Inhalte aus dem Begleitbrief + Bischofsbruder versucht Mord + Geistlicher in körperlicher Topform + Erntezeit + Lehrveranstaltung an der Universität Mainz
Links: Die Kapelle im neuen Haus der französischen Bischofskonferenz in Paris Rechts: Kardinal Ratzinger
liest die Alte Messe
Inhalte aus dem Begleitbrief
Frankreich. Das Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe wird am Samstag
erscheinen. Das bestätigte der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Jean-Pierre Kardinal
Ricard, am Mittwoch. Anlaß dazu war die Einweihung eines neuen Gebäudes der Französischen Bischofskonferenz
in Paris. In seinem Begleitbrief bitte der Papst, die Treue der Altgläubigen zum Alten Ritus zu verstehen –
berichtete der Kardinal. Umgekehrt ersuche der Papst die Traditionalisten um die Anerkennung kirchlicher
Entwicklungen wie des Ökumenismus und des interreligiösen Dialogs. Laut einem Bericht der französischen
Nachrichtenagentur ‘AFP’ kündigten mehrere französische Bischöfe vage an, die Frage der Alten Messe
weiterhin selber bestimmen zu wollen.
Bischofsbruder versucht Mord
Australien. Der Bruder von Mons.
Gerard Hanna – Bischof der australischen Diözese Wagga Wagga in der Nähe von Sydney – ist angeklagt,
auf einen Geschäftspartner geschossen zu haben. Das berichteten die australischen Medien. Philip Hanna
(57) ist ein bekannter Geschäftsmann in der Stadt Armidale im Norden von Sydney. Der Bischofsbruder soll
bei einem angespannten Geschäftstreffen mit einem Bauunternehmer auf diesen zwei Schüsse abgegeben haben.
Die Familie Hanna stammt ursprünglich aus dem Libanon.
Geistlicher in körperlicher Topform
Österreich.
Am kommenden Sonntag tragen 2.200 Triathleten in Klagenfurt die jährlich stattfindende Sportveranstaltung
„Ironman Austria“ aus. Unter ihnen befindet sich auch Pfarrer Christian Stromberger (42) von St. Georgen
am Längsee – zwanzig Kilometer nördlich von Klagenfurt. Als einer der Extrem-Sportler wird er 3,8 Kilometer
schwimmen, 180 Kilometer radfahren und 42,2 Kilometer laufen.
Erntezeit
Deutschland. Im vergangenen
Schuljahr besuchten im hessischen Teil des Bistums Limburg nur noch 54 Prozent aller katholischen Schüler
den Religionsunterricht. Das gab das Bistum am Donnerstag bekannt. In Frankfurt am Main – der größten
Stadt Hessens – waren es lediglich 42,9 Prozent, in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gar nur
40,6 Prozent. Die Diözese Limburg wurde bis Februar 2007 knapp 25 Jahre lang vom sehr liberalen Bischof
Franz Kamphaus regiert.
Lehrveranstaltung an der Universität Mainz
Im Rahmen der Übung „Orte der Religion“
der Abteilung Liturgiewissenschaft und Homiletik steht in diesem Semester der Besuch einer Tridentinischen
Messe auf dem Programm. Die Lehrübung wird von Prof. Dr. Ansgar Franz in Zusammenarbeit mit Prof. Dr.
Stephan Weyer-Menkhoff von der Evangelisch-Theologischen Fakultät veranstaltet. Vorbesprechung und Einführung:
Fr 06.07.2007, 14-16 Uhr, R 00-410 Gottesdienstbesuch: So 08.07.07, 7:30 Uhr, Pfarrkirche Budenheim (Gonsenheimer
Str. 43) Nachbesprechung: Fr 13.07.07, 14-16 Uhr, R 00-410
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47 Lesermeinungen
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Czibo sorgt mal wieder für das rechte Maß an Unterhaltung Genoveva, Baron, Defensor sind die erklärten
Hardliner, die Troika des Forums und dann wuselt noch eine irrlichternde Ministrantin rum. Kaum ist man
ein paar Tage weg gewesen, muß man auch schon so lustige Beiträge wie diesen hier lesen. „Troika des
Forums“ – klingt gar nicht schlecht. Immerhin eine Art Dreifaltigkeit Ob Czibo wohl weiß, was „Dreifaltigkeit“
bedeutet? bösartig, verleumdend, rechthaberisch Köstlich, wirklich köstlich. Ich wüßte doch zu
gerne, was Czibo mit „bösartig“ und „verleumdend“ meint. Wenn ich ihn jedoch fragte, dann würde er mir
vermutlich wieder nur antworten, daß er solch persönliche Fragen nicht beantworten wolle.
