Motu Proprio
Die Alte Messe gehört auch Kardinal Lehmann
Der Papst hat sich mit einem mächtigen Glockenschlag in die Sommerpause verabschiedet. Doch der Pressesprecher des Vatikan tut das Motu Proprio als Kleinigkeit ab. Pressesplitter.
Mit der Freigabe der Alten Messe hat Papst Benedikt XVI. Kirchengeschichte geschrieben.
Mit der Freigabe der Alten Messe hat Papst Benedikt XVI. Kirchengeschichte geschrieben.
Zeitenwende

Selten war eine Entscheidung des Papstes mit solcher Spannung erwartet worden. Seit Monaten kursierten in Rom Gerüchte über die faktische Wiederzulassung der lateinischen Messe. Viele Theologen mochten zunächst kaum glauben, daß sich Benedikt XVI., gerade mal zwei Jahre im Amt, an ein solches Reizthema wagen würde. Mit seinem Votum für die Wiedereinführung der 500 Jahre alten „tridentinischen“ Meßordnung schreibt der Deutsche auf dem Petrusstuhl an diesem Samstag vermutlich Kirchengeschichte. „Zeitenwende“ in der katholischen Kirche, lauten erste Kommentare in Rom. Benedikt habe sich mit „einem mächtigen Glockenschlag“ in die Sommerferien verabschiedet.

Von Peer Meinert, dpa; erschienen in der ‘Wiener Zeitung’: „Der Papst mag es nach alter Sitte“

Quatsch

Mich stört vor allem die verzerrte Darstellung der liturgischen Erneuerung im 20. Jahrhundert. Es wird so getan, als hätten damals ein paar Experten vom grünen Tisch aus einen Ritus zerstört, den der Heilige Geist Papst Gregor dem Großen im 6. Jahrhundert direkt in die Feder diktiert hätte. Beides ist Quatsch. […] Nur werden leider allzu oft Karikaturen der neuen Liturgie mit dem Ideal der alten verglichen. Das ist unredlich.

Der Bonner Liturgiewissenschafter Albert Gerhards im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Als ob die Reform ein Unfall gewesen wäre“.

Außerordentlich und ordentlich
Kardinal Ratzinger liest ein Pontifikalamt im außerordentlichen Ritus, 1999 in Weimar.Konzelebranten bei einer Papstmesse im ordentlichen Ritus in Brasilien.Hochzeit im außerordentlichen Ritus.

Kein Grund zur Panik

Auch für denjenigen, der nicht vorhat, seine liturgische Praxis zu ändern, stellt dieses Motu Proprio eine wichtige Botschaft dar: Die Liturgie muß mit Sorgfalt und Respekt gefeiert werden, weil wir durch sie mit dem Mysterium Gottes in Verbindung treten. Wenn dieser Respekt fehlt, leidet nicht nur ein Einzelner, sondern die ganze Kirche, weil durch die Mißbräuche Zwietracht gesät wird.

Wir haben keinerlei Grund, etwas zu befürchten. Benedikt XVI. läßt uns nicht einen Schritt zurück machen, sondern er führt uns weiter in Kontinuität mit dem historischen Lauf der Kirche. Dieses Voranschreiten zielt vor allem darauf hin, – als Einzelne und als Gemeinschaft – in der Tiefe der Begegnung mit Gott zu wachsen.“

Der Pressesprecher des Heiligen Stuhl, Jesuitenpater Federico Lombardi in einer Erklärung zum Motu Proprio, erschienen auf Radio Vatikan: „Lombardi: ‘Motu Proprio ist keine Revolution’“.

Keine Zahlenspiele

Ich bin ganz fest davon überzeugt, daß das ein positiver Schritt ist, damit die, die diese Messe lieben, nicht einfach so in ein sektenmäßiges Abseits gedrängt werden, als ob sie etwas tun, was unnormal erscheint. Man kann eine Messe, die man über Jahrhunderte in der Kirche gehabt hat, nicht einfach so abdrängen ins Negative.

