Benedikt XVI.
Der Begleitbrief an die Bischöfe
Der Heilige Vater erwartet sich durch das Motu Proprio eine innere Versöhnung in der Kirche. Er ist hoffnungs- und vertrauensvoll. Der Text im Wortlaut.
Benedikt XVI. geht den Altgläubigen mit offenen Armen entgegen
Benedikt XVI. geht den Altgläubigen mit offenen Armen entgegen
(kreuz.net, Vatikan) Liebe Brüder im Bischofsamt,

hoffnungsvoll und mit großem Vertrauen lege ich den Text eines neuen als Motu Proprio erlassenen Apostolischen Schreibens über den Gebrauch der römischen Liturgie in ihrer Gestalt vor der 1970 durchgeführten Reform in Eure Hände, die Hände der Hirten. Das Dokument ist Frucht langen Nachdenkens, vielfacher Beratungen und des Gebetes.

Nachrichten und Beurteilungen, die ohne ausreichende Kenntnis vorgenommen wurden, haben in nicht
Das Motu Proprio
ist eine Frucht langen Nachdenkens, vielfacher Beratungen und des Gebetes
geringem Maße Verwirrung gestiftet. Es gibt sehr unterschiedliche Reaktionen, die von freudiger Aufnahme bis zu harter Opposition reichen und die sich auf ein Vorhaben beziehen, dessen Inhalt in Wirklichkeit nicht bekannt war.

Dem Dokument standen näherhin zwei Befürchtungen entgegen, auf die ich in diesem Brief etwas näher eingehen möchte.

Eine Befürchtung gegen das Motu Proprio

An erster Stelle steht die Furcht, hier werde die Autorität des II. Vatikanischen Konzils angetastet und eine seiner wesentlichen Entscheidungen – die liturgische Reform – in Frage gestellt.

Diese Befürchtung ist unbegründet.

Dazu ist zunächst zu sagen, daß selbstverständlich das von Papst Paul VI. veröffentlichte und dann in zwei weiteren Auflagen von Johannes Paul II. neu herausgegebene Missale die normale Form – die Forma ordinaria – der Liturgie der heiligen Eucharistie ist und bleibt.

Die letzte dem Konzil vorausgehende Fassung des Missale Romanum, die unter der Autorität von Papst Johannes XXIII. 1962 veröffentlicht und während des Konzils benützt wurde, kann demgegenüber als Forma extraordinaria der liturgischen Feier Verwendung finden.

Es ist nicht angebracht, von diesen beiden Fassungen des Römischen Meßbuchs als von „zwei Riten“ zu sprechen. Es handelt sich vielmehr um einen
Das überlieferte Meßbuch
wurde nie rechtlich abrogiert und blieb insofern im Prinzip immer zugelassen
zweifachen Usus ein und desselben Ritus.

Was nun die Verwendung des Meßbuchs von 1962 als Forma extraordinaria der Meßliturgie angeht, so möchte ich darauf aufmerksam machen, daß dieses Missale nie rechtlich abrogiert wurde und insofern im Prinzip immer zugelassen blieb.

Im Augenblick der Einführung des neuen Meßbuchs schien es nicht notwendig, eigene Normen für den möglichen Gebrauch des bisherigen Missale zu erlassen.

Man ging wohl davon aus, daß es sich um wenige Einzelfälle handeln würde, die fallweise am jeweiligen Ort zu lösen seien. Dann zeigte sich aber bald, daß vor allem in Ländern, in denen die Liturgische Bewegung vielen Menschen eine bedeutende liturgische Bildung und eine tiefe innere Vertrautheit mit der bisherigen Form der liturgischen Feier geschenkt hatte, nicht wenige stark an diesem ihnen von Kindheit auf liebgewordenen Gebrauch des Römischen Ritus hingen.

Wir wissen alle, daß in der von Erzbischof Lefebvre angeführten Bewegung das Stehen zum alten Missale zum äußeren Kennzeichen wurde; die Gründe für die sich hier anbahnende Spaltung reichten freilich viel tiefer.

