Die erste Ecclesia-Dei Meisterschaft führte zu einem spektakulären Resultat. Das Ergebnis wurde mit dem Chorgebet in Zusammenhang gebracht und endete in versöhnter Verschiedenheit.
Tormann der Petrusbruderschaft in Soutane
(kreuz.net/ adn.wigratzbad) Zum Auftakt der 1. Ecclesia-Dei- Meisterschaft trennten sich die „Fußball-Sozietät
Sankt Petrus“ (FSSP) und die „Societas Jesu Minor“ (SJM) – die Diener Jesu und Mariens – am 24. Juni 2007
Unentschieden 1:1 nach Verlängerung.
Trotz der wenigen Tore erfreuten sich die zahlreich erschienenen
Zuschauer eines sehenswerten Spieles und bester Stimmung.
Der aus Rom angereiste und beiden Mannschaften
eng verbundene Hw. Prof. Ingo Dollinger überbrachte vor dem Anpfiff ein Grußwort des Heiligen Vaters.
Darin lobt Bendedikt XVI. die läuternde Wirkung des schon vom Völkerapostel Paulus empfohlenen christlichen
Sportsgeistes. In der ihm eigenen theologischen Spekulation fügt der Heilige Vater hinzu: „So dürfen
wir, liebe Brüder und Schwestern, auch die Bekehrung des großen Heiligen Augustinus ruhig mit dem lauteren
(Ball-) Spiel von Kindern in Verbindung bringen“.
Derweil distanzierte sich der Generaltrainer der FSSP
X-large in einem fast zeitgleich veröffentlichten Protestschreiben von diesem „offensichtlich mit der
2000jährigen Tradition der Kirche nicht zu vereinbarenden ökumenischen Versuch, bestehende Unterschiede
zwischen kirchlichen Gemeinschaften auf dem flachen Rasen eines Fußballfeldes zu nivellieren“.
Angeblich
droht den Mitgliedern seiner Mannschaft bei einer eventuellen, heimlichen Teilnahme an der Ecclesia-Dei-Meisterschaft
der Entzug der Spielerlizenz.
Anstoß hatte pünktlich um 15.00
Uhr die in Weiß antretende FSSP. Die an die „Königlichen“ – Real Madrid – erinnernden Trikots sollten
wohl die besondere Treue zum päpstlichen Monarchen bekunden.
Dagegen trat die SJM im Bikolorit des Blau-Rot
an. Nach einer kurzen Phase des Abtastens überraschten die wieselflinken kleinen französischen Stürmer
der Päpstlichen mit quirlig-aggressivem Angriffsfußball.
Folgerichtig fiel nach etwa einer Viertelstunde
das 1:0 für die Gastgeber, wobei die Verteidigung der SJM eine üble Figur machte.
Vom Kommentator am
Spielfeldrand wurde die unkoordinierte Abwehr der Neo-Jesuiten mit dem fehlenden gemeinsamen Chorgebet
in Verbindung gebracht.
Von solchem klerikalen Humor unbeeindruckt bewies die SJM Moral und fand nun
endlich zu ihrem allseits gerühmten Kombinationsfußball.
Gefällige Ballstafetten, schnelles Überbrücken
des Mittelfeldes, Spiel über die Flügel, zentimetergenaue Pässe in die Tiefe des gegnerischen Raumes:
Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit gehörte eindeutig der SJM.
Sichtlich erschöpft erreichten die
Päpstlichen die Halbzeitpause.
Nach der Pause setzte sich das druckvolle Spiel der SJM nahtlos fort.
Nun gelang auch per Kopf das hochverdiente Ausgleichstor.
Hernach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch
unter wachsender Begeisterung der Zuschauer. Chancen gab es auf beiden Seiten, wobei die FSSP mit einem
verschossenen Foulelfmeter deren größte vergab.
So blieb es auch nach 2x5 Minuten Verlängerung bei
der gerechten Punkteteilung. Eine sich bald anschließende liturgische Vesper der Päpstlichen verhinderte
das Elfmeterschießen.
Der Außenseiter trotzte also dem Favoriten ein Unentschieden ab.