Ich finde diese Messe ist etwas, was schon immer der ganzen Kirche gehörte. Sie gehörte schließlich auch mir. Schließlich habe ich als junger Priester darin meine eucharistische Frömmigkeit aufgebaut.

Ich muß aber sagen, daß ich in bald 25 Jahren bischöflichen Dienstes doch sehen muß und sehen darf, daß abgesehen von einigen Mißbräuchen da und dort im Ganzen das liturgische Reformwerk ausgezeichnet gelungen ist.

„Die Zahlen – ohne daß ich jetzt mit Zahlen spielen oder gar Politik machen will – die Zahlen der traditionell orientierten Mitchristen sind ja nicht so groß – natürlich hängen sich ja auch einige Leute aus ganz unterschiedlichen Gründen daran auf. Wenn wir im letzten Jahr festgestellt haben, daß wir vielleicht nicht genügend aber ausreichend Angebote machen, da dürfte eigentlich keine so aufgeregte Atmosphäre entstehen. Ich hoffe, daß man von beiden Seiten die Heißsporne etwas in die Mitte bringt. Der Papst will das jedenfalls.

Karl Kardinal Lehmann auf einer heutigen Pressekonferenz zum Motu Proprio in München.

Katholische Weite

Das ‘Forum Deutscher Katholiken’ und die mit ihm verbundene ‘Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester’ freuen sich über die klare Weisung des Heiligen Vaters zum Verständnis und zum Vollzug der einen Liturgie der Kirche in der ordentlichen und außerordentlichen Ausdrucksform. Wie bisher werden das Forum Deutscher Katholiken und die Aktionsgemeinschaft in jedem Fall für die Feier der Liturgie gemäß der Ordnung der Kirche eintreten und alles tun, was der Einheit der Kirche im Glauben und Leben dient.

Sie sind überzeugt, daß die Bischöfe das Bemühen des Papstes um das hohe Gut der Einheit der Kirche auch im Vollzug der Liturgie erkennen und in katholischer Weite „die innere Versöhnung in der Kirche“ aktiv mittragen.

Auszug aus der Pressemeldung des ‘Forum Deutscher Katholiken’ und der ‘Aktionsgemeinschaft Katholischer Laien und Priester’ zum Motu Proprio.
      
