Wer zur Ehescheidung einer Landesbischöfin das Maul aufmacht, der wird zuerst unter Druck gesetzt und dann abgestraft.
Frau Margot Käßmann
(kreuz.net) Als Kirchensteuerzahler könne man dem eskalierenden Machtpoker an der Kirchenspitze nur fassungslos
zusehen.
Das erklärt Dr. Friedrich Erich Dobberahn (57) in einem Leserbrief, der am 27. Juni in der
‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ publiziert wurde.
Dobberahn ist seit September 2005 Dozent für Altes
Testament am evangelischen Missionsseminar Hermannsburg. Das Seminar gehört zum Missionswerk der evangelischen
Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Schaumburg-Lippe.
In dem Leserbrief bezieht sich Dobberahn auf
die Suspendierung eines Oberkirchenrates, der sich kritisch zur angekündigten Scheidung der evangelischen
Landesbischöfin von Hamburg, Frau Margot Käßmann, geäußert hatte:
„Offenbar darf ein Oberkirchenrat,
der in seiner Landeskirche immerhin für theologische Grundsatzfragen zuständig ist, zur Ehescheidung
einer Bischöfin einer anderen Landeskirche keine persönliche Stellungnahme abgeben.“
Er werde zuerst
unter massiven Druck gesetzt, damit er seine an der Bibel orientierte Kritik – sicherlich gegen seine
eigene Überzeugung – zurücknehme: „Danach wird er sogar abgestraft, vom Amt suspendiert.“
Hier werde
offensichtlich ein Exempel statuiert, „um weitere Kritiker an Frau Käßmann einzuschüchtern und mundtot
zu machen.“
Mit demokratischen Spielregeln habe das nichts zu tun: „Nach dem Kirchentag zeigt sich die
Kirche hier wieder von ihrer schlechtesten Seite.“
Das Entscheidende bestehe darin, daß
Frau Käßmann nicht bloß Ehefrau und vierfache Mutter, sondern auch Bischöfin sei:
„Als Privatfrau
kann sie sich durchaus ohne Kreditverlust für die angeschlagene Kirche scheiden lassen, aber als eine
Bischöfin, welche die Scheidung einreicht, beschädigt sie die Vorbildfunktion und den hohen Symbolwert,
den das Bischofsamt selbst in unserer säkularen Gesellschaft immer noch hat, nachhaltig.“
Damit sei
gesellschaftlich ein weiterer kirchlicher Glaubwürdigkeitsverlust zu beklagen. Das habe auch der Leiter
des Kirchenrechtlichen Instituts der ‘Evangelischen Kirche Deutschlands’ in Hannover, Axel von Campenhausen,
festgestellt.
„Die zu verneinende Frage lautet: Kann Frau Käßmann weiter an der Spitze all derer stehen,
die 1. Kor. 13, 5.7 in Traupredigten glaubwürdig auszulegen versuchen: »Die Liebe sucht nicht das ihre.
Sie läßt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie erträgt alles. Sie glaubt alles.
Sie hofft alles. Sie duldet alles«?“ – so Dobberahn:
„Wäre es da so schlimm gewesen, wenn Frau Käßmann,
statt am Amt zu kleben, von selbst zurückgetreten wäre, um das hohe Ansehen ihres Amtes zu schützen?“
Entschieden protestiert Dobberahn „gegen die unerträgliche Okkupation der »Wahrhaftigkeit« durch Frau
Käßmann, in welcher sie jetzt ihre Vorbildfunktion entdeckt“.
Alle jene, die versuchen, ihre in die
Brüche gehende oder gegangene Ehe zu retten, können – so Dobberahn – nicht als „unwahrhaftig“ oder „scheinheilig“
gelten.
Außerdem werfe das Verhalten von Frau Käßmann ein „ganz schiefes Licht“ auf die Kirche, „wenn
eine Bischöfin in der Öffentlichkeit extra verkünden muß, sie sei wahrhaftig.“
Das erinnere an den
Ratschlag Domingos an König Philipp II. in Friedrichs Schillers „Don Karlos“, im Volk öffentlich verlautbaren
zu lassen, die Königin sei tugendhaft.
Dies zu dekretieren heißt, Zweifel daran zu wecken.
Email-Adressen der Empfänger
80 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#80 Bokrug † 22:05:40 | Dienstag, 4. September 2007
Genau genommen… …geschah sie durch die Römer und die aristokratische sadduzäische Priesterkaste
der Stadt Jerusalem…sowie die Grosskaufleute von Tyros… Geschichte des Handels-Kapitals www.vergessene-buecher.de
Wer hob denn die katholische Gemeinde- und Sozialordnung auf…Freimaurer und Calvinisten… www.bilderberg.org
#79 Aleph † 22:02:52 | Dienstag, 4. September 2007
Geldwechsler Wenn man nur Scheine hat, die nicht in den Opferkasten passen, ist es schlimm. Denn es heißt
doch: der Groschen in dem Kasten klingt… Wer sollte dann aber die großen Scheine wechseln? Dann kann
man doch gar nicht froh genug sein, Geldwechsler anzutreffen.
#78 GerdEric 22:00:28 | Dienstag, 4. September 2007
@Bokrug Die Ausbeutung geschah durch die Römer, und in einer Weise durch die Herodianer. Schauen Sie
sich einfach die Geschichte der rkK an (Ablass usw.), dann wissen Sie, was Ausbeutung ist.
