Eine öffentliche Geheim-Messe?
Kürzlich verbreitete ein Franzose das Gerücht, Papst Benedikt XVI. habe letzten Sonntag in einer Indultkirche mitten in Rom im Alten Ritus zelebriert.
(kreuz.net, Vatikan) Am Montag erklärte der französischer Weblogger „Jacques“ auf der Plattform ‘e-deopoitiers.
hautetfort.com’, daß der Papst am vergangenen Sonntag eine öffentlich geheime Alte Messe gelesen habe.Am letzten Sonntag wurde nach dem klassischen liturgischen Kalender das Fest vom Kostbaren Blut gefeiert.
Der französische Weblogger berief sich auf einen römischen Priester „mit sehr guten Kontakten“ und setzte noch eines drauf: Der Heilige Vater habe in einer der vier großen Basiliken zelebriert.
Die Nachricht müsse erst bestätigt werden – bekannte der Weblogger am Ende seines Beitrages etwas kleinlaut.
Schon am nächsten Tag konnte er auftrumpfen. Er habe die Information telefonisch bestätigt bekommen. Sie stimme mit Sicherheit.
Allerdings habe der Heilige Vater nicht in einer Basilika, sondern in der zentral gelegenen römischen Innenstadtkirche Jesus und Maria al Corso, zelebriert. Das Gotteshaus wird vom altgläubigen Institut Christus König und Hoherpriester betreut.
Diskussion im ‘Forum Catholique’
Die meisten Diskutanten im traditionalistischen französischen ‘Forum Catholique’ blieben dem Gerücht gegenüber skeptisch.
Einige wunderten sich, daß es in anderen Medien oder Blogs darüber keine Hinweise gebe:
„Wenn der Papst im Alten Ritus zelebriert hätte, würden alle Sirenen von Tradiland bis Modernland seit Sonntag auf rot laufen“ – erklärte ein Diskutant.
Im Hinblick auf mögliche Zeugen der Zelebration kam auch die Frage auf: „Wollt Ihr sagen, der Papst hat seine Messe ohne die erforderlichen dreißig Gläubigen gelesen?“
Verteidiger des Gerüchts machten geltend, daß der Heilige Vater möglicherweise im Schutz der Morgendämmerung in einem gewöhnlichen Auto erschienen sei.
Die Entgegnung auf diese Spekulation: „Um den Alten Ritus geheim zu zelebrieren, gibt es im Vatikan genügend Kapellen.“
Eine lange Debatte entstand im ‘Forum Catholique’ darüber, wie der Heilige Vater den sehr aufwendigen päpstlichen Ritus ohne die bischöfliche Assistenz gemeistert beziehungsweise entsprechend angepaßt habe.
Leser „Adso“ wollte wissen, ob der Päpstliche Zeremonienmeister Erzbischof Piero Marini verpflichtet worden sei, dem Papst zu assistieren.
Nach Leser „Hispalensis“ wird man in Kürze lesen können, daß der Papst die Tiara getragen habe.
Unklar ist, ob Benedikt XVI. im Schutz der Morgendämmerung vielleicht in der päpstlichen Sänfte – der Sedia Gestatoria – herbeigetragen wurde.
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Montag, 16. Juli 2007 20:40
stat crux: Brigitte außer Sukzession
1.) Das Versprechen, nach empfangener Weihe keine Ehe resp. keine weitere Ehe einzugehen, legt bereits
der zu weihende Diakon ab, nicht erst der Priesterkandidat.
2.) Eine Frau kann die Weihe nicht empfangen. Diese Anordnung Christi steht nicht zur Disposition des Kirchenrechts. Es gibt auch weltweit überhaupt keine Priesterinnen im Christentum. Pfarrerinnen in den kirchl. Gemeinschaften der Reformation sind so eine Art „Subdiakon“ mit erweiterten Befugnissen. Die Reformation lehnt das Weihesakrament und die Sukzession explizit ab. Daher ist eine rechtliche Gleichstellung der dortigen OIrdinationen mit der Weihe nicht möglich, mit allen Folgen für den „Kirchenbegriff“.
3.) Der Empfang einer Weihe „wider Willen“ ist ein Unding. Wenn Kinder im Sandkasten im Scherz „taufen“ funktioniert sakramental genauso wenig wie bei der „Weihe“ einer Frau oder eines Satanisten.