Viele Menschen, die klar die Verbindlichkeit des II. Vaticanums annahmen und treu zum Papst und zu den Bischöfen standen, sehnten sich doch auch nach der ihnen vertrauten Gestalt der heiligen Liturgie, zumal das neue Missale vielerorts nicht seiner
Benedikt XVI:
„Ich habe gesehen, wie tief Menschen, die ganz im Glauben der Kirche verwurzelt waren, durch die eigenmächtigen Entstellungen der Liturgie verletzt wurden.“
Ordnung getreu gefeiert, sondern geradezu als eine Ermächtigung oder gar als Verpflichtung zur „Kreativität“ aufgefaßt wurde, die oft zu kaum erträglichen Entstellungen der Liturgie führte.

Ich spreche aus Erfahrung, da ich diese Phase in all ihren Erwartungen und Verwirrungen miterlebt habe. Und ich habe gesehen, wie tief Menschen, die ganz im Glauben der Kirche verwurzelt waren, durch die eigenmächtigen Entstellungen der Liturgie verletzt wurden.

So sah sich Papst Johannes Paul II. veranlaßt, mit dem Motu Proprio „Ecclesia Dei“ vom 2. Juli 1988 eine Rahmennorm für den Gebrauch des Missale von 1962 zu erlassen, die freilich keine Einzelbestimmungen enthielt, sondern grundsätzlich an den Großmut der Bischöfe gegenüber den „gerechtfertigten Wünschen“ derjenigen Gläubigen appellierte, die um diesen Usus des Römischen Ritus baten.

Der Papst hatte damals besonders auch der „Priester-Bruderschaft des heiligen Pius X.“ helfen wollen, wieder die volle Einheit mit dem Nachfolger Petri zu finden, und hatte so eine immer schmerzlicher empfundene Wunde in der Kirche zu heilen versucht.

Diese Versöhnung ist bislang leider nicht geglückt, aber eine Reihe von Gemeinschaften machten dankbar von den Möglichkeiten dieses Motu Proprio Gebrauch.

Schwierig blieb dagegen die Frage der Verwendung des Missale von 1962 außerhalb dieser Gruppierungen, wofür genaue rechtliche Formen fehlten, zumal die Bischöfe
Nach dem Konzil
dachte man, das Verlangen nach der Alten Messe beschränke sich auf die ältere Generation. Inzwischen hat sich gezeigt, daß junge Menschen diese liturgische Form entdecken und sich von ihr angezogen fühlen.
dabei häufig fürchteten, die Autorität des Konzils werde hier in Frage gestellt.

Hatte man unmittelbar nach dem Ende des II. Vatikanums annehmen können, das Verlangen nach dem Usus von 1962 beschränke sich auf die ältere Generation, die damit aufgewachsen war, so hat sich inzwischen gezeigt, daß junge Menschen diese liturgische Form entdecken, sich von ihr angezogen fühlen und hier eine ihnen besonders gemäße Form der Begegnung mit dem Mysterium der heiligen Eucharistie finden.

So ist ein Bedarf nach klarer rechtlicher Regelung entstanden, der beim Motu Proprio von 1988 noch nicht sichtbar war; diese Normen beabsichtigen, gerade auch die Bischöfe davon zu entlasten, immer wieder neu abwägen zu müssen, wie auf die verschiedenen Situationen zu antworten sei.

Zweite Befürchtung gegen das Motu Proprio

Als zweites wurde in den Diskussionen über das erwartete Motu Proprio die Befürchtung geäußert, eine erweiterte Möglichkeit zum Gebrauch des Missale von 1962 werde zu Unruhen oder gar zu Spaltungen in den Gemeinden führen.

Auch diese Sorge scheint mir nicht wirklich begründet zu sein.

Der Gebrauch des alten Missale setzt ein
Der Gebrauch des alten Missale
setzt liturgische Bildung und Lateinkenntnisse voraus. Das eine wie das andere ist nicht gerade häufig anzutreffen.
gewisses Maß an liturgischer Bildung und auch einen Zugang zur lateinischen Sprache voraus; das eine wie das andere ist nicht gerade häufig anzutreffen.

Schon von diesen konkreten Voraussetzungen her ist es klar, daß das neue Meßbuch nicht nur von der rechtlichen Normierung, sondern auch von der tatsächlichen Situation der gläubigen Gemeinden her ganz von selbst die Forma ordinaria des Römischen Ritus bleibt.

