Kürzlich verbreitete ein Franzose das Gerücht, Papst Benedikt XVI. habe letzten Sonntag in einer Indultkirche mitten in Rom im Alten Ritus zelebriert.
(kreuz.net, Vatikan) Am Montag erklärte der französischer Weblogger „Jacques“ auf der Plattform ‘e-deopoitiers.
hautetfort.com’, daß der Papst am vergangenen Sonntag eine öffentlich geheime Alte Messe gelesen habe.
Am letzten Sonntag wurde nach dem klassischen liturgischen Kalender das Fest vom Kostbaren Blut gefeiert.
Der französische Weblogger berief sich auf einen römischen Priester „mit sehr guten Kontakten“ und
setzte noch eines drauf: Der Heilige Vater habe in einer der vier großen Basiliken zelebriert.
Die Nachricht
müsse erst bestätigt werden – bekannte der Weblogger am Ende seines Beitrages etwas kleinlaut.
Schon
am nächsten Tag konnte er auftrumpfen. Er habe die Information telefonisch bestätigt bekommen. Sie stimme
mit Sicherheit.
Allerdings habe der Heilige Vater nicht in einer Basilika, sondern in der zentral gelegenen
römischen Innenstadtkirche Jesus und Maria al Corso, zelebriert. Das Gotteshaus wird vom altgläubigen
Institut Christus König und Hoherpriester betreut.
Diskussion im ‘Forum Catholique’
Die meisten Diskutanten
im traditionalistischen französischen ‘Forum Catholique’ blieben dem Gerücht gegenüber skeptisch.
Einige wunderten sich, daß es in anderen Medien oder Blogs darüber keine Hinweise gebe:
„Wenn der Papst
im Alten Ritus zelebriert hätte, würden alle Sirenen von Tradiland bis Modernland seit Sonntag auf rot
laufen“ – erklärte ein Diskutant.
Im Hinblick auf mögliche Zeugen der Zelebration kam auch die Frage
auf: „Wollt Ihr sagen, der Papst hat seine Messe ohne die erforderlichen dreißig Gläubigen gelesen?“
Verteidiger des Gerüchts machten geltend, daß der Heilige Vater möglicherweise im Schutz der Morgendämmerung
in einem gewöhnlichen Auto erschienen sei.
Die Entgegnung auf diese Spekulation: „Um den Alten Ritus
geheim zu zelebrieren, gibt es im Vatikan genügend Kapellen.“
Eine lange Debatte entstand im ‘Forum
Catholique’ darüber, wie der Heilige Vater den sehr aufwendigen päpstlichen Ritus ohne die bischöfliche
Assistenz gemeistert beziehungsweise entsprechend angepaßt habe.
Leser „Adso“ wollte wissen, ob der
Päpstliche Zeremonienmeister Erzbischof Piero Marini verpflichtet worden sei, dem Papst zu assistieren.
Nach Leser „Hispalensis“ wird man in Kürze lesen können, daß der Papst die Tiara getragen habe.
Unklar
ist, ob Benedikt XVI. im Schutz der Morgendämmerung vielleicht in der päpstlichen Sänfte – der Sedia
Gestatoria – herbeigetragen wurde.
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64 Lesermeinungen
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Brigitte außer Sukzession 1.) Das Versprechen, nach empfangener Weihe keine Ehe resp. keine weitere Ehe
einzugehen, legt bereits der zu weihende Diakon ab, nicht erst der Priesterkandidat. 2.) Eine Frau kann
die Weihe nicht empfangen. Diese Anordnung Christi steht nicht zur Disposition des Kirchenrechts. Es gibt
auch weltweit überhaupt keine Priesterinnen im Christentum. Pfarrerinnen in den kirchl. Gemeinschaften
der Reformation sind so eine Art „Subdiakon“ mit erweiterten Befugnissen. Die Reformation lehnt das Weihesakrament
und die Sukzession explizit ab. Daher ist eine rechtliche Gleichstellung der dortigen OIrdinationen mit
der Weihe nicht möglich, mit allen Folgen für den „Kirchenbegriff“. 3.) Der Empfang einer Weihe „wider
Willen“ ist ein Unding. Wenn Kinder im Sandkasten im Scherz „taufen“ funktioniert sakramental genauso
wenig wie bei der „Weihe“ einer Frau oder eines Satanisten.
