Die volkssprachige Liturgie entstammt der Reformation, die nicht als Ursache einer liturgischen Blüte bekannt wurde. Presssesplitter zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’.
„Die Normen des Motu proprio sind in sich klar. Wir werden den Text im Amtsblatt veröffentlichen
und bei der Umsetzung im Erzbistum mithelfen. Eine gewisse Vielfalt in der Liturgie gehört schon immer
zur Tradition der Kirche.“
Der Erzbischof von Bamberg, Mons. Ludwig Schick, in einer Erklärung vom 11.
Juli.
Bischof Müller und die „Häresie der Formlosigkeit“[
„Dorthin [auf Schloss Emmeram] hatte Fürstin
Gloria [von Thurn und Taxis] ihren kleinen und sehr katholischen ‘Regensburger Kreis’ zu einem Dinner
geladen. Anlaß war der Namenstag des Wallfahrtsdirektors von Maria Vesperbild, Monsignore Wilhelm Imkamp.
Bei Kerzenlicht las der Schriftsteller Martin Mosebach furios aus seiner ‘Häresie der Formlosigkeit’,
unterbrochen nur von zustimmendem Murmeln und dem verspäteten Erscheinen von Erzbischof Gerhard Müller.“
Alexander Smoltczyk in einem Artikel vom 11. Juli auf ‘Spiegel online’
„Es besteht auch kein Zweifel, daß diese Anerkennung des Rechtes der überlieferten Messe die Frucht
überaus zahlreicher Rosenkränze ist, die während unseres Rosenkranzkreuzzuges im letzten Herbst Unserer
Lieben Frau dargebracht worden sind.“
Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. in einem
Brief an die Gläubigen vom 7. Juli
Papst traut den Bischöfen nicht
„Wenn der Papst ein Motu Proprio
veröffentlicht, das die tridentinische Messe ohne die Genehmigung des Ortsbischofs erlaubt, sagt er damit
im Grunde, daß er dem pastoralen Urteil der Bischöfe nicht traut.“
Der US-amerikanische Jesuitenpater
Tom Reese in einem kürzlichen Kommentar zur Alten Messe.
Symbolhandlung
„Das Vatikanische Verlagshaus
wird – ein wahres Symbol – die von Johannes XXIII. überarbeiteten Meßbücher von 1962 offiziell nachdrucken.“
Aus einem Bericht der französischen katholischen Tageszeitung ‘La Croix’ vom 9. Juli
Wachtumspotential
„Wir haben vor drei Jahren mit zwanzig Gläubigen angefangen. In den drei Jahren hat sich diese Zahl
vervierfacht. Auch die seelsorglichen Anliegen sind gestiegen. Das ganze geschieht in einer von Anfang
an großen, aber dann doch noch zunehmenden Harmonie mit der Ortskirche und in sehr großer, aber auch
sehr katholischer Selbstverständlichkeit.“
Der Obere des Berliner Philipp-Neri-Instituts, Hw. Gerald
Goesche, am 7. Juli vor Radio Vatikan.
Frage: „Eine Meßfeier ist ja
auch ein Zeichen christlicher Gemeinschaft. Grenzt man mit einer Sprache, die nicht jeder spricht, nicht
Gläubige aus?“
Engel: „Sprache darf auch Mysterium sein. Nicht wenige junge Menschen suchen im Glauben
wieder das Geheimnis. Die lateinische Liturgie der Kirche verbindet Kulturen und Völker. Beide Formen
des Ritus können einander befruchten. Die normale Form ist die volkssprachliche, nicht die lateinische.“
Der Leiter der Pressestelle des Erzbistums Paderborn, Ägidius Engel (50), vor der Tageszeitung ‘Westfalenpost’.
Wessen Errungenschaft?
„Gottesdienste in deutscher Sprache sind eine Errungenschaft der Reformation
durch Martin Luther. Das Konzil von Trient (1545 – 1563) war gegen die Reformation gerichtet.“
Aus der
Online-Ausgabe der Tageszeitung ‘Wiesbadener Kurier’ vom 10. Juli.
Verständliche Ablehnung
„Der Papst
hat gesprochen, und seine Botschaft ist klar: Die katholische Kirche rehabilitiert die alte Form der Heiligen
Messe. Es darf wieder auf Latein gepredigt werden und der Priester steht, wenn er will, abgewandt zur
Gemeinde. Hw. Ansgar Lüttel, Propst der katholischen Kirche in Bremen, kann dieser Tradition nichts abgewinnen.“
Aus einem Artikel der in Bremen erscheinenden Tageszeitung ‘Weser Kurier’.