Claus Peter Du rettest uns alle! Durch Dein stellvertretendes Sühneleiden in kreuz.net, täglich gekreuzigt
von der Traditionalisten-Meute, die Du dennoch auf geheimnisvolle Weise erlösen wirst!
Tchibo, der leidende Gottesknecht! Wer hat ihn angezündet? Aber die Troika weiß nicht, was sie tut.
Sollte man ihr deshalb ihre Boshaftigkeit verzeihen…? Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was
sie tun!
Troika Genoveva, Baron, Defensor sind die erklärten Hardliner, die Troika des Forumsund dann wuselt noch
eine irrlichternde Ministrantin rum. Immerhin eine Art Dreifaltigkeit ist auf diese Weise gegeben,
die sich auf eine Quadrität leicht erweitern ließe…, wenn die vierte Person denn die Weihen hätte.
Ist ja gut, dass die Dunkelmänner-Gestalten einmal aus der Anonymität ans Tageslicht gehievt wurden.
Damit sich die anderen Poster ihrer stets bewusst sind, wenn sie sich erlauben sollten, keine Katechismuswahrheiten,
wie es die Troika stets tut, ohne Unterlass und Resonanz ins Volk zu rufen: bösartig, verleumdend, rechthaberisch –
auch wieder eine Trinität. Das ist ähnlich wie bei den chinesischen Triaden oder beim Opus Dei. Immer
neue Cliquen tun sich auf. Aber die Troika weiß nicht, was sie tut. Sollte man ihr deshalb ihre Boshaftigkeit
verzeihen…?
@Genoveva: Nein, George läßt sich entschuldigen, er entspannt sich zur Zeit auf dem Anwesen seiner Eltern!
Wir müssen den Kampf gegen den Foren-Terrorismus jetzt selbst in die Hand nehmen!
@Genoveva, @Baron, @Defensor Ich habe übrigens vergessen zu erwähnen, daß ich natürlich auch zu unsrem
Strategietreffen in der Krypta von Sankt E. erscheinen werde! Bis dann also! :)3
„Glaubensfragen werden per Abstimmung und Mehrheitsbeschluss entschieden“, schreibt Kurt K. und begibt
sich auf ein ähnlich unsägliches Niveau wie Tschibo, den Pünktchen schon auf den Unsinn seiner postings
hingewiesen hat (ich für meinen Teil verspüre keinerlei Trieb, mich mit seiner Verwirrung auseinanderzusetzen).
Religiöse Wahrheiten sind vom System her ebensowenig demokratische Verhandlungs- und Abstimmungsmasse
wie mathematische Berechnungen. Nur pubertierende Mittelstufler regt es auf, dass dieser Mathetyp da vorne
immer recht behalten will. Auf exakt gleichem Niveau wird hier von bestimmten Postern über Kirche, Theologie,
Geschichte „diskutiert“: frei von solidem Grundwissen, dafür aber ausgestattet mit einer fest auf Sand
gegründeten Meinung – und da ist man doch eben frei, oder? Ja: natürlich hat man die Freiheit, der Meinung
zu sein, 3 + 7 sei 11. Es ist trotzdem falsch. Man hat auch das Recht, der Meinung zu sein, 3 + 7 sei
etwas zwischen 8 und 12. Das stimmt dann, ist aber unbehelflich. Keine Mehrheit in kirchlichen Gremien
kann beschließen, es sei erlaubt, die Schwiegermutter umzubringen, wenn sie nur gehörig nervt. Und der
Papst kann das auch nicht. So liegt die Sache. Es gibt eine festgefügte Tradition, eine Lehre, die organisch,
aus dem Gegebenen heraus entwickelt werden kann und muss. Organisch! Nicht willkürlich nach Zeitgeist
und Eigengeschmack. Kirche und Lehre werden nicht geprägt. Sie selbst prägen.
