Benedikt XVI.
Habemus Kartoffelschmarrn
Wußten Sie auch, daß der Papst während besonders stressiger Arbeitsphasen nachts heimlich „Hanuta“ aß oder als junger Student in der Mensa „Habemus Kartoffelmus“ rief?
Benedikt XVI. hat Sinn für Humor
Benedikt XVI. hat Sinn für Humor
(kreuz.net, Berlin) Als Josef Kardinal Ratzinger im April 2005 zum Papst gewählt wurde, veröffentlichte die linksradikale Berliner ‘Tageszeitung’ „die schönsten Anekdoten über den sympathischen Mützenträger“.

Die vierzehn Geschichten wurden von Carola Rönneburg, Corinna Stegemann und Michael Ringel geschrieben. Sämtliche Texte waren frei erfunden.

So war zum Beispiel zu lesen, daß der Papst nachts heimlich Hanutas esse oder seine Lieblingsfernsehsendung „Drei Engel für Charlie“ sei.

Auch die angebliche Begebenheit aus dem Leben des Studenten Josef Ratzinger, der in der Mensa herzhaft „Habemus Kartoffelmus“ gerufen haben soll, war erdichtet.

Die Boulevardzeitung ‘Berliner Kurier’ war von den Legenden über den Papst offenbar so begeistert, daß das Blatt ihnen kurz später eine Doppelseite unter dem Titel „Schoko-Waffeln, Weizenbier & Drei Engel für Charlie“ widmete – und natürlich für wahr verkaufte.

„Die leichtgläubigen Boulevardisten hatten unsere Anekdoten einfach als wahr abgeschrieben, woraufhin wir den ‘Kurier’ zur ‘Gurke des Tages’ erklärten“ – so die ‘Tagezeitung’ in einem heute veröffentlichten Bericht:

„Wie uns später aus Kollegenkreisen zugetragen wurde, bekamen die verantwortlichen Redakteure einen mächtigen Rüffel von oben.“

Ein Buch mit mindestens 13 Prozent Falschmeldungen
Ein Buch mit mindestens 13 Prozent Falschmeldungen
Das Unheil nimmt seinen Lauf

Im November 2005 erschien im Saarbrücker ‘VDM Verlag’ ein Buch unter dem Titel „Worüber der Papst lacht – Anekdoten, Aperçus und Allerlei über Benedikt XVI.“ Das Buch wurde unter anderem von dem katholischen Linzer Nachrichtenportal ‘kath.net’ beworben.

Es stammt aus der Feder der beiden Adeligen Maximilian Graf von Dürckheim und Esther von Krosigk und enthält 81 Anekdoten, von denen elf – laut ‘Tageszeitung’ von dieser abgeschrieben sind: „Ohne Nachfrage, ohne Quellenangabe, ohne Nachdruckgenehmigung.“

Manche Geschichten seien schlecht umgeschrieben worden: „Manche blieben im Originalzustand. Elf von 81, das sind immerhin rund 13 Prozent des Buchinhalts“ – so die ‘Tageszeitung’.

Im Vorwort zum Buch erklären die beiden Autoren, daß die Urheber der Anekdoten oftmals unbekannt seien. Dabei hätte es genügt, eine beliebige Internetsuchmaschine zu benützen.

Zugleich bedanken sie sich bei „zahlreichen engen Freunden und Begleitern des Papstes“, welche viele dieser Anekdoten „so oder so ähnlich persönlich erlebt“ hätten.

So entstehen Anekdoten. So entstehen Gerüchte.

Und so wurde wird die linksextreme ‘Tageszeitung’ zum „engen Freund und Begleiter des Papstes“.
      
