerhard hatte zuviel Erfolg in der Gemeinde, wurde vom
„göttlichen“ Pfarrer 1970 geradezu hinaus geekelt, und wurde Stadtpfarrer in Kaufbeuren/Allgäu.
Er war als Priester für den Menschen da, nicht für dümmliche Zeremonien, bei denen manche glauben, Gott zu dienen.
Jeden Sonntag gebe ich 3 über 80jährigen Damen als 58jähriger nach dem „Vater unser“ die Hand. Jedesmal ein Strahlen in den Augen meines Fanclubs. Toll!
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#20   Sirilo   17:46:17 | Dienstag, 26. Juni 2007
@Rudolfus
„Der jetzige Paul VI., der im Fegefeuer bis zum Weltende einsitzt, wie man zurecht annehmen darf, (…)“
Halten Sie sich in Ihrem geistlichen Hochmut jetzt schon für Gott den Herrn, der allein entscheidet, wer wie lange „im Fegefeuer“ einsitzen muß? Wenn Sie in Ihrer Selbstgefälligkeit und Überheblichkeit so weitermachen, werden Sie eines Tages noch eine böse Überraschung erleben!
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#19   Amanda   17:45:19 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ruhrgebietler
Kleiner, aber feiner Unterschied: Maria wird nicht angebetet. Sie wird als Fürsprecherin angerufen.
Was Sie schreiben, zementiert (gewollte?) Missverständnisse bzw. Missdeutungen. Uns Katholiken wird von Nichtkatholiken, insbesondere militanten freikirchlich-evangelikalen Christen, ja immer wieder Marienanbetung vorgeworfen.
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#18   Czibo Nieznany   14:29:45 | Dienstag, 26. Juni 2007
Oh tempera, oh mores!
Es ist nicht erforderlich wegen der Erscheinungsformen wie Bandmessen oder Händchenhalten mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und die Unbill der Gegenwart darauf zurückzuführen. Es sind Formen, über die man reden kann, man braucht es nicht, z. B. muss man keine Bandmesse besuchen. Dann geht man halt in eine andere, ganz einfach.
Trotzdem sollten Jugendmessen mit Bands nicht einfach verboten werden, genausowenig wie das kritisierte „Handchenhalten“ beim Vater unser per Federstrich abgeschafft werden soll. Gerade Händchenhalten schafft starkes Gemeinschaftsbewusstsein. Das ist ein anderes Bewusstsein, als papier Messandachten verschlingen und Rosenkranzperlen in Bewegung zu halten oder Kreuzworträtsel, während der Messe zu lösen. Oder, dass die „Mannsleut“ sich vor der Kirche treffen bis zur Wandlung draußenbleiben, um dann die Kirche schnell zu besuchen und flugs wieder den Tempel zu verlassen, um zum Frühschoppen zu eilen. Das war doch weitverbreitete Sitte zur großen Zeit der Trident-Messe. Vielleicht kommen weniger Menschen zu NOM? Die kommen dann aber nicht nur wegen der Wandlung, sondern gehen, wenn sie Lust danach verspüren gleich in die Wirtschaft. Das ist allemal ehrlicher als der heuchlerische Wandlungs-Voyeurismus, wie er zu alten Zeiten üblich war. Zu Trident-Zeiten soll es auch Sitte gewesen sein, dass sich die Studenten nicht haben davon abhalten lassen, die Kirche bei der Messe als Wandelhalle für lautstarke Diskussionen umzuwandeln. Oh tempera oh mores!!
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#17   Rudolfus   13:42:07 | Dienstag, 26. Juni 2007
Die „neuen Liturgien“ seit Papst Pauls VI. (1963-1978) Neuer Meßordnung 1969
„Händchenhalten beim Vaterunser“, die stehende Handkommunion … all das hat doch mit der römisch-katholischen Messe überhaupt nichts mehr zu tun.
Kein Konzil, auch nicht das II. Vaticanum, hat eine derartige Meßrevolution gewünscht, weil eine Revolution der katholischen Kirche fremd ist.
Man kann sich auch fragen, ob Papst Paul VI. wußte, welche skurillen Möglichkeiten der NOM tatsächlich bieten sollte.
