10:20:55 | Montag, 9. Juli 2007
In der Nähe von Paris erlaubte ein Bischof die Errichtung einer Altritusgemeinde. Doch der zuständige Bischofsvikar bemüht sich nach Kräften, der jungen Pflanze den Garaus zu machen.

Alte Messe in Sainte-Marie des Fontenelles
(kreuz.net) Im Juli 2005 erlaubte der Bischof von Nanterre, Mons. Gérard Daucourt, auf dem Gebiet seiner
Diözese eine Alte Messe.
Nanterre befindet sich an der Peripherie von Paris.
Die Messe wurde jeweils
am Sonntag in der Kirche Sainte-Marie des Fontenelles in Nanterre zelebriert.
Das berichtet Louis Renaudin
am 21. Juni in der ‘Lettre de Paix liturgique’. Renaudin ist der Präsident der ‘Bewegung für den liturgischen
Frieden’ in der Diözese Nanterre.
Seither nahmen etwa 200 Personen an der Messe teil. In zwei Jahren
wurden fünfzig Taufen gehalten.
Heute ist diese blühende Initiative nach Angaben von Renaudin bedroht.
Aus heiterem Himmel
Eine blühende Gemeinde droht abgeschoben zu werden.
Hw. Aybram – der für die Alte Messe zuständige Bischofsvikar – teilte der Gemeinde
Ende Juni mit, daß die Initiative wegen „unüberwindlicher Probleme“ in eine andere Kirche verlagert
werden müsse.
Die Nachricht kam aus heiterem Himmel. Nach Angaben von Renaudin hatte Hw. Aybram in den
zwei Jahren, in denen die Alte Messe gelesen wurde, nichts unternommen, um die Anliegen der Altgläubigen
zu hören oder mit ihnen in Kontakt zu treten.
Als Grund für die Verlagerung der Gemeinde wurde angegeben,
daß der Klerus der gegenwärtigen Gastkirche, die Altgläubigen nicht länger dulden wolle.
Die Altgläubigen
sollen jetzt in die Kirche Notre-Dame des Airs in Saint-Cloud verschoben werden.
Es handelt sich um ein
Gotteshaus, das für ältere und gehbehinderte Leute sowie für Autofahrer schwer zugänglich ist, weil
es dort keine Parkplätze gibt.
Die Altgläubigen zweifeln, daß der Pfarrer ihrer gegenwärtigen Kirche –
Sainte-Marie des Fontenelles – hinter dem Rauswurf steht.
Kein Dialog möglichIn der gegenwärtigen
Gemeinde habe es Schwierigkeiten mit den Parkplätzen gegeben. Doch dieses Problem sei durch die Öffnung
des bischöflichen Parkplatzes, der sich in unmittelbarer Nähe befindet, gelöst worden.
Probleme gab
es auch mit der Sakristei. Grund : Hw. Aybram war im Vorfeld nicht bereit gewesen, mit den Altgläubigen
über die praktische Organisierung der Alten Messe in der Gastpfarrei zu diskutieren.
Darum begannen
die Gottesdienste in Sainte-Marie des Fontenelles, ohne daß elementare Dinge wie die Uhrzeiten oder die
Verwendung der Sakristei abgesprochen werden konnten.
Als die Altgläubigen mit diesen Fragen auf ihre
Gastgemeinde zugingen, hieß es, daß Hw. Aybram diesen Dialog nicht wünsche.
Nach Angaben der Gläubigen
der Pfarrei Sainte-Marie des Fontenelles hat Hw. Aybram der Gastpfarrei in der Vergagenheit erklärt,
daß es in der Diözese Nanterre kaum Altgläubige gebe und daß dieses Experiment nur einige Wochen dauern
werde.
Jetzt appellieren die Altgläubigen von Sainte-Marie des Fontenelles an den Bischof von Nanterre.
Sie befürchten, daß man aus ihrer Gemeinde eine Nomadenpfarrei machen will, die von einer Kirche zur
anderen gejagt wird.
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#9
Rudolfus 13:48:32 | Montag, 9. Juli 2007
#7
ottaviani 13:28:14 | Montag, 9. Juli 2007
#6
juergen 12:30:03 | Montag, 9. Juli 2007
#5
Genoveva 12:05:51 | Montag, 9. Juli 2007
#4
Romulus 11:58:52 | Montag, 9. Juli 2007
#3
Pünktchen 11:49:44 | Montag, 9. Juli 2007
#2
Karl Murx 11:12:09 | Montag, 9. Juli 2007
#1
Sirilo 11:10:26 | Montag, 9. Juli 2007