Die in einem
gemeinsamen Mannschaftsfoto dokumentierte herzliche Gemeinschaft nach dem Spiel beweist den Erfolg von
humorvollem Fair Play und spielerischem Austausch.
Während der Großteil der FSSP anschließend zur –
liturgischen – Vesper eilte, versammelte sich der Großteil der SJM zur – paraliturgischen – Vesper im
Refektorium des Priesterseminars. Versöhnte Verschiedenheit.
Für die Richtigkeit der Angaben im Artikel
gibt es keine Gewähr. Fest steht nur, daß ein Freundschaftsspiel zwischen der Sankt Petrusbruderschaft
und den ‘Servi Jesu et Mariæ’ ausgetragen wurde, das mit einem 1:1 endete.
Email-Adressen der Empfänger
37 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ ruhrgebietler Feiern kann die Gläubige bzw. der Gläubige NACH der hlg. Messe, im Pfarrsaal oder wo
auch immer. Aber nicht im inneren Kirchengebäude, wo das Allerheiligste im Mittelpunkt steht. Wie schreibt
es doch mein Schott (1951): „Wenn wir zur heiligen Opferfeier kommen, sind wir erschienen, nicht um irgendeine
Privatandacht zu verrichten, um irgend etwas zu beten oder eine Betrachtung zu machen […], sondern um
das heilige OPFER ZU FEIERN.“ Jaja, der Schott, diese böse Modernistensau!
#36 landorganist 08:15:51 | Donnerstag, 5. Juli 2007
Herrlich, herrlich, da berichtet ein Artikel über die zugegeben völlig unwichtige Austragung eines Fußballturniers
irgendwelcher frommer Soutanenträger (höchst albern, aber immerhin sieht man deutlich ein wenig Bein!!!)
und die Tradis schaffen es, das Thema wieder auf Zelebrationsrichtungen etc. zu lenken. Eure Beschränktheit
ist wirklich unbeschreiblich! Waren die Fußballtore auch gen. Osten ausgerichtet? Nicht das die Ergebnisse
wegen liturg. Mängel annuliert werden müssen…
Warum werde ich nur den Eindruck nicht los, … … daß sich in diesem Forum die „Gemäßigten“ in der
Regel viel besser mit der „Alten Messe“ auskennen als die selbsternannten „Bewahrer der Tradition“ ???
Also noch einmal für unseren Ruhrgebietler: Nach katholischem Sprachgebrauch zelebriert der Priester
die Heilige Messe, in der die Kirche das Paschamysterium (= die österlichen Geheimnisse) feiert. Ist
eigentlich gar nicht so schwer: einfach ein paar mal durchlesen, dann wird das schon …
Torwart mit Soutane Eine Soutane ist keine Sportbekleidung! Wohl wahr. Und ob diese Art von „Flat-Top“-Frisur
wohl „priestertauglich“ ist? www.kreuz.net/…5468.attachment1.jpg Da muß man wohl erst einschlägige
moraltheologische Bücher konsultieren. Freilich, als sportiver junger Erwachsener, würde er mit der
Frisur in manchen Parteien gerne genommen.
@ Rudolfus Nein, aber gemeint, wenn sie die Nach-Vaticanum-II-Eucharistiefeiern so anpreisen. Nur weil
ein paar Paraliturgiker Tanzelemente in die Messe einbauen musss das noch lange nicht charakteristisch
für sie sein. Dergleichen ist höchst selten.
Nächstes Fußballspiel: kreuz.net gegen kath.net Wäre das keine gute Idee für ein kommendes Fußballspiel?
Vertreter von kreuz.net spielen gegen Vertreter von kath.net. Als „neutraler“ Austragungsort käme Dorsten
in Frage, mit „Pater“ Lingen als Schiedsrichter.
@ sjm … die zahlreichen Besucher des Fußballspiels … … sind offensichtlich die gleiche Anzahl der
Anhänger der SJM … hey landorganist … da war ein fotograf, wahrscheinlich der für kreuz.net. Ansonsten
sah ich niemand. wieder mal ein super artikel und der keeper a la sepp maier – grandios
Summorum Pontificum Das Motu Proprio zur Alten Messe soll gemäß der italienischen Nachrichtenagentur
I Media den Titel „Summorum Pontificum“ haben und am Samstag, 7.7.07 veröffentlicht werden.