46 Lesermeinungen
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#46   Rudolfus   13:28:33 | Montag, 9. Juli 2007
DBK-Vorsitzender Bischof Cardinal Lehmann
Ansbach.Dragoner:
Er wär reif wär für 1 Jahr Exerzitien in Wigratzbad mit wöchentlicher Beichte und viel Selbstreflektion…
Das könnte man ihm nur wünschen.
Möge man Seine Eminenz ins Gebet einschließen.
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#45   Benedikt   13:22:47 | Montag, 9. Juli 2007
@ Rudolfus
ist ein klar gegebener Sachverhalt.
Das behauptet wer? Sie?
Jeder Mensch kann die vergangenen und gegenwärtigen Schriften der DBK-Mitglieder selbst lesen, um das zu sehen
Dann machen Sie das mal, anstatt hier frei von der Leber weg irgendetwas zu behaupten. An Ihrer Behauptung über das Studium Lehmanns haben Sie ja bereits zur Genüge bewiesen, von dessen Ausbildung gar keine Ahnung zu haben.
, und deren Apostasie und Modernismus ist mit Sicherheit Allgemeingut unter allen rechtgläubigen Katholiken Deutschlands.
Allgemeingut, soso. Was soll das denn sein?
Es ist dagegen eine Verleumdung, das Gegenteil zu behaupten, nämlich dieser sei Episkopat rechtgläubig.
Eine solche Aussage kann wegen ihre positiven Charakters per se keine „Verleumdung“ sein.
Jeder Dogmenleugner ist nach den Konzilsbeschlüssen der Dogmenkonzile aus der Kirche ausgeschlossen.
Das ist richtig, aber kein Beweis hinsichtlich des dt. Episkopats.
Jeder rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben, und daß dieser von den DBK-Mitgliedern geleugnet wird.
Es fehlt noch ein „de fide“ am Schluß. Diese Pseudo-Lehrsätze sind einfach urkomisch.
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#44   Ansbach.Dragoner   13:14:48 | Montag, 9. Juli 2007
Der Lehmann Charly
wirkt schon länger etwas urlaubsreif. Er wär reif wär für 1 Jahr Exerzitien in Wigratzbad mit wöchentlicher Beichte und viel Selbstreflektion…
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#43   Rudolfus   13:08:51 | Montag, 9. Juli 2007
@Genoveva / Man sollte
nicht von sich auf andere schließen.
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#42   Genoveva   13:08:34 | Montag, 9. Juli 2007
@Rudolfus
Jeder rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben
Dann sind Sie kein rechtgläubiger Katholik.
Den Beweis können Sie hier www.kreuz.net/…ticle.5489-page.html nachlesen.
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#41   juergen   13:04:31 | Montag, 9. Juli 2007
Tautologien
Jeder rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben
Ja,
und jedes weisse Pferd ist weiss.
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#40   Rudolfus   13:01:40 | Montag, 9. Juli 2007
@Das „Gerücht“ der dogmenleugnenden und modernistischen DBK-Amtskirchenbischöfe
ist ein klar gegebener Sachverhalt.
Jeder Mensch kann die vergangenen und gegenwärtigen Schriften der DBK-Mitglieder selbst lesen, um das zu sehen, und deren Apostasie und Modernismus ist mit Sicherheit Allgemeingut unter allen rechtgläubigen Katholiken Deutschlands.
Es ist dagegen eine Verleumdung, das Gegenteil zu behaupten, nämlich dieser sei Episkopat rechtgläubig.
Jeder Dogmenleugner ist nach den Konzilsbeschlüssen der Dogmenkonzile aus der Kirche ausgeschlossen.
Jeder rechtgläubige Katholik kennt den rechten Glauben, und daß dieser von den DBK-Mitgliedern geleugnet wird.
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#39   Genoveva   12:59:55 | Montag, 9. Juli 2007
@Bendikt: Rudolf
R. weiß nachweislich gar nicht, was ein Dogma ist.
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#38   juergen   12:56:12 | Montag, 9. Juli 2007
Keine Tatstrafe?
Die einen automatisch, weil sie Irrlehrer sind,
die anderen, weil sie Papst Johannes Paul II. wegen Ungehorsam exkommuniziert hat.
Zog die verbotene Bischofsweihe nicht die Exkommunikation als Tatstrafe nach sich?