Lieber PietroParente, so stimmt das wohl nicht. Ein rein innerer Vorbehalt macht die Weihe sicher so wenig
ungültig, wie ein innerer Vorbehalt bei einem Todeskandidaten den Eintritt des Todes verhindert. Dass
die Ausführungen der Brigitte Bussmann etwas durcheinander gehen macht allerdings eine geordnete Antwort
auch schwierig. Noch schwieriger macht es die Tatsache, dass es BB nicht ernst meint, so schreibt sie
etwa von der apostolischen Suggestion de.wikipedia.org/wiki/Suggestion.
@Brigitte Bussmann Sie irren. Zumindest teilweise! Das Sakrament der Priesterweihe (z.B.) kann dann ungültig
gespendet sein, wenn sich z.B. der Empfänger gegen den Empfang dieses Sakramentes sträubt und dies gar
nicht empfangewn will!
Expedit Lt. Lehre der Kirche gibt es keine wirkungslose Weihen, denn das Sakramet der Weihe setzt voraus,
dass der Weihekandidat ein getaufter katholischer Mann ist. Weiterhin sollte der Weihekandidat, vor allem
der Kandidat zur Priesterweihe sein ADSUM vorher genau überdacht und mit seinem Bischof auch besprochen
haben. Das Adsum beinhaltet dann, die Verpflichtung zum sexuell enthaltsamen Leben und zum Gehorsam seinem
Bischof und dessen Nachfolgern gegenüber. Im Extremfall könnte auch ein Mann, der nicht an Gott glaubt,
das Weihesakrament empfangen, denn Glauben ist keine Voraussetzung. Wirkungslos kann das Weihesakrament
lt. Kirche nicht sein, da der Bischof in der apostolischen Suggestion steht und da der Bischof auch in
Persona Christi handelt, auf den Kandidaten das Sakrament der Weihe übertragen, der von nun an auch in
Persona Christi handeln wird, wenn es sich um die Spendung der Priester- und Bischofsweihe handelt.
öffentliche Geheim-Messe Liebe LeserInnen, warum sollte ich geweiht sein um Gott mit Brot und Wein dankzusagen.
Ach, Entschuldigung, ich habe ja ganz vergessen, dass der Jude Jesus auch geweiht war. Und vor allem die
Apostel haben ja die Priesterweihe empfangen, und Paulus natürlich auch und alle GemeindeleiterInnen
der Urkirche waren geweiht. Ach, wie konnte ich nur wieder vergessen, die Frauen durften ja auch schon
damals nicht geweiht werden. So, nun dürfen Sie wieder kräftig lachen –- ich tue es auch, über Ihre
intolerante Haltung und Frauenverachtung
„Die Bussmann“ Ich stelle mir gerade folgendes Bild vor:Die Bussmann zelebriert die überlieferte Messe
in ihrer Pfarrkirche … Natürlich sollte diese Dame mal erst geweiht worden sein, vielleicht von diesen
vielen Frauen-Bischöfinnen, die vorgeben, römisch-katholisch zu sein … O Gott, ich bin ja erst neu
hier. Aber bin ich wirklich in den Himmel geraten, bei den liebenswürdigen Betulichkeiten. Ich finde
es GEIL!
Ich stelle mir gerade folgendes Bild vor: Die Bussmann zelebriert die überlieferte Messe in ihrer Pfarrkirche …
Natürlich sollte diese Dame mal erst geweiht worden sein, vielleicht von diesen vielen Frauen-Bischöfinnen,
die vorgeben, römisch-katholisch zu sein … Mir wird gleich ganz übel . Zuviel gelacht, offenbar.
Geheim-Messe In einer katholischen Kirche, die sich allumfassend nennt, muss es möglich sein, nicht nur
in verschiedenen Riten, sondern auch in verschiedenen Gottesdienstformen Gott zu lobpreisen. Es darf und
sollte alte Tradition und moderne nebeneinander stehen. Diese Freiheit sollte jedem Zelebranten gegeben
sein, allerdings darf diese Freiheit nicht über den Kopf der Gottesdienstteilnehmer hinweg entschieden
sein. Wenn es eine Messform im alten Ritus gibt, so sollte dies auch von den Gottesdienstteilnehmern,
die an einer solchen Messe teilnehmen, gewollt sein. Es sollte nicht, wie es leider viel zu oft in der
katholischen Kirche passiert, über die Köpfe der Gemeindemitglieder bestimmt werden.
cum te hat schon genau gemerkt, was ich gemeint habe. St. Martin ist übrigens das Patronat des Domes
zu Mainz. Wenn es also einen Termin gibt, wann Benedkt XVI. wieder eine geheime alte Messe feiert, dann
wird es wohl zu der von cum te angegebenen Zeit sein. o^/
Daß der Hl. Vater am Festtag des kostbarsten Blutes eine Messe im alten Ritus gefeiert hat, würde mich
nicht wundern. Vielleicht versucht er auf diese Weise den Widerstand des Erzbischofs von Westminster zu
brechen, dessen Kathedrale ja dem most precious blood geweiht ist. Hoffentlich hats was genutzt. Wann
ist denn im alten Ritus das Fest des H. Martin von Tours?
