Medien
Mutter Teresa im Konklave
Der Leiter des deutschsprachigen ‘Radio Vatikan’ möchte mehr Frauen im Vatikan. Er träumt auch bisher ungeträumte Träume.
Mutter Teresa als Kardinal?
Mutter Teresa als Kardinal?
(kreuz.net, Vatikan) Der Vatikan soll weiblicher und internationaler werden. Das forderte der Jesuitenpater Eberhard von Gemmingen (71), der seit 25 Jahren die deutschsprachige Abteilung von Radio Vatikan leitet.

Pater von Gemmingen sprach mit der Nachrichtenagentur der deutschen Bischofskonferenz ‘KNA’.

Der Jesuit wünscht sich mehr Frauen im Vatikan: „Auch wenn schon manche hochgebildete Dame den Vatikan berät, so fehlt das weibliche Element doch noch ziemlich.“

Er kann sich die Frauen besonders in den erst nach dem Zweiten Vatikanum entstandenen Räten für Familie, Laien, Krankenpastoral, Kultur, Medien und Nothilfe vorstellen.

Schließlich habe es sich herumgesprochen, daß Frauen viele Fragen anders sehen und angehen.

Der weibliche Genius fehle besonders in der Leitung, in den übergeordneten Gremien und in den einmal jährlich tagenden Aufsichtsbehörden über Räte und Kongregationen:

„Kardinäle und Bischöfe mögen hervorragende Theologen sein, aber für profane Sachfragen haben sie kein eigenes Charisma erhalten.“

Hier sollte die Zahl der Frauen schrittweise vermehrt werden. Zwischen den Theologen sollten weibliche Fachleute sitzen – so der Jesuit.

Pater von Gemmingen sieht ein praktisches Problem: „Familienväter und -mütter sind tendenziell stärker ortsgebunden, und sie müssen ja auch eine Familie ernähren.“

Deshalb müßte man „sehr energisch drangehen“ und Wege finden, wie man Laien für eine begrenzte Amtszeit in den Vatikan berufen und sie anständig bezahlen könne. Ferner müsse man sich der Frage stellen, wo die Kinder zur Schule gehen, was die Ehemänner zum Umzug sagen:

„Vielleicht kommen hauptsächlich Frauen in Frage, welche die Kindererziehung hinter sich haben“ – so Pater von Gemmingen.

Wenn man einmal erkannt habe, wie wichtig Frauen in vielen vatikanischen Ämtern wären, dann werde man auch Wege finden.

Zur Frage, was das höchste Amt wäre, das eine Frau bekleiden könnte, erzählte Pater Gemmingen den „Traum eines sehr päpstlich orientierten Kirchenmannes“: „Daß Mutter Teresa Kardinal sein könnte und damit auch das Recht hätte, den Papst zu wählen.“

Pater von Gemmingen träumt einen ähnlichen Traum: „Daß der Papst beim nächsten Konklave von sechzig Kardinälen und sechzig aus der ganzen Welt delegierten Frauen gewählt wird.“

Schließlich brauche man zur Papstwahl keine Weihe. Der Jesuit räumt ein, daß sein Vorschlag „naiv“ klinge: „Aber manchmal führen gerade naive Vorschläge weiter.“

Abschließend stellte er eine „weniger utopische Gegenfrage“:

„Wenn 80 Prozent aller Ordensleute weiblich sind, warum soll eigentlich an der Spitze der für sie zuständigen Vatikanbehörde nicht eine Schwester stehen?“

Dafür brauche man keine Weihe, sondern nur den Glauben an den lieben Gott und Sachverstand.
      
