Motu Proprio
Wer war beim Geheimtreffen anwesend?
Am Mittwoch versammelte sich eine Gruppe von Prälaten im Vatikan. Ihnen wurde das bevorstehende Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe erklärt.
Papst Benedikt XVI. lud 15 Prälaten zum Geheimtreffen. 13 sind gekommen.
Papst Benedikt XVI. lud 15 Prälaten zum Geheimtreffen. 13 sind gekommen.
© latin-mass-society.org
(kreuz.net, Vatikan) Beim vatikanischen Geheimtreffen, das am Mittwoch im Vatikan stattfand, waren 13 Personen anwesend.

Das berichtete die italienische Presseagentur ‘Asca’.

Ursprünglich waren Einladungen an 15 Kardinäle und Prälaten aus der ganzen Welt ergangen.

Zwei Repräsentanten aus Südamerika hatten sich entschuldigt und waren beim Treffen nicht anwesend.

Die Deutsche Bischofskonferenz war durch ihren Vorsitzenden, Karl Kardinal Lehmann (71) von Mainz, vertreten.

Aus Frankreich waren der Präsident der Bischofskonferenz und Erzbischof von Bordeaux, Jean-Pierre Kardinal Ricard (62), sowie der Erzbischof von Lyon, Philippe Xavier Ignace Kardinal Barbarin (56), angereist.

Italien wurde durch den Kardinalvikar von Rom, Camillo Kardinal Ruini (76), und den Erzbischof von Genua und neuen Präsidenten der Italienischen Bischofskonferenz, Mons. Angelo Bagnasco (64), vertreten.

Aus Großbritannien war der Erzbischof von Westminster, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor (74), angereist.

Aus Polen kam der Erzbischof von Krakau, Stanislaw Kardinal Dziwisz (68).

Die Vereinigten Staaten vertrat der Erzbischof von Boston, Sean Patrick Kardinal O’Malley (63), sowie der für seine katholischen Positionen bekannte Erzbischof von St. Louis im US-Bundesstaat Missouri, Mons. Raymond Burke (59).

Anwesend war ferner der Bischof von Basel und Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz, Mons. Kurt Koch (57). Auf dem Gebiet seiner Diözese befindet sich das Generalhaus der Priesterbruderschaft St. Pius X.

An der Versammlung nahm auch der Erzbischof von Syndey, George Kardinal Pell (66), teil. Er hat als Bischof immer wieder die Alte Messe öffentlich zelebriert.

Aus Indien war der Erzbischof von Ranchi und Präsident der Bischofskonferenz seines Landes, Telesphore Placidus Kardinal Toppo (67), angereist.

Afrika wurde durch den Erzbischof von Libreville in Gabon, Mons. Basile Mvé Engone (66), vertreten.

Beim Treffen soll der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone gesagt haben, daß die Rolle des Bischofs in der „Disposition der Ordnung der Zelebrationen“ zentral sei.

Alte Messe beim Institut Christus König und Hoherpriester
Feierlicher Einzug.Inzensierung des Altares.Der Priester liest das Evangelium auf der linken Seite des Altares.
      
