Ein ausgetretener Katholik ist mit Frau und Kindern in den Schoß der Kirche heimgekehrt – und wurde jetzt mit der Priesterweihe belohnt.
Plakatmotiv der Bekleidungsfirma Benetton auf Kosten des Zölibats
(kreuz.net, Wien) Am 15. Juni weihte der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn den früheren
protestantischen Pastor Gerhard Höberth (47) zum Priester.
Hw. Höberth ist seit 25 verheiratet und
Vater von vier Kindern.
Seit Papst Pius XII. († 1958) gibt es in der Kirche die Möglichkeit, daß konvertierte
Amtsträger aus protestantischen Denominationen bei einer Konversion zur Kirche zu Priestern geweiht und
dabei eine bestehende Ehe weiterführen können.
Deshalb dispensierte Papst Benedikt XVI. auch Hw. Höberth
vom Zölibat.
Interessanterweise war Hw. Höberth nicht immer Protestant. Das berichtete die antikirchliche
österreichische Tageszeitung ‘Der Standard’ heute Samstag.
Der Neupriester wurde nach seiner Geburt
im Jahr 1960 in Wien katholisch getauft. Mit 18 Jahren trat er aus der Kirche aus: „Ich bin aber nicht
katholisch aufgewachsen und auch nicht religiös erzogen worden“ – erklärt der Neupriester vor dem ‘Standard’.
Luthers Auslegung des 7. Kapitels des 1. Korintherbriefs: eine Streitschrift gegen den Zölibat
Nach seinem Abfall von der Kirche engagierte sich Hw. Höberth in einem protestantischen Bibelkreis.
Er studiert in Wien evangelische Theologie und lernte seine Frau kennen.
15 Jahre lang fühlte sich Hw.
Höberth bei den Protestanten heimisch.
Nach unentschiedenen Jahren kehrte er vor zweieinhalb Jahren
gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden jüngeren Kinder in den Schoß der Mutter Kirche zurück.
Die Konversion von der Konversion ist ihm nicht leicht gefallen. Letztlich habe er aber gemerkt, daß
er sich in Bezug auf das Verständnis der Sakramente „eher im Katholischen“ zuhause fühle.
Der Pressesprecher
der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, findet Austritt, Übertritt und Rücktritt „nicht ungewöhnlich“:
„Es hat schon Heilige gegeben, bei denen das so war.“
Solche Weihen würden „ganz besonders“ genau geprüft
werden.
Für Leitenberger ist es völlig absurd, daß Hw. Höberth einen Weg aufzeigt, wie man den Zölibat
elegant umgehen könnte.
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37 Lesermeinungen
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@Sozialkatholisch 1.Mose 5. 21-24 Henoch war 65 Jahre alt und zeugte Metuschelach. Und Henoch wandelte
mit G’TT. Und nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, lebte er 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter,
dass sein ganzes Alter ward 365 Jahre. Und weil er mit G’TT wandelte, nahm ihn G’TT hinweg, und er ward
nicht mehr gesehen.
Liebes Pünktchen! Mit Ihnen zu diskutieren macht Freude. Sie belehren ungemein originell. Leider ist
meine Mittagspause vorbei und ich werde auf das Vergnügen wieder von Ihnen zu lesen bis zum Abend warten
müssen. Dank Ihnen macht meine Glaubensfestigkeit immense Fortschritte. Also dann, bis später!
Leblhuber Nur weil ein Kirchenvater im 5. Jahrhundert gegen Häresien kämpft, müssen wir nicht dessen
Sprüche zu unserem heutigen Glaubensinhalt küren. Von einem „Müssen“ kann in der Tat keine Rede sein.
Es zwingt Sie ja niemand, „katholisch“ zu sein! Aber wenn Sie es sein wollen, kommen Sie an dem von Vincetius
definierten Begriffsgehalt nicht herum! 1. Hat der Kirchenvater ausgedrückt, was das Selbstständnis
von „katholisch“ zu seiner Zeit bereits war. Er hat dies nicht beliebig erfunden. 2. Ist dieses Verständnis
Teil des von der Kirche in ihren eigenen Definitionen festgehaltenen Glaubensgutes. 3. Abgrenzungen gegen
Häresien sind so alt wie die Kirche selbst. Früher erfolgte Abgrenzungen haben Gültigkeit bis heute.