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34 Lesermeinungen
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Landessprache Die Zuordnung der landessprachlichen Liturgie alleine zur Reformation ist schlichtweg falsch!
Auch in den Ostkirchen wird vielfach landessprachlich oder in einer von der Landessprache her verständlichen
Liturgiesprache zelebriert. Die russisch-orthodoxe Kirch kennt z. B. neben dem Kirchenslavischen (vom
modernen russisch her verstehbar) jede Landessprache als Liturgiesprache an.
@ Gotthard DAS ist ein Verständnis von Eucharistiefeier … als Zuschauer lesen wir mit … vo aktiver
Teilnahme keine Spur – von der Gemeinde als Trägerin des Gottesdienstes keine Spur … eine reine Kleriker-Liturgie,
derer sich die „Christgläubigen“ mittels eines Buches nähern dürfen … Das Prinzip der participatio
actuosa hat sich doch fast nirgends Bann gebrochen. Singen etwa alle mit? Antworten alle auf die Akklamationen?
In jeder Gemeinde, in der ich bislang war sitzen etliche Leute ihre Zeit ab, manchmal mit demonstrativ
auf der Bank liegendem (und dort unaufgeschlagen verbleibendem) Gotteslob. Man kann von Glück reden,
wenn da mal eine Antwort gegeben wird. Nach dem Kommuniongang bleibt der Platz selbstverständlich leer.
Das Problem ist einfach, dass die Forma Ordinaria zum Berieseln einlädt. Der Priester betet der Gemeinde
irgendetwas vor, diese antwortet automatisiert auf die Stichwörter. Das Non-plus-ultra ist es eben so
auch nicht.
Regensburg Der Generalvikar meinte doch letzte Woche, es gäbe in Regensburg keinen Bedarf an alter Messe.
Da bin ich mal gespannt, ob die Fürstin nicht etwas in die Wege leiten sollte.
Das Schott-Meßbuch kann hilfreich, oder auch ein Ärgernis sein. Wenn man sich die Eigentexte der jeweiligen
Messe am Vortag durchliest und in der Liturie dann möglichst frei davon ist, dann ist der Schott ein
Segen. Wenn aber mancher Tradi seit Jahrzehnten die Wandlungsworte mitliest, anstelle zu seinem Herrn
zu schauen, der da gerade kommt, dann wird es schon gruselig.
eine Begebenheit aus Ösiland der Priester geht am Beginn der Messe im Ornat zum Altar und ein kleines
Kind (das offenbar erstmals in einer Messe war) meint lauthals und voller Begeisterung: Jö-Papa- schau…
ein Clown!!!!!!!)
Lektüre für das Volk! Mit dem Schott in der Hand kommt man bald wieder durch das ganze Messeland. Warum
tragen dann die Zelebranten solche aufwändigen goldbestickten Kleider am Altar, wenn doch niemand hinschauen
und sie bewundern kann, weil das Volk im Buch nachlesen muss, was in der extraordinären Messe weihrauchumwölkt
ganz vorn geschieht. Da würden doch graue, rotpaspelierte Alben auch reichen zur Hebung der Feierlichkeit.
participatio Auch meine actuosa participatio besteht nicht im mitlesen. Ohne jetzt meinen Guardini zur
Hand zu haben: Das Schauen ist mehr meine Sache, als das Mitlesen. Aber jedem Tierchen sein Plaisierchen.
Wieso nicht? Aber es gibt eben besseres, finde ich.
@möchtegern-k Wichtig ist die im Alten Ritus verbreitete Praxis der Gläubigen, die Messe im Missale
mitzulesen. DAS ist ein Verständnis von Eucharistiefeier … als Zuschauer lesen wir mit … vo aktiver
Teilnahme keine Spur – von der Gemeinde als Trägerin des Gottesdienstes keine Spur … eine reine Kleriker-Liturgie,
derer sich die „Christgläubigen“ mittels eines Buches nähern dürfen … JETZT verstehe ich auch, warum
sich die Kirche in der Notlage sah, den Sonntagsgottesdienst zur PFLICHT zu machen … weil sich die Gläubigen
dieses Geheimnis nicht mehr antun wollten … zu der Zeit funktionierte diese Art Sanktion noch … heute
nicht mehr!