Es ist wahr, daß es nicht an Übertreibungen und hin und wieder an gesellschaftlichen Aspekten fehlt, die in ungebührender Weise mit der Haltung jener Gläubigen in Zusammenhang stehen, die sich der alten lateinischen liturgischen Tradition verbunden wissen.

Eure Liebe und pastorale
Neuer Heiligenkalender?
„Das alte Meßbuch kann und soll neue Heilige und einige der neuen Präfationen aufnehmen.“
Klugheit wird Anreiz und Leitbild für eine Vervollkommnung sein.

Im übrigen können sich beide Formen des Usus des Ritus Romanus gegenseitig befruchten: Das alte Meßbuch kann und soll neue Heilige und einige der neuen Präfationen aufnehmen.

Die Kommission Ecclesia Dei wird im Kontakt mit den verschiedenen Institutionen die sich dem usus antiquior widmen, die praktischen Möglichkeiten prüfen. In der Feier der Messe nach dem Missale Pauls VI. kann stärker, als bisher weithin der Fall ist, jene Sakralität erscheinen, die viele Menschen zum alten Usus hinzieht.

Die sicherste Gewähr dafür, daß das Missale Pauls VI. die Gemeinden eint und von ihnen geliebt wird, besteht im ehrfürchtigen Vollzug seiner Vorgaben, der seinen spirituellen Reichtum und seine theologische Tiefe sichtbar werden läßt.

Positive Gründe für das Motu Proprio

Damit bin ich bei dem positiven Grund angelangt, der mich veranlaßt hat, mit diesem Motu Proprio dasjenige von 1988 fortzuschreiben. Es geht um eine innere Versöhnung in der Kirche.

In der Rückschau auf die Spaltungen, die den Leib Christi im Lauf der Jahrhunderte verwundet haben, entsteht immer wieder der Eindruck, daß in den kritischen Momenten, in denen sich die Spaltung anbahnte, von seiten der Verantwortlichen in der Kirche nicht genug getan worden ist, um Versöhnung und Einheit zu erhalten oder neu zu gewinnen; daß Versäumnisse in der Kirche mit schuld daran sind, daß Spaltungen sich verfestigen konnten.

Diese Rückschau legt uns heute eine Verpflichtung auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um all denen das Verbleiben in der Einheit oder das neue Finden zu ihr zu ermöglichen, die wirklich Sehnsucht nach Einheit tragen.

Mir kommt da ein Wort aus dem zweiten Korintherbrief in den Sinn, wo Paulus den Korinthern sagt: „Unser Mund hat sich für euch aufgetan, Korinther, unser Herz ist weit geworden. In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Herzen. Laßt doch als Antwort darauf … auch euer Herz weit aufgehen!“ (2 Kor 6, 11-13).

Paulus sagt das in anderem Zusammenhang, aber sein Anruf kann und soll uns gerade auch in dieser Sache berühren. Machen wir unser Herz weit auf, und lassen wir all dem Raum, wozu der Glaube selbst Raum bietet.

Es gibt keinen Widerspruch zwischen der einen und der anderen Ausgabe des Missale Romanum. In der Liturgiegeschichte gibt es Wachstum und Fortschritt, aber keinen Bruch. Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein.

Es tut uns allen gut, die Reichtümer zu wahren, die im Glauben und Beten der Kirche gewachsen sind und ihnen ihren rechten Ort zu geben. Um die volle communio zu leben, können die Priester, die den Gemeinschaften des alten Usus zugehören, selbstverständlich die Zelebration nach den neuen liturgischen Büchern im Prinzip nicht ausschließen.

Ein völliger Ausschluß wäre nämlich nicht in Übereinstimmung mit der Anerkennung des Wertes und der Heiligkeit des Ritus in seiner erneuerten Form.

Abschließende Worte an die Bischöfe

Abschließend, liebe Mitbrüder, liegt mir daran zu betonen, daß diese neuen Bestimmungen in keiner Weise Eure Autorität und Verantwortlichkeit schmälern, weder hinsichtlich der Liturgie noch was die Seelsorge an Euren Gläubigen anbelangt.