Auf der Suche nach dem Druck Ja, wie macht man Druck? Ich denke, in dem man feste drückt. Aber das reicht
dann doch nicht, um gesellschaftlich Druck zu machen. Vielleicht, in dem man beängstigende Plakate druckt
und aufhängt. Angsterzeugung scheint willfähriges Instrument für Dru zu sein. Etwa wenn man eine Höllenpredigt
hält und detaillierte Kenntnisse vom Schmoren in der Hölle von der Kanzel donnert. Ob der Druck greift,
wenn die Leute wieder aus der Kirche sind. Aus staatlicher Sicht entsteht Druck, wenn man die Sozialgesetze
abbaut, Hartz-IV-Gelder nicht überweist, Renten kürzt, Steuern und Abgaben erhöht. So entsteht wenigstens
materieller Druck. Aber kann der einzelne Druck erzeugen? Etwa wenn er andere drangsaliert, in die Ecke
befehligt und er keinen Widerstand zu spüren bekommt. Aber das ist auch nicht der „gewünschte“ Druck,
um flächendeckend Druck zu machen. Da fehlt noch was am Rezept: Wie erhalte den besten Druck? Vielleicht
braucht man dazu eine große Masse, eine Masse Menschen, enttäuschte Hartz-IV-Empfänger, renitente Arbeitslose…
Wäre damit wirklich Druck zu machen, so, dass sich die Politiker nicht mehr heimlich ins Fäustchen lachen?
Kann man Druck machen, in dem man Sonntags nicht zur Kirche geht oder macht man Druck, wenn man ständig
hineinrennt. Wen interessierts, der Pfarrer freut sich vielleicht auch noch. So entsteht natürlich auch
kein Druck. Vielleicht ist „Druck“ auch nur der Traum, Macht zu haben, etwas ohne demokratische Gremien
von jetzt auf nachher durchzusetzen.
@ Vir Fortis Sie haben noch immer nicht erklärt, in welcher Form man „Druck macht“. Irgendwann sprachen
Sie vom „bitten“, aber „bitten“ ist ja nun nicht „Druck machen“. Also erklären Sie es doch endlich. Typ
hat Sie doch klar gefragt. Telefonanrufe beim Pfarrer? Nach dem Gottesdienst in die Sakristei stürmen?
Leserbriefe in der Zeitung? Sagen Sie es doch einfach. Wie „macht man Druck“? Möglichst konkret bitte!
Die Empirizität des Fundaments So ist die katholische Kirche entstanden, in dem Behauptungen nicht zurückgenommen
wurden, sondern durch neue Behauptungen überdeckt wurden. Dadruch entstand ein zwar widersprüchliches,
dafür aber undurchdrüngliches Fundament, das die Pforten der Hölle angeblich nicht überwältigen können.
Was ist an dem Fundament schon empirisch, außer dass es Glaubenssache ist.
Zweitaccount von .chen: Korrektur Das angesprochene Posting wurde hier www.kreuz.net/…ticle.5485-page.html
um 10:28 Uhr plaziert. Zur Frage „wie man glaubt“ empfiehlt es die Konsultation von „neutralen Gremien“
(???). Wörtlich heißt es zu einem Glaubensartikel der Kirche: „Das wurde nicht empirisch von einem neutralen
Gremium festgestellt.“
Nicht das „wie“ des Glaubens ist die Frage, sondern das „was“! Wer hier herumtönt (s. Tchibo unter diesem
www.kreuz.net/…ticle.5485-page.html Strang: 9:42 Uhr!), daß „neutrale Gremien“ „empirisch feststellen“
sollen, was sich noch glauben läßt: der hat das „was“ und das „wie“ des Glaubens verfehlt!