„Katholisch“ steht eben für ein „Allgemeines“ in zeitlich/räumlicher Hinsicht, dies aber in großer
inhaltlicher Bestimmtheit, nicht im Sinne einer Beliebigkeit (= „kleinster gemeinsamer Nenner“).
#34 Protestant 12:13:40 | Donnerstag, 5. Juli 2007
@leblhuber Sie sprechen mir aus der Seele!Sie haben mit dieser Einschätzung vollkommen Recht, dies ist
auch genau meine Erfahrung im Umgang mi den Menschen! Ein jeder Mensch beurteilt viele Dinge aus seiner
Zeit heraus und aus seiner Gesellschaft!Beurteilungen aus vergangenen Jahrhunderten halten daher heutzutage
nicht immer stand, zumal dann, wenn man sich nicht sicher sein kann, wie irgendetwas ausgelegt werden
kann! Das einzige, was zeitlos bleibt, ist Jesus Christus! Und selbst dieser wurde immer wieder von vielen
Menschen für deren Zwecke missbraucht-inclusive Päpsten und Kardinälen!
@Pünktchen: Nur weil ein Kirchenvater im 5. Jahrhundert gegen Häresien kämpft, müssen wir nicht dessen
Sprüche zu unserem heutigen Glaubensinhalt küren. Die Tradition der Auslegung ist leider im Katholizismus
wichtiger geworden, als die Schrift selbst und die Auseinandersetzung mit ihr. Für Menschen des 21. Jhdts
ist es unzumutbar, glauben zu sollen, dass nur das, was überall, was immer und was von allen geglaubt
worden ist, katholisch sei. Das ist es ja gerade, was viele der Kirche entfremdet. Nur solche Traditionalisten
wie Sie sind unfähig, das zu erkennen.
@ GerdEric Ein Sohn G’TTES ist, wer SEIN WORT, die Gebote, die Gesetze, erfüllt, und nicht sagt, „die
hat vor 2000 Jahren einer erfüllt, nun brauchen wir das nicht mehr, ausser die Schwulen Wer außer Jesus
Christus konnte die Gebote Gottes denn bis ins kleinste erfüllen? Kennen sie noch einen außer Jesus
Christus der es geschafft hat kein Gebot zu übertreten und seine Sündlosigkeit sogar offen bekundet
hat? Das Geheimnis in der Erlösung durch Jesus Christus besteht nicht im halten der Gesetzesbuchstaben,
es besteht auch nicht unbeding in der Haltung der Gebote des fleischgewordenen Herzens, der christlichen
Gewissensfreiheit. Es besteht im Aufrichtigem Versuch und Willen Gottes Gebote zu halten und den Versuch
nach Sünde aufzustehen und umzukehren. Katholisch sein ist kein nur Zustand, katholisch sein ist auch
ein Reifeprozess. Ein Freund von mir sagt immer:“ Man kann gar nicht katholisch sein, man kann nur immer
katholischer werden!“ Wie soll den ein Mensch reifen wenn er noch nicht einmal versucht sich aus seinem
sündhaften Verhalten zu befreien. Wahre Reife und Befreiung kann es m.E. sowieso nur in der christlichen
Reue Buße und Vergebung geben und deren Vollendung nur in der röm/kath Kirche.
@Sozialkatholisch Oder auf den römischen Hauptmann der unter dem Kreuz sagte :„Wahrlich das war Gottes
Sohn!“ und damit mit der erste Heidenchrist war. Eben, war! Ein Sohn G’TTES ist, wer SEIN WORT, die Gebote,
die Gesetze, erfüllt, und nicht sagt, „die hat vor 2000 Jahren einer erfüllt, nun brauchen wir das nicht
mehr, ausser die Schwulen“
Sozikatholik – wie ich Dich bis jetzt kenne wunderts mich dass du nicht: „Wahrlich das war Gottes Sohn“
uminterpretierst in: „Wahrscheinlich war das Gottes Sohn“
Der Begriff des „Katholischen“ hatte immer schon einen abgrenzenden Sinn gegen die häretischen und nicht-katholischen
Gemeinschaften, die sich ebenfalls als christlich verstehen. Von Vincentius von Lerinum stammt die berühmte
Formel, daß „katholisch“ sei: quod ubique, quod semper, quod ab omnibus creditum est. Dem kann nur entsprechen,
wer seine persönlichen Überzeugungen an einem Maßstab ausrichtet, der von einem zeit- und raumübergreifend
identischen organisatorischen Corpus („Kirche“) vorgegeben ist! Diese korporative Identität wird in den
Konzilien, in der hierchischen Struktur und seiner Spitze, dem Papsttum, konkret wahrgenommen und „katholisch“
ist, wer in diesen Corpus eingefügt ist und seine (Glaubens-)Identität bejaht.