In der Tat steht jedem Bischof das Recht zu, in der eigenen Diözese die Liturgie zu ordnen (vgl. Sacrosanctum Concilium, Nr. 22: „Sacrae Liturgiae moderatio ab Ecclesiae auctoritate unice pendet quae quidem est apud Apostolicam Sedem et, ad normam iuris, apud Episcopum“).

Nichts wird folglich der Autorität des Bischofs weggenommen, dessen Aufgabe in jedem Fall jene bleibt, darüber zu wachen, daß alles friedlich und sachlich geschieht.

Sollten Probleme auftreten, die der Pfarrer nicht zu lösen imstande ist, kann der Ordinarius immer eingreifen, jedoch in völliger Übereinstimmung mit den im Motu Proprio festgelegten neuen Bestimmungen.

Außerdem lade ich Euch, liebe Mitbrüder, hiermit ein, drei Jahre nach dem Inkrafttreten des Motu Proprio dem Heiligen Stuhl über Eure Erfahrungen Bericht zu erstatten.

Wenn dann wirklich ernsthafte Schwierigkeiten aufgetreten sein sollten, können Wege gesucht werden, um Abhilfe zu schaffen.

Liebe Brüder, dankbar und zuversichtlich vertraue ich Eurem Hirtenherzen diese Seiten und die Bestimmungen des Motu Proprio an. Seien wir stets eingedenk der Worte des Apostels Paulus, die er an die Ältesten von Ephesus gerichtet hat: „Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat“ (Apg 20, 28).

Der mächtigen Fürsprache Mariens, der Mutter der Kirche, vertraue ich diese neuen Bestimmungen an und erteile Euch, liebe Mitbrüder, den Pfarrern in Euren Diözesen und allen Priestern, die Eure Mitarbeiter sind, sowie allen Euren Gläubigen von Herzen meinen Apostolischen Segen.

