Der Papst hat sich mit einem mächtigen Glockenschlag in die Sommerpause verabschiedet. Doch der Pressesprecher des Vatikan tut das Motu Proprio als Kleinigkeit ab. Pressesplitter.
Mit der Freigabe der Alten Messe hat Papst Benedikt XVI. Kirchengeschichte geschrieben.
Zeitenwende
Selten war eine Entscheidung des Papstes mit solcher Spannung erwartet worden. Seit Monaten
kursierten in Rom Gerüchte über die faktische Wiederzulassung der lateinischen Messe. Viele Theologen
mochten zunächst kaum glauben, daß sich Benedikt XVI., gerade mal zwei Jahre im Amt, an ein solches
Reizthema wagen würde. Mit seinem Votum für die Wiedereinführung der 500 Jahre alten „tridentinischen“
Meßordnung schreibt der Deutsche auf dem Petrusstuhl an diesem Samstag vermutlich Kirchengeschichte.
„Zeitenwende“ in der katholischen Kirche, lauten erste Kommentare in Rom. Benedikt habe sich mit „einem
mächtigen Glockenschlag“ in die Sommerferien verabschiedet.
Von Peer Meinert, dpa; erschienen in der
‘Wiener Zeitung’: „Der Papst mag es nach alter Sitte“
Quatsch
Mich stört vor allem die verzerrte Darstellung
der liturgischen Erneuerung im 20. Jahrhundert. Es wird so getan, als hätten damals ein paar Experten
vom grünen Tisch aus einen Ritus zerstört, den der Heilige Geist Papst Gregor dem Großen im 6. Jahrhundert
direkt in die Feder diktiert hätte. Beides ist Quatsch. […] Nur werden leider allzu oft Karikaturen
der neuen Liturgie mit dem Ideal der alten verglichen. Das ist unredlich.
Der Bonner Liturgiewissenschafter
Albert Gerhards im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Als ob die Reform ein Unfall gewesen wäre“.
Auch für denjenigen, der nicht vorhat,
seine liturgische Praxis zu ändern, stellt dieses Motu Proprio eine wichtige Botschaft dar: Die Liturgie
muß mit Sorgfalt und Respekt gefeiert werden, weil wir durch sie mit dem Mysterium Gottes in Verbindung
treten. Wenn dieser Respekt fehlt, leidet nicht nur ein Einzelner, sondern die ganze Kirche, weil durch
die Mißbräuche Zwietracht gesät wird.
Wir haben keinerlei Grund, etwas zu befürchten. Benedikt XVI.
läßt uns nicht einen Schritt zurück machen, sondern er führt uns weiter in Kontinuität mit dem historischen
Lauf der Kirche. Dieses Voranschreiten zielt vor allem darauf hin, – als Einzelne und als Gemeinschaft –
in der Tiefe der Begegnung mit Gott zu wachsen.“
Der Pressesprecher des Heiligen Stuhl, Jesuitenpater
Federico Lombardi in einer Erklärung zum Motu Proprio, erschienen auf Radio Vatikan: „Lombardi: ‘Motu
Proprio ist keine Revolution’“.
Keine Zahlenspiele
Ich bin ganz fest davon überzeugt, daß das ein
positiver Schritt ist, damit die, die diese Messe lieben, nicht einfach so in ein sektenmäßiges Abseits
gedrängt werden, als ob sie etwas tun, was unnormal erscheint. Man kann eine Messe, die man über Jahrhunderte
in der Kirche gehabt hat, nicht einfach so abdrängen ins Negative.
Ich finde diese Messe ist etwas,
was schon immer der ganzen Kirche gehörte. Sie gehörte schließlich auch mir. Schließlich habe ich
als junger Priester darin meine eucharistische Frömmigkeit aufgebaut.
Ich muß aber sagen, daß ich
in bald 25 Jahren bischöflichen Dienstes doch sehen muß und sehen darf, daß abgesehen von einigen Mißbräuchen
da und dort im Ganzen das liturgische Reformwerk ausgezeichnet gelungen ist.
„Die Zahlen – ohne daß
ich jetzt mit Zahlen spielen oder gar Politik machen will – die Zahlen der traditionell orientierten Mitchristen
sind ja nicht so groß – natürlich hängen sich ja auch einige Leute aus ganz unterschiedlichen Gründen
daran auf. Wenn wir im letzten Jahr festgestellt haben, daß wir vielleicht nicht genügend aber ausreichend
Angebote machen, da dürfte eigentlich keine so aufgeregte Atmosphäre entstehen. Ich hoffe, daß man
von beiden Seiten die Heißsporne etwas in die Mitte bringt. Der Papst will das jedenfalls.