Ob diese Tatstrafe hinterher nochmals ausdrücklich bestätigt wurde, ist prinzipiell weniger von Bedeutung. Damit wird ja nur festgestellt, was schon automatisch eingetreten ist.
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#37   Benedikt   12:50:10 | Montag, 9. Juli 2007
@ Rudolfus
Sie sollten langsam mal einsehen, dass niemand zum Dogmenleugner wird, nur weil Sie das behaupten. Weisen Sie Ihre Anschuldigungen nach oder schweigen Sie. Solche Verleumdungen sind übrigens beichtpflichtig.
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#36   Nachtlaterne   10:20:20 | Montag, 9. Juli 2007
lieber fragender,
schon die kleinsten hinterfragungen nenen sie, lieber fragender, hass. dann muss ja jesus ihrer meinung nach ganz besonderen hass gehabt haben, da er andere götzen nicht gelten ließ. es wäre ja auch ein hammer wenn gott sagen würde: es ist völlig gleich ob du dich an mich oder shiva, an drewermnann oder budha wendest, es kommt dann alles in ordnung.
sie sind wirklich nicht mehr bei rechtem trost!
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#35   Fragender   07:43:08 | Montag, 9. Juli 2007
@Heinrichderzweite
Ich bin dem von Ihnen angeführten link gefolgt und habe den Text uber weite Strecken gelesen.
Was mir auffällt:
1. Genau die gleichen Themen wie bei kreuz.net
2. genau die gleichen Sprachmuster wie bei Kreuz.net
3. genau die gleiche, verengte Sichtweise der Welt wie bei kreuz.net
4. der selbe Haß auf Juden, Moslems und nicht-fundamentlistische Geistliche wie bei kreuz.net .
5. die gleiche Angst vor kritischer Betrachtung (Stichwort Film „Sakrileg“, den ich gerade als Christ sehr spannend gefunden habe) des eigenen Glaubens
Zufall?
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#34   Nachtlaterne   18:12:54 | Sonntag, 8. Juli 2007
über die pharisäer…
…sagte jesus: tut was sagen aber tut nicht was sie tun. über kardinal lehmann und co würde jesus nicht einmal das sagen!
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#33   Aleph †   16:15:31 | Sonntag, 8. Juli 2007
Heinrich II.
Danke für den Tipp. Das ist ja schlimm, schlimm, schlimm. Das hätte ich in den kühnsten Träumen nicht gewagt zu träumen. So wird man enttäuscht, weil man sich einmal einer Täuschung hingegeben hat.
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#32   Rudolfus   14:56:47 | Sonntag, 8. Juli 2007
@Heinrich der Zweite / „Weltbild“-Co-Unternehmer DBK-Vorsitzender Dr. Karl Cardinal Lehmann
Ein beeindruckender Mitgesellschafter eines wichtigen deutschen Buch- und Medienkonzerns, leider auch Amtskirchenbischof, Cardinal und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
Möge Gott seine Seele retten!
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#31   HeinrichderZweite   14:38:16 | Sonntag, 8. Juli 2007
Lieber Gilbert,
dann lesen Sie unter dem Link www.fsspx.info/…ne/pdf/mb-2006-6.pdf doch mal weiter!
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#30   Aleph †   14:33:29 | Sonntag, 8. Juli 2007
Repräsentative Verspflichtungen
Schleßlich hat Herr Lehmann wegen seiner Position auch repräsentative Verpflichtungen. Deshalb sollte man ihm die 1300 Gäste nicht verübeln. Wenn er gern mit erlesenen Gästen zusammen ist, zeigt das doch die menschlichen Züge des Kardinals.
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#29   HeinrichderZweite   14:26:19 | Sonntag, 8. Juli 2007
Über Herrn Lehmann!
„Karl Kardinal Lehmann ist vor zwei Tagen 70 Jahre alt geworden. Zum Festtag hat sich der Präsident der deutschen Bischofskonferenz gleich selbst beschenkt, und zwar mit einem neuen Mercedes der B-Klasse, den er nicht wie seinen über 15 Jahre alten Audi vernachlässigen, sondern selber fahren möchte. Dass der hohe Kirchenfürst einen Benz fährt, muss nicht anstößig sein, schließlich zwingt niemand einen Kardinal von stattlicher Leibesfülle in einen Fiat Punto. Stattlich ist auch die Zahl der geladenen Gäste, welche beim Festmahl dem Bischof von Mainz Glück wünschen: 1300!