60 Lesermeinungen
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#60   Czibo Nieznany   10:49:20 | Samstag, 30. Juni 2007
Was würden viele Pfarreien machen
Was würden denn viele Pfarreien machen, wenn sich die Mädchen nicht zum Altardienst zur Verfügung stellen würden? Dann wäre doch tote Hose. Jungs kann man unter den Ministantinnenscharen vielleicht wie eine Stecknadel im Heuhaufen ausfindig machen.
Der Pfarrer auf dem Dorf kann vielleicht noch verfügen, dass nur Buben zum Altar des Herrn treten dürfen, weil er die Auswahl hat. Aber es ist doch unfair, den Mädchen das Erlebnis einfach vorzuenthalten.
Allein schon deshalb ist es ein Unding, die Ministrantinnen zurückzudrängen, damit das Ritual nur von männlichen Teilnehmern vollzogen werden kann. Das hat so etwas ungemein Geheimbündlerisches. Schmeckt nach Männer unter sich…!
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#59   möchtegern-kathole   23:14:34 | Freitag, 29. Juni 2007
die Lösung war dann …
… soweit ich mich erinnern kann, dass es eine Mädchen- und eine Bubengruppe gibt.
Aber für heute: gute Nacht
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#58   Aurelius   23:11:32 | Freitag, 29. Juni 2007
durchaus verständlich…
„Kein Junge mag zwischen lauter Mädchen der einzige Junge sein.“
Jemand anders sagte mal: „Wo zwei Frauen in einem Raum sind, ist mindestens eine zu viel“ ^-^
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#57   Kurt K.   23:10:28 | Freitag, 29. Juni 2007
Kipp-Effekt?
Am Anfang der Erlaubnis von Mädchen im Ministrantendienst wars doch dann sicher genau umgekehrt, oder? Einzelne Mädchen in Jungenhorden. Denen hats scheinbar auch nix ausgemacht. Haben Mädchen demnach mehr Mut als Jungs?
Wie alt sind die Minis denn so im Schnitt? Die da waren meiner Auffassung so 13-14 vielleicht. Kann das nicht so gut einschätzen. Jedenfalls schon in einem Alter, in dem Mann und Frau heute anfangen, sich fürs andere Geschlecht zu interessieren. Und da kann Mann sich doch was schlimmeres vorstellen, als in einer Gruppe Mädels der einzige Bube zu sein, oder?
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#56   möchtegern-kathole   23:04:03 | Freitag, 29. Juni 2007
jemand meinte mal …
… es gebe so einen Kippeffekt. Wenn eine Minigruppe mal ausschließlich aus Mädchen besteht, dann kämen keine Buben mehr (sagte mir eine Ministrantin). Kein Junge mag zwischen lauter Mädchen der einzige Junge sein.
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#55   Kurt K.   23:01:35 | Freitag, 29. Juni 2007
Hehe… nein…
den überlegenen Intellekt von Jungs. *g*
Und im Ernst: Ich denke es liegt an den immer noch vorhandenen Rollenbildern. Mädchen und Frauen als „dienende“ Wesen in Katholischen Familien (aus denen diese Mädchen ja wahrscheinlich hervorgehen).
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#54   möchtegern-kathole   22:58:36 | Freitag, 29. Juni 2007
das könnte man dann …
… zum Anlass nehmen nachzudenken, warum das so ist. Den ‘Zufall’ bemühen?
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#53   Kurt K.   22:55:56 | Freitag, 29. Juni 2007
Ministrantinnen
Lustig – gerade vor 2 Wochen habe ich einer katholischen Hochzeit beigewohnt. Da gabs NUR Ministrantinnen. Auf dem obligatorischen Massenbesäufnis nach der Kirche hab ich mit dem Priester gesprochen. Der hat gesagt, es gebe einfach nicht genug Jungs, die den Job machen wollten. Daher besteht die Wahl hier:
Keine Ministranten oder eben weibliche.
Da fällt die Wahl nicht sonderlich schwer, oder?
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#52   Gotthard   22:28:20 | Freitag, 29. Juni 2007
im Jahre des Herrn 2007
… wird immer noch über die Berechtigung von Ministrantinnen und Lektorinnen und Kommunionhelferinnen gestritten …wo lebt ihr?
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#51   Typ   16:26:39 | Freitag, 29. Juni 2007
@ Athanasium
Ausserdem finde ich Frauen und Mädchen in Jungenkleidern in der Kirche lächerlich.
Stimmt. Röcke sind einfach was für Jungs; Mädchen sollten lieber die Finger davon lassen. :-D :-D
Und Tischdecken gehören nicht auf den Tisch (wo kämen wir denn da hin!), sondern über in lebenslanger Demut aufgequollene Priesterkörper wie den des Dekans von Liechtenstein! :-D :-D
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#50   litterae sunt divitiae   15:33:45 | Freitag, 29. Juni 2007
@Athanasius
Ausserdem finde ich Frauen und Mädchen in Jungenkleidern in der Kirche lächerlich.
Welche Jungenkleider denn? Wenn Sie auf die Chorgewänder anspielen – was ist denn daran jungenhaft, einen Rock zu tragen? :-D
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#49   Alkuin   15:28:53 | Freitag, 29. Juni 2007
@Athanasius
„weil Du sie so lecker und verführlich findest?“
Sage mal, sind sie krank im Kopf?
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#48   Athanasius   15:20:42 | Freitag, 29. Juni 2007
@alkuin
Obwohl ihr Einsatz Priesterberufungen vernichtet und Jungen vom Dienste am Altare weghält, müssen die Ministrantinnen doch bleiben, weil Du sie so lecker und verführlich findest?
Ministrantinnen tun ihren Dienst im Novus ordo-Gebilde oft mit guter Absicht und frommen Intentionen, aber es bleibt die Tatsache, dass Frauen am Altar verboten sind und alle Päpste Ministrantinnen verboten haben, ausser den zwei letzten Revolutionären die sie aber auch nicht erlauben konnten.
