Im katholischen Bayern fanden am vergangenen Samstag Priesterweihen statt. Für die Diözese Eichstätt wurde ein ehemaliger protestantischer Prediger geweiht.
(kreuz.net) Am Wochenende sind in den bayrischen Diözesen 21 Priester geweiht worden.
Das berichtete
die Tageszeitung ‘Münchner Merkur’ am 2. Juli in ihrer Online-Ausgabe.
Im Freistaat Bayern gibt es sieben
Diözesen: die Erzdiözese München und Freising mit den Suffraganen Regensburg, Passau und Augsburg sowie
die Erzdiözese Bamberg mit den Suffraganen Würzburg, Eichstätt und – die nicht mehr bayrische Diözese –
Speyer.
Von den Neugeweihten gehören elf zur Erzdiözese München und Freising, einer zur Diözese Eichstätt,
drei zur Erzdiözese Bamberg und sechs zur Diözese Regensburg.
Vater von drei Kindern
In Eichstätt
wurde Diakon Hans-Tilmann Golde (44) zum Priester geweiht. Hw. Golde war früher evangelischer Pfarrer
in der Landeskirche von Sachsen, ist verheiratet und ist Vater von drei Kindern.
Papst Benedikt XVI.
dispensierte ihn im Februar vom Zölibat. Im März wurde er zum Diakon geweiht.
In den vergangenen dreißig Jahren wurden in Bayern zwanzig verheiratete
ehemalige protestantische Pastoren mit päpstlicher Dispens zu Priestern geweiht.
Letztes Jahr weihte
Kardinal Wetter von München einen verheirateten ehemaligen evangelischen Pfarrer.
Am 23. Juni hatte
der Bischof von Eichstätt bereits zwölf Seminaristen zu Diakonen geweiht – davon neun für die Diözese
Eichstätt.
Intensiv
Auch in Bamberg empfingen drei Diakone im Alter zwischen 30 und 36 Jahren die Priesterweihe.
In der Weihepredigt erklärte Erzbischof Ludwig Schick, daß die Zelebration der Messe „die intensivste
Form sei, um den Menschen mit Gott, mit Jesus Christus und dem Evangelium zu verbinden.“
Predigt, Religionsunterricht,
Jugendarbeit, seelsorgliche Gespräche sollten von der Eucharistie inspiriert sein und zu ihr hinführen.
Der Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, erklärte in seiner Weihepredigt, daß man
heute – angesichts der im Verhältnis zu früher erheblich kleineren Zahl der Weihekandidaten – traurig
und müde werden könnte.
Jedoch habe Jesus selbst festgestellt, daß es immer zu wenig Arbeiter gebe
und wir darum den Herrn der Ernte bitten sollten, daß er Arbeiter für seine Ernte aussende.
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103 Lesermeinungen
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#103 Horst Metzker 19:39:41 | Dienstag, 3. Juli 2007
@Christian Hüller, was Sie gestern um 23:07, dem Puchil geschrieben haben, ist zutiefst menschenverachtend,
und entspricht wenn überhaupt der Kirche aber nicht Jesu und Gott. Im Umkehrschluss bedeutet es: Ja du
kleines dummes Ferkelchen, bist schon 3 Jahre alt und machst immer noch in die Pumpers. (Schuldgefühl
wecken) Ein 18-19jähriger Katholik entscheidet sich fürs Priesterseminar. Er hat die übliche schulische
Ausbildung mit ABI hinter sich, und entscheidet sich für den Beruf des Priesters. Durch die Jahre hatte
er eine enge Verbindung mit einer altersgemäßen Frau, die er liebt. Er kann diese Liebe, die von Gott
sicherlich gesegnet ist nicht aufgeben, und die Kirche verweigert ihm seinen klerikalen Weg. Es war eine
wunderbare Leistung des jungen Mannes, dass er erkannte, bei seiner Freundin zu bleiben in der Liebe Gottes,
anstatt Jahre später nach Weihe, Primiz und eigener Gemeinde, die Freundin zur Mätresse zu haben, oder
gar pädophil zu werden. Er hat eben mehr auf Gott gehört, als auf die Kirche! doch damit tun sich viele
Leser schwer. Die ganze echte Apostelschar war verheiratet, dann kam der Pauli der sagte: Für den Menschen
wäre es besser er lebte wie ich. Jesus war beschnitten, die Echten auch, doch Pauli sagt anderes. Bischöfe
sollen verheiratet sein, untadelig mit Kindern…Die folgende Kirche sagt wieder anders, und nun haben
wir es, dass ein zutiefst gläubiger Katholik, nicht Diakon, noch Priester sein darf, weil es irgendein
Depperlespapst es so wollte.
@GerdEric Wieso auch? Die haben sich wenigstens freiwillig verbrannt, und wurden nicht von der US-Regierung
mit Napalmbomben verbrannt wie die Vietnamesen während des zehnjährigen Krieges der USA, während dessen
die USA mehr Bomben über Vietnam abwarfen als während des II. Weltkrieges. Die verantwortlichen US-Amerikaner
mögen von Gott den Lohn erhalten.
@Rudolfus GerdErc: Ich möchte Sie daran erinnern, dass es ein Kennedy war, der die USA in die grösste
Niederlage trieb, nur weil in einem fernen Land ein Fürstenpaar in Bedrängnis war… Können Sie sich
noch erinnern, dass sich in Vietnam buddistische Mönche verbrannten, die so gegen die Unterdrückung
durch das katholische Adelshaus der Ngo (Diem) protestierten?
@GerdEric: US-Präsident Kennedy (1961-1963) war der erste US-Präsident seit zwei Weltkriegen, der es
ablehnte, die USA mit dem US-Truppen in einem fernen Land zu „verteidigen“, nämlich in Vietnam. US-Präsident
Kennedy hatte den vollständige US-Abzug aus Vietnam angeordnet. Eine Woche nach seiner Ermordung in Texas
(US-Südstaatengebiet) änderte sein Nachfolger, der vorherige US-Vizepräsident Johnson Kennedys Direktiven
ins genaue Gegenteil und startete nach einem erlogenen „Angriff der Vietnamkommunisten auf ein US-Schiff“
den Vietnamkrieg. Zehn Jahre lang Verteidigung der US-Heimat in Vietnam gegen die Vietnamkommunisten,
in denen man sogar eigens die Wehrpflicht in den USA einführte. Jeder Soldat, der in einer Nichtdiktatur
bei sowas mitmacht, fern der Heimat, ist eigentlich selbst schuld, ebenso heute unter Bushs und Blairs
Afghanistan- und Irakkriege. Man sollte annehmen, daß die US- und UK-Soldaten wissen, wo ihre Heimat
liegt und wo man diese verteidigt und wo nicht. Möge Gott ihre Seelen retten.