@Pünktchen: Irgendjemand sollte Czibo mal erklären … was der Sinn eines solchen Forums ist. Er postet
zu allem und jedem (fast 1.000 Beiträge in 3 Monaten!) seine verschwurbelten Elaborate und sobald ihm
jemand antwortet kommt sofort: „Sie hat keiner gefragt“. Offensichtlich hält er kreuz.net für ein Kaffee-Blog
…
Joseph von Eichendorff ob mit oder ohne Patriarch, weiß ich ehrlich gesagt nicht sicher, die Chaldäisch-Katholische
Kirche hat einen Patriarchen. Hier die Liste: Liste der Patriarchen de.wikipedia.org/…-Katholischen_Kirche
Korrektur der eigenen Aussage der Vollständigkeit halber Die Chaldäer sind zwar eine Abspaltung, hervorgerufen
durch Nestorius und seine Irrlehre nach dem Konzil von Ephesus 431, aber es gibt auch wieder mit Rom unierte
Chaldäer, die sogar einen eigenen Ritus haben, ob mit oder ohne Patriarch, weiß ich ehrlich gesagt nicht
sicher, aber ich denke, sie haben einen.
Nochmals aus „Dominus Iesus“: „Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche
subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Die
Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste
Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte
Teilkirchen. Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen
die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat
nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche
ausübt.“
@Czibo Nieznany Das ist so nicht richtig! Natürlich kann man fragen, ab wann die Bezeichnung „katholisch“
das erste Mal auftaucht, aber die chaldäische Kirche ist auch eine Abspaltung der einen Kirche Christi,
als welche sich die katholische versteht. Wenn ich mich nicht täusche, ist sie aus den Anhängern des
Nestorius hervorgegangen. Außerdem kann Ökumene nur in der „Heimholung“ bestehen, da die katholische
Kirche den Absolutheits- und Wahrheitsanspruch hat. Davon kann man nicht abweichen, ohne im wahrsten Sinne
des Wortes „unglaubwürdig“ zu werden.
Tchibo, der Hobbyhistoriker! „Es gibt nämlich teilweise ältere Kirchen im Osten, die noch nie katholisch
waren und nie werden wollen, zum Beispiel die chaldäische Kirche. Die ist um vieles älter als die katholische
Kirche im Westen, die ja nicht wäre, wenn es die Kirche in Konstantinopel gegeben hätte, die in den
ersten Jahrhunderten die westliche Kirche mit Theologie beliefert und theologische Denkprozesse überhaupt
erst möglich gemacht hat .“ Es gibt also – laut Tchibo – Kirchen, die „älter“ sind als die Kirche, die
Christus auf dem Fundament der Apostel gegründet hat mit Petrus als ihrem obersten Hirten? Die Chaldäische
Kirche ist übrigens mit Rom uniert und erkennt den Bischof von Rom als den universalen Hirten der Kirche
an! Die Altorientalischen bzw. alten Ostkirchen gehen auf eine Abspaltung von der Reichskirche zurück,
die nach dem jahre 431 (Konzil von Ephesus) erfolgte. Also gar nichts mit „älter“! Die Orthodoxie entstammt
demselben Fundament wie die Westkirche: auch hier macht niemand ein historisches „prae“ geltend! Ist das
Historie aus dem Kaffeesatz? Wie immer, bei Tchibo: große Klappe, nix dahinter!
Joseph von Eichendorff: Aufeinander zu gehen, aber nicht verschlingen Da haben Sie wiederum unrecht! Die
Kirche Christi ist verwirklicht, wie es vor mir schon sehr schön zitiert wurde, in der katholischen Kirche.