Karl Kardinal
Lehmann auf einer heutigen Pressekonferenz zum Motu Proprio in München.
Katholische Weite
Das ‘Forum
Deutscher Katholiken’ und die mit ihm verbundene ‘Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester’
freuen sich über die klare Weisung des Heiligen Vaters zum Verständnis und zum Vollzug der einen Liturgie
der Kirche in der ordentlichen und außerordentlichen Ausdrucksform. Wie bisher werden das Forum Deutscher
Katholiken und die Aktionsgemeinschaft in jedem Fall für die Feier der Liturgie gemäß der Ordnung der
Kirche eintreten und alles tun, was der Einheit der Kirche im Glauben und Leben dient.
Sie sind überzeugt,
daß die Bischöfe das Bemühen des Papstes um das hohe Gut der Einheit der Kirche auch im Vollzug der
Liturgie erkennen und in katholischer Weite „die innere Versöhnung in der Kirche“ aktiv mittragen.
Auszug
aus der Pressemeldung des ‘Forum Deutscher Katholiken’ und der ‘Aktionsgemeinschaft Katholischer Laien
und Priester’ zum Motu Proprio.
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46 Lesermeinungen
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DBK-Vorsitzender Bischof Cardinal Lehmann Ansbach.Dragoner: Er wär reif wär für 1 Jahr Exerzitien in
Wigratzbad mit wöchentlicher Beichte und viel Selbstreflektion… Das könnte man ihm nur wünschen.
Möge man Seine Eminenz ins Gebet einschließen.
@ Rudolfus ist ein klar gegebener Sachverhalt. Das behauptet wer? Sie? Jeder Mensch kann die vergangenen
und gegenwärtigen Schriften der DBK-Mitglieder selbst lesen, um das zu sehen Dann machen Sie das mal,
anstatt hier frei von der Leber weg irgendetwas zu behaupten. An Ihrer Behauptung über das Studium Lehmanns
haben Sie ja bereits zur Genüge bewiesen, von dessen Ausbildung gar keine Ahnung zu haben. , und deren
Apostasie und Modernismus ist mit Sicherheit Allgemeingut unter allen rechtgläubigen Katholiken Deutschlands.
Allgemeingut, soso. Was soll das denn sein? Es ist dagegen eine Verleumdung, das Gegenteil zu behaupten,
nämlich dieser sei Episkopat rechtgläubig. Eine solche Aussage kann wegen ihre positiven Charakters
per se keine „Verleumdung“ sein. Jeder Dogmenleugner ist nach den Konzilsbeschlüssen der Dogmenkonzile
aus der Kirche ausgeschlossen. Das ist richtig, aber kein Beweis hinsichtlich des dt. Episkopats. Jeder
rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben, und daß dieser von den DBK-Mitgliedern geleugnet wird.
Es fehlt noch ein „de fide“ am Schluß. Diese Pseudo-Lehrsätze sind einfach urkomisch.
Der Lehmann Charly wirkt schon länger etwas urlaubsreif. Er wär reif wär für 1 Jahr Exerzitien in
Wigratzbad mit wöchentlicher Beichte und viel Selbstreflektion…
@Rudolfus Jeder rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben Dann sind Sie kein rechtgläubiger Katholik.
Den Beweis können Sie hier www.kreuz.net/…ticle.5489-page.html nachlesen.
@Das „Gerücht“ der dogmenleugnenden und modernistischen DBK-Amtskirchenbischöfe ist ein klar gegebener
Sachverhalt. Jeder Mensch kann die vergangenen und gegenwärtigen Schriften der DBK-Mitglieder selbst
lesen, um das zu sehen, und deren Apostasie und Modernismus ist mit Sicherheit Allgemeingut unter allen
rechtgläubigen Katholiken Deutschlands. Es ist dagegen eine Verleumdung, das Gegenteil zu behaupten,
nämlich dieser sei Episkopat rechtgläubig. Jeder Dogmenleugner ist nach den Konzilsbeschlüssen der
Dogmenkonzile aus der Kirche ausgeschlossen. Jeder rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben,
und daß dieser von den DBK-Mitgliedern geleugnet wird.
