Der Leiter des deutschsprachigen ‘Radio Vatikan’ möchte mehr Frauen im Vatikan. Er träumt auch bisher ungeträumte Träume.
Mutter Teresa als Kardinal?
(kreuz.net, Vatikan) Der Vatikan soll weiblicher und internationaler werden. Das forderte der Jesuitenpater
Eberhard von Gemmingen (71), der seit 25 Jahren die deutschsprachige Abteilung von Radio Vatikan leitet.
Pater von Gemmingen sprach mit der Nachrichtenagentur der deutschen Bischofskonferenz ‘KNA’.
Der Jesuit
wünscht sich mehr Frauen im Vatikan: „Auch wenn schon manche hochgebildete Dame den Vatikan berät, so
fehlt das weibliche Element doch noch ziemlich.“
Er kann sich die Frauen besonders in den erst nach dem
Zweiten Vatikanum entstandenen Räten für Familie, Laien, Krankenpastoral, Kultur, Medien und Nothilfe
vorstellen.
Schließlich habe es sich herumgesprochen, daß Frauen viele Fragen anders sehen und angehen.
Der weibliche Genius fehle besonders in der Leitung, in den übergeordneten Gremien und in den einmal
jährlich tagenden Aufsichtsbehörden über Räte und Kongregationen:
„Kardinäle und Bischöfe mögen
hervorragende Theologen sein, aber für profane Sachfragen haben sie kein eigenes Charisma erhalten.“
Hier sollte die Zahl der Frauen schrittweise vermehrt werden. Zwischen den Theologen sollten weibliche
Fachleute sitzen – so der Jesuit.
Pater von Gemmingen sieht ein praktisches Problem: „Familienväter
und -mütter sind tendenziell stärker ortsgebunden, und sie müssen ja auch eine Familie ernähren.“
Deshalb müßte man „sehr energisch drangehen“ und Wege finden, wie man Laien für eine begrenzte Amtszeit
in den Vatikan berufen und sie anständig bezahlen könne. Ferner müsse man sich der Frage stellen, wo
die Kinder zur Schule gehen, was die Ehemänner zum Umzug sagen:
„Vielleicht kommen hauptsächlich Frauen
in Frage, welche die Kindererziehung hinter sich haben“ – so Pater von Gemmingen.
Wenn man einmal erkannt
habe, wie wichtig Frauen in vielen vatikanischen Ämtern wären, dann werde man auch Wege finden.
Zur
Frage, was das höchste Amt wäre, das eine Frau bekleiden könnte, erzählte Pater Gemmingen den „Traum
eines sehr päpstlich orientierten Kirchenmannes“: „Daß Mutter Teresa Kardinal sein könnte und damit
auch das Recht hätte, den Papst zu wählen.“
Pater von Gemmingen träumt einen ähnlichen Traum: „Daß
der Papst beim nächsten Konklave von sechzig Kardinälen und sechzig aus der ganzen Welt delegierten
Frauen gewählt wird.“
Schließlich brauche man zur Papstwahl keine Weihe. Der Jesuit räumt ein, daß
sein Vorschlag „naiv“ klinge: „Aber manchmal führen gerade naive Vorschläge weiter.“
Abschließend
stellte er eine „weniger utopische Gegenfrage“:
„Wenn 80 Prozent aller Ordensleute weiblich sind, warum
soll eigentlich an der Spitze der für sie zuständigen Vatikanbehörde nicht eine Schwester stehen?“
Dafür brauche man keine Weihe, sondern nur den Glauben an den lieben Gott und Sachverstand.
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44 Lesermeinungen
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Benedikt Inzwischen gibt es GemeindeleiterInnen, die Laien sind, und die auch Sakramente spenden z.B.
Taufe und nicht nur Nottaufe. Es gibt doch nur wenige Sakramente, die bisher nur ein Priester spenden
darf und dies wäre die sakramentale Beichte und die Feier der Eucharistie, alles andere kann auch ein
Laie mit Sondervollmacht. Außerdem gibt es an Stelle der Eucharistiefeier die Wortgottesdienste mit Agapefeier,
der eine Segnung des Brotes vorausgeht, genau wie im Urchristentum. Bleibt zum Schluß nur noch die sakramentale
Beichte. Aber ich kann Ihnen sagen, es wird mehr Krankenschwestern gebeichtet als einem Priester, es wird
mehr Gemeindereferentinnen gebeichtet als ein Priester sich träumen lässt. Sie dürfen nur nicht Ego
te absolvo sagen. Die Bürokratie liegt doch auf Seiten der Amtskirche. Aber auch hier wird sich noch
vieles ändern. Genügend Priester wird es sowieso nicht mehr geben, es sei denn der Pflichtzölibat fällt.
