Tränen vor der Sommerpause + „Summorum Pontificum“ soll es heißen + Dafür + Kardinal besucht Synagoge + Mutter der eigenen Schwester
Benedikt XVI. zitiert Basilius: „Ich weinte ob meines erbärmlichen Lebens.“
Tränen vor der Sommerpause
Vatikan. Gestern hielt Papst Benedikt XVI. die letzte Generalaudienz vor
der Sommerpause. Dabei stellte er den heiligen Kirchenlehrer Basilius den Großen († 379) vor. Unzufrieden
über seine weltlichen Erfolge und im Bewußtsein, viel Zeit mit Eitelkeiten zu vergeuden, habe der Heilige
bekannt: „Eines Tages erwachte ich gleichsam aus einem tiefen Schlaf. Da wandte ich mich dem wunderbaren
Licht der Wahrheit des Evangeliums zu. Und ich weinte ob meines erbärmlichen Lebens.“
„Summorum Pontificum“
soll es heißen
Vatikan. Das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe wird nach seinen zwei lateinischen
Anfangsworten „Summorum Pontificum“ heißen. Der Name „Summorum Pontificum“ ist ein Genitiv Plural des
Wortes „Summus Pontifex“, das zu Deutsch „höchster Brückenbauer“ bedeutet. Das päpstliche Schreiben
wird am Samstag, dem 7. Juli, veröffentlicht. Das berichtete die römische Nachrichtenagentur ‘I Media’
unter Berufung auf vatikanische Quellen.
Dafür
Frankreich. Am vergangenen Wochenende veranstaltete
die konservative Pariser Tageszeitung ‘Le Figaro’ eine Umfrage bei 12.000 Personen über die bevorstehende
Freigabe der Alten Messe: 66 % der Befragten äußerten sich zugunsten einer liturgischen Liberalisierung.
Kardinal besucht Synagoge
Deutschland. Am Dienstag besuchte der Apostolische Administrator der Erzdiözese
München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter, die neue Münchner Synagoge. Eine Inschrift im Innern
des Gebetsraumes erinnert daran, daß die Erzdiözese einen namhaften Geldbetrag gespendet hat. Nach seinem
Besuch erklärte der Kardinal, gespürt zu haben, was Papst Johannes Paul II. mit den Worten ausgedrückt
habe, die Juden seien „die älteren Geschwister“ der Christen.
Mutter der eigenen Schwester
Kanada.
Die kanadische Anwältin Melanie Boivin (35) hat für ihre eigene Tochter Flavie (7) Eizellen gespendet.
Das Mädchen leidet am sogenannten Turner-Syndrom und wird nie funktionierende Eierstöcke besitzen. Die
Eizellenspende wurde kürzlich genehmigt. Wenn Flavie erwachsen ist, kann sie die Eizellen ihrer Mutter
künstlich befruchten lassen und ihre daraus entstehenden Halbgeschwister als Leihmutter austragen. Anfangs
war Mutter Boivin unschlüssig: „Würde ich das Kind als mein Enkelkind ansehen oder als mein eigenes?“
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104 Lesermeinungen
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@Kurt K. / Die offensichtliche Leugnung eines katholischen Dogmas Wenn der Satz von D.Stöhr stimmt, wie
kann dann ein Katholik behaupten, dass ein Papst häretisch ist bzw ein Konzil Mist genaut hat? Wenn die
Kirche (und was ist denn die kirche anderes als die Summe ihrer Mitarbeiter?) nicht irren kann, wie kann
dann ein Konzil was falsches beschliessen? Oder wie kann ein von der Kirche (unter Leitung des hl. Geistes)
gewählter Papst keiner sein? Man kann die Häresie eines Papstes behaupten, wenn ein Papst einem vorhergehenden
unfehlbaren Dogma ganz offensichtlich widerspräche. Jeder Gläubiger kann wegen der menschlichen Willensfreiheit
Apostat werden, und dies schließt auch den Papst ein.
@Kurt K. & Ansbach.Dragoner Kurt, ich hoffe, Sie haben den ganzen Unfug, der hier heute abend so geschrieben
worden ist, nicht allzu ernst genommen. Natürlich könnte ein Papst theoretisch eine offensichtliche
Irrlehre „ex cathedra“ verkünden. In einem solchen Fall würde man ihn für abgesetzt erklären und einen
Neuen wählen müssen. Das wäre rechtlich eine etwas heikle Operation, würde aber keine fundamentalen
Probleme aufwerfen. In solchen Ausnahmesituationen gilt dann die normative Kraft des Faktischen mit anschließender
rückwirkender Legitimation (etwa durch eine Bischofssynode). Das ist ja beim Bundespräsidenten ähnlich.
Den kann auch nur das Bundesverfassungsgericht absetzen – gleichzeitig kann aber der Bundespräsident
die Verfassungsrichter absetzen. @Ansbach.Dragoner: Ich frage mich die ganze Zeit, was ich mir unter „ar.chwarm“
vorzustellen habe. Aber vielleicht erschließt sich das nur nach der dritten Flasche Asbach.Uralt …
@ Heilige von Paris :O) Häretiker kann eigentlich nur derjenige genannt werden, der von der Kirche zur
Klärung einer bedenklichen Aussage aufgefordert wird und diese Klärung im Sinne der Glaubenslehre der
Kirche verweigert. Das klingt endlich mal nach ner logischen Sichtweise. Alles andere wär ja auch sehr
seltsam.
@Daniel: Das ich das noch erleben darf: Sie zitieren zustimmend Karl Rahner! In der Tat hat Rudolfus offensichtlich
die komische Vorstellung, nur derjenige sei ein „formeller“ Häretiker, der sich auf einen öffentlichen
Platz stellt und sagt: „Ich leugne, daß … „. Das ist natürlich Nonsens. Andererseits kann auch nicht
Kreti und Pleti Aussagen eines Anderen zur Häresie erklären. Häretiker kann eigentlich nur derjenige
genannt werden, der von der Kirche zur Klärung einer bedenklichen Aussage aufgefordert wird und diese
Klärung im Sinne der Glaubenslehre der Kirche verweigert.
Karl Rahner, 1950: „Wenn es also heute doch Häresie in der Kirche geben können soll, so muss sie ihre
offene und unverhüllte Gestalt in eine verhüllte und verhohlene verwandelt haben. Sie muss…gewissermaßen
kryptogam geworden sein. Die Krankheit der Häresie muss, wenn sie sich halten will, sich aus einer offenen,
lokalisierbaren, durch den formulierten Widerspruch von Ja und Nein greifbaren und benennbaren Krankheit
in eine gewissermaßen latente, anonyme Kränklichkeit der geistigen Lebenskraft verwandeln, ‘schleichend’
werden.“ Das liegt daran -so Rahner- dass man durch die bisherigen Lehrentscheide die Formulierungen genau
kennt und so Mittel und Wege findet, sie zu umgehen.