Der jetzige Paul VI., der im Fegefeuer bis zum Weltende einsitzt, wie man zurecht annehmen darf, würde jedenfalls jede alte Messe herbeisehnen, die auf Erden noch Gott zu Ehren dargebracht wird – und er wird im Fegefeuer das Jahr beklagen, in dem er Papst wurde (und Pius XII. im Himmel um sein Gebet bitten).
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#16   Kurt K.   13:02:48 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Defensor Fidei
1.
@ Defensor Fidei: „Nach der Revolution ging es den Franzosen ja soooo viel besser: In vielen Gegenden Frankreichs hat sich die Bevölkerung deshalb auch gegen die Revolution gewandt.“
Nach nahezu jeder Revolution ging es dem Volk erstmal schlechter. Ist ja auch ganz klar, denn wenn die alten Strukturen zerschlagen werden, braucht es Zeit, neue aufzubauen. Die Zeit nach einer Revolution ist oft die Zeit des Chaos und der Not. Schauen Sie in die ehemalige DDR oder die Sowjetunion. Auch da ging (DDR) und geht (Russland) es den Leuten schlechter als vor der Revolution.
Es gab ne Menge Leute, die sich die DDR zurückgewünscht haben. Aber war die DDR deshalb wirklich besser? Ich glaube kaum. Genauso ists eben mit Frankreich vor und nach der Revolution.
Auch verlieren bei Revolutionen meist diejenigen, die vorher Macht und Geld hatten ihren Status (und oft ihr Leben). Diese Menschen wollen natürlich auch keine Revolution und sehnen sich nach „der guten alten Zeit“ zurück.
Um eine Revolution beurteilen zu können, darf man nicht den Fehler begehen, das jahr direkt vor der Revolte mit dem direkt danach zu vergleichen. Sondern man muss dem neuen Staat genug Zeit geben, und dann nochmal hinschauen. Wenn man bedenkt, dass die franz. Revolution die erste ihrer Art war (nämlich abkehr vom Königtum) dann muss man ihr viel Zeit geben.
Wenn die DDR-R. schon eine lange Zeit gebraucht hat mit Unterstützung durch die BRD…
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#15   Defensor Fidei   12:38:49 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ landorganist
die gute alte Zeit des Königtums in Frankreich um 1770, als das Volk Hunger litt …als Marie-Antoinette den Bauern in Ermangelung von Brot empfahl, doch einfach Kuchen zu essen
Ach ja. Nach der Revolution ging es den Franzosen ja soooo viel besser: In vielen Gegenden Frankreichs hat sich die Bevölkerung deshalb auch gegen die Revolution gewandt. Man wollte unbedingt wieder Hunger leiden. Die Guillotine fand man natürlich auch klasse. Ganz abgesehen von den revolutionären Feldzügen eines Napoleon. Danach haben sich die Franzosen wirklich gesehnt.
Sie sind doch wirklich von Blindheit geschlagen! Alles was Sie uns hier als historische Tatsachen verkaufen wollen, sind mehr oder weniger historische Märchen, die nachgewiesenermaßen mehr mit revolutionärer Propaganda als mit der Wirklichkeit zu tun hatten.
als die Kirche nicht nur Ort des Gottesdienstes war, sondern auch Ort der Geschäftsabschlüsse
Wovon reden Sie konkret?
die gute alte Zeit, als Klerus und Gemeinde während der hl. Messe Mysterienspiele aufführten
Von welchen Mysterienspielen während der Hl. Messe sprechen Sie?
die gute alte Zeit, in der man mißliebige Kunst als entartet bezeichnen konnte
Haben Sie etwas gegen meinungsfreiheit?
die gute alte Zeit, in der Bischöfe und Päpste sich mehr mit Ihren Mätressen als mit der Lektüre der hl. Schrift befassten
Welcher Konservative hat dies je begrüßt?
Liturgische Missbräuche vor dem Konzil
Von welchen Missbräuchen sprechen Sie hier konkret?