44 Lesermeinungen
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#44   Brigitte Bussmann   09:53:34 | Freitag, 6. Juli 2007
Benedikt
Inzwischen gibt es GemeindeleiterInnen, die Laien sind, und die auch Sakramente spenden z.B. Taufe und nicht nur Nottaufe. Es gibt doch nur wenige Sakramente, die bisher nur ein Priester spenden darf und dies wäre die sakramentale Beichte und die Feier der Eucharistie, alles andere kann auch ein Laie mit Sondervollmacht.
Außerdem gibt es an Stelle der Eucharistiefeier die Wortgottesdienste mit Agapefeier, der eine Segnung des Brotes vorausgeht, genau wie im Urchristentum.
Bleibt zum Schluß nur noch die sakramentale Beichte. Aber ich kann Ihnen sagen, es wird mehr Krankenschwestern gebeichtet als einem Priester, es wird mehr Gemeindereferentinnen gebeichtet als ein Priester sich träumen lässt. Sie dürfen nur nicht Ego te absolvo sagen. Die Bürokratie liegt doch auf Seiten der Amtskirche. Aber auch hier wird sich noch vieles ändern. Genügend Priester wird es sowieso nicht mehr geben, es sei denn der Pflichtzölibat fällt. o^/
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#43   Benedikt   11:52:37 | Donnerstag, 5. Juli 2007
@ Bussmann
Wenn ich an die Anfänge des Christentums denke, hatten auch die GemeindeLeiterinnen kein Weihesakrament und Jesus sowieso nicht.
Was ne Erkenntnis, wer hätte auch die Gewalt gehabt, Jesus Christus zum Hohepriester zu machen? Laien als Gemeindeleiter sind überflüssig, wenn diese Gemeinde noch einen Priester hat. Ohne diesen könnte der Leiter nur eingeschränkt agieren, müsste sich ständig mit diesem kurzschließen etc. So einen bürokratischen Aufwand kann man sich sparen. Bezüglich der Sakramentenspendung in dieser Gemeinde wäre ein solcher Leiter nur ein besserer Sekretär. Alles, was diesbezüglich an ihn herangetragen wird müsste er an den Priester weiterdelegieren.
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#42   Ydefix   11:37:59 | Donnerstag, 5. Juli 2007
Zitat:
„Wenn einer allein träumt, bleibt es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, so wird das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“
Die Psychologie nennt es Massenpsychose :-D
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#41   Frasim   11:18:01 | Donnerstag, 5. Juli 2007
@Brigitte Bussmann
Und warum hat Jesus beim letzten Abendmahl nur die 12 männlichen Apostel dazugenommen?? Nicht mal Seine Mutter war da dabei!
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#40   Rudolfus   09:14:08 | Donnerstag, 5. Juli 2007
@B. Bussmann / Die Anfänge der Kirche
Wenn ich an die Anfänge des Christentums denke, hatten auch die GemeindeLeiterinnen kein Weihesakrament
In den Anfängen der Kirche gab es auch keine „Gemeindeleiterinnen“, da der Frau das Lehren in der Kirche ausdrücklich verboten ist und diese schweigen soll (vgl. die Hl. Schrift bei St. Paulus).
Ihre Aussage ist vollkommen häretisch und unapostolisch und leugnet die apostolische Sukzesion.
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#39   Brigitte Bussmann   09:07:59 | Donnerstag, 5. Juli 2007
Konklave
Großartig Pater von Gemmingen. Ganz meine Meinung. Wenn ich an die Anfänge des Christentums denke, hatten auch die GemeindeLeiterinnen kein Weihesakrament und Jesus sowieso nicht. Hoffen wir, dass der Traum von so vielen bald erfüllt werden kann, denn wie heißt es in einem modernen Kirchenlied:
„Wenn einer allein träumt, bleibt es nur ein Traum, wenn viele gemeinsam träumen, so wird das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“
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#38   Ydefix   22:34:56 | Mittwoch, 4. Juli 2007
nur zur Info:
Als eingefleischte Synkretistin und Akatholikin könnte so eine wie Theresa nicht einmal hypothetisch an irgendeinem „Konklave“ teilnhemen. Ist der Gemmingen wirklich so blöd oder tut er nur so ?
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#37   Rosenkranzsoldat   22:20:38 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Lieber Leblhuber
bitte seins doch so gut tun tuns mich nicht ärgern mit Phraren und Parolen der pol.corr Genderideologie.
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#36   Christian Hüller   21:29:51 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@ Heinrich II.
