16:24:01 | Donnerstag, 5. Juli 2007
Die deutschen Altenheime an der niederländischen Grenze verzeichnen einen ungewöhnlichen Zulauf.

Geburtstagskuchen im Altersheim
© Flickr-Benützer „Eggybird“, Lizenz: Creative Commons(kreuz.net) Sogenannte Ärzte in den Niederlanden haben im Jahr 2005 nach amtlichen Angaben 2.297 Euthanasierungen
vorgekommen.
Das entspreche 1,7 Prozent von landesweit insgesamt 136.000 Todesfällen.
Das berichtete
die deutsche Tageszeitung ‘Die Welt’ am 3. Juli.
Nach dem Euthanasierungsgesetz des Landes dürfen Krankenvergifter
nur „auf Wunsch von Patienten“ tätig werden. Die Bedingung: Der Patient muß unheilbar krank sein, unerträglich
leiden und mit seiner Tötung „einverstanden“ sein.
Zur Notschlachtung eines Patienten verabreichten
die Todesvögel Gifte, um das Leben des Kranken gezielt zu beenden.
Die in den Niederlanden publizierten
Zahlen bedeuten einen leichten Rückgang im Fünfjahresvergleich.
2001 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums
rund 3.500 Fälle von aktiver Sterbehilfe verzeichnet.
Doch zugleich sprach das Ministerium von einer
gestiegenen Zahl „palliativer Sedierungen“.
Dabei versetzen Ärzte Menschen mit Medikamenten in Tiefschlaf
und führen keine Nahrung und keine Flüssigkeit mehr zu.
Die Zahl der so liquidierten Patienten stieg
von 8.500 im Jahr 2001 auf etwa 9.600 im Jahr 2005.
Ein Leser ‘Erwin’ weist im Anschluß an den Artikel
darauf hin, daß deutsche Altenheime in der Nähe der niederländischen Grenze einen großen Zulauf aus
den Niederlanden verzeichnen:
„Ein Arzt, der seinen hippokratischen Eid ernst nimmt, befaßt sich lieber
mit guter Schmerztherapie, die bisher auch in Deutschland leider stark vernachlässigt ist, als mit Euthanasie.“
Eine gute Schmerztherapie bei Sterbenskranken und ein liebevoller Umgang durch die Angehörigen verhindere
manch’ einen „Wunsch“ nach Euthanasierung.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#4
franco.felice 20:00:09 | Freitag, 6. Juli 2007
#3
möchtegern-kathole 20:24:22 | Donnerstag, 5. Juli 2007
#2
VirFortis 16:52:13 | Donnerstag, 5. Juli 2007
#1
Nachtlaterne 16:35:46 | Donnerstag, 5. Juli 2007