Denn „Allatae sunt“ (1786) erklärt deutlich, dass es ein „böser Missbrauch“ ist, der schon zehnfach von den Päpsten durch Jahrhunderte hindurch verurteilt wurde.
Ausserdem finde ich Frauen und Mädchen in Jungenkleidern in der Kirche lächerlich.
Um mich geht es aber nicht, sondern um Gott und Seine Kirche, die diesen „Dienst“ verboten hat. Mädchen können singen. Gruppenleiterin werden, kollektieren um Geld, den Rosenkranz vor der hl. Messe beten, einen Chor errichten, bei Prozessionen mithelfen, im Pfarrhaus Aktivitäten organisieren. Aber nicht am Altar dienen. Frauen sind Männern gleichwürdig, aber nicht gleichartig. Der Feminismus leugnet das, aber Gott nicht. Unsere Liebe Frau – die Heiligste überhaupt – hat sich auch nicht an den Altar heran durchgeschlagen weil sie so gerne „dienen“ wollte. Ihr Dienst war der innere Dienst, ganz ergeben den Gesetzen der Kirche.
Im traditionellen Ordo sind Ministratinnen explizit nochmal verboten und bei Abwesenheit von Männern darf eine Frau nur von ferne antworten.
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#47   Alkuin   14:54:32 | Freitag, 29. Juni 2007
Girl Minis
Ich habe eine Studie aus den USA gelesen, in dem es behauptet wird, dass der Rückgang der männliche Minis nichts mit Desinteresse zu tun hat, sondern damit zu tun, dass sie ihre Einzigartigkeit als „Buben Club“ verloren hat. Nach der Devise „Prepubertäre“ Jungs wollen unter sich sein.
Der Rückgang der Priester Berufungen wurde auch in Zusammenhang mit Aufgabe der Exklusivität des männlichen Minis und z.T. der Altardienst des Priesters als Vorbild für eine durchaus männliche Berufung erlebt hat.
Nichtsdestotrotz, die Minestrantinen verrichten ein super dienst und dies mit Hingabe. Ich möchte sie nicht missen. Hut ab :)3
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#46   iustus   14:30:05 | Freitag, 29. Juni 2007
Ministrantinnen
Eine lesenswerte Bewertung der Auslegung der Kongregation von Prof. Waldstein:
….pro-missa-tridentina.org/upload/Waldstein.pdf
(Abschnitt III., ab S. 7 unten)
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#45   Alkuin   14:23:28 | Freitag, 29. Juni 2007
@typ Ministrantinen
@typ
Danke für den Hinweis; war mir nicht bekannt aber eigentlich logisch da der CIC für den Überlieferten Ritus Rechtsgültig ist.
M.E. ist der Dienst weibliche Ministranten dennoch eine Sache vom zuständigen Bischoff:
„Nach einer im Juli 1992 von Papst Johannes Paul II. bestätigten authentischen Interpretation zu can. 230 § 2 CIC erkannte das Rundschreiben der Gottesdienstkongregation vom 15. März 1994 an die nationalen Bischofskonferenzen allen Bischöfen das Recht zu, in ihren eigenen Diözese auch weibliche Christen zum Dienst am Altar zuzulassen (Notitiae 30 [1994] 333-5). Eine Erklärung vom 27. Juli 2001 stellt fest, dass damit (1) Männer und Knaben keinesfalls ausgeschlossen werden dürfen und (2) kein Priester gezwungen werden kann, sich von weiblichen Ministranten helfen zu lassen (Notitiae 37 [2001] 397-9).“
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#44   iustus   14:09:40 | Freitag, 29. Juni 2007
Was gilt
Natürlich gilt für den Papst c.11.
Es sei denn, c. 331 wäre spezieller. ^-^
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#43   juergen   13:54:55 | Freitag, 29. Juni 2007
@Rudolfus
Natürlich gilt für den Papst c.11.
Es gibt aber auch für den Papst z.B. c. 85
;-)
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#42   iustus   13:32:29 | Freitag, 29. Juni 2007
@ Typ
Szenario: Der Papst erlässt für einen bestimmten Bereich eine Norm, die eindeutig einer Vorschrift des CIC widerspricht (was im Falle von Ministrantinnen nicht einmal der Fall, weil nicht EINDEUTIG widersprechend, wäre). Was gilt?
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#41   Typ   13:28:41 | Freitag, 29. Juni 2007
@ Rudolfus
Die Theologie und der Papst wissen, wie die Dinge stehen. Die sind auf keine Zurufe und Theorien von außen angewiesen.
Wieso Theorie? Ich lese nur can. 11. Auch der Papst kann lesen und weiß daher, dass can. 11 auch ihn bindet.
Der Theologe und Kanonist weiß das eben, weil er gelernt hat, mit Texten gründlich umzugehen – anstatt wie Sie seine privaten Theorien in die Texte hineinzutragen.
Wenn Sie sagen wollen, dass can. 11 den Papst nicht bindet, dann beweisen, dass der Papst
– entweder nicht katholisch ist
– oder unter 7 Jahre alt
– oder nicht über den Vernunftgebrauch gefügt.
Liegt eines davon vor, ist er durch can. 11 nicht gebunden. Liegt keines davon vor, ist er durch can. 11 gebunden (den er selbst erlassen bzw., im aktuellen Fall, derzeit nicht qua seiner Gesetzgebungskompetenz geändert hat).
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#40   landorganist   13:24:56 | Freitag, 29. Juni 2007
@Rudolfus
Wie recht Sie haben, der Papst ist auf Theorien und Zurufe von außen nicht angewiesen. Es wäre also gut, wenn Sie wenigstens für ein paar Tage mal schwiegen.
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#39   iustus   13:19:15 | Freitag, 29. Juni 2007
Ruhig Blut
Mir scheint, Typ verwendet hier konsequent juristische Begrifflichkeiten. Der Papst hat ein Gesetz erlassen, das alle (also auch ihn) bindet. Er kann das Gesetz aber jederzeit selbst und alleine ändern. Juristisch bleibt er also gebunden, so lange, wie er entweder die entsprechende Vorschrift nicht ändert oder er sich von ihr dispensiert.
