In zahlreichen Priesterseminarien wollen mehr als die Hälfte der Alumnen die Alte Messe. Ein zweiter großer Meßmarkt sind junge Familien. Pressesplitter zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’.
„Interessant ist, daß viele der Gläubigen, welche die Alte Messe in unserer
Indult-Pfarrei besuchen, junge Familien sind, die nicht mit der Lateinischen Messe aufgewachsen sind.
Ich glaube, daß ist eine Bewegung des Heiligen Geistes. Wir müssen dafür offen sein.“
Der Bischof
von Venice im US-Bundesstaat Florida, Mons. Frank J. Dewane, nach Angaben der Lokalzeitung ‘Bradenton
Herald’.
Eine Minderheit?
Frage: „Es wurde mir von mehr als einer Quelle gesagt, daß mehr als die Hälfte
der Seminaristen einer Päpstlichen Hochschule und eines Priesterseminars in den Vereinigten Staaten es
wünschen, den klassischen Römischen Ritus zu zelebrieren. Würde Sie das überraschen?“
Mons. Michael
Schmitz: „Ich bin darüber nicht nur nicht erstaunt, sondern ich weiß auch über andere Priesterseminarien,
für die das gleiche gilt.“
Der deutsche Mons. Michael Schmitz, – Oberer des altgläubigen Institutes
Christuskönig und Hoherpriester in den USA – in einem Interview mit der römischen Monatszeitung ‘Inside
the Vatican’.
Interessanter Verhandlungspartner
Sehen Sie in Frankfurt ein Bedürfnis bei den Gläubigen
nach der Alten Messen?
„Nach meiner Einschätzung ist mit dem Angebot in St. Leonhard genügend Bedürfnis
aufgefangen worden. Einer unserer Dom-Pfarrer zelebriert dort auch die tridentinische Messe. Einen interessanten
Verhandlungspartner haben wir außerdem in Herrn Mosebach.“
Aus einem Interview mit dem Frankfurter Stadtdekan
Raban Tilmann in der ‘Frankfurter Rundschau’ vom 10. Juli.
Strengste Kriterien
„Zum anderen müsse es
Priester geben, »die in der Lage sind, das ernst und würdig zu zelebrieren«.“
Der Wiesbadener Stadtdekan,
Hw. Johannes zu Eltz in der Online-Ausgabe der Tageszeitung ‘Wiesbadener Kurier’ vom 10. Juli.
Altgläubiger
Schachtelsatz
„Aber mir liegt auch daran, über das Innerkirchliche vielleicht einen Augenblick hinauszuschauen,
weil ich ja hier in Berlin an der Front stehe, und da sieht man sehr stark, und auch das kommt im Brief
an die Bischöfe sehr gut zum Ausdruck, daß Leute die intellektuell sind, wir hatten eine große Diskussion
vorbereitend in den Feuilletons, auch grade hier der deutschen Zeitungen, daß also intellektuelle Künstler
sich zum alten Ritus besonders hingezogen fühlen.“
Der Obere des Berliner Philipp-Neri-Instituts, Hw.
Gerald Goesche, nach einem von Radio Vatikan am 7. Juli publizierten Text.
Gibt es den Wunsch nach Rückbesinnung auf eine jahrhundertealte Tradition auch in Bremen?
Propst Ansgar
Lüttel: „Nein, eigentlich nicht. Ich spüre davon jedenfalls nichts. Mir fallen nur wenige ein, die es
danach drängt, den Gottesdienst in der alten Form wiederaufleben zu lassen. Sonst ist das bei uns aber
kein Thema.“
Aus einem Artikel der in Bremen erscheinenden Tageszeitung ‘Weser Kurier’.
Es geht um Inhalte
„Pfarrer Winfried Holtgreve, Leiter des Pastoralverbundes Lünen Süd-Ost, spricht ein klares Contra
gegen die Alte Messe: »Es geht den Traditionalisten nicht primär um die Sprache, sondern um Inhalte,
da müssen wir aufpassen, daß wir nicht hinter die Zeit zurückfallen.«“
Aus einem Artikel der Tageszeitung
‘Ruhr Nachrichten’ vom 10. Juli.
Schlechter Lateinschüler
Hw. Schitterer, der deutsche Papst liebt
Latein. Sie auch?
„Ich war in Latein nie so gut, daß ich große Sehnsucht danach habe. Aber es gibt
Gottesdienste, an denen wir auch heute immer wieder mit lateinischen Texten konfrontiert werden.“
Der
Stadtpfarrer von St. Peter in Bad Waldsee, Hw. Richard Schitterer (66), im Gespräch mit der ‘Schwäbischen
Zeitung’.
