Evangelische Freiheit
Wer zur Ehescheidung einer Landesbischöfin das Maul aufmacht, der wird zuerst unter Druck gesetzt und dann abgestraft.
(kreuz.net) Als Kirchensteuerzahler könne man dem eskalierenden Machtpoker an der Kirchenspitze nur fassungslos
zusehen.
Das erklärt Dr. Friedrich Erich Dobberahn (57) in einem Leserbrief, der am 27. Juni in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ publiziert wurde.
Dobberahn ist seit September 2005 Dozent für Altes Testament am evangelischen Missionsseminar Hermannsburg. Das Seminar gehört zum Missionswerk der evangelischen Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Schaumburg-Lippe.
In dem Leserbrief bezieht sich Dobberahn auf die Suspendierung eines Oberkirchenrates, der sich kritisch zur angekündigten Scheidung der evangelischen Landesbischöfin von Hamburg, Frau Margot Käßmann, geäußert hatte:
„Offenbar darf ein Oberkirchenrat, der in seiner Landeskirche immerhin für theologische Grundsatzfragen zuständig ist, zur Ehescheidung einer Bischöfin einer anderen Landeskirche keine persönliche Stellungnahme abgeben.“
Er werde zuerst unter massiven Druck gesetzt, damit er seine an der Bibel orientierte Kritik – sicherlich gegen seine eigene Überzeugung – zurücknehme: „Danach wird er sogar abgestraft, vom Amt suspendiert.“
Hier werde offensichtlich ein Exempel statuiert, „um weitere Kritiker an Frau Käßmann einzuschüchtern und mundtot zu machen.“
Mit demokratischen Spielregeln habe das nichts zu tun: „Nach dem Kirchentag zeigt sich die Kirche hier wieder von ihrer schlechtesten Seite.“
Das Entscheidende bestehe darin, daß Frau Käßmann nicht bloß Ehefrau und vierfache Mutter, sondern auch Bischöfin sei:
„Als Privatfrau kann sie sich durchaus ohne Kreditverlust für die angeschlagene Kirche scheiden lassen, aber als eine Bischöfin, welche die Scheidung einreicht, beschädigt sie die Vorbildfunktion und den hohen Symbolwert, den das Bischofsamt selbst in unserer säkularen Gesellschaft immer noch hat, nachhaltig.“
Damit sei gesellschaftlich ein weiterer kirchlicher Glaubwürdigkeitsverlust zu beklagen. Das habe auch der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der ‘Evangelischen Kirche Deutschlands’ in Hannover, Axel von Campenhausen, festgestellt.
„Die zu verneinende Frage lautet: Kann Frau Käßmann weiter an der Spitze all derer stehen, die 1. Kor. 13, 5.7 in Traupredigten glaubwürdig auszulegen versuchen: »Die Liebe sucht nicht das ihre. Sie läßt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie duldet alles«?“ – so Dobberahn:
„Wäre es da so schlimm gewesen, wenn Frau Käßmann, statt am Amt zu kleben, von selbst zurückgetreten wäre, um das hohe Ansehen ihres Amtes zu schützen?“
Entschieden protestiert Dobberahn „gegen die unerträgliche Okkupation der »Wahrhaftigkeit« durch Frau Käßmann, in welcher sie jetzt ihre Vorbildfunktion entdeckt“.
Alle jene, die versuchen, ihre in die Brüche gehende oder gegangene Ehe zu retten, können – so Dobberahn – nicht als „unwahrhaftig“ oder „scheinheilig“ gelten.
Außerdem werfe das Verhalten von Frau Käßmann ein „ganz schiefes Licht“ auf die Kirche, „wenn eine Bischöfin in der Öffentlichkeit extra verkünden muß, sie sei wahrhaftig.“
Das erinnere an den Ratschlag Domingos an König Philipp II. in Friedrichs Schillers „Don Karlos“, im Volk öffentlich verlautbaren zu lassen, die Königin sei tugendhaft.
Dies zu dekretieren heißt, Zweifel daran zu wecken.
Das erklärt Dr. Friedrich Erich Dobberahn (57) in einem Leserbrief, der am 27. Juni in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ publiziert wurde.
Dobberahn ist seit September 2005 Dozent für Altes Testament am evangelischen Missionsseminar Hermannsburg. Das Seminar gehört zum Missionswerk der evangelischen Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Schaumburg-Lippe.