@Rudolfus: Dogmen und „Nicht-Dogmen“ Das Wort Dogma hat in der katholischen Theologie zwei Bedeutungen:
1. Dogma im weiteren Sinne sind alle geoffenbarten Glaubenssätze, die zur Lehrverkündigung der Kirche
gehören, anders ausgedrückt: die zum depositum fidei gehören. 2. Dogma im engeren Sinne nennt man diejenigen
geoffenbarten Glaubenssätze, die von der Kirche feierlich verkündet wurden. Sie scheinen nun der Meinung
zu sein, daß bezüglich der Annahmeverpflichtung dieser Sätze ein wesentlicher Unterschied besteht.
Das ist nach katholischer Lehre und Tradition NICHT der Fall. Und entsprechend ist nicht nur derjenige
ein Häretiker, der ein feierlich verkündetes Dogma leugnet. Die feierliche Verkündigung eines Dogmas
(etwa die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel) gibt diesem NICHT einen höheren Rang. Die feierliche
Verkündigung ist oft nur die Folge einer vorherigen Infragestellung des jeweiligen Glaubenssatzes. Da
Sie mir sicher nicht glauben, hier ein Zitat aus der Enzyklika „Mortalium animos“ Pius XI. (1928): „so
darf man keinesfalls jene Unterscheidung verwenden, die man zwischen den sog. grundlegenden und nicht
grundlegenden Kapiteln des Glaubens einzuführen beliebte“ … „die übernatürliche Tugend des Glaubens
hat nämlich als Formalursache die Autorität des offenbarenden Gottes, die keine derartige Unterscheidung
duldet“.
@alle Irrlehrer Die Kirche ist NICHT die Summe ihrer Einzelmitglieder sondern der sichtbare mystische
Leib auf Erden dessen Oberhaupt Christus ist. Dieser Leib hat ein gewaltiges Immunsytem, weder die machtvolle
FM, noch Konzilsrevolution noch Schismatikerverbände (Fsspx und Sedis) können ihn töten aber leider
schwächen. gute Nacht
@Rudolfus: Das V2 ist zwar ziemlich „geschwätzig“ (sehr ungwöhnlich für ein „Konzil“), aber macht durchaus
auch griffige Aussagen, die m.E. Häresien sind. Man kann auch schon viel früher ansetzen und schon die
Häresien Roncallis nachweisen (neues Pfingsten, Religionsfreiheit usw.), so dass dieser gar kein Konzil
einberufen konnte (als Pseudo-Papst). Wojtilas Enzykliken und Ansprachen strotzen nur so von Häresien,
auch hier hat (nicht nur) der editor von www.sedisvakantismus.org vieles aufgezeigt, ebenso Pater Lingen
und viele andere.
@ Rudolfus / Verständnisprobleme Wenn der Satz von D.Stöhr stimmt, wie kann dann ein Katholik behaupten,
dass ein Papst häretisch ist bzw ein Konzil Mist genaut hat? Wenn die Kirche (und was ist denn die kirche
anderes als die Summe ihrer Mitarbeiter?) nicht irren kann, wie kann dann ein Konzil was falsches beschliessen?
Oder wie kann ein von der Kirche (unter Leitung des hl. Geistes) gewählter Papst keiner sein?
@Daniel Stöhr / Wie wollen Sie jemanden als Häretiker (Irrlehrer) benennen, wenn keine klar erkennbare
Häresie festzustellen ist? Das basiert dann ja alles nur auf unklare Vermutungen Ihrerseits – aber nicht
objektiv dem katholischen Glauben und der Glaubenslehre gegenüber.
@Genoveva: Um es nochmal deutlich zu machen: 1. Formelle Häresie hat nichts mit eindeutig zu tun, sondern
ob jemand der Todsünde der Häresie subjektiv schuldig ist. 2. Die Feststellung unter 1.) bedeutet nicht,
dass ein Katholik nicht das Recht und die Pflicht hätte, Häresien -egal wo sie auftauchen- zu bennen
und denjenigen nach bestem Wissen und Gewissen dann auch als Häretiker zu bezeichnen. Das ist kein Urteil
über das moralische Innenleben dieser Person. 3. Die Kirchl. Lehre ist nicht ein „organisches Ganzes“
in dem Sinne, dass man hier etwas wegnehmen und dafür dort etwas dazugeben kann. Sie ist ein Ganzes nur
insofern, dass sie sich nicht widersprechen kann!
@ Katholiken Stöhr: Der Katholik glaubt an die Unfehlbarkeit der Kirche und des Apostolischen Stuhls
aufgrund der Verheißungen Christi (Beistand des Hl. Geistes). Stimmt das so, wie er das sagt?
Dogmen und Nichtdogmen @Genoveva Sie haben es richtig erkannt. Mit dem Unterschied, daß die Unterscheidung
von Dogmen und Nichtdogmen rechtgläubig katholisch ist – und nicht „modernistisch“. Das Wort „Modernismus“
scheinen sie ja nicht korrekt definieren zu können.
M. Buchberger – formelle Häresie: Kirchliches Handlexikon, Bd. I, München 1907, Art. „Häresie“ (1850-1852):
„Heute versteht man unter Häresie im objektiven Sinn einen dem katholischen Dogma (in seiner engern Bedeutung)
widersprechenden Satz, im subjektiven Sinn das Fürwahrhalten eines solchen Satzes oder die ausdrückliche
Leugnung des katholischen Dogmas von seiten eines Getauften. Nur bei Getauften kann von Häresie die Rede
sein, nur Getaufte können Häretiker (Irrlehrer, Irrende) heißen. Seit dem 12. Jh. wird statt Häretiker
in Deutschland das Wort Ketzerei (Ketzer) häufig gebraucht. Die Häresie im subjektiven Sinne ist formell,
wenn bewußt und hartnäckig das Dogma geleugnet oder ein ihm widersprechender Satz festgehalten wird
(z.B. von katholisch Getauften und Erzogenen), materiell, wenn diese Leugnung bzw. Fürwahrhaltung unbewußt
stattfindet.“
@Daniel Stöhr / Die Feststellung einer Häresie durch den Häretiker Zum Begriff formelle Häresie: Das
hat meines Wissens nichts mit dem Begriff „eindeutig“ zu tun (Sie scheinen das so zu deuten), sondern
damit ob jemand schuldhaft ein Häretiker ist. Materielle Häresie bedeutet dagegen die objektive Feststellung,
ob etwas in der Sache eine Häresie ist. Ich erlaube mir kein Urteil wer ein formeller Häretiker, also
ob er moralische Schuld hat. Es geht hier lediglich darum, was jemand in foro externo gesagt oder getan
hat. Das ist aber eine wichtige Unterscheidung. Der Tatbestand muß erkennbar und feststellbar sein. Alles,
was nicht klar und eindeutig da ist, ist eben nicht klar und eindeutig. Der Katholik weiß natürlich,
wo ein katholischer Geist vorhanden ist, und wo nicht. Aber eine andere Sache ist der konkrete Fall einer
Häresie, die eine Glaubenstatsachenleugnung ist.
