Es wird immer deutlicher, daß der ökumenische Dialog seit Jahrzehnten an der Wahrheit vorbei geführt wurde. Jetzt kommt der große Katzenjammer.
Bischof Wolfgang Huber
(kreuz.net) In einem Interview mit der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ äußerte sich der evangelische
Landesbischof Wolfgang Huber am 13. Juli zum jüngsten Dokument der Glaubenskongregation über Fragen
zur Ekklesiologie.
Huber bezeichnet das Dokument als einen „Rückschritt“.
Er hält es für bedenklich,
daß die Aussagen des „umstrittenen Dokuments ‘Dominus Jesus’ aus dem Jahr 2000“ darin einfach wiederholt
werden, obwohl es damals eine intensive innerkatholische und ökumenische Diskussion gegeben habe.
Das
jüngste Dokument lasse „einen tieferen Sinn für die Relativität des eigenen Standpunkts“ vermissen.
Der Frage, ob die evangelischen Kirchen überhaupt Kirche sein wollen, so wie die katholische Kirche
sich definiert, weicht Huber aus:
„Hier geht es nicht darum, wie die katholische Kirche »sich« definiert,
sondern darum, daß sie diese Definition absolut setzt“, predigt Huber zum zweiten Mal den protestantisch-theologischen
Relativismus.
Zum Begriff der Kirche meint er: „Wir sind fest überzeugt: Eine Kirche, in der das Evangelium
auf rechte Weise gepredigt und die Sakramente auf rechte Weise verwaltet werden, ist Kirche in vollem
Sinn.“
Die theologischen Implikationen dieser Aussage diskutiert Huber nicht.
Statt dessen stört er
sich ein drittes Mal daran, daß das Dokument der Glaubenskongregation „die katholische Auffassung von
Kirche absolut setzt, zur Norm erklärt“ und angeblich „von den anderen erwartet, daß sie sich diese
Definition zu Eigen machen.“
Er hätte sich damit zufrieden gegeben, wenn die Glaubenskongregation erklärt
hätte, daß die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen „nicht Kirchen in dem hier vorgesetzten
Sinn“ oder „Kirchen anderen Typs“ seien.
Auf die theologische und logische Problematik eines vieldeutigen
Kirchenbegriffs geht er nicht ein.
Dafür erklärt er, daß in der Ökumene – mit den Protestanten –
ein Weg gefunden werden müsse, der zum Beispiel die Anerkennung des päpstlichen Primats, der Unfehlbarkeitslehre
und die Bindung der Apostolizität der Kirche an die bischöfliche Amtssukzession nicht zur unumgänglichen
Voraussetzung der „ökumenischen Verständigung“ mache.
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75 Lesermeinungen
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Liebes Pünktchen, eins steht fest, als modernistischer katholischer Bischof wäre der anglikanische Bischof
Robert Forsyth nicht zu gebrauchen, weil er in der Lage ist einen klaren Gedanken zu fassen und dann auch
noch zu formulieren.
#74 Pünktchen 21:08:11 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Folgende Meldung ist von kath.net übernommen www.kath.net/detail.php?id=17329: Der anglikanische Bischof
Robert Forsyth von Sydney hat in einer Reaktion auf das Schreiben der Glaubenskongregation vom 10. Juli –
KATH.NET berichtete – über das Wesen der Kirche mit Gelassenheit reagiert wie „ABC“ berichtet. „Es gibt
keinen Grund zur Beunruhigung, der Papst ist nun einmal der Papst.“, sagte Forsyth und betont weiters:
„Meine Antwort darauf ist, dass er Papst eben Katholik ist, er bestätigt lediglich die katholische Glaubenslehre.
Dies wurde bereits seit 400 Jahren so gesagt. Ich glaube nicht, dass es wahr ist, was er sagt. Ich bin
einerseits traurig, das zu hören, andererseits, wieso sollte ich darüber überrascht sein, dass der
Papst den katholischen Glauben verkündet?“ Leider war einem Bischof Huber diese rationale Haltung/Bewertung
nicht möglich! Stattdessen verwickelt sich Huber in selbstwidersprüchliche Aussagen zum Charakter von
Glaubenssätzen. S. mein posting unten vom Sonntag, 15. Juli 2007, 10:42 Uhr!
#73 Schopenhauer 17:49:42 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Rudolfus und darum Preußen auch nach der Kapitulation fast völlig vernichtet hat, so wie dies in Europa
noch nie geschehen ist Preußen wurde den Nazis vernichtet. Kurz vor der Machtergreifung wurde die letzte
wirkliche Bastion der Weimarer Republik geschleift. Nämlich die von Otto Braun geführte SPD Regierung
in Preußen. Das war das de facto Ende Preußens und der Weimarer Republik. Daß Preußen dann noch ein
bißchen gnadenhalber weiterleben durfte bis ‘45 hat keine wirkliche Bedeutung mehr.
@Pünktchen / Die wahre Ökumene ist die römisch-katholische Kirche Die katholische Weltkircheist die
verwirklichte Ökumene! Sie repräsentiert über die Hälfte der Weltchristenheit. Der Weltkirchenrat,
dem die katholische Kirche aus gutem Grunde nicht angehört, ist die reine Hoffnung auf eine Ökumene,
deren Erfüllung von der römisch-katholischen Kirche vorgelebt wird: eine Herde unter einem Hirten! Eine
wahre Ökumene kann nur die Heimholung der übrigen Christen sein, nämlich zum Stellvertreter Christi
auf Erden, dem Petrusnachfolger und Bischof von Rom. Christentum allgemein: 2,1 Milliarden Erdenbürger
(davon 1,1 Milliarden Katholiken) Zu bedenken ist, daß die katholische Kirche bis 1962 die erfolgreichste
und missionarischste Religion der Welt war (Kirchenzerstörung durch den Ungeist des II. Vaticanums [1962-1965]
und durch den Konzilspapst Paul VI. [1963-1978]).
…und wir sollten darum beten… Rassentrennung und Rassenvernichtung ist somit ein typischer Teil der
britischen Geschichte. …dass die kontinentale Drift dieses bisschen England schon bald viel viel näher
an Amerika heran schiebt.
@Schopenhauer / Die römisch-katholische Religion in den USA Eine davon ist die Kath. Kirche. Kulturell
prägen konnte sie die USA aber mit Sicherheit nicht. Die wesentlichere Prägung hat die US-Nation selbst
wegen der Bedeutung des Protestantismus’ in der Geschichte der USA sicherlich vom reformierten Christentum
erhalten. Die katholische Kirche hat aber auch einen bedeutenden Einfluß auf viele Teile der US-Nation,
da die Katholiken eine völlig eigene Schul- und Krankenhausinfratstruktur aufgebaut haben, die bis heute
eine wichtige Rolle spielt. Außerdem sind alle US-Städte mit spanischen Namen Katholikengründungen
oder sogar ehemalige katholische Missionsstationen, die die USA den Lateinamerikanern, insbesonders den
Mexikanern, geraubt haben. Zusätzlich haben die USA ihre Ureinwohner systematisch ausgerottet und die
Afrikaner versklavt, sodaß die protestantische Prägung sich auch äußerst negativ in der Geschichte
der USA ausgewirkt hat. Es gab auch in den USA bereits Ureinwohnerstämme, die die katholische Religion
angenommen hatten. Rassentrennung und Rassenvernichtung ist somit ein typischer Teil der britischen Geschichte.
@Schopenhauer / Die Bedeutung der protestantischen Religion und Kultur in den USA ist auch nicht zu leugnen.
Die Gläubigkeit der Protestanten in den USA hat sogar einen sehr positiven Einfluß auf die Gläubigkeit
der Katholiken in den USA, sehr ähnlich wie auch die Evangelischen im katholischen Bayern nachweislich
konservativer und gläubiger dastehen als die Protestanten in Deutschland außerhalb Bayerns. Die geeinte
BRD ist zweifellos der Nachfahre des ehemaligen preußisch-deutschen Kaiserreiches, die alte Bonner BRD
war aber überwiegend katholisch geprägt und auch nicht-preußisch geprägt. Das 1871 gegründete preußische
Deutsche Reich ist leider am Britischen Weltreich gescheitert, das in Berlin ein Karthago gesehen hat
und darum Preußen auch nach der Kapitulation fast völlig vernichtet hat, so wie dies in Europa noch
nie geschehen ist, und in einer Weise, die an die Apokalypse erinnert.