(Juristisch) untechnisch kann man also durchaus sagen: Er ist nicht daran gebunden. Alles Klar o.O
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#38   Rudolfus   13:12:37 | Freitag, 29. Juni 2007
@Typ / Der Papst und das Kirchenrecht
Die Theologie und der Papst wissen, wie die Dinge stehen.
Die sind auf keine Zurufe und Theorien von außen angewiesen.
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#37   Typ   13:09:27 | Freitag, 29. Juni 2007
@ Rudolfus
Die Kirchenrechtsgesetze gelten zwar auch für den Papst, wie Sie richtig bemekren, er kann sich aber jederzeit selbst dispensieren – damit ist das Kirchenrecht für den Papst nur eine Empfehlung.
Schon wieder falsch. Can. 11 ist keine Empfehlung, sondern can. 11 BINDET den Papst. Er hat zwar die Möglichkeit, eine entsprechende Gesetzgebung durchzuführen, aber solange er das nicht tut, ist das von ihm erlassene Gesetz für ihn keine EMPFEHLUNG, sondern BINDEND. Denn der Papst ist über 7 Jahre alt und verfügt meines Wissens über den Vernunftgebrauch. Und katholisch ist er auch.
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#36   Bernd Stromberg   13:06:11 | Freitag, 29. Juni 2007
@GerdEric
Haben Sie schon mal etwas von humanistischer Bildung gehört, oder gar von einem christlichen Humanismus, wie ihn etwa Erasmus v. Rotterdam o. a. vertreten? Was halten Sie denn etwa von einem Meister der lat. Sprache wie Laktanz, der Anfang des 4. Jh. seine Institutiones in glänzendem Latein geschrieben hat, um die Gebildeten seiner Zeit zu erreichen? Natürlich gibt es auch eine Geringschätzung literarischer Bildung im Christentum, etwa im anachoretischen Mönchtum der frühen Zeit. Durchsetzen konnten sich solche Strömungen nicht.
Seien Sie mir nicht böse, aber Sie kommen mir wie ein „Jesusromantiker“ vor, der ein ganz spezielles Jesusbild vertritt und alles, was nicht dazu passen will, ausschließt. Christentum und das Streben nach Bildung und Gelehrsamkeit schließen sich doch nicht aus. Da hätte Jesus bestimmt nichts gegen. Warum sollte er? Sorry, aber über solche Positionen kann ich genauso nur den Kopf schütteln wie über irgendwelche Hardcoretradis hier, da beide die gleiche Enge und Engherzigkeit aufweisen. Theologie ist nun einmal im wesentlichen ein Quellenstudium und hierfür sind solide Kenntnisse in den verschiedenen Sprachen notwendig. Die meisten Quellen der Westkirche sind nun einmal Lateinisch. Punkt. Aus. Ende. Was nicht heißt, dass man das Griechische oder Hebräische vernachlässigen darf.
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#35   Rudolfus   13:05:43 | Freitag, 29. Juni 2007
@Typ / Papst als kirchenrechtsunterworfen
Er ist zwar selbst Gesetzgeber, doch das Gesetz gilt dann auch für ihn, denn:
Selbstverständlich steht der Papst über seinem eigenen Gesetz:
Die Kirchenrechtsgesetze gelten zwar auch für den Papst, wie Sie richtig bemekren, er kann sich aber jederzeit selbst dispensieren – damit ist das Kirchenrecht für den Papst nur eine Empfehlung.
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#34   Pünktchen   13:04:36 | Freitag, 29. Juni 2007
GerdEric
Es ist ein bekannter protestantischer Fehler – Sie waren doch vor Ihrer Konversion zum Judentum Protestant? – , alles über Bord zu werfen, was angeblich nicht heilsnotwendig ist. Was nicht heilsnotwendig ist, kann dennoch heilsam und nützlich sein. Und so verhält es sich auch mit Gelehrsamkeit und Bildung. Jesus bekämpfte nicht die Bildung und Schriftgelehrsamkeit als solche, sondern falsche daraus abgeleitete Ansprüche …
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#33   Sozialkatholisch   13:01:11 | Freitag, 29. Juni 2007
@ GerdEric
Pharisäisch oder wie sie sagen Pfarrisäisch wäre wohl wenn man sich auf Grund seiner Kenntnisse eine besondere Gottesnähe und besondere Gesetzeskenntnis einbildet. Wenn solche gebildeten Herren Studien auf sich nehmen um die Allgemeinheit zu bereichern, dabei bescheiden bleiben und eine gesunde Gottes/Christusbeziehung aufzubauen versuchen sind solche schweren Studien gutzuheißen!
Und das werden sie mir wahrscheinlich nicht glauben, keiner kannte/kennt die Schriften besser als Jesus Christus, da er selber das Wort ist.
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#32   Typ   13:00:10 | Freitag, 29. Juni 2007
@ iustus
Vielleicht sagt der Papst im MP ja was dazu. Der steht bekanntlich über dem CIC.
Ich hoffe auch, dass er etwas dazu sagt. Allerdings steht der Papst nicht über dem CIC. Er ist zwar selbst Gesetzgeber, doch das Gesetz gilt dann auch für ihn, denn:
Can. 11: Durch rein kirchliche Gesetze werden diejenigen verpflichtet, die in der katholischen Kirche getauft sind oder in diese aufgenommen worden sind, hinreichenden Vernunftgebrauch besitzen und […] das siebente Lebensjahr vollendet haben.
Also auch der Papst.
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#31   GerdEric   12:46:32 | Freitag, 29. Juni 2007
@Bernd Stromberg
Ich weiss nicht, ob Jesus von der Ihnen vorschwebenden „Bildung“ etwas hielt…
ist mir doch recht pfarrisäisch.
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#30   Bernd Stromberg   12:43:03 | Freitag, 29. Juni 2007
@Gerd Eric