Zwar beklagen gegenwärtig alle deutschen Diözesen die finanzielle Situation, welche zu immer drastischeren Sparmaßnahmen und zum Verkauf von Kirchen führt, aber das Bistum Mainz kann sich eine solch kostspielige Geburtstagsfeier durchaus leisten, ist es doch mit 17% der größte Gesellschafter der Verlagsgruppe ‘Weltbild GmbH’, die zur Zeit mit dem Vertrieb des antikirchlichen Hassromans „Sakrileg“ von Dan Brown (The Da Vinci Code) ein Riesengeschäft einfährt. Pecunia non olet – Geld stinkt bekanntlich nicht.“ Weiterlesen www.fsspx.info/…ne/pdf/mb-2006-6.pdf
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#28   Nachtlaterne   14:20:11 | Sonntag, 8. Juli 2007
kardinal…
lehmann war und ist ein falscher fünfziger! er schweigt zu allem was kinder kaputt macht oder tut indirekt sogar mit. abtreibung, pornografie, gewaltverherrlichung in den medien usw. , kardinal lehmann ist und bleibt ein mann dieses verkommenen zeitgeistes, hilfe ist von ihm nicht für die verratenen zu erwarten
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#27   Erdavestro   14:09:17 | Sonntag, 8. Juli 2007
Nicht repräsentativ
Kardinal Lehmann, einer der selbsternannten Gutmenschen dieses Landes, ist nicht der Sprecher rechtsgläubiger Katholiken. Er soll seine linke Jagdgesellschaft motivieren, aber für uns zählt seine Meinung nicht wirklich. Unsere Werte sind mit seinen nicht übereinstimmend – einzig: wir glauben alle an Jesus Christus, den geopferten Auferstandenen.
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#26   Aleph †   14:09:11 | Sonntag, 8. Juli 2007
Massive Angriffe
Was ist eigentlich komisch im Hinblick auf den Mainzer Kardinal. Ist das nur eine der üblichen Beschimpfungen, zu denen man sich hier im Forum schnell mal hinreißen lässt, weil man ja anonym ist. Oder lassen sich diese doch recht massiven Agriffe „komisch“, „Karnevalskardinal“, auf die Person des Mainzer Kardinals in irgendeiner Weise rechtfertigen, auch vor dem göttlichen Richterstuhl, wenn es denn einmal so weit wäre…?
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#25   Rudolfus   11:25:32 | Sonntag, 8. Juli 2007
@nonobisdomine / Karnevalscardinal Karl Lehmann
Auch Cardinal Lehmann wird sich einmal vor dem göttlichen Richter für seine Professoren-, Bischofs- und Cardinalszeit persönlich verantworten müssen.
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#24   möchtegern-kathole   11:14:28 | Sonntag, 8. Juli 2007
„das liturgische Reformwerk“
damit meint der Bischof, dass niemand mehr hingeht
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#23   nonnobisdomine   11:11:12 | Sonntag, 8. Juli 2007
Helau und Alaaf diesem seltsam anmutenden Kardinal aus Mainz.
Er sagte:
Ich muß aber sagen, daß ich in bald 25 Jahren bischöflichen Dienstes doch sehen muß und sehen darf, daß abgesehen von einigen Mißbräuchen da und dort im Ganzen das liturgische Reformwerk ausgezeichnet gelungen ist.
Fragen, die unbeantwortet bleiben werden:
– Wie oft hat Lehmann schon Mißbrauch getrieben?
– „liturgisches Reformwerk“ – also hat die „Neue Messe“ nichts mit dem überlieferten Ritus zu tun?
– „Einige Mißbräuche“? – Lehmann sollte sich mal in seinem eigenen Bistum umsehen und von Ort zu Ort herumreisen, Karnevalsreden halten, Karnevalsorden entgegennehmen und so tun, als wisse er von NICHTS.
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#22   möchtegern-kathole   11:07:43 | Sonntag, 8. Juli 2007
@Nachtlaterne
Das gilt im Prinzip für jeden Priester, von dem man ernsthaft Gründe hat anzunehmen, dass er nicht im Stande der Gnade ist. Wenn also ein Priester eine Freundin hat, dann darf der Laie nicht an seiner Messe teilnehmen, sondern muss in die nächste Kirche fahren. Im Notfall ist diese Regelung ausser Kraft gesetzt.