Wie glaubt man richtig? Und jetzt machen wir Druck, damit alle richtig glauben und wehe dem, der nicht
richtig glaubt. Richtig glauben ist ungemein wichtig. Man kann es lernen. In der Volkshochschule gibt
es Qualifizierungskurse für die breiteren Schichten. Einfach buchen: Wie glaube ich richtig! Dann wird
bestimmt was daraus. o^/ Und alle die nicht richtig glauben, werden erbarmungslos selektiert, anhand von
Blockwartlisten und aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen, dahin wo Heulen und Zähneknirschen
sind.
guter Job Ich finde, der Hl. Vater macht das schon ganz richtig: vor einem Jahr wurde die Alte Messe angekündigt;
morgen wird sie zur Zelebration „freigegeben“. Kurz drauf wird nochmals ausdrücklich bestätigt, dass
die Katholische Kirche die wahre Kirche Jesu Christi ist und damit allen Bestrebungen eine Absage erteilt,
die aus der katholischen Kirche nur eine christliche Teilkirche machen wollen. Möge der Hl. Vater noch
viele Jahre leben, damit er sein großes Reformwerk für die Katholische Kirche verwirklichen kann.
„santa rita“ und die „Konzilskirche“ Also wenn Ratzinger „kein Traditionalist, sondern Hegelianer“ ist,
wenn die „Konzilskirche“ nur antichristliches „Gequatsche“ fabriziert – wie kann man denn dann „una cum“
mit ihr sein?! Die Lefebvre-Fanatics verweigern darauf hartnäckig eine Antwort, statt dessen schütten
sie – ganz in V2-Manier – nur kübelweise Unrat über die „Sedisvakantisten“.
@ Vir Fortis Den Willen bekunden heißt noch lange nicht Druck machen. Also los, geben Sie mal eine klare
Antwort: Wie machen Sie Druck? Dass durch das Motuproprio Druck entsteht, ist wohl allen klar – es wird
aber vermutlich genauso Druck auf die Tradis entstehen, etwa das Ökumenismusdekret anzuerkennen. Aber
Sie haben vorhin gesagt, man müsse jetzt „Druck machen“. Nun sagen Sie doch einfach, wie.
Typ-- Druck wird schon gemacht wenn die Tatsache bewußt gemacht wird dass die Menschen die den überlieferten
Ritus wünschen nicht einfach übergangen und diskriminiert werden können. Dazu muß man natürlich auftreten
und den Willen auch bekunden !
Typ-- ihre implizierten Unterstellungen auf denen sie dann taktisch geschickt ihre „Entrüstung“ aufbauen
sind auch unchristlich. Wie gesagt: Natürlich bin ich ganz der Meinung dass sie dass nur falsch verstanden
haben und nicht die Frechheit hatten das absichtlich falsch zu interpretiert. (Ps: Ich habe im Übrigen
ein ausgezeichnetes Verbündniss mit unserem Hw. Er freut sich schon darauf zu Hochfesten im überlieferten
zelebrieren zu können)
@ Vir Fortis Im Übrigen kennen Sie mich gar nicht und wissen gar nicht, wie ich mich verhalte, wenn ich
„an der Macht bin“. Aber Sie können gerne jeden, der Sie kritisiert, mit dem Stempel „Modernist“ versehen
(was auch immer das heißen mag; die Verurteilungen des 19. Jhs. beziehen sich jedenfalls auf sehr unterschiedliche
philosophische Strömungen) und dann gleich loszetern, dass alle Modernisten gleich seien und sie aus
einer Erfahrung mit einem Modernisten auch auf die Abermiliionen andere schließen können. Das ändert
nichts dran: Wenn Sie – was Sie offenbar vorhaben – „Druck machen“ auf Ihren Pfarrer, Bischof oder sonstwen,
dann handeln Sie nicht im Geiste Christi. Der nämlich ist Demut, nicht Aggression. Und dass Sie (angeblich)
selbst von „Modernisten“ so schlecht behandelt werden, ist keine Legitimation, selbst gegen Grundregeln
des Umgangs zu verstoßen, die Jesus Christus und das ganze Neue Testament aufstellen. Ich werde für
Ihren Pfarrer beten, dass er seine Aufgabe als Seelsorger aller Gemeindemitglieder wahrnehmen kann, ohne
von Lobbyisten irgendwelcher Couleur „Druck gemacht“ zu bekommen. So geht man nicht mit Menschen um, schon
gar nicht in der Kirche. (Aber Modernisten sind für Sie ja offenbar keine Menschen.)
Typ-- Ich sprach von „geschlossenen Auftreten“, „Druck machen“ etc NICHT von „terrorisieren“ „belagern,
auflauern“. Natürlich bin ich ganz der Meinung dass sie dass nur falsch verstanden haben und nicht die
Frechheit hatten das absichtlich falsch zu interpretiert.