@Sozialkatholisch Sozialkatholisch: nun ja GerdEric Die Polen kriechen den Obermethodistenheini in den
USA ja so tief in den Hintern das wenn ihr neuer Methoguru mit den Fingern schnippt sie übers Stöckchen
springen müssen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass es ein Kennedy war, der die USA in die grösste
Niederlage trieb, nur weil in einem fernen Land ein Fürstenpaar in Bedrängnis war…
Unterstes Niveau Was ist es für eine böse Welt, die sich gegen das arme Zocialgaddholische Wesen erhebt.
Es könnte einem leid tun, wenn es dafür nur einen Grund gäbe. Aber den gibt es nicht. Dafür stehen
dem Wesen dumpfe Waffen untersten Niveaus zur Verfügung.
nun ja GerdEric Die Polen kriechen den Obermethodistenheini in den USA ja so tief in den Hintern das wenn
ihr neuer Methoguru mit den Fingern schnippt sie übers Stöckchen springen müssen. Reden Sie sich nicht
raus, die letzteren Beiträge hier im Thema waren/sind Margere Ernte. Da ist natürlich was dran, aber
als tröstliches Wort möchte ich ihnen sagen das eine Missernte schlimmer ist als eine magere Ernte.
@Sozialkatholisch Wie ehrlich Ihre Worte sind, weiss man, wenn man mal überlegt, dass auch Polen am „Hindukusch“
seine Heimat verteidigt… und die sind wohl nicht als Protestanten zu vermuten? Reden Sie sich nicht
raus, die letzteren Beiträge hier im Thema waren/sind Margere Ernte.
@ GerdEric fällt mir ja schwer das zu sagen, aber ihre Konversion vom Protestantismus zum Judentum war
wohl doch ein Schritt in die richtige Richtung. Ich möchte ihnen aber sagen das sie noch einen Schritt
weiter in die richtige Richtung gehen können. Über den Blubberkopp kann man wieder nur seine selbstherrliche
Arroganz feststellen. Die Methodis schützen jetzt schon ihre Leute, nämlich in Usa den Libby, die rechtsmäßig
verurteilt sind vor dem Knast. Methodisten sind eine unehrliche Brut www.focus.de/…faere_aid_65293.html
Da beten diese Methodis über ihre Auserwähltheit von Gott und empfangen die Botschaft das sie mit einem
Lügenkonstruckt (Massenvernichtungswaffen im Irak) ein Land überfallen sollen. So was kann denen nur
der teufel gesagt haben. Ich gehe davon aus das unser unsoziale Blubberkopp hier genauso auf dem Holzweg
ist wie sein berühmter Glaubensbruder.
@Gotthard: Wie wärs mit dem? Ich finde das auch merkwürdig bis albern von der Pius-Priesterbruderschaft.
Entweder ist man als Katholik dem Papst loyal, oder man hat einen eigenen. Also Benedikt XVIII. oder,
ja, hm, wen könnte man denn da nehmen, es gibt doch noch ein Paar Reservepäpste. Wie wäre es mit dem
hier, Michail I.? www.vaticaninexile.com/…/PopeMichaelBio.html Nun gut, er ist vielleicht ein bisschen
jung, aber das legt sich ja mit der Zeit. Fröhliche Grüsse Methodist
Null-Ernte die deutschen Pius-Hanseln werden im Jahre 2008 eine Null-Ernte einfahren. Lediglich ein Schwede
aus dem Bistum Stockholm (doch kein Pius-Bistum?) wurde in diesem Jahr zum Diakon geweiht… Die Pius-HANSELN
sterben aus … keine schlechte Nachricht.
Blubberkopp weiß nich das eine würdige Kommunion davor schützt, aber von sowas hat er keine Ahnung.
Denn er ist ein selbstgerechter, hochnäsiger, unsozialer Methopasteur
Das schleichende Gift… Ja, genau, ich habe einen Trichter in Eure Köpfe gesetzt und lasse nun das süsse
Gift der Reformation in Eure Adern fliessen. Bestandteil unseres neuen Konzeptes: „Missioning by force“…„lautlach“
Will der selbstgerechte Blubberkopp missionieren? Wenn ich da reingehen würde müsste er erst rausgehen!
Denn er ist ein selbstgerechter, hochnäsiger, unsozialer Methopasteur Aber wahrscheinlich rennen da
noch mehr von seiner Sorte rum, von noch so einen in Usa hab ich schon mal gehört!
@litterae sunt divitiae: Dass darf er zu uns kommen. Der arme Sozialkathole. Wenn er deshalb exkommuniziert
wird, dann darf er zu uns kommen… Wir haben ein Herz für Muttersprachler… und schau’n dem Volk aufs
Maul…
@ Sozialkatholisch / Tippfehler Sollte wohl eher heißen: errare humanum est! Quis linguae latinae capabilis
non est, meliore scrivit in lingua materna!
@ Puchil Zu ihren Fragen: ad 1) Nein: Die Kirche lässt mich auch nicht als Diakon arbeiten. Das finde
ich bedauerlich, da Sie im Hinblick auf Ihre Verheiratung als Diakon keine Ausnahme darstellten. Das Versprechen
war für Sie eben nicht zu halten… ad 2) Ich habe meine Frau schon vor der Priesterweihe kennen gelernt.
Wir hatten den festen Willen, uns nach der Weihe zu trennen und unsere Beziehung als Liebesbeziehung zu
beenden, was sich aber nach vielen Kämpfen für uns als nicht realisierbar herausgestellt hat. Wenn man
aber doch den festen Entschluss hat, Priester zu werden, der in der lat. Kirche nach dem Kirchenrecht
eben zölibatär zu leben hat, wie kann man dann so leichtsinnig sein, eine Frau überhaupt näher auf
sich „einwirken“ zu lassen? Wird in den Priesterseminaren nicht gelehrt, dass man sich vor solchen Avancen
hüten muss?