#66 Schopenhauer 22:49:07 | Dienstag, 17. Juli 2007
@ Rudolfus Die USA definieren sich nicht als protestantisches Land, sondern als ein Land der persönlichen
Religionsfreiheit und der Konfessionslosigkeit des Staates. Sicher. Auf der Ebene von Gesetzestexten und
Verfahrensweisen. Aber die protestantische Religion und die mit ihr verbundene Kultur (insb. eben die
Tatsache daß viele Protestanten aus papistischen Ländern aufgrund ihres Glaubens vertrieben wurden)
hat die USA ohne Zweifel tief geprägt. Die Katholiken sind in den USA zudem die zahlenmäßig größte
Religionsorganisation. Ein Grund warum Ökumene in den USA eine geringere Bedeutung hat als in Dtl liegt
schon darin, daß es in den USA keine „Evangelische Kirche“ gibt. Der evangelische Bereich ist in tausenderlei
Gruppierungen zersplittert. Es stehen sich also nicht wie in Dtl. zwei große Konfessionen gegenüber
sondern viele kleine. Eine davon ist die Kath. Kirche. Kulturell prägen konnte sie die USA aber mit Sicherheit
nicht. Das Bismarck’sche Preußen und dessen Deutsches Reich ist auch schon Geschichte. Der von Bismarck
gegründete Nationalstaat existiert selbstverständlich noch heute.
@Schopenhauer / Die Katholiken in den USA als größte Religionsorganisation Die USA definieren sich nicht
als protestantisches Land, sondern als ein Land der persönlichen Religionsfreiheit und der Konfessionslosigkeit
des Staates. Die Katholiken sind in den USA zudem die zahlenmäßig größte Religionsorganisation. Das
Bismarck’sche Preußen und dessen Deutsches Reich ist auch schon Geschichte.
#64 Schopenhauer 22:21:58 | Dienstag, 17. Juli 2007
@ Vorposter 2/3 der deutschen Reichsbürger sollen evangelisch gewesen sein – das kommt mir etwas übertrieben
vor. In Kaiserreich lebten – wenn ich mich recht entsinne – grob geschätzt um die 30 Mio. Evangelische,
ca. 17 Mio. Katholiken und ungefähr eine halbe Million Juden. Wäre der Anteil der Katholiken größer
gewesen, wäre Bismarcks Kulturkampf auch kaum möglich gewesen. Der Ökumenismus in den USA und in Deutschland
Die USA definieren sich ja geradezu als Land der Protestanten. Schon mal was von WASP gehört? White Anglo-Saxon
Protestants? Sowas wie die Leitkultur in den USA. Was die unterschiedlichsten Gruppierungen in den USA
zusammen schweißt ist das Bewußtsein aus dem papistischen Europa mehr oder minder gewalttätig vertrieben
worden zu sein. Was soll das Ziel eines Dialoges sein? Der Kompromiß? Ich bin kein Christ. Worüber sie
reden ist mir egal, Hauptsache diese Heinis reden überhaupt miteinander. Die Themen erscheinen mir alle
gleichermaßen absurd. Kriterium wofür? Tun Sie doch nicht immer so scheinheilig und unwissend. Sie wissen
genau, daß Konfession noch vor 50 Jahren wichtig war – von der Jobsuche bis zur Hochzeit. Behaupten Sie.
Beleg? Dieser Artikel? der keine Anzeichen in sich trägt, in einen bewaffneten Konflikt umzuschlagen.
Was wir der „Diktatur des Relativismus“ zu verdanken haben. In Deutschland ist heute – zum Glück – eben
jede Meinung – und sei es auch die päpstliche – ziemlich relativ. Auch wenn das den alten Säcken im
Vatikan nicht passt!
#63 ExProtestante 15:58:58 | Dienstag, 17. Juli 2007
Bezeichnend Wie schon der an der Evangelischen Fakultät in Heidelberg lehrende Neutestamentler Prof.
Berger in seinem Buch „ Wieviel Modernismus verträgt Religion?“ feststellte, wird die Ökumene nicht
ehrlich geführt. Die Katholiken kommen immer entgegen (Rechtfertigungslehre 1999) und geht zum Teil schon
über das Erlaubte hinaus (was nicht wenige zur Kenntnis nehmen und daher fern bleiben…) Haben wir schon
einmal erlebt, dass protestantische Gemeinschaften der Katholischen Kirche entgegenkamen? Stattdessen
haben Konzilspriester die katholische Kirche zu einem Wirsindallelieb-Verein umfunktioniert. Als ehem.
Protestant muss ich kilometer weit fahren um eine würdige Heilige Messe und eine unverkürzte Theologie
zu hören. Die Früchte werden nun geerntet. Die Priesterseminare haben sich geleert, da nur noch eine
Leere vorzufinden war. Eine geistige Leere! Mittlerweile haben viele Bischöfe geschaltet und neues entsteht.
Beten wir für unsere Heilige Kirche auf Erden!
stat crux Legen Sie mir nichts in den Mund, was nicht gesagt wurde! Die katholische Kirche ist ökumenisch,
insoweit sie „katholisch“ ist. „Römisch“ ist sie außerdem. Wie schon die unierten Kirchen beweisen,
kann man den Bischof von Rom als Inhaber des Petrusamtes anerkennen, ohne römisch-katholisch zu sein,
nicht aber ohne katholisch zu sein!
@Pünktchen Genau das (Romanitas=Oikoumene) meinen die responsa ad quaestiones der Glaubenskongregation
nicht! Auch die katholische Kirche leidet an dem Defizit, dass nicht „alle eins“ sind. Nach kath. Auffassung
ist das jedoch ein Mangel an Universalität, kein Mangel an Identität.
@Pünktchen / Anteil der Katholiken an der Weltchristenheit Sind nicht ohnehin 2/3 der Christen weltweit
Katholiken? Wozu soll der Großteil der Katholiken „ökumenistisch“ auf die christlichen Irrlehrer in
seiner authentischen Lehrverkündung Rücksicht nehmen?
Die katholische Weltkirche ist die verwirklichte Ökumene! Sie repräsentiert über die Hälfte der Weltchristenheit.
Der Weltkirchenrat, dem die katholische Kirche aus gutem Grunde nicht angehört, ist die reine Hoffnung
auf eine Ökumene, deren Erfüllung von der römisch-katholischen Kirche vorgelebt wird: eine Herde unter
einem Hirten!
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 10, 34 – 11, 1 In jener Zeit sprach Jesus zu
seinen Aposteln: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen,
um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien
und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen
eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig,
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf
sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren;
wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf,
und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein
Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter
ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches
Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen
Lohn kommen. Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten
zu lehren und zu predigen.
Der Ökumenismus wird hoffentlich bald nur noch eine Fußnote in der Kirchengeschichte sein da in seinem
Wesen um des Lieben Friedens willen der faule Kompromiss mit Irrtümern eingegangen wird. Ich bin zutiefst
der Überzeugung dass unter Ökumenismus wieder mal ein verdeckter Angriff auf Christus läuft da dieser
von allen anderen Religionen als Gott geleugnet wird und somit der katholische Glaube gezwungen werden
soll ihn zu relativieren.
@ Schopenhauer Denn wenn es nach dem Papst gegangen wäre, dann würde heute noch ein solches Klima herrschen.
Behaupten Sie. Beleg? Weil ich keine Lust habe als Atheist in einem Land zu leben in dem sich Menschen
prügeln oder sich gegenseitig die Kirchen anzünden nur weil der andere eine andere Konfession hat. Wir
brauchen hier keinen Irak. Ich bin einigermaßen fassungslos, über die Panik, die Sie hier verbreiten.
Hier geht es um einen theologischen Disput, der keine Anzeichen in sich trägt, in einen bewaffneten Konflikt
umzuschlagen. Was bezwecken Sie mit diesem Unsinn? Aber wenn es nach dem Papst ginge dann wäre Konfessionszugehörigkeit
wieder ein enorm wichtiges Kriterium. Kriterium wofür? Die müssen ja irgendwo hingekommen sein… Kann
sein, dass viele Konfessionlose Protestanten waren, weil es die meisten Konfessionlosen im Osten gibt.