Es ist sehr schön, wenn Theologen Hebräisch und Aramäisch beherrschen, wobei das Aramäische vom Textvolumen in vorchristlicher Zeit eher marginal ist. Denn relativ wenig ist in dieser Sprache erhalten, bevor, sie im syrischen Raum in christlicher Zeit zur Literatursprache wurde. Wir haben einige Texte im AT in aramäisch, denn in der persischen Zeit war das sog. Reichsaramäisch Umgangssprache des Achämenidenreiches. Natürlich ist es toll, wenn Theologen Aramäisch beherrschen, ebenso wie Armenisch, Georgisch, Koptisch etc. etc. Für die westliche Kirche steht allerdings Latein an erster Stelle, da alle wichtigen Dokumente des Kirchenrechts, der Liturgie in dieser Sprache verfasst sind. Ohne Frage ist das Griechische auch von sehr großer Bedeutung als der Sprache des NT und der östlichen Patrisitik. An erster Stelle sollte in der normalen Theologenausbildung Latein, dann nahezu auf einer Stufe Griechisch und Hebräisch stehen. Für Spezialisierungen, etwa in at. Exegese, muss natürlich eine hervorragende Kenntnis des Hebräischen und auch des Griechischen verlangt werden; ebenso sollten ostkirchenkundler neben Griechisch auch Altkirchenslavisch beherrschen, Fachleute der christlichen Orientalistik Syrisch, Koptisch etc. Aber Latein ist und bleibt die Basissprache jedes kath. Theologen, der sich ernsthaft mit den Quellen der westlichen Kirche auseinandersetzen will. Das Textvolumen in lat. Sprache ist riesig und erstreckt sich vom 2. Jh. bis in die unmittelbare Gegenwart.
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#29   Rudolfus   12:40:18 | Freitag, 29. Juni 2007
@Typ / Mädchen als Ministrantinnen
Dort, wo der Ritus von 1962 gefeiert wird, gilt ja trotzdem der CIC von 1983. Und der ermöglicht durchaus – wie der Hl. Stuhl schon vor etlichen Jahren geklärt – den Einsatz von Frauen und Mädchen im Altardienst.
Unter irgendwelchen Umständen gab es sogar schon – noch in der Zeit vor der Reform Pauls VI. – vereinzelt Mädchen, die im alten Ritus ministrierten. Die Frage ist, ob das damals explizit verboten war oder ob es Sondererlaubnisse in der Zeit davor gab.
Es ist jedenfalls erstaunlich, daß es solche Einzelfälle damals gab.
Ich weiß das persönlich von einer damaligen Ministrantin, einer Schülerin auf einer reinen Mädchenschule.
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#28   iustus   12:39:55 | Freitag, 29. Juni 2007
MR 1962 und CIC 1983
Vielleicht sagt der Papst im MP ja was dazu. Der steht bekanntlich über dem CIC. ;-)
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#27   Typ   12:29:29 | Freitag, 29. Juni 2007
@ Alkuin
Ich finde es auch toll, dass wir Mädchen als Minis haben. Aktivitäten die im Tridentinischen Ritus untersagt sind.
Wieso das? Dort, wo der Ritus von 1962 gefeiert wird, gilt ja trotzdem der CIC von 1983. Und der ermöglicht durchaus – wie der Hl. Stuhl schon vor etlichen Jahren geklärt – den Einsatz von Frauen und Mädchen im Altardienst.
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#26   Marsilius Ficinus   12:29:29 | Freitag, 29. Juni 2007
@Bernd Stromberg
Sani rühmt sich doch implizit, in den „Dreck“ greifen zu können. Ich denke, er hat auch in den Unflat der eigenen fehlenden Bildung gegriffen. Kein Priester wird jemals gezwungen werden, nach dem MR 1962 zu zelebrieren. Darum geht es bei dem zu erwartenden MP in keinster Weise. Zu seinen übrigen „Ausfällen“ gegen die lat. Sprache fällt mir nur folgendes Cicero-Zitat ein, das auch heute noch ein Stachel im Fleische eines jeden ist, der sich irgendwie für gebildet hält – und gebildet sollte jeder kath. Priester sein, nachdem er die gymnasiale und universitäre Ausbildung durchlaufen hat:
Non tam praeclarum est scire Latine quam turpe nescire(Cic. Brut. 37, 140)
Wenn er auch selbst nichts mit der lat. Liturgie anfangen kann, was ihm unbenommen ist, auch wenn es sehr schade ist, sollte er zumindest akzeptieren, dass andere das diese sehr schätzen. Nicht mehr und nicht weniger.
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#25   GerdEric   12:21:34 | Freitag, 29. Juni 2007
@Bernd Stromberg
sollten Theologen nicht eher die Sprache des Jesus (Aramäisch und Hebräisch) verstehen können, bevor sie Latein sprechen können?
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#24   Bernd Stromberg   12:15:29 | Freitag, 29. Juni 2007
@Sani
Und ich weiß eins – mir werden deswegen keine grauen Haare wachsen – und mein Latein bleibt so grottenschlecht wie halt Latein, das nie verwendet wurde über zwanzig Jahre nur sein kann. Und sollte ich’s mal auffrischen dann nur wegen Catull und seine wunderbaren Gedichte.
Es zwingt Sie ja keiner, den VOM oder den NOM auf Latein zu lesen. Bedenklich finde ich aber, dass Sie mit Ihrer Unkenntnis der lat. Sprache hier so prahlen. OK, Unkenntnis und dümmliche Ignoranz ist das verbindende Charakteristikum so vieler Lesemeinungen hier, völlig egal, welche Position vertreten wird. Aber als kath. Priester sollten Sie diese zumindest nicht so nach außen tragen. Sie machen sich irgendwie lächerlich, so dass es genauso schwer fällt, Sie ernstzunehmen, wie mach andere Diskutanten hier. Catull hat sehr schöne und (teilweise) auch anzügliche Gedichte verfasst, aber es gibt ja auch noch andere Autoren. Für Cicero, Vergil, aber auch Augustinus, Ambrosius u.v.a. würde sich die Reaktivierung ihrer Lateinkenntnisse nicht lohnen? Was ich bei Priestern wie Theologen immer sehr bedenklich finde, ist, wenn Sie (aus eigener Unkenntnis?) die humanistische Bildung so marginalisieren. Denn letztlich schneiden sie doch den Ast ab, auf dem sie selbst sitzen. Sogar jenseits jeder kirchlichen Fragestellung ist eine solide humanistische Bildung ein wichtiges Fundament, das man nur aus Ignoranz und Dummheit verächtlich machen kann, egal übrigens, ob man kath. Priester oder Atheist ist.