o^/
@ Bussmann Wenn ich an die Anfänge des Christentums denke, hatten auch die GemeindeLeiterinnen kein Weihesakrament
und Jesus sowieso nicht. Was ne Erkenntnis, wer hätte auch die Gewalt gehabt, Jesus Christus zum Hohepriester
zu machen? Laien als Gemeindeleiter sind überflüssig, wenn diese Gemeinde noch einen Priester hat. Ohne
diesen könnte der Leiter nur eingeschränkt agieren, müsste sich ständig mit diesem kurzschließen
etc. So einen bürokratischen Aufwand kann man sich sparen. Bezüglich der Sakramentenspendung in dieser
Gemeinde wäre ein solcher Leiter nur ein besserer Sekretär. Alles, was diesbezüglich an ihn herangetragen
wird müsste er an den Priester weiterdelegieren.
Zitat: „Wenn einer allein träumt, bleibt es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, so wird das
der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“ Die Psychologie nennt es Massenpsychose
@B. Bussmann / Die Anfänge der Kirche Wenn ich an die Anfänge des Christentums denke, hatten auch die
GemeindeLeiterinnen kein Weihesakrament In den Anfängen der Kirche gab es auch keine „Gemeindeleiterinnen“,
da der Frau das Lehren in der Kirche ausdrücklich verboten ist und diese schweigen soll (vgl. die Hl.
Schrift bei St. Paulus). Ihre Aussage ist vollkommen häretisch und unapostolisch und leugnet die apostolische
Sukzesion.
Konklave Großartig Pater von Gemmingen. Ganz meine Meinung. Wenn ich an die Anfänge des Christentums
denke, hatten auch die GemeindeLeiterinnen kein Weihesakrament und Jesus sowieso nicht. Hoffen wir, dass
der Traum von so vielen bald erfüllt werden kann, denn wie heißt es in einem modernen Kirchenlied: „Wenn
einer allein träumt, bleibt es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, so wird das der Beginn einer
neuen Wirklichkeit.“
nur zur Info: Als eingefleischte Synkretistin und Akatholikin könnte so eine wie Theresa nicht einmal
hypothetisch an irgendeinem „Konklave“ teilnhemen. Ist der Gemmingen wirklich so blöd oder tut er nur
so ?
@ Heinrich II. Das mit der Beteiligung an Papstwahlen müsste man mal kirchenjuristisch überprüfen lassen.
Es stellt sich hier m. E. die Frage, nach welchen Kriterien die zu beteiligenden Frauen von wem ausgewählt
werden. Wenn Gemmingen hierüber tiefer nachdenken würde, müsste er zu dem Ergebnis kommen, dass sein
Vorschlag unter die Rubrik (populärer) „Zeitgeist“ fällt. Das wählende Kardinalskollegium besteht aus
gutem Grund und langer Tradition nur aus Männern; diese Frage hängt nämlich implizit mit der des Amtspriestertums
zusammen.
@Rosenkranzsoldat: Wozu das? – Wollns eine Tupperware – Party veranstalten ? Ihr Nick ist wohl schon Programm
genug. Das was seit jahrtausenden Männer zum Heil der Welt beitragen hätten Frauen auch vermocht. Nämlich
gar nichts! Also seinen Sie etwas bescheidener und arbeiten Sie zu allererst Ihren Minderwertigkeitskomplex
auf.
@ Heinrich II. Nichts dagegen, sofern der ganze Kaffeeklatsch unterbleibt oder sich zumindest in Grenzen
hält. „Das Wort der Mutter sollst du nie verachten, aber auch den eigenen Verstand gebrauchen.“ (Spruch
der Erfahrungen 7, 12)
Lieber Herr Hüller, vielleicht die Mütter der Kardinäle? Wäre doch ein guter Kompromiss, wenn die
Herrn mit Ihren Mamas ins Konklave kommen dürften. Dann würden wenigstens die Betten jeden Morgen gemacht.