@rosenkranzsoldat: Stimmt, das bin ich Na, ja, mal ehrlich Homer, das ist ja auch nicht schwer, stehst
ja auf der gleichen Seite. Für alle, die Dich noch nicht so gut kennen: simpsonspedia.net/index.php?title=Bild:Hom…
@ litterae sunt divitiae Stimmt – vor allem, wenn man auf beiden Seiten weitgehend dieselben Leute antrifft.
@ sozialblubberkopf: Über das Thema „Sockenpuppen“ und „Doppelposter“ hätte ich wohl besser geschwiegen.
Mea culpa?
@santo domingo Das Problem ist, dass es für manche Leute zu schwierig ist, kreuz.net von kreuts.net zu
unterscheiden. @Rosenkranzsoldat Ich habe nichts (mehr) gegen „Methodist“, da ich aber auch Simpsons –
Fan bin, fand ich den Gag nicht schlecht. Aber Sie erliegen hier einem Irrtum. Ned Flenders ist kein Pfarrer.
Ich habe das auch zuerst geglaubt. Da aber unser Methodist Pfarrer ist, kann er nicht Ned Flenders sein.
@Rosenkranzsoldat: Hallo Homer Das stimmt, ich bin sein Nachbar. Hätte wissen müssen, dass Sie ihren
Nachbarn gleich erkennen… Mensch Homer, dass sie sie hier auf der Seite als Rosenkranzsoldat posten…
„lach“
@ Sozialkatholisch Nein, es waren eigentlich Sie, der vor gut einer halben Stunde damit angefangen hatte!
Nur deshalb habe ich das Mitgliederverzeichnis (erfolglos) nach „Methodist“ durchsucht. Die Seite gibt
es noch, vor einer Viertelstunde war sie noch da.
@ santo domingo Soll das jetzt eine Schleichwerbung für eure komische Seite werden? Gibt es die überhaupt
noch? @ Gotthard Nein nix Sabber Kopf, Naschkatze wenn überhaupt, Kelchkommunion ist nicht so mein Ding
@Ansbach.Dragoner: Der arme… Da muss ja die Reformationsgeschichte umgeschrieben werden, wenn das stimmt.
Der arme Luther… Ja, Luther kenne ich schon, auch wenn ich kein Lutheraner bin. Dem Alkoholismus verfallene
römisch-katholische Kirchenväter soll es ja indes auch geben… natürlich nur wenige. Katholiken trinken
doch nicht, oder? „feix“ Methodist
@ Methodist Sagen Sie bloß! Aber seien Sie vorsichtig… am Ende hält man Sie noch für den berüchtigten
Phantomdoppelposter, der dort wie hier (aber anders als ich mit zwei grundverschiedenen Nicks) aktiv sein
soll. Ein domainübergreifendes Sockenpuppenfieber, sozusagen!
@ santo domingo bei so vielen Blubberköpfen da wäre ich mir da nicht so sicher. Rotweinnipper fand
ich schon immer komisch ist wie bei der Kelchkommunion mit vielen Gläubigen, da wird der Kelch auch immer
voller. Aber schwache Geister sollten wirklich nur nippen und nicht trinken.
Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen, ich habe die Leserliste von kreuts.net durchgesehen. Zehn
Poster mit M, von Malachias bis moonchild, aber kein Methodist.
schon wieder gut… Die Bizarrheit der Äusserungen von sozialkatholisch ist so grotesk, das sie schon
wieder was unterhaltsames hat. „Lächelnd an seinem Rotwein nippt“
Ups, der Methodistenhochnasentragende postet auch auf kreutz.net das hätte ich jetzt aber nicht gedacht.
Naja wo Gott eine Kirche baut baut der Teufel gleich eine Kapelle daneben.
Kaum schau ich abends bei Kreuts.net vorbei Ist der selbstgerechte Blubberkopp wieder da, muss wohl vom
hl. Geist geführt gewesen sein. Dieser dem Teufel als Engel des Lichtes auf dem Leim gegangender suhlt
sich immer noch erbärmlich in seiner Selbstgerechtigkeit. Ich frage mich nur wofür so ein selbstgerechtes
A[selbstzensur]ch einen Erlöser braucht. Methodist Busch betet den gehörnten an wie viele seiner Mitbruder
und Schwestern auch, desshalb sollte man den selbstgerechten, Müll blubbernden, kriegstreibenden, unsozialen
Methoden Pasteur nicht ernst nehmen. Achtung, jetzt kommt der Ketzerpetzer
An Christian Hüller Zu ihren Fragen: ad 1) Nein: Die Kirche lässt mich auch nicht als Diakon arbeiten.
ad 2) Ich habe meine Frau schon vor der Priesterweihe kennen gelernt. Wir hatten den festen Willen, uns
nach der Weihe zu trennen und unsere Beziehung als Liebesbeziehung zu beenden, was sich aber nach vielen
Kämpfen für uns als nicht realisierbar herausgestellt hat.
Diese Weihe provoziert Als evangelischer Pfarrer möchte ich zunächst einmal zu bedenken geben, dass
es viel mehr römisch-katholische Priester gibt, die nach einer Konversion (hier nennt man das wohl Apostasie
zu evangelischen Pfarrern ordiniert werden, als umgekehrt. Ich selbst habe einen guten Freund der diesen –
übrigens auch alles andere als leichten – Weg gegangen ist. Das alles wäre nichts ungewöhlich. Genau
so, wie wir jedes Jahr tausende von Laien haben, die von katholisch nach evangelisch oder umgekehrt wechseln,
gibt es eben auch Geistliche, die diesen Schrit tun. Die Evangelischen Kirchen profitieren in der Regel
von den Amtsbrüdern, die eine Wegstrecke als katholische Priester gegangen sind. Ihr evangelischer Glaube
(wie bei vielen Konvertiten) ist ernsthaft und gefestigt. Warum sollte das umgekehrt nicht genauso gelten.
Ich glaube auch, dass ein Protestant, der bewusst katholisch wird, dies dann besonders glaubenstreu lebt.
Umwo trauriger, das all dies durch das Zölibatsthema zugedeckt wird. Andererseits kann ich die Enttäuschung
auf Seiten der jedigen Priester verstehen, die wegen einer Ehe auf ihr Amt verzichten mussten. Die Maus
beisst doch irgendwie keinen Faden ab: Sollten sich solche Übertrittsfälle von evangelischen Pfarrern
zur katholischen Kirche und deren Weihe häufen, wird das Unruhe in die römisch-katholische Kirche tragen.
