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Das Weltjugendtagskreuz im Andachtsraum des Deutschen Bundestages + Brütet Kardinal Ratzinger gegenwärtig über eine Ausnahmeregelung fürs Kondom? + Spanien: Kampf für den Religionsunterricht + Psychoterror gegen Priester + Studien- oder Schwangerschaftsabbruch + Papst im Kino
Das Weltjugendtagskreuz im Andachtsraum des Deutschen Bundestages

Deutschland. Am kommenden Montag wird das Weltjugendtagskreuz, das seit Jahren durch die Welt zieht, an den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse (SPD), übergeben. Der Anlaß findet im Berliner Reichstagsgebäude statt. Grund für die Übergabe ist der bevorstehende XX. Weltjugendtag. Das Weltjugendtagskreuz wird gemeinsam mit einer Muttergottesikone (Bild) bis zum 27. Januar im Andachtsraum des Deutschen Bundestages aufgestellt sein. Vor der Übergabe des Kreuzes, das Papst Johannes Paul II. den Jugendlichen der Welt gewidmet hat, wird es in einer Prozession durch die Bundeshauptstadt getragen. Dr. Franz-Josef Bode (53), Bischof des Bistums Osnabruck und Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, begleitet die Feierlichkeiten.

Brütet Kardinal Ratzinger gegenwärtig über eine Ausnahmeregelung fürs Kondom?

Vatikan. Nach Angaben von „katholisch.de“ prüft die Glaubenskongregation unter dem Vorsitz von Joseph Kardinal Ratzinger (77) derzeit offenbar die Frage, ob Kondome innerhalb der Ehe zur Verhütung von AIDS eingesetzt werden dürften. Es würden auch internationale Experten beigezogen. Bisher gebe es – so „katholisch.de“ – in dieser Frage keine Klarheit. „katholisch.de“ ist ein Medienorgan der deutschen Bischofskonferenz. Als Quelle für die Meldung werden „Vatikankreise“ und „Vatikanische Quellen“ ohne nähere Bestimmung angegeben. Ein römischer Moraltheologe hatte schon am Donnerstag bekräftigt, daß es Krankheiten gebe, die den ehelichen Akt unmöglich machten. Zu diesen zähle auch AIDS. Zuvor hatte Kardinal Lozano, der vatikanische Verantwortliche für die Krankenpastoral behauptet, daß es innerhalb der Ehe gestattet sei, Kondome zu verwenden, wenn ein Ehepartner an AIDS leide.

Spanien: Kampf für den Religionsunterricht

Spanien. Vergangenen Donnerstag endete eine breit organisierte Unterschriftenaktion des katholischen Elternverbands Spaniens zugunsten des staatlichen Religionsunterrichts. Über drei Millionen Spanier unterschrieben gegen antikirchliche Maßnahmen des sozialistischen Ministerpräsidenten. Dieser kündigte Anfang November an, Prüfungen und Benotung im Religionsunterricht an staatlichen Schulen abschaffen zu wollen. Der Elternverband will vermeiden, daß das Unterrichtsfach Religion auf diese Weise abgewertet und schließlich ganz aus dem Unterrichtsplan gestrichen werde. Spanien hat mehr als 40 Millionen Einwohner. 94% sind römisch-katholisch.

Psychoterror gegen Priester

Österreich. Nach Berichten verschiedener Nachrichtenagenturen, soll eine 39-jährige Wienerin einen Priester derart terrorisiert haben, daß dieser an Depressionen, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen leidet. Durch nächtlichen Telefonterror, Störungsaktionen während der heiligen Messe und Beschimpfungen soll die Frau dem Geistlichen seine Gesundheit geraubt haben. Ein Prozeß gegen die 39-Jährige ist derzeit nicht möglich, da die Angeklagte psychisch nicht zurechnungsfähig ist.