@ hlux Es muss etwas DAFÜR sprechen, das ist der Punkt. Bei den Kommissionen und Räten mag P. Gemmingen
recht haben, die anderen Vorschläge kann man getrost vergessen. Diese permanenten Veränderungen dienen
nur dem Selbstzweck, beheben kein Problem und schaffen fortwährend neue Baustellen. Der Kirche und ihren
Problemen ist damit nicht geholfen.
Gammastrahl „Vielleicht kommen hauptsächlich Frauen in Frage, welche die Kindererziehung hinter sich
haben“ – so Pater von Gemmingen. Oder solche, die gar niemals Kinder hatten, und sich somit von Anfang
an tüchtig in die Verwaltungsapparat des Vatikans einarbeiten konnten. Dort sind Kinder ohnehin nicht
offiziell erwünscht. So können diese Frauen ihr ganzes Pozenzial höchst effektiv der Verwaltung des
Vatikans zur Verfügung stellen.
@hlux… nichts spricht gegen die Gedanken von von Gemmingens … außer dass sie ungewohnt sind… Die
Kurie könnte ganz anders organisert werden… Wirtschaft und Finanzen von Laien verantwortet werden …
usw. Diese ererbte Struktur ist undogmatisch …
Frauen im Vatikan Komisch! Bis jetzt habe ich noch kein einziges theologisches (oder sonstwie logisches)
ARGUMENT gegen die Überlegungen von P. Gemmingen hier gelesen. Nichts als hämische Polemik. Also Klartext:
Was konkret spricht dagegen?
@Sulpicius – Jesuiten heute Sie haben sehr gut in gewohnt kurzer und gewürzter Weise gesagt, was dieser
Gemmingen ist. Der spielt sowieso nicht mit offenen Karten und ist ein Kleriker wie sie seit den 1970er
Jahren typisch sind: Selbstverliebtheit, aufgeblasenes Worgeklingel, Möchtegern-Revoluzzer sind typische
Kennzeichen… Warum werden diese Jesuiten nicht schlau? So blöd kann man doch gar nicht sein, nicht
zu merken, wie es mit ihrem Orden bergab geht.
Wenn’s hilft Jetzt gibt es auch schon Traditionalisten, die allen Ernstes die Abschaffung der uralten
Tradition der Papstwahlen fordern. Wenn’s hilft ihre Vorstellungen von Kirche durchzusetzen, gilt die
Devise: Gut ist was nützt.
@matt2 dann sollen sie doch gleich das Los unter sich werfen, so wie man das von alters her kennt. einfach
köstlich, einfach grandios!!! um den Rock Jesu das Los werfen, das wusste ich schon lange, nur traute
ich mich das nicht so offen zu sagen wie Sie, Danke! o^/ Danke!! o^/ Danke!!! o^/
@matt2 / Weitergabe der Petrusnachfolge das müsste nur passieren, wenn der Papst nicht einen Nachfolger
bestimmt und das sollte ihm eigentlich zustehen, dass er sein Amt weitergibt an den er will. Hier ist
Ihnen absolut zuzustimmen. Die Weitergabe der Petrusnachfolge steht dem Papst auch zu.
Ich bin der Ansicht, man braucht die ganze aufwendige Kardinalswahl nicht… das müsste nur passieren,
wenn der Papst nicht einen Nachfolger bestimmt und das sollte ihm eigentlich zustehen, dass er sein Amt
weitergibt an den er will. Wollten sich die Herrn Kardinäle aber ganz auf den Willen Gottes verlassen,
dann sollen sie doch gleich das Los unter sich werfen, so wie man das von alters her kennt. Gott wird
dann durch das Los die rechte Entscheidung treffen.
Wer ist Alexander VI und einer der nächsten Nachfolger, Paul III(?) da klappte es auch mit dem Bett…
(Pfui, GerdEric, lass dich nicht anstecken, von den Garstigkeiten )
Frauen als Kirchenlehrerinnen Benedikt: Papst Paul VI. war zumindest der erste Papst, der eine Frau zur
Kirchenlehrerin ernannt hat „Kirchenlehrer“ ist aber kein Amt. Es ist ein Titel für einen heiligen Theologen
im Himmel. Die Kirche vergibt Titel nicht nur an irdische Kirchenmitglieder, sondern auch an Mitglieder
der Kirche des Himmels.