26 Mio werden es dennoch kaum sein. Und: Was soll es eigentlich bringen, bei einem Mitgliedervergleich
die Ausgetretenen hinzuzurechnen? Hier buhlt niemand um Anerkennung und auch nicht um „Anerkennung“. Wie
würden Sie das denn nennen. Diaolog als Zeichen der Schwäche! Wieso Dialog? Pünktchen hat auf die ekklesiologische
Position abgestellt. Huber hat von prot. Theologen für seine Aussagen kräftig Prügel bezogen. Es ist
doch absurd, dass die Protestanten als sichtbare Kirche anerkannt werden wollen, wo ihre Urväter eine
sichtbare Kirche wie Papstkirche als teuflisch gebrandmarkt haben.
@Schopenhauer / Der Ökumenismus in den USA und in Deutschland Ein gemischtkonfessioneller Staat ohne
Ökumene muß kein Hindernis für die Einheit einer Nation sein. Für eine Einheit als Nation ist kein
Ökumenismus notwendig. Es ist nur religiöse Toleranz notwendig, die den Bürgern ihre Konfessionsfreiheit
beläßt. Diese war leider im alten Europa und im alten Deutschland, dem Hl. Römischen Reich Deutscher
Nation, nicht gegeben, weswegen es auch zum 30jährigen Religionskrieg im Hl. Römischen Reich und in
Deutschland kam. Das protestantische Preußen war hier dem Rest Europas und dem Hl. Römischen Reich klar
voraus, zumindest das Nicht-Bismarck’sche Preußen der Vergangenheit.
@ Schopenhauer2 Er betont nur (und völlig zurecht!), daß man mit dieser Haltung keinen Dialog führen
kann. Das kommt ganz darauf an, was Sie unter Dialog verstehen. Was soll das Ziel eines Dialoges sein?
Der Kompromiß? Dann kann man mit dieser Haltung sicherlich keinen Dialog führen. Oder aber soll das
Ziel des Dialoges die Wahrheit sein, die von beiden Seiten als solche erkannt wird? Wenn die Wahrheit
das Ziel sein soll, dann muß sogar jede Seite mit der entsprechenden Haltung in den Dialog hineingehen.
Verträte nur ein Dialogpartner die Ansicht, daß es gar keine Wahrheit gäbe, dann könnte das Ziel nie
erreicht werden. Auch machte eine Wahrheitssuche keinen Sinn, wenn ein Dialogpartner sagte, daß er noch
keine Wahrheit gefunden habe, weil es dann keine Position gäbe, die er verteidigen könnte. Deshalb fordert
er zumindest die Realität insoweit anzuerkennen, daß man zugibt, daß andere Kirchen andere Meinungen
vertreten. Wenn sie die Meinung der protestantischen Gemeinschaften nicht ernst nähme, dann hätte sie
die Protestanten in der Vergangenheit nie für ihre Irrtümer verurteilen können. Verurteilen kann man
nämlich nur jemanden, den man mit seiner Meinung ernst nimmt. Und wegen mir könnt Ihr Deppen euch getrost
gegenseitig die Schädel einschlagen für euren depperten Jesus. Erfüllt diese Äußerung die von Ihnen
aufgestellten Voraussetzungen für einen Dialog? Wo sagt der Papst das? Wo sagt er das Gegenteil?
@Schopenhauer / Die Evangelischen im Deutschen Reich Die Vorfahren der meisten davon waren evangelisch.
Im Kaiserreich waren mehr als zwei Drittel der Deutschen evangelisch. Die müssen ja irgendwo hingekommen
sein… 2/3 der deutschen Reichsbürger sollen evangelisch gewesen sein – das kommt mir etwas übertrieben
vor. Selbst das Königreich Preußen hatte sich katholische Länder einverleibt, und es hatte auch eine
polnische und katholische Minderheit. In der heutigen Bundesrepublik Deutschland ist das Verhältnis evangelisch:katholisch
etwa 50:50. In der alten Bonner BRD hatten aber die Katholiken die Mehrheit.
@ Benedikt Was hat das mit der Ausgangsaussage zu tun? Der Punkt ist, dass die Gesellschaft heute säkularisierter
ist. Wegen ökumenischen Verstimmungen prügeln sich heute keine Landsmannschaften mehr. Das hat alles
mit der Ausgangslage zu tun. Denn wenn es nach dem Papst gegangen wäre, dann würde heute noch ein solches
Klima herrschen. Mit seinem Geschreibsel versucht er dieses Klima wieder herbeizureden. Und nun erklären
Sie mir was Dtl. davon haben soll? Warum sind Sie enttäuscht, wenn ein bereits bekannter Standpunkt erneut
vertreten wird? Weil ich keine Lust habe als Atheist in einem Land zu leben in dem sich Menschen prügeln
oder sich gegenseitig die Kirchen anzünden nur weil der andere eine andere Konfession hat. Wir brauchen
hier keinen Irak. Natürlich hat Deutschalnd eine historische Basis, nur warum beruht diese vor allem
auf dem wwilhelminischen Kaiserreich und nicht zB auf der Weimarer Republik? Hab ich das behauptet? Mir
ist die Weimarer Republik lieber als das Kaiserreich. Aber wenn es nach dem Papst ginge dann wäre Konfessionszugehörigkeit
wieder ein enorm wichtiges Kriterium. Und das fände ich scheiße! Und ich Esel dachte, in den letzten
Jahren wären soviele ausgetreten Ich sagte Konfessionslose! Die Vorfahren der meisten davon waren evangelisch.
Im Kaisserreich waren mehr als zwei Drittel der Deutschen evangelisch. Die müssen ja irgendwo hingekommen
sein…
@Evangelische und Katholiken in Deutschland Es wurde bereits mehrfach darüber berichtet, auch im Fernsehen,
daß die Evangelische Kirche in den ehemaligen DDR-Ländern Konfessionslose, die aber evangelisch getauft
wurden, mit allen Mitteln in den Staatsdateien aufgespürt hat, um die Kirchensteuer von ihrem Einkommen
insgeheim anzuzapfen. Der Fall wurde aber bekannt. Gleichzeitig hat Papst Benedikt XVI. ein Dekret erlassen,
daß es Katholiken erlaubt, sich vor dem Staat als ohne Bekenntnis zu deklarieren, und vor der katholischen
Kirche weiter als katholisch zu gelten. Es besteht also keine Religionsmeldepflicht für die Katholiken
vor dem Staat – lt. Papst Benedikt XVI. sind sie aber kirchenintern als Katholiken zu rechnen.
Ob „Schopenhauer“ eigentlich bewußt ist, daß er den Anspruch der EKD,„Kirche“ im Vollsinne zu sein,
kräftig untergräbt? Zitat: Wenn Sie die ehemals evangelischen Konfessionslosen dazu zählen, dann sind
es tatsächlich zweimal so viel… Und noch mal soviel Konfessionslose die zum größten Teil früher
evangelisch waren. Ja, es stimmt, „Schopenhauer“, der Blick auf die Statistiken (Gottesdienstbesuche,
Kirchenaustritte, Taufen, Spendenaufkommen, karitative Dienste, …) muß für die Protestanten sehr deprimierend
sein. Die ehemals evangelischen Gebiete sind überwiegend dem Atheismus anheimgefallen. Und der Protestantismus
hat allen Anlaß sich zu fragen, warum er so vergleichsweise schlecht dasteht, obwohl doch Frauenordination,
Theologenüberschuß, „liberalere“ Auffassungen in fast allen ethischen Bereichen denZeitgeistern so angenehm
erscheinen dürften… Ja, warum wohl ist das so…
@ Schopenhauer Wenn Sie die ehemals evangelischen Konfessionslosen dazu zählen, dann sind es tatsächlich
zweimal so viel. Es gibt also 52 Mio Protestanten in Deutschland? Zusammen mit den Katholiken sind das
dann 78 Mio bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 82 Mio und einer beträchtlichen Anzahl an Muslimen.
Und ich Esel dachte, in den letzten Jahren wären soviele ausgetreten^^ Leben Sie in einem geschichtslosen
Land? Natürlich hat Deutschalnd eine historische Basis, nur warum beruht diese vor allem auf dem wwilhelminischen
Kaiserreich und nicht zB auf der Weimarer Republik? Etwa an die Marsmenschen? Schopenhauer, Sie haben
das Dokument ja gar nicht gelesen! Die Aussagen des Dokuments sind in der Tat entäuschend. Subjektiv
enttäuschende Aussagen belegen keine Inkompetenz. Warum sind Sie enttäuscht, wenn ein bereits bekannter
Standpunkt erneut vertreten wird? Glauben Sie das war ein Verdienst des Papstes oder des Vatikan? Was
hat das mit der Ausgangsaussage zu tun? Der Punkt ist, dass die Gesellschaft heute säkularisierter ist.