16 Lesermeinungen
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#16   HeinrichderZweite   11:13:16 | Samstag, 7. Juli 2007
Lieber Wolkensteinerin,
Kartoffelpüree, Kartoffelbrei oder Kartoffelmus (österreichisch: Erdäpfelpüree, schweizerisch: Kartoffelstock, bairisch/fränkisch: Stampf oder Stopfer) ist ein Brei aus gekochten, zerdrückten und cremig gerührten Kartoffeln sowie anderen Zutaten.
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#15   nonnobisdomine   11:09:12 | Samstag, 7. Juli 2007
Ad maxentius
Sie scheinen irgendwas zu verwechseln. – Oder sind nicht „up to date“ – wie man so schön heute sagt.
^-^
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#14   HeinrichderZweite   09:40:19 | Samstag, 7. Juli 2007
Lieber Maxentius,
Warum ist die FSSPX zu feige, sich endlich von der offiziellen katholischen Kirche zu trennen???
das wäre doch zu absurd. Sie FSSPX ist eine kirchliche Reformbewegung, nach der modernistischen Deformbewegung („ecclesia semper deformanda“), die das vatikanische Räuberkonzil als ihr Meisterstück hervorbrachte. Und die Arbeit beginnt langsam zu tragen!
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#13   PhilomenaWolkenstein   09:29:37 | Samstag, 7. Juli 2007
???????????
Bitte, was ist Kartoffelmus? Eine Mischung aus Erdäpfelpürree und Apfelmus?
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#12   maxentius   02:30:42 | Samstag, 7. Juli 2007
FSSPX = Sedisvakantisten
Das wird mir immer klarer! Warum ist die FSSPX zu feige, sich endlich von der offiziellen katholischen Kirche zu trennen???
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#11   Charlotte Bongartz †   23:11:53 | Freitag, 6. Juli 2007
Anders, als andere „extreme“ Medien…
…hat die taz wenigstens Humor und führt vor Augen, wie miserabel manch ein Blatt (aber auch Internetangebot) recherchiert (bzw. darauf ganz verzichtet). Bravo!
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#10   RJH   23:04:12 | Freitag, 6. Juli 2007
@ Kathrin: Prophetische Gaben?
Das die taz nach der Papstwahl Anekdoten erfindet war schon bekannt als Ratzinger noch Kardinal war? Respekt!
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#9   prawda   23:02:34 | Freitag, 6. Juli 2007
worüber der Papst sich ärgert:
das wäre der Titel des Buches der gesammelten Kreuz.net – Werke ! auch alles Gerüchte und noch viele Lügen und Boshaftigkeiten hinzu.
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#8   Gotthard   23:01:09 | Freitag, 6. Juli 2007
DANKE
Dank des rechts-extremen Portals +.net weiß ich nun, was die linksradikale TAZ vor langer Zeit publizierte.
Mein Horizont wurde erweitert. Danke!
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#7   Romulus   22:57:17 | Freitag, 6. Juli 2007
Nomen est omen
Es stammt aus der Feder der beiden Adeligen Maximilian Graf von Dürckheim und Esther von Krosigk
Diese verkorksten Namen sagen alles. Die besten Zeiten haben diese Familien hinter sich. :-D
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#6   Kathrin   22:23:22 | Freitag, 6. Juli 2007
was zu schlagzeilen
das war schon bekannt, wo Er noch Kardinal war!!!
Ihr seit langweilig
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#5   RJH   20:56:12 | Freitag, 6. Juli 2007
@ Sirilo: :)3 har har, der war gut!
:-]
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#4   Sirilo   20:52:53 | Freitag, 6. Juli 2007
Im Gegensatz zu Kreuz.net…
…gibt die TAZ wenigstens zu, dass ihre Geschichten erfunden sind!
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#3   Rudolfus   20:48:25 | Freitag, 6. Juli 2007
@Bild des Heiligen Vaters
Man sollte ein Bild nehmen, das den Heiligen Vater besser zeigt.
Wollen wir dem Heiligen Vater ins Angesicht widerstehen?
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#2   Fabianus   20:48:07 | Freitag, 6. Juli 2007
Ist eigentlich
mit der Ablegung der Tiara von Paul VI. die gesamte Einführungsmesse geändert worden? War die Beerdigungsmesse von JPII noch nach altem Muster oder erneuerten Charakters? Warum ist das Papamobil eigentlich soviel besser als die alte sedia?
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#1   Sentinel   20:31:59 | Freitag, 6. Juli 2007
@Habemus papas
Wunderbar – und auch einleuchtend!
Auf einmal kein Schmierenjournalismus mehr hier! Wunderbar, daß ist die beste Änderung, die ich hier miterleben durfte.
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