@protestant Das „römisch“ ist tatsächlich erheblich wichtiger, als es viele evangelische Katholiken
wahrhaben wollen. Es ist von providentieller Bedeutung, daß das römische Lehramt stets in der Wahrheit
geblieben ist und es ist unleugbar, daß das kirchliche Charisma der Unfehlbarkeit in engstem Zusammenhang
mit diesem römischen Lehramt steht. Es kann kein Zufall sein, daß noch jede Gemeinschaft, die von Rom
„abgefallen“ ist, wiederum in einen Zerfallsprozeß überging, während Rom eben immer katholisch geblieben
ist!
@methodist und horst metzker Genauso ist es! Katholisch ist nicht gleich römisch-katholisch!Da gebe ich
dem methodistischem Mitchristen Recht!Es wäre auch in der Tat für mich nicht das Problem,im Glaubensbekenntniss
zu beten „die heilige, katholische Kirche“, wenn nicht die römisch-katholische Kirche damt exakt ihre
eigene Kirche-und nur diese-meinen würde! Katholisch heißt doch letztendlich „allgemein“-und wir alle
sind Kirche! Denn hat Jesus Christus nicht gesagt“Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da
bin ich mitten unter ihnen“ Das gilt für römisch-katholische Christen genauso, wie für Methodisten,
Lutheraner,Altkatholiken,Anglikaner und Orthodoxe!
Sehr geehrter Methodist, Danke für Ihre Ehrlichkeit! Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist katholisch
mehr als die römische Kirche. Ich sehe es so: … die den Willen des Vaters tun. Von einem Parteibuch
oder Vereinssatzungen ist nicht die Rede. Es grüßt Sie ein r/k Christ mit, gelobt sei Jesus Christus,…Amen.
@Typ/fsspx Die FSSPX können Sie wohl nicht meinen. Diese ist von einem protestantischen Biblizismus ja
Lichtjahre entfernt und vertritt diesbezüglich überhaupt keine Sonderlehren. (Oft habe ich den Eindruck
sie kennt die Bibel gar nicht.) Auch irgendwelche Schwerpunkte hat fsspx nicht gesetzt, – leider möchte
ich fast meinen. Wenn Sie irgend eine Ahnung von Luthern hätten, würden Sie den wohl nicht im kühnsten
Trauem mit FSSPX vergleichen.
merkwürdig alle christlichen „sekten“ bzw. absplitterungen vom katholischen glauben behaupten stets nur
auf das wort gottes allein zu pochen. wenn man dann aber mal genauer hinschaut, hat es mit dem „wort gottes
allein“ auch nicht allzuviel auf sich. weil sekten nicht alleine durch kirchenkritik eine abspaltung rechtfertigen
können, schaffen sie zusätzlich künstliche unterschiede und schwerpunkte zu ihrer eigenen rechtfertigung.
wie sehr hat alleine luther das kind mit dem (dreckigen) bade ausgeschüttet! auch die sekten gefallen
si8ch ganz gut in ihren bequemen positionen und strotzen meist nur so vor lauter liberalität. es gibt
immer mehr schlaftablettenreligionen, die gleichzeitig das gegenteil von sich behaupten. religionen der
clubsessel. eines haben alle gemeinsam: die abtreibungen jesu christi, die gleichgültigkeit gegenüber
falscher aufklärung und pornografie haben sie alle gemeinsam. also wäre ja doch eine ökumene auf dieser
grundlage denkbar!! wir sind ein geistig verlaustes volk der erlösten.