Wegen ökumenischen Verstimmungen prügeln sich heute keine Landsmannschaften mehr.
@ Pünktchen Umso erstaunlicher ist es nun, daß man nun – hunderte Jahre später – und im Widerspruch
zur eigenen Selbstermächtigung von ehedem, nun wieder bei der katholischen Kirche um „Anerkennung“ buhlt.
Hier buhlt niemand um Anerkennung und auch nicht um „Anerkennung“. Es geht hier darum daß der Papst wie
ein Autist die Welt um sich nicht wahrnehmen will. Das ist mehr als auffällig und spiegelt im übrigen
die theologische und kirchliche Krise wider, in der sich die EKD befindet. Diaolog als Zeichen der Schwäche!
Typisch Fanatiker! Das hätte Osama Bin Laden nicht besser formulieren können! Wer reden will ist ein
Schwächling! und entsprechend dem Selbstverständnis der diversen Oraganisationen pauschal von „Kirchen“
spricht, interkonfessionelles Kapital zu schlagen. Wenn Sie ein bißchen über Ihren eigenen engen Horizont
hinausschauen würden, dann würden Sie wissen, daß es in den Evangelischen Kirchen genauso viele Haßprdeiger
gibt wie Sie. Es gibt dort genügend Leute die lieber heute als morgen jede Ökumene beerdigen würden.
Einschlägige Websites die qualitiativ leicht mit Kotz und Kot Net mithalten können belegen das zu genüge.
Man hat nur die Wahl zwischen Reden oder sich die Köpfe einschlagen. Ihr H A ß auf alles was Sie nicht
verstehen ist allgemein bekannt.
@Pünktchen: „Die Kirche“ haben Sie so schön geschrieben! Da haben Sie diesmal Recht! Es handelt sich
aber um keine Deutungshoheit, sondern nur um eine Deutungsfreiheit der römisch-katholischen Kirche. Daß
die römisch-katholische Kirche die Ev. „Kirche“ nicht als Kirche im Vollsinne anerkennt, ist der römisch-katholischen
Kirche freigestellt, So weit, so gut! sowie ein Mediziner einen Medizinmann nicht als Mediziner anerkennen
muß, auch wenn der für sich reklamiert, er habe aber eigene Kriterien für den Begriff „Mediziner“…
Liebes Pünktchen! Wann kapieren Sie endlich, dass man so nicht ernsthaft diskutieren kann. Die eigene
Rechtgläubigkeit dadurch hervorheben zu wollen, dass man andere Meinungen herabzuwürdigen versucht,
ist nicht gerade des Intellekts letzter Schluss. Die kath. Kirche ist nicht der heilende und rettende
Arzt und die ev. Kirche nicht der Medizinmann, der unwirksamen Hokuspokus betreibt. In beiden Kirchen
gibt es viele Menschen, die versuchen, das Evangelium zu leben, weil sie dessen Botschaft als Gott gefällig
ansehen und ernst nehmen. In dem Umfeld, in dem ich lebe, wurde diese schroffe Absage an die Ökumene
mit der ev. Kirche sehr schlecht aufgenommen. Hier scheint doch der matte Abglanz der früheren Machtpolitik
durchzuschlagen, der außer einem Grüppchen von Hardlinern kaum mehr jemand folgt.
@Schopenhauer 2 / Deutschlands evangelische und katholische Siedlungen Staatskirchen sind in den heutigen
deutschen BRD-Ländern und auch in der Republik Österreich keine mehr vorhanden. In puncto praktizierende
evangelische und katholische Siedlungen sind im säkular-republikanischen Deutschland die katholischen
Siedlungen praktizierender. Die Evangelischen stehen aber in der Nähe von katholischen deutschen Siedlungen
und Staaten besser da, da sie von der katholischen Kultur besser beeinflußt werden, wie z.B. die Evangelischen
im Freistaat Bayern. Das Königreich Preußen unter Kanzler Bismarck hat die katholische Kirche in den
katholischen Gebieten unter preußischer Herrschaft verfolgt und wurde erst unter Kaiser Wilhelm II. tolerant
auch der katholischen Kirche gegenüber, so wie dies in einem gemischtkonfessionellen Deutschen Reich
die Staatspolitik sein sollte.
„Schopenhauer“-Sperling-Parzifal übersieht einen wichtigen Punkt! Um „Dialogpartner“ zu sein, müssen
die evangelischen Kirchentümer keineswegs zuvor von einer anderen Organisation als „Kirche“ im katholischen
Sinn anerkannt werden! Die protestantischen Kirchen haben sich im 16 Jh. im Zuge ihrer „Protestation“
tatsächlich vom katholischen Kirchenverständnis losgesagt. Umso erstaunlicher ist es nun, daß man nun –
hunderte Jahre später – und im Widerspruch zur eigenen Selbstermächtigung von ehedem, nun wieder bei
der katholischen Kirche um „Anerkennung“ buhlt. Das ist mehr als auffällig und spiegelt im übrigen die
theologische und kirchliche Krise wider, in der sich die EKD befindet. Wo schreibt der Papst denn: „Da
ist noch jemand anders, der hat diese und jene Meinung…“? Das macht der Papst eigentlich ständig: und
zwar zur besseren Kontrastierung des katholischen Standpunktes. Daß die evangelischen Kirchen sich als
„Kirchen“ in ihrem Sinne verstehen, ist bekannt, ebenso wie die Tatsache, daß die aus der Protestantion
hervorgegangenen Kirchentümer von den Katholiken, Orthodoxen und Altorientalen nicht als Kirchen anerkannt
sind. Das alles ist nicht neu, aber Bischof Huber versucht, aus dem allgemeinen Sprachgebrauch, der pragmatisch
über die verschiedenen Ansprüche und Definitionen hinwegsieht und entsprechend dem Selbstverständnis
der diversen Oraganisationen pauschal von „Kirchen“ spricht, interkonfessionelles Kapital zu schlagen.
@ Vorposter Können Sie das auch in Zahlen ausdrücken. Zweimal soviel? Dreimal? Wenn Sie die ehemals
evangelischen Konfessionslosen dazu zählen, dann sind es tatsächlich zweimal so viel. Wo ist denn diese
Basis? Leben Sie in einem geschichtslosen Land? Im übrigen richtete sich das Schreiben nicht an die Protestanten.
Etwa an die Marsmenschen? Sind die Aussagen des Dokuments falsch? Die Aussagen des Dokuments sind in der
Tat entäuschend. Die 50er sind lange vorbei. Glauben Sie das war ein Verdienst des Papstes oder des Vatikan?
Nein, das ist mir neu. Meines Wissens nach haben wir in Dtl. fast genau 50:50 Protis und Kathos. Und noch
mal soviel Konfessionslose die zum größten Teil früher evangelisch waren.
@ Rudolfus Nach dem Dreißigjährigen Krieg war Dtl (und ist es bis heute) de facto geteilt in evangelisches
Preußen und kath. Österreich. Bismarck hat die süddeutschen Länder zu Preußen geschlagen und damit
das Zweite Kaiserreich begründet. Ein erklärtermaßen evangelisches Reich mit starker Aversion gegen
seine kath. Minderheit und mit evangelischem Kaiserhaus. Daraus ist das heutige Dtl entstanden. Allein
aus den Erfahrungen der Teilung in Nord-Süd, Preußen-Österreich, kann man erkennen wie wichtig die
Ökumene gerade für Dtl. ist. Aus den Erfahrungen des Kulturkampfes kann man erkennen wie sehr gerade
die dt. Katholiken auf die Toleranz der evangelischen Mehrheit angwiesen sind. Es soll sich doch niemand
einbilden die Evangelischen seien weniger intolerant als die Katholiban. Wie man in den Wald schreit so
halt es zurück und es könnte ungemütlich werden wenn ein Bischof Huber die antipäpstlichen Schmähreden
eines Luther wieder auspackt. Obwohl – Haßpredigern wie Pünktchen und Konsorten die lieber Deutschland
in Feuer und Flammen untergehen sehen würden als einem Evangelischen die Hand zu geben käme das gerade
recht. Glücklicherweise leben wir unter der „Diktatur des Relativismus“. Und so ist auch der Papst und
sein Geschmiere – Gott sei Dank! – nur relativ!