Und den wünsche ich ihr nicht. Wäre wirklich ein Zölibatsmodell wie das der Ostkirchen der Unterergang
des Abendlandes? Ich denke nein. Methodi
Tja… Und schon wieder gibt es dieses Jahr zwei neue Seminaristen aus meiner 200-Familien FSSP-Gemeinde.
Vielleicht werden wir nach ein Paar Jahren mehr Neupriestern als ganze deutsche Erzdiözesen hervorbringen.
@ Gotthard Und was ist mit den verheirateten Diakonen? Ach so, die sind schon verheiratet, bevor sie geweiht
werden…, dürfen dann bloß nicht wieder heiraten, wenn die Frau tot ist. Ein gewisses Verständnisproblem
will ich hier nicht verleugnen. Vielleicht sollte man sich überlegen, das Versprechen zur Ehelosigkeit
nicht schon bei der Weihe zum Diakon abzuverlangen.
Fragen an Puchil Ich kann ihr Problem durchaus nachvollziehen. Ließe man Sie denn wenigstens als Diakon
arbeiten? Weiterhin will ich fragen: Haben Sie sich vor Ihrer Priesterweihe und während der ganzen priesterlichen
Ausbildung nicht ernsthaft mit der Frage auseinandergesetzt, was denn sein würde und wie Sie als Priester
reagieren sollten, wenn Sie sich einmal „vergucken“ und was Sie im Sinne Ihres Weiheversprechens tun müssen,
um das zölibatäre Leben in jedem Fall (auch vor Ihrem Gewissen) aufrecht halten zu können, und eben
nicht der Liebe zu einer Frau „anheimzufallen“ (dass Liebe ein Prozess ist, will ich jetzt mal unterstellt
haben)? Hatten Sie vor Ihrer Priesterweihe überhaupt mal etwas mit einer Frau? (Letztere Frage müssen
Sie nicht beantworten, aber es würde mich interessieren, ob Sie hier gewissermaßen völlig unvorbereitet
waren, was ja nicht auszuschließen ist).
@Czibo Nieznany Als einen Witz verstehe ich das wirklich nicht. Ich kenne den Neupriester und seine Familie
persönlich und weiß, dass der Weg in die Katholische Kirche alles andere als ein netter Ausflug oder
ein „Umweg“ war, um die Priesterweihe zu erhalten. Im Gegenteil: Zu Beginn steht eine Glaubenüberzeugung,
der zu folgen massive Konsequenzen bedeutet: Verlust des Amtes, massiver Druck seitens der Gemeinde und
der Vorgesetzten, Verlust der Existenz und der materiellen Grundlage. Noch lange nach der Konversion war
nicht sicher, ob es wirklich zur Weihe kommt. Das bedeutet ein großes Vertrauen, dass er – ohne eine
Gegenleistung zu erhalten – in die Kirche gesetzt hat. Mich hat die Lebensgeschichte dieses Mitbruders
zutiefst betroffen gemacht, denn ein Blick hinter die Kulissen auch der evangelischen Landeskirche(n)
zeigt, dass so ein Weg alles andere als unproblematisch ist. Dann aber zu behaupten, dass so ein Weg eigentlich
nur „Vorteile“ hat, ist Zynismus pur. Man anderer hat nicht den Mut, seinem Gewissen so radikal zu folgen,
den die Zukunft ist dann alles andere als offen.
wiener schrieb „keiner der priester „ohne amt“, die ich kenne, hat sich die entscheidung leicht gemacht…
ihnen implizit vorzuwerfen, dass sie das bei der diakonenweihe gegeben versprechen nicht ernst genommen
hätten, halte ich für verfehlt…“ Jedenfalls haben sie dieses Versprechen nicht gehalten – und das
kann entsprechend der Ordnung der Kirche nicht ohne Folgen bleiben. Da diese Ordnung allen bekannt ist,
ist es nicht korrekt, wenn sich aus dem Amt geschiedene Priester als Willküropfer darstellen. Sie kannten
diese Ordnung als sie die Diakonsweihe erbaten, sie kannten sie, als sie die Laisierung erbaten bzw. ggf
auch ohne heirateten, sie haben auch die Möglichkeit, die Beziehung zu Gott wieder auf eine lebbare Grundlagezu
stellen. Nur die Möglichkeit, wieder als Priester zu amtieren, haben sie unter dieser Ordnung eben nicht.
@Czibo N. / Verheiratete Priester Der Papst selbst läßt seit Pius XII. bis heute verheiratete Kirche
auch in der Westkirche weihen. Das sagt bereits alles.
@Czibo / Nachfolge Christi Nachfolge Christi bedeutet nicht, unverheiratet zu sein Wieso sollen es nur
Priester sein, die Christus nachfolgen. Dazu ist jeder Getaufte aufgerufen, sogar die Protestanten. Hierin
ist Ihnen völlig zuzustimmen. Jeder Christ – sogar jeder Mensch überhaupt – ist dazu aufgerufen, Christus
nachzufolgen. Die Nachfolge Christi war und ist niemals dem Klerus- und Priesterstand vorbehalten, und
auch nicht den Unverheirateten. Die Lehre über Ehe und Ehelosigkeit erläutert bereits der durch den
Hl. Geist erleuchtete hl. Paulus in der Hl. Schrift.
-RJH- Nachfolge Christi bedeutet nicht, unverheiratet zu sein Wieso sollen es nur Priester sein, die Christus
nachfolgen. Dazu ist jeder Getaufte aufgerufen, sogar die Protestanten.
@Czibo: Von Vorteil kann keine Rede sein Diejenigen mit Familie denen die Gnade der Priesterschaft ausnahmsweise
ermöglicht wurde, haben die große Last und Bürde einer hohen doppelten Verantwortung zu tragen. Einerseits
Priester vor dem Herrn und der Gemeinde, andererseits Ehemann und Familienvater. Eine solche Doppelbelastung
wird wohl von den wenigsten als beneidenswert eingestuft. Ganz im Gegenteil, diejenigen die sich dem Zölibat
unterwerfen, sind ganz und gar frei für ihre Berufung. Wer gestern aufmerksam dem Evangelium gelauscht
hat, weiß auf was es für die Nachfolge Christi ankommt.