Maledica: Am besten im Konzertsaal „Mozart- und Haydngejaule“ ist aber ein Begriff aus einer schlimmen
Stunde. Das meinen Sie etwa nicht im Ernst. Nein sowas: die heiligsten Güter der europäischen Kultur
verunglimpfen Sie mit dem Begriff… Jetzt aber Scherz beiseite: Ich kann Ihnen vom musikalischen Empfinden
her sehr wohl beipflichten, dass da Welten aufeinander prallen, wenn eine Mozart- oder Haydnmesse bei
einer NOM-Eucharistiefeier aufgeführt wird. Messen dieser Art sollten besser im Konzertsaal aufgeführt
werden, wegen der mitunter doch theatralischen Elemente der Kompositionen, deren Enstehenszeit im Zeitalter
des Rokoko vor gut 200 Jahren liegt. Die Messkompositionen sind zwar hehre Kulturgüter, die aus ihrer
Entstehungszeit plötzlich mit der Gegenwart und deren Liturgie konfrontiert werden. Zwangsläufig gibt
es da schmerzliche Schrammen. Sie sollten aber auch die Not der Kirchenchöre bedenken, die mit viel Eifer
und Begeisterung die Orchestermessen einstudieren und ohne die Messen keine festlichen Höhepunkte mehr
hätten. Auf diese Weise wird die klassische Musik breiteren Bevölkerungskreisen zugänglich gemacht.
Das ist lobenswert. Mit modernen Jugendmessen oder mit der monotonen Gregorianik ist kaum Begeisterung
zu entfachen. Trotz kulturgeschichtlichem Zusammenpralls von Liturgie und Musik, sollte es den von Ihnen
kritisierten Kompromiss geben, bevor die Musik in der Kirche ganz verstummt.
@ Sozkath und VirForits Ach das ist doch alles Unsinn. Ich habe nie behauptet, dass christliches Ethos
nur für Tradis gelte. Aber dass es AUCH für Tradis gilt. Wenn jemand hier gepostet hätte „Wir müssen
mal richtig Druck auf die Tradis machen, Vereinigungen bilden, Tradi-Priester terrorisieren“, hätte ich
das genauso kritisiert. Hat aber niemand. Stattdessen „Druck machen“. Das ist keine christliche Haltung –
ganz egal, ob man selbst Unrecht erlitten hat oder nicht; und ganz egal, ob es um Liturgie geht oder etwas
anderes.
Typ-- Sie reden mit gespaltener modernistischer Zunge. Leute wie Sie fordern von anderen Demuts und Verzeihungsgesten
wenn Sie jedoch aber selbst an der macht sind sind sie willkürlich. Im Ungang mit Modernisten macht man
die Erfahrung dass solche gesten des guten Willens nur als Schwäche interpretiert werden und schamlos
ausgenützt werden !
@ Vir Fortis Als im unseren kleinen Ort im Rahmen des konzilarischen neuen Weges der Hochaltar und die
Kanzel herausgerissen und auf die Mülldeponie (tatsächlich !)geworfen wurde und die Alten leute deshalb
weinten konnte man zehnmal bitten – doch es brachte nichts- Also nicht auf die Tränendrüse drücken
Hm. Wie war das noch? „Was du nichts willst, das man dir tu’ …“ Stammt von Jesus Christus. Ist aber
für Tradis irrelevant: „Wir wurden 1969 schlecht behandelt, also dürfen wir heute den Pfarrer terrorisieren“.
Bravo, das ist wahres christliches Ethos. Christus und Paulus wären stolz auf Sie!
Maledica. waren nur als Beispiel gedacht ich habe Mozart und Haydn nur als Beispiel dafür gebracht, dass
auch an Ostern und Weihnachten NOM Messe in lateinischer Sprache gegeben hat. Ich gehe mit Ihnen einig,
dass diese Messen verspielt sind und sich nicht unbedingt für einen Gottesdienst eignen. Dennoch sollte
man nicht übersehen, dass die Schönheit ein Weg zum dreieinigen Gott sein kann. Bruckner’s f-moll Messe
ist ein Beispiel dafür obgleich auch sie den Rahmen des Gottesdienstes sprengt
Typ-- Als im unseren kleinen Ort im Rahmen des konzilarischen neuen Weges der Hochaltar und die Kanzel
herausgerissen und auf die Mülldeponie (tatsächlich !)geworfen wurde und die Alten leute deshalb weinten
konnte man zehnmal bitten – doch es brachte nichts- Also nicht auf die Tränendrüse drücken
@ VirFortis Wichtig wäre nun dass in jeder Pfarre oder Region Kämpfer für den überlieferten Ritus
in Erscheinung treten und gezielt kontinierlich Druck machen für seine Durchsetzung. Auweia. Hier sieht
man, wie Tradis mit kirchlichen Amtsträger umgehen. Da ist nicht von „beharrlich erbitten“, „für etwas
eintreten“, geschweige denn von „Demut“. Ein Tradi „fordert“ und „macht Druck“. Ich werde für die Pfarrer
beten, die dann terrorisiert werden von einer Handvoll Tradis, die „Druck machen“. Vermutlich nach jeder
Messe gleich mal in die Sakristei stürmen und losbrüllen. Am Sonntag gleich mal nach der Messe herumzetern.