Keine Tatstrafe? Die einen automatisch, weil sie Irrlehrer sind, die anderen, weil sie Papst Johannes
Paul II. wegen Ungehorsam exkommuniziert hat. Zog die verbotene Bischofsweihe nicht die Exkommunikation
als Tatstrafe nach sich? Ob diese Tatstrafe hinterher nochmals ausdrücklich bestätigt wurde, ist prinzipiell
weniger von Bedeutung. Damit wird ja nur festgestellt, was schon automatisch eingetreten ist.
@ Rudolfus Sie sollten langsam mal einsehen, dass niemand zum Dogmenleugner wird, nur weil Sie das behaupten.
Weisen Sie Ihre Anschuldigungen nach oder schweigen Sie. Solche Verleumdungen sind übrigens beichtpflichtig.
lieber fragender, schon die kleinsten hinterfragungen nenen sie, lieber fragender, hass. dann muss ja
jesus ihrer meinung nach ganz besonderen hass gehabt haben, da er andere götzen nicht gelten ließ. es
wäre ja auch ein hammer wenn gott sagen würde: es ist völlig gleich ob du dich an mich oder shiva,
an drewermnann oder budha wendest, es kommt dann alles in ordnung. sie sind wirklich nicht mehr bei rechtem
trost!
@Heinrichderzweite Ich bin dem von Ihnen angeführten link gefolgt und habe den Text uber weite Strecken
gelesen. Was mir auffällt: 1. Genau die gleichen Themen wie bei kreuz.net 2. genau die gleichen Sprachmuster
wie bei Kreuz.net 3. genau die gleiche, verengte Sichtweise der Welt wie bei kreuz.net 4. der selbe Haß
auf Juden, Moslems und nicht-fundamentlistische Geistliche wie bei kreuz.net . 5. die gleiche Angst vor
kritischer Betrachtung (Stichwort Film „Sakrileg“, den ich gerade als Christ sehr spannend gefunden habe)
des eigenen Glaubens Zufall?
Heinrich II. Danke für den Tipp. Das ist ja schlimm, schlimm, schlimm. Das hätte ich in den kühnsten
Träumen nicht gewagt zu träumen. So wird man enttäuscht, weil man sich einmal einer Täuschung hingegeben
hat.
@Heinrich der Zweite / „Weltbild“-Co-Unternehmer DBK-Vorsitzender Dr. Karl Cardinal Lehmann Ein beeindruckender
Mitgesellschafter eines wichtigen deutschen Buch- und Medienkonzerns, leider auch Amtskirchenbischof,
Cardinal und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Möge Gott seine Seele retten!
Repräsentative Verspflichtungen Schleßlich hat Herr Lehmann wegen seiner Position auch repräsentative
Verpflichtungen. Deshalb sollte man ihm die 1300 Gäste nicht verübeln. Wenn er gern mit erlesenen Gästen
zusammen ist, zeigt das doch die menschlichen Züge des Kardinals.
Über Herrn Lehmann! „Karl Kardinal Lehmann ist vor zwei Tagen 70 Jahre alt geworden. Zum Festtag hat
sich der Präsident der deutschen Bischofskonferenz gleich selbst beschenkt, und zwar mit einem neuen
Mercedes der B-Klasse, den er nicht wie seinen über 15 Jahre alten Audi vernachlässigen, sondern selber
fahren möchte. Dass der hohe Kirchenfürst einen Benz fährt, muss nicht anstößig sein, schließlich
zwingt niemand einen Kardinal von stattlicher Leibesfülle in einen Fiat Punto. Stattlich ist auch die
Zahl der geladenen Gäste, welche beim Festmahl dem Bischof von Mainz Glück wünschen: 1300! Zwar beklagen
gegenwärtig alle deutschen Diözesen die finanzielle Situation, welche zu immer drastischeren Sparmaßnahmen
und zum Verkauf von Kirchen führt, aber das Bistum Mainz kann sich eine solch kostspielige Geburtstagsfeier
durchaus leisten, ist es doch mit 17% der größte Gesellschafter der Verlagsgruppe ‘Weltbild GmbH’, die
zur Zeit mit dem Vertrieb des antikirchlichen Hassromans „Sakrileg“ von Dan Brown (The Da Vinci Code)
ein Riesengeschäft einfährt. Pecunia non olet – Geld stinkt bekanntlich nicht.“ Weiterlesen www.fsspx.info/…ne/pdf/mb-2006-6.pdf
kardinal… lehmann war und ist ein falscher fünfziger! er schweigt zu allem was kinder kaputt macht
oder tut indirekt sogar mit. abtreibung, pornografie, gewaltverherrlichung in den medien usw. , kardinal
lehmann ist und bleibt ein mann dieses verkommenen zeitgeistes, hilfe ist von ihm nicht für die verratenen
zu erwarten
Nicht repräsentativ Kardinal Lehmann, einer der selbsternannten Gutmenschen dieses Landes, ist nicht
der Sprecher rechtsgläubiger Katholiken. Er soll seine linke Jagdgesellschaft motivieren, aber für uns
zählt seine Meinung nicht wirklich. Unsere Werte sind mit seinen nicht übereinstimmend – einzig: wir
glauben alle an Jesus Christus, den geopferten Auferstandenen.