Gegeben zu Sankt Peter, am 7. Juli 2007

BENEDICTUS PP. XVI
      
22 Lesermeinungen
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#22   Genoveva   00:01:48 | Montag, 9. Juli 2007
Das eigentlich befremdliche …
an der Äußerung des Apostolischen Administrators der Diözese München-Freising ist die postulierte Notwendigkeit „geeignete Priester“ zu finden. Als wüßte Eminenz nicht, daß es Gemeinschaften gibt, in denen sich solche Priester zusammengeschlossen haben. Dies gilt auch für das Gebiet seiner Diözese, da in Bayrisch-Gmain eine Niederlassung des Instituts Christus König und Hoherpriester existiert.
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#21   Aleph †   23:33:37 | Sonntag, 8. Juli 2007
Pünktchen
Gerade habe ich mir die Bilder von Wigratzbad angeschaut, zu denen Sie dankenswerter Weise einen Link hier im Forum eingebaut haben. Es sind sehr schöne Bilder von sehr schönen Menschen in akzeptabel schönen Gewändern. Ergreifend… schön!
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#20   expedit   18:13:33 | Sonntag, 8. Juli 2007
Tridentinische Hl. Messe
Sicherlich kann doch eine tridentinische Heilige Messe niemals schismatisch sein, auch wenn sie von der Piusbruderschaft gefeiert wird!
Solange man keine anderen Möglichkeiten eines Messbesuches hat, sollte man doch sehr froh darüber sein, daß es an manchen Orten im In- und Ausland solche Möglichkeiten gibt, daran teilzunehmen.
Eine andere Frage wäre die nach der Rechts- und Organisationsform der Piusbruderschaft, wenn tatsächlich nun weltweit wieder tridentinische Heilige Messen angeboten werden sollten!
Auch eine Frage der Aufhebung von Exkommunikationen würden sicherlich dem Toleranzverständnis und der christlichen Nächstenliebe entsprechen!
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#19   Rudolfus   23:29:44 | Samstag, 7. Juli 2007
Aktualisierung des alten römischen Seligen- und Heiligenkalenders
Nachdem durch das glorreiche Pontifikat unseres Heiligen Vaters Benedikt XVI. der alte Ritus wieder offiziell der Ritus extraordinarius ist, wird es Gott sei Dank auch wieder die Aktualisierung des alten Kalenders mit den neuen Seligen und Heiligen geben.
Von diesen haben wir ja eine immense Zahl durch das Johannes-Paul-II.-Pontifikat erhalten, und diese immense Erhöhung der kirchlichen Seligen- und Heiligenzahl war sicherlich eine Hauptgnade des Wojtyla-Pontifikates.
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#18   Bruder Theophil   23:21:52 | Samstag, 7. Juli 2007
Ein begrüssenswerter Nebeneffekt…
…des Motu Proprio könnte sein, dass es alt und jung wieder enger zusammenbringt, da die Jungen von den Alten doch nun etwas Hilfestellung beim Alten Ritus gebrauchen könnten.
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#17   Libertas Ecclesiae   17:57:06 | Samstag, 7. Juli 2007
@ Ibex
Das Bemühen um liturgische Bildung und angemessene Gebetshaltung war und ist sicherlich zu jeder Zeit ein berechtigtes und notwendiges Anliegen aller Verantwortlichen in der Kirche. Ob und inwiefern diese Bildung früher besser oder schlechter war als heute, vermag ich im einzelnen nicht zu beurteilen. Allerdings scheint es die Einführung der erneuerten Liturgie – gemessen an ihren eigenen Ansprüchen und Erwartungen – auch nicht gerade gebracht zu haben. Von echter participatio actuosa kann in vielen Novus-Ordo-Messen auch nicht gerade die Rede sein. Viele verhalten sich einfach passiv, ein Vorwurf, den man gerne dem alten Ritus macht, der aber die neue Messe nicht weniger betrifft. Und die meisten haben seitr Einführung der erneuerten Liturgie einfach mit den Füßen abgestimmt und kommen eben gar nicht mehr zum Gottesdienst. Das Problem liegt also tiefer. Und gerade deshalb kann eine Neubelebung des überlieferten Ritus als „Urmeter“ der Liturgie heilsam sein.
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#16   Rudolfus   16:00:20 | Samstag, 7. Juli 2007
@Rottenburg / Rechter Glaube & der häretische Modernismusepiskopat
Den rechten Glauben finden Sie mit Sicherheit nicht im Episkopat der Amtskirche.
Sie kennen den Begriff Modernismus nicht – dann lesen Sie die entsprechende Enzyklika Pascendi von Papst St. Pius X.
Den Rechtgläubigen steht der authentische Glaube höher als eine modernistische Hierarchie, die per se exkommuniziert ist, weil sie Irrlehrer sind.
Die Exkommunikation der PBSPX-Bischöfe und -Anhänger durch Rom stört deshalb wenig.