@Rottenburg zum besseren Verständniss Danke! Ein großes Vergelt’s Gott der Priesterbruderschaft St.
Pius X für Ihre Arbeit! Besonders für Ihre Rosenkranz-Blumenstrauß-Aktion der diesen Triumph der Tradition
erst möglich gemacht hat! :(3 Christus vincit! Christus regnat! Christus imperat!
Ach, lieber Rottenburg, irgendwie tun Sie mir und vielen meiner Freunde, die mit mir das motu proprio
gefeiert haben, richtig Leid. Letztlich bleibt Ihnen ja nichts, als sich in unhaltbare Behauptungen und
provozierend gemeinte (aber eben niemanden mehr provozierende!!) Beiträge zu flüchten. Gott segne den
Heiligen Vater und schenke ihm noch viele, viele Jahre.
#19 Rottenburg 20:16:41 | Donnerstag, 12. Juli 2007
Ohne Grund gefeiert! Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. in einem Brief an die Gläubigen
vom 7. Juli Nun geht eine Entscheidung der Hl. Römischen Kirche einen Schismatiker herzliuch wenig an.
Daher verstehe ich nicht, warum sich der Obere der schismatischen FSSPX-Bewegung über das Motu Proprio
freut! o^/
unverständliche Liturgiesprache? Wichtig ist die im Alten Ritus verbreitete Praxis der Gläubigen, die
Messe im Missale mitzulesen. (Das geht prinzipiell im NOM auch, wird aber leider dort nicht geübt.) Natürlich
in jener Sprache, die man versteht. Damit erschließt sich einem die Messe außerordentlich, da man bei
den einzelnen Texten einhaken kann, nochmal lesen, einen Text betrachten, ihn sich erschließen. Oder
man holt sich nach der Messe nochmal den Text, wenn man etwas nicht verstanden hat. Das gilt für die
Gebete des Ordinarium (oder extraOrdinariums ?) wie auch für die einzelnen Messformulare. Nach langjährigem
Gebrauch kann man viele Teile als kurze Zwischengebete in den Tagesablauf einpflegen, z.B.: „Herr laß
nicht zu, dass ich jemals von Dir getrennt werde“
Benedikt: Dünkelhafte Kleriker Warum haken Sie da ein? Ich habe mich an der Feststellung gestört, dass
„eine unverständliche Liturgiesprache“ angeblich bereichert. Darf ich mich darüber nicht wundern, behagt
Ihnen die Hinterfragung nicht? Trotzdem bin ich der Meinung dass es sehr dünkelhaft ist, wenn sich Kleriker
derart äußern.
@ gilbert Gibt es wirklich so viele überflüssige Kleriker und haben die so viel Zeit, dass sie sich
das Privatvergnügen leisten können, anstatt in den Gemeinden die Eucharistie zu feiern, wenn schon ein
Mangel an Priestern auf dem flachen Lande besteht? Das ist die Frage. Allerdings ist zu beobachten, dass
vielerorts Samstags nur die Vorabendmesse stattfindet, die Wochentagsmesse also immer ausfällt. Da könnte
angesetzt werden. Wegen dem Latein machen Sie sich mal keine Gedanken. Wen das stören würde, der käme
ja gar nicht erst. Das ist ja gerade der Vorteil der neuen Regelung: Jeder kann jetzt frei die Form der
Messe besuchen, die ihm persönlich am meisten nutzt. Wer also aus verschiedenen Gründen auch mal (muss
ja auch nicht jedes Mal sein!) eine Messe in der außerordentlichen Form besuchen will, der kann darauf
hoffen, dass dies künfitg auch in seiner Nähe möglich sein wird und zwar ohne den Ruch des (vermeintlich)
unerlaubten. Alle anderen besuchen weiter die „normale“ Gemeindemesse, also die Messe in der ordentlichen
Form des Römischen Ritus, die fast immer in Landessprache gefeiert wird. Es wird also niemand zu irgendetwas
gezwungen. Was an dieser Regeln nun auch wieder falsch sein soll, das erschließt sich mir nicht wirklich.
Glauben Sie eigentlich, dass die Gläubigen wg. des Gebrauchs der Landessprache wirklich alles verstehen?