Massive Angriffe Was ist eigentlich komisch im Hinblick auf den Mainzer Kardinal. Ist das nur eine der
üblichen Beschimpfungen, zu denen man sich hier im Forum schnell mal hinreißen lässt, weil man ja anonym
ist. Oder lassen sich diese doch recht massiven Agriffe „komisch“, „Karnevalskardinal“, auf die Person
des Mainzer Kardinals in irgendeiner Weise rechtfertigen, auch vor dem göttlichen Richterstuhl, wenn
es denn einmal so weit wäre…?
@nonobisdomine / Karnevalscardinal Karl Lehmann Auch Cardinal Lehmann wird sich einmal vor dem göttlichen
Richter für seine Professoren-, Bischofs- und Cardinalszeit persönlich verantworten müssen.
Helau und Alaaf diesem seltsam anmutenden Kardinal aus Mainz. Er sagte: Ich muß aber sagen, daß ich
in bald 25 Jahren bischöflichen Dienstes doch sehen muß und sehen darf, daß abgesehen von einigen Mißbräuchen
da und dort im Ganzen das liturgische Reformwerk ausgezeichnet gelungen ist. Fragen, die unbeantwortet
bleiben werden: – Wie oft hat Lehmann schon Mißbrauch getrieben? – „liturgisches Reformwerk“ – also hat
die „Neue Messe“ nichts mit dem überlieferten Ritus zu tun? – „Einige Mißbräuche“? – Lehmann sollte
sich mal in seinem eigenen Bistum umsehen und von Ort zu Ort herumreisen, Karnevalsreden halten, Karnevalsorden
entgegennehmen und so tun, als wisse er von NICHTS.
@Nachtlaterne Das gilt im Prinzip für jeden Priester, von dem man ernsthaft Gründe hat anzunehmen, dass
er nicht im Stande der Gnade ist. Wenn also ein Priester eine Freundin hat, dann darf der Laie nicht an
seiner Messe teilnehmen, sondern muss in die nächste Kirche fahren. Im Notfall ist diese Regelung ausser
Kraft gesetzt.
ich besuche… …regelmäßig die heilige messe und weiß dass ich als sündigher mensch dort auch sündige
priester sehe. bei kardinal lehmann wäre aber mein toleranzende erreicht und ich würde sie lieber verlassen
als ihm bei heiligen handlungen zuzuschauen. denn für dieses „schlitzohr“ gilt: wenn er in den spiegel
schaut, dann sieht er gott.
@Ansbach.D. / Ignorieren der Bischöfe, die den römischen Ritus ablehnen So ist es. Ich bin überzeugt,
daß unser gotterleuchteter Heiliger Vater Benedikt XVI. das Wort extraordinarius darum auch bewußt so
gewählt hat. Mit Bischöfen, die den römischen Ritus ablehnen und bekämpfen, ist eben „keine Kirche
zu machen“ (und auch „kein Staat zu machen“).
@dragoner Im deutschen Sprschgebrauch ist das Wort „außerordentlich“ positiv besetzt. im deutschen Sprachraum
ist dieses Wort doppelt besetzt: 1. als außergewöhnlich gut… eine außergewöhnliche Leistung. 2.
als einen Neben- oder Spezialweg. *aus xxx-Gründen gibt es eine außerordentliche Sprechstunde *außerordentliche
Gründe habe dies möglich gemacht. *eine außerordentlichen Spende haben diese Massnahme erlaubt. Auch
diese Sinnweise von „außerordentlich“ ist positiv besetzt … hebt sich aber entschieden von den „normalen“
Wegen ab. Massstab ist immer der „normale Weg“ … ist immer die „normale Liturgie“, wie sie der Papst
beschreibt. Wer gegen die „normale Messe“ schreibt, schreibt gegen den Papst. Und DAS ist sehr positiv…
Rodulfus Wenn der Ritus „Extraordinarius“ ist und der Bischof der Ordinarius dann bedeutet das doch dass
der Extraordinarius den Ordinarius (also Bischof) nicht als Bezug braucht, also der Bischof ignoriert
werden kann. Ist doch toll
@Ansbach.D. / Das lateinische Wort für „außerordentlich“ ist „extraordinarius“ und bedeutet in allen
Sprachen, die das Wort übernehmen, inhaltlich sehr Ähnliches wie unser deutsches Wort „außergewöhnlich“.