Ratibor: Eigentlich nur Vorteile Schwierigkeiten sind in insofern, weil Sie offenbar gehemmt sind, den
Witz zu verstehen. Es ist möglicherweise ein tragischer Witz. Wenn nämlich noch mehr evangelische Pfarrer
plötzlich das katholische Priestertum als ursprüngliche Destination entdecken sollten. Sie können mit
viel Liebe und Verständnis in den Schoß der Mutte Kirche zurückkehren und werden inkorporiert, auch
wenn sie verheiratet sind. Die Kirche hat insoweit auch Vorteile, denn die Ausbildung in Theologie und
Philosophie der neuen Priester kann sie sich ersparen, die haben sie als Pfarrer schon längst hinter
sich gebracht. Die so geweihten haben nirgendwo einen Mangel zu ertragen. Sie können zelebrieren nach
Lust und Gottesfurcht oder predigen und haben ein Familienleben um sich. Das müsste eigentlich Freude
machen. Sie sind einfach im Vorteil gegenüber den katholischen Kollegen, die die Zölibatsverpflichtung
enst genommen und geglaubt haben, dass nur Unverheiratete Priester sein können. Die Realität lehrt sie
ja genau das Gegenteil. Da könnte Neid groß werden. Deshalb wäre es gut, wenn sich die Kirche als ecclesia
semper reformanda begreifen würde, damit nicht auf Dauer die evangelische Kirche das Vorwerk für katholischen
Priesternachwuchs ist. Das fragile System ist schnell gekippt und dann geht meistens gar nichts mehr.
Oder soll via Heimholungsökumene die Einheit der Kirche hergestellt werden?
@Czibo Nieznany Aber wir verstehen uns schon richtig, dass vier Priesterweihen mehr sind als keine? Und
dass die Weihe von Hans-Tilman Golde nicht aus dem Grund erfolgte, weil es sonst keine (!) gegeben hätte.
Auch wenn im letzten Jahr zehn Neupriester in Eichstätt am Weihealtar standen und diese Zahl auch für
das kommende Jahr erwartet werden kann, so sind die vier Neupriester im April rein zahlenmäßig für
das Bistum Eichstätt nicht ungewöhnlich (wenn man die letzten Jahrzehnte betrachtet). Mir geht es nicht
in den Kopf, wenn man hinter der Weihe eines früheren evangelischen Pfarrers irgendwelche statistischen
Hintergedanken oder eine Art „Geheimwaffe“ gegen den vermeindlichen Priestermangel vermutet.
@HorstMetzker / Theokratiestaatsformen in Österreich Auch das katholische Kaisertum von Gottes Gnaden
und der Bundesstaat Österreich 1934-1938 waren eine Form der Theokratie. Ein Staat, der Ketzer verbrennt,
ist nur eine brutale Entartung der Theokratie, egal ob in einer katholischen oder in einer protestantischen
Diktatur, die sich ja in ihrer realen Herrschaft nur durch die offizielle Religion „Katholizismus“ oder
„Protestantismus“ unterschieden (z.B. Spanien oder England).
Ratibor Dann wären es nur vier Priester gewesen, jetzt sind es aber fünf, durch den evangelischen Pfarrer
der sich zum katholischen Priester hat weihen lassen. Darauf wollte ich hinaus.
Lieber Rudolfus, Theokratie ist der Tod des anders denkenden Menschen. Sie sind zu gebildet als das ich
Ihnen aufzeigen müsste, was unter Theokratie im Laufe der Jahrtausende, das Verbrechen verbrochen hat.
In der Geschichte der Menschheit, hat dieses angebliche Ebenbild Gottes, gemordet, vergewaltigt, etc.
Dies taten Priester genau so wie Bischöfe und Päpste. Warum soll man da den Ursprung nicht in Frage
stellen? Wenn Bischof Krenn sagt: Die wahre Theokratie, ist es gleich für mich was W. Bush tut. „Euch
bringen wir das schon bei.“ Was denn: Mord und Totschlag? Lassen wir es bei Gott: „Du sollst nicht töten.“
Krenn und Bush bezeichnen sich als Chisten, sind sie es auch?
@Horst Metzker Die Demokratie und der Demokratieentartungen ist zu verurteilen, und damit hatte Bischof
Prof. Krenn völlig Recht. Österreichs große Geschichte geht auf die Monarchie zurück und nicht auf
die antikatholische Republik. Der Wohlstand Österreichs ist kein Republikverdienst, sondern ein Technologieverdienst.
@Horst Metzker / Mehrheitsgeschwafel Der ehemalige Erzbischof von St. Pölten Krenn,sagte des öfteren
im österreichischem ORF, dass man mit dem Demokratiegefasel aufhören muss, und zur wahren Theokratie
zurückkommen müsse. Das Bistum der niederösterreichischen Hauptstadt Sankt Pölten ist kein Erzbistum,
damit war Prof. Dr. Kurt Krenn nicht der Erzbischof, sondern der Bischof von Sankt Pölten. Prof. Dr.
Krenn war allerdings unter Erzbischof Cardinal Groer von Wien Auxiliarweihbischof der Erzdiözese Wien –
unter dem heftigen Geschrei der Wiener und österreichischen Kirchenfunktionärsapparatschiks. Zudem war
Dr. Krenn auch ein ehemaliger Ratzinger-Professorenkollege an der Universität Regensburg (Freistaat Bayern).
Man führte auch als Argument gegen sein Wirken in Österreich an, „er wäre doch gar kein Österreicher
mehr“, wenn er doch in der BRD gearbeitet hätte (vgl. Kronprinz Dr. Otto v. Habsburg-Lothringen v. Österreich
in einem seiner Bücher). Leider huldigen manche österreichische Diözesen tatsächlich einer Art regionalistisch-diözesaner
Blut- und Bodenkultur, insbesonders gegen papsttreue Bischöfe wie Bischof Kurt Krenn. Bischof Prof. Krenns
Aussagen ist nur zuzustimmen, daß nämlich auch Mehrheiten irren – und davon ist die Bischofskonferenz
auch nicht ausgenommen. „Unser Volk hat schon einmal in großer Mehrheit geirrt.“ (Bischof Prof. Dr. Kurt
Krenn) – und damals irrte auch die Bischofskonferenz (in ihrer Empfehlung, mit „Ja“ zum „Anschluß“ an
das NS-Deutsche Reich zu stimmen).