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#14   Bernd Stromberg   12:38:27 | Dienstag, 26. Juni 2007
@Marsilius
Was würde wohl ein Konzilsvater denken, wenn er in eine moderne Jugendmesse mit Rockband kommen würde? Er würde vermuten, in einem evangelikalen Gottesdienst zu sein und würde wieder gehen. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem orthodoxen Christen. Ich sagte scherzhaft zu ihm, was denn sein Bischof sagen würde, wenn er ihm vorschlüge, im nächten Sonntagsgottesdienst mal eine Band auftreten zu lassen. Er sagte lapidar, der Bischof würde ihn fragen, ob er denn noch ganz richtig im Kopf sei. Ich denke auch, dass die Propagandisten solcher Events sich nicht auf das Zweite Vatikanische Konzil berufen können. Nachdem der Vatikan einmal einige liturgische Ermahnungen veröffentlicht hatte, meldete sich gleich die theologisch und vor allem liturgisch größtenteils völlig ahnungslose Bewegung „Kirche von unten“ zu Wort und schrie entsetzt auf. Man wolle schließlich einen Gottesdienst im Sinne des 2. Vatikanums und keinen Rückfall in die bösen vorkonziliaren Zeiten. Wenn diese rührigen Leutchen sich die Mühe gemacht hätten, einmal in den Text zu schauen, hätten sie sofort gemerkt, dass nichts in dem Text enthalten ist als Bestimmungen der nachkonziliaren Zeit, Rubriken des MR 1970 etc. So ist das mit dem Konzil und der Liturgie. Im Bewußtsein vieler Zeitgenossen ist das Konzil ein Freibrief für liturgische Beliebigkeit und Niveaulosigkeit, schaut man in die Texte rein, findet man davon allerdings gar nichts. Man hat den Eindruck, es handelt sich um bewußte Fehldeutungen der Texte.
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#13   GerdEric   12:32:04 | Dienstag, 26. Juni 2007
@Defensor Fidei
Warum sind sie dann beim Plebs so beliebt?
Lassen Sie das mal den Jesus nicht hören, denn der ging doch zum Plebs,
Sie Pfarrisäer! :-)
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#12   r.ruhrgebietler   12:28:57 | Dienstag, 26. Juni 2007
Zeichen der Zeit
sie stehen auf Sturm.
Gottesferne und Sakrilegien allenortes der V-II-Kirche.
Entertainment und Eventmanagement werden zelebriert anstatt ehrfürchtige und auf den Knieen flehende Gläubige, die sie dem Ewigen Leben würdig nahen wollen. Die Hure babylon ist auferstanden – Satan feiert den Einzug unzähliger Seelen, die direkt nach ihrem irdischen Ableben in die Hölle kommen!
Das sind die Zeichen der Zeit – kommt gar noch jemand auf die Idee die liebende Gottesmutter und Jungfrau Maria als Fürsprecherin anzubeten, dann wird er von den V-II-Sektierern sofort als ewig-gestrig abgestempelt. Die Kirchenorgeln müßten eingentlich zusammen mit dem Läutwerk Sturm gg. diese V-II-Kirche ein Dauerkonzert geben – Zu Ehre Des herren Jesus Christus, wider den Sakrilegien!
Gelobt sei Jesus Christus im allerheiligsten Altarsakrament!
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#11   Marsilius Ficinus   12:22:20 | Dienstag, 26. Juni 2007
Sacrosanctum Concilium
Es ist klar, dass so manche heutige Messfeier keineswegs auf die Beschlüsse des Zweiten Vatikanums zurückgeführt werden kann. Vieles hat eine teilweise zerstörerische Eigendynamik genommen, die durch „kirchenamtliche“ Texte nicht gedeckt ist. Das gab es natürlich schon in früheren Jahrhunderten. Schon das Konzil von Trient z. B. ermahnt die Organisten, nicht „lascive“ die Orgel zu spielen. Auch früher hat es schon Mißstände in der Liturgie gegeben, keine Frage. Für unsere Zeit wird es wichtig sein, dass echte Reformbewegungen entstehen, die die heutigen Mißstände erkennen und Abhilfe schaffen. Die Verwendung der Volkssprache in der Liturgie ist sinnvoll, die faktische Abschaffung des Lateins in der Liturgie ist Unsinn und eine beklagenswerte Fehlentwicklung. Natürlich brauchen wir auch „neue“ Kirchenlieder, aber dies heißt nicht, dass allein das Prädikat „neu“ sie schon für die Hl. Handlungen befähigt. Der Unterschied zwischen einem Gottesdienst und einer Disko oder Bahnhofskneipe sollte deutlich werden. Die Zerstörung und die Banalisierung der Liturgie muss endlich aufgehalten werden. Dies kann aber kaum von Rom dekretiert werden. Wichtig ist eine liturgische Bewußtseinsänderung. Und das braucht Zeit. Ich weißt, dass gerade jüngere Leute allmählich wieder eine Sehnsucht nach der Schönheit liturgischer Feiern entwickeln, und in der Kirche keine „Discomessen“ oder „Freistilliturgie“ erleben möchten. Vom Konzil sind diese Dinge in keinster Weise gewollt!