Das mit der Beteiligung an Papstwahlen müsste man mal kirchenjuristisch überprüfen lassen. Es stellt sich hier m. E. die Frage, nach welchen Kriterien die zu beteiligenden Frauen von wem ausgewählt werden. Wenn Gemmingen hierüber tiefer nachdenken würde, müsste er zu dem Ergebnis kommen, dass sein Vorschlag unter die Rubrik (populärer) „Zeitgeist“ fällt. Das wählende Kardinalskollegium besteht aus gutem Grund und langer Tradition nur aus Männern; diese Frage hängt nämlich implizit mit der des Amtspriestertums zusammen.
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#35   Leblhuber   21:23:25 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@Rosenkranzsoldat:
Wozu das? – Wollns eine Tupperware – Party veranstalten ?
Ihr Nick ist wohl schon Programm genug.
Das was seit jahrtausenden Männer zum Heil der Welt beitragen hätten Frauen auch vermocht. Nämlich gar nichts!
Also seinen Sie etwas bescheidener und arbeiten Sie zu allererst Ihren Minderwertigkeitskomplex auf.
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#34   HeinrichderZweite   21:20:48 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Lieber Herr Hüller,
ein interessanter Vorschlag! Sie würden ihnen also nur beratende Funktion zukommen lassen?
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#33   Christian Hüller   21:19:17 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@ Heinrich II.
Nichts dagegen, sofern der ganze Kaffeeklatsch unterbleibt oder sich zumindest in Grenzen hält.
„Das Wort der Mutter sollst du nie verachten, aber auch den eigenen Verstand gebrauchen.“
(Spruch der Erfahrungen 7, 12)
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#32   HeinrichderZweite   21:15:07 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Lieber Herr Hüller,
vielleicht die Mütter der Kardinäle? Wäre doch ein guter Kompromiss, wenn die Herrn mit Ihren Mamas ins Konklave kommen dürften. Dann würden wenigstens die Betten jeden Morgen gemacht.
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#31   Benedikt   21:12:43 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@ hlux
Es muss etwas DAFÜR sprechen, das ist der Punkt. Bei den Kommissionen und Räten mag P. Gemmingen recht haben, die anderen Vorschläge kann man getrost vergessen. Diese permanenten Veränderungen dienen nur dem Selbstzweck, beheben kein Problem und schaffen fortwährend neue Baustellen. Der Kirche und ihren Problemen ist damit nicht geholfen.
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#30   Christian Hüller   21:11:56 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Gammastrahl
„Vielleicht kommen hauptsächlich Frauen in Frage, welche die Kindererziehung hinter sich haben“ – so Pater von Gemmingen.
Oder solche, die gar niemals Kinder hatten, und sich somit von Anfang an tüchtig in die Verwaltungsapparat des Vatikans einarbeiten konnten. Dort sind Kinder ohnehin nicht offiziell erwünscht. So können diese Frauen ihr ganzes Pozenzial höchst effektiv der Verwaltung des Vatikans zur Verfügung stellen. :-)
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#29   Gotthard   20:57:20 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@hlux…
nichts spricht gegen die Gedanken von von Gemmingens … außer dass sie ungewohnt sind…
Die Kurie könnte ganz anders organisert werden… Wirtschaft und Finanzen von Laien verantwortet werden … usw.
Diese ererbte Struktur ist undogmatisch …
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#28   hlux   20:44:08 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Frauen im Vatikan
Komisch! Bis jetzt habe ich noch kein einziges theologisches (oder sonstwie logisches) ARGUMENT gegen die Überlegungen von P. Gemmingen hier gelesen. Nichts als hämische Polemik. Also Klartext: Was konkret spricht dagegen?
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#27   Romulus   18:59:40 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@Sulpicius – Jesuiten heute
Sie haben sehr gut in gewohnt kurzer und gewürzter Weise gesagt, was dieser Gemmingen ist.
Der spielt sowieso nicht mit offenen Karten und ist ein Kleriker wie sie seit den 1970er Jahren typisch sind:
Selbstverliebtheit, aufgeblasenes Worgeklingel, Möchtegern-Revoluzzer sind typische Kennzeichen…
Warum werden diese Jesuiten nicht schlau? So blöd kann man doch gar nicht sein, nicht zu merken, wie es mit ihrem Orden bergab geht.
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#26   juergen   18:40:39 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Wenn’s hilft
