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Sonntag, 1. Juli 2007 17:06
Im Obergemach der Seele
Ein Psychiater und Sohn eines bekannten deutschen Philosophen und Verteidigers der Alten Messe verfaßte kürzlich eine Betrachtung zur Maibotschaft der Muttergottes von Medjugorje.
Muttergottesstatue von Medjugorje - im Licht der Sonne
Muttergottesstatue von Medjugorje – im Licht der Sonne
(kreuz.net, Medjugorje) Der Text von Christian Spaemann ist in der Juni-Ausgabe der österreichischen Monatsschrift ‘Oase des Friedens’ veröffentlicht.

Christian Spaemann – Sohn des emeritierten Münchener Philosophen Robert Spaemann – ist Leiter der Klinik für Psychische Gesundheit am Krankenhaus St. Josef im oberösterreichischen Braunau am Inn.

Die monatlich gegebene Botschaft der Königin des Friedens vom 25. Mai 2007 lautet:

„Liebe Kinder!

Betet mit mir zum Heiligen Geist, daß er Euch in der Suche nach dem Willen Gottes auf dem Weg eurer Heiligkeit führe. Und Ihr, die Ihr fern vom Gebet seid, bekehrt Euch und sucht in der Stille eures Herzens das Heil eurer Seele und nährt sie mit Gebet. Ich segne euch alle einzeln mit meinem mütterlichen Segen.

Danke, daß Ihr meinem Ruf gefolgt sei!“


MedjugorjeMedjugorjeKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 6 Bildern zu starten.

Betrachtung von Christian Spaemann
Spaemann erklärt in seinem Beitrag die Bedeutung der Novene, die von Christi Himmelfahrt zum Pfingstfest hinführt:

„Die Pfingstnovene ist nicht irgendein kirchlicher Brauch, sondern geht direkt auf das in der Apostelgeschichte berichtete Geschehen zurück.“

Mit Bezug auf die Maibotschaft von Medjugorie erklärt Spaemann, daß die Muttergottes einlade, in dem Obergemach unserer Seele Platz zu nehmen: „Leider ist dieses oft verschlossen, und wir finden im Lärm des Alltags oft den Schlüssel nicht“ – so der Psychiater.

In diesen Augenblicken seien wir dem Gebet und dem Weg der Heiligkeit fern: „Den Willen Gottes können wir nur in der persönlichen Begegnung mit Jesus suchen.“ Diese finde in der Stille und im Gebet mit dem Herzen statt, wie es in den Botschaften von Medjugorje so oft heiße.

Wenn die Muttergottes in der Botschaft von der „Heiligkeit“ der Angesprochenen rede, deute sie an, daß der Wille Gottes nicht etwas von außen kommendes Allgemeines sei, das wir vorfinden könnten. Jeder habe seinen individuellen Weg zur Heiligkeit.

Den Willen Gottes zu vollbringen, bedeute, die Mentalität Christi aufzunehmen. Das gehe nur über den Dialog mit ihm im Gebet:

„Wie soll der Heilige Geist sonst in uns arbeiten können, wenn das Obergemach verschlossen bleibt?“

Als Beispiel für ein offenes Obergemach nennt Spaemann das Verzeihen. Meist sei es am schwierigsten, den eigenen Eltern zu verzeihen, weil die negativen Empfindungen oft schon zu einem Teil der eignen Identität geworden seien.

Doch Vergebung habe nichts mit „zu Kreuze kriechen“ oder „Schlucken“ zu tun.

Für Spaemann handelt es sich vielmehr um einen Weg des Mutes auf dem steinigen Gelände der Seele. Diese Herausforderung des Evangeliums könne man nur in Gemeinschaft mit Christus annehmen, denn die Seele brauche Nahrung.

Spaemann beantwortet auch die Frage, wieviel man beten soll. Für ihn gibt es dazu keine fertige Antwort, da es um eine lebendige Beziehung gehe. Gott habe seinen Grund, uns in dieser Frage im Ungewissen zu lassen.

Es komme nicht auf die Länge der Gebete an – so Spaemann: „Wir Laien stehen in vielen Pflichten.“

Er tröstet sich mit einem Brief der Heiligen Kreszentia Höss von Kaufbeuern († 1744) an die Hofapothekerin von Innsbruck. Die Heilige zeigt darin Verständnis, daß die Apothekerin kaum Zeit für das Gebet findet. Man könne alle Arbeit zur Ehre Gottes verrichten und auch im Alltag Gott durch Demut, Sanftmut, Geduld, Stillschweigen und Gehorsam nachfolgen.