Der ehemalige Erzbischof von St. Pölten Krenn, sagte des öfteren im österreichischem ORF, dass man
mit dem Demokratiegefasel aufhören muss, und zur wahren Theokratie zurückkommen müsse. Nun, Warum soll
ein einst evangelischer Priester nicht auch katholisch denken und empfinden können und dürfen? Nur sehe
ich die Schwierigkeit in der Gemeinde vor Ort. Wenn seine Kinder mal das eine oder andere weltliche Problem
haben, was kirchlich aneckt?!?! Jedoch ist es doch sturznormal, dass man nach einer anderen Erkenntnis
der Dinge, auch anders handelt. Gott verzeiht, der Mensch nie! Theokratie, ist Hierarchie, der Ober sticht
den Unter. Vor ein paar Wochen lies ein mir bekannter Dekan nicht zu, dass sein Diakon in Eichstätt die
Priesterweihe erhält. Es ging nicht um die Reife fürs Priestertum, sondern es ging darum, dass dieser
junge Mann viele, vielleicht all zu viele Aufgaben erledigte, die eigentlich dem Diakon zu standen. So
als Diakon ist er nach wie vor Sklave seines Dekans, und muss warten, bis ihm der hochwürdigste Herr
Dekan, die Priesterweihe zu gesteht. Hierarchie, in primitivster Form. (Theokratie?) Der Krenn Kurt ist
natürlich nicht ein Beispiel für solch Treiben, dem wurde ja in erster Linie das katholische Handwerk
gelegt, als er sagte: „Das sind Bubenstreiche!“ Ich bin aber nicht so vermessen, meinen homosexuellen
Mitbrüdern den Kurt Krenn ans Herz zu legen. Doch glaube ich, dass die Bibel mit Johannes längst nicht
zu Ende geschrieben ist, ebenso wie Gott ewig ist. Gelobt sei Jesus Christus, …Amen.
@Czibo Nieznany Aber es ist doch eine fatale Entwicklung, wenn die katholische Kirche auf Ressourcen dieser
Art zurückgreifen muss, damit es in Eichstätt in diesem Jahr wenigstens eine Priesterweihe geben konnte.
Haben Sie meinen Beitrag überhaupt gelesen? Am 28.04.2007 wurden in Eichstätt bereits vier Diakone zu
Priestern geweiht. Die Priesterweihen finden dort am Samstag vor dem Guthirtensonntag statt, die Diakoneweihen
kürzlich, um Peter und Paul. In diesem Jahr sind es in Eichstätt also fünf Neupriester. Ich kann Sie
also beruhigen: Die Weihe von Hans-Tilman Golde beruht nicht auf statistischen Erwägungen. @litterae
sunt divitiae Ich frage noch einmal: Ratibor und Athanasius, warum sind Sie keine Priester? Danke der
Nachfrage: Ich bin Priester!
@wiener Ich meinte das nicht respektlos. Wenn dieser Eindruck entstanden sein sollte, entschuldige ich
mich in aller Form. Ich habe auch keinen Vorwurf erhoben, sondern eine Frage gestellt. Ich kenne einige
vergleichbare Fälle, bei denen die Entscheidung zur Weihe (nicht immer aus eigener Schuld) nicht wirklich
freiwillig und überlegt war. Ich bin mir auch bewusst, dass sich Situationen über Jahre verändern können
und die Entscheidung zum Verlassen des Amtes zu respektieren sind. Jedoch sollte man dann auch dazu stehen.
Sich jetzt über die Weihe in Eichstätt zu beklagen, die einen ganz anderen Hintergrund hat, finde ich
unangebracht.
Ratibor: Schatztruhe der Tradition entrümpeln Zu früh gefreut und zu schnell gelästert: Bereits Ende
April war diesjährige Priesterweihe in Eichstätt für die Diakone des Pastoralkurses. Solche gewöhnlichen
Freuden genießen bei mir keinen Vorzug. Es ist doch wohl Tatsache, dass keine Priesterweihe in Eichstätt
stattgefunden hätte, wenn der evangelische Pfarrer nicht konvertiert wäre. Also unterstützt doch die
evangelische Kirche indirekt den Priesternachwuchs der katholischen Kirche. Das sollte in meinem Beitrag
zum Ausdruck kommen. Ich wollte keines wegs lästern. Aber es ist doch eine fatale Entwicklung, wenn die
katholische Kirche auf Ressourcen dieser Art zurückgreifen muss, damit es in Eichstätt in diesem Jahr
wenigstens eine Priesterweihe geben konnte. Ich bin der Meinung, dass der Handlungsbedarf nicht in der
evangelischen Kirche zu suchen ist. Da muss die katholische wie der gute alte 2000-jährige Hausvater
(=Kirche) einmal in der Schatztruhe nachschauen und nötigenfalls entfernen, was da nicht mehr hineingehört
und worauf man getrost verzichten könnte. Zum Beispiel, wenn die Zölibatsverpflichtung moderater gestaltet
werden würde, vielleicht wie in der orthodoxen Kirche. Mit andern Worten: er müsste sie, die Schatztruhe
der geheiligten Tradition entrümpeln! und dann erst wieder auf Hochglanz bringen.
Lebensentscheidungen Es gibt Entscheidungen im Leben. Bei allem Respekt, aber die Kirche braucht keine
Leute die keine Entscheidung treffen wollen bzw. können. Keine Endgültigen. Wir brauchen geistige Märtyrer
für unsere heutige Römisch-Katholische Kirche. Die Realität ist hart. Ein Junge weiss schon im Kindergarten,
daß er mal Priester oder gar Bischof werden will oder wird. Er wächst gut behütet im Elternhaus auf;
mit 19 Jahren beginnt er sein Studium und lebt wiederum gut behütet hinter dicken Mauern bei Vollpension
im Priesterseminar. Mit 25 Jahren soll er dann eine Lebensentscheidung fällen. Nicht wenige wissen gar
nicht recht, auf was sie sich da einlassen. Dann werden die Leute in die „böse Welt“ entlassen und bekommen
sowas wie einen „Kulturschock“, weil sie Dinge sehen und hören, die ihnen so fremd sind; Dinge mit denen
sie nie etwas zu tun hatten oder haben wollten. Das ist kein Problem von mangelndem Willen, sondern das
ist ein hausgemachtes, systemimmanentes Problem: Die Menschen werden einfach nicht wirklich auf das Leben
in der Welt vorbereitet. Da helfen auch nicht 4 Wochen Praktikum hier oder 3 Wochen Praktium dort. Auf
akademischer Ebene kann man wunderbar über den Zölibat reden und diskutieren. Nur hat das überhaupt
nichts mit dem Leben zu tun.