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#23   Alkuin   12:10:23 | Freitag, 29. Juni 2007
@sani
„Es wird dir brutal vorkommen – ich werde auch für hundert leute keine „alte Messe“ lesen. Die sollen die Messe feiern, wie sie die letzten 40 jahre gefeiert wurde – und wenn’s ihnen nicht passt, sollens hingehen, wo sie den entsprechenden Liturgen (Priester möcht ich die nur mit Vorbehalt benennen) finden.“
Außer, dass sie das Priester sein von anderen absprechen, finde ich ihre aussage absolute legitim und keineswegs brutal. Niemand zwingt Sie die Alte messe zu lesen und das ist der Clou!
Das was Sie Schreiben setzt aber voraus, dass der Gläubiger die Wahl bekommt und nicht gezwungen ist sich an den SV und FSSPX „Randgruppen“ zu wenden um diese Altehrwürdigen Ritus zu feiern. Ohne das MP haben wir dieser Wahl nicht.
Als „Gemeinde-Messe“ bin ich ausdrücklich für die NOM und nehme aktiv als Lektor und Kommunionhelfer daran teil. Ich finde es auch toll, dass wir Mädchen als Minis haben. Aktivitäten die im Tridentinischen Ritus untersagt sind.
Extreme sind IMMER falsch.
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#22   Müller   12:06:31 | Freitag, 29. Juni 2007
Also, ich bin…
… ja wirklich etwas entsetzt über „sani“. Ich bin nun ja alles andere als ein traditionalistischer Priester, aber so merkwürdig, wie „sani“ daher kommt, finde ich es etwas befremdlich.
Übrignes: Ich kenne, wie alle anderen auch, den Inhalt des MP nicht. aber es war im Vorfeld etwas zu lesen von der gegenseitigne Befruchtung beider Riten. Dadurch drückt wohl der Heilige vater aus, dass beide Riten ihre Stellung in der Kirche haben.
Mitnichten kann ich mir vorstellen, dass es Vorschrift wird für einen Priester, den alten Ritus zu feiern.
Demgegenüber würde ich jedem Priester empfehlen, die Messe von 1970 so zu feiern, wie sie tatsächlich im Messbuch vorgesehene ist. vielleicht kommen dann nicht so viele auf den Gedanken zu alten Messfeiern zu gehen.
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#21   new   11:53:47 | Freitag, 29. Juni 2007
_____
Dieser „Sani“ ist doch wohl nicht ernsthaft Priester bei dem was er da schreibt?!?
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#20   nonnobisdomine   11:48:29 | Freitag, 29. Juni 2007
Ad Sani:
Sie sind wohl sehr von sich eingenommen, was?
Sie sprechen Priestern ihr „Priestersein“ ab? Was erlauben Sie sich eigentlich?
Gedanklich haben Sie sich schon eh sehr weit entfernt.
Aber Ihr Priestersein spreche ich Ihnen nicht ab.
Tu es sacerdos in aeternum.
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#19   sani †   11:40:11 | Freitag, 29. Juni 2007
Aprobos Weihrauch …
Ich liebe ihn: haben in unserer Kirche ich glaub’an die 20 Sorten – nehm’ bei den entsprechenden Gottesdiensten immer einen andern – ein Fest für die Sinne – aber auf Deutsch und so wie’s im Messbuch steht.
Aber lieber Alkuin: Es wird dir brutal vorkommen – ich werde auch für hundert leute keine „alte Messe“ lesen. Die sollen die Messe feiern, wie sie die letzten 40 jahre gefeiert wurde – und wenn’s ihnen nicht passt, sollens hingehen, wo sie den entsprechenden Liturgen (Priester möcht ich die nur mit Vorbehalt benennen) finden. Sie können sich auch beim Bischof beschweren – bin gespannt was dann rauskommt – vielleicht hau’ns mich raus – aber ich kann ja auch was anderes machen – bin nicht von der Kirche und ihrem Sold abhängig – der Herrgott hat mir zwei Hände gegeben, die können schon mal ne Schaufel, Presslufthammer und Krampen in die Hand nehmen – wenn man will, kriegt man Arbeit, dass man nicht verhungern muss.
Mein Gott ist Freiheit was schönes – herrlich – Arm die Milchgesichter, die nix anders g’lernt haben und sich zu gut sind, in den Dreck zu greifen.
lg sani (übrigens das kann ich auch ganz gut :-] ;-) O:) )
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#18   cum te   11:30:20 | Freitag, 29. Juni 2007
Zur Funktion des Bischofs
Hier deutet sich an, dass aus dem Schisma der SSPX allmählich eine vollendete Häresie heranreifen wird. Denn M. Fellay spottet regelmäßig über die „modernen“ Bischöfe (ohne selbst regulärer Bf. zu sein).
Wenn das so weitergeht wird man Nr. 39 von Sacramentum Caritatis doch noch so auslegen, dass Lefebvremessen ungültig sind, nicht nur „unerlaubt“, weil der SSPX-„Druide“ wider den Bischof feiert, was nur „una cum“ gefeiert werden kann: Die Römische Messe.
Vgl. Brief „Cum te“ von Papst Paul VI. an Msgr. Lefebvre vom 11.10.1976.
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#17   Alkuin   11:07:28 | Freitag, 29. Juni 2007
@Czibo Nieznany
Es ging eigentlich um ihren Beitrag: „Jetzt schon Freudenfeuer anzünden“.
Aber Sie kommen immer mit schwerem Geschütz und meist beleidigend wenn jemand Ihnen widerspricht. So sind sie halt.
Sie können mir auch vorwerfen was sie wollen, es macht es dennoch nicht wahr.
Sie haben mir immer noch nicht gesagt was Sie gegen weihrauch haben. o^/
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#16   Czibo Nieznany   10:54:29 | Freitag, 29. Juni 2007
Alkuin: Ignoranz?