Studien- oder Schwangerschaftsabbruch

China. Gestern verkündete ein Vertreter des chinesischen Bildungsministeriums, daß man schwangeren Müttern in Zukunft den Studienplatz nicht mehr streichen wolle. Nach einem 50 Jahre alten Gesetz dürfen Studenten weder heiraten noch Kinder bekommen. Bisher mußten sich schwangere Studentinnen entscheiden, die Schwangerschaft oder das Studium abzubrechen. Nach dem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur ‘Xinhua’ sei die Revision des Gesetzes bereits abgeschlossen. Wann mit der Gesetzesänderung zu rechnen sei, steht aber noch in den Sternen.

Papst im Kino

Vatikan. Gestern wurde nach Angaben einer italienischen Nachrichtenagentur das neue vatikanische Kino eröffnet. Die Anlage ist auf dem allerneusten Stand der Technik und besitzt eine überdimensionale Leinwand. Die Sitze sind burgunderrot. Zur Eröffnung, bei der einige Filme präsentiert wurden, fand sich auch der über 90-jährige italienische Regisseur Michelangelo Antonioni ein. Der Präsident des päpstlichen Rates für die soziale Kommunikation, Erzbischof John P. Foley (69), erinnerte daran, daß vor fünfzig Jahren die päpstliche Kommission für Didaktik und religiöses Kino gegründet worden sei. Diese Kommission eröffnete dem Vatikan die Welt der laufenden Bilder. Damals wurde eine Kapelle in ein Filmstudio umgebaut. Der neue Kinosaal ist Andrzej Maria Cardinal Deskur (80), dem ehemaligen Präsidenten des Rates für die soziale Kommunikation, gewidmet. Kardinal Deskur ist polnischer Herkunft und wohnt seit Jahrzehnten im Vatikan. Seit über 25 Jahren ist er wegen eines Schlaganfalles an den Rollstuhl gefesselt.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Dolfus   18:22:52 | Sonntag, 23. Januar 2005
Freiwild
Die post-christliche Gesellschaft macht den Priester, den gläubigen Katholiken sowie die gesamte katholische Religion zum Freiwild.
Traurig, das mitansehen zu müssen. West-Europa – angeführt vom Brüsseler Syndikat, wie ein glaubenstreuer Priester die „EU“ bezeichnete, und völlig zu recht – besteht aus masonisch-sozialistischen Staaten.
Wären die Katholiken nicht so zerstritten und durch Apostaten beherrscht, könnten wir ihnen die Stirne bieten.
Es gäbe unzählige Punkte, an denen wir klar erkennen müßten, wer die Zügel des Staatswesens in der Hand hat. Ein katholischer Kanzler ist es jedenfalls nicht.
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#1   Niclaas   12:28:03 | Samstag, 22. Januar 2005
Psychoterror gegen Priester
Eine Freundin meinerseits hat diesen Fall von Anfang an mitverfolgt. Kürzlich erzählte sie mir, daß in einer Verhandlung vor Gericht diese durchgedrehte Wienerin in übelster Weise getobt und geschimpft hätte. Der Richter bekam dabei auch seinen Teil ab. Dennoch hatte dieser es unterlassen, das völlig unakzeptable Verhalten der Frau durch eine Abführung zu beenden.
Der betroffene Priester ist ein wirklich frommer und unbescholtener Mann, über dem aus dem Nichts heraus dieser Konflikt mit einer durchgeknallten Psychopathin hereingebrochen ist.
Er ist in seiner Arbeit davon schwerstens behindert und erfährt keinen effektiven Schutz durch die Exekutive, obwohl die Sachlage eindeutig und wiederholt belegt ist. Als Lösung böte sich wohl nur noch ein Wegsperren an, da die kriminell-krankhafte Energie und Hartnäckigkeit dieser Frau erheblich ist. Dennoch hatte dieser Richter nicht einmal bei der Verhandlung das offensichtlich notwendige angeordnet! Und dabei wird ein gewissenhafter Mensch kaputt gemacht. Man mag ja nicht jedesmal sofort die Freimaurer am Werk sehen, doch bei diesem Richter fährt es einem schon mal in den Sinn …
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