Neuer Päpstlicher Rat
Der Dialog geht weiter
Der Heilige Vater hat eine Entscheidung zurückgenommen, welche noch im März 2006 von Katholiken als bahnbrechend bejubelt wurde.
Der Präsident des Päpstlichen Kulturrates und bis September auch noch des Rates für den interreligiösen Dialog, Paul Kardinal Poupard, im Gespräch mit Vertretern anderer Religionen.
Der Präsident des Päpstlichen Kulturrates und bis September auch noch des Rates für den interreligiösen Dialog, Paul Kardinal Poupard, im Gespräch mit Vertretern anderer Religionen.
(kreuz.net, Vatikan) Heute hat Papst Benedikt XVI. einen neuen Präsidenten für den Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog ernannt. Es handelt sich um den 64jährigen Jean-Louis Kardinal Tauran (64). Der Kardinal wird sein Amt am 1. September 2007 antreten.

Vor seiner Ernennung zum Kardinal war er von 1990 bis 2003 im Staatssekretariat tätig – zuletzt als de facto vatikanischer Außenminister.

Kardinal Tauran
Kardinal Tauran
Aus gesundheitlichen Gründen wurde er nach seiner Ernennung zum Kardinal im Jahr 2003 Leiter der Vatikanischen Bibliothek, die in nächster Zukunft wegen Restaurationsarbeiten für drei Jahre geschlossen wird.

Es hieß damals, daß Kardinal Tauran an der Parkinson-Krankheit leide.

Seine Nachfolge als Präfekt der Vatikanischen Bibliothek tritt der Salesianerbischof Raffaele Farina (73), an. Erst im vergangenen November wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Bischof ernannt. Jetzt erhob ihn der Heilige Vater zum Erzbischof.

Im März 2006 legte Benedikt XVI. den Rat für den Interreligiösen Dialog mit dem Päpstlichen Rat für Kultur zusammen. Der damalige liberale Präsident des Rates für den Interreligiösen Dialog, Erzbischof Michael Fitzgerald, wurde als Apostolischer Nuntius in die ägyptische Wüste geschickt.

Katholischer Priester predigt in einem Buddatempel
Katholischer Priester predigt in einem Buddatempel
Mit der jüngsten Ernennung revidiert der Papst seine damalige Entscheidung, den Rat für den interreligiösen Dialog aufzulösen.

Jean-Louis Kardinal Tauran

Der neue Präfekt des Rates für den Interreligiösen Dialog, Jean-Louis Kardinal Tauran, erblickte am 5. April 1943 in Bordeaux in Südfrankreich das Licht der Welt.

1969 wurde er zum Priester der Erzdiözese Bordeaux geweiht. Danach promovierte er in Rom im Kirchenrecht. 1975 trat er in den diplomatischen Dienst des Vatikan.

1991 empfing er die Bischofsweihe.

Vor dem Konklave im April 2005 wünschte sich Kardinal Tauran vom nächsten Papst drei Dinge: eine bessere Anwendung des internationalen Kirchenrechts, mehr interreligiösen und interkulturellen Dialog und die Bereinigung offener Fragen wie die Krise im Nahen Osten.
      