Darf ich annehmen, dass Sie wegen angeblichen Zynismus’ meinen Artikel nicht gelesen haben? Darin habe ich dargelegt, wie ich denke, aber auch, dass ich im Prinzip nicht grundsätzlich gegen den alten Ritus bin, weil ich in ihm ministriert habe. Darf ich Ihnen im Gegenzug zu Ihrem Zynismus-Vorwurf jetzt Ignoranz vorwerfen, wenn ja, geben Sie mir bitte Bescheid, dann will ich es tun.
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#15   Alkuin   10:47:09 | Freitag, 29. Juni 2007
@Czibo Nieznany
Sie sind in ihre Zynismus manchmal nicht zu übertreffen! Aber irgendwie erfrischend.
In Bezug auf die Tridentinische Messe, gibt es nicht nur SV und FSSPX Extremisten. Es gibt auch Gläubige, wie ich es bin, welche die Fülle Hl. Messe im Alten Ritus feiern wollen ohne die NOM in irgendeine Art und Weise in Frage zu stellen.
Diese Wunsch nach dem MP ist keineswegs „ein kindisches Festahalten“, sondern das Verlangen nach eine wahre Alternative in der Glaubenspraxis.
Denken wir bitte an dem Rat des Gamaliel: „Und nun sage ich euch: Lasst ab von diesen Menschen und lasst sie gehen! Ist dies Vorhaben oder dies Werk von Menschen, so wird’s untergehen; ist es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten…“ (Apg 5,38f)
Apropos; ich weiß wirklich nicht was Sie gegen Wiehrauch haben, die Verwendung ist durchaus biblisch und Gottgefällig. So biblisch, dass selbst ein „Bibeltreuer“ Protestant es nicht verleugnen kann.
Z.B.: Vgl. Ex 30,34; Lev 2,1f.; 2,15f; 5;11; 6,15; 24,7; Mt2,11; Ofb 8,3;18,13.
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#14   Czibo Nieznany   10:21:16 | Freitag, 29. Juni 2007
Ritenerhaltungsverein?
Wenn die Kirchenleitung der Meinung ist, dass die bi-rituelle Kirche keinen Schaden nimmt, ist gegen die mögliche Erlaubnis des MP nichts einzuwenden, noch nicht einmal gegen den alten Ritus. Schließlich habe ich einige Jahr in dem Ritus ministiert… Ich habe nur bange Befürchtungen über die Geisteshaltung derer, die sich für den alten Ritus derart stark machen, für ihn Wortkaskaden entfachen und giftige verbale Feuerwerke abbrennen, ihn als Selbstzweck hochstilisieren, als wäre Kirche ein Ritenerhaltungsverein, in dem nur der alte Ritus gültig katholisch ist und daran gleichzeitig die Gültigkeit der Messe daran festmachen. Das ist eine solche geistige Verengung, die allein deshalb schon nicht als katholisch (=umfassend) anzusehen ist und auch nie sein wird. Dieses fast schon kindische Festhalten am alten Ritus hat mit Glauben nichts zu tun. Es ist blanke Rechthaberei im Mantel eine mehr als zu hinterfragenden religiös verbrämten Ästhetizismus.
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#13   iustus   10:07:42 | Freitag, 29. Juni 2007
Was steht drin?
wahrscheinlich dass unter bestimmten Bedingungen die Messe gemäß dem Ritus 1962 gefeiert werden kann.
Na, da würde ich nicht drauf wetten. Das ist ja heute schon so. Eher steht drin, dass sie ohne Bedingungen gefeiert werden kann, unter bestimmten Bediungungen (z.B. 30 Personen, die es verlangen) gefeiert werden muss. Wir werden sehen. Es bleibt wirklich spannend.
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#12   sani †   09:59:47 | Freitag, 29. Juni 2007
Stell dir vor …
… es gibt ein Motu Probrio (in dieser Woche schon das scheinbar das dritte) und keinen außer „den üblichen Verdächtigen – Zitat Casablanca“ interessierts – was wird drinnen stehen: wahrscheinlich dass unter bestimmten Bedingungen die Messe gemäß dem Ritus 1962 gefeiert werden kann – wahrscheinlich kaum im katholischen Alltag bemerkbar – und ich glaub auch nicht, dass jetzt in den Seminarien Messkurse in „Alter Messe“ abgehalten werden – es ist und bleibt ein Minderheitsprogramm – für wen????
Und ich weiß eins – mir werden deswegen keine grauen Haare wachsen – und mein Latein bleibt so grottenschlecht wie halt Latein, das nie verwendet wurde über zwanzig Jahre nur sein kann. Und sollte ich’s mal auffrischen dann nur wegen Catull :-$ :-$ :-$ und seine wunderbaren Gedichte ;-) ;-) ;-)
lg sani
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#11   iustus   09:29:18 | Freitag, 29. Juni 2007
Schulungen
werden hier vermittelt:
www.introibo.net/priester.htm
:-]
Surrectura ex ruina
Versus tabernaculum
Spiret Missa Tridentina
Ad firmandum populum.
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#10   Czibo Nieznany   09:27:35 | Freitag, 29. Juni 2007
r.ruhrgebietler
Es bereitet mir immer große Freude, wenn Sie sich so echauffieren können. Dann haben Sie doch wenigstens einen emotionalen Ausgleich für Ihren verlorenen Posten und müssen nicht völlig frustriert darben und von dannen gehen. Danken Sie kreuz. net, dass es hier diese spezielle Möglichkeit für Sie gibt. Es wäre doch stinklangweilig wenn alle Poster in das gleiche Horn wie Sie tröten würden. Dann könnten Sie sich nicht echauffieren und der Rest der Tage wäre Ihnen vergällt.
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#9   Benedikt   09:05:22 | Freitag, 29. Juni 2007
@ ruhrgebietler
Wie sollen also die Team- und Fillialleiter der V-II-Kleriker die ewig gültige hlg. Messliturgie zelebrieren, wenn es keinen Ausbilder gibt, der es ihnen zeigt (außer denen von FSSPX die bei den V-II-Klerikern ja sooo ungeliebt sind).
Warum sollte Lehmann das nicht können, er wurde schließlich im alten Ritus zum Priester geweiht. Frage ist, ob er will. Sie und andere werden das sicher alsbald zur Richtschnur machen. Viel Spaß dabei.