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33 Lesermeinungen
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Des Pudels Kern… H.H. Pfarrer Holtgreve meint, dass es uns Tradis nicht vornehmlich um die Sprache,
sondern um die Inhalte der Liturgie (sprich: Messtexte) geht. Er hat recht!!
@Desperatus / Darum heißt es ja auch Häresieverdacht. Die Intention des Gesagten läßt sich aber erschließen,
nämlich, wieso ein Geistlicher dazukommt, so eine Bedingung zu fordern – die Aussage klingt wenig gemeindefreundlich.
@Rudolfus, Häresieverdacht Verbaliter hat besagter Priester Ministranten keineswegs ausgeschloßen; ob
er es intentionaliter tat, können weder Sie noch ich beantworten. Während jener Feier der Heiligen Messe
standen übrigens nur Ministranten am Altar. Im Übrigen: Sie sprachen von weiblichen Ministarntinnen.
Damit stellt sich mir die Frage, was weibliche Ministranten und was männliche Ministrantinnen sind. Was
Sie unter männlichen Ministranten verstehen, kann ich mir erschließen.
@Romulus / Die Riten „ordinarius“ und „extraordinarius“ Der volle Dienst an den Menschen ist ein wesentlicher
Teil der Berufung als Apostel Christi und als Diener der Kirche, und sollte vorausgesetzt werden. Dies
hat aber wenig zu tun mit dem Ritus ordinarius und dem Ritus extraordinarius, in denen die hl. Messe und
die Sakramente gefeiert werden.
@Desperatus / Ministrantinnen statt Ministranten Das ergibt sich doch aus der Aussage des Gemeindepfarrers,
wenn er ausdrücklich weibliche Ministrantinnen für den alten Ritus extraordinarius als Bedingung stellt.
Ministrantinnen sind eine Neuerung, und wer ausschließlich Ministrantinnen fordert, steht in einem Neuerungsgeiste,
der die Ministranten ablehnt.
@Rudolfus – Ausbildung Wer die tridentinische Messe feiern will, muss mindestens genauso bereit sein,
in seiner Ausbildung in einem Heim für schwererziehbare Jungen oder in einem Altersheim oder in einem
Hospiz oder in einem Krankenhaus seinen tätlichen christlichen Dienst zu leisten.
Der rechte katholische Glaube als Nichtnormalfall Zitat: Diese Typen – die allein vom Alter her nie die
tridentinische Messe als Normalfall kennengelernt haben – wollen die Messe nicht, weil sie besonders gottesfürchtig
wären, sondern weil es – in der Regel – selbstverliebte Schnösel sind, die auf pastoralem Gebiet einfach
nur Nieten sind. Was diese Typen anzieht ist barocke Pracht, Macht über andere und das Herumdrücken
um eine gute theologische Ausbildung. Gut, daß Sie da so ein sicheres Urteil haben und sicherlich auch
bereits das Gegenmittel für diese „Typen“ wissen: Die vielen guten (aber doch seltsamerweise leeren)
Diözesanseminare und Klöster im Geist des Pastoralkonzils der 1960er-Jahre.
selbstverliebte Schnösel Diese Typen – die allein vom Alter her nie die tridentinische Messe als Normalfall
kennengelernt haben – wollen die Messe nicht, weil sie besonders gottesfürchtig wären, sondern weil
es – in der Regel – selbstverliebte Schnösel sind, die auf pastoralem Gebiet einfach nur Nieten sind.
Was diese Typen anzieht ist barocke Pracht, Macht über andere und das Herumdrücken um eine gute theologische
Ausbildung. Leider wahr!
Pastorale Nieten In zahlreichen Priesterseminarien wollen mehr als die Hälfte der Alumnen die Alte Messe
Das glaube ich gerne. Diese Typen – die allein vom Alter her nie die tridentinische Messe als Normalfall
kennengelernt haben – wollen die Messe nicht, weil sie besonders gottesfürchtig wären, sondern weil
es – in der Regel – selbstverliebte Schnösel sind, die auf pastoralem Gebiet einfach nur Nieten sind.
Was diese Typen anzieht ist barocke Pracht, Macht über andere und das Herumdrücken um eine gute theologische
Ausbildung.
Hoherpriester Michael Der deutsche Mons. Michael Schmitz, – Oberer des altgläubigen Institutes Christuskönig
und Hoherpriester in den USA- in einem Interview mit der römischen Monatszeitung ‘Inside the Vatican’
Was ist ein Hoherpriester? Wusste nicht, dass es die noch gibt? Und warum hat die USA Hohepriester?
@Desperatus / Dieser Geistliche ist mehr als häresieverdächtig und sicherlich ein Modernist. Alle Irrlehrer
leugnen ein Dogma und sind somit exkommuniziert.
