Opus Dei
„Was in der Kirche geschieht, tut mir weh“
Ein Kardinal hat kürzlich einen Gegner des Opus Dei in den Himmel gelobt und sogar dessen Heiligsprechung vorgeschlagen. Der Witz an der Sache: Der Kardinal ist selber Priester des Opus Dei.
Julián Kardinal Herranz
Julián Kardinal Herranz
© bologna.chiesacattolica.it
(kreuz.net, Vatikan) Der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates für die Interpretation von Gesetzestexten, Julián Kardinal Herranz (77), hat kürzlich der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’ ein Interview gegeben.

Der Kardinal ist Mitglied der neokonservativen Personalprälatur ‘Opus Dei’.

Im Gespräch erzählte er auch, wie der Gründer des ‘Opus Dei’ – der heilige Josemaría Escrivá de Balaguer – die Kirchenkrise nach dem letzten Konzil bewertet hat. Bis zu seinem Tod im Jahr 1975 soll er öfters geklagt haben: „Was in der Kirche geschieht, tut mir weh“.

Er habe sich mit dieser Aussage – so Kardinal Herranz – auf das „schreckliche Paradox“ bezogen, daß just zu dem Zeitpunkt, „an dem der Heilige Geist die Kirche gerade mit der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils reich beschenkt hatte“, zahlreiche Menschen „durch eine falsche Interpretationen des Konzils zu furchtbar traurigen und schmerzhaften Schritten veranlaßt wurden“.

Man habe versucht, die Heilsbotschaft zu aktualisieren. Gleichzeitig sei Gott beiseite gelassen worden.

Hl. Josefmaria Escriva
Josemaría Escrivá de Balaguer († 1975 in Rom) als Jugendlicher1928 gründete Josemaría Escrivá die Personalprälatur Opus DeiIn den 1940er Jahren besorgte sich José María Escriba einen Adelstitel und änderte seinen Namen auf Josemaría Escrivá de Balaguer.

Auch die Identität des Priesters sei in Frage gestellt worden. Dadurch seien viele verweltlicht und vom Priester und Ordensleben abgefallen.

Dieses „falsche Verständnis“ habe auch zu einem „anarchischen und entweihenden Experimentieren mit der Liturgie“ geführt.

Das habe zu einer „fortschreitenden Banalisierung der allerheiligsten Eucharistie“ geführt.

Gemeinsam mit dem Papst?

Der heilige Josefmaria habe gemeinsam mit Papst Paul VI. – dem Verantwortlichen der Liturgiereformation von 1969 – dessen „tiefen inneren Schmerz über diese Situation“ geteilt.

Hw. Josemaría Escrivá de Balaguer († 1975) und Papst Paul VI. († 1978) sind sich zeitlebens aus dem Weg gegangen. Paul VI. war auch kein Freund des ‘Opus Dei’.

Der Opus-Dei-Kurienkardinal ist davon überzeugt, daß Paul VI. ein heiliger Papst war. Dieser Papst habe die christlichen und priesterlichen Tugenden „heroisch“ gelebt.

Er habe das Zweite Vatikanische Konzil weise geleitet und inmitten starker und schmerzhafter Spannungen zu einem „glücklichen“ Abschluß geführt.

An Papst Paul VI. bewundert Kardinal Herranz eine „große pastorale Klugheit“, eine „opferbereite Liebe zu Christus“ und die „leidenschaftliche Liebe zu einer Kirche, die – in Treue zu den Anforderungen des Evangeliums – einen fruchtbaren Dialog mit der modernen Gesellschaft unterhält“.

Aus diesem Grund habe er Papst Johannes Paul II. im Mai 1992 auch gebeten, den Seligsprechungsprozeß für Paul VI. einzuleiten.

Besser werden

Von dem gegenwärtigen Pontifikat erwartet Kardinal Herranz Reformen im Bereich der Berufungspastoral und der priesterlichen Disziplin: „Und zwar nach dem bekannten Pastoralprinzip: ‘Um mehr zu sein, gilt es, besser zu sein.’“

Auch die kirchliche Leitung werde unter Benedikt XVI. „dynamischer und apostolischer werden, um der wachsenden „Diktatur des Relativismus“ mit einer kraftvollen Neuevangelisierung entgegenzuwirken“ – prophezeit der Kardinal.
      