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#21   Nachtlaterne   09:00:37 | Sonntag, 8. Juli 2007
ich besuche…
…regelmäßig die heilige messe und weiß dass ich als sündigher mensch dort auch sündige priester sehe. bei kardinal lehmann wäre aber mein toleranzende erreicht und ich würde sie lieber verlassen als ihm bei heiligen handlungen zuzuschauen. denn für dieses „schlitzohr“ gilt: wenn er in den spiegel schaut, dann sieht er gott.
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#20   Rudolfus   23:13:27 | Samstag, 7. Juli 2007
@Ansbach.D. / Ignorieren der Bischöfe, die den römischen Ritus ablehnen
So ist es.
Ich bin überzeugt, daß unser gotterleuchteter Heiliger Vater Benedikt XVI. das Wort extraordinarius darum auch bewußt so gewählt hat.
Mit Bischöfen, die den römischen Ritus ablehnen und bekämpfen, ist eben „keine Kirche zu machen“ (und auch „kein Staat zu machen“).
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#19   Gotthard   23:11:37 | Samstag, 7. Juli 2007
@dragoner
Im deutschen Sprschgebrauch ist das Wort „außerordentlich“ positiv besetzt.
im deutschen Sprachraum ist dieses Wort doppelt besetzt:
1. als außergewöhnlich gut… eine außergewöhnliche Leistung.
2. als einen Neben- oder Spezialweg.
*aus xxx-Gründen gibt es eine außerordentliche Sprechstunde
*außerordentliche Gründe habe dies möglich gemacht.
*eine außerordentlichen Spende haben diese Massnahme erlaubt.
Auch diese Sinnweise von „außerordentlich“ ist positiv besetzt … hebt sich aber entschieden von den „normalen“ Wegen ab.
Massstab ist immer der „normale Weg“ … ist immer die „normale Liturgie“, wie sie der Papst beschreibt.
Wer gegen die „normale Messe“ schreibt, schreibt gegen den Papst.
Und DAS ist sehr positiv…
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#18   Ansbach.Dragoner   23:09:04 | Samstag, 7. Juli 2007
Rodulfus
Wenn der Ritus „Extraordinarius“ ist und der Bischof der Ordinarius dann bedeutet das doch dass der Extraordinarius den Ordinarius (also Bischof) nicht als Bezug braucht, also der Bischof ignoriert werden kann.
Ist doch toll :-]
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#17   Rudolfus   23:03:54 | Samstag, 7. Juli 2007
@Ansbach.D. / Das lateinische Wort für „außerordentlich“
ist „extraordinarius“ und bedeutet in allen Sprachen, die das Wort übernehmen, inhaltlich sehr Ähnliches wie unser deutsches Wort „außergewöhnlich“.
Das lateinische Wort an sich sagt schon sehr viel, wenn man bedenkt, daß der Ordinarius auch der Kirchenterritorialobere ist, gewöhnlicherweise der Bischof und der römische Ritus jetzt der Ritus extraordinarius ist.
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#16   Ansbach.Dragoner   22:59:09 | Samstag, 7. Juli 2007
Gotthelm
Im deutschen Sprschgebrauch ist das Wort „außerordentlich“ positiv besetzt. Es bedeutet nicht „neben“ der Ordnung sondern quasi „die Ordnung übersteigernd“. Lustig ist dass es im jetztigen Zusammenhang seitens der Gegner negativ konnotiert wird.
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#15   Rudolfus   22:58:00 | Samstag, 7. Juli 2007
@HeinrichderZweite / Die exkommunizierten Bischöfe Deutschlands
Irrlehrer, die beharrlich ein Dogma leugnen, seien gemäß den unfehlbaren dogmatischen Konzilsbeschlüssen aus der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen.
Die Frage ist daher eigentlich nur mehr, auf welchen deutschen Bischof der Ausschluß aus der Kirchengemeinschaft nicht zutrifft, da er kein Dogma leugnet,
da alle anderen Bischöfe per se als Irrlehrer automatisch exkommuniziert sind!
Die anderen durch Papst Johannes Paul II. exkommunizierten FSSPX-Bischöfe sind wenigstens rechtgläubig.