Nur in ihr findet man die Fülle des Heils. Ökumene darf also nicht falsch verstanden werden. Auf den
Beifall der Nachposterin müssen Sie nicht stolz sein. Sie kann es nicht anders. Sie kann nur auf dieser
schlichten Katechismuslinie denken. Man sollte Mitleid mit ihr haben über ihre dermaßen verunglückten,
unsauberen Argumente. Ich verstehe Ökumene nicht falsch, falls Sie mir das unterstellen wollen. Ich verstehe
Ökumene aber nicht als Heimholungsökumene. Es gibt nämlich teilweise ältere Kirchen im Osten, die
noch nie katholisch waren und nie werden wollen, zum Beispiel die chaldäische Kirche. Die ist um vieles
älter als die katholische Kirche im Westen, die ja nicht wäre, wenn es die Kirche in Konstantinopel
gegeben hätte, die in den ersten Jahrhunderten die westliche Kirche mit Theologie beliefert und theologische
Denkprozesse überhaupt erst möglich gemacht hat . Die östlichen Kirchen werden sich nicht heimholen
lassen, genausowenig wie die Protestanten. Ökumene kann nur Aufeinanderzugehen sein, aber nicht Verschlingen.
Süddeutsche So wie der Artikel in der Süddeutschen geschrieben ist, habe ich nicht der Eindruck, daß
der Autor überhaupt weiss, wovon er redet. Apropos –- Schon gelesen? AVVISO AI GIORNALISTI: PUBBLICAZIONE
DEL MOTU PROPRIO „SUMMORUM PONTIFICUM“ Si informano i signori giornalisti che domani, sabato 7 luglio
2007, sarà resa pubblica la Lettera Apostolica di Sua Santità Benedetto XVI „Motu proprio data“ SUMMORUM
PONTIFICUM, sull’uso della Liturgia romana anteriore alla riforma del 1970. Il Documento sarà accompagnato
da una Lettera esplicativa del Santo Padre. (Ambedue i testi saranno a disposizione dei giornalisti a
partire dalle ore 9.00 con embargo fino alle ore 12 dello stesso giorno.) Quelle: 212.77.1.245/…letin/news/20556.php?index=20556&la…
MP zur Alte Messe: Nur Erleichterungen? Soll-Bestimmungen, die die Bischöfe nicht binden? Süddeutsche:
„… In einem Papst-Erlass, der nach Angaben der französischen Tageszeitung La Croix am Samstag veröffentlicht
werden soll, ist die lateinische Messe nun wieder häufiger gestattet. Einmal im Monat soll nach dem alten
Ritus gefeiert werden dürfen, eine Genehmigung des Bischofs soll nicht mehr wie bisher nötig sein. Ausgenommen
sind die Osterfesttage. Sie sollen laut La Croix auf keinen Fall auf lateinisch gefeiert werden. Außerdem
betonte Benedikt XVI. in dem Erlass mit dem Namen „Motu Proprio“, dass weiterhin die erneuerte Liturgie
die Regel bleiben soll.“
@ Pünktchen Hab ich ja auch gar nicht behauptet. Trotzdem – Glaubensfragen werden per Abstimmung und
Mehrheitsbeschluss entschieden. Wie in ner Demokratie eben.
Kurt K. Die Konzilien sind keine Parlamente, denn die Bischöfe sind keine „Abgeordneten“! Vielmehr sind
sie von Gott ins Hirtenamt „berufen“, ebenso wie der oberste Hirte auch. Die Art und Weise der Bestimmung
und Findung dieser Hirten steht nicht im Gegensatz zu ihrer Berufung und Sendung von oben.
Doch keine generelle Wiederzulassung der Alten Messe? Vielleicht kommt morgen Ernüchterung auf … KIPA
vom 05.07.2007: www.kath.ch/pdf/kipa_…135536.pdf „Dem Vernehmen nach geht es nicht um eine generelle
Wiederzulassung der alten Messe, sondern um eine grosszügigere Handhabung der bisherigen Praxis.“ Lehmann
hat schon im April jubiliert: „Man hat uns offensichtlich gehört …“ Französische Bischöfe haben jüngst
deutlich gemacht, das Heft / die Kontrolle in der Hand behalten zu wollen. Dem werden wohl auch deutsche
Bischöfe in nichts nachstehen wollen. Harte Prüfungen dürften uns bevorstehen …
@ Pünktchen Die Kirche ist keine Demokratie! Naja, ein bisschen schon. Schliesslich wird der Papst gewählt
und auf Konzilen wird auch abgestimmt über Glaubensfragen… Nur ist es eben keine Basisdemokratie. Ist
son bissl wie die Antiken griechischen Demokratien, wo nur wenige demokratische Rechte hatten.