23 Lesermeinungen
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#23   cum te   11:33:08 | Freitag, 29. Juni 2007
@Rudolfus
Wo trägt man denn Parolen ohne Gehirn?
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#22   Rudolfus   21:55:33 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@„Schluss mit dem Stuss“
No Comment:
Schluss mit dem Stuss. Lies mal BBKL zu Montini (Paul VI.)
Wenn Sie solche Parolen umherrufen, da klingen Sie wie ein gehirnamputierter Parolenträger.
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#21   Nachtlaterne   20:39:45 | Mittwoch, 27. Juni 2007
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#20   matt   18:57:43 | Mittwoch, 27. Juni 2007
heilsnotwendig ist es an die Gesamtheit der Offenbarung zu glauben…
wenn man sie einmal kennt. Das AT bewußt abzutun, wie VirFortis es tat ist unverständig und gotteslästerlich. Ich habe ihn schon einmal der Ketzerei beschuldigt, weil er den Hergang des AT leugnet.
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#19   No Comment   18:24:12 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@Rudolfus
Schluss mit dem Stuss. Lies mal BBKL zu Montini (Paul VI.)
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#18   GerdEric   13:24:02 | Mittwoch, 27. Juni 2007
wer das AT bestreitet
sollte mal ein NT nehmen und alle Texte die sich auf das AT beziehen oder nur zitieren streichen, da bleibt dann kaum mehr als die Deckel.
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#17   Czibo Nieznany   13:10:30 | Mittwoch, 27. Juni 2007
VirFortis
Nein VirFortis: heilsnotwendig ist das Erste und das Zweite Testament. Ich lasse mich doch nicht von der Billig-Ausgabe abspeisen.
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#16   Rudolfus   12:09:18 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Der Gottesdiener Papst Paul VI. (1963-1978) und die grundsätzliche Unzerstörbarkeit der hl. Kirche
„Was in der Kirche geschieht, tut mir weh“, so urteilte der hl. Josephmaria Escrivá de Balaguer, Gründer des Opus Dei, über den kirchlichen Verfall unter der Kirchenregierung des Papstes Paul VI., eine Kirchenregierung, die durch extreme, völlig neue Reformen und Experimente geprägt war.
Die bestbehütete Kirche der großartigen Pius-Päpste bis einschließlich des Dieners Gottes Papst Pius XII. (1939-1958), die dieser heiligmäßige Papst, der die Kirche während eines Weltkrieges regieren mußte, und die dieser im Oktober 1958 noch als erfolgreichste und bestfunktionierendste Religionsgemeinschaft der Welt dem sel. Papst Johannes XXIII. überlassen hatte, ruiniert durch den unverständlichen und neuerungswütigen Geist eines Johannes Baptist Montini, eines langjährigen Untergebenen Pius’ XII., dem dieser ausdrücklich die Cardinalskreierung verweigert hatte, und dessen Cardinalsernennung erst durch die Wahl Papst Johannes’ XXIII. 1958 ermöglicht worden war.
Und was haben das II. Vaticanum (1962-1965) Papst Johannes’ des Seligen (1958-1963) und die absolutistisch-despotische Regierung Papst Pauls VI. aus der exzellent geführten Kirche der Pius-Päpste gemacht: ein riesiges, durch Irrlehren verpestetes Durcheinander – und ein „Durcheinander“ kann niemals Gottes Werk sein, sondern das Werk des Widersachers Gottes.
Die Pforten der Hölle versuchen die Kirche zwar zu zerstören, sie können sie aber nicht zerstören, weil dies Christus so verheißen hat, und das ist absolut sicher.
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#15   VirFortis   11:49:11 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Nochmal für alle !
Heilnotwendig ist nur das Neue !
Bis abends…
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#14   Müller   11:49:08 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@virfortis:
Das Heil kommt von den Juden. Wir brauxchen jetzt hier keine Debatte zu führen, ob die juden sich vom bund entfernten oder nicht. Gott schloss seinen Bund mit seinem Volk. Der zweite Bund den er geswchlossen hat, für immer und endgültig, ist uns durch Jesus Christus gegeben. Er ist gekommen, um das Gesetz durch sein Opfer zu erfüllen. Wenn Gott den Bund nicht mit seinem Volk Israel geschlossen hätte, hätter er ihn ja schließlich nicht erneuern müssen. Es ging in unserer Diskussion gerade eben nicht um die heilsnotwendigkeit, sondern daru, ob das alte testament eine wichtige Bedeutung hat. Und die hat es wohl unbestritten, sonst hätte Christus, der Herr ,sich nicht immer wieder auf diesen Alten Bund und aus das Alte Testament bezogen.
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#13   Typ   11:45:36 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ VirFortis
Da das Neue sich auf das Alte bezieht („Wusstet Ihr nicht aus der Schrift…“) und es als Begründung zitiert, ergibt sich zwangsläufig, dass das Alte ebenfalls dazugehört.
Und „heilsnotwendig“? Wer weiß das schon? Jedenfalls hat die frühe Kirche Markion zum Häretiker erklärt. Die AT ist kanonisch, also ist es unverzichtbare Quelle des Glaubens.
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#12   Defensor Fidei   11:45:12 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@ VorFortis, Czibo
@ VirFortis
es gibt kein erstes und zweites sondern ein Altes und Neues. Das alte ist nicht so wesentlich – das kann man getrost als Sitzunterlage verwenden !
