Habemus Kartoffelschmarrn
Wußten Sie auch, daß der Papst während besonders stressiger Arbeitsphasen nachts heimlich „Hanuta“ aß oder als junger Student in der Mensa „Habemus Kartoffelmus“ rief?

Die vierzehn Geschichten wurden von Carola Rönneburg, Corinna Stegemann und Michael Ringel geschrieben. Sämtliche Texte waren frei erfunden.
So war zum Beispiel zu lesen, daß der Papst nachts heimlich Hanutas esse oder seine Lieblingsfernsehsendung „Drei Engel für Charlie“ sei.
Auch die angebliche Begebenheit aus dem Leben des Studenten Josef Ratzinger, der in der Mensa herzhaft „Habemus Kartoffelmus“ gerufen haben soll, war erdichtet.
Die Boulevardzeitung ‘Berliner Kurier’ war von den Legenden über den Papst offenbar so begeistert, daß das Blatt ihnen kurz später eine Doppelseite unter dem Titel „Schoko-Waffeln, Weizenbier & Drei Engel für Charlie“ widmete – und natürlich für wahr verkaufte.
„Die leichtgläubigen Boulevardisten hatten unsere Anekdoten einfach als wahr abgeschrieben, woraufhin wir den ‘Kurier’ zur ‘Gurke des Tages’ erklärten“ – so die ‘Tagezeitung’ in einem heute veröffentlichten Bericht:
„Wie uns später aus Kollegenkreisen zugetragen wurde, bekamen die verantwortlichen Redakteure einen mächtigen Rüffel von oben.“
Das Unheil nimmt seinen Lauf
Im November 2005 erschien im Saarbrücker ‘VDM Verlag’ ein Buch unter dem Titel „Worüber der Papst lacht – Anekdoten, Aperçus und Allerlei über Benedikt XVI.“ Das Buch wurde unter anderem von dem katholischen Linzer Nachrichtenportal ‘kath.net’ beworben.
Es stammt aus der Feder der beiden Adeligen Maximilian Graf von Dürckheim und Esther von Krosigk und enthält 81 Anekdoten, von denen elf – laut ‘Tageszeitung’ von dieser abgeschrieben sind: „Ohne Nachfrage, ohne Quellenangabe, ohne Nachdruckgenehmigung.“
Manche Geschichten seien schlecht umgeschrieben worden: „Manche blieben im Originalzustand. Elf von 81, das sind immerhin rund 13 Prozent des Buchinhalts“ – so die ‘Tageszeitung’.
Im Vorwort zum Buch erklären die beiden Autoren, daß die Urheber der Anekdoten oftmals unbekannt seien. Dabei hätte es genügt, eine beliebige Internetsuchmaschine zu benützen.
Zugleich bedanken sie sich bei „zahlreichen engen Freunden und Begleitern des Papstes“, welche viele dieser Anekdoten „so oder so ähnlich persönlich erlebt“ hätten.
So entstehen Anekdoten. So entstehen Gerüchte.
Und so wurde wird die linksextreme ‘Tageszeitung’ zum „engen Freund und Begleiter des Papstes“.
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Samstag, 7. Juli 2007 11:13
HeinrichderZweite: Lieber Wolkensteinerin,
Kartoffelpüree, Kartoffelbrei oder Kartoffelmus (österreichisch: Erdäpfelpüree, schweizerisch: Kartoffelstock, bairisch/fränkisch: Stampf oder Stopfer) ist ein Brei aus gekochten, zerdrückten und cremig gerührten Kartoffeln sowie anderen Zutaten.
Samstag, 7. Juli 2007 11:09
nonnobisdomine: Ad maxentius
Sie scheinen irgendwas zu verwechseln. – Oder sind nicht „up to date“ – wie man so schön heute sagt.
Samstag, 7. Juli 2007 09:40
HeinrichderZweite: Lieber Maxentius,
Warum ist die FSSPX zu feige, sich endlich von der offiziellen katholischen Kirche zu trennen???
das wäre doch zu absurd. Sie FSSPX ist eine kirchliche Reformbewegung, nach der modernistischen Deformbewegung („ecclesia semper deformanda“), die das vatikanische Räuberkonzil als ihr Meisterstück hervorbrachte. Und die Arbeit beginnt langsam zu tragen!
das wäre doch zu absurd. Sie FSSPX ist eine kirchliche Reformbewegung, nach der modernistischen Deformbewegung („ecclesia semper deformanda“), die das vatikanische Räuberkonzil als ihr Meisterstück hervorbrachte. Und die Arbeit beginnt langsam zu tragen!
Samstag, 7. Juli 2007 09:29
PhilomenaWolkenstein: ???????????
Bitte, was ist Kartoffelmus? Eine Mischung aus Erdäpfelpürree und Apfelmus?
Samstag, 7. Juli 2007 02:30
maxentius: FSSPX = Sedisvakantisten
Das wird mir immer klarer! Warum ist die FSSPX zu feige, sich endlich von der offiziellen katholischen Kirche zu trennen???
Freitag, 6. Juli 2007 23:11
Charlotte Bongartz †: Anders, als andere „extreme“ Medien…
…hat die taz wenigstens Humor und führt vor Augen, wie miserabel manch ein Blatt (aber auch Internetangebot) recherchiert (bzw. darauf ganz verzichtet). Bravo!
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