@Rudolfus & @Daniel Aha, so geht der Trick: Sie wollen also sagen, daß sich das Konzil und die Päpste
seitdem nicht klar genug ausgedrückt haben. Und deshalb sind sie nicht häretisch, sondern nur häresie-verdächtig.
Sehr witzig … Ihr schroffe Unterscheidung zwischen unfehlbaren Dogmen und dem ganzen „unwichtigen Rest“
ist übrigens hochgradig modernistisch. Die Glaubenslehre der Kirche ist ein organisches Ganzes. @Daniel:
Natürlich hat Christus jeden Menschen erlöst. Das beten Sie jedesmal beimKreuzweg: „Denn durch Dein
Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst“. Genauso wie jeder Mensch durch die Inkarnation Christi
ein anderer geworden ist. Die Kirche betet in der Liturgie (auch in der Alten): „Du hast den Menschen
in seiner Würde wunderbar geschaffen und noch wunderbarer erneuert“. Das bezieht sich auf die Inkarnation.
Das Heilswerk Christi hat sich ja nicht an einer abstrakten menschlichen Natur vollzogen …
@ Daniel Stöhr Na endlich isses raus! Jetzt gehts ihnen bestimmt besser! Der Katholik glaubt an die Unfehlbarkeit
der Kirche und des Apostolischen Stuhls aufgrund der Verheißungen Christi (Beistand des Hl. Geistes).
Sie sind also doch kein Katholik! Dann ist mir alles klar. Danke für ihr Geständnis, hat ja lang genug
gedauert! *knuddel*
@II. Vaticanum, Päpste Montini und Wojtyla (1962-2005) Für jeden rechtgläubigen Katholiken ist der
häretische Geist, der von diesem Pastoralkonzil und von diesen beiden Pontfikaten ausgeht, klar zu erkennen,
auch wenn ein Dogma niemals formell geleugnet wurde.
@Rudolfus: Nur eine Sache unter vielen- Konzil: Muslime beten Gott an. Muslime: Allah ist nicht die Dreeinigkeit,
die Dreeinigkeit ist „Dreck“. Zum Begriff formelle Häresie: Das hat meines Wissens nichts mit dem Begriff
„eindeutig“ zu tun (Sie scheinen das so zu deuten), sondern damit ob jemand schuldhaft ein Häretiker
ist. Materielle Häresie bedeutet dagegen die objektive Feststellung, ob etwas in der Sache eine Häresie
ist. Ich erlaube mir kein Urteil wer ein formeller Häretiker, also ob er moralische Schuld hat. Es geht
hier lediglich darum, was jemand in foro externo gesagt oder getan hat.
Daniel Stöhr Hört sich vielleicht modernistisch an aber: Ein Dogma ist eine Säule ein festes Fundament
und unveränderlich. JPII hat kein Dogma verändert Veränderung würde die Statik ins Wanken bringen
und das Gebäude instabil werden lassen. Aber man kann die Säule, das Dogma schon aus verschiedenen Perspektiven
betrachten und beschreiben OHNE das man es verändert. Genau das Tat der Papst.
@Genoveva / Sie sagen es richtig Seine Beschlüsse sind darum nicht unfehlbar und können darum auch häretische
Inhalte besitzen, selbst wenn der Papst mitunterschrieben hat. Ein Dogma ist unfehlbar, und nur diese
Lehren, die die Kirche auch als Dogmen lehrt. Solche Dogmen haben weder der Papst noch das Pastoralkonzil
ausdrücklich geleugnet. Das II. Vaticanum, als nicht-dogmatisches Pastoralkonzil, und Papst Paul VI.
bleiben lediglich bei häresieverdächtigen Aussagen. Sie leugnen aber niemals explizit ein katholisches
Dogma. Häresieverdächtige sind noch keine Häretiker. Das II. Vaticanum, Papst Paul VI. und Papst Johannes
Paul II. sind keine formellen Häretiker, sie sind nur häresieverdächtig.
@Rudolfus: Doch, lesen Sie doch mal Dörmann! Wojtila hat z.B. das Konzept einer „Glaubensintegration“
vertreten, also dass die Glaubenssätze quasi besser verstanden werden können und in diesem Sinne sich
fortentwickeln. Das ist aber nicht möglich! (Das Dogma habe ich hier schon mehrmals zitiert). Er ging
davon aus, dass alle (!)Menschen auf geheimnisvolle Weise zur Kirche Christi gehören, deshalb war u.a.
auch Assisi kein Problem für ihn. @KurtK: Der Katholik glaubt an die Unfehlbarkeit der Kirche und des
Apostolischen Stuhls aufgrund der Verheißungen Christi (Beistand des Hl. Geistes).
@Rudolfus: Sie reden sich hier um Kopf und Kragen Seine Beschlüsse sind darum nicht unfehlbar und können
darum auch häretische Inhalte besitzen, selbst wenn der Papst mitunterschrieben hat. Das haben Sie weiter
unten geschrieben. Jetzt gerade behaupten Sie, daß Paul VI. formell keine Häresien verbreitet habe.
Was ist bitte „formell“, wenn nicht das Unterschreiben häretischer Dokumente einer Räubersynode???
@Daniel Stöhr / Ein eindeutiger Häretiker muß auch eindeutig ein Dogma der Kirche leugnen. Bei Papst
Johannes Paul II. lassen sich sicher häresieverdächtige Sätze finden, aber wohl kaum die ausdrückliche
und formelle Leugnung eines katholischen Dogmas. Da es bei Papst Johannes Paul II. nur bei der Häresieverdächtigkeit
bleibt, kann man die Häretikerpapstabsetzungsbulle Pauls IV. auf ihn auch nicht anwenden, ebensowenig
bei Papst Paul VI.