Jeden Abend beim Pfarrer anrufen, am besten gegen 22 Uhr. Abwechselnd, und auch mal mit verstellter Stimme.
Und morgens um 5 Uhr gleich wieder. Ja, so gehen Christen miteinander um. „Druck machen“!
Mozart- und Haydngejaule Jahrelang besuchte ich an Weihnachten und Ostern die Messe in einer NOM Pfarrei.
Sie wurde jedesmal lateinisch gefeiert. Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass es für die Mozart
und Haydn Messen noch keine geeigneten Übersetzungen gibt. Natürlich gibt es die Übersetzung. Diese
steht in jedem Schott! Das Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei sollte sowieso jeder Katholik auswendig
kennen. Sogar im proteststantischem Gotteslob steht die lateinische sowie die deutsche Version. Diese
Mozart-, Haydn- u.s.w. Kompositionen eignen sich absolut gar nicht für die heilige Messe. Durch ihren
profanen, opernhaften Stil sind diese für die Kirche denkbar ungeeignet. Solch eine Musik ist vergleichbar
mit den heutigen seichten charismatischen Schunkelliedern, die ebenso ungeeignet für die Kirche sind!
Nicht nur der Text ist entscheidend, sondern die Melodie- diese soll nämlich nicht im Vordergrund stehen.
Je näher die Musik sich an der Gregorianik anlehnt desto geeigneter ist diese
Damit alles wieder einmal gut werden wird Vielleicht sollten die Altrituellen einen Gebetssturm entfachen,
dass das MP bloß ja ihren Vorstellungen unbedingt entspricht. Denn sonst ist zu befürchten: die machen
auf einmal nicht mehr mit, begeben sich extra ecclesiae und sehen sich daher gezwungen, eine altgläubig-rechtgläubige
heilige römisch-katholisch und apostolische Kirche zu gründen, in der unentwegt ritualisiert werden
kann ohne Unterlass, damit alles wieder einmal gut werden wird.
Mahlzeit ! Wichtig wäre nun dass in jeder Pfarre oder Region Kämpfer für den überlieferten Ritus in
Erscheinung treten und gezielt kontinierlich Druck machen für seine Durchsetzung. Dabei sollte man (verschworene)
Gemeinschaften bilden und koordiniert auftreten und den Willen bewußt artikulieren ! l.g.
Das Fest vom Kostbarsten Blut ist ein äußerst kostbarstes Fest, eingeführt als Dank für die Rettung
vor seinen Verfolgern durch den sel. Papstkönig Pius IX. Der fromme sel. Papst Johannes XXIII. gab selbst
ein Apostolisches Rundschreiben zur Förderung der Verehrung des Kostbarsten Blutes heraus. Das Kostbarste
Blut ist wichtig, um den Zorn Gottes von der Welt fernzuhalten. Es wundert wenig, daß der wenig fromme
„neue Meßritus“ mit seinem neukreierten Kalender dieses Fest nicht mehr kennt. Es spräche nur für Papst
Benedikt XVI., daß auch er wie die seligen Päpste Pius IX. und Johannes XXIII. das Kostbarste Blut verehrte –
dem neuen Kalender zum Trotz.
Giuseppe: auf keinen Fall lateinisch Jahrelang besuchte ich an Weihnachten und Ostern die Messe in einer
NOM Pfarrei. Sie wurde jedesmal lateinisch gefeiert. Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass es
für die Mozart und Haydn Messen noch keine geeigneten Übersetzungen gibt.