#76 GerdEric 21:41:55 | Dienstag, 4. September 2007
@Bokrug Die Evangelisten erklären durch diese Verortung der prophetischen Aktion den Tempel zum eigentlichen
Herrschaftszentrum. Auch der Aufstand 64 n.u.Z. richtete sich nicht ausschließlich gegen die römische
Besatzungsmacht, sondern war gegen den Tempel als Ort der eigenen, korrupten Oberschicht gerichtet. Jesus
setzt mit seiner Kritik also im Mittelpunkt der Macht und Profitgier an, die sich der religiösen Suche
und Verunsicherung von Menschen stets bedient hat. Jesus stellt den Tempel als behaupteten Ort Gottes
in Frage und knüpft an die prophetische Tradition an: Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, gegen
die die Propheten Altisraels kämpften, zerschlagen. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist
nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel gebunden. Sie trauen sich aber
was, oder haben Sie noch nicht gehört, dass auch Ihre römisch-katholische Kirche Steuern erhebt und
sich Dienste bezahlen lässt? Wenn Sie schreiben es wären die Evangelisten gewesen, die dies „verorten“,
so unterstellen Sie denen, politisch geschrieben zu haben, und Jesus war doch nur ein Revolutionär, ein
Rebell gegen die (schliesslich auch von der rkK Anerkennung der) Obrigkeit. Sie untergraben hier eindeutig
die Auffassung der rkK, denn: „Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, … zerschlagen. Das Wunder der
Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel
gebunden.“ Das sagen Sie mal den Katholiken!
#75 Bokrug † 21:31:12 | Dienstag, 4. September 2007
Tempel-Steuer: Ausbeutung des Volkes…! Damals wie heute…! www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm
Die Evangelisten erklären durch diese Verortung der prophetischen Aktion den Tempel zum eigentlichen
Herrschaftszentrum. Auch der Aufstand 64 n.u.Z. richtete sich nicht ausschließlich gegen die römische
Besatzungsmacht, sondern war gegen den Tempel als Ort der eigenen, korrupten Oberschicht gerichtet. Jesus
setzt mit seiner Kritik also im Mittelpunkt der Macht und Profitgier an, die sich der religiösen Suche
und Verunsicherung von Menschen stets bedient hat. Jesus stellt den Tempel als behaupteten Ort Gottes
in Frage und knüpft an die prophetische Tradition an: Mit Jesus wird die kultische Sicherheit, gegen
die die Propheten Altisraels kämpften, zerschlagen. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit Gottes ist
nicht an ein stabiles, rigides, kompliziertes System sakraler Gnadenmittel gebunden. www.transparentonline.de/…at/TP61%20Tempel.pdf www.transparentonline.de/Nr61/61_10.htm www.vergessene-buecher.de www.abacuscity.ch/abashop?s=18&p=product… www.bilderberg.org www.fromthewilderness.com
#71 GerdEric 00:35:46 | Dienstag, 4. September 2007
@Bokrug U.a. für die aristokratische sadduzäische Priesterkaste der Stadt Jerusalem bildete die Tempel-Steuer
die Machtbasis und Haupteinkommensquelle – die Christus mit seiner Vertreibung der Geldwechsler aus dem
Tempel direkt angriff! So zeigte eine Silbermünze ein Bild des Stadtgottes von Tyros – Melkart. Mit anderen
Worten, Sie kennen den Sinn der Geldwechsler auch nicht.
#69 Bokrug † 00:27:14 | Dienstag, 4. September 2007
Warum Christus mit Recht gegen Wucher predigte und einen trinitarischen Gott verkündigte…! U.a. für
die aristokratische sadduzäische Priesterkaste der Stadt Jerusalem bildete die Tempel-Steuer die Machtbasis
und Haupteinkommensquelle – die Christus mit seiner Vertreibung der Geldwechsler aus dem Tempel direkt
angriff! So zeigte eine Silbermünze ein Bild des Stadtgottes von Tyros – Melkart. www.politonline.ch/index.cfm?content=news&n…
Man muß bedenken, daß Christus, als er die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb, ein für
Rom äußerst profitables Geschäft angriff, nämlich die römische Steuer auf die Gaben der Juden für
den Tempel in Jerusalem. Deshalb war auch die Frage der römischen Münzen eine ständige Quelle des Konflikts,
insbesondere als Pilatus 29-30 n.Chr. erstmals die offiziellen Münzen des Kaisers einführte, und versuchte,
die besonderen jüdischen Münzen zu ersetzen. Im Konflikt zwischen Pilatus und den Juden schlachtete
Pilatus Josephus zufolge „viele Juden“. So töteten die Römer – unterstützt durch ihre Partei unter
den Juden, die vom Hohepriester Kaiphas angeführt wurde – auch Jesus Christus. Kaiphas wurde 18 n.Chr.
von Pilatus’ Vorgänger, dem römischen Prokurator Valerius Gratus, eingesetzt und 37 n.Chr. vom römischen
Legaten Vitellius abgesetzt. Pilatus manipulierte die Anhänger des Kaiphas geschickt, indem er an jüdische
Traditionen und die „öffentliche Meinung“ appellierte. Aber das Verbrechen, das man Jesus Christus vorwarf,
war Aufstand gegen Rom: „Wer sich zum König macht, der ist wider den Kaiser.“ (Johannes 19, 12) .
#68 GerdEric 00:03:47 | Dienstag, 4. September 2007
@Bokrug So, es reicht, entweder beschränken Sie sich mit Ihrem Thema auf einen Diskussionsstrang, oder
wir machen einfach Schluss. Ständig schreiben Sie in andere Stränge rein, das muss nicht sein.