@Rudolfus: Wenn ich alles zusammenzähle, was Sie hier heute von sich gegeben haben, 1. Das VII hat Irrlehren
verbreitet und der Papst hat das unterschrieben 2. Ein Papst der formell ein Dogma leugnet (das tut er,
wenn er ein Konzilsdokument mit einer Irrlehre unterschreibt), verliert sein Papstamt dann sind Sie zweifelsfrei
Sedisvakantist. Quod erat demonstrandum …
@ Stöhr Bisherige Kirchenlehre ist ein hervorragendes Stichwort. Danke. Nehmen wir als Beispiel Papst
Evaristus, der etwa um 100 sein Pontifikat hatte. Da gab es so gesehen noch kaum eine Kirchenlehre bzw
Tradition. Der musste wahrscheinlich zu vielen Themen und Problemen neue Lösungen finden. Dass die heute
zur Tradition zählen ist schön und gut, wahr werden sie dadurch aber nicht. Wenn sich vor Evaristus
noch niemand über ein gewisses Thema gedanken gemacht hat, dann waren seine Lehren nicht mit irgendeiner
Lehre in Einklang, da es diese noch nicht gab.
@Rudolfus: Ja, und die Nachweise sind ja ziemlich breit vorhanden. Alleine im Falle „Johannes Paul II.“
die Bücher von Dörrmann, der eindeutig anhand der Enzykliken Wojtilas dessen Irrtümer nachweist. Das
ist wirklich unwiderlegbar, dagegen kann man nichts mehr vorbringen.
Eine Häresie ist die Leugnung eines katholischen Dogmas. Wer ein Dogma leugnet, leugnet den gesamten
katholischen Glauben und somit alle Dogmen. Wenn ein Papst formell ein Dogma leugnet, verliert er gemäß
der Häretikerpapstbulle Papst Pauls IV. sein Papstamt.
@KurtK: Nein, das ist nicht das Problem. Eine Häresie wird dadurch kenntlich, dass jemand etwas lehrt,
das im eindeutigen Widerspruch zur bisherigen (unfehlbaren) Kirchenlehre steht. Das ist also jeweils erkennbar.
@möchtegern-kathole / Die Lehre über das Papstamt bei Paul IV. und beim I. Vaticanum das würde voraussetzen,
dass ein Papst über einen Nachfolger Jurisdiktionsgewalt hat. Papst Paul IV. beansprucht keine Jurisdiktionsgewalt
über seine nachfolgenden Päpste. Er stellt eine katholische Lehre fest, ebenso wie das I. Vaticanum
eine Lehre über das Papstamt definiert hat.
@Rudolfus das würde voraussetzen, dass ein Papst über einen Nachfolger Jurisdiktionsgewalt hat. Hat
er die? Eher nicht. Oder dass er ein göttliches Urteil richtig voraussagt, nämlich die Entthronung des
häretischen Papstes. Und das ist wieder nur die Meinung des alten Papstes.
@Genoveva / An welcher irrlehrenden Fakultät haben Sie „Theologie“ gelernt? Ihre Unterscheidung zwischen
„dogmatischen“ und „pastoralen“ Konzilien verdanken Sie offensichtlich einer Privatoffenbarung. Diese
Einstufung verdankt dieses Konzil Papst Johannes XXIII. dem Seligen. Was irgendeine Uni in der BRD darüber
sagt, das ist irrelevant.
@ Rudolfus Vielleicht war Papst Paul IV Häretiker und die Bulle war sein Irrtum… ?! Das ist eben genau
das Problem an dem Ganzen. Kann ja sein, dass ein früherer Papst bei irgendwas geirrt hat – nur weiss
es eben keiner. Nur weil es lange her ist, bedeutet es ja nicht, dass es durchs Alter wahrer geworden
ist.
@Rudolfus Ihre Unterscheidung zwischen „dogmatischen“ und „pastoralen“ Konzilien verdanken Sie offensichtlich
einer Privatoffenbarung. Mit der dogmatischen Tradition der Kirche (das, was Sie sonst die objektive Wahrheit
nennen) hat das nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Ein ökumenisches Konzil ist ein ökumenisches
Konzil. Punkt.
@Kurt K. / Päpstliches Unfehlbarkeitsdogma & Häretikerpapst Diese Frage ist zweifellos eine wichtige
Frage, da die Frage eines Häretikerpapstes keinesfalls an den Haaren herbeigezogen ist. Laut der Bulle
von Papst Paul IV. verliert ein Papst, der eine formelle Häresie begeht, automatisch sein Papstamt.
@Rudolfus: Der Bischofstreff 1962-1965 im Vatikan hat sich als „Ökumenisches Konzil“ bezeichnet und damit
klar gemacht, dass es den Anspruch der Unfehlbarkeit erhebt. Aber Bischofstreff ist eben nicht gleich
Konzil, indem Falle nicht, weil die Herren sich als Häresiarchen entlarvt haben.
@ Rudolfus: Ausserdem: Ist das sowieso Unsinn: Wenn ein Papst einen Irrtum ex cathedra verkündet, ist
er kein Papst gewesen… das ist irgendwie beknackt. Wie ist er denn dann Papst geworden? Ich dachte immer,
die Papstwahl sei gelenkt vom heiligen Geist, oder nicht? Und was ist mit Weihen, die er vorgenommen hat,
mit Beichten, die er abgenommen und mit Messen, die er gefeiert hat, als er ja kein Papst war. Alles ungültig?
@ Daniel Stöhr Ich bin ein Freund der Priesterbruderschaft FSSPX und besuche gerne die Messen dort, ich
habe auch viel Kritik gegenüber der Amtskirche, stehe aber nicht zu 100% hinter der FSSPX & Amtskirche.
Ich bin außerdem sehr froh über unseren hl. Vater Papst Benedikt XVI, denn in sein Pontifikat lege ich
viel Hoffnung.
@Genoveva / Ein dogmatisches Konzil, das irrige Sätze verabschiedet gibt es nicht. Das II. Vaticanum
hat diese Autorität nicht gemäß der Definiton seiner Zusammenkunft durch den einberufenden Papst Johannes
XXIII, nämlich als pastorales Konzil. Seine Beschlüsse sind darum nicht unfehlbar und können darum
auch häretische Inhalte besitzen, selbst wenn der Papst mitunterschrieben hat.
Gut gut Rudolfus… Mein Beispiel war jetzt auch ziemlich extrem. Ich kenn mich da nicht so aus, aber
es gibt bestimmt auch unscheinbarere Irrtümer, denen man anhängen kann. Und wer will denn das entscheiden,
ob der Papst irrt oder nicht? Sie? Die Puis-Bruderschaft? Ein Konzil? Und @ Genoveva: Klar, die Inquisition
heisst heute anders und hat keine Macht mehr, ist schon klar.