@Süddeutsche Zeitung Der Redakteur der SZ zeigt seine unglaubliche Komeptenz schon durch die synonyme
Verwendung von „auf lateinisch“ und „im außerordentlichen Ritus“. Als ob man den ordentlichen Ritus nur
auf deutschisch und nicht auch auf Latein feiern könnte …
@baron Aber noch viel, viel mehr freue ich mich auf und über das MP: das eine oder andere leckere Fläschchen
ist schon kaltgestellt. Und dann heisst’s: weitermachen! Ärmel aufkrempeln!! Zupacken!!! Aufbauen!!!!
der beweis, dass die pius-leute sich weiter themen suchen werden, sich nicht mit der kirche zu unieren,
schade. Es lebe das Schisma.
Ausnahme des Triduum sacrum ist doch logisch!!! Der Text scheint sich auf die Feier des „Außerordentlichen
Ritus“ in den Pfarreien während des „Österlichen Triduum“ zu beziehen. Es ist doch klar, daß die Liturgien
nicht zweimal in den Pfarreien gefeiert werden sollen, sondern nur einmal, so wie jetzt auch im Novus
Ordo. Wir feiern keine zwei Karfreitragsliturgien oder zwei Osternächte. In reinen Personalpfarreien
wird es dann anders aussehen. Wo nur der klassische Ritus gefeiert wird, wird auch das Triduum in selbigem
gefeiert! Ist doch logisch, oder????
Ostertage? Dass die Ostertage „auf keinen Fall“ lateinisch gefeiert werden sollen, zeigt, wie wenig Journalisten
von der Materie verstehen. Ich denke, man sollte vor der Veröffentlichung des MP nicht zuviel spekulieren.
Warten wir doch ab.
MP zur Alte Messe: Nur Erleichterungen? Soll-Bestimmung Süddeutsche: „… In einem Papst-Erlass, der
nach Angaben der französischen Tageszeitung La Croix am Samstag veröffentlicht werden soll, ist die
lateinische Messe nun wieder häufiger gestattet. Einmal im Monat soll nach dem alten Ritus gefeiert werden
dürfen, eine Genehmigung des Bischofs soll nicht mehr wie bisher nötig sein. Ausgenommen sind die Osterfesttage.
Sie sollen laut La Croix auf keinen Fall auf lateinisch gefeiert werden. Außerdem betonte Benedikt XVI.
in dem Erlass mit dem Namen „Motu Proprio“, dass weiterhin die erneuerte Liturgie die Regel bleiben soll.“
Vielleicht kommt jetzt langsam Ernüchterung auf …
Genau Juhuben Cantuja, man sollte sich nicht zu früh freuen Derartige Gerüchte „aus gut informierten
Kreisen“ sollen in dem Bewusstsein der Traditionalisten die Vorstellung erzeugen, der Papst sei ein Mann
der Tradition. Das ist er aber nicht. Als Hegelianer schwankt er ständig zwischen These und Antithese
und sucht die Synthese. Um mit dem Ökumenismus weiterzukommen, muss erst der traditionalistische Widerstand
ausgeschaltet bzw. integriert werden. Man sollte auch nicht glauben, dass der Ökumenismus nicht zielgerichtet
sei. Frieden, Versöhnung, Dialog, Toleranz, Solidarität und das ganze Gequatsche sollen nur der Megafusion
der Religionen den Anschein des Guten geben. Die von den Illuminaten und Jesuiten gesteuerte Konzilskirche
soll das Einigungszentrum aller Religionen sein und selbst die Weltkirche der Vereinigten Religionen der
Neuen Weltordnung werden, wie die neue Kirche in Fatima beweist. Man muss nur die scheinbar unabhängig
voneinander bestehenden Punkte verbinden (connection of the dots). Dann ergibt sich ein einheitliches
Gesamtbild. Der Ökumenismus sollte daher Babylonismus genannt werden. Das Ganze kann natürlich nur in
einem fürchterlichen Strafgericht Gottes enden.