Die aristokratische sadduzäische Priesterkaste der Stadt Jerusalem betrieb durch das Tempel-System. …ganz
klar Wucher… www.zeno.org/…ssenschaft+und+Jahwe www.vergessene-buecher.de So verhält es sich mit
der neutestamentlichen Sicht über den Heiligen Geist. Ist der Begriff „Geist“ im Alten Testament mehr
oder minder eine Umschreibung für Gott selbst – abgesehen von den Stellen über die SOIPHIA, die ebenfalls
klar personal u.a. als „Braut Gottes“ usw. beschrieben wird –., wird es im Neuen Testament deutlich, das
dem Geist Gottes eine Existenz zuzuschreiben ist, die sich vom Vater und Sohn klar unterscheidet. Das
heißt mit anderen Worten: der Geist steht in derselben Beziehung zu Gott wie Jesus selbst. Zu all dem
kommt noch hinzu, dass uns an einigen Stellen eine ausgeprägte Dreieinigkeitslehre formelhaft begegnet:
„Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ (Mt 28,19). „Die Gnade
Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“
(2Kor 13,13). Ähnlich der Apostel Paulus in 1Kor 8,6: „So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von
dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir
durch ihn.“ In Anlehnung an das Sch’ma bezieht Paulus die zwei Begriffe „Gott“ und „Herr“, die im alttestamentlichen
Kontext einen und denselben Bezug haben, nun jeweils auf den Vater und den Sohn.
@Bokrug (die das wucherische Tempel-System betrieb, bei dem Christus die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb)
Welchen Sinn machten denn die Geldwechsler? Musste man bei denen Steuern entrichten, etwa wie heute Kirchensteuer
(früher zahlte mand en Zehnten und viel Volk wurde in der Christenheit versklavt), oder Eintritt…?
Verkauften die Glaskreuze oder Holzkreuze in allen Preislagen? Und im Tempel waren die Geldwechsler…?
@GerdEric: @GerdEric: Ich bevorzuge die Einheitsübersetzung – inclusive der auch im Mittelalter empfohlenen
Apokryphen, ohne die die Bibel nicht vollständig gelesen werden kann. Denn im Neuen Testament (wie auch
im AT) wird beständig bezug auf Bücher genommen, die zu den Apokryphen zählen. Dies sprach Jesus zur
sadduzäischen Priesterkaste der Stadt Jerusalem (die das wucherische Tempel-System betrieb, bei dem Christus
die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb). Abrahamskinder und Teufelskinder Jesus: „Ich weiß wohl, daß
ihr Abrahams Kinder seid; aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet bei euch keinen Raum. Ich
rede, was ich von meinem Vater gesehen habe; und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sie antworteten
und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt,
so tätet ihr Abrahams Werke. Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit
gesagt hat, wie ich sie von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters.
Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren; wir haben EINEN Vater: Gott. Jesus sprach zu
ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm;
denn ich bin nicht von selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr denn meine Sprache
nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste
wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von …
Den frühen Christen waren die problematischen Qualitäten des AT bewußt aber sie hatten nicht das…
…Werkzeug um die soferim-pharisäische Bearbeitung rückgängig zu machen und den ursprünglichen palästinensischen
Text wiederherzustellen. Die Pharisäer, deren Lehren den Sieg unter den Juden davontrugen, übernahmen
das palästinensische Erbe genau wie König Macbeth Schottland übernahm. ( Die frühen Christen entschieden,
das AT weit beiseite zu legen (die Kirche verbot Laien es zu lesen) – aber nicht allzu weit. Sie verließen
sich auf den hl. Paulus und später den hl. Augustinus, daß es möglich sei das AT im christlichen Geiste
neu auszulegen. Besser wäre es die palästinensische Lesart des AT wiederherzustellen, aber angesichts
der Realität des ideologischen Ringens im historisch eben so entwickelten monotheistischen Judentum gegen
das Establishment der Pharisäer und deren Nachkommen, die Tannaim, wäre es nicht leicht zu vollbringen.
Der große russische Historiker Leon Gumilev) versicherte, daß das AT aus historischen Gründen als latenter
Teil des Christentums bestehen blieb: In dem Krieg der Ideologien zwischen der Orthodoxie und dem Gnostizismus
(vom ersten bis vierten Jh.) wurde das AT von den Kirchenvätern als nützliche Waffe gegen manche der
esoterischen gnostischen Ideen verwendet. Aber das scharfe Schwert des AT wollte nicht in seiner Scheide
schlafen. Die massive Einfuhr von Ideen des Alten Testamentes durch die Protestanten belebte das versunkene
jüdische Paradigma wieder . Die extremste Form dabei sind die Calvinisten (Kapitalisten) und Puritaner,
sowie Zeugen Jehovas.
@Leblhuber / kreuz&quer-ORF-Religionspropaganda Es reicht, mir kreuz&quer im ORF anzuschauen, wen ich
Ihren Standpunkt wissen wollte. Mir reicht die katholische Religion. Ich brauche keinen ORF, um über
die eigene Religion „informiert“ zu werden.
@Rudolfus: Das Neue Testament reicht für den Neuen Bund prinzipiell aus. Das Alte Testament ist im Neuen
Bund nur mehr ein Zusatz über die Geschichte Gottes mit dem Gottesvolk der Vergangenheit – damit man
aus der Geschichte lernt Da dürfte doch wohl eher Ihre reaktionäre Gesinnung die Feder führen, als
Ihre Kenntnis. Aber es passt zu Typen ihresgleichen, alles auszublenden, was Ihren Schlüssellochblick
auf Gott und die Welt stören könnte. Schauen Sie auf Matthäus. Er will Jesus als den Erben Abrahams
präsentieren, den im 1. Testament verheißenen Messias. Dazu benützt er die vielen Zitate aus dem 1.
Testament. Das „neue Gottesvolk“ stünde ohne Erbe da, wäre nicht das 1. Testament. Nehmen Sie es weg
und Jesus der Christus wird zum jüdischen Wanderprediger. Welchen Gott beten Sie dann an? Was bleibt
dann von der christlichen Ethik über? Ihre bisherigen Postings legen den Verdacht nahe, dass Sie weder
aus der Geschichte gelernt haben, noch in der biblischen oder historischen Theologie bewandert sind. Etwas
mehr Reflexion würde Ihnen sicher gut tun.