@Sozialkatholisch: Nein, eben nicht! Dann wäre das nur der Beweis (wie bei Roncalli-Ratzinger), dass
der Apostolische Stuhl unbesetzt ist. Dann muss ein Konzil zusammentreten und die Anklagepunkte gegen
den „Papst“ formulieren. Der kann sich dann verteidigen, was allerdings vorliegend keinen Erfolg haben
kann. Die Piusbrüder behaupten aber in der Tat, dass die Kirche von den Pforten der Hölle überwunden
sei, da führt kein Weg vorbei.
@Ein Papst, der eine offensichtliche Irrlehre dogmatisiert, kann gemäß dem Papstunfehlbarkeitsdogma
dann auch nicht der Papst sein. Denn der Papst ist unfehlbar, wenn er ex cathedra einen Lehrsatz verkündet.
@Rudolfus Wollen Sie mich vera…? Sie behaupten doch, daß ein universales Konzil und die Päpste seitdem
Irrlehren verbreiten, nicht ich! Also bringen Sie mal Beispiele dafür aus der Kirchengeschichte. Und
lassen Sie bitte diese peinliche Unterscheidung zwischen „dogmatischen“ und „pastoralen“ Konzilien. Das
ist theologischer Mumpitz. Das II. Vatikanische Konzil hat eindeutig dogmatische Aussagen gemacht. Nicht
jeder dogmatische Satz beginnt mit „Anathema sit“ … @Kurt K.: Mein Name leitet sich nicht von irgendeiner
sagenhaften Gefährtin des König Artus her, sondern von der Märtyrerin und ehemaligen Stadtheiligen
von Paris … Schön, daß Ihre Mutter Sie zu einem freien Geist erzogen hat. Aber das Gerede von der
„Inquisition“ ist trotzdem kindisch. Der seinerzeitige Kardinal Ratzinger hat mir dazu einmal gesagt:
„Die Leute reden immer von Inquisition. Dabei sind wir selbst für viele Bischöfe nicht mehr als eine
lästige Laus im Pelz“.
@ Rudi: HÄ? Was wäre denn, wenn der irrlehrende Papst einen Irrtum ex cathedra petri verkündet? Das
I. Vaticanum lehrt, daß so etwas nicht geschehen kann. Nehmen wir mal hypothetisch an, der Papst sei
Ketzer und sei fest davon überzeugt, dass Jesus eine Frau hatte. Was könnte ihn hindern, das ecp zu
äussern?
@Kurt K. / Kirchliche Dogmatisierung einer unkatholischen Irrlehre Was wäre denn, wenn der irrlehrende
Papst einen Irrtum ex cathedra petri verkündet? Das I. Vaticanum lehrt, daß so etwas nicht geschehen
kann.
@ Sozialkatholisch… und zwar weil…? Wenn ein Papst häretisch sein kann, dann kann er das doch auch
tun, oder nicht? Kann also ein Papst demnach die Kirche vernichten?
@ Kurt Was wäre denn, wenn der irrlehrende Papst einen Irrtum ex cathedra petri verkündet? Dann wäre
die röm/kath Kirche vom Bösen überwunden und nicht mehr heilig!
@ Gunivere Nein, hat sie nicht. Sie hat mich ermuntert, Fragen zu stellen. Nicht wie „Mutter Kirche“ die
sagt: Klappe halten und glauben was ich dir sage.
@Genoveva / Wann in der Kirchengeschichte war denn ein universales Konzil häretisch und gleichzeitig
5 Päpste? In der katholischen Kirchengeschichte jedenfalls nicht. Welches dogmatische Ökumenische Konzil
meinen Sie? Und welche Päpste?
@Heinrich: Ich habe Ihr Selbstzitat sehr wohl gelesen. Aber ist Ihr geistreich vorgebrachtes Argument
nicht letztlich ein Taschenspielertrick? Die Frage ist doch, wer darüber entscheidet, was ein gerechtes
Gesetz ist. Das ist die klassische Frage von Carl Schmitt: Wer herrscht über den Ausnahmezustand? Sie
antworten: Im Zweifelsfall entscheidet Heinrich der Zweite. Die katholische Antwort ist: Die Kirche entscheidet.
Wer die Meinung vertritt, daß Konzil und Papst häretisch werden können, der hebt das Prinzip der Kirche
auf. Rudolf: Wann in der Kirchengeschichte war denn ein universales Konzil häretisch und gleichzeitig
5 Päpste? Kurt K.: Hat Ihnen Ihre Mutter nicht beigebracht, dass Kinder den Mund halten sollen, wenn
Erwachsene sich über ernste Dinge unterhalten?
@Daniel Stöhr / Päpste als Irrlehrer Lesen Sie doch nach, was der Editor dazu zusammengetragen und geschrieben
hat. Einen Papst als Häretiker gibt es nunmal nicht. Genau das ist der große Irrtum, weil offenbar kein
Mensch mehr die Papstgeschichte und die alten Päpste kennt. Es gab bekanntermaßen Häresien, denen auch
Päpste angehangen haben. Man braucht nur ein wenig in der Papstgeschichte stöbern.
Heinrich&Kurti Schon wie Kirchenfeinde von links und rechts das gleiche Liedchen anstimmen. „Ratzinger
ist nicht halb so dumm wie Sie glauben. Er ist bösartig.“ Sedisvakantismus und FSSPX sind Dienstboten
der Freimaurerei nur wissen tuns sies nicht
@ Rudolfus / hypothetische Frage Man braucht nur die Papstgeschichte zu kennen, um zu wissen, daß auch
die Päpste Irrlehren und Irrtümern anhängen können. Was wäre denn, wenn der irrlehrende Papst einen
Irrtum ex cathedra petri verkündet?
@Die Rechtgläubigkeit und die Anordnungen des Papstes Es ist jedenfalls ganz objektiv so gegeben, und
auch von den alten Theologen bereits so erörtert worden, daß man dem Papst selbstverständlich widerstehen
muß, wenn der Papst etwas gegen den katholischen Glauben befiehlt. Solche Annahmen sind selbstverständlich
möglich und auch realistisch. Was irrlehrende Päpste betrifft, so gibt es auch genug Beispiele in der
Geschichte. Grundsätzlich ist es also keineswegs problematisch, daß man dem Papst als rechtgläubiger
Katholik auch einmal nicht folgen muß. Ausgenommen sind lediglich die Dogmen, die der Papst verkündet,
und Lehren, die der Papst verbindlich für Katholiken vorschreibt. Der neue Ritus ist keine neue Lehre
und kann darum auch legitim abgelehnt werden.