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#10   Pünktchen   12:20:22 | Dienstag, 26. Juni 2007
Defensor, Zustimmung!
Sehr gute Analyse! :)3
Wenn es jetzt überall heißt: „Das haben wir nicht gewollt!“, dann muß die Antwort dennoch lauten:
„Aber das habt ihr angerichtet (und jahrzehntelang toleriert)!“
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#9   landorganist   11:45:44 | Dienstag, 26. Juni 2007
Und wieder ist es bewiesen:
Da ist einer, der die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat und einer „guten alten Zeit“ nachtrauert, die es nie gegeben hat.
Schade, dass es 1950 oder früher kein Internetforum gab, in dem über Liturgiemißbräuche berichtet wurde…es hätte sich mit hetznet sicher messen können.
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#8   Defensor Fidei   11:44:06 | Dienstag, 26. Juni 2007
„Das haben wir nicht gewollt“
Natürlich war nicht davon die Rede, das Latein würde abgeschafft. (Vgl. Czibo)
Warum ist es dann heute in den einfachen Pfarren faktisch abgeschafft?
Natürlich war nicht davon die Rede, einen Volksaltar aufzustellen.
Warum steht er dann heute fast überall?
Natürlich war nicht die Rede davon, kreative Gottesdienste zu halten.
Warum geschieht das dann trotzdem allerorten?
Natürlich war nicht davon die Rede, dass man sich an den Händen hält.
Warum ist auch dies heute weit verbreitet?
Natürlich war nicht die Rede davon, schmucklose Messgewänder zu tragen.
Warum sind sie dann beim Plebs so beliebt?
Der Grund scheint mir eine Bewegung zu sein, die man mit Recht eine Revolution nennen kann. Diese Revolution war mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht abgeschlossen, sondern lediglich eingeleitet. Bis heute ist diese Welle der Revolution immer weitergerollt und hat verschlungen, was es zu verschlingen gab. Die Revolution wurde zum Selbstläufer. Nun beginnt sie sogar schon damit, ihre eigenen Kinder aufzufressen. Wer damals noch bereit war, dem Liberalismus den kleinen Finger zu reichen, der ist angesichts der Ergebnisse heute oft am zetern:„Das haben wir nicht gewollt.“
Das Problem ist nur, dass diese (konterrevolutionären) Mahnungen heute meist ungehört bleiben. Die Karawane ist schon längst weitergezogen und arbeitet weiterhin fleißig daran die ewige Wahrheit, die Christus ist, mit der Hure Freiheit zu vermählen.
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#7   nonnobisdomine   11:01:21 | Dienstag, 26. Juni 2007
Und wieder mal ist bewiesen:
Da haben gleich zwei „Liberale“ das entdeckt, so wie es ihren Vorstellungen entsprechen sollte. Sie sind halt – ich wiederhole mich – Kinder ihrer Zeit. Sie gehen mit der Zeit, 68er eben.