@GerdEric / Das Neue Testament Wie christlich jemand ist, der meint, er könne das AT verunglimpfen, wird
deutlich, wenn man das AT aus der Bibel entfernt, und die Zitate des AT aus dem NT streicht. Es bleiben
nur zwei Pappdeckel. Das Neue Testament reicht für den Neuen Bund prinzipiell aus. Das Alte Testament
ist im Neuen Bund nur mehr ein Zusatz über die Geschichte Gottes mit dem Gottesvolk der Vergangenheit –
damit man aus der Geschichte lernt.
@ Andere Sirilo: Moses hat die Offenbarungen für sein Volk bekommen, nicht für sich privat. Das stimmt
vollkommen. Wer das in Zweifel zieht, leugnet jede Grundlage auch des Christentums. Wie christlich jemand
ist, der meint, er könne das AT verunglimpfen, wird deutlich, wenn man das AT aus der Bibel entfernt,
und die Zitate des AT aus dem NT streicht. Es bleiben nur zwei Pappdeckel.
Landesbischöfin Margot Käßmanns neueste Bucherscheinung Im aktuellen A&M-Weltbild-Buchkatalog: „Mit
Herzen, Mund und Händen. Spiritualität im Alltag entdecken“ 160 Seiten. € 15,40 Frau Käßmann will
die „Schatztruhe unserer spirituellen Tradition öffnen“. Wer das Buch bei Weltbild kauft, unterstützt
die Deutsche Bischofskonferenz. Weltbild ist bekanntlich im DBK-Besitz. Zusätzlich im A&M-Weltbild-Angebot:
„Martin Luther: Der Große Katechismus“ Sonderpreis: € 9,95 Zweifellos zwei wichtige Bücher für jeden,
der sich für die evangelisch-lutherische Religion interessiert.
Liebe Margot Käsmann, aus Ihrer täglichen Erfahrung heraus, wissen Sie sehr gut was einer Ehe zuträglich
ist und die Ehe ruiniert. Wie viele Ehen werden aufrecht erhalten, weil es die Öffentlichkeit so erwartet?
Aber die Öffentlichkeit erwartet dass Sie und ihr Gatte lügen vor Gott. Sie sollen also lügen, weil
es die Masse so erwartet? „Das tut man nicht, da muss man sich beherrschen, ein Leben lang.“ Ist es nicht
toll, dass wir Menschen alles besser wissen, als Gott selbst? Mit höchstem Respekt grüßt Sie, der katholische
Horst Metzker!
@Sirilo – ach so? bei den Amsterdamer Botschaften wurden diese für hlg. röm. kath. Kirche gegeben! Und
die Forderungen der liebenden Gottesmutter wurden nicht erfüllt. Welche Frage bliebe also zu beantworten??
Da Sie des lesens mächtig zu sein scheinen, dürfen Sie sich auch privat informieren. Mehr als die entsprechenden
Hinweise geben kann keiner.
Privatoffenbarungen? Sind nicht eigentlich fast alle Offenbarungen privater Natur? Zum Beispiel hat Moses
seine Offenbarung ja auch allein bekommen, oder? War das auch eine irrelevante Privatoffenbarung?
@ruhrgebietler Von „Anbetung“ hatte ich gar nichts geschrieben. Wie kommen Sie darauf? Da es sich bei
den Amsterdamer „Erscheinungen“ um eine Privatoffenbarung handelt, sind sie völlig irrelevant. Sie wissen
sicher, daß kein Katholik verpflichtet ist, Privatoffenbarungen zu akzeptieren. Im übrigen ist es bezeichnend,
daß Sie auf meine Fragen (wie schon so oft) nicht geantwortet haben.
@Artois Nein, ich meinte einen Afrikaner. Sie müssen wissen, ich habe nicht nur Abitur, sondern auch
einen Hochschulabschluß einer deutschen Universität. Ich weiß, was ich schreibe und meine es auch so.
Im übrigen habe ich wegen Ihrer rassistischen Äußerung die Redaktion benachrichtigt. Das Wort „Neger“
mag vor 60-70 Jahren ja durchaus noch gesellschaftsfähig gewesen sein, so wie Sie es aber verwenden,
ist es wohl ziemlich abfällig gemeint. Ist S. Em. Francis Kardinal Arinze eigentlich auch ein „Neger“?
Sie sollten mal überdenken, ob Ihre Sprache dem Willen Christi entspricht!
Sirilo – Sie wissen schon was gemeint ist! Und Ihre Provokation wird hiermit nicht erwiedert. Lesen Sie
die Amsterdamer Botschaften! Das letzte marianische Dogma wird MARIA MITERLÖSERIN, MITTLERIN UND FÜRSPRECHERIN
sein! Auch wenn es Sie ärgert oder zu spitzfindigen Äußerungen reizt. Übrigens: die liebende Gottesmutter
war auch bei „letzten Abendmahl“ übrigens nicht dabei. Mit der Anbetung haben Sie es jedenfalls nicht
so recht. Und Heiligenverehrung ist Ihnen offensichtlich nicht bekannt. Denken Sie immer daran: Eine hlg.
röm.-kath. Kirche ohne Heilige ist wie kochen ohne Wasser.
@ Daniel Stöhr Ich gebe Ihnen in soweit recht, als daß eine gültig geschlossene Ehe auch zwischen Nichtchristen
unauflöslich ist. Allerdings darf doch ganz stark bezweifelt werden, daß die Ehe der Käßmanns jemals
gültig geschlossen wurde! Hatten beide Ehepartner den Willen zur im katholischen Sinne verstandenen Ehe?