Das ist nun wirklich grober Unfug. Alleine wenn Sie einen Blick in das Brevier werfen, werden Sie auch schnell merken warum. Außerdem wird im Alten Testament schon vieles wunderbar angedeutet, was dann im Neuen Testament verwirklicht wurde. Gerade durch Christus hat das Alte Testament eine ganz neue Bedeutung bekommen.
@ Czibo
Das Zweite Testament folgt auf das Erste Testament, so einfach ist das. Oder soll da eine neue Denrichtung eingeführt werden?
Warum bestehen Sie denn so sehr darauf, „Erstes“ und „Zweites“ Testament zu sagen, statt „Altes“ und „Neues“? Wie bestimmen Sie denn das Verhältnis der beiden Testamente?
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#11   VirFortis   11:40:24 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Müller
Heilsnotwendig ist nur das Neue !
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#10   Müller   11:34:12 | Mittwoch, 27. Juni 2007
@Virfortis:
Ääh, ich glaube nicht, dass Sie auf der Grundlage des christlichen Glaubens stehen bzw. sitzen. Das Alte Testament ist wesentlich, um das Neue annehmen zu können.
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#9   VirFortis   11:24:54 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Nein--
es gibt kein erstes und zweites sondern ein Altes und Neues. Das alte ist nicht so wesentlich – das kann man getrost als Sitzunterlage verwenden !
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#8   Czibo Nieznany   11:12:33 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Unschuld
Nein: es gibt Erstes und Zweites Testament
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#7   Unschuld   11:06:30 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Testament
Liebe Mitchristen,
es gibt kein erstes oder zweites Testament sondern ein Altes und ein Neues!
Gruß
Unschuld
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#6   Czibo Nieznany   11:02:04 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Bestimmt ein wohlwollendes Missverständnis
Bei der Entfernung vom Denken eines Kardinals zum Denken des Volkes und zurück können schon einmal wohlwollende Missverständnisse auftreten, über die man nicht gleich herhecheln und -lästern muss. Viele Dinge werden anderswo völlig anders entschieden, als man sie gern hätte. Wenn der Opus-Dei-Kardinal denn einen Gegner der Personalprälatur als Heiligen vorgeschlagen hat, könnte es ja auch sein, dass ihm möglicher Weise verkehrte Unterlagen zur Verfügung standen, die ihn dann zu dem frevlen Vorschlag gedrängt haben. Die tabula smaragdina behauptet zwar, dass das Untere wie das Obere ist, …aber nicht immer, wie man sieht.
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#5   Seminarist   10:51:44 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Heilige und Liturgiereformen
Der heilige Josemaria hat über den NOM gerade mal lauwarm drübergep…
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#4   Czibo Nieznany   10:47:12 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Auf eins folgt zwei
Das Zweite Testament folgt auf das Erste Testament, so einfach ist das. Oder soll da eine neue Denrichtung eingeführt werden?
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#3   Bruder Theophil   10:44:38 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Hmmm…
wie im Zweiten Testament nachzulesen ist.
Gibts das „Zweite Testament“ jetzt auch bei Tchibo ?
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#2   Czibo Nieznany   10:28:06 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Nachtlaterne
Was wollen Sie mit dem Jesaja-Zitat konkret sagen. Sind Sie erschüttert über den Kardinal, freuen Sie sich oder wollen Sie Ihre Bebelkenntnisse unter Beweis stellen? Der Text allein erschließt sich nicht. Ähnlich wie der Mensch nicht von Brot allein lebt, wie im Zweiten Testament nachzulesen ist.
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#1   Nachtlaterne   10:06:53 | Mittwoch, 27. Juni 2007
Jesaja Bibel
47:10 Du hast dich auf deine bösen Taten verlassen und gedacht: Es sieht mich ja keiner. Deine Weisheit und dein Wissen verleiteten dich, in deinem Herzen zu denken: Ich und sonst niemand!
47:11 Doch es wird ein Unheil über dich kommen, das du nicht wegzaubern kannst. Ein Verderben wird dich überfallen, das du nicht zu bannen vermagst. Und plötzlich wird dein Untergang kommen, an den du niemals gedacht hast.
47:12 Dann stell dich hin mit deinen beschwörenden Formeln und mit deinen vielen Zaubersprüchen, mit denen du dich seit deiner Jugend abgemüht hast. Vielleicht kannst du dir helfen, vielleicht das Unglück verscheuchen.
47:13 Du hast dir große Mühe gemacht mit deinen vielen Beratern; sollen sie doch auftreten und dich retten, sie, die den Himmel deuten und die Sterne betrachten, die dir an jedem Neumond verkünden, was kommt.
47:14 Wie die Spreu werden sie sein, die das Feuer verbrennt. Sie können sich nicht retten vor der Gewalt der Flammen. Das wird keine Glut sein, an der man sich wärmt, kein Feuer, um das man herumsitzt.
47:15 So geht es all deinen Zauberern, um die du dich seit deiner Jugend bemüht hast. Sie machen sich alle davon, keiner will dir mehr helfen.
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