Juhuben Derselbe Leser, der demokratisch über die Glaubensinhalte abstimmen lassen möchte nach dem Maßstab
empirischer Bewährung bemüht anderswo auch das biblische Bild vom „wandernden Gottesvolk“ zu Stütze
für seine verfehlte Ekklesiologie. Dieses Bild bringt aber eher die eschatologische Ausrichtung der Kirche
in diesem Äon zum Ausdruck („keine bleibende Statt, die zukünftige suchen wir“ Hebr.) als Aussagen zu
machen über ihre innere Verfaßtheit. Ein Volk auf Wanderschaft wird es sich übrigens auch nicht leisten
können, an jeder Weggabelung „Abstimmungen“ über die weitere Richtung vorzunehmen. Wanderschaft bedeutet
für die meisten also Gefolgschaft und für einige wenige das Wagnis der Führung! Das Bild von „Hirt
und Herde“ weist noch mehr in diese Richtung! Die Kirche ist keine Demokratie!
Pünktchen: schliesslich sind wir demokratisch In einer Demokratie zählen alle Stimmen also auch die
der Halbegbildeten der Lischen Müller, ein Ausdruck, der übrigens nicht von mir stammt, sondern vom
Korrespondenten einer angesehenen liberalen Zeitung im Zusammenhang mit der Spiegel Affäre von 1962 verwendet
wurde
Wolfgang e. Ich kann Ihren Einwand verstehen. das Problem ist aber, daß es tatsächlich eine Art „neuen
Glauben“ gibt, der für sich fälschlicherweise das Eigenschaftswort „katholisch“ reklamiert. Bedenken
Sie nur, daß es hier Leser gibt, die im Ernst vorschlagen, daß der Inhalt von Glaubensartikeln „empirisch
feststellbar“ sein sollte und das durch „neutrale Gremien“? …
Altgläubige Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jean-Pierre Kardinal Ricard tatsächlich von „Altgläubigen“
gesprochen hat. Schon gar nicht kann ich mir vorstellen, dass das Motu Proprio oder der Begleitbrief von
„Altgläubigen“ spricht. Es handelt sich ja schließlich nicht um „Altkatholiken“ Wie wäre es, den Ausdruck
„Altgläubige“ zum kreuz.net-Unwort des Jahres zu wählen? Immerhin ist dieser Ausdruck in letzter Zeit
in kreuz.net-Artikeln noch häufiger zu beobachten, als der Ausdruck „authentisch“ in deutschen Übersetzungen
vatikanischer Dokumente. Dabei hat er noch weniger Sinn!
Joseph Danke für den Hinweis! Der Artikel verlinkt im übrigen folgenden Aufsatz: FLORIAN KOLFHAUS: Vom
Mut zu sagen, dass die katholische Kirche die wahre Kirche Christi ist Ein neuer Blick auf das „subsistit
in“ (Lumen gentium 8) www.theologisches.net/kolfhaus.htm
Ich verweise auf einen Artikel bei „kath.net“ „Vatikan-Schreiben über Einzigartigkeit der katholischen
Kirche“ www.kath.net/detail.php?id=17222www.kreuz.net/ Paßt zum gerade diskutierten Thema…
Sehr richtig, Herr Baron! Was halten Sie übrigens von dem Vorschlag des Modernisten Tschibo, der Glaube
an die Einzigkeit der Kirche solle „empirisch festgestellt“ ( !! ) und das von einem „neutralen Gremium“
(! !) …
@Nieznany Da haben Sie wiederum unrecht! Die Kirche Christi ist verwirklicht, wie es vor mir schon sehr
schön zitiert wurde, in der katholischen Kirche. Nur in ihr findet man die Fülle des Heils. Ökumene
darf also nicht falsch verstanden werden. Ökumene muß bedeuten, die orthodoxe Kirche und die anderen
christlichen Denominationen von dieser Glaubenswahrheit zu überzeugen. Dann ergibt sich ganz von selbst,
daß die Einheit der Christen nur in einer Rückkehr zur katholischen Konfession bestehen kann!