Es sei besser, ein einziges Vater Unser andächtig zu beten, als ganze Rosenkränze gedankenlos herunterzusagen.

© Bilder: Medjugorje Gallery Blog
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 22 Lesermeinungen:
Montag, 3. Dezember 2007 14:38
Friedrich Reusch: Was für ein erbärmlicher und
kläglich gescheiterter Versuch, durch diesen Hauptschulaufsatz in der katholischen Tradition für den Medjugorje-Beschiss Werbung zu machen.
Mittwoch, 25. Juli 2007 10:30
Strepto von Kokke: @FlorianG.
Die Mißachtung von bischöflichen Meinungen dazu ist keineswegs ein großer Frevel, eingedenk welch Geistes Kind doch viele Bischöfe sind. – In dieser Hinsicht ist der Bischof von Mostar quasi ein Lehmann vom Balkan !

Richtig, überhaupt sollten sich nicht nur die kritischen Bischöfe, sondern auch alle Laie einer Meinungsäußerung über diesen aussergewöhnlichen Erscheinungsort enthalten, solange an sie der Ruf der „Medjugorjegospa“ noch nicht ergangen, sie diesem Ruf gefolgt und dem Charme der Medjugorjeseher vor Ort erlegen sind.
Dienstag, 24. Juli 2007 22:07
Rudolfus: @Florian Geyer / Die Häresien in angeblich himmlischen Erscheinungen
Ich glaube nicht dass die Erscheinungen von Medugorje ein Werk des Satans sind, denn dieser würde nicht zu Buße, Umkehr, Eucharistie, und Rosenkranzgebet rufen.
Das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun.
Selbstverständlich kann auch eine unechte, teuflische Erscheinung zu all diesen Dingen aufrufen, wenn der Teufel die Täuschung und ein anderes langfristiges Ziel bezweckt.

Daß ihm diese teuflische Täuschung auch gelingt, da er weit intelligenter als jede Menschenkreatur ist, das ist leider nicht abzustreiten.

Die Weisungen des Bischofs von Mostar (damals, Anfang der 1980er, sozialistische Bundesrepublik Jugoslawien) standen zudem von Anfang an in völliger Übereinstimmung mit allen anderen Bischöfen der Kirchengeschichte, die sich mit echten oder unechten Marienerscheinungen auseinandersetzen mußten.

Echte Seher haben immer dem Bischof und der kirchlichen Autorität den von Gott geforderten Gehorsam der Kirche gegenüber geleistet, der immer über einer angeblichen Erscheinung steht, und auch ein Anzeichen ist, ob der Seher oder die Seher von einer himmlischen Erscheinung geleitet werden.

Dieser Gehorsam gilt der rechtmäßigen kirchlichen Autorität.
Dienstag, 24. Juli 2007 20:22
Florian Geyer: Rudolfus
Ich glaube nicht dass die Erscheinungen von Medugorje ein Werk des Satans sind, denn dieser würde nicht zu Buße, Umkehr, Eucharistie, und Rosenkranzgebet rufen.

Die Mißachtung von bischöflichen Meinungen dazu ist keineswegs ein großer Frevel, eingedenk welch Geistes Kind doch viele Bischöfe sind. – In dieser Hinsicht ist der Bischof von Mostar quasi ein Lehmann vom Balkan !
Dienstag, 24. Juli 2007 17:57
Rudolfus: @Florian Geyer / Die Häresie der „Muttergottes von Medjugorje“ ist bereits eingehend belegt,
nämlich in der irrlehrenden Ökumenismusbotschaft der Erscheinung, hinter der wohl der Teufel selbst steckt, und der sich dem Zeugnis der Hl. Schrift nach auch als „Engel des Lichtes“ ausgibt.

Außerdem sind die Seher von Medjugorje und ihre Franziskanerseelsorger ausdrücklich ihrem Ortbischof ungehorsam, der die Erscheinungen auch immer abgelehnt hat.

Kein echter Seher der Kirchengeschichte war jemals ungehorsam gegenüber dem Bischof und der kirchlichen Autorität.
Dienstag, 3. Juli 2007 17:26
Nachtlaterne: wort gottes zu lesben:
Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers – gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.

26 Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen;

27 ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

28 Und da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, so daß sie tun, was sich nicht gehört:

29 Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie verleumden

30 und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern,

31 sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen.

32 Sie erkennen, daß Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. Trotzdem tun sie es nicht nur selber, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln.
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