@Juergen / Söhne des Papstes als Papstnachfolger An die Familienstreitigkeiten zwischen „Papstfamilien“
braucht man gar nicht erst zu erinnern… Diese wären dann wohl kein Gegenstand mehr, wenn es keine Konklaven
und Papstwahlen mehr gäbe.
Söhne auf den Thron Oh ja, der Papst ernennt seinen Nachfolger selbst: dann kann er ja prima Söhne auf
den Thron heben und alles bleibt in der Familie. Hat es doch alles schon gegeben. War nicht Innozenz I.
vermutlich der Sohn des Vorgängers Anastasius I.? Und war nicht Silverius Sohn von Hormisdas? Und Johannes
XI. wahrscheinlich Sohn von Sergius III.? An die Familienstreitigkeiten zwischen „Papstfamilien“ braucht
man gar nicht erst zu erinnern…
@FioreGraz / Papstnachfolgerernennungen der Vergangenheit Solche Regelungen hat es schon gegeben und sie
finden sich auch in der Papstgeschichte (vgl. die historischen Beispiele die unter dem Bericht zum Papstwahlmotuproprio
bereits angeführt wurden). Sämtliche Papstwähler sind direkt vom Papst ernannt und der Papstwahlmodus
wird ebenso alleine vom Papst bestimmt. Dem Papst stehen somit alle Möglichkeiten offen, um einen schlechten
Papstnachfolger zu verhindern, wie z.B. 1958, 1963 oder 1978.
@Rudolfus Den seligen Päpsten Pius IX. und St. Pius X. wäre eine derartige Nachfolgeregelung völlig
zuzutrauen gewesen. Solche Regelungen hat es schon gegeben und scheiterten bzw. wurden verworfen. Dies
ultramontanen Tendenzen führen geradewegs in den Modernismus und die Häresie. Diesem Ultramontanismus
haben wir den jetzigen Plawatsch zu verdanken. Gerade sie als Tradi sollten davon eher abstand nehmen.
LG Fiore
Pater von Gemmingens Vorschläge und die Laiencardinäle der Vergangenheit Da auch das Cardinalsamt an
keine Klerikerweihen gekoppelt war, war damals auch bereits eine direkte Mitbestimmung von Laien bei den
Papstwahlen gegeben. Es wäre aber ohnedies besser, der Papst würde – nach der Abschaffung des Vetorechtes
der weltlichen Mächte – seinen Nachfolger endgültig und direkt ernennen. Den seligen Päpsten Pius IX.
und St. Pius X. wäre eine derartige Nachfolgeregelung völlig zuzutrauen gewesen. Papst St. Pius X. hat
nach 1903 das Vetorecht weltlicher katholischer Mächte ausdrücklich ausgeschlossen. Leider hat er die
Papstwahl durch das Konklave nicht völlig abgeschafft. Jede Papstwahl bietet – wie jede Wahl – weiterhin
hervorragende Möglichkeiten von Manipulationen und unkatholischen Einflußnahmen. Es ist zu bedauern,
daß auch ein papstabsolutistischer Papst wie der Diener Gottes Pius XII. die Nachfolgeregelung weiterhin
seinen Cardinälen überlassen hat und so erst den Weg frei für Paul VI. Montini 1963 gemacht hat.
@Gotthard – Mehr Frauen im Vatikan! Diese Gedanken und Ideen sollten weiterbedacht werden … Ja, warum
auch keine Kompanie Schweizer Gardistinnen in schnukeligen Uniformen.
@ Rudolfus Bereits unter dessen revolutionärem und entsprechend erfolglosem Pontifikat wurde die Frage
der Ämterbesetzung durch Frauen erwähnt. Papst Paul VI. war zumindest der erste Papst, der eine Frau
zur Kirchenlehrerin ernannt hat „Kirchenlehrer“ ist aber kein Amt. so wie Papst Paul VI. auch allen Bischöfen
die Altersgrenze von 75 Jahren vorgeschrieben hatte, um möglichst viele Bischöfe nach eigenem Gutdünken
ernennen zu können. Na und? Als Papst darf er das. Seine Vorgänger haben das in jahrhundertelanger Arbeit
durchgesetzt. Ein Thema unter Papst Paul VI. war z.B. die Wahl des Papstes durch ein Konzil oder durch
eine andere Einbindung der Bischofskonferenzen. Das würde mich interessieren – haben Sie eine weiterführende
Quelle? Sich selbst, als Papst, hatte er wohlweislich keine Altersgrenze setzen wollen, obwohl er ab 1972
gerne freiwillig als Papst abgezogen wäre, Wieso „wohlweislich“, wenn er gerne gegangen wäre?
von Gemmingen ich weiß nicht, was diese Jesuiten für ein Hafer sticht, dass sie dauernd so einen Schrott
von sich geben. von Gemmingen ist eh nur Trittbrettfahrer für deutsche Medien.