Das lateinische Wort an sich sagt schon sehr viel, wenn man bedenkt, daß der Ordinarius auch der Kirchenterritorialobere
ist, gewöhnlicherweise der Bischof und der römische Ritus jetzt der Ritus extraordinarius ist.
Gotthelm Im deutschen Sprschgebrauch ist das Wort „außerordentlich“ positiv besetzt. Es bedeutet nicht
„neben“ der Ordnung sondern quasi „die Ordnung übersteigernd“. Lustig ist dass es im jetztigen Zusammenhang
seitens der Gegner negativ konnotiert wird.
@HeinrichderZweite / Die exkommunizierten Bischöfe Deutschlands Irrlehrer, die beharrlich ein Dogma leugnen,
seien gemäß den unfehlbaren dogmatischen Konzilsbeschlüssen aus der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen.
Die Frage ist daher eigentlich nur mehr, auf welchen deutschen Bischof der Ausschluß aus der Kirchengemeinschaft
nicht zutrifft, da er kein Dogma leugnet, da alle anderen Bischöfe per se als Irrlehrer automatisch exkommuniziert
sind! Die anderen durch Papst Johannes Paul II. exkommunizierten FSSPX-Bischöfe sind wenigstens rechtgläubig.
Exkommuniziert sind dann anscheinend ja fast alle Bischöfe. Die einen automatisch, weil sie Irrlehrer
sind, die anderen, weil sie Papst Johannes Paul II. wegen Ungehorsam exkommuniziert hat. Die Endsumme
des Johannes-Paul-II.-Pontfikates lautet also, daß uns Papst Johannes Paul fast ausschließlich exkommunizierte
Bischöfe „geschenkt“ hat.
@rudolfus Du musst Dich nun in Deiner Terminologie umstellen! Der Papst lobt das heutige Messbuch Pauls
VI. als den „normalen Ritus“… merkst Du was? Alle anderslautenden Äußerungen von Dir sind ab sofort
gegensätzlich zum MP!!!!!!!!!!!!!
Na und Lehmann kann nix machen und zukünftig keine überlieferte Messe verhindern ohne in einem schiefen
Licht dazustehen. Sein großer Baumeister aller Welten wird darüber nicht erfreut sein.
@DBK-Vorsitzender Bischof Dr. Karl Cardinal Lehmann von Mainz lehnt den normalen römischen Ritus völlig
ab. Das kann keiner leugnen, und das weiß alle Welt: Und diese Ablehnung gegen den römischen Ritus hat
Seine Eminenz seine ganze Bischofsamtszeit hindurch klar durch sein Tun und Reden unter Beweis gestellt.
Das ist aber völlig konsequent, da er inhaltlich schwer modernistisch ist und als Modernist praktisch
alle Dogmen der Kirche leugnet, wie der Großteil des deutschen Episkopats. Papst St. Pius X. hätte sie
alle exkommuniziert.
@Libertas Ecclesiae Vielleicht will Hw. Lehmann eine Doppelstrategie anwenden: sagen, dass er für die
Alte Messe sei, und sie gleichzeitig verhindern. So tut man sich hart, ihm das Negative vorzuhalten, denn
er kann jederzeit auf das verweisen, was er positives zu dem Thema sagt. Damit ist es ihm leichter, um
so härter vorzugehen. Die andere Strategie, nämlich auf Konfrontation zu Rom zu gehen (Motto: „Die Einmischung
in die demokratisch legitimierte Eigenständigkeit der deutschen Kirchenprovinz wird nicht akzeptiert“)
muss er wohl erst noch mit seinen Brüdern in seinem Glauben abklären. Spätestens nach dem nächsten
Anti-Modernisten-Konsitorium wird es aber soweit sein, da dann die reale Macht umverteilt wird. Vielleicht
wird man aber auch sagen, die dummen Gedanken eines uralten Mannes zeugten nur von Realitätsverlust und
sind nicht ernstzunehmen – die Rente mit 67 auch für den Papst sei eben doch durchzusetzen.