@Rudolfus: „Man braucht nur die Papstgeschichte zu kennen, um zu wissen, daß auch die Päpste Irrlehren
und Irrtümern anhängen können.“ Lesen Sie doch nach, was der Editor dazu zusammengetragen und geschrieben
hat. Einen Papst als Häretiker gibt es nunmal nicht. Wenn eine Papstabsetzung früher stattfand (Ja,
das gab’s), dann wurde am Ende des Verfahrens festgestellt, dass derjenige niemals Papst war. Wenn aber
niemand da ist, der die Absetzung betreibt, dann herrscht große Verwirrung.
@ HDZ „Wenn-das-der-Führer-wüsste-Theorien auf“. Ratzinger ist nicht halb so dumm wie Sie glauben. Er
ist bösartig. Stimmt. Er ist ja schliesslich Papst und war VORHER Chef der Inquisition… wie könnte
er da anders sein?
Lieber VirFortis, nu’ hör’n Sie schon mit Ihren „Wenn-das-der-Führer-wüsste-Theorien auf“. Ratzinger
ist nicht halb so dumm wie Sie glauben. Er ist bösartig.
@Genoveva / Irrgläubigkeit und Rechtgläubigkeit aus Sicht der katholischen Lehre Irrgläubigkeit ist
ein objektives Faktum. Aber daraus sollte man dann auch logische Konsequenzen ziehen können. Wenn also
der Papst irrgläubig ist, wie kann man ihn dann weiterhin für den Papst halten? Gut, daß Sie endlich
den Unterschied zwischen objektiver Irr- oder Rechtgläubigkeit anerkennen (nämlich vom Standpunkt der
römisch-katholischen Lehre). Dieses Kriterium gilt selbstverständliches für jedes einzelne Mitglied
der Römisch-Katholischen Kirche und selbstverständlich auch für den jeweiligen Inhaber des Stuhles
Petri. Man braucht nur die Papstgeschichte zu kennen, um zu wissen, daß auch die Päpste Irrlehren und
Irrtümern anhängen können.
Genoveva „Worin äußert sich denn diese Geiselhaft des Papstes“? Diese äussert sich unter anderem darin
dass es unter den kardinälen Verräter gibt die für eine ganz andere Firma arbeiten welche 1717 gegründet
wurde und die schön bürokratisch dafür sorgen dass der Wille des Papstes niemals bis in die Diözesanebenen
volstreckt werden kann.
@Rudolfus & Daniel Stöhr Rudolfus, Sie haben recht: Irrgläubigkeit ist ein objektives Faktum. Aber daraus
sollte man dann auch logische Konsequenzen ziehen können. Wenn also der Papst irrgläubig ist, wie kann
man ihn dann weiterhin für den Papst halten? Und wie steht ein Mensch innerlich zu Lehre von der höchsten
Lehrautorität und dem Jurisdiktionsprimat, wenn er im Konfliktfall seine subjektive Entscheidung über
die Entscheidungen des Hl. Vaters stellt? Ja, Daniel, das muss man Ihnen lassen: Sie liegen wenigstens
konsequent daneben
@Heinrich der Zweite / Es hat wenig Sinn mit Christen über Rechtgläubigkeit zu reden, die den Begriff
„Rechtgläubigkeit“ nicht einmal theoretisch kennen – weil sie keine objektive Wahrheit kennen. Sie kennen
nur den Autoritätsgehorsam von unfehlbaren Kirchenführern als objektive Wahrheit.
Lieber Rudolfus, das bescheuert stammte von mir, das ist Genoveva nicht anzulasten. Da war Sie sozusagen
(hochtrabendes Wort): Opfer!!!! Ich habe mich zwar nicht entschuldigt, aber doch ein weitgehend ignoriertes
inhaltliches Statement folgen lassen.
@Geoveva: „Warum erklärt Ihr mir denn nicht einmal wie das zusammengeht, daß man die Päpste und die
Hierarchie für häretisch hält aber nicht sedisvakantistisch ist?“ Da haben Sie Recht. Die Position
der Bruderschaft St. Pius wurde bereits ausführlich widerlegt: www.sedisvakantismus.org/Artikel.htm
@Genoveva / „bescheuert“ & „Irrgläubig“ „Bescheuert“ ist eine Beschimpfung, „Irrgläubigkeit“ ein objektives
Faktum vonseiten der katholischen Kirche. Lernen Sie lieber die katholische Theologie.
@Rudolfus & VirFortis Rudolfus, der Protestant gegenüber Papst und Konzil sind Sie, nicht ich. Ich habe
hier in diesem Forum noch nie etwas anderes vertreten als den Glauben der Kirche von den Kirchenvätern
bis heute. SIE sprechen gegenüber dem Konzil und den seither regierenden Päpsten das „Ich weiß es aber
besser“ des Dr. Martinus. Sie haben übrigens wieder meine Frage nicht beantwortet. VirFortis: Worin äußerst
sich denn diese „Geiselhaft“?
Liebe Genoveva, ob nun Ratzinger Papst ist oder nicht, das 2. Vatikanum Konzil oder Räuberkonzil, darüber
werden irgendwann, so hoffe ich, schlaue Menschen mit entsprechender Vollmacht (ein Konzil?) entscheiden.
Ich mag gar nicht abstreiten, dass ich dazu eine Meinung habe, ich glaube aber nicht dass man die diesbezügliche
Meinung zur moralischen Richtschnur machen kann oder soll. Im Übrigen hat das auch der Erzbischof Lefebvre
so gesehen, als der die Frage nach einer etwaigen Sedisvakanz als unnütze Frage bezeichnete. Was ich
aber sicher weiß, das ist, dass ein ungerechtes Gesetz von wem auch immer mich nicht verpflichtet: lex
injusta non obligat bzw. lex injusta non est lex. Ungerechten Gesetzen nicht zu folgen ist kein Ungehorsam,
sondern Verpflichtung, ob nun der Gesetzgeber selbst rechtmäßig oder illegitim ist. (aus einem älteren
Posting von mir)
Der Papst ist nicht Häretisch Sondern in erster Linie bemüht als oberster Hirte die Herde zusammenzuhalten,
bedroht von Schafsdieben außerhalb und Schafsdiebe die sich als Hüter verkleidet haben.
Genoveva Ich glaube der Papst ist nicht härätisch sondern in Geiselhaft diverser Umstände von denen
er sich befreien will aber (momentan noch nicht) kann
@„Ihr Beitrag bestätigt mein Szenario.“ – Der typische lutherisch-deutsche Subjektivismus Luther und
seine Schüler sehen immer nur ihr eigenes „Ich“, von dem sie ausgehen, und von der sie ihre neue Lehre
gestalten – anstatt, daß sie sich als Untertanen einer objektiven Wahrheit (Christus und Seine Kirche)
sehen. Von dieser luther-„ich“-Krankheit ist die deutsche Theologie bis heute nicht geheilt worden. Die
Deutschen bleiben das Volk der Reformation – vielleicht der Grund für Gottes harte Strafen gegen die
Deutschen.