21 Lesermeinungen
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#21   Nachtlaterne   20:21:57 | Mittwoch, 27. Juni 2007
budha neben christus und…
…dann einen ordentlichen götzendienst gehalten. so ist es den modernisten recht! jesus kann ja sicherlich noch viel von budha lernen.
wer der eigenen religion nicht mehr glaubt, der hat mit den anderen keinerlei probleme mehr. ist es nicht bezeichnend für unsere geiostlichen und sonstigen christen, dass sie sich jeden missionseifer verbitten. sagen sie damit nicht ganz deutlich, dass jesus christus keine nennenswert befreiende kraft hat!!
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#20   GerdEric   09:12:56 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@Rudolfus
Rudolfus: Götzen, das sind alle falschen „Götter“ und falschen Kultobjekte,
o.O also, alle richtigen Götter und richtigen Kultobjekte sind keine Götzen?
Nein, eindeutig liess G’TT der HERR Abraham alle Götzen im Verkaufslager seines Vaters Terach zerschlagen.
denn: Du sollst dir kein Bildnis machen!
und gerade nicht von IHM.
Sicher können sich Christen ein Bildnis von Jesus machen, wenn ihnen bewusst ist, dass er eben nur Mensch war, denn wer glaubt, Jesus sei mehr, sei ihr Gott, der darf sich kein Bildnis machen, es sei, er will Götzendienerei betreiben.
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#19   Graf von Galen   23:30:17 | Dienstag, 26. Juni 2007
Wider VII, @ Czibo niszniani
Die alleinseligmachende, katholische Kirche hat das
Recht und die Pflicht das Böse, den Götzendienst, böse
zu nennen und wenn den Mohammedanern, Buddhisten,
Hindus, Juden und Sonstige das nicht paßt, dann sollten
diese sich schnellstens taufen lassen.
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#18   Rudolfus   15:12:23 | Dienstag, 26. Juni 2007
@GerdEric / Götzenkult
Götzen sind Bildnisse, vor denen man betet.
Götzen, das sind alle falschen „Götter“ und falschen Kultobjekte, denen der höchste Anbetungskult erwiesen wird.
Ein Götzenkult ist immer ein Greuel und Ärgernis im Auge des wahren Gottes des Herrn.
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#17   Czibo Nieznany   10:47:25 | Dienstag, 26. Juni 2007
Freinsberg: Fest für Fetischisten
Im Grundsatz will ich Ihnen nicht widersprechen. Deshalb habe ich auch nur die offizielle Sichtweise angegeben. Mir ist schon klar worauf Sie hin wollen. Sie meinen doch wohl die wunderschöne, bleiche, blutleere und alabasterne Madonna auf dem noch viel schöneren Altar im Münchner Herkulessaal. Es war die Ausgeburt an Ästhetik beim Fest dieser speziellen Fetischisten.
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#16   Freinsberg   10:45:27 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ nonnobis
Ich weiß nicht, was etwa Händeklatschen oder ausladende Friedensgruß-Gesten mit Fetischismus zu tun haben.
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#15   GerdEric   10:42:43 | Dienstag, 26. Juni 2007
@Freinsberg
auch ein Kreuz…
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#14   nonnobisdomine   10:35:26 | Dienstag, 26. Juni 2007
Ad Freinsberg:
Also sind Sie auch Fetischist. – Oder?
Ich sage nur mal so in den Lesermeinungsbereich rein:
Händchenhalten, Klatschen im Gottesdienst, ausladende Gesten beim Friedensgruß, „Der kleine Prinz“ als Lesung …
Viele andere Beispiele lassen sich für den Fetischismus finden, den Sie brandmarken.
Natürlich werden keine Heiligenfiguren oder Kruzifixe angebetet. Aber da haben Sie offenbar keine Ahnung von.
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#13   Freinsberg   10:26:34 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ Czibo Nieznany
Bei manchen Katholiken bin ich mir da nicht so sicher. Unser AT-Professor sagte einmal: Würde ein Marsmensch, der Religionswissenschaftler ist, auf die Erde kommen und die katholische Volksfrömmigkeit untersuchen, so käme er sicher zum Schluss, es handle sich um Fetischismus.
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#12   Czibo Nieznany   10:09:31 | Dienstag, 26. Juni 2007
Strepto von Kokke
Ein Kruzifix wird ja schließlich auch nicht angebetet, genausowenig wie eine alabasterne Madonnenstatue…oder?
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#11   Strepto von Kokke   09:53:01 | Dienstag, 26. Juni 2007
@Gerderic
sind Bildnisse, vor denen man betet.
Lieber GerdEric, solange Sie diese Bildnisse nicht anbeten und darum herumtanzen als wären sie GOTT, brauchen Sie auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie sich an eine Mauer stellen und dort in den Fugen kleine Zettelchen versenken.
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#10   Czibo Nieznany   09:50:36 | Dienstag, 26. Juni 2007
Nachtlaterne: Weder Götzen noch heidnisch
Ich weiß nicht, was Sie konkret mit „Götzen“ im Zusammenhang mit dem Dialog der Religionen bezeichnen. Wenn Sie die Buddhastatue damit meinen sollten, ist das eine schwere Beleidigung für Millionen von Buddhisten sein. Wollen Sie das wirklich mit Ihrer Äußerung erreichen? Nachdem das Vat.K II im Dokument zum Dialog der Religionen festgestellt hat, dass auch in den anderen Religionen Spuren der Wahrheit zu finden sind, ist das doch ein Appell, sich mit den Vertretern anderer Religionen auf Augenhöhe zu begeben. Dazu gehört auch, was ihnen, den anderen Religionen, als heilig gilt, nicht als „Götzen“ oder einfach als „heidnisch“ abzuqualifizieren. Damit meldet sich die krude Vorstellung vom Christentum als die Religion der Weißen wieder deutlich zu Wort.
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#9   Freinsberg   09:43:32 | Dienstag, 26. Juni 2007
@ GerdEric
auch Marien- und Heiligen-Bilder und -Statuen?
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#8   GerdEric   09:09:53 | Dienstag, 26. Juni 2007
Götzen
sind Bildnisse, vor denen man betet.
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#7   Nachtlaterne   08:29:50 | Dienstag, 26. Juni 2007
dialog, ja…
…aber nicht gott unter götzen aufstellen und behaupten: alle sind gleich. lies mal die bibel was gott von götzen hält!
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#6   Czibo Nieznany   08:19:12 | Dienstag, 26. Juni 2007
Unbrauchbare Instrumente
^-^ Auch wenn Konservative, Ultramontanisten und Sedisvakantisten erneut Morgenluft wittern Kassandrarufe über den ausbleibenden Untergang der Kirche auszustoßen, könnte es ja sein, dass Papst Benedikt die Situation völlig anders bewertet und danach handelt. Dialog ist immer wichtig. Von der Verspflichtung zum Dialog sind auch die verschiedenen Religionen ausgenommen. Genau besehen, ist auch die katholische Kirche nicht die christliche Religion, sondern ein Teil, wenn auch ein gewichtiger, davon. Was 1986 in Assisi in hoffnungsvoll in Gang gesetzt wurde, sollte jetzt nicht abrupt blockiert werden. Einmotten, nur auf die römisch-katholische Karte setzen und dem katholischen Narzismus frönen und veraltete Mess-Riten künstlich am Leben halten, können im Zeitalter der Globalisierung keine brauchbaren Instrumente sein, um anstehende Probleme nachhaltig zu lösen. :&)
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#5   Graf von Galen   23:03:31 | Montag, 25. Juni 2007
Wider VII, Rudolfus
Stimmt. Es ist sehr bedauerlich, daß der Hl. Vater
nun doch diesen interreligiösen Zirkus wieder anfängt
und daß er Assisi 1986 gelobt hat. Er hat jedoch immerhin
bei der Ansprache in Assisi nicht versäumt, darauf
hinzuweiden, daß Christus der einzige Weg ist.
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#4   juergen   18:58:50 | Montag, 25. Juni 2007
Meldung aus März
Wie war denn genau die Meldung aus März?
An andere Stelle ist zu lesen
Im März 2006 war der damalige Präsident des Dialog-Rates, Erzbischof Michael Fitzgerald, als Nuntius nach Kairo versetzt worden. Die Ratsleitung hatte in Personalunion der Präsident des Kultur-Rates, Kardinal Paul Poupard, übernommen. Dies war als erster Schritt in Richtung auf eine komplette Fusion der beiden Behörden gewertet worden. Beobachter deuteten es damals als Indiz, dass der interreligiöse Dialog unter Benedikt XVI. zurückgestuft werden solle.
Quelle: www.kirche-heute.ch/index.php?AusgabenNummer…
War das damals eine (Fehl)Deutung, oder war es damals wirklich so geplant?
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#3   Arwen   18:50:15 | Montag, 25. Juni 2007
@ Jürgen
Oder haben Sie vielleicht die Meldung www.kreuz.net/article.5264.html verschlafen?
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#2   juergen   18:31:49 | Montag, 25. Juni 2007
Informationen verschlafen ?
Aus dem Artikel:
Im März 2006 legte Benedikt XVI. den Rat für den Interreligiösen Dialog mit dem Päpstlichen Rat für Kultur zusammen.