@Eucharistiefeiern und Tanz ums Kreuz Diese Feiern, von denen da die Rede ist, die haben wir schon zur
Genüge gehabt: Diskomessen und andere Tanzmessen, selbst unter dem „Meßvorsitz“ des Heiligen Vaters
Johannes Paul II.
Messe feiern ? Natürlich sollte man die Messe, d.h. die Erlösung feiern. In einer Messe, wenn sie heilig,
also richtig seien soll muß der Opfercharakter da sein. Leider haben Mahl und Gemeinschaftscharakter
in der Amtskirche den Opfercharakter ziemlich verdrängt.
@Typ / Tanz ums Kreuz Die Erlösung ist für mich zuallererst Grund zum feiern, nicht zum lesen. Es hindert
Sie keiner daran, das Opfer zu feiern und um das Kreuz herum zu tanzen.
@ ruhrgebietler zelebriert Hm, was heißt „zelebrieren“ eigentlich? Heißt es „lesen“ oder „feiern“? Und
was ist dann mit der gewöhnlichen Präfation des Messbuchs von 1962: „…Caeli caelorumque Virtutes ac
beata Seraphim socia exsultatione CONCELEBRANT. CUM QUIBUS ET NOSTRAS VOCES UT ADMITTI JUBEAS …“ Die
Engel „feiern“ („konzelebrieren“) und wir „feiern“ mit ihnen („cum quibus“)! Ganz schön modernistischer
Dreck, dieses Messbuch von 1962, oder?
@Typ – nix feiern, das tun Protestanten die hhlg. röm.-kath. Kirche zelebriert die hlg. Messe. Und das
ist doch wohl ein krasser Unterschied, oder? Feier kann die Gläubige bzw. der Gläubige NACH der hlg.
Messe, im Pfarrsaal oder wo auch immer. Aber nicht im inneren Kirchengebäude, wo das Allerheiligste im
Mittelpunkt steht. In Anbetung, Demut und Respekt.
@ Rudolfus Das heißt, im Alten Ordo wird das Opfer Jesu Christi gar nicht gefeiert, sondern nur gelesen?
Stimmt, das möchte ich wirklich nicht. Die Erlösung ist für mich zuallererst Grund zum feiern, nicht
zum lesen.
alte Messe im Dom? Es ist eine gute Frage, ob es sowas geben wird. Das hängt sicher auch mit der genauen
Formulierung im MP ab. Wieviele Priester da sind, die es machen können und wollen, weiss ich nicht. Einer
der es vermutlich gemacht hätte, ist ja leider nicht mehr in Paderborn, sondern jetzt Bischof in Trier.
@Typ / Eucharistiefeiern ujnd Meßfeiern Wo werden denn nun Messen à la 1969 GEFEIERT? Wenn Ihnen das
Feiern so wichtig ist, dann müssen Sie schon auf die nächste Discomesse warten oder sich generell mit
dem „Neu-Ritus-Meßfeiern“ begnügen. In den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren werden solche Kirchen
mit Sicherheit noch zu finden sein.
@ Rudolfus /Das ist wohl wahr In Paderborn befindet sich eine Herz Jesu Kirche die für den „Alten Ritus“
gut passt. Und eine Marktkirche die förmlich nach den „Alten Ritus“ schreit.
@ Sozialkatholisch Zu Studienzwecken habe ich schon öfter an meinem Schreibtisch Messen gelesen: Dass
Messbuch von 1962 habe ich gelesen, das von 1969, auch mal andere Riten. Kann man gut lesen. Viel wichtiger
ist doch die Frage: Wo werden denn nun Messen à la 1969 GEFEIERT?
@Sozialkatholisch / Papsttreue und die nicht nötige Alte Messe Was ist denn so schlecht an dieser Stadt?
Keine möglichkeit des Besuches der „Alten Messe“ außer bei der FSSPX. Das dürfte für einen Papsttreuen
kein Problem darstellen!
Paderborn Ich habe schon in einem anderen Posting vor einigen Tagen geschrieben, daß ich aus Paderborn
komme. Was ist denn so schlecht an dieser Stadt?