Exkommuniziert sind dann anscheinend ja fast alle Bischöfe.
Die einen automatisch, weil sie Irrlehrer sind,
die anderen, weil sie Papst Johannes Paul II. wegen Ungehorsam exkommuniziert hat.
Die Endsumme des Johannes-Paul-II.-Pontfikates lautet also, daß uns Papst Johannes Paul fast ausschließlich exkommunizierte Bischöfe „geschenkt“ hat.
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#14   Gotthard   22:47:45 | Samstag, 7. Juli 2007
@rudolfus
Du musst Dich nun in Deiner Terminologie umstellen!
Der Papst lobt das heutige Messbuch Pauls VI. als den „normalen Ritus“… merkst Du was?
Alle anderslautenden Äußerungen von Dir sind ab sofort gegensätzlich zum MP!!!!!!!!!!!!!
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#13   Ansbach.Dragoner   22:47:44 | Samstag, 7. Juli 2007
Na und
Lehmann kann nix machen und zukünftig keine überlieferte Messe verhindern ohne in einem schiefen Licht dazustehen. Sein großer Baumeister aller Welten wird darüber nicht erfreut sein. :-]
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#12   HeinrichderZweite   22:44:20 | Samstag, 7. Juli 2007
Lieber Rudolfus,
Papst St. Pius X. hätte sie alle exkommuniziert.
vermutlich sind sie das auch so, latæ sententiæ!
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#11   Rudolfus   22:38:58 | Samstag, 7. Juli 2007
@DBK-Vorsitzender Bischof Dr. Karl Cardinal Lehmann von Mainz
lehnt den normalen römischen Ritus völlig ab.
Das kann keiner leugnen, und das weiß alle Welt:
Und diese Ablehnung gegen den römischen Ritus hat Seine Eminenz seine ganze Bischofsamtszeit hindurch klar durch sein Tun und Reden unter Beweis gestellt.
Das ist aber völlig konsequent, da er inhaltlich schwer modernistisch ist und als Modernist praktisch alle Dogmen der Kirche leugnet, wie der Großteil des deutschen Episkopats.
Papst St. Pius X. hätte sie alle exkommuniziert.
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#10   möchtegern-kathole   22:31:27 | Samstag, 7. Juli 2007
@Libertas Ecclesiae
Vielleicht will Hw. Lehmann eine Doppelstrategie anwenden: sagen, dass er für die Alte Messe sei, und sie gleichzeitig verhindern. So tut man sich hart, ihm das Negative vorzuhalten, denn er kann jederzeit auf das verweisen, was er positives zu dem Thema sagt. Damit ist es ihm leichter, um so härter vorzugehen.
Die andere Strategie, nämlich auf Konfrontation zu Rom zu gehen (Motto: „Die Einmischung in die demokratisch legitimierte Eigenständigkeit der deutschen Kirchenprovinz wird nicht akzeptiert“) muss er wohl erst noch mit seinen Brüdern in seinem Glauben abklären. Spätestens nach dem nächsten Anti-Modernisten-Konsitorium wird es aber soweit sein, da dann die reale Macht umverteilt wird.
Vielleicht wird man aber auch sagen, die dummen Gedanken eines uralten Mannes zeugten nur von Realitätsverlust und sind nicht ernstzunehmen – die Rente mit 67 auch für den Papst sei eben doch durchzusetzen.
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#9   Libertas Ecclesiae   22:09:46 | Samstag, 7. Juli 2007
Was will Kardinal Lehmann eigentlich sagen?
Kardinal Lehmann sagt jetzt plötzlich: Man kann eine Messe, die man über Jahrhunderte in der Kirche gehabt hat, nicht einfach so abdrängen ins Negative.
In den Tagesthemen vom Ostersonntag hörte sich das noch ganz anders an:
www.tagesschau.de/…nternal_NAV_,00.html
Damals zeigte sich Lehmann noch sehr zuversichtlich, das Motu prorio durch entsprechende Gespräche mit dem Hl. Stuhl verhindern zu können.
Warum diese Unredlichkeit? Die Anliegen der traditionsverbundenen Katholiken hat der Mainzer Kardinal bislang noch nie ernst genommen. Auf entsprechende Bittgesuche hat er nicht einmal geantwortet, was rein menschlich gesehen schlicht unhöflich ist. Von einem wirklichen Einsehen des Kardinals kann keine Rede sein. Alles Gerede jetzt erscheint nur als Heuchelei und politisches Taktieren.