@Schopenhauer Wußten Sie eigentlich daß die Zahl der Protestanten in Dtl um ein Vielfaches höher ist
als die der Katholiken Nein, das ist mir neu. Meines Wissens nach haben wir in Dtl. fast genau 50:50 Protis
und Kathos. Dass der Papst für die Ökumene mit dieser Äußerung nichts Gutes getan hat, ist mir klar.
Und nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich habe nichts gegen die evangelischen Chritsten. Warum sollte
ich auch? Die sind ja harmlos. Aber neulich hatte ich die Gelegenheit, mich mit einem alten, waschechten
Vollblutprotestanten zu unterhalten. Und im Gespräch mit ihm wurde mir schnell klar, dass er von der
Sache wirklich überzeugt ist und mitnichten Katholik sein wollte. Und genau dieses „von der Sache überzeugt
sein“ fehlt mir so ein bisschen. Ich behaupte, dass es den meisten registrierten Christen in Dtl. eigentlich
Wurst ist, ob sie evangel. oder kath. sind und oft auch gar nicht um die Unterschiede der Konfessionen
wissen. Aber klar dass, wenn wie im Jahr 2005 plötzlich die halbe Nation im Papst und Weltjugendtags –
Fieber ist und es mit einem Schlag wieder „in“ ist zu glauben – am Besten mit dem Papst als gefeiertes
Vorbild –, sich die Evangelischen plötzlich klarmachen: „Das hat ja nix mit uns zu tun – SCHADE“ und
dabei womöglich nicht nur das Erbe Luthers verleugnen, sondern gar noch nicht einnmal mehr um dieses
Erbe wissen.
@ Schopenhauer Wußten Sie eigentlich daß die Zahl der Protestanten in Dtl um ein Vielfaches höher ist
als die der Katholiken Um ein Vielfaches? Können Sie das auch in Zahlen ausdrücken. Zweimal soviel?
Dreimal? Ist ja hochinteressant. Daß das heutige Dtl auf dem Zweiten Kaiserreich basiert, dem „Heiligen
Evangelischen Reich Dt. Nation“? Wo ist denn diese Basis? Daß Kardinal Meissner vor Eifersucht fast geplatzt
wäre als er den erfolgreichen Kirchentag der Evangelischen Kirche in Köln erleben mußte? Ach wirklich?
Woher wissen Sie das? Hat er zum ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Kirchentages in seiner Kathedrale
nur aus Eifersucht eingeladen? und da ist es ganz logisch daß die Evangelischen sich dazu äußern. Ja,
und jetzt kommen die entsprechenden Antworten. Im übrigen richtete sich das Schreiben nicht an die Protestanten.
In deutschem Interesse ist dieses päpstliche Zeugnis der Inkompetenz jedenfalls nicht. Wo haben Sie hier
Inkompetenz ausgemacht? Sind die Aussagen des Dokuments falsch? Kein Land ist so sehr auf eine erfolgreiche
Ökumene angewiesen wie Dtl. Die 50er sind lange vorbei.
@Schopenhauer 2 / Das „evangelische Deutschland“ Die Konfession prägt Kultur und Geschichte und aus Kultur
und Geschichte kann man nicht austreten. So gesehen ist das „evangelische Deutschland“ bis heute niemals
aus der katholischen Kultur ausgetreten.
@ Rudolfus Wieso? Die Konfession prägt Kultur und Geschichte und aus Kultur und Geschichte kann man nicht
austreten. So wie Österreich katholisch ist und ohne Kath. Kirche nicht verstanden werden kann, so kann
auch das heutige Dtl. (das ganz bewußt unter Ausschluß Österreichs entstanden ist) nicht ohne Luther
und die Evangelische Kirche verstanden werden.
@Schopenhauer 2 / Die „erfolgreiche“ Evangelische Kirche Deutschlands Meinen Sie Ihr Posting ernst? Die
deutschen Evangelischen haben mehr Kirchenaustritte als die Katholiken in Deutschland. Es ist zudem seltsam,
daß Sie die ausgetretenen gebürtigen Evangelischen hinzurechnen!
@ Vorposter Wußten Sie eigentlich daß die Zahl der Protestanten in Dtl um ein Vielfaches höher ist
als die der Katholiken (zumindest wenn man die ehemals protestantischen Konfessionslosen dazuzählt)?
Daß das heutige Dtl auf dem Zweiten Kaiserreich basiert, dem „Heiligen Evangelischen Reich Dt. Nation“?
Daß Kardinal Meissner vor Eifersucht fast geplatzt wäre als er den erfolgreichen Kirchentag der Evangelischen
Kirche in Köln erleben mußte? Und last but not least – der Vatikan hat sein Geschreibsel als Beitrag
zur Ökumene verstanden (ansonsten wäre es ja so unnötig wie ein Kropf) und da ist es ganz logisch daß
die Evangelischen sich dazu äußern. In deutschem Interesse ist dieses päpstliche Zeugnis der Inkompetenz
jedenfalls nicht. Kein Land ist so sehr auf eine erfolgreiche Ökumene angewiesen wie Dtl.
Ja, ja, die Protis… …die sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Mir kommt es so vor, als ob
die evangelische Christenheit in Deutschland wie trotzige Kinder mit den Füßen auf den Boden stampfen
und um die Anerkennung unseres Papstes ringen. Eigentlich sollte es doch einem eingefleischten Protestanten
egal sein, was der kath. Papst zu sagen hat. Aber man sieht schon seit längerem, dass die anscheinend
auch kein großes Selbstbewusstsein mehr haben. Noch gut kann ich mich an einen bissigen Kommentar in
einer Zeitung vor zwei Jahren erinnern. 2005 – das Papst – Jahr! Die deutschen Katholiken feierten „ihren“
Papst, und freuten sich auf den Weltjugendtag. Ganz Deutschland war im Papst – Fieber. Ganz Deutschland?
Nein, denn eine Gruppe unbeugsamer Protestanten stand am Rande des ganzen Medienspektakels und schaute
neidisch auf die schillernde Figur des Papstes vor dem Hintergrund des vatikanischen Pomps, während sie
selbst in prüde schwarze Taläre gehüllt eigentlich nicht mitfeiern durften. Tja, so ist das eben, wenn
man Protestant ist.
@ Pünktchen Daß andere andere Definitionen gebrauchen, ist ihnen unbenommen Wo sagt der Papst das? Eben
das wird in vielen Reaktionen auf das päpstliche Geschreibsel kritisiert. Es wird nicht anerkannt das
es andere Definitionen gibt. daß die in apostolischer Sukzession stehenden Kirchen diese Defintion niemals
anerkannt haben und anerkennen werden. Who gives a fuck? Daß die römisch-katholische Kirche die Ev.
„Kirche“ nicht als Kirche im Vollsinne anerkennt Die Kirche leugnet daß es überhaupt ein Gegenüber
gibt! Hallo? Wo schreibt der Papst denn: „Da ist noch jemand anders, der hat diese und jene Meinung…“?
„Schopenhauer“-Sperling-Parzifal Der Papst schreibt die Evangelische Kirche sei keine Kirche im katholischen
Sinn. Davon daß sie sich als Kirche in einem anderen Sinn versteht steht eben entscheidenderweise gar
nichts in dem päpstlichen Geschreibsel. Die katholische Kirche weist wiederholt darauf hin, daß sie
für die Zuschreibung der Eigenschaft des „Kirche“-Seins nur ihren eigenen Kirchenbegriff zugrundelegen
kann. Dieser Begriff entspricht i.ü. einer zweitausendjährigen Tradition und wird – im Hinblick auf
das Merkmal der apostolischen Sukzession – auch von den Orthodoxen und Altorientalen geteilt. Daß andere
andere Definitionen gebrauchen, ist ihnen unbenommen, solange klar bleibt, daß die in apostolischer Sukzession
stehenden Kirchen diese Defintion niemals anerkannt haben und anerkennen werden. That’s it! Die Kirche
reklamiert die Deutungshoheit über den Begriff Kirche für sich allein „Die Kirche“ haben Sie so schön
geschrieben! Da haben Sie diesmal Recht! Es handelt sich aber um keine Deutungshoheit, sondern nur um
eine Deutungsfreiheit der römisch-katholischen Kirche. Daß die römisch-katholische Kirche die Ev. „Kirche“
nicht als Kirche im Vollsinne anerkennt, ist der römisch-katholischen Kirche freigestellt, sowie ein
Mediziner einen Medizinmann nicht als Mediziner anerkennen muß, auch wenn der für sich reklamiert, er
habe aber eigene Kriterien für den Begriff „Mediziner“…
Huber Zum Begriff der Kirche meint er: „Wir sind fest überzeugt: Eine Kirche, in der das Evangelium auf
rechte Weise gepredigt und die Sakramente auf rechte Weise verwaltet werden, ist Kirche in vollem Sinn.“
Huber ist sich also mit dem Papst einig – warum beklagt er dann, dass der Papst daraus die dargelegten
Schlüsse zieht? Huber kann doch nicht ernsthaft meinen, dass die katholische Kirche der Auffassung zu
sein habe, dass der Protestantismus die Sakramente auf die rechte Weise verwaltet. Huber legt ein amüsantes
Verständnis von Ökumene an den Tag. Seine oben zitierten Aussagen zur Wiederholung der Aussagen von
Dominus Jesus im neuesten Dokument (die voll auf dem Boden des II. Vatikanumns stehen) lassen darauf schließen,
dass Huber der katholische Kirche nahelegt, eine Ökumene durch Vergessen der eigenen Standpunkte zu vertreten.