Also lieber Krak de Chevalier, Johannes XXIV, aber vor allem die, die meinen Kinder zu besitzen. Khalil
Gebran, ein arabischer Schriftsteller sagt: „Deine Kinder sind nicht dein Besitz. Sie sind Töchter und
Söhne der Sehnsucht des Lebens, nach sich selbst. Sie kommen durch dich, aber nicht von dir. Und obwohl
sie bei dir sind, gehören sie nicht dir. Du kannst ihnen Liebe geben, aber nicht deine Gedanken. Du kannst
ihnen ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im Haus von Morgen, wo du sie nicht
besuchen kannst, nicht einmal im Traum. Du kannst versuchen ihnen gleich zu sein, aber versuche nicht
sie dir gleich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern. Ihr seid
die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden. Der Schütze sieht das Ziel auf
dem Pfad der Unendlichkeit, und er spannt euch mit seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst eure Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein, denn so wie er den Pfeil liebt
der fliegt, so liebt er auch den Bogen der fest ist“ Aber natürlich haben auch wir Katholiken schöne
Verse und Gedichte. Vielleicht streut Nachtlaterne noch ein paar ein. MfG Horst.
Ratibor und Athanasius… …kommen mir vor wie dicke Couchpotatoes, die sich Fußball oder Olympiade
im Fernsehen angucken und dabei über die vermeintlich schlechten Leistungen der Sportler schimpfen, wo
diese doch Leistungen bringen, von denen sie, als Couchpotatoes, nur träumen können. Ich frage noch
einmal: Ratibor und Athanasius, warum sind Sie keine Priester?
@ ratibor ich bitte doch darum, hier mit etwas mehr respekt über (und mit) mit-diskutierenden zu sprechen.
keiner der priester „ohne amt“, die ich kenne, hat sich die entscheidung leicht gemacht. und jeder, der
offen zu seiner beziehung steht und nach reiflicher überlegung sich eingestehen muss, dass er das – sicher
seinerzeit ehrlich und nicht vorscnell gegebene – zölibatsversprechen nicht (mehr) halten kann, hat meinen
vollen respekt (den – was nicht hinzugefügt werden braucht – natürlich auch alle die mitbrüder besitzen,
die den zölibat gut, glaubwürdig und fruchtbar leben). ihnen implizit vorzuwerfen, dass sie das bei
der diakonenweihe gegeben versprechen nicht ernst genommen hätten, halte ich für verfehlt.
Bitte genau hinsehen . Zitat von Czibo Nieznany: „Ist das nicht großartig? Gut, dass es die evangelische
Kirche gibt, die sie von ihren Pfarrern einen abgegeben hat, damit in der Diözese Eichstätt wenigstens
durch ihn die Tradition der Priesterweihe aufrechterhalten werden kann. Das ist eine wahrhaft ökumenische
Leistung.“ Zu früh gefreut und zu schnell gelästert: Bereits Ende April war diesjährige Priesterweihe
in Eichstätt für die Diakone des Pastoralkurses. @puchil2: Warum fühlen Sie sich provoziert und verhöhnt?
Haben Sie vielleicht das Priesteramt und den Zölibat unüberlegt oder halbherzig übernommen. Gezwungen
wurden Sie dazu nicht. Mit der besagten Weihe in Eichstätt (und anderswo) können Sie sich also nicht
vergleichen. Immer rufen die Leute nach Ausnahmen und nach Einzelfallentscheidungen – doch wollen sie
in Wirklichkeit daraus immer die Regel so machen, wie es ihnen persönlich passt. Und dann fängt man
an zu heulen wie ein kleines Kind, dass neidvoll auf ein anderes schaut weil es nicht das gleiche bekommt.
noch ein irrtum! es geht nicht darum, dass jemand „wieder priester werden will“ – das sakrament der priesterweihe
verleiht einen charakter indelebilis, dementsprechend ist mag. puchinger selbstverständlich weiterhin
priester – unbeschadet davon, dass er derzeit kein mit der weihe üblicherweise verbundenes kirchliches
amt ausübt (ausüben darf). das erkennt das kirchenrecht auch ausdrücklich an, indem es einräumt, dass
unter bestimmten bedingungen auch die sakramente von ihm gültig und erlaubt gespendet werden dürfen.
lernen sie ein wenig dogmatik, bester athanasius …
Erratum Meine Entschuldigung für meine falsche Interpretation des Beitrags von Mag. Puchil. Zum Thema:
Re-klerikalisieren eine Laisierten Priesters geht kanonisch kaum. Auch verstehe ich nicht, warum jemand
der mit vollstem Einsatz den Priesterlichen Dienst verloren hat wegen Eheziele, nun auf einmal wieder
Priester werden will. Man hat die Chance verspielt. Ganz einfach. Es gibt Entscheidungen im Leben. Bei
allem Respekt, aber die Kirche braucht keine Leute die keine Entscheidung treffen wollen bzw. können.
Keine Endgültigen. Wir brauchen geistige Märtyrer für unsere heutige Römisch-Katholische Kirche. Die
Realität ist hart. Gottes Segen für Euch alle.
@ athanasius wenn ich es richtig verstanden habe, ist der mitbruder puchil geweihter priester, nur eben
(inzwischen) „ohne amt“, wie dies so „schön“ amtskirchlich heißt. ihr hinweis auf ein allfälliges ableben
seiner ehefrau als „chance“, sein priesterliches amt wieder aufnehmen zu können, ist mehr als zynisch
und ich erwarte hierfür eine entschuldigung ihrerseits!
@Athanasius –- erstmal richtig lesen lernen! „Puchil“ hatte geschrieben, daß er geweihter Priester ist
und wegen der Heirat aus dem Dienst ausgeschieden ist. Da geht es nicht darum, als verheirateter irgendwann
mal Priester zu werden.
@ Athanasius Und warum sich als Protestant katholisch weihen zu lassen, wenn eh jede Messdienerin von
12 Jahren und jede Lektorin von 75 Jahren mit einem die Hl. Kommunion spenden als seien sie auch Priester
oder Diakone. Aha, Sie sind also nur katholisch, weil Sie für Mundkommunion sind. Da haben Sie die Sinn
des Ganzen ja voll erfasst :)3.