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#8   Pater Lingen   21:05:09 | Samstag, 7. Juli 2007
„Auch für denjenigen, der nicht vorhat, seine liturgische Praxis zu ändern,“
Das ist das Kernanliegen des MP: die „liturgische Praxis“ eben NICHT „zu ändern“. Denn von einer „Freigabe“ kann nicht ernsthaft die Rede sein.
Und in der Tat braucht sich mittlerweile niemand im Vatikan einen Kopf um den „alten Ritus“ zu machen: Mit der V2-„Sukzession“ ist es egal, ob die Funktionäre nun Novus Ordo halten oder (Roncalli!)-Messe simulieren.
Wohlgemerkt: Sogar V2-Anhänger geben schon zu, dass die V2-Sukzession nicht koscher ist, s. Athanasius Kröger.
Und wer – wie nach seinem öffentlichen Bekenntnis „nonnobisdomine“ (19. Juni 2007 15:02) – seinen Hund im Internet zum Priester weihen ließ, für den spielt der Ritus eh keine Rolle mehr.
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#7   möchtegern-kathole   21:03:32 | Samstag, 7. Juli 2007
Die Alte Messe …
… wird sicher erst mal von etlichen Priestern privat gefeiert. Dazu sind überhaupt keine Voraussetzungen nötig, ausser dass der Betreffende den Ritus zelebrieren kann. Dass er dazu Gläubige zuläßt ist der nächste Schritt und ebenfalls schnell vollzogen. Dass diese Gruppe „stabil“ ist, z.B. über ein halbes Jahr zusammen bleibt, der nächste, dann kann die Alte Messe öffentlich werden.
In Summe braucht dies schon einige Zeit, aber nicht ein Jahrzehnt.
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#6   Libertas Ecclesiae   20:56:38 | Samstag, 7. Juli 2007
Rabulistik
Lehmann sagte: … daß wir vielleicht nicht genügend aber ausreichend Angebote machen …
Aha, nicht genügend, aber ausreichend. Wie hat man das nur zu verstehen?
Man stelle sich vor, ein Lehrer beurteilt eine Klassenarbeit eines Schülers mit der Note „Nicht genügend“ – also Sechs – aber „Ausreichend“ – also Vier!?
Also Sechs oder Vier oder wie oder was?
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#5   Gotthard   20:30:45 | Samstag, 7. Juli 2007
Voraussetzung
Erste Voraussetzung für die Feier einer Messe im außerordentlichen Ritus in der Pfarrei ist, dass eine Gruppe von Gläubigen, die der früheren Liturgie anhängen, dauerhaft existiert.
Werktags ist der bevorzugte Wochentag für diese Feier – möglich auch am Sonntag.
Vorzug hat am Sonntag allerdings die heutige Liturgie – nicht die frühere.
Die dauerhafte Existenz einer Gruppe …
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#4   Rosenkranzsoldat   20:16:22 | Samstag, 7. Juli 2007
@möchtegern
solche Sachen gehören dann umgehend nach Rom gefunkt !
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#3   möchtegern-kathole   20:14:30 | Samstag, 7. Juli 2007
was die Bischöfe sagen, und was sie …
… machen werden. Da fällt mir soviel ein: Verbot die Alten Messen im Anzeiger zu veröffentlichen, Versetzung von Priestern die diese zelebrieren, Alte Messe sonntags vornehmlich um 4:30 morgens, selbstversändlich in Übereinstimmung mit dem MP und vieles mehr.
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#2   nonnobisdomine   20:08:52 | Samstag, 7. Juli 2007
Die überlieferte Hl. Messe …
und Kardinal Lehmann??
Wie Feuer und Wasser.
Abwarten, was dieser Herr Kardinal zu sagen hat.
Oder sagt – aber vermutlich in freimaurerischer Tradition.
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#1   möchtegern-kathole   20:04:37 | Samstag, 7. Juli 2007
Auch wenn am Anfang …
… nur wenige Alte Messen gefeiert werden, reicht eine einzige solche – vielleicht versehentlich besuchte – Messe aus um einem Katholen zu sagen:
da gibt es noch was anderes – schau’ dir das mal an – auch in deiner Stadt findest du das, wenn du bisschen im Anzeiger suchst.
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