Wenn ich dazu mal was dagen dürfte. Ich bin auch ein solcher Pfarrer. Mit dem Unterschied, dass ich sehr
gerne Geistlicher der Evangelisch-methodistischen Kirche bin (der weltweit grössten protestantischen
Denomination). Ich bin mit 19 vor meinem Studium aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten und
in die evangelischen eingetreten, nachdem ich die römisch-katholische Auffassung vom Amt nachhaltig nicht
mehr teilen konnte. Ich tat dies nach reiflicher Überlegung aus 2 Gründen: 1. Auch Resepekt vor der
Römisch-Katholischen Kirche, die einen Anspruch darauf hat, dass ihre Gläubigen die kirchliche Lehre
befolgen und im Glauben annehmen. 2. Aus dem Wunsch heraus, meinen Glauben leben zu können, ohne ständig
herumnörgeln zu müssen. Ich bin gerne evangelisch und habe die Konversion bisher nicht bereut. Geworden
bin ich im übrigen – vielleicht fühl ich mich deshalb auf dieser Seite auch wohl – ein sehr glaubenstreuer
Methodist, der die Lehre seiner Kirche und der Bibel ernst zu nehmen versucht und gegen zeitgeistiges
Tralala verteidigt. Ich ärgere mich nicht mehr über das harsche Wort von der Apostasie. Ich kann damit
gut leben, das die römisch-katholische Seite meinen als Glaubensabfall wertet. Von meiner Überzeugung
her hab ich nur die römische Kirche verlassen, nicht die katholische. Katholisch sind meiner protestantischen
Überzeugung nach alle Kirchen, die den Herrn Jesus Christus als Herrn anerkennen und die Sakramente feiern.
Zumindest ich bleibe gerne evangeliscer Pfarrer. Solus Christus! Methodist
rudolfus Eine gute Begebenheit, und auch völlig richtig. Man muß ihn allerdings zweimal durchlesen,
um die Pointe zu verstehen. Daran erkennt man wie degeneriert das Christentum mittlerweile ist. Freut
mich aber, dass Sie den Beitrag zweimal gelesen haben…!
Rudolfus: Ein jiddischer Witz Bei Katholiken ist dann die Karriereleiter für katholische Priester zuende,
leider. Aber dafür gibt es einen schönen jiddischen Witz zum Ausgleich: Ein christlicher Nach zum Juden:
„Mein Sohn hat soeben die Aufnahmeprüfung zum Gymnasium bestanden.“ Jude: „Was braucht a Mensch Gymnasium?“
Christ:“ Er kann Priester werden und sogar Bischof oder Kardinal“. Jude : „Pah“. Christ: „Sogar Papst
kann er werden… ich verstehe dich nicht, was du willst, soll er etwa Gott werden können?“ Jude: „Warum
nicht? Ist auch schon geworden aner von insere Lajt! Aus Salcia Landmann: „Der jüdische Witz“, Walter
Verlag, Olten
@Sozialkatholisch / Funktionen für verheiratete Geistliche Im Diözesenordinariat könnten sie schon
eingesetzt werden und auch vom Papst mit Ehrentiteln bedacht werden. Allein das Bischofsamt ist für Verheiratete
auszuschließen.
@Romulus / Ernsthafte Gefährdung des Seelenheiles & deshalb unrealistisch Ihre Auflistung und Vorgehensweise,
wenn ein Katholik unbedingt plant, verheirateter Priester zu werden, ist natürlich theoretisch möglich –
allerdings eine äußerst langwierige Sache: Und wer das bewußt macht, der gefährdet sein Seelenheil
schwer – denn keiner garantiert, daß man vorher nicht von Gott vors persönliche Gericht im Jenseits
zitiert wird, weil niemand mit Gott rechten kann (wie die Hl. Schrift an vielen Stellen lehrt). Wer lieber
sein ewiges Seelenheil gefährdet, nur um ein solches Ziel zu erreichen, der kann den katholischen Glauben
gar nicht kennen: Wer jedenfalls um die ewige Hölle weiß, der spielt ein solches Spiel nicht. Aus diesem
Grund kann ihr Szenario nicht als real für einen wirklich gläubigen Katholiken gelten. Den katholischen
Glauben bewußt zu leugnen, das ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, die die Sünde der Verstocktheit
und der nichtgewollten Umkehr ist!
Apostasie Dieser Mann ist ein Apostat. Er war vom katholischen Glauben abgefallen. Das unterscheidet ihn
von einem Konvertiten, der von Geburt an protestantisch ist, evangelischer Pastor wird, verheiratet ist
und dann konvertiert. Ihm kann man bei der Konversion die Priesterweihe „anbieten“ unter Dispens vom Zölibat.
Apostasie ist ein Weihehindernis. Man stelle sich die Konsequenzen vor: An alle, die Priester werden wollen
und gleichzeitig verheiratet sein wollen: 1) Austritt aus der kath. Kirche 2) Eintritt in die ev. Kirche
3) Studium der evang. Theologie 4) Ordination in d. ev. Kirche 5) Heirat und Kinderkriegen 6) Nach ca.