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#15   nonnobisdomine   15:59:28 | Samstag, 7. Juli 2007
Ob nun unerlaubt oder sonst was …
Bringen Sie mal Gegenbeweise. – Auch ich bringe Ihnen dazu Beweise, die belegen, daß die Bischofsweihen keinesfalls unerlaubt und/oder ungültig waren.
Aber warum sollte ich Ihnen die Beweise bringen? – Das ist alles nachlesbar – auch im Internet.
Und dann sogar noch von Kirchenrechtlern, die nicht der FSSPX angehören.
Aber stupide Typen, die sich ihr eigenes Recht erschaffen (siehe Lingen) gibt es allerorts.
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#14   Rottenburg   15:53:38 | Samstag, 7. Juli 2007
FSSPX = IRRLEHRER!
Es gibt jedenfalls überhaupt keinen Grund, daß sich überhaupt irgendein rechtgläubiger Katholik einem irrlehrenden und modernistischen Episkopat unterstellt.
Genau: Die FSSPX-Sekte hat einen irrlehrenden Episkopat, der unerlaubt geweiht wurde und darum EXKOMMUNIZIERT!
Im übrigen schauen Sie bitte nochmal nach, wann die Zeit des Modernismus ist! :-) Sicher nicht im 21. Jahrhundert…
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#13   möchtegern-kathole   15:49:15 | Samstag, 7. Juli 2007
das MP …
… zeigt die Existenzberechtigung der FSSPX: von keiner anderen Gmeinschaft ist die Notwendigkeit des MP so frühzeitig erkannt worden. Will man die nächsten MPs ergründen, muss man vielleicht nur die Texte der FSSPX lesen?
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#12   nonnobisdomine   15:45:17 | Samstag, 7. Juli 2007
Auflösung einer Gemeinschaft wie der der FSSPX?
Ich kann nur noch lachen, ob dieser Behauptung.
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#11   Rudolfus   15:35:13 | Samstag, 7. Juli 2007
@„Auflösung der Priesterlichen Bruderschaft St. Pius’ X.“
Die Frage ist, ob diese Priesterliche Bruderschaft überhaupt jemals aufgelöst werden wird.
Es gibt jedenfalls überhaupt keinen Grund, daß sich überhaupt irgendein rechtgläubiger Katholik einem irrlehrenden und modernistischen Episkopat unterstellt.
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#10   Rottenburg   15:30:16 | Samstag, 7. Juli 2007
ENDE DES FSSPX-SCHISMAS
Unser Heiliger Vater hat mit diesem mutigen und überlegten Schritt einen wahren Dienst der Einheit geleistet. Nun endlich ist klar, dass die schismatische Bewegung der FSSPX, die sich von der heiligen römischen Kirche abgespaltet hat, kein Existenzrecht mehr hat!
Alle Gläubigen, die bis heute diesen Schismatischen umtrieben gefolgt sind, sind nun eingeladen, endlich zurückzukeheren zur EINEN, HEILIGEN UND APOSTOLISCHEN KIRCHE!
Nicht zufällig wird der hl. Stuhl bald ein Schreiben über die Lehre der Kirche veröffentlichen: Dann wird hoffentlich nochmals klar: Wer nicht in Einheit mit dem Bischof von Rom steht ist ein SCHISMATIKER! Endlich muss es nun die FSSPX einsehen!
Daher ist es nun an der Zeit, dass sich die schismatische Bewegung FSSPX selbst auflöst!
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#9   Ibex   15:14:50 | Samstag, 7. Juli 2007
@Libertas Ecclesiae
Glaubst du, dass es vor dem II. Vatikanum sowas wie „Wissen um die Liturgie“ beim „einfachen“ (du nennst es so) Kirchenvolk existierte? Dieses Wissen gab es zuvor auch nicht. Wer etwas anderes behauptet verdreht die Wahrheit und will etwas sehen, was nicht da war.
Dieses Wissen wir auch jetzt nicht über diese „einfachen“ Menschen kommen. Für was brauchen diese den außerordentlich Ritus?
Und bitte argumentiert jetzt nicht mit „Gott will das so“ und „das war schon immer so“.
Glaubt nicht an uns, glaubt an Gott.
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#8   Libertas Ecclesiae   14:15:35 | Samstag, 7. Juli 2007
@ Rudolfus
Sie haben vollkommen Recht! ich meinte ja auch die wahren Experten und nicht die Pseudoexperten.
Was ist aber von einem Kardinal der katholischen Kirche zu halten, der immer noch an die archäologischen Konstrukte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts glaubt!?
Er sollte einmal Nachhilfeunterricht beim Heiligen Vater nehmen, von dem er doch angeblich so sehr begeistert ist.
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#7   Rudolfus   13:43:31 | Samstag, 7. Juli 2007
@LibertasEcclesiae
Jetzt sind die Liturgieexperten und Historiker gefragt!
Die sind keineswegs mehr gefragt! Die haben mit ihren archäologischen Konstrukten ab den 1960ern schon genug angerichtet und die Liturgie völlig verwüstet, sodaß diese völlig zusammengebrochen ist – dies stellte der heutige Papst bereits als Cardinal fest.