Jetzt gibt es auch schon Traditionalisten, die allen Ernstes die Abschaffung der uralten Tradition der Papstwahlen fordern.
Wenn’s hilft ihre Vorstellungen von Kirche durchzusetzen, gilt die Devise: Gut ist was nützt.
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#25   Benedikt   18:39:09 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Mich wundert nichts mehr
Jetzt gibt es auch schon Traditionalisten, die allen Ernstes die Abschaffung der uralten Tradition der Papstwahlen fordern.
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#24   GerdEric   17:31:42 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@matt2
dann sollen sie doch gleich das Los unter sich werfen, so wie man das von alters her kennt.
einfach köstlich,
einfach grandios!!! :-D
um den Rock Jesu das Los werfen,
das wusste ich schon lange,
nur traute ich mich das nicht so offen zu sagen wie Sie,
Danke! o^/
Danke!! o^/
Danke!!! o^/
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#23   Rudolfus   16:22:44 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@matt2 / Weitergabe der Petrusnachfolge
das müsste nur passieren, wenn der Papst nicht einen Nachfolger bestimmt und das sollte ihm eigentlich zustehen, dass er sein Amt weitergibt an den er will.
Hier ist Ihnen absolut zuzustimmen.
Die Weitergabe der Petrusnachfolge steht dem Papst auch zu.
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#22   matt2 †   16:01:59 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Ich bin der Ansicht, man braucht die ganze aufwendige Kardinalswahl nicht…
das müsste nur passieren, wenn der Papst nicht einen Nachfolger bestimmt und das sollte ihm eigentlich zustehen, dass er sein Amt weitergibt an den er will. Wollten sich die Herrn Kardinäle aber ganz auf den Willen Gottes verlassen, dann sollen sie doch gleich das Los unter sich werfen, so wie man das von alters her kennt. Gott wird dann durch das Los die rechte Entscheidung treffen.
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#21   GerdEric   15:21:36 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Wer ist Alexander VI
und einer der nächsten Nachfolger, Paul III(?) :-)
da klappte es auch mit dem Bett… O:)
(Pfui, GerdEric, lass dich nicht anstecken, von den Garstigkeiten :-S )
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#20   Rudolfus   15:17:36 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Frauen als Kirchenlehrerinnen
Benedikt:
Papst Paul VI. war zumindest der erste Papst, der eine Frau zur Kirchenlehrerin ernannt hat
„Kirchenlehrer“ ist aber kein Amt.
Es ist ein Titel für einen heiligen Theologen im Himmel. Die Kirche vergibt Titel nicht nur an irdische Kirchenmitglieder, sondern auch an Mitglieder der Kirche des Himmels.
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#19   Sulpicius   15:04:48 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Gemmingen ist einfach…
… ein tutteliger, V2-verliebter Möchtegernjournalist.
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#18   Rudolfus   14:03:34 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@Juergen / Söhne des Papstes als Papstnachfolger
An die Familienstreitigkeiten zwischen „Papstfamilien“ braucht man gar nicht erst zu erinnern…
Diese wären dann wohl kein Gegenstand mehr, wenn es keine Konklaven und Papstwahlen mehr gäbe.
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#17   juergen   14:02:18 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Söhne auf den Thron
Oh ja, der Papst ernennt seinen Nachfolger selbst: dann kann er ja prima Söhne auf den Thron heben und alles bleibt in der Familie.
Hat es doch alles schon gegeben.
War nicht Innozenz I. vermutlich der Sohn des Vorgängers Anastasius I.?
Und war nicht Silverius Sohn von Hormisdas?
Und Johannes XI. wahrscheinlich Sohn von Sergius III.?
An die Familienstreitigkeiten zwischen „Papstfamilien“ braucht man gar nicht erst zu erinnern…
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#16   Rudolfus   13:58:53 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@FioreGraz / Papstnachfolgerernennungen der Vergangenheit
Solche Regelungen hat es schon gegeben und sie finden sich auch in der Papstgeschichte (vgl. die historischen Beispiele die unter dem Bericht zum Papstwahlmotuproprio bereits angeführt wurden).