@Mag. Puchil Wenn für Sie das Leben in unverheirateter Weise schwerer gewogen hat als die Priesterliche
Würde, so ist es sowieso besser gewesen dass Sie nicht Priester wurden. Denn verheiratete Priester haben –
wenn sie wirklich katholisch sind – viele Schwierigkeiten, wie ich bei den Maroniten im Westen sehen konnte.
In der heutigen antichristlichen, antiklerikalen Gesellschaft, ist es auch für die Kinder von Priestern
nicht leicht stand zu halten. Bedenken Sie das einmal. Und wenn Sie verheirateter Priester werden wollen,
so könnten sie nach Syrien umsiedeln und dort den Eintritt in die melkitisch-katholische Kirche beantragen
und dann nach 15 Jahren Pfarrtätigkeit zum verheirateten Priester geweiht werden. Das ist der schwere
Weg. Wann Sie Witwer werden, können Sie auch noch geweiht werden. Gegen das Priesterzölibat sprechen
ist unsinnig, auch eine Forderung zur Allgemeindispens. Die Lateinische Kirche hatte Vorbedingungen und
die waren Ihnen bekannt. Und schon immer den später abgefallenen bzw. ausgetretenen Priesterscharen der
1960er Jahrgänge! Die haben eine ewige Zölibatsgelübe abgelegt vor Gott im Heiligen Sakramente des
Altares. Das kann man hinterher nicht revidieren oder abwerfen, wie ein Martin Luther. Vorher wusste man
was man schwören würde. Zölibat damit die Heiligungsarbeit mehr Vorrang hat. Niemand wird zur Hl. Priesterweihe
gezwungen.
puchil2 schrieb „Durch die Weihe verheirateter evangelischer Pastoren zu katholischen Priestern fühle
ich mich als einer von rund 700 verheirateten katholischen Priestern Österreichs, die wegen ihrer Heirat
aus dem Priesteramt ausscheiden mussten, provoziert und verhöhnt.“ Sie übersehen etwas wichtiges: Die
Weihe verheirateter Männer zu Priestern ist prinzipiell möglich, wird allerdings von den verschiedenen
apostolischen Kirchen in unterschiedlichem Ausmaß gehandhabt. Während sie bei Orthodoxen oder katholischen
Ostkirchen für den Weltklerus fast die Regel darstellt, ist sie in der katholsichen Kirche des Westens
stark eingeschränkt. Dagegen sehen sich alle apostolischen Kirchen außerstande, bereits zu Priestern/Diakonen
geweihte Männer zum Sakrament der Ehe zuzulassen: das Priesteramt ist ein objektives Ehehindernis. Was
im übrigen auch allen Priesterkandidaten vor ihrer Diakonswweihe bekannt ist und von diesen durch ein
feierliches Versprechen zur ehelosigkeit bekräftigt wird.
Priesterweihe an verheiratete evangelische Pastoren Durch die Weihe verheirateter evangelischer Pastoren
zu katholischen Priestern fühle ich mich als einer von rund 700 verheirateten katholischen Priestern
Österreichs, die wegen ihrer Heirat aus dem Priesteramt ausscheiden mussten, provoziert und verhöhnt.
Hier wird von der katholischen Kirche zweierlei Maß angelegt, eine Vorgangsweise, die niemand mehr verstehen
kann und die Glaubwürdigkeit der Kirche ein weiteres Mal schwer erschüttert. Mag. Ludwig Puchinger,
Gallneukirchen
Erratum Ich meine natürlich die anglikanisch-kalvinistische Handfingerkommunion die nicht einfach Herr
Martin Luther erlaubt hätte seiner Zeit. Und warum sich als Protestant katholisch weihen zu lassen, wenn
eh jede Messdienerin von 12 Jahren und jede Lektorin von 75 Jahren mit einem die Hl. Kommunion spenden
als seien sie auch Priester oder Diakone. Jeder ist ja in der frohen neoprotestantischen Struktur die
sich „katholisch“ sein heute „Priester“. Ich fürchte bei diesen Predigern kommt – wenn sie wahrhaft römisch-katholisch
und intelligent sind – eine neue Identitätskrise auf als Priester. Man ist eben nicht nur ein Sozialmitarbeiter
oder einer der Geschichten abhält vor einer Menge von Leuten, sondern Diener Gottes und Opferpriesterinstrument.
Wo findet man denn das in den modernistischen Pfarreien, wo Küngerianer und „Schleifer der Bastionen“
(cfr. Urs von Balthasar) regieren, egal ob ultramodernistisch oder gemässigt-„konservativ“-liberal?
Magere Ernte 29. Juni, Linzer Dom, 9.00 Uhr. Eine festliche Stimmung will sich bei mir nicht so recht
einstellen: Dort, wo vor Jahren 10 und mehr Priesterweihen stattgefunden haben, – eine einzige. Dafür
verhältnismäßig viele Priesterjubilare. Die Altersstruktur der Amtsträger ist alarmierend! Hausgemachter
Priestermangel drückt die Katholische Kirche! Am Ende des Gottesdienstes wird um Priesternachwuchs gebetet.
Ein offensichtlich frustrierter Pfarrer des Bistums Würzburg schreibt zu diesem Problem: „Die katholischen
Bischöfe befinden sich in einem ähnlich paradoxen Zustand wie eine Frau, die um Kindersegen betet und
gleichzeitig die Pille nimmt. Sie beschwören Berufungen in den verschiedensten Aktionen, weil sie priesterlichen
Nachwuchs dringend benötigen. Im selben Atemzug verhüten sie Berufungen auf breiter Front.“ (Zulassungsbedingungen!)
Dem ist nichts hinzu zufügen.
Alles Gute und Gottes Segen zugewünscht aber… Wird man liturgisch nicht vom Protestanten zum Neo-Protestanten
oder Kryptoanglikaner in der angeblich römisch-katholischen Struktur der Konzilskirche Deutschlands????
Die Liturgie und hässlichen Kasel in anglikanischer „Tradition“ lassen schlimmes vermuten. Und man bleibt
als Prediger und Neupriester also auch einfach bei der protestantischen Handkommunion?
Hat man Kinder oder besitzt man sie heißt es in der deutschen Sprache nicht einfach, man hat soundsoviele
Kinder? Die Formulierung, jemand besitzeKinder, habe ich jedenfalls noch nie gehört. Hört sich auch
irgendwie merkwürdig an.
Schlechte Formulierung Finde die Stelle mit „…besitzt drei Kinder“ schon eigentümlich formuliert.
Ich glaube nicht, dass Eltern ihre Kinder „besitzen“.