14 Jahren, mit dem Kindermachen sollte man dann fertig sein, Konversion in die kath. Kirche 7) Priesterweihe
8) Kein Einsatz in der Pfarrseelsorge, sondern gemütlich in der Kategorialseelsorge 9) Gemütliche Abende
mit der Familie zu hause. 10) Garantie, dass es so läuft, gibt es natürlich keine. Ein Schelm, der schlecht
darüber denkt. Das Amt schaufelt sich sein eigenes Grab.
@ C. Hüller Ist die „Vergötzung der Sexualität“ in der westlichen Welt nicht eine Reaktion auf die
Verteufelung der Sexualität durch die katholische Kirche?
Priesterweihe von (re-)konvertierten protestantischen Pfarrern & die Dispensentscheidung Pius’ XII. Die
meisten Konvertiten, die die Wahrheit der hl. römisch-katholischen Kirche erkannt haben, gelten ja bekanntlich
fester im Glauben als die in die katholische Kirche Hineingeborenen. Dies wird auch für konvertierte
Pfarrer gelten. Im Hinblick auf die Praxis und auf die Kirchengesetze vieler Kirchen des östlichen Kirchenteiles
der hl. Kirche Christi, so ist die Entscheidung über die Priesterweihe verheirateter ex-protestantischer
Pfarrer und Pastoren, die konvertieren, die der Gottesdiener Papst Pius XII. (1939-1958) getroffen hat,
eine wegweisende Entscheidung auch für die lateinische Westkirche. Daß in diese Dispens auch ursprünglich
katholische Gläubige, die als protestantischer Pastor wieder katholisch werden, eingeschlossen werden,
stellt für einen Papst, der über dem Kirchenrecht steht, kein Problem dar. Man sollte viele protestantische
Pastoren über diese Möglichkeit informieren – schließlich hat die katholische Kirche wenig Priesternachwuchs,
und es ist nur zu wünschen, daß wir viele Neugeweihte bekommen. Daß diese bereits verheiratet sind,
das wird keinen stören. Vielleicht könnten ÖBK, DBK und auch andere Katholiken Werbeaussendungen an
protestantische Theologen versenden!
Statement Summa summarum ist das ín Ordnung. Ist jemand nicht sehr katholisch sozialisiert worden, ist
die Wahrscheinlichkeit solcher „Pilgerschaften“ eben einfach höher. Wir sollten uns nicht daran reiben,
dass der Zölibat für den Geweihten nicht verpflichtend ist, sondern diesen als Geschenk begreifen lernen,
das der Geweihte hier aufgrund seiner besonderen Situation nicht in Anspruch nehmen kann. Ich weiß aber
durchaus, dass der Zölibat von vielen nicht als Geschenk begriffen wird, sondern als fast unerträgliches
Opfer. Das ist schade. Diese Einschätzung hängt u. a. mit der Vergötzung der Sexualität zusammen,
die im westlichen Kulturkreis vielfach gegeben ist. Auf der anderen Seite ist der Zölibat sicher auch
keine unumstößliche Einrichtung. Eine Lockerung kann aber auf keinen Fall überstürzt erfolgen, sondern
bedarf einer tiefen theologischen Reflexion über Sinn und Wesen des Priestertums.
Durchaus ein denkbarer Weg Natürlich wendet sich diese Praxis gegen die kirchlichen Prinzipien. Aber
ein denkbarer Weg ist Austritt, Übertritt, Neueintritt trotzdem, umständlich vielleicht, führt aber
zum Ziel und sieht gar nicht einmal so unkorrekt aus. Es wird ihn bestimmt noch häufiger geben, wenn
die Zahl der Priesteramtskandidaten noch mehr schrumpft.
@ Dorothea Ich glaube mich zu erinnern, daß dieser Fall kirchenrechtlich verboten ist. Glaube ich auch.
Aber selbstverständlich kann der Papst Dispens erteilen, was er in diesem Fall offenbar getan hat. Es
ist also „eigentlich“ verboten, in diesem Fall aber wurde das Verbot offenkundig aufgehoben.
Die glatte Lösung für Zölibat und Ehe Das ist doch die glatte Lösung, der Umweg von Austritt, Übertritt
und Neueintritt. Dadurch wird die Würde der Zölibatsverpflichtung nicht angetastet und wird durch die
Lehre von der Unauflöslichkeit der Ehegleichzeitig ad absurdum geführt. Die Entwicklung ist in jeder
Hinsicht zu begrüßen, ohne dass die heilige Kirche Schaden zu nehmen gezwungen wäre.