In dem Leserbrief bezieht sich Dobberahn auf die Suspendierung eines Oberkirchenrates, der sich kritisch zur angekündigten Scheidung der evangelischen Landesbischöfin von Hamburg, Frau Margot Käßmann, geäußert hatte:
„Offenbar darf ein Oberkirchenrat, der in seiner Landeskirche immerhin für theologische Grundsatzfragen zuständig ist, zur Ehescheidung einer Bischöfin einer anderen Landeskirche keine persönliche Stellungnahme abgeben.“
Er werde zuerst unter massiven Druck gesetzt, damit er seine an der Bibel orientierte Kritik – sicherlich gegen seine eigene Überzeugung – zurücknehme: „Danach wird er sogar abgestraft, vom Amt suspendiert.“
Hier werde offensichtlich ein Exempel statuiert, „um weitere Kritiker an Frau Käßmann einzuschüchtern und mundtot zu machen.“
Mit demokratischen Spielregeln habe das nichts zu tun: „Nach dem Kirchentag zeigt sich die Kirche hier wieder von ihrer schlechtesten Seite.“
Das Entscheidende bestehe darin, daß Frau Käßmann nicht bloß Ehefrau und vierfache Mutter, sondern auch Bischöfin sei:
„Als Privatfrau kann sie sich durchaus ohne Kreditverlust für die angeschlagene Kirche scheiden lassen, aber als eine Bischöfin, welche die Scheidung einreicht, beschädigt sie die Vorbildfunktion und den hohen Symbolwert, den das Bischofsamt selbst in unserer säkularen Gesellschaft immer noch hat, nachhaltig.“
Damit sei gesellschaftlich ein weiterer kirchlicher Glaubwürdigkeitsverlust zu beklagen. Das habe auch der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der ‘Evangelischen Kirche Deutschlands’ in Hannover, Axel von Campenhausen, festgestellt.
„Die zu verneinende Frage lautet: Kann Frau Käßmann weiter an der Spitze all derer stehen, die 1. Kor. 13, 5.7 in Traupredigten glaubwürdig auszulegen versuchen: »Die Liebe sucht nicht das ihre. Sie läßt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie duldet alles«?“ – so Dobberahn:
„Wäre es da so schlimm gewesen, wenn Frau Käßmann, statt am Amt zu kleben, von selbst zurückgetreten wäre, um das hohe Ansehen ihres Amtes zu schützen?“
Entschieden protestiert Dobberahn „gegen die unerträgliche Okkupation der »Wahrhaftigkeit« durch Frau Käßmann, in welcher sie jetzt ihre Vorbildfunktion entdeckt“.
Alle jene, die versuchen, ihre in die Brüche gehende oder gegangene Ehe zu retten, können – so Dobberahn – nicht als „unwahrhaftig“ oder „scheinheilig“ gelten.
Außerdem werfe das Verhalten von Frau Käßmann ein „ganz schiefes Licht“ auf die Kirche, „wenn eine Bischöfin in der Öffentlichkeit extra verkünden muß, sie sei wahrhaftig.“
Das erinnere an den Ratschlag Domingos an König Philipp II. in Friedrichs Schillers „Don Karlos“, im Volk öffentlich verlautbaren zu lassen, die Königin sei tugendhaft.
Dies zu dekretieren heißt, Zweifel daran zu wecken.
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Dienstag, 4. September 2007 22:05
Bokrug †: Genau genommen…
…geschah sie durch die Römer und die aristokratische sadduzäische Priesterkaste der Stadt Jerusalem…sowie
die Grosskaufleute von Tyros…
Geschichte des Handels-Kapitals
http://www.vergessene-buecher.de
Wer hob denn die katholische Gemeinde- und Sozialordnung auf…Freimaurer und Calvinisten…
http://www.bilderberg.org
Geschichte des Handels-Kapitals
http://www.vergessene-buecher.de
Wer hob denn die katholische Gemeinde- und Sozialordnung auf…Freimaurer und Calvinisten…
http://www.bilderberg.org
Dienstag, 4. September 2007 22:02
Aleph: Geldwechsler
Wenn man nur Scheine hat, die nicht in den Opferkasten passen, ist es schlimm. Denn es heißt doch: der Groschen in dem Kasten klingt… Wer sollte dann aber die großen Scheine wechseln? Dann kann man doch gar nicht froh genug sein, Geldwechsler anzutreffen.
Dienstag, 4. September 2007 22:00
GerdEric: @Bokrug
Die Ausbeutung geschah durch die Römer, und in einer Weise durch die Herodianer.
Schauen Sie sich einfach die Geschichte der rkK an (Ablass usw.), dann wissen Sie, was Ausbeutung ist.
Schauen Sie sich einfach die Geschichte der rkK an (Ablass usw.), dann wissen Sie, was Ausbeutung ist.
Dienstag, 4. September 2007 21:53
Bokrug †: Geldwechsler aus dem Tempel treiben…!