Im übrigen gibt es noch etliche Gemeinschaften außerhalb der FSSPX, die das lehren könnten. Und einen Liturgiker an einem Priesterseminar entsprechend mit der Schulung zu beauftragen dürfte auch kein allzugroßes Problem sein.
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#8   Freinsberg   08:44:16 | Freitag, 29. Juni 2007
Geheimnis…
ist derzeit der Inhalt des Motu proprios.
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#7   athanasius1957   08:10:30 | Freitag, 29. Juni 2007
Kleine Zeitung, Graz, Hochfest Peter und Paul: Die Heilige Messe soll wieder ein Geheimnis sein
Sogar die Kleine Zeitung in Graz bringt heute schon einen fast 2 seiten großen Artikel unter dem Titel Die Heilige Messe soll wieder ein Geheimnis sein www.kleinezeitung.at/…itik/394438/index.do über das Motu Proprio. Also dürfte es mehr als brisant sein.
Die Prophetie eines der mir wichtigsten Priester, er ist leider schon in den Siebzigern verstorben, Ende der Sechziger, Anfang Siebzig scheint sich nun zu erfüllen:
Er sagte damals zur Meßnerin, sie möge Missalia, Ritualia und Kanontafeln nicht entsorgen. In vierzig Jahren sei alles wieder beim Alten.
o^/
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#6   r.ruhrgebietler   08:01:57 | Freitag, 29. Juni 2007
@tchibo – sind sind ein Narr
zu mindest in Glaubensfragen stellen Sie die Inkompetenz in Reinkultur dar.
Es geht ausschließlich und alleine um die Ehrfurcht vor Gott! Um SEELENRETTUNG für den HIMMEL. Aber das scheint Ihnen egal zu sein. Ihre herätischen Äußerungen lassen einen anderen Schluß nicht zu.
HERR JESUS CHRISTUS,
SOHN DES VATERS,
SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER DIE ERDE.
LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN,
IN DEN HERZEN ALLER VÖLKER,
DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN,
VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG.
MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER,
DIE EINST MARIA WAR,
UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN.
AMEN.
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#5   Czibo Nieznany   07:57:27 | Freitag, 29. Juni 2007
Jetzt schon Freudenfeuer anzünden
Es ist spannend wie ein Krimi und die Regisseure der Altrituellen lassen keinen Gag aus, um die Spannung noch höher zu kitzeln. Jeden Tag eine Meldung zum ausstehenden Motu Proprio. So und nur so kann der Glaube an das Motu Proprio prächtig wachsen. Es wird bestimmt Chancen haben, eines Tages Bestandteil des Credo zu werden. Dann wird nicht mehr nur an die eine heilige… Kirche sondern besonders an deren lange Zeit ausgebliebenes MP geglaubt. Weil es das ja wohl wichtgste Schriftstück ist. Die Konzilsdokumente müssen vor Neid erblassen. Da lässt sich auf das Erste und Zweite Testament lässig hinwegsehen, weil das MP viel wichtiger ist, meinen die Altrituellen. Allein schon das peinlich genaue Aufzählen der Prälaten, die bei der geheimen Unterredung im Vatikan teilnehmen durften, macht richtig neugierig. Ach, wenn man doch nur wissen dürfte was drinnen steht, um schon jetzt Freudenfeuer anzuzünden, NOM-Anhänger zu verbrennen, dabei Te Deen zu schmettern und zentnerweise Weihrauch zu verbrennen, zum lieblichen Wohlgeruch. Mit Glauben muss das ganze Szenario nichts zu tun haben, sondern soll ausschließlich der gläubigen Verehrung des MP dienen.
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#4   r.ruhrgebietler   07:54:02 | Freitag, 29. Juni 2007
die Rolle des Bischofs in der „Disposition der Ordnung der Zelebrationen“ zentral sei.
Beim Treffen soll der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone gesagt haben, daß die Rolle des Bischofs in der „Disposition der Ordnung der Zelebrationen“ zentral sei.
Heißt das, daß Lehmann jetzt nur noch triedentinisch zelebriert? ^-^ nach Luther der größte Kirchenleugner im Gewand der hlg. röm. kath. Kirche. Sehr unwahrscheinlich – aber die Weg Jesu Christi sind verschlungen und nur für den, den es betrifft zu verstehen.
Wie sollen also die Team- und Fillialleiter der V-II-Kleriker die ewig gültige hlg. Messliturgie zelebrieren, wenn es keinen Ausbilder gibt, der es ihnen zeigt (außer denen von FSSPX die bei den V-II-Klerikern ja sooo ungeliebt sind). Es ist also ein Notstand beim Bodenpersonal Jesu Christi – Gott-sei-Dank, daß es FSSPX gibt.
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#3   Libertas Ecclesiae   07:11:03 | Freitag, 29. Juni 2007
Tatsächlich
Jetzt sehe ich es auch. Vorhin stand dieser Satz aber noch nicht da, ist wohl nachträglich reingestellt worden, oder ich war noch zu müde und hab’s überlesen … na ja, ist ja auch egal, jedenfalls war Kardinal Lehmann also dabei, bin mal gespannt, wie er das MP nächste Woche der deutschen Öffentlichkeit präsentieren wird.
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#2   Alkuin   07:04:27 | Freitag, 29. Juni 2007
wer lesen kann…
„Aus Deutschland erschien der Bischof von Mainz und Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann (71).“ :)3
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#1   Libertas Ecclesiae   06:31:17 | Freitag, 29. Juni 2007
Nur 13 Personen anwesend?
Aja … und wo ist Kardinal Lehmann abgeblieben?
An anderer Stelle hieß es doch, der sei auch dabei gewesen!?
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