Kirchenrechtliche Möglichkeiten und Änderungen seit Papst Paul VI. und die Nach-Paul-VI.-Papstwahl Spätestens
seit Papst Paul VI. Montini sind derartige Ideen keineswegs illusionär. Bereits unter dessen revolutionärem
und entsprechend erfolglosem Pontifikat wurde die Frage der Ämterbesetzung durch Frauen erwähnt. Papst
Paul VI. war zumindest der erste Papst, der eine Frau zur Kirchenlehrerin ernannt hat (während vorher
die Theologie als eine reine Männerdomäne galt). Was andere Modi der Papstwahlen betrifft, so wurde
auch hierüber bereits unter Paul VI. nachgedacht, die Papstwahl ist bekanntlich eine reine kirchenrechtliche
Frage. Ein Thema unter Papst Paul VI. war z.B. die Wahl des Papstes durch ein Konzil oder durch eine andere
Einbindung der Bischofskonferenzen. Papst Paul VI. entschied sich unter vielen Vorschlägen letztens für
den seltsamen Vorschlag, seinen Nachfolger zwar weiterhin durch die Cardinäle wählen zu lassen, allerdings
nur von den Cardinälen bis zum 80. Lebensjahr, so wie Papst Paul VI. auch allen Bischöfen die Altersgrenze
von 75 Jahren vorgeschrieben hatte, um möglichst viele Bischöfe nach eigenem Gutdünken ernennen zu
können. Sich selbst, als Papst, hatte er wohlweislich keine Altersgrenze setzen wollen, obwohl er ab
1972 gerne freiwillig als Papst abgezogen wäre, weil ihm offenbar die verwüstete Kirche selbst unheimlich
geworden war. Seine Clique hat ihm das aber ausgeredet (siehe Alterzbischof Cardinal Königs Interviews),
obwohl er sich ab dieser Zeit völlig in den Vatikan zurückzog.
@Elendtser Sünder Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß er wirklich so einen Mist erzählt haben soll.
Wenn man im Vatikan arbeiten will, MUSS man einen solchen Bockmist verzapfen.
@ Gotthard Worin besteht die Illusion? Was ist an diesen Vorschlägen verkehrt – was ist an ihnen theologisch
falsch? Das ist doch völlig irrelevant – was ändert es daran, dass es illusionär ist? Der Weltfrieden
ist auch nicht verkehrt oder falsch und trotzdem illusionär. Ich muss übrigens konkretisieren: Ich beziehe
mich eindeutig auf die Idee mit dem Konklave. Alles andere halte ich nciht für falsch. Selbstverständlich
sollen Frauen und Fachleute in den Kommissionen etc sitzen. Vom Rest halte ich nichts. Es war schon damals
falsch, den Kardinalat an Laien zu vergeben. Dieses Amt ist aus den kirchlichen Amtsträgern in und um
Rom hervorgegangen, und das waren nun einmal Kleriker. Und dabei sollte es meiner Meinung nach auch bleiben.
Hw. von Gemmingen ist ein alter herr der gerade einen herzinfakt hinter sich hat einen jener konzilsgeist
nostalgiker die eben an ihren idealen hängen sie werden auch im ruhestand weiter träumen man sollte
ihnen die freude lassen
Vorschlag P. Gemmingen weiß genau, dass seine Vorschläge illusionär sind. Dadurch, dass sie immer wieder
hochgekocht werden, entstehen mithin Vorstellungen, deren (voraussehbarer) Nichteintritt dann zu weiteren
Enttäuschungen führt. Das ist dasselbe Schema wie bei den Priesteramtskandidaten der 60er Jahre, denen
man inoffiziell in Aussicht gestellt hatte, dass mit dem Zölibat werde wohl nicht so bleiben. Die Folge
des Nichteintritts dieser de-facto Zusicherung war dann die große Laisierungswelle in den 70ern. Man
sollte wirklich aufhören, solchen unbegründeten Hoffnungen ständig weiter Nahrung zu geben.