Hatten beide bei der Eheschließung die Unauflöslichkeit im Blick? Bonum coniugum? Bonum proli? Ich glaube,
da beide Ehepartner protestantische Theologen sind, und schon Luther, der ja für aufrechte Protestanten
fast als der letzte Prophet gilt, die Sakramentalität der Ehe stark in Zweifel zog (um nicht zu sagen
abstritt), kann ruhigen Gewissens von einer nicht gültig geschlossenen Ehe ausgegangen werden. Die Beweislast
liegt bei Frau Käßman, allerdings bezweifle ich zwei Dinge: 1. daß Sie sich auf Internetseiten wie
„kreuz.net“ herumtreibt und diesen Thread liest, 2. daß sie ein Interesse daran hegt, die im katholischen
Sinne verstandene Gültigkeit ihrer Ehe nachzuweisen! Im übrigen: Die Trennung vom Ehepartner ist nicht
zwingend sündhaft, die Sündhaftigkeit hängt von den Umständen ab. Ein Beispiel: wenn der eine Ehepartner
wegen einer/eines Jüngeren/Schöneren/Reicheren den anderen verläßt, kann man dies dem anderen Ehepartner
nicht zum Vorwurf machen. Die Frage ist, wie dieser andere Ehepartner damit umgeht. Wiederverheiratung
ist bei einer zuvor gültig geschlossenen Ehe natürlich nicht möglich und das Konkubinat ist sowieso
verboten, ob innerhalb oder außerhalb einer Ehe.
@ruhrgebietler Sie schreiben: „Frauen haben während der Zelebration der hhlg. Messliturgie nichts im
Altarraum zu zu tun oder zu suchen.“ Wissen das auch die Patres von der FSSPX? Kürzlich hatten sie bei
der Messe ihrer Patrona-Bavariae-Demonstration in der Münchner Residenz eine große Statue einer Frau
(Jungfrau Maria) über dem Tabernakel stehen. Lautet die Regel etwa: „Eine Frau aus Fleisch und Blut darf
sich nicht im Altarraum aufhalten, die Statue einer Frau jedoch schon“? In diesem Zusammenhang noch eine
Frage: Dürfte die Muttergottes in einem Altarraum erscheinen oder nicht?
Frauen haben während der Zelebration der hhlg. Messliturgie nichts im Altarraum zu zu tun oder zu suchen.
Was ist also eine Bischöfin?? Eine satanische Groteske, die Jesus Christus versucht nachzuäffen. Jesus
hat keine Frauen berufen. Und Luther hat sich ganz klar vom Papsttum losgesagt, dagegen gestellt. Er geht
daher den Weg Satans: ego non servant! Es ist eine Schande, daß die Redaktion überhaupt einen solchen
Artikel bringt! Offenheit sollte nicht verwechselt werden mit der Unterstützung eines Irrglaubens! Egal
ob islamismus oder protestantismus (die ja bedeutend näher an Jesus Christus sind als die völlig irrgläubigen!)
@ Stöhr Ich habs geahnt: Die Taufe MUSS nichtmal von einem Priester durchgeführt werden: Die Taufe wird
in der Regel von einem Geistlichen durchgeführt, im Notfall kann (und muss) jeder Laie eine gültige
Taufe spenden (Nottaufe); nach römisch-katholischem und evangelisch-lutherischem Verständnis kann die
Nottaufe sogar durch einen Nichtchristen gespendet werden. quelle de.wikipedia.org/wiki/Taufe
Amtliche Meldung der Kirchenpolizei und des bischöflichen Geheimdienstes seiner Majestät Msg.Levebvr
Frau Käßmann wird heiliggesprochen. Ähnlich Jeanne d Arc malte sie einen Oberlippenbart auf und schlich
sich in die FSSPX ein um als Piuspriester den alten Ritus zu erlernen damit danach der Protestantismus
von innen zersetzt werden kann. Leider wurde ihre Tarnung aber von ihrem Gatten – einem Logenbruder –
verraten der sich promt von ihr trennte und somit ihren Ruf in protestantischen Kreisen unterminierte.
gezeichnet: Josef Matula (Bereichsleiter)
Intention u. Taufe: Die übliche Formel bei den Theologen lautet, dass derjenige „das tun will, was die
Kirche tut“. Wenn man die Formel aber nicht ganz leer laufen lassen will, dann kann man es wohl nicht
für ausreichend halten, dass der Spender einfach den „Vers“ aufsagt und Wasser über den Kopf gießt.
Wenn die „Theologen“ und „Priester“ in der „Konzislkirche“ aber nicht mehr wissen, welche Wirkungen die
Taufe hat und was sie da eigentlich machen, dann wird das zweifelhaft.
@Stöhr Im Übrigen halte ich persönlich auch die Taufen in der V2-Sekte für zweifelhaft Ich halte eher
Ihre Ansichten für zweifelhaft. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie sich Leute wie
Sie selbst katholisch nennen können, wo Sie doch nicht nur den Papst nicht anerkennen, sondern jetzt
sogar eine voll gültige kath. Taufe in Zweifel ziehen wollen. Ich empfehle Ihnen die Zeugen Jehovas.
Die kritisieren auch alles und jeden und halten sich selbst für was Besseres, weil nur sie wissen, wie’s
geht. Ich glaube bei den Zeugen würden Sie sich wohl fühlen.
Letzte Meldung! Wie kreuz.net aus wie immer sogenannter zuverlässiger Quelle erfahren hat, hat Frau Käßmann
von jeher im sogenannten Alten Ritus zelebriert! Von jetzt an hat auf dieser page hier also jegliche Kritik
an der sogenannten Bischöfin zu unterbleiben!!!!