Früher hat man unter den Archäologen auch manche Dinosaurier völlig falsch zusammengestückelt, sodaß z.B. ein tyrannosaurierähnlicher Saurier optisch wie ein Nashornsaurier zusammengestückelt wurde.
Ein derart liturgischer Stückelarchäologismus mit neuzeitlichen Wunschvorstellungen ist in der Liturgie der hl. Kirche völlig absurd – und wurde vom Gottesdiener Papst Pius XII. (1939-1958) in einer seiner Enykliken als ungesunder Archäologismus bzw. als ungesunder Historizismus verurteilt, insbesonders die damals bereits vorhandene Strömung, den Hochaltar durch einen Tisch zu ersetzen.
Die „Experten“ sollte man davonjagen.
Sie werden von Gott für ihren angerichteten Schaden an der Kirche Christi und am ewigen Seelenheil vieler Menschen zur Rechenschaft gezogen werden.
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#6   Pünktchen   13:00:07 | Samstag, 7. Juli 2007
Die Kirche>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>ist jung www.fssp.org/de/index.htm!<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
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#5   Libertas Ecclesiae   12:55:17 | Samstag, 7. Juli 2007
Mangelnde liturgische Bildung
Der Gebrauch des alten Missale setzt ein Der Gebrauch des alten Missalesetzt liturgische Bildung und Lateinkenntnisse voraus. Das eine wie das andere ist nicht gerade häufig anzutreffen.
Sehr treffend formuliert!
Mangelnde liturgische Bildung ist aber nicht nur ein weit verbreitetes Phänomen beim einfachen Kirchenvolk; mangelnde liturgische Bildung ist leider auch bei’nicht wenigen Priestern, ja sogar Bischöfen und Kardinälen anzutreffen!
Was soll man etwa davon halten, wenn Friedrich Kardinal wetter in einer ersten Stellungnahme zu Motu proprio verlauten lässt, die von Papst Paul VI. erneuerte Liturgie beruhe auf historischen Quellen, die bis ins zweite Jahrhundert zurückreichten, während die in der von Papst Johannes XXXIII. forgelegten Form der Liturgie lediglich auf das Konzil von Trient (1545-1552) zurückreiche!?
Will uns Eminenz weißmachen, dass die Liturguie Pauls VI. älter sei als die Liturgie, wie sie in den Büchern von 1962 festgelegt ist???
Jetzt sind die Liturgieexperten und Historiker gefragt!
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#4   Romano   12:40:36 | Samstag, 7. Juli 2007
Deo Gratiask
Dank sei Gott, dass Er unserem geliebten Papst Kraft und Entschlossenheit gegeben hat, diese Entscheidung zu fällen.
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#3   Pünktchen   12:38:36 | Samstag, 7. Juli 2007
Die Wiederzulassung der alten Meßform
ist auch eine Niederlage der Möchtegern-„Junggebliebenen“ und Alt-68er-Berufsrevolutionäre gegen die wirklich Jungen von heute! Wie schreibt doch der Papst:
Hatte man unmittelbar nach dem Ende des II. Vatikanums annehmen können, das Verlangen nach dem Usus von 1962 beschränke sich auf die ältere Generation, die damit aufgewachsen war, so hat sich inzwischen gezeigt, daß junge Menschen diese liturgische Form entdecken, sich von ihr angezogen fühlen und hier eine ihnen besonders gemäße Form der Begegnung mit dem Mysterium der heiligen Eucharistie finden.
S. dazu auch: >>>> hier www.kreuz.net/bookentry.926.html!
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#2   Rudolfus   12:16:40 | Samstag, 7. Juli 2007
Die Versöhnung der Modernisten mit den Rechtgläubigen,
die wird ein frommer Wunsch bleiben – wie sollte man auch den Irrtum mit der Wahrheit versöhnen?
Trotzdem ein großer Dank an Gott für den großen Mut dieses Papstes gegen den unerbittlichen Widerstand gegen die Feinde, die die Kirche bis in den Vatikan hinein dominieren!
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#1   Nachtlaterne   12:12:43 | Samstag, 7. Juli 2007
eindrucksvolle…
…worte!
am letzten satz bleibe ich ein wenig hängen, dass nämlich der heilige geist die bischöfe berufen hat. es mag sein, denn auch judas war berufen und wurde trotz derliebe gottes und unmittelbaren gegenwart jesu zum hochverräter. auch unter den bischöfen gibt es hochverräter, z.b. was die abtreibungen angeht. sie schauen mühelos den abtreibungsgreueln zu, sozusagen also auch bei der abtreibung jesu durch maria. gottlob: maria hat ihre pflicht mit großer liebe und treue erfüllt.
amen
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