Sämtliche Papstwähler sind direkt vom Papst ernannt und der Papstwahlmodus wird ebenso alleine vom Papst bestimmt.
Dem Papst stehen somit alle Möglichkeiten offen, um einen schlechten Papstnachfolger zu verhindern, wie z.B. 1958, 1963 oder 1978.
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#15   FioreGraz   13:54:57 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@Rudolfus
Den seligen Päpsten Pius IX. und St. Pius X. wäre eine derartige Nachfolgeregelung völlig zuzutrauen gewesen.
Solche Regelungen hat es schon gegeben und scheiterten bzw. wurden verworfen. Dies ultramontanen Tendenzen führen geradewegs in den Modernismus und die Häresie. Diesem Ultramontanismus haben wir den jetzigen Plawatsch zu verdanken. Gerade sie als Tradi sollten davon eher abstand nehmen.
LG
Fiore
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#14   Rudolfus   13:34:09 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Pater von Gemmingens Vorschläge und die Laiencardinäle der Vergangenheit
Da auch das Cardinalsamt an keine Klerikerweihen gekoppelt war, war damals auch bereits eine direkte Mitbestimmung von Laien bei den Papstwahlen gegeben.
Es wäre aber ohnedies besser, der Papst würde – nach der Abschaffung des Vetorechtes der weltlichen Mächte – seinen Nachfolger endgültig und direkt ernennen.
Den seligen Päpsten Pius IX. und St. Pius X. wäre eine derartige Nachfolgeregelung völlig zuzutrauen gewesen.
Papst St. Pius X. hat nach 1903 das Vetorecht weltlicher katholischer Mächte ausdrücklich ausgeschlossen.
Leider hat er die Papstwahl durch das Konklave nicht völlig abgeschafft.
Jede Papstwahl bietet – wie jede Wahl – weiterhin hervorragende Möglichkeiten von Manipulationen und unkatholischen Einflußnahmen.
Es ist zu bedauern, daß auch ein papstabsolutistischer Papst wie der Diener Gottes Pius XII. die Nachfolgeregelung weiterhin seinen Cardinälen überlassen hat und so erst den Weg frei für Paul VI. Montini 1963 gemacht hat.
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#13   Strepto von Kokke   13:28:00 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@Gotthard – Mehr Frauen im Vatikan!
Diese Gedanken und Ideen sollten weiterbedacht werden …
Ja, warum auch keine Kompanie Schweizer Gardistinnen in schnukeligen Uniformen.
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#12   Benedikt   13:23:32 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@ Rudolfus
Bereits unter dessen revolutionärem und entsprechend erfolglosem Pontifikat wurde die Frage der Ämterbesetzung durch Frauen erwähnt.
Papst Paul VI. war zumindest der erste Papst, der eine Frau zur Kirchenlehrerin ernannt hat
„Kirchenlehrer“ ist aber kein Amt.
so wie Papst Paul VI. auch allen Bischöfen die Altersgrenze von 75 Jahren vorgeschrieben hatte, um möglichst viele Bischöfe nach eigenem Gutdünken ernennen zu können.
Na und? Als Papst darf er das. Seine Vorgänger haben das in jahrhundertelanger Arbeit durchgesetzt.
Ein Thema unter Papst Paul VI. war z.B. die Wahl des Papstes durch ein Konzil oder durch eine andere Einbindung der Bischofskonferenzen.
Das würde mich interessieren – haben Sie eine weiterführende Quelle?
Sich selbst, als Papst, hatte er wohlweislich keine Altersgrenze setzen wollen, obwohl er ab 1972 gerne freiwillig als Papst abgezogen wäre,
Wieso „wohlweislich“, wenn er gerne gegangen wäre?
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#11   cives_romanus   13:18:45 | Mittwoch, 4. Juli 2007
von Gemmingen
ich weiß nicht, was diese Jesuiten für ein Hafer sticht, dass sie dauernd so einen Schrott von sich geben.
von Gemmingen ist eh nur Trittbrettfahrer für deutsche Medien.
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#10   Rudolfus   13:14:52 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Kirchenrechtliche Möglichkeiten und Änderungen seit Papst Paul VI. und die Nach-Paul-VI.-Papstwahl
Spätestens seit Papst Paul VI. Montini sind derartige Ideen keineswegs illusionär.
Bereits unter dessen revolutionärem und entsprechend erfolglosem Pontifikat wurde die Frage der Ämterbesetzung durch Frauen erwähnt.
Papst Paul VI. war zumindest der erste Papst, der eine Frau zur Kirchenlehrerin ernannt hat (während vorher die Theologie als eine reine Männerdomäne galt).
Was andere Modi der Papstwahlen betrifft, so wurde auch hierüber bereits unter Paul VI. nachgedacht, die Papstwahl ist bekanntlich eine reine kirchenrechtliche Frage.