@KurtK.: Das ist Blödsinn. Das hat mit dem westfälischen Frieden oder irgendwelchen Verhandlungen nichts
zu tun. Im Übrigen halte ich persönlich auch die Taufen in der V2-Sekte für zweifelhaft, weil dazu
die Intention vorliegen muss.
Kleine geschichte Nun, ganz Unrecht hat Herr Stöhr nicht. Tatsächlich ist die Taufe allgemeingültig.
Ja, das ist so. Das hört sich aber doch ganz anders an, als das, was Stöhr von sich gibt: auch ein Protestant
untersteht der Jurisdiktion der kath. Kirche, weil er durch die Taufe als Kind in Mitglied in der röm-kat.
Kirche geworden ist. Letzteres ist in etwa so zu deuten: „Gut, machen wir halt Frieden (nämlich den westfälischen).
Aber trotzdem! Wir sind die einzigen, die Taufen DÜRFEN. Zwar ist eure Taufe auch gültig vor Gott, aber
trotzdem habt ihr nicht das Recht dazu das zu tun. Wir haben das Monopol! Und das bleibt so.“ *mit dem
Fuss aufstampf* Wahrscheinlich haben dann die Verhandler der kath. Kirche wie Kinder so lange die Luft
angehalten, bis die Evangelen gesagt ham: „Na gut, dann schreibts halt so auf. Hat ja eh keine Auswirkungen.“
@ litterae sunt divitiae Sicher – im Fall der Konversion genügt eine vorhergegangene trinitarische Taufformel.
Das kann sogar die Mormonentaufe gewesen sein – nur wird das eben erst bei der Konversion relevant. Soweit
ich informiert bin, beansprucht die katholische Kirche auch keine Jurisdiktion über anderweitig trinitarisch
Getaufte (außer wenn man „katholische Kirche“ mit den Anhängern von Herrn Lingen gleichsetzt… dort
mag man das anders sehen).
@santo domingo Nun, ganz Unrecht hat Herr Stöhr nicht. Tatsächlich ist die Taufe allgemeingültig. Wenn
z.B. ein Katholik zur ev. Kirche konvertiert, wird dort seine Taufe anerkannt und im umgekehrten Falle
gilt die Taufe in der ev. Kirche auch bei den Katholiken. Aber ich bezweifle, dass es Frau Käßmann oder
irgendeinen anderen Protestanten kratzt, ob er der Jurisdiktion der kath. Kirche unterstellt ist. Die
kath. Kirche hat jedenfalls de facto keinen Einfluss auf die Belange der ev. Kirche.
Puhh…der „Sinn“: Was soll ich denn in meinem verrückten, kurzen Erdenleben für eine Vorstellung davon
haben, was das Leiden in der Ewigkeit für einen „Sinn“ haben wird ? Das Christentum ist jedenfalls die
Religion des Kreuzes. Und Jesus meint, dass der, der sein Leben gewinnen will, es verlieren wird -und
der, der es verliert, gewinnen wird.
@ Daniel Stöhr Na eben! soweit derjenige, der tauft, die Intention hat, das zu tun, was die Kirche tut.
…und bei einer evangelischen Taufe ist üblicherweise nicht die Intention der katholischen Kirche vorhanden,
oder täusche ich mich da? Zumal wenn Sie die evangelische Kirche, wie Sie vor kurzem haben durchblicken
lassen, für häretisch halten.
Oje! Zu Hülf! Dann bin ich illegal aber wahrscheinlich gültig (wer kann schon ins Herz eines Menschen
sehen?) getauft! Und unterliege der Rechtsprechung der kath. Kirche. Sowas! Dumm nur für die Kirche,
dass die nix mehr zu sagen hat, wa?
@santo domingo: Nein! Taufe ist Taufe, das hatten wir hier vor kurzem schon mal. ERLAUBT ist die Spendung
der Taufe nur in der kath. Kirche, gültig ist sie aber trotzdem auch außerhalb, soweit derjenige, der
tauft, die Intention hat, das zu tun, was die Kirche tut.
@ Kurt K. …wird man bereit sein, eine unter Umständen auch schwierige Ehe als Opfer zu verstehen, das
man auf sich nimmt und durchsteht bis zum Schluss. Worin liegt der Wert des Opfers? Ich habe jetzt nicht
die Zeit, mich hierüber sehr lange zu ergießen. Nur so viel: Der Wert des Opfers liegt darin, dass der
Mensch sich selbst erkennt, seine Fehlbarkeit, seine Verletzlichkeit, seine Begrenztheit. Ein Mensch,
der unfähig zum Opfer ist, wird hochmütig, lasterhaft, verdorben: er ist des geistigen Todes, selbst
wenn er oder sie das nicht merken sollte. Ein Mensch, der bereit ist zum Opfer, kann geistig wachsen,
selbst wenn die äußerlichen Verhältnisse ganz und gar verloren scheinen. Dies gilt auch im Hinblick
auf die Ehe, die nur für sich selbst oder „das Glück“ des Partners steht, sondern besondere Funktionen
zu erfüllen hat. Im konkreten Fall geht es, um dies nochmals zu betonen, um das Bischofsamt, was die
Angelegenheit besonders prekär macht.
@ Stöhr / Rechtsprechung Jeder, der „gültig“ (was auch immer das bedeuten mag) getauft ist, untersteht
der Rechtsprechung der katholischen Kirche – hoppla, also auch ich. Sowas – das wusste ich noch gar nicht.