Der Papst und die Liturgie Man sollte sich bezüglich des Verhältnisses von B XVI. zur Alten Liturgie
keine allzu großen Illusionen hingeben. Sicher ist es dem Hl. Vater ein Anliegen, das liturgische Niveau
zu heben, aber die persönliche Sehnsucht nach einer Zelebration des VOM schätze ich nicht sehr hoch
ein. Dafür habe ich persönliche Erfahrungsgründe: Ich habe vor vielen Jahren einige Male die Messe
besucht, die der damalige Präfekt bei seinen Urlauben in Regensburg allmorgentlich in einer Hauskapelle
gehalten hat. Seine Art zu zelebrieren war sehr spröde und es gab da keine Anzeichen irgendeiner Nähe
zum Habitus eines „Altrituellen“. Das war guter NOM-Durchschnitt – nicht mehr und nciht weniger. Und übrigens
immer das 2. Hochgebet. Ein nicht ganz untypisches Detail: Ich habe in den letzten 20 Jahren nur einmal
Handkommunion gemacht und das war bei der ersten dieser Messen des Kardinals. Er hat bei der Kommunionausteilung
nicht aufgeschaut und ganz automatisch die Hostie in Richtung meiner Hände bewegt. Um eine peinliche
Situation zu vermeiden, habe ich dann mit der Hand kommuniziert. Bei den folgenden Messe habe ich mich
dann hingekniet und dann gab es auch keine Probleme mehr.
Tiara daß der Papst die Tiara getragen habe. Ja nee, is klar. Liegt die Tiara nicht seit Paul VI. in
einem Museum? Papst Benedikt hat doch nicht einmal die Tiara im Wappen!
Doch keine generelle Wiederzulassung der Alten Messe? Vielleicht kommt morgen Ernüchterung auf … KIPA
vom 05.07.2007: www.kath.ch/…a_20070705135536.pdf „Dem Vernehmen nach geht es nicht um eine generelle
Wiederzulassung der alten Messe, sondern um eine grosszügigere Handhabung der bisherigen Praxis.“ Lehmann
hat schon im April jubiliert: „Man hat uns offensichtlich gehört …“ Französische Bischöfe haben jüngst
deutlich gemacht, das Heft / die Kontrolle in der Hand behalten zu wollen. Dem werden wohl auch deutsche
Bischöfe in nichts nachstehen wollen. Es könnte hart werden …
die besseren Philosophen Laut Aristoteles sind die Dichter deswegen die besseren Philosophen als die Historiker,
weil die Historiker sich mit reinen Tatsachen abgeben während die Dichter fähig sind, sich vorzustellen,
was unter bestimmten Bedingungen geschehen könnte, was viel allgemeiner ist. Davon ausgehend möchte
ich davon ausgehend, dass Benedikt XVI tatsächlich eine alte Messe gelesen hat, eine Fiktion aufbauen.
Könnte er es nicht mit der Absicht gemacht haben, den Pius Oberen damit den Wind aus Segeln zu nehmen
mit dem Hinweis, jetzt, wo euch die alte Messe nicht mehr vorenthalten wird, habt ihr keinen Grund mehr
ungehorsam gegenüber Papst und Bischöfen zu sein. Niemand will euch den Ökumenismus aufzwingen, doch
dies ist eure private Angelegenheit, die ihr für euch behalten müsst und auf keinen Fall verbreiten
dürft.Vielleicht könnte er gegen diese Verpflichtung den Pius Oberen noch die Aufhebung der Exkommunikation
ohne vorherige Entschuldigung oder sogar den Aufgeschlosseneren unter ihnen die Leitung der Ecclesia Dei
Kommission und den Kardinalshut in Aussicht stellen. Vorausgesetzt, dass es sich nicht um eine reine Fiktion
handelt, hätte Benedikt XVI damit ein Meisterstück vollbracht.
„Die Modernisten kochen vor Wut“, schreibt Romulus, und ich freue mich riesig darüber, wie Gotthard (der
mit dem Haarkranz) und Landorgel Rumpelstilzchen erfolgreich nachahmen, so wie einige Modernisten aus
meinem Umfeld auch. Aber noch viel, viel mehr freue ich mich auf und über das MP: das eine oder andere
leckere Fläschchen ist schon kaltgestellt. Und dann heisst’s: weitermachen! Ärmel aufkrempeln!! Zupacken!!!
Aufbauen!!!!
Na Super, Spekulatius mitten im Sommer Was kommt als nächstes? Vielleicht, daß sich der Heilige Vater
geäussert habe, er könne sich vorstellen auch ab und zu in Avignon zu residieren?
Super gut! „Wenn der Papst im Alten Ritus zelebriert hätte, würden alle Sirenen von Tradiland bis Modernland
seit Sonntag auf rot laufen“ Das ist allerdings wahr! Die Modernisten kochen vor Wut. Mit oder ohne dieses
Gerücht. Und das ist gut so
Wozu ständig Gerüchte und nicht lieber Tatsache Ständig Gerüchte zu verbreiten ist ungesund. Gegen
Hypothese ist nichts einzuwenden, doch müssen sie begründet sein dh. es müssen die Argumente angegeben
werden auf denen sie aufgebaut werden.