#14 Desperatus † 23:39:02 | Sonntag, 15. Juli 2007
Stufengebet Ich habe einen Priester am Ende der Heiligen Messe vor der ganzen Gemeinde sagen gehört,
daß er gerne bereit sei, im Ritus von 1962 zu zelebrieren, wenn er vier Ministrantinnen hätte, die das
Stufengebet und das Suscipiat auswendig können.
@Juhuben C. / Die Neue Messe und der Geist des Pastoralkonzils Paul VI war überzeugt, dass der NOM dem
Geist des Konzils besser gerecht würde als die tridentinische Liturgie. Damit hatte Papst Paul VI. wohl
recht – was den „Konzilsgeist“ und die Neue Messe betrifft. Die Früchte des Konzilsgeistes und der Neuen
Messe sind ein und dieselben.
wie auch immer… die spreu wird sich jetzt vom weizen trennen und dafür kann und muß man dem deutschen
papst ewig dankbar sein. das es gerade ein deutscher papst ist der hier nach soviel geschehenem unrecht
recht tut, daß ist erfreulich, daß ist ermutigend, das setzt zeichen überall wo kirche noch kirche
sein will. es schauen viele von ausserhalb auf deutschland und nicht nur in diesen tagen. dieser akt gesetzt
von einem deutschen, wird noch für so vieles gut sein. nach vielen jahren der trennung im politischen
bereich, ist es uns deutschen gelungen mauern einzureißen, während sie anderswo um so höher und länger
erbaut werden. während die sich-der-weltöffner nicht müde werden sicherheiten aufzuweichen und vereintes
zu trennen, versucht der heilige vater trennung zu überwinden , sicherheit zu geben und macht angebote.
ein brückenbauer wie er im buche steht! Gott, sei Dank !!!
Oh, oh, was lese ich da? Ein zweiter großer Meßmarkt sind junge Familien. Ich kann mir nicht helfen,
aber das ist doch ziemlich seltsam – oder einfach nur entlarvend. Geht’s da wirklich noch um „leiturgia,
diakonia und caritas“ als Feier und Ausdruck christlichen Selbstverständnisses, oder wird hier die Eucharistiefeier –
gleich welcher Ritus – nicht eher zum Austragen partikularer „Eigen“-Interessen missbraucht? Irgendwie
beschämend! Naja, zumindest geht’s dem Autor wie den evangelischen Christen – mit diesem Liturgieverständnis
dürfte er wohl auch NICHT mehr KIRCH(E)lich sein.
@Krak und die Widersacher der Messe werden nicht ruhen und keinen quadratmeter freiwillig räumen. Sie
werden lieber die Seminarien schließen als deren Rückkehr zur Alten Messe akzeptieren, lieber die Kirchen
abreißen als den Alten Ritus dort hören. Lieber die Bücher verbrennen als sie zu verschenken. Sicher –
dieser Ritus hat eine ungeheure Macht und seine Widersacher werden sich mit derselben Wucht aufreiben,
mit der sich die antiken Großreiche gegen die friedliche Christianisierung vergeblich aufgebäumt haben.
Wenn man bedenkt, dass anfangs nur ein einzger Bischof Werkzeug war, der im Glauben diese Messe las und
predigte gegen alle Hoffnung hoffte.
Rudolfus: dem Geist des Konzil besser gerecht Paul VI war überzeugt, dass der NOM dem Geist des Konzils
besser gerecht würde als die tridentinische Liturgie. Für ihn war die Liturgie ein Mittel sich verständlich
zu machen. Besorgen Sie sich einmal seine Predigt sur Fastenzeit 1958. Das liturgische Institut in Trieer
besitzt sie
@Sirilo / „Meßmarkt“ Die freie Welt bringt auch den Wettbewerb der Religionen. Ganz ohne irdische Maßstäbe
kommt die Kirche auf Erden nicht aus. „Meßmarkt“ könnte aber nie ein lehramtliches Vokabular sein.
Mons. Bugnini und das liturgische Machwerk des Teufels Der Cartoon ist jedenfalls sehr zutreffend. Es
wird behauptet, Papst Paul VI. wäre nach Jahren hinter Mons. Bugninis Freimaurerlogenmitgliedschaft gekommen
und hätte ihn zur Strafe als Botschafter in den Iran geschickt. Paul VI. war aber bis zum Schluß vom
Guten seines „Liturgiemachwerkes“ im wörtlichen Sinn überzeugt.
verräterische Sprache „…da müssen wir aufpassen, daß wir nicht hinter die Zeit zurückfallen.“ Wer
so redet, kann eigentlich nur dem Zeitgeist dienen, nicht dem Hl. Geist.