Da muss ich doch direkt mal unsren Priester um die Ecke mal fragen. Nebenbei: Im Paradies – da wars halt
paradiesisch. Und Adam hätte sich ja auch gar nicht scheiden lassen können, denn er war ja gar nicht
verheiratet. Eva war eben nur die einzige Frau dort. Da wirds irgendwie schwierig, Ehe zu brechen – mangels
anderer Partner. Auch fallen die alltäglichen Streitigkeiten weg (wer bringt den Müll raus? Wieso lässt
du immer die Zahnpasta offen? Dein Auto-Hobby geht mir auf die Nerven! Du schaust immer anderen Frauen
nach!), wenn man keine Sorgen hat. Und als Abschluss: Können Sie denn einen Sinn erkennen im Leiden aller
Beteiligten bis zum „Schluss“ also dem Tod?
Objektiv und der Ehrlichkeit halber muß sich Frau Käßmann eingestehen dass die Zeichen der Zeit bereits
merkliche Spuren auf ihrem früher sicher sehr hübschen Antlitz hinterlassen, man betrachte nur die Krähenfüßchen
um den Mundwinkel. Auch kann ich ihren Gatten nachvollziehen, denn wenn schon evangelich dann auch voll
ausnützen und sich ein jüngeres Baujahr zulegen
@ Daniel Stöhr Wie bitte? Zudem ist Käsmann mglw. gültig getauft und untersteht damit formell der Jurisdiktion
der kath. Kirche. Dafür müßte sie aber katholisch getauft sein!
Nochmals: auch ein Protestant untersteht der Jurisdiktion der kath. Kirche, weil er durch die Taufe als
Kind in Mitglied in der röm-kat. Kirche geworden ist. Wenn er sich vom Leib der Kirche später durch
Häresie getrennt hat, ändert sich in dieser Hinsicht nichts. Oder warum glauben Sie denn, dass die Kirche
die Häretiker -z.B. einen Jan Hus- verurteilt hat ? Weil sie über diese Leute eine Jurisdiktion beansprucht.
Schon gemerkt? Frau Käßmann ist evangelisch! Wieso will man sie hier dann mit katholischen Maßstäben
messen? In der ev. Kirche ist die Ehe kein Sakrament. Und wäre Frau Käßmann katholisch, wäre sie auch
sicherlich keine Bischöfin, sondern irgendeine Gemeindereferentin im tiefsten Sauerland – nein, pardon,
kleine Korrektur! Seit ihrer Scheidung wäre sie arbeitslose Gemeindereferentin im Sauerland.
Nach katholischer Lehre, ist auch eine Ehe zwischen Nichtchristen unauflöslich, weil die Ehe schon im
Paradies eingesetzt wurde und als unauflöslich von Gott von Anfang an gewollt war. Zudem ist Käsmann
mglw. gültig getauft und untersteht damit formell der Jurisdiktion der kath. Kirche.
Kurt K., was wollen Sie eigentlich ? Sie sind nach eigenem Bekenntnis kein Katholik, da ist es total logisch,
dass niemand erwarten würde, dass Sie mit der kath. Morallehre übereinstimmen oder sie einhalten wollen.
Gleiches gilt für die „Homosexuellen“, die hier posten. Was soll das ganze also ? Wenn man Katholik ist,
aktzeptiert man vorbehaltlos das Urteil der Kirche (in diesem Falle: Unauflöslichkeit der Ehe).
Scheidungen die III. wird man bereit sein, eine unter Umständen auch schwierige Ehe als Opfer zu verstehen,
das man auf sich nimmt und durchsteht bis zum Schluss. Wozu? Ist beiderseitiges Leiden denn für irgendwas
gut? Opfer wofür? Dass andere sehen, dass eine Ehe ewig besteht, egal wie beschissen es den Menschen
dabei geht? Is doch kein guter Wert an sich, das Leiden. Vor allem dann nicht, wenns keinen Sinn macht.
Beide Partner unglücklich, die Kinder auch, denn die merken das ja. Früher wurde das ganz einfach durch
Ableben des Partners gelöst, oder, wenn die Ehepartner Adelig waren, durch eine Sondergenehmigung des
Papstes. Ersteres geht heute kaum noch. Glücklicherweise. Zweites aufgrund des fehlenden Adels nicht
mehr. Auch gut so.
Ehe III „Denn wir sind Glieder seines Leibes. Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner
Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies Geheimnis ist groß; ich deute es auf Christus
und die Gemeinde.“ (Eph. 5,30-32) Die Ehe entspricht dem Verhältnis Christi zu seiner Kirche. Dieses
Verhältnis ist eine Treueverhältnis, das die Kirche nicht einfach lösen kann. Jesus selbst sagt, dass
der Mensch eine (gültige) Ehe nicht trennen darf. Wenn man dies anerkennt und nicht verdrängt, wird
man bereit sein, eine unter Umständen auch schwierige Ehe als Opfer zu verstehen, das man auf sich nimmt
und durchsteht bis zum Schluss. Darin liegt eine Wahrhaftigkeit, die sich unmittelbar am Wort Gottes orientiert.
Diese Wahrhaftigkeit fördert man als Bischof und Vorbild im Glauben am besten dadurch, dass man sich
entsprechend verhält.
@Christian Hüller >Es ist aber interessant, sich zu vergegenwärtigen, welche >Folgen die Verweltlichung
der Kirche für deren moral. >Glaubwürdigkeit besitzt … Die Kirche akzeptiert eine Trennung der Ehepartner,
wenn die eheliche Lebensgemeinschaft aus wichtigem Grund nicht aufrecht zu erhalten ist. Darin ist die
Kirche klar und nie leichtfertig. Die Ehe als solche wird dadurch nicht aufgelöst oder gar einer anderen
Beurteilung unterzogen. Mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Die Haltung der Kirche in dieser
Frage ist sehr klar. Als Katholik maße ich mir dagegen nicht an, mich in die Belange einer anderen (kirchlichen)
Gemeinschaft einzumischen. Schließlich verbitte ich mir Einmischung in katholische Fragen von evangelischer
Seite entschieden. Wie die lutherische Gemeinschaft mit der „Scheidung“ ihrer leitenden Angestellten Margot
Käßmann umgeht, ist einzig und allein deren Sache. Persönlich haben Frau Käßmann und ihre Familie
mein tiefes Mitgefühl in dieser schweren Situation.
