13:23:48 | Samstag, 30. Juni 2007
Benedikt XVI.
Die chinesischen Katholiken zählen in ihren Reihen unzählige Märtyrer. Werden ihre Leiden jetzt – indirekt – verhöhnt? Der Vatikan will Einheit mit dem Feind.

(kreuz.net, Vatikan) Der Vatikan hat heute den
lange erwarteten Brief Papst Benedikt XVI. an die chinesischen
Katholiken veröffentlicht.
Der Brief wurde vom Papst bereits am Pfingstsonntag unterzeichnet.
Er ist
an die Bischöfe, die Priester, die Personen des gottgeweihten Lebens und an die gläubigen Laien der
Kirche in der Volksrepublik adressiert.
Der Brief wendet sich an die angeblich „gespaltene katholische
Gemeinde in China“.
Diese Formulierung dürfte bedeuten, daß der Papst seine Zeilen an die Untergrundkirche
und an die vom kommunistischen Regime eingesetzte Gegenkirche ‘Patriotische Vereinigung’ richtet.
Benedikt
XVI. „möchte mit diesem Brief einige Orientierungspunkte in bezug auf das Leben der Kirche und das Werk
der Evangelisierung in China geben“.
Zwei TeileDas Schreiben besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil
schreibt der Heilige Vater über die aktuelle Situation sowie über theologische Aspekte. Im zweiten Teil
geht er auf das pastorale Leben in China ein.

Der hl. Missionar Freinademetz liebte China: „Ich will auch im Himmel ein Chinese sein“.
Der Heilige Vater wünscht, daß der Dialog zwischen der
Kirche und dem chinesisch kommunistischen Regime voranschreite. Er richtet an alle einen innigen Aufruf
zur Einheit und zur Versöhnung.
So soll eine Übereinkunft über die
Ernennung der Bischöfe gefunden
werden.
Der Heilige Vater gibt auch Weisungen zur Anerkennung von Geistlichen der Untergrundgemeinschaft
durch die Regierung.
Dem Papst ist bewußt, daß die Verbesserungen der Beziehungen „nicht von heute
auf morgen“ möglich sind.
Dieser Weg werde vom Beispiel und vom Gebet vieler Glaubenszeugen getragen,
die gelitten und vergeben hätten, während sie ihr Leben für die Zukunft der Kirche in China hingaben.
In China werde die Verkündigung Christi in dem Maß möglich sein, „in dem ihr in Treue zum Evangelium
und in Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Apostels Petrus und mit der universalen Kirche die Zeichen
der Liebe und der Einheit zu verwirklichen wißt“ – schreibt der Papst.
Ferner unterstreicht er, daß
die Kirche in China die staatlichen Strukturen nicht ändern wolle. Sie beschränke sich darauf, Christus,
den Retter der Welt zu verkünden.
Deshalb sei die Verbindung der chinesischen „Landeskirche“ – so die
Übersetzung des vatikanischen Pressesaales – mit der Universalkirche wichtig.
Aufhebung von Sondererlaubnissen
In seinem Brief hebt der Papst alle Befugnisse der nach wie vor verfolgten Untergrundkirche – ältere
und neuere – auf. Damit ist die Kirche in China vollständig dem Kirchenrecht verpflichtet.
Diese Maßnahme
trifft die Kirche im Untergrund. Vielleicht geht es hier um mögliche Sondervollmachten bei der Konsekration
von Bischöfen.
Der Heilige Vater begründet diesen Schritt mit den veränderten Umständen der allgemeinen
Lage der Kirche in China und den größeren Kommunikationsmöglichkeiten.
Falls nötig, müßten sich
die Katholiken an den Heiligen Stuhl wenden.
Warnung in den Wind geschlagenPapst Pius XII. warnte in
seiner Enzyklika über die kommunistische Gegenkirche „Ad Sinarum Gentem“ im Oktober 1954 ausdrücklich
vor der chinesischen Staatskirche.
Das chinesische Regime versuche, unter den Katholiken Chinas eine
nationale Kirche aufzubauen, die nicht länger katholisch ist, erklärte Pius XII. vor mehr als fünfzig
Jahren.
Die ‘Patriotische Vereinigung’ sei die Verneinung der Universalität oder besser der Katholizität,
durch welche die von Jesus Christus gestiftete Gemeinschaft über allen Nationen steht und sie alle umfaßt.
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#10
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Benedikt 13:07:12 | Montag, 2. Juli 2007
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Rudolfus 15:29:03 | Samstag, 30. Juni 2007
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Rudolfus 14:43:43 | Samstag, 30. Juni 2007
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ottaviani 14:25:16 | Samstag, 30. Juni 2007
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Rudolfus 14:04:33 | Samstag, 30. Juni 2007
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ottaviani 13:52:07 | Samstag, 30. Juni 2007