09:58:01 | Montag, 2. Juli 2007
Egoistische Freiheit + Trocken + Angeblich + Schwer vermittelbar + Unerbittlicher Kardinal Pacelli

Benedikt XVI. während seines Aufenthaltes in Brasilien
© Fabio Pozzebom/Agência Brasil, Lizenz: Creative
Commons Egoistische FreiheitVatikan. Papst Benedikt XVI. sprach beim gestrigen Angelus über die Freiheit. Heute
werde diese egoistisch verstanden. Dagegen sei die christliche Freiheit mit der Wahrheit und dem Willen
Gottes verbunden. Christi Kreuzesopfer ist – so der Papst – das „Zeichen der Freiheit“: „Wer sich für
die Wahrheit einsetzt, wird nie Sklave einer fremden Macht, sondern immer in der Lage sein, sich aus freien
Stücken seinen Mitbrüdern zum Diener zu machen.“
TrockenChina. Eher trocken reagierte das chinesische
Regime auf den
Brief des Papstes an die Katholiken der Volksrepublik. Der Sprecher des kommunistischen
Außenministeriums wiederholte am Sonntag die bereits früher genannten Bedingungen für Verhandlungen
mit dem Heiligen Stuhl. Dieser dürfe sich nicht in Chinas „innere Angelegenheiten“ – gemeint ist die
Ernennung von Bischöfen – einmischen. Zudem müßten die politischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen
werden. Der Vatikan müsse konkrete Schritte setzen.
AngeblichGroßbritannien. Eine katholische Oberschule
in London hat das 11jährige Mädchen Chanel Hinds angeblich nicht aufgenommen, weil ihre Eltern seit
23 Jahren in wilder Ehe zusammenleben. Das behauptete der lokale Online-Nachrichtendienst ‘This is local
London’ am Samstag. Das Mädchen wohnt unweit der Oberschule, ministriert in ihrer Pfarrei und hat ihre
Grundschule mit sehr guten Leistungen abgeschlossen. Ihre Mutter will nun dem Papst schreiben.
Schwer
vermittelbarDeutschland. Der Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, hat Ende Juni einen Fonds für
Jugendliche gegründet, die auf dem Arbeitsmarkt als schwer vermittelbar gelten. Der Fonds „Chancen für
Arbeit“ ist mit drei Millionen Euro ausgestattet.
Unerbittlicher Kardinal Pacelli„Im Jahr 1937 wurden
in der Kirche Deutschlands auch alle Überlegungen zurückgestellt, das Reichskonkordat aufzukündigen.
Ein konkordatsloser Zustand galt als noch belastender als der Nervenkrieg um die ständigen Konkordatsverletzungen.
Die Zahl der Kirchenaustritte, die von 46.000 (1936) im folgenden Jahr auf einen Höchststand von 108.000
stieg, war ein zusätzliches Anzeichen dafür, daß die deutschen Katholiken nicht weiter belastet werden
könnten. Kardinal Faulhaber von München war klar, daß das Ja von 1933 nicht zu einem kompromißlosen
Nein von 1937 umschwenken durfte. Insoweit war die gebremste Offensive die Voraussetzung für die Möglichkeit,
auch künftig die seelsorglichen Aufgaben erfüllen zu können, die vor allen weltanschaulichen und kirchenpolitischen
Auseinandersetzungen an erster Stelle stand. Der Heilige Stuhl, so schrieb Pacelli, könne seine Erwägungen
und Urteile »nicht von irgendwelchen parteipolitischen Rücksichten beeinflussen lassen. Seine Mission
ist das Heil der unsterblichen Seelen.«“
Dr. Karl-Joseph Hummel – Direktor der Forschungsstelle der
Kommission für Zeitgeschichte in Bonn – in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ vom 31. März.
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#4
Bokrug † 20:09:14 | Mittwoch, 29. August 2007
#3
Christian Hüller 16:20:51 | Montag, 2. Juli 2007
#2
landorganist 11:22:04 | Montag, 2. Juli 2007
#1
Bruder Theophil 11:14:55 | Montag, 2. Juli 2007