Und natürlich klatscht alles Applaus. Aber das Kirchenverständnis ist eine zentrale Position des Katholizismus,
er kann sie nicht einfach im Sinne der protestantischen Bewegungen relativieren ohne sich selbst aufzugeben.
Je eher Huber das anerkennt, desto besser.
@ Pünktchen Wie so oft haben Sie auch diesmal keine Ahnung. Der Papst schreibt die Evangelische Kirche
sei keine Kirche im katholischen Sinn. Davon daß sie sich als Kirche in einem anderen Sinn versteht steht
eben entscheidenderweise gar nichts in dem päpstlichen Geschreibsel. Eben das kritisiert Bischof Huber.
Die Kirche reklamiert die Deutungshoheit über den Begriff Kirche für sich allein, leugnet daß irgendjemand
anders eine andere Deutung dieses Begriffs leisten könnte und bewertet dann mal nebenbei inwiefern diese
oder jene Kirche ihrer Definition gerecht wird. Das schimpft man dann Ökumene. Um einen Dialog zu führen
muß man erstmal anerkennen, daß es ein Gegenüber gibt, ein Subjekt, einen Menschen, einen Dialogpartner
usw. Predigen Sie das nicht immer? Und wie siehts in der Praxis aus? Da wird üble Nachrede getrieben
daß sich die Balgen biegen wenn ein DDL eine unangenehme Meinung hat. Da wird ganzen Glaubensgemeinschaften
die schlimmsten Dinge nachgesagt wenn sie sich nicht vom Vatikan vorschreiben lassen wollen woran sie
zu glauben haben. Der Vatikan erkennt ja noch nicht mal das Problem. daß die katholische Kirche doch –
„bittschön“ – das lutherische Kirchenverständnis zu übernehmen hätte. Wer hat nochmal selbstherrlich
Kirche definiert? Huber oder Ratze? daß ein bestimmter Herr in Wien kein „Rabbi“ sei Ich habe geschrieben,
daß die Juden darüber entscheiden und nicht das antisemitische Pünktchen! That’s it!
@Franz von Sales / Ein Religionskrieg entspricht sicherlich nicht dem Gründungsauftrag der Kirche Christi,
auch wenn Christus Seiner Kirche die göttliche Wahrheit gegeben hat. Die Kirche benötigt ihre Armeen
lediglich für Verteidigungszwecke, nicht aber, um ihre Lehre mit dem Feuer und dem Schwert zu verbreiten –
wir sind doch keine Mohammedaner.
Joh 18,38 Was ist Wahrheit? Wenn die katholische Kirche sagt, dass die einzig wahre Kirche die katholische
Kirche sei und alle anderen nur Teilwahrheiten oder sonstigen Irrungen und Fantastereien nachhängen so
hat sie, von ihrem Standpunkt aus, völlig Recht. Alle anderen sogenannte Kirchen sind nach katholischer
Auffassung wider der Natur, denn die einzig wahre Kirche ist die katholische Kirche. Nicht umsonst gab
es Kreuzzüge und ethnische Säuberungen (man bedenke die Judenverfolgung in Süd und Ostfrankreich im
Mittelalter – natürlich nicht vom Papst propagiert sondern nur von Bischöfen die den nutzlosen Papst
einfach beiseite geschoben haben oder die Zeit der Gegenreformation wo einige fanatische Romtreue Fürsten
und Könige mal ein paar 1000 Menschen, Frauen und Kinder auf Grausamste niedermetzelten. Aber das ist
so lange her, dass sich kaum noch jemand daran erinnern will oder möchte. Ist ja auch egal, interessiert
sowieso niemanden mehr. Auf der anderen Seite können natürlich die Protestanten, von ihrem Standpunkt
gesehen, den diabolischen machtbesessenen Papst als Antichristen bezeichnen und, von ihrem Standpunkt,
haben sie damit völlig recht. Die Frage die sich dabei stellt ist, ob wir tatsächlich dort stehen bleiben
wollen. Jede Kirche, religiöse Gemeinschaft, Orden oder Sekte kann von ihrem jeweiligen Standpunkt mit
Fug und Recht sagen sie hätte die einzige Wahrheit die mit dem geistlichen und weltlichen Schwert auf’s
Blut verteidigt werden müsse. Wollen wir das wirklich? Als Romtreuer. JA!!
„Schopenhauer“ …bedeutet nichts weiter als eben anzuerkennen, daß es Kirchen gibt die ihr Kirchensein
schlicht an anderen Kriterien festmachen als die Katholische. Sie dilletieren – wie so oft – auf einem
Ihnen fremden Gebiet, Sperling. Die Katholische Kirche erkennt sehr wohl an, daß die Ev. Kirche andere
Definitionen/Kriterien für den Begriff „Kirche“ verwendet. Die Katholische Kirche trifft nur die wichtige
Klarstellung, daß diese Kriterien nicht diejenigen der Katholischen (und der Orthodoxen und der Altorientalischen
…) Kirche sind und es auch niemals sein werden. Es ist Huber, der aus einer Zweideutigkeit im Gerauch
des Begriffes „Kirche“ Kapital schlagen will. Es steht der Ev. Kirche frei, als „Kirche“ zu definieren,
was sie will. Der katholischen auch: that’s it! (Wenn ich nur daran denke, wie Sie als Sperling darauf
bestanden haben, daß ein bestimmter Herr in Wien kein „Rabbi“ sei usw… ) Insofern hat Bischof Huber
völlig Recht. Insofern liegt Huber eben falsch! Der Vatikan steht für sein Kirchenverständnis ein,
Herr Huber für das lutherische. Sein naiver Vorwurf läuft darauf hinaus, daß die katholische Kirche
doch – „bittschön“ – das lutherische Kirchenverständnis zu übernehmen hätte. Das wird jedoch niemals
geschehen! Die Diskussion ähnelt derjenigen zwischen einem Medinzinmann und einem Mediziner. Der Medizinmann
reklamiert für sich „Mediziner“ zu sein und gesteht dasselbe auch dem Mediziner zu. Nur möchte er im
Austausch dafür auch selbst als „Mediziner“ anerkannt werden…
@ Schopenhauer2 Glauben Sie Bischof Huber glaubt das? Mir ist es egal, was er glaubt. Scheinbar glaubt
er sowieso alles Mögliche, aber nicht, was uns Jesus aufgetragen hat zu verbreiten. Damit steht er ja
auch nicht allein in der evangelischen Kirche. Denn Frau Käßmann glaubt ja auch an die Auflösbarkeit
der Ehe. Ist ja wirklich ein bunter Haufen, der sich da formiert hat. Und auf dem Bauchladen der Würdenträger
steht: Anything goes.
@ Theophil Es gibt halt keine Doppelgänger von Jesus mit anderen Bibeln. Glauben Sie Bischof Huber glaubt
das? Ich versichere Ihnen es gibt unter den Evangelischen genauso viele Fundis wie unter den Katholen.
Und wegen mir könnt Ihr Deppen euch getrost gegenseitig die Schädel einschlagen für euren depperten
Jesus. Das wäre mir persönlich völlig wurscht. Ich habe nur kein Interesse an einem zweiten Dreißigjährigen
Krieg oder Zuständen wie in Nordirland nur weil ihr Deppen euch nicht einigen könnt welches nun der
wahre Aberglaube ist. Deshalb liegt die Deutungshoheit einzig bei ihm und in der Sukzession bei den Bischöfen
der Katholischen Kirche. Oder eben bei den Pastoren oder den Ökumenischen Patriarchen oder den Mullahs
und Ulama und so weiter. Am Ende wird wieder das Schwert entscheiden weil die Arschlöcher sich nicht
einigen können. Herr schmeiß Hirn vom Himmel.