Die katholische Kirche gewährt Gnade – die freimaurerischen Ritualhandlungen der liberalen Grosskaufleute
tun das nicht!
http://www.transparentonline.de/…at/TP61%20Tempel.pdf
Die saddizäische Priesterkaste der Stadt Jerusalem beutete das Volk wie des Kaufleute von Tyros aus…
http://www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm
Ebenso handeln die Freimaurer heute…
http://www.bilderberg.org
http://www.transparentonline.de/…at/TP61%20Tempel.pdf
Die saddizäische Priesterkaste der Stadt Jerusalem beutete das Volk wie des Kaufleute von Tyros aus…
http://www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm
Ebenso handeln die Freimaurer heute…
http://www.bilderberg.org
Dienstag, 4. September 2007 21:41
GerdEric: @Bokrug
Die Evangelisten erklären durch diese Verortung der prophetischen Aktion den Tempel zum eigentlichen
Herrschaftszentrum. Auch der Aufstand 64 n.u.Z. richtete sich nicht ausschließlich gegen die römische
Besatzungsmacht, sondern war gegen den Tempel als Ort der eigenen, korrupten Oberschicht gerichtet. Jesus
setzt mit seiner Kritik also im Mittelpunkt der Macht und Profitgier an, die sich der religiösen Suche
und Verunsicherung von Menschen stets bedient hat. Jesus stellt den Tempel als behaupteten Ort Gottes
in Frage und knüpft an die prophetische Tradition an: Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, gegen
die die Propheten Altisraels kämpften, zerschlagen. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist
nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel gebunden.
Sie trauen sich aber was,
oder haben Sie noch nicht gehört, dass auch Ihre römisch-katholische Kirche Steuern erhebt und sich Dienste bezahlen lässt?
Wenn Sie schreiben es wären die Evangelisten gewesen, die dies „verorten“, so unterstellen Sie denen, politisch geschrieben zu haben, und Jesus war doch nur ein Revolutionär, ein Rebell gegen die (schliesslich auch von der rkK Anerkennung der) Obrigkeit.
Sie untergraben hier eindeutig die Auffassung der rkK,
denn:
„Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, … zerschlagen. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel gebunden.“
Das sagen Sie mal den Katholiken!
Sie trauen sich aber was,
oder haben Sie noch nicht gehört, dass auch Ihre römisch-katholische Kirche Steuern erhebt und sich Dienste bezahlen lässt?
Wenn Sie schreiben es wären die Evangelisten gewesen, die dies „verorten“, so unterstellen Sie denen, politisch geschrieben zu haben, und Jesus war doch nur ein Revolutionär, ein Rebell gegen die (schliesslich auch von der rkK Anerkennung der) Obrigkeit.
Sie untergraben hier eindeutig die Auffassung der rkK,
denn:
„Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, … zerschlagen. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel gebunden.“
Das sagen Sie mal den Katholiken!
Dienstag, 4. September 2007 21:31
Bokrug †: Tempel-Steuer: Ausbeutung des Volkes…!
Damals wie heute…!
http://www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm
Die Evangelisten erklären durch diese Verortung der prophetischen Aktion den Tempel zum eigentlichen Herrschaftszentrum. Auch der Aufstand 64 n.u.Z. richtete sich nicht ausschließlich gegen die römische Besatzungsmacht, sondern war gegen den Tempel als Ort der eigenen, korrupten Oberschicht gerichtet. Jesus setzt mit seiner Kritik also im Mittelpunkt der Macht und Profitgier an, die sich der religiösen Suche und Verunsicherung von Menschen stets bedient hat. Jesus stellt den Tempel als behaupteten Ort Gottes in Frage und knüpft an die prophetische Tradition an: Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, gegen die die Propheten Altisraels kämpften, zerschlagen. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel gebunden.
http://www.transparentonline.de/…at/TP61%20Tempel.pdf
http://www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.abacuscity.ch/abashop?s=18&p=product…
http://www.bilderberg.org
http://www.fromthewilderness.com
http://www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm
Die Evangelisten erklären durch diese Verortung der prophetischen Aktion den Tempel zum eigentlichen Herrschaftszentrum. Auch der Aufstand 64 n.u.Z. richtete sich nicht ausschließlich gegen die römische Besatzungsmacht, sondern war gegen den Tempel als Ort der eigenen, korrupten Oberschicht gerichtet. Jesus setzt mit seiner Kritik also im Mittelpunkt der Macht und Profitgier an, die sich der religiösen Suche und Verunsicherung von Menschen stets bedient hat. Jesus stellt den Tempel als behaupteten Ort Gottes in Frage und knüpft an die prophetische Tradition an: Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, gegen die die Propheten Altisraels kämpften, zerschlagen. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel gebunden.
http://www.transparentonline.de/…at/TP61%20Tempel.pdf
http://www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.abacuscity.ch/abashop?s=18&p=product…
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