Danke für das Zitat, Pünktchen, der Heilige Vater drückt nämlich auf seine elegante Weise exakt das
aus, was wir schon als Kinder im Katechismus gelernt haben: Christen anderer Konfession können durchaus
zur ewigen Seligkeit gelangen – aber dann nicht wegen, sondern trotz ihrer Konfession. Die Fülle liegt
nur in der Kirche, und was die anderen Gemeinschaften evtl. Haben, haben sie einzig von uns.
RJH: Das kann man glauben Das wurde nicht empirisch von einem neutralen Gremium festgestellt. Das behauptet
die Kirche in eigener Machtvollkommenheit von sich. Einen Nachweis gibt es nicht. Das kann man nur glauben…!
Glauben ist aber nicht wissen.
Einzigkeit und Einheit der Kirche Die Gläubigen sind angehalten zu bekennen, dass es eine geschichtliche,
in der apostolischen Sukzession verwurzelte Kontinuität zwischen der von Christus gestifteten und der
katholischen Kirche gibt: »Dies ist die einzige Kirche Christi… Sie zu weiden, hat unser Erlöser nach
seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (vgl. Joh 21,17), ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre
Ausbreitung und Leitung anvertraut (vgl. Mt 28,18ff.), für immer hat er sie als „die Säule und das Fundament
der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) errichtet. Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet,
ist verwirklicht [subsistit in] in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen
in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird«. Mit dem Ausdruck »subsistit in« wollte das Zweite Vatikanische
Konzil zwei Lehrsätze miteinander in Einklang bringen: auf der einen Seite, dass die Kirche Christi trotz
der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht, und auf der anderen Seite,
»dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden
sind«, nämlich in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in voller Gemeinschaft mit der
katholischen Kirche stehen. Bezüglich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ist festzuhalten,
dass »deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit
herleitet«. www.vatican.va/…ominus-iesus_ge.html Dominus Iesus Nr. 16
Richtig verstandener Ökumenismus Keine Bange, das Motu Proprio am Samstag wird keinesfalls den liberalen
und relativistischen Ökumenismus nach dem Mund reden. Ganz im Gegenteil, aus gut informierten Kreisen
wurde nämlich bekannt, daß nach dem Motu Proprio am Samstag in der folgenden Woche ein Schreiben der
Glaubenskongregation veröffentlicht wird, in dem nochmals ausdrücklich die Einzigartigkeit der Heiligen
römischen und apostolischen Kirche )„Ecclesia subsistit in Ecclesia catholica“) bekräftigt wird.
reichlich naiv Es ist angebracht die Veröffentlichung des Motu proprio abzuwarten und es in der Folge
genau zu studieren bevor man allzu grosse Erwartungen daran knüpft.Immerhin gilt es zu berücksichtigen
dass Benedikt XVI in seiner Eröffnungsansprache das Konzil und den Ökumenismus zu den Schwerpunkten
seines Pontifikates erklärte. Daher scheint mir die Annahme, er würde die alte Messe freigaben ohne
dafür eine Gegenleistung seitens Traditionalisten zu verlangen, reichlich naiv. Eine andere Frage bleibt,
ob – und und immer unter der Voraussetzung – mit einer Freigabe dem Konzil und Ökumenismus gedient sei.
Die Befürchtungen jener Würdenträger, die sich gegen eine Freigabe der alten Messe ausgesprochen haben,
lässt sich insofern nicht völlig von der Hand weisen, als man die Anhänger dieser Messe kaum Sympathien
für Ökumenismus und Konzil empfänglich bezeichnen kann. Professor May’s Buch: Die Falle des Ökumenismus
ist ein Beispiel dafür.
Die Insel der Seligen im Tal der Tränen? Auch die katholische Kirche deckt nur Teilbereiche ab, weil
die Orthodoxie nicht zum ihrem Jurisdiktionsbereich zählt und auch in Zukunft nicht dazu zählen wird.