Was will Kardinal Lehmann eigentlich sagen? Kardinal Lehmann sagt jetzt plötzlich: Man kann eine Messe,
die man über Jahrhunderte in der Kirche gehabt hat, nicht einfach so abdrängen ins Negative. In den
Tagesthemen vom Ostersonntag hörte sich das noch ganz anders an: www.tagesschau.de/…nternal_NAV_,00.html
Damals zeigte sich Lehmann noch sehr zuversichtlich, das Motu prorio durch entsprechende Gespräche mit
dem Hl. Stuhl verhindern zu können. Warum diese Unredlichkeit? Die Anliegen der traditionsverbundenen
Katholiken hat der Mainzer Kardinal bislang noch nie ernst genommen. Auf entsprechende Bittgesuche hat
er nicht einmal geantwortet, was rein menschlich gesehen schlicht unhöflich ist. Von einem wirklichen
Einsehen des Kardinals kann keine Rede sein. Alles Gerede jetzt erscheint nur als Heuchelei und politisches
Taktieren.
„Auch für denjenigen, der nicht vorhat, seine liturgische Praxis zu ändern,“ Das ist das Kernanliegen
des MP: die „liturgische Praxis“ eben NICHT „zu ändern“. Denn von einer „Freigabe“ kann nicht ernsthaft
die Rede sein. Und in der Tat braucht sich mittlerweile niemand im Vatikan einen Kopf um den „alten Ritus“
zu machen: Mit der V2-„Sukzession“ ist es egal, ob die Funktionäre nun Novus Ordo halten oder (Roncalli!)-Messe
simulieren. Wohlgemerkt: Sogar V2-Anhänger geben schon zu, dass die V2-Sukzession nicht koscher ist,
s. Athanasius Kröger. Und wer – wie nach seinem öffentlichen Bekenntnis „nonnobisdomine“ (19. Juni 2007
15:02) – seinen Hund im Internet zum Priester weihen ließ, für den spielt der Ritus eh keine Rolle mehr.
Die Alte Messe … … wird sicher erst mal von etlichen Priestern privat gefeiert. Dazu sind überhaupt
keine Voraussetzungen nötig, ausser dass der Betreffende den Ritus zelebrieren kann. Dass er dazu Gläubige
zuläßt ist der nächste Schritt und ebenfalls schnell vollzogen. Dass diese Gruppe „stabil“ ist, z.B.
über ein halbes Jahr zusammen bleibt, der nächste, dann kann die Alte Messe öffentlich werden. In Summe
braucht dies schon einige Zeit, aber nicht ein Jahrzehnt.
Rabulistik Lehmann sagte: … daß wir vielleicht nicht genügend aber ausreichend Angebote machen …
Aha, nicht genügend, aber ausreichend. Wie hat man das nur zu verstehen? Man stelle sich vor, ein Lehrer
beurteilt eine Klassenarbeit eines Schülers mit der Note „Nicht genügend“ – also Sechs – aber „Ausreichend“ –
also Vier!? Also Sechs oder Vier oder wie oder was?
Voraussetzung Erste Voraussetzung für die Feier einer Messe im außerordentlichen Ritus in der Pfarrei
ist, dass eine Gruppe von Gläubigen, die der früheren Liturgie anhängen, dauerhaft existiert. Werktags
ist der bevorzugte Wochentag für diese Feier – möglich auch am Sonntag. Vorzug hat am Sonntag allerdings
die heutige Liturgie – nicht die frühere. Die dauerhafte Existenz einer Gruppe …
was die Bischöfe sagen, und was sie … … machen werden. Da fällt mir soviel ein: Verbot die Alten
Messen im Anzeiger zu veröffentlichen, Versetzung von Priestern die diese zelebrieren, Alte Messe sonntags
vornehmlich um 4:30 morgens, selbstversändlich in Übereinstimmung mit dem MP und vieles mehr.
Die überlieferte Hl. Messe … und Kardinal Lehmann?? Wie Feuer und Wasser. Abwarten, was dieser Herr
Kardinal zu sagen hat. Oder sagt – aber vermutlich in freimaurerischer Tradition.
Auch wenn am Anfang … … nur wenige Alte Messen gefeiert werden, reicht eine einzige solche – vielleicht
versehentlich besuchte – Messe aus um einem Katholen zu sagen: da gibt es noch was anderes – schau’ dir
das mal an – auch in deiner Stadt findest du das, wenn du bisschen im Anzeiger suchst.