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#6   landorganist   10:56:42 | Dienstag, 26. Juni 2007
Ja, die gute alte Zeit,
die hier immer so militant heraufbeschworen wird…die gute alte Zeit des Königtums in Frankreich um 1770, als das Volk Hunger litt, und sich der Adel und die höhere Geistlichkeit den Wanst vollschlug, als Marie-Antoinette den Bauern in Ermangelung von Brot empfahl, doch einfach Kuchen zu essen,…die gute alte Zeit, als die Kirche nicht nur Ort des Gottesdienstes war, sondern auch Ort der Geschäftsabschlüsse, die gute alte Zeit, als Klerus und Gemeinde während der hl. Messe Mysterienspiele aufführten und dabei den ganzen Kirchenraum „durchtanzten“, die gute alte Zeit, in der man mißliebige Kunst als entartet bezeichnen konnte, als man „effektiv“ gegen Minderheiten vorgehen konnte, die gute alte Zeit, in der Bischöfe und Päpste sich mehr mit Ihren Mätressen als mit der Lektüre der hl. Schrift befassten, die gute alte Zeit als die Hexen brannten, etc. etc. etc. Und das alles vor dem Vat. II.
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#5   nonnobisdomine   10:54:28 | Dienstag, 26. Juni 2007
Ad Mr. Tschibo:
„Instaurare omnia in Christo“.
Davon haben Sie doch schon gehört?
Aber damit ist nicht die „Vergesellschaftung“ der Liturgie gemeint – oder das „Händchenhalten“, der Friedensgruß und die Profanierung des Heiligen.
Aber Sie sind vermutlich schon zu sehr ein Kind dieser Zeit, in der Satan immer mehr Macht gewinnt.
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#4   juergen   10:52:07 | Dienstag, 26. Juni 2007
Mißstände
Die meisten der aufgeführten Dinge haben gar nix mit dem NOM zu tun. Sie widersprechen ihm und den kirchlichen Verlautbarungen.
Andere der aufgeführten Dinge sind an den Haaren herbeigezogen, wohl um den Artikel „reißerischer“ gestalten zu können.
Wieder andere Dinge zeugen einfach nur von Dummheit und Unkenntnis des Schreibers.
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#3   Czibo Nieznany   10:41:49 | Dienstag, 26. Juni 2007
nonnobisdomine
Auch wenn Sie es sich noch so sehr wünschen und über Erscheinungsformen, die Ihnen nicht genehm sind, schimpfen, werden Sie nicht erreichen, dass alles einmal wieder gut werden wird. Das würde zumindest die Frage aufwerfen: war es denn schon einmal gut? Die Antwort wäre ein schlichtes Nein! Es sei denn, man verfällt in Schwärmerei über die gute alte Zeit, dann war immer alles unbesehen gutt.
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#2   nonnobisdomine   10:31:58 | Dienstag, 26. Juni 2007
In einer Kirche, …
in der derartige „Spielchen“ wie Modenschau, Händchenhalten beim Vaterunser, Klatschen und ähnliches Einzug gehalten hat die „Macht“ gewinnen, dann zeugt das nicht mehr von Gottesdienst und der Ehrfurcht vor dem Heiligen, sondern von MENSCHENDIENST.
Und die Bischöfe, die immer mehr verweltlicht sind und den weltlich-gesellschaftlichen Vorfeld-Freimaurerorganisationen (und vielleicht auch den Logen selbst??) angehören, sind die eigentlichen Verantwortlichen für den Niedergang der Frömmigkeit, die Kirchenschließung, für Kirchenabriss und Ausrottung bzw. Verwässerung und Anbiederung des Glaubens an den Zeitgeist.
Satanismus läßt grüßen.
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#1   Czibo Nieznany   10:06:29 | Dienstag, 26. Juni 2007
Kein Aufruf zur Rolle rückwärts
Natürlich war nicht davon die Rede, das Latein würde abeschafft. Was hätte das denn für ein Geheul gegeben. Das Latein ist immer noch nicht abgeschafft, zumindest nicht im Vatikan. Wenn andernorts der Gottesdienst in der Landessprache gehalten wird, hat das auch seine Berechtigung. Von einer verkehrten Behauptung Nektar zu ziehen, um Munition für Latein und den alten Ritus aufzubauen, ist mehr als unredlich. Auch in der Version wie der Bericht in kreuz.net wieder gegeben wird, kann ich keine Tendenz erkennen, die einem Aufruf zur Rolle rückwärts gleich käme, damit die ewig Rückwärtsgerichteten im vermeintlich „tristen Tale“ nachkonziliarer Realitäten Morgenröte wittern können, dass alles wieder gut werden könnte…
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