@ Schopenhauer2 Vielmehr sagt der Vatikan: Kirche ist dies und das, wir haben die Deutungshoheit über
den Begriff Kirche und andere nicht. Punkt. Falsch. Das sagt nicht der Vatikan, sondern Jesus selbst.
Deshalb liegt die Deutungshoheit einzig bei ihm und in der Sukzession bei den Bischöfen der Katholischen
Kirche. Da wird einfach die Realität ausgeblendet. Die Problematik daß andere Kirchen andere Defintionen
vertreten wird geleugnet. Es gibt halt keine Doppelgänger von Jesus mit anderen Bibeln. Und Punkt. Jemand
sollte ihm mitteilen, daß die Protestanen oder Orthodoxen sich gewöhnlich nicht von Rom vorschreiben
lassen was Kirche ist und was nicht. Müssen Sie auch nicht. Denn Sie müssen sich letztlich vor GOTT
für das Seelenheil der ihnen anvertrauten Menschen rechtfertigen. Das wird schon heikel genug.
@ Vorposter Sehr gut, daß Sie die Relativität auch Ihres Standpunktes anerkennen und damit auch einer
anderen Religion wie der römisch-katholischen das Recht zuerkennen… Ihr Denkfehler liegt einfach darin,
daß Sie meinen Bischof Huber sei der Auffassung alles sei gleich richtig. Das ist er mit Sicherheit nicht.
Unter Garantie ist er der Meinung seine Definition von Kirche sei die einzig Wahre und Richtige. Er betont
nur (und völlig zurecht!), daß man mit dieser Haltung keinen Dialog führen kann. Deshalb fordert er
zumindest die Realität insoweit anzuerkennen, daß man zugibt, daß andere Kirchen andere Meinungen vertreten.
Leider ist der Vatikan nicht mal dazu gekommen. Vielmehr sagt der Vatikan: Kirche ist dies und das, wir
haben die Deutungshoheit über den Begriff Kirche und andere nicht. Punkt. Da wird einfach die Realität
ausgeblendet. Die Problematik daß andere Kirchen andere Defintionen vertreten wird geleugnet. Da brauche
ich keine Ökumene. Für was denn? Da kann man geich wieder den Dreißigjährigen Krieg ausrufen. Denn
geistig scheint der gute Benedikt nicht darüber hinaus gekommen zu sein. Jemand sollte ihm mitteilen,
daß die Protestanen oder Orthodoxen sich gewöhnlich nicht von Rom vorschreiben lassen was Kirche ist
und was nicht.
@ Schopenhauer2 …bedeutet nichts weiter als eben anzuerkennen, daß es Kirchen gibt die ihr Kirchensein
schlicht an anderen Kriterien festmachen als die Katholische. Was Sie da schreiben bedeutet wiederum,
dass es Jesus nicht nur einmal gegeben hat und auch mehrere grundverschiedene Bibeln in Umlauf sind. Sackgasse,
mein Lieber.
Lieber Schopenhauer2, Die Relativität des eigenen Standpunkts … bedeutet nichts weiter als eben anzuerkennen,
daß es Kirchen gibt die ihr Kirchensein schlicht an anderen Kriterien festmachen als die Katholische.
das ist überhaupt kein Problem! Benedikt XVI bestreitet das ja nicht, sondern, dass das die richtigen
Kriterien sind.
@Schopenhauer2 / Die Relativität des eigenen Standpunkts Sehr gut, daß Sie die Relativität auch Ihres
Standpunktes anerkennen und damit auch einer anderen Religion wie der römisch-katholischen das Recht
zuerkennen, sich als die wahre Religion zu sehen.
Die Relativität des eigenen Standpunkts… …bedeutet nichts weiter als eben anzuerkennen, daß es Kirchen
gibt die ihr Kirchensein schlicht an anderen Kriterien festmachen als die Katholische. Insofern hat Bischof
Huber völlig Recht. Wenn die Kath. Kirche mehr führen will als einen Monolog mit sich selbst, dann wird
sie erstmal anerkennen müssen, daß andere Kirchen entscheidende Dinge unterschiedlich definieren und
gewichten. Das ist völlig logisch. Anonsten ist das ganze Gerede von Ökumene nur verlogenes Geschwafel.
Ein Verdacht der sich bei Benedikt sowieso immer stärker aufdrängt. Und wenn die Kath. Kirche tatsächlich
der „mystische Leib Christi“ sein sollte, dann grausts a Sau dabei.
Frasim Alles schwer in Ordnugn bei mir, vor allem Jobmäßig! Heute schon schön zur Gnadenmutter gepilgert,
kann ein Sonntag schöner sein? Bin ab morgen die ganze Woche weg, mal sehen, ob es in der Früh hinhaut.
Herzlichen Gruß Hyazinth
Defensor Bene dixisti! Wenn K. Barth schreibt: „Kirche ist der… energische Versuch, das Göttliche zu
vermenschlichen…“ dann würde ich dem entgegenhalten: Gott selbst wurde Mensch. „Das Wort ward Fleisch
und wohnte unter uns.“ (Jo.ev. 1) Damit ist alles gesagt! Gott war nicht so erbarmungslos, einmal vor
zweitausend Jahren Fleisch zu werden und dann für immer in die Unsichtbarkeit eines reinen noetisch Vollzuges
zu entschwinden oder die Sichtbarkeit „evangelischer Landeskirchen“ … Nein! Die Kirche ist der mystische
Leib Christi. Und „gerade weil er Leib ist, ist die Kirche mit den Augen wahrnehmbar“ (Leo XIII.). Zu
dieser wahrnehmbaren Seite gehört – wie Sie richtig schreiben, Defensor! – das öffentliche Bekenntnis
des einen katholischen Glaubens, der Gebrauch derselben Gnadenmittel und das Stehen unter derselben Autorität.
@Hyazinth Ave fratre! Lange nicht mehr gesehen! Alles klar soweit in deinem neuen Job??! Morgen früh
um 7 h ist hl. Messe in St. M.! Nur falls du Zeit haben solltest… Bis hoffentlich bald dann mal wieder!
LG Frasim
@gilbert Über die Legitimität anderer Sichtweisen ließe sich ja streiten. Das Problem ist aber, dass
Huber und seine evangelischen Kollegen die Legitimität jeder Sichtweise bestreiten, die Wahrheitsanspruch
für sich reklamiert. Damit bedient er bewusst antiintellektuelle Ressentiments. Wer aber Menschen davon
abhält, Wahrheitsansprüche zu prüfen und sie einer Diskussion auszusetzen, will nichts anderes als
sie in geistiger Unkenntnis lassen. Eine wahre Aufklärung verlangt heute die Aufklärung über den Relativismus
als Methode, mit der Menschen in geistiger Knechtschaft gehalten werden.
Die Kirche steht klar und sichtbar vor allen Menschen da; denn sie ist die Stadt auf dem Berge, die nicht
verborgen sein kann. Augustinus Nach der Lehre des Konzils v. Trient gibt es in der Kirche ein „sichtbares
Opfer“ & ein „sichtbares, äußeres Priestertum“. Nach der Lehre des Vaticanums hat Christus den Apostel
Petrus zum „sichtbaren Fundament“ der Einheit der Kirche bestellt. Es ist ein dreifaches Band, das die
Glieder der Kirche miteinander verbindet & dadurch erkennbar macht: das Bekenntnis des e i n e n Glaubens,
der Gebrauch d e r s e l b e n Gnadenmittel und die Unterwerfung unter d i e s e l b e Autorität. Pius
XII. bekräftigte in „Mystici Corporis“ die äußere Sichtbarkeit der Kirche & wies damit die Anschauung
zurück, daß die Kirche „nur etwas Pneumatisches ist, wodurch viele christl. Gemeinschaften, obgleich
im Glauben voneinander getrennt, doch durch unsichtbares Band untereinander verbunden sind. Die Kriterien
Luthers sind völlig unbrauchbar, weil ohne ein autoritatives Lehramt der sichere Maßstab für die Reinheit
von Lehre & Sakramentenspendung fehlt. Die Verwerfung der Hierarchie mußte zwangsläufig zur Lehre von
der unsichtbaren Kirche führen. Hier liegt das eigentliche Problem. Neben dieser äußeren, sichtbaren
Seite hat die Kirche auch eine innere, unsichtbare Seite. Unsichtbar ist die innere Heiligung der Menschen &
die Heilsgüter, die die Kirche vermittelt. Unsichtbar ist das innere Lebensprinzip, der Hl. Geist & seine
Gnadenwirksamkeit. Während die äußere Seite Gegenstand der sinnlichen Wahrnehmung ist, ist die innere
Seite Gegenstand des Glaubens.