Unverständliche Liturgiesprache Mittlerweile spricht es sich auch in den Ordinariaten herum: Eine unverständliche
Liturgiesprache bereichert. Der erste Satz ist sehr aufschlussreich. Ich frage, was bereichert eine unverständliche
Liturgiesprache? Doch wohl das ohnehin vorhandene Nichtwissen vergrößern,…oder? Kleriker unter sich
werden keine Probleme damit haben. Gibt es wirklich so viele überflüssige Kleriker und haben die so
viel Zeit, dass sie sich das Privatvergnügen leisten können, anstatt in den Gemeinden die Eucharistie
zu feiern, wenn schon ein Mangel an Priestern auf dem flachen Lande besteht? Es geht wohl in der Hauptsache
darum, dass die Liturgiesprache möglichst unverständlich ist, wenn ich den Artikel recht verstanden
habe? Das ist affiges Getue.
#10 palestrina 15:50:46 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@Benedikt Für lateinische Predigten muß man heute schon nach Lateinamerika fahren. Bitte? Und warum
gerade dorthin? Na, ist doch klar: Weil es LATEINamerika heißt!
@ Rudolfus Für lateinische Predigten muß man heute schon nach Lateinamerika fahren. Bitte? Und warum
gerade dorthin? Selbst im Vatikan gibt es keine lateinischen Predigten mehr. Was heißt hier „mehr“? Lateinische
Predigten mag es anlassbezogen gegeben haben, der Regelfall sind sie aber nie gewesen, bei weitem nicht.
Die letzte mir bekannte lateinische Predigt im Vatikan war am 20. April 2005.
Erzbischof Müller????? Einen Erzbischof Müller gibt es nicht. Oder hat die Redaktion von kreuz.net den
Herrn Bischof Müller vorschnell zum Erzbischof kreiert?
Weser Kurier II. Hw. Ansgar Lüttel, Propst der katholischen Kirche in Bremen, kann dieser Tradition nichts
abgewinnen. Interessanterweise hat man im katholischen Gemeindeverband in Bremen, dem Ansgar Lüttel vorsteht,
dagegen mit der ostkirchlichen Liturgie weniger Probleme. In einem Artikel www.kgv-bremen.de/…e-gottesdienste.html
wird geradezu von dieser Liturgie geschwärmt: „An Segen mangelt es den orthodoxen Christen nicht, sie
werden vielmehr überreich mit ihm bedacht, wie der staunende Katholik lernt, dem am Ende seines römisch-katholischen
Gottesdienstes lediglich ein einziger Segen zugesprochen wird. Die Orgel schweigt. Auf der Orgelbühne
ist aber ein Frauenchor aktiv. Ansonsten singen abwechselnd, ein Diakon, die Priester oder der Erzbischof.
Kurzum: Der Gesang beherrscht den Gottesdienst. Allerdings gibt es kaum Gemeindegesang. Die Gläubigen
beschränken sich darauf, leise mitzubeten und unzählige Kreuzzeichen über ihre Brust zu schlagen. Die
Gemeinde singt lediglich das Glaubensbekenntnis und das Vater unser mit. Der Protodiakon Vitali Sadakov
dominiert es mit seinem tiefen Bass. Mit seiner Rechten dirigiert er dabei das Volk Gottes, Abteilung
russisch-orthodox in der katholischen Kirche an jenem Samstagmorgen. Eindrucksvoll sind die beiden Lesungen,
die der Diakon und der Erzdiakon vortragen.“
Das mit der lateinischen Predigt ist überhaupt der größte Schenkelklopfer!!! Die Idiotisierung der
Journalisten ist unaufhaltsam! Und mit in ihren Zustand optimierter Bildungslosigkeit wollen sie alle
Leser reißen. Lateinische Predigt?!?!?!?!?! Wie oft hab ich den Schwachsinn in den letzten Tagen gelesen?
Der Gröhler. Ach was, der Obergröhler! Und jetzt hab ich mich schon völlig kaputtgelacht und meine
Oberschenkel fangen an zu schmerzen, weil ich vor lauter lachen immer drauf schlage.
Erzbischof? Ist Gerhard Ludwig Müller jetzt schon zum Erzbischof ernannt worden? Das wäre mir ja ganz
neu. So schnell geht das dann auch wieder nicht. Aber warten wir mal, ob er seinem „Gemurmel“ auch Taten
folgen lässt.