2.) Eine Frau kann die Weihe nicht empfangen. Diese Anordnung Christi steht nicht zur Disposition des Kirchenrechts. Es gibt auch weltweit überhaupt keine Priesterinnen im Christentum. Pfarrerinnen in den kirchl. Gemeinschaften der Reformation sind so eine Art „Subdiakon“ mit erweiterten Befugnissen. Die Reformation lehnt das Weihesakrament und die Sukzession explizit ab. Daher ist eine rechtliche Gleichstellung der dortigen OIrdinationen mit der Weihe nicht möglich, mit allen Folgen für den „Kirchenbegriff“.
3.) Der Empfang einer Weihe „wider Willen“ ist ein Unding. Wenn Kinder im Sandkasten im Scherz „taufen“ funktioniert sakramental genauso wenig wie bei der „Weihe“ einer Frau oder eines Satanisten.
Montag, 16. Juli 2007 20:36
HeinrichderZweite: Lieber PietroParente,
so stimmt das wohl nicht. Ein rein innerer Vorbehalt macht die Weihe sicher so wenig ungültig, wie ein innerer Vorbehalt bei einem Todeskandidaten den Eintritt des Todes verhindert. Dass die Ausführungen der Brigitte Bussmann etwas durcheinander gehen macht allerdings eine geordnete Antwort auch schwierig. Noch schwieriger macht es die Tatsache, dass es BB nicht ernst meint, so schreibt sie etwa von der apostolischen Suggestion.
Montag, 16. Juli 2007 20:27
PietroParente: @Brigitte Bussmann
Sie irren. Zumindest teilweise! Das Sakrament der Priesterweihe (z.B.) kann dann ungültig gespendet sein, wenn sich z.B. der Empfänger gegen den Empfang dieses Sakramentes sträubt und dies gar nicht empfangewn will!
Montag, 9. Juli 2007 12:40
Brigitte Bussmann: Expedit
Lt. Lehre der Kirche gibt es keine wirkungslose Weihen, denn das Sakramet der Weihe setzt voraus, dass der Weihekandidat ein getaufter katholischer Mann ist. Weiterhin sollte der Weihekandidat, vor allem der Kandidat zur Priesterweihe sein ADSUM vorher genau überdacht und mit seinem Bischof auch besprochen haben. Das Adsum beinhaltet dann, die Verpflichtung zum sexuell enthaltsamen Leben und zum Gehorsam seinem Bischof und dessen Nachfolgern gegenüber. Im Extremfall könnte auch ein Mann, der nicht an Gott glaubt, das Weihesakrament empfangen, denn Glauben ist keine Voraussetzung. Wirkungslos kann das Weihesakrament lt. Kirche nicht sein, da der Bischof in der apostolischen Suggestion steht und da der Bischof auch in Persona Christi handelt, auf den Kandidaten das Sakrament der Weihe übertragen, der von nun an auch in Persona Christi handeln wird, wenn es sich um die Spendung der Priester- und Bischofsweihe handelt.
Montag, 9. Juli 2007 02:59
expedit: Wirkungslose Weihen?
Habe mal gehört, daß es auch wirkungslose Weihen geben soll!
Stimmt das?
Stimmt das?
Sonntag, 8. Juli 2007 13:08
Brigitte Bussmann: öffentliche Geheim-Messe
Liebe LeserInnen,
warum sollte ich geweiht sein um Gott mit Brot und Wein dankzusagen. Ach, Entschuldigung, ich habe ja ganz vergessen, dass der Jude Jesus auch geweiht war. Und vor allem die Apostel haben ja die Priesterweihe empfangen, und Paulus natürlich auch und alle GemeindeleiterInnen der Urkirche waren geweiht.
Ach, wie konnte ich nur wieder vergessen, die Frauen durften ja auch schon damals nicht geweiht werden.
So, nun dürfen Sie wieder kräftig lachen –- ich tue es auch, über Ihre intolerante Haltung und Frauenverachtung
warum sollte ich geweiht sein um Gott mit Brot und Wein dankzusagen. Ach, Entschuldigung, ich habe ja ganz vergessen, dass der Jude Jesus auch geweiht war. Und vor allem die Apostel haben ja die Priesterweihe empfangen, und Paulus natürlich auch und alle GemeindeleiterInnen der Urkirche waren geweiht.
Ach, wie konnte ich nur wieder vergessen, die Frauen durften ja auch schon damals nicht geweiht werden.
So, nun dürfen Sie wieder kräftig lachen –- ich tue es auch, über Ihre intolerante Haltung und Frauenverachtung
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