Mit der jüngsten Ernennung revidiert der Papst seine damalige Entscheidung, den Rat für den interreligiösen Dialog aufzulösen.
Bereits im Ende MAI meldete „Zenit“
ROM, 29. Mai 2007 (ZENIT.org).- Wie Kardinal-Staatsekretär Tarcisio Bertone vor der italienischen Presse erklärte, soll der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog „wieder als ein eigenständiges Dikasterium eingerichtet werde“.
www.zenit.org/article-10889?l=german
Ähnlich auch bei kath.net: www.kath.net/detail.php?id=16878
unter Berufung auf CWNews.com
Fast einen Monat später nun spricht kreuz.net davon daß der Papst ein „jüngste Entscheidung“ getroffen habe, mit der er seine „damalige Entscheidung“ revidiert hätte.
Irgendwie scheint hier kreuz.net was verschlafen zu haben.
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#1   Rudolfus   18:21:03 | Montag, 25. Juni 2007
Die ursprüngliche Auflösung des Päpstlichen Rates war ein gutes Zeichen
Der Niedergang der Kirche begann mit dem II. Vaticanum (1962-1965) und insbesonders im Pontifikat des Konzilspapstes Paul VI. (1963-1978).
Dieses Pastoralkonzil und Papst Paul VI. haben die Kirche in den heutigen katastrophalen Zustand geführt, obwohl der Diener Gottes Papst Pius XII. seinem Nachfolger Johannes XXIII. dem Seligen noch eine ausgezeichnet geführte Kirche hinterlassen hatte.
Neuerungen und den Ökumenismus zu tilgen, die auf das II. Vaticanum und auf die Kirchenregierung Pauls VI. zurückgehen, das ist immer ein gutes Zeichen, und insbesonders auch die bereits vollzogene Auflösung des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog durch unseren regierenden Papst Benedikt XVI., der sich offensichtlich grundsätzlich im klaren ist, welch fruchtbare Gottesgeißel der Despotenpapst Paul VI. für die Kirche gewesen ist.
Die nunmehrige Wiedererrichtung dieses Päpstlichen Rates ändert nichts daran, daß Benedikt XVI. mit der ursprünglichen Auflösung bereits ein gutes Zeichen gesetzt hat.
Leider hat Benedikt XVI. inzwischen auch die Interreligionstreffen Johannes Pauls II. in Asissi gelobt, und auch hier seine Meinung geändert, die damals im Gegensatz zu Papst Johannes Paul II. stand.
Die Ökumenismustheologien des II. Vaticanums, Pauls VI. und Johannes Pauls II. haben bis jetzt nur eine Katastrophe für die Kirche bedeutet.
Der Papst wäre gut beraten, sich an die Theologie der vorkonziliaren und heiligmäßig katholischen Päpste bis zum Diener Gottes Pius XII. zu halten.
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