Sachliche Darlegung des Standpunkts Ich weiß gar nicht, was der Herr Huber nun schon wieder hat… Bei
dem vorliegenden Dokument handelt es sich um Antworten auf klare Fragestellungen. Das Dokument bezieht
sich auf „Dominus Iesus“. Dieses ist nie von katholischer Seite als Dokument für die Ökumene angesehen
worden! Es ist ein rein innerkirchliches Dokument, um einige Abweichler wieder auf Kurs zu bringen. Des
Weiteren sollte man sich einfach mal „Zur Amtsfrage – Ordnungsgemäß berufen“ (Texte aus der VELKD 136/2006)
ansehen. Hier können sich einem nur die Nackenhaare sträuben, welche Polemik aus diesem Text einem entgegenquillt.
Von wegen „Ökumene“. Man sollte halt erst einmal den Balken im eigenen Auge erkennen bevor man den Splitter
im Auge des Gegenübers anspricht…
Welcher „Rückschritt“? Die Kirche Christi hat ihre Lehre nie geändert. Folglich kann das Dokument, das
nur offenbar Vergessenes in Erinnerung ruft, auch kein „Rückschritt“ sein. Die Protestanten sollen sich
auf ihre eigene Religion konzentrieren und nicht Rom Ratschläge von unberufener Seite her erteilen.
@ wiener Die Bibel in gerechter Sprache taugt noch nichtmals für heftige Kontroversen. Sie ist ein Fall
für den Kaminofen an kühleren Tagen. Schön, dass die Protestanten die Sakramente verwalten wollen.
In der Katholischen Kirche lebt man sie. Da fühle ich mich einfach wohler.
Legitime andere Sichtweise Beim refomatorischen Begriff „Kirche“ wird man nicht an den Definitionen Karl
Barths zum Begriff im Römer-Brief vorbei kommen. Danach steht dem „Evangelium die Kirche gegenüber als
die Verkörperung der letzten menschlichen Möglichkeit diesseits der unmöglichen Möglichkeit Gottes…
Denn die Kirche ist der Ort, wo diesseits des Abgrundes, der den Menschen von Gott trennt, Offenbarung
soeben aus Ewigkeit zur Zeitlichkeit, soeben etwas Gegebenes, Gewohntes, Selbstverständliches geworden
ist, der himmlische Blitz zu einem irdischen Dauerbrenner, das Entbehren und Entdecken zum Besitzen und
Genießen,… das Jenseits zu einem zweiten metaphysischen Etwas gegenüber dem „Diesseits“… Kirche
ist der Ort, wo man von Gott allerlei weiß und hat, wo man nicht jeden Augenblick das Sterben bedenken
muss, um klug zu werden, sondern Glaube, Liebe und Hoffnung höchst direkt hat… Kirche ist der… energische
Versuch, das Göttliche zu vermenschlichen… Kirchlich ist jeder menschliche Apparat zur Herstellung,
Aufrechterhaltung und Ordnung der Beziehung zu Gott…“ Es ist eine völlig andere Sichtweise von Kirche.
Deshalb zu behaupten, die reformatorischen Kirchen seien deshalb nicht Kirchen im katholischen Sinn des
Wortes, ist mehr als bedenklich. Was sollte auch die Verheißung für einen Sinn haben: Wo zwei oder drei
in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Nach Dietrich Bonhoeffer ist da, wo sie
wie Christus für andere da ist. Wäre der Definition noch etwas anzufügen?
Warum aufregen? Ich verstehe die Aufregung bezüglich des Dokuments der Glaubenskongregation nicht. Es
stand doch gar nix weltbewegendes oder gar neues drin. Das war doch nur eine Wiederholung dessen, was
schonmal gesagt wurde, und was eigentlich jedem hätte klar sein müssen, der die älteren Dokumente gelesen
hat. Und selbst wenn es in Deutschland nach Dominus Iesus eine Diskussion darüber gegeben hat…was interessieren
die „Fürze“ einiger dt. Theologen denn die Kirche und die Glaubenskongregation? Huber sollte zudem mal
lieber „Ökumene“ im eigenen Haus bzw. den verschiedenen Gruppen und Grüppchen im eigenen Haus und bei
den evangelikalen Gruppen betreiben. Die sind sich ja untereinander nun gar nicht unbedingt Freund.
Kaylet So st es! :)3 Im konsequent relativierten Evangelium müßte es heißen: „Ich bin der Weg, die
Wahrheit und das Leben- oder auch nichts von alledem!“ „Das ist mein Leib – oder vielleicht doch nicht!?“
„Es ist vollbracht – möglicherweise…“
@Pünktchen :)3 Genau, volle Zustimmung. Man begibt sich in ein unlösbares Paradox, wenn man meint Wahrheitsansprüche
prinzipiell ablehnen zu können. Was kann dann noch der Sinn einer Rede sein???? Doch ist Huber so dumm,
das nicht zu wissen?? Mir scheint, es hat Methode. Ein extremes Beispiell war auch das Wort zum Sonntag
gestern. Eine vernünftige Diskussion, bei der Argumente ausgetauscht werden, soll nicht entstehen, wird
durch Appelle ans Gefühl („Wir haben uns doch alle lieb!“) bewusst verhindert.
Relativismus Evangelisch ? Was heißt das überhaupt ? Es gibt hier in Deutschland die einzelnen Landeskirchen,
die je nach dem lutherisch, uniiert oder reformiert sind. Dann gibt es noch die Freikirchen, die VEF-Mitglied
sind und solche evangelischen Freikirchen, die es nicht sind. Das ist ganz grob die Lage in Deutschland.
Es wäre jetzt müßig, die einzelnen Staaten darzustellen, oftmals sind Lutheraner und Reformierte (Kalvinisten
und Zwinglianer auch noch getrennt). Diese Frage darf man stellen…
Worin bestünde eigentlich „der tiefere Sinn für die Relativität des eigenen Standpunkts“, bezogen auf
den eigenen Standpunkt des Bischofs Huber? (Womöglich darin, daß die una sancta eben doch in der römisch-katholischen
Kirche „subsistiert“? ) Bischof Huber setzt ja sein Kirchenverständnis, daß Kirche (schon) dort sei,
wo recht gepredigt und die Sakramente „in rechter Weise“ gespendet würden, ebenfalls absolut.Was hätte
Bischof Huber zum Kirchencharakter der Zeugen Jehovas oder der Mormonen zu sagen? Würde er dort nicht
sein Verständnis davon, was „die rechte Weise“ des Predigens und Sakramentspendens sei, absolut setzen?
Bischof Huber soll uns also erst einmal vorführen, wie er seinen Satz:Eine Kirche, in der das Evangelium
auf rechte Weise gepredigt und die Sakramente auf rechte Weise verwaltet werden, ist Kirche in vollem
Sinn… relativieren kann, und zwar „im tieferen Sinn“ und worin der Wert einer solchen Relativierung
bestünde …!
die „bibel in gerechter sprache“ … … ist gerade unter protestantischen christen äußerst umstritten
und wird hier heftigst (und kontroversiell) diskutiert. diese also mit den evangelischen denominationen
gleichzusetzen ist mehr als unredlich. ähnliches gilt übrigens für die anderen genannten „beispiele“
auch.
unterschiedlich So etwas wie die Bibel in gerechter Schreibweise oder wie das Dingens heißt oder Homo-Gottesdienste
oder die Schließung schwuler Ehen oder was das ist, gibt es in der katholischen Kirche nicht. Und wird
es zum Glück auch nie geben. Sicher nicht nur deshalb ist die Kluft zwischen katholischer Kirche und
den evangelischen Kirchen leider eher größer geworden. Auch die Atmosphäre beim Weltjugendtag und beim
evangelischen Kirchentag hat schon rein äußerlich gewisse Unterschiede überdeutlich gemacht. Es weht
ein unterschiedlicher Geist.