@Rudolfus & Heinrich: Ach, kommt Kinder … „bescheuert“, „Irrgläubig“, … Wie wäre es mit ein paar
Argumenten? Warum erklärt Ihr mir denn nicht einmal wie das zusammengeht, daß man die Päpste und die
Hierarchie für häretisch hält aber nicht sedisvakantistisch ist?
Liebe Genoveva, … das unausgereifte Gedankengebräue einer schismatischen Sekte. ach wie Sie über jeden
herziehen, der nicht so bescheuert ist wie Sie. Unterstellen Sie einfach mal, dass es Leute gibt, die
kapieren was vorgeht. Sie interessieren sich ja offenbar nicht für das was passiert, sondern lediglich
für Ihre Vorurteile über das was passiert, wie Sie selber zugeben: Ihr Beitrag bestätigt mein Szenario.
@Genoveva: Sie sind nicht katholisch – aus diesem Grund hat es keinen Sinn, daß man mit Ihnen als Irrgläubige
von römisch-katholischer Seite her diskutiert.
@Rudolfus: Vielen Dank! Ihr Beitrag bestätigt mein Szenario. Johannes Paul II., der Paul VI. Montini
in diesen folgenschweren, unkatholischen und unchristlichen Irrtümern gegen die hl. katholische Religion
in nichts nachstand. Wenn diese Geisteshaltung einmal nicht mehr mit „geliehener“ Sympathie für den Alten
Ritus bemäntelt werden kann, wird sie für noch mehr Menschen als das ersichtlich, was sie ist: das unausgereifte
Gedankengebräue einer schismatischen Sekte. Man kann nicht die Päpste für häretisch und das Konzil
für eine Räubersynode halten und gleichzeitig römisch-katholisch sein.
@Susanne Lefebvre war in liturgischen Fragen völlig unterbelichtet. Ihm ging es, schon in Afrika, um
sein „Weltbild“, mit dem z.B. die Entkolonialisierung unter de Gaulle nicht vereinbar war. Die Gründung
der Priesterbruderschaft war reine Bosheit, die auf Papst Paul VI. zielte. Warum? Weil dessen Vater ein
christdemokratischer Abgeordneter war. Manchmal haben große Probleme ihre Wurzel in ganz schlichten Animositäten.
Wer weiß. Wäre Luther als Dominikaner an Ablasseinnahmen „beteiligt“ gewesen, dann hätte die Reformation
ohne ihn auskommen müssen. Giftig gegen die Liturgiereform wurde M.L. erst, als man ihm erzählte, diese
transportiere „demokratische“ Inhalte. Ist zwar Stuss, aber wirkungsträchtig.
#25 SS-Susanne 16:43:27 | Donnerstag, 5. Juli 2007
@ Rudolfus Wenn das alles dem schismatischen Herrn Lefebvre so wichtig war, warum hat er dann „Sacrosanctum
Concilium“ zugestimmt, wo ja immerhin einige sehr konkrete Punkte benannt werden, die an der 1962 noch
gültigen Messliturgie zu ändern seien?
Der traditionstreue Widerstand der Priesterlichen Bruderschaft St. Pius’ X. als „Liturgiebewahrer“ Diese
Priesterliche Bruderschaft und ihre Bewegung um das Seminar von Ecône haben sich niemals ausschließlich
auf die alte Messe und auf die alte römische Liturgie beschränkt – im Gegenteil! Es ging Erzbischof
Lefebvre um die Bewahrung der hl. katholische Religion schlechthin, und um die Treue gegen einen Verrat
an die schrecklichen Irrlehren des Modernismus’ und des Religionsökumenismus’ seit dem Pastoralkonzil
der 1960er und insbesonders seit dem Pontifikat Papst Pauls VI. und seines Nachfolgers Johannes Paul II.,
der Paul VI. Montini in diesen folgenschweren, unkatholischen und unchristlichen Irrtümern gegen die
hl. katholische Religion in nichts nachstand. Eine Kirche, die dem Modernismus und dem Religionsökumenismus
huldigt, die huldigt einer anderen Religion, und nicht der heiligen apostolischen und christlichen Religion.
In eine solche apostatische Hierarchie läßt sich doch nicht die Priesterliche Bruderschaft des Erzbischofs
durch die alte Liturgie alleine hineinlocken – dazu kennt diese die Häresie der Apostaten zu gut, auch
wenn Einzelfälle dieser Hierarchie aus Gutgläubigkeit immer wieder auf den Leim gehen können, was aber
nichts am Standpunkt der Priesterlichen Bruderschaft St. Pius’ als solches ändern wird. Weite Teile der
Amtskirche ist weiter schwer apostatisch und verfolgt den rechten Glauben. Die „Meßfreigabe“ ändert
daran wenig für die rechtgläubig katholischen Kleriker.
Ich mache jetzt mal die Prophetin: das MP wird folgende Wirkungen haben: 1. Die Priester und Gläubigen
der altrituellen Gemeinschaften mit kirchlicher Anerkennung werden weniger Probleme mit Bischöfen und
deren Apparat haben, resp. sich gegen Behinderungen besser wehren können. 2. Der Druck auf den „Wildwuchs“
in der neuen Liturgie wird wachsen. Mittelfristig wird es zu einer „Verfeierlichung“ des durchschnittlichen
Gemeindegottesdienstes kommen – diese Entwicklung hat auch zeitgeistige Komponenten. 3. Das Latein wird
in der Neuen Messe (vor allem in Bischofsmessen) etwas zunehmen. 4. Der Druck auf die Piusbruderschaft
wird zunehmen. Mit ein bißchen Glück reicht das für eine erneute Spaltung: ein Teil geht den Weg der
Petrusbruderschaft, der Rest wird noch klarer schismatisch. Alles gute Nachrichten :)3 Was man sich nicht
erwarten sollte: Irgendeine massenhafte Renaissance der Alten Messe.