Ein Thema unter Papst Paul VI. war z.B. die Wahl des Papstes durch ein Konzil oder durch eine andere Einbindung der Bischofskonferenzen.
Papst Paul VI. entschied sich unter vielen Vorschlägen letztens für den seltsamen Vorschlag, seinen Nachfolger zwar weiterhin durch die Cardinäle wählen zu lassen, allerdings nur von den Cardinälen bis zum 80. Lebensjahr,
so wie Papst Paul VI. auch allen Bischöfen die Altersgrenze von 75 Jahren vorgeschrieben hatte, um möglichst viele Bischöfe nach eigenem Gutdünken ernennen zu können.
Sich selbst, als Papst, hatte er wohlweislich keine Altersgrenze setzen wollen, obwohl er ab 1972 gerne freiwillig als Papst abgezogen wäre, weil ihm offenbar die verwüstete Kirche selbst unheimlich geworden war.
Seine Clique hat ihm das aber ausgeredet (siehe Alterzbischof Cardinal Königs Interviews), obwohl er sich ab dieser Zeit völlig in den Vatikan zurückzog.
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#9   Sulpicius   13:00:41 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@Elendtser Sünder
Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß er wirklich so einen Mist erzählt haben soll.
Wenn man im Vatikan arbeiten will, MUSS man einen solchen Bockmist verzapfen.
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#8   Rosenkranzsoldat   12:49:49 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Frauen im Vatikan ?
Wozu das? – Wollns eine Tupperware – Party veranstalten ?
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#7   Beobachterin   11:28:52 | Mittwoch, 4. Juli 2007
? ? ? ? ?
Hat da Pater von Gemmingen vielleicht zu tief ins Glas geschaut? Solche Ideen aus einem solchen Munde wirken zersetzend.
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#6   Benedikt   11:16:31 | Mittwoch, 4. Juli 2007
@ Gotthard
Worin besteht die Illusion? Was ist an diesen Vorschlägen verkehrt – was ist an ihnen theologisch falsch?
Das ist doch völlig irrelevant – was ändert es daran, dass es illusionär ist? Der Weltfrieden ist auch nicht verkehrt oder falsch und trotzdem illusionär.
Ich muss übrigens konkretisieren: Ich beziehe mich eindeutig auf die Idee mit dem Konklave. Alles andere halte ich nciht für falsch. Selbstverständlich sollen Frauen und Fachleute in den Kommissionen etc sitzen.
Vom Rest halte ich nichts. Es war schon damals falsch, den Kardinalat an Laien zu vergeben. Dieses Amt ist aus den kirchlichen Amtsträgern in und um Rom hervorgegangen, und das waren nun einmal Kleriker. Und dabei sollte es meiner Meinung nach auch bleiben.
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#5   ottaviani   11:16:12 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Hw. von Gemmingen
ist ein alter herr der gerade einen herzinfakt hinter sich hat einen jener konzilsgeist nostalgiker die eben an ihren idealen hängen sie werden auch im ruhestand weiter träumen man sollte ihnen die freude lassen
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#4   Gotthard   11:10:55 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Illusion?
Worin besteht die Illusion? Was ist an diesen Vorschlägen verkehrt – was ist an ihnen theologisch falsch?
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#3   Benedikt   11:03:04 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Vorschlag
P. Gemmingen weiß genau, dass seine Vorschläge illusionär sind. Dadurch, dass sie immer wieder hochgekocht werden, entstehen mithin Vorstellungen, deren (voraussehbarer) Nichteintritt dann zu weiteren Enttäuschungen führt.
Das ist dasselbe Schema wie bei den Priesteramtskandidaten der 60er Jahre, denen man inoffiziell in Aussicht gestellt hatte, dass mit dem Zölibat werde wohl nicht so bleiben. Die Folge des Nichteintritts dieser de-facto Zusicherung war dann die große Laisierungswelle in den 70ern.
Man sollte wirklich aufhören, solchen unbegründeten Hoffnungen ständig weiter Nahrung zu geben.
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#2   Elendester Sünder   10:51:01 | Mittwoch, 4. Juli 2007
P. Eberhard von Gemmingen
Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß er wirklich so einen Mist erzählt haben soll.
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#1   Gotthard   10:45:51 | Mittwoch, 4. Juli 2007
Querdenker
Diese Gedanken und Ideen sollten weiterbedacht werden …
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