Schon deshalb ist das Prädikat „Mutter der Kirchen“ ziemlich gewagt und entspricht nicht der Realität.
Die orthodoxen Kirchen werden diesen Anspruch genausowenig wie die prostantischen Kirchen akzeptieren.
Das ist doch Sache. Eine Heimholungsökumene wäre in jedem Fall eine mehr als verlogene Angelegenheit.
Deshalb ist der interkonfessionelle Dialog wesentlich für die Kirchen, egal ob sie Mitglied im Ökumenischen
Rat der Kirchen sind oder nicht. Die katholische Kirche hat keinen Grund anzunehmen, dass sich alle anderen
Kirchen zu ihr bewegen. Ohne die anderen Kirchen wäre sie heute bestimmt auch nicht mehr. Nachdem sie
zu Zeiten der Renaissancepäpste kurz vorm Untergang stand. Es war die Reformation, die die katholische
Kirche vor ihrem eigenen Untergang gerettet hat. Das sollte vor Allmachtsansprüchen immer bedacht werden.
Wenn es Orthodoxie und Protestantismus nicht gäben, hätte die katholische Kirche heute weniger Chancen
als sie eh hat. Sie ist nicht allein die Insel der Seligen. Auch wenn sich das viele wünschen. Auch Papst
Benedikt XVI. weiß sehr genau um diese Kalamität.
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 9, 9-13 In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens
Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm. Und
als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und
seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen
mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern
die Kranken. Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen,
um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.
ökumenische Gespräche gescheitert Die ökumenischen Gespräche mit den Protestanten halte ich für gescheitert.
Ich erlebe hier vor Ort im Kleinen, worum es den Protestanten geht oder auch nicht geht: Sie wollen keine
Einheit mit der katholischen Kirche; schon garnicht sind sie bereit, sich dem Supremat des Papstes zu
unterwerfen. Für die Protestanten ist die römisch-katholische Kirche einfach nur eine christliche Schwesterkirche,
nicht jedoch die Mutter aller Kirchen, um’s mal so zu sagen. Für die Protestanten ist es darum wichtig,
zu einer „Abendmahlsgemeinschaft“ mit der katholischen Kirche zu kommen und somit die Vollwertigkeit ihres
Abendmahles anerkannt zu bekommen. Die katholische Kirche kann sich jedoch auf solche Dinge nicht einlassen,
da sie sonst ihren berechtigten Anspruch aufgeben müsste, die wahre Kirche Jesu Christi, gegründet auf
dem Fundament des Petrus und der Apostel zu sein. Das interreligiöse Gespräch birgt ähnliche Gefahren.
Assisi muss auch dem letzten vor Augen geführt haben, wo solche Bemühungen enden. Schluss damit! Lasst
uns wieder ganz katholisch sein! o^/
Habe ich etwas anderes behauptet? Aber auch gesamtkirchlich wird zu fragen sein, welches theologische
Fundament Ökumene und Interreligiöser Dialog haben, wie sie sich in den Strom der dogmatischen Tradition
einfügen und welche Konsequenzen das für die Praxis dieser Aspekte hat. Auch hier geht es um eine Interpretation
der Kontinuität, ein Ziel, das Benedikt XVI. offenbar liturgisch anstrebt, wie das MP erweisen wird:
weshalb es auch für den nachvatikanischen Ritus sehr wichtig sein wird.
Wichtigere Aufgaben Es gibt auch keinen besonderen Grund, dass die Kirche auf die Piusbruderschaft zugeht.
Ökumenismus und interreligiöser Dialog sind wichtigere Aufgaben als den Belangen und Vorstellungen einer
schismatischen Priesterbruderschaft gerecht zu werden.
Wenn der Begleitbrief die „Altgläubigen“ um Akzeptanz des Ökumenismus und des interreligiösen Dialogs
ersucht, wird die Freigabe der Alten Messe keine Verständigung mit FSSPX. Eher Dererseits eine Verschärfung,
worauf bereits das aktuelle MB erschreckend hinweist.