#20 Athanasius 15:43:35 | Donnerstag, 5. Juli 2007
Probleme Das Problem besteht daraus, dass durch Pfarrgremien, Medienhetze und die Feindlichkeit der Bischöfe
die finanzielle Lage von diesen Priestern die die „Alte“ Römische Liturgie feiern wollen, vernichtet
wird. Kardinal Ricard Ricard hat gestern erklärt dass der Begleitbrief zum Motu-Proprio „moderne Katholiken“
aufrufen wird die überlieferte lateinische Liturgie zu respektieren, während der Brief „Traditionalisten“
auffordern wird die „innerkirchliche Evolution“ in Sachen Ökumenismus, Religionsfreiheit und interreligiösem
Dialog anzuerkennen. Würde der Begleitbrief tatsächlich den „traditionellen Flügel“ zu Annahme dieser
Prinzipien aufrufen, würde das eine Verhandlung mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. aber unmöglich
machen, da gerade der falsche Ökumenismus und der politische únd theologische Liberalismus die theologische
Grundlagen für Neo-Modernismus und nachfolgenden Liturgiedeform darstellen. Somit wäre das hochgejubelte
Motu-Proprio kein Grund zur Freude für traditionsverbundene Römische Katholiken, sondern eher direkt
Grund zum tiefen Trauern und zur tiefen Krisisbewältigung u.a. in Ecône. Ricard von Bordeaux hat genauso
das gesagt, was ich geschrieben habe.
Lieber Typ… …meine Anmerkung war durchaus süffisant gemeint. Ich glaube durchaus nicht daran, dass
in D tausende Priester die alte Messe zelebrieren wollen. Gegen eine Zelebration morgenss um sechs am
Seitenaltar hätte ich allerdings nichts. Um diese Zeit finden auch unsere Frühschichten statt, von einem
Ausschluss der Gemeinde kann daher keine Rede sein.
@ Benedikt Laut FSSPX gibt es ja allein in Deutschland tausende Priester, die die alte Messe lernen wollen.
Wo ist also das Problem? Quatsch. Laut FSSPX gibt es tausende Priester, die sich eine kostenlose DVD zusenden
lassen. Das heißt noch lange nicht, dass sie alle die alte Messe für den Eigenbedarf (also um morgens
um 6 Uhr unter Ausschluss der Gläubigen an einem Seitenaltar) die Messe von 1962 vor sich herzuflüstern,
lernen wollen. Manche wollen sie einfach nur aus akademischem INteresse studieren, andere sie vielleicht
in ihre eigene Kuriosiäten-DVD-Sammlung übernehmen usw. usw. Was glauben Sie, was ich alles bestelle,
wenn es nur kostenlos ist? Das heißt noch lange nicht, dass ich mich mit all dem auch identifiziere.
Der Pfarrer als Hausherr vor Ort Ein Bischof oder ein Ortspfarrer dürfte keine Probleme haben, „Argumente“
gegen eine Messe im überlieferten Ritus in der beteffenden Ortskirche zu finden, selbst wenn sich ein
Priester aus den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften für die Zelebtation der Alten Messe zur Verfügung stellt.
und der Priester das auch mitmacht Und was ist, wenn sich genügend Gläubige finden, die die überlieferte
Form der Messe wünschen, aber kein geeigneter und gewillter Priester vor Ort verfügbar ist? Darf dann
ein Pater aus Wigratzbad oder aus einer anderen Ecclesia-Dei-Gemeinschaft eingeflogen werden? Und muss
der Bischof dann eine Kirche zur Vefügung stellen?
@Joseph von Eichendorff und der Priester das auch mitmacht Genau da wird das Problem liegen. Entweder
will der Priester es nicht, er kann es nicht, oder er hat Bammel vor seinem Ordinarius und anderen Confratres.
Summorum Pontificum Nach den neuesten Quellen, die ich habe, soll es nach dem MP jedem Priester gestattet
sein, seine Privatmesse im tridentinischen Ritus zu lesen, eine Sonntagsmesse soll in der Pfarrei tridentinisch
sein dürfen und immer, wenn sich Gläubige versammeln und der tridentinische Ritus gewünscht ist (und
der Priester das auch mitmacht), kann er gefeiert werden. Alle Angaben ohne Gewähr!
Synagoge Eine Inschrift im Innern des Gebetsraumes erinnert daran, daß die Erzdiözese einen namhaften
Geldbetrag gespendet hat. Daran könnte man sich mal erinnern, wenn man den Bischöfen beim nächsten
Mal wieder Antisemitismus unterstellen will.
#8 Celebration 10:45:27 | Donnerstag, 5. Juli 2007
@Rudolfus Rudolfus: @ GerdEric / Mehrungsgebotschliesslich richtet sich das Gebot sich zu mehren an alle
Menschen, auch an Priester. An Priester allerdings nur im Geiste – sie sollen nur im Geiste fruchtbar
sein und Hunderte oder Tausende Kinder im Geiste hervorbringen. Tja, da haben sich viele Priester sterilisieren
lassen …
„Summorum Pontificum“ Was mich am meisten an der „Moto proprio“ Auseinandersetzung stört, ist die gewaltige
und m.E. unnötige Frontenbildung unter den Gläubigen. Ich mache mir nichts vor, dass das MP einen Einschnitt
in der Autorität der Bischöfe bezüglich ihre Verantwortung für die Liturgie in ihre Diözesen darstellt.
Gleichzeitig sehe ich, dass der NOM „Wildwuchs“ fast überhand genommen hat. Das schlimme finde ich, dass
die Medien z.T. bewusst falsche Infos verbreiten und ich werde der Gedanke nicht los, dass sie „gefüttert“
werden von den Gegnern des MP und insbesondere die gegnerischen Bischöfe. Latein ist immerhin Mutter
alle romanischen Sprachen und als verbindender und verbinlicher Sprache der RKK „Jede große Religion
hat ihre eigene Sakralsprache. Bei den Juden ist es hebräisch, bei uns eben Latein.“ (Hw. Anton Morhard,
Tann) Wir in der Katholischen Kirche haben nicht nur den römischen Ritus, sondern verschiedenen aus der
Unierte Kirchen bzw. Katholische Ostkirchen die ihrer eigenen Liturgie probemlos beibehalten haben. Wo
ist das Problem die bis VII unangefochtener Tridentinischer Liturgie grundsätzlich als Alternative zum
NOM zu erlauben(vgl. Apg 5,38f)? Das Problem ist mit Sicherheit nicht die Gültigkeit der Messeformen,
sondern die Köpfe der Menschen und Angst! Angst vor Veränderungen, Angst vor Machtverlust, und vor allem
Angst vor eine eigene Römisch Katholische Identität gegenüber unseren getrennten Schwestern und Brüdern
und andere Religionen.
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 9, 1-8 In jener Zeit stieg Jesus in das Boot,
fuhr über den See und kam in seine Stadt. Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm.
Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind
dir vergeben! Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott. Jesus wusste, was sie dachten, und
sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir
vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht
hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre
und geh nach Hause! Und der Mann stand auf und ging heim. Als die Leute das sahen, erschraken sie und
priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.
GerdEric Mit dem Beitrag „Verkehrte Verantaltung“ waren Sie nicht persönlich gemeint, eher der Vorposter.
Falls Sie sich angegriffen gefühlt haben sollten, bitte ich um Entschuldigung.