Scheidungen die II. Also gut – das ist also ein Zeichen für Sündhaftigkeit. Schön. Und? Schliesslich
hat die gute Bischöfin ja nicht behauptet, Sündenfrei zu sein. Und da sich ihre Schäfchen scheiden
lassen dürfen, „wenns nicht mehr geht“, dann sollte auch sie das dürfen, ohne von anderen an den Karren
gefahren zu bekommen. Wahrscheinlich hat sie sich diesen Schritt auch gut überlegt. Schliesslich lässt
sich kaum kemand „einfach so“ scheiden, sondern man denkt gut über diesen Schritt nach. bei einer Bischöfin
darf man sicher davon ausgehen, dass sie das nicht „aus jux und dollerei“ macht, alleine wegen der Reaktionen
der Öffentlichkeit (also z.B. wegen Ihnen!) diesen Schritt genau überdacht hat. Besser ein Ende mit
Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Sehen Sie das nicht ebenso?
@ Kurt K. Das Scheitern einer Ehe ist Ausdruck der Sündhaftigkeit des Menschen. Das ist gemeinsame kath.
und evang. Überzeugung; im Hinblick auf eine gescheiterte Ehe muss man und frau also nicht die eigene
„Wahrhaftigkeit“ hervorkehren.
Vorbildlich agieren die Kreuz.net’ler erst recht nicht Hat jemand hier schon mal ganz grob was gehört,
von Johannes, 8? „7Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: bWer
unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. 8Und er bückte sich wieder und schrieb
auf die Erde. 9Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst;
und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. 10Jesus aber richtete sich auf und fragte
sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? 11Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach:
So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und csündige hinfort nicht mehr.“ Offenbar nicht, denn begeistert
wird ja immer wieder auf andere eingedroschen und sich das Maul zerfetzt. Der Artikel ist ohnehin ein
Witz und strotzt vor Fehlern – beispielsweise ist Margot Käßmann natürlich NICHT Landesbischöfin von
Hamburg (das ist Maria Jepsen), sondern von Hannover. Aber in dem Eifer Andersgläubige mit Dreck zu bewerfen,
kommt es wohl auf Fakten nicht mehr an. Ich stelle fest, daß auch ein Satz wie: „Du sollst nicht falsch
Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ Hier offenbar unbekannt ist.
@ Simon Es ist aber interessant, sich zu vergegenwärtigen, welche Folgen die Verweltlichung der Kirche
für deren moral. Glaubwürdigkeit besitzt: Wenn in Zukunft eine evangel. Christ seinen Ehepartner in
die Wüste schickt, kann er immer -besten Gewissens- auf Frau Käßmann als moral. Vorbild verweisen,
frei nach dem Motto: „Was wollen Sie denn, Herr Pastor? Ich bin wahrhaftig, es war nicht mehr auszuhalten…“
Persönliche Wahrhaftigkeit ist sicher eine Grundtugend; aber jeder hat eben seine eigene…; es ist eine
Grundtendenz des Menschen, sich immer im Recht zu sehen. Fazit: Ein weiterer Schritt zum ethisch-moralischen
anything goes.
wieso interessiert sich ein „katholisches“ Nachrichtenportal (katholisch bezweifele ich deshalb in Gänsefüßchen)
für eine Frau, die einer anderen Religionsgemeinschaft angehört? Wollte Frau Käßmann konvertieren
und im Bistum Hildesheim Gemeindereferentin werden, so wäre es Sache des Offizialats, sich um ihre „Eheprobleme“
zu kümmern. In der gegenwärtigen Konstellation geht es uns nichts an. Immerhin haben sich auch Katholiken
(zu recht!) mokiert, als sich Frau Käsmann in katholische Fragen eingemischt hat.
Unrealistisches Wunschdenken Wer in der Kirche Verantwortung trägt, muss so tun, als sei bei ihm alles
in Ordnung! Von ihm wird erwartet, dass er Probleme unter den Teppich kehrt, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen
und zu einer Lösung zu finden, wie Bischöfin Käßmann es ehrlicherweise gemacht hat. Wer in der Kirche
Verantwortung trägt, muss sich vom normalen Kirchenvolk unterscheiden und einige Zentimeter über dem
Erdboden schweben! – Wann lernen wir es endlich, solch unrealistisches Wunschdenken abzulegen?!
@ Bongartz Ist Ihnen die Gnade der Wiedergeburt zuteil geworden ? Das müssen doch wirklich nette Leute
sein in der Redaktion. Haben Sie sich denn auch ordentlich bedankt ?
@Unschuld (kurze, letzte Bemerkung zum Thema) „Ehebruch“ meint eine außereheliche Beziehung. Wie auch
hier zu lesen war, hatte das Ehepaar Käßmann sich nix mehr zu sagen. „Ehebeenderin“ wäre also treffender,
als „Ehebrecherin“, denn eine Affäre parallel zur Ehe ist wohl bislang nicht bekannt, oder?
Hoppla: SOMMERLOCH? Dieser Leserbrief, der hier als Artikel verkleidet wiederkehrt, hat inhaltlich nicht
viel mehr zu bieten, als die vorangegangenen Artikel zum gleichen Thema. Ist Käßmann so’ne Art Beschäftigungstherapie?
Bitte etwas mehr Abwechslung! Vielleicht noch mal etwas über die NPD oder das Holocaust-Mahnmal?!