Alte Messe
Probleme mit der Haarspange
In einer österreichischen Tageszeitung erschien kürzlich ein Artikel über die „Petrus-Brüderschaft“. Ein Kommentar.
Weihbischof Andreas Laun zelebriert in der Minoritenkirche eine Alte Messe. Hinter ihm Pater Walthard Zimmer als Diakon.
Weihbischof Andreas Laun zelebriert in der Minoritenkirche eine Alte Messe. Hinter ihm Pater Walthard Zimmer als Diakon.
© Petrusbruderschaft
(kreuz.net, Linz) Unter dem Titel „Pater Walthards Predigtdienst“ hat sich der Journalist Markus Rohrhofer in der antikirchlichen österreichischen Tageszeitung ‘Der Standard’ eine nette Lachnummer geleistet.

Rohrhofer ist in seiner bisherigen kirchlichen Berichterstattung mit einseitigen und vor allem ungenauen Beiträgen aufgefallen.

In seinem Artikel geht es um die Indultpfarrei der Priesterbruderschaft St. Petrus in Linz.

Rohrhofer kommt im Vorspann zur Erkenntnis, daß die „Petrus-Brüder“ die Messe auf Lateinisch feiern und die Jugend der Kirche den Rücken zukehrt. Auf diese Aussage wird im Artikel kein Bezug mehr genommen.

Dafür fühlt sich Rohrhofer zu Beginn von einer alten Dame bedroht, die er mutig zitiert:

„»Die heilige Messe muß immer gleich sein. Das muß einfach stimmen. Ich will nicht jeden Tag etwas anderes.« Fast bedrohlich schwingt die aufgebrachte ältere Dame ihren Rosenkranz.“

Die Linzer Petrusbruderschaft organisiert im Sommer lustige Jugendlager
Die Linzer Petrusbruderschaft organisiert im Sommer lustige Jugendlager
© Petrusbruderschaft
Der anschließende Griff der Dame in das Weihwasserbecken habe ob ihrer Aufgebrachtheit eher in einem „Schöpfungsakt“ geendet – versucht Rohrhofer witzig zu sein.

Die Szene trug sich – nach Angaben des Artikels – um 8.30 Uhr kurz vor Beginn der Alten Messe in der Minoritenkirche zu Linz zu. Dort versieht die altgläubige Priesterbruderschaft St. Petrus ihren Dienst.

„Mit der päpstlichen Freigabe der alten katholischen Messe können Priester in Zukunft im Einvernehmen mit ihrer Gemeinde den Gläubigen den Rücken kehren“ – weiß der Autor.

Während ihm eine Frau mit einer „Gottesmutter Maria-Haarspange“ auffällt, hat Pater Walthard Zimmer nach Rohrhofers Ausdrucksweise „mit dem Rücken zum Kirchenvolk, Stellung bezogen“.

Es ist unklar, wo die Muttergottes dem Journalisten das letzte Mal mit Haarspange erschienen ist.

Dem Autor fällt auf, „daß man auf die Orgel pfeift“. Die Idee, daß sich die Gemeinde für eine Wochentagesmesse keinen Organisten leisten kann, kommt ihm nicht.

Dafür warnt er Latein-Fans: „Ein Großteil der gemurmelten Gebete verliert sich unverständlich im Gotteshaus.“

Hier wird klar, daß sich der Kirchenberichterstatter des ‘Standard’ zum ersten Mal in einer Alten Messe befindet. Man fragt sich, ob dieses Blatt für die ressortspezifische Berichterstattung immer Anfänger vorbeischickt?

Wegen der „germurmelten Gebete“ sollte sich Rohrhofer keine Sorgen machen. Es ist nicht notwendig, Gebete zu schreien. Gott hört hervorragend. Er versteht auch Latein.

Doch dann kommt für den Journalisten die Enttäuschung: „Man spricht doch Deutsch“.

Lesung und Evangelium werden auf Deutsch gelesen, nicht auf Latein, das Rohrhofer gerne eine „tote Sprache“ nennt, obwohl der Priester, der sie eben noch gesprochen hat, quicklebendig und kugelrund ist – ein Bild des blühenden Lebens.

Für die „Petrus-Brüderschaft“ – Rohrhofer kennt den Namen der Priestergemeinschaft nicht, über die er berichtet – sei mit der Aufwertung der lateinischen Messen durch Benedikt XVI. eine vierzigjährige Bitte und Hoffnung in Erfüllung gegangen, zitiert er Pater Walthard Zimmer von der Linzer Petrusbruderschaft.

Der Geistliche bringt die Situation nach dem Erscheinen des Motu Proprios ‘Summorum Pontificum’ auf den Punkt:

„Früher hat man die lateinischen Messen immer durchsetzen müssen. Jetzt gibt es Gleichberechtigung. Es ist wie im Straßenverkehr: Neben neuen Autos gibt es eben auch ein paar Oldtimer.“

Eigentlich ganz vernünftig. Doch Vernünftiges darf in Rohrhofers Berichterstattung nicht unkontrastiert stehenbleiben.

Darum zitiert er schnell einen Seufzer des liberalen Sprechers des liberalen Erzbischofs von Wien: „Es ist eigentlich eine traurige Sache, und es krampft sich das Herz. Meist sind da doch nur ein paar alte Menschen bei solchen Messen.“

Alles alte Knacker? Was ist dann das Problem? Vielleicht die Haarspange der Dame?

Zum Schluß des Artikels gibt’s noch ein Zitat des Ex-Generalvikars von Wien. Es bezieht sich offensichtlich nicht auf die Freigabe der Alten Messe, sondern auf das jüngste Kirchendokument der Glaubenskongregation.

Doch das sind Details. Unter Rohrhofers Teppich hat viel Platz. Zum Glück gibt es die Kirche.

Worüber sonst wäre es dem ‘Standard’-Journalisten Markus Rohrhofer erlaubt, auf einem solchen Niveau zu berichten.
      
24 Lesermeinungen
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#25   Benedikt   16:32:59 | Montag, 16. Juli 2007
@ Rudolfus
Es ist aber völlig logisch: Welcher über-80jährige Cardinal würde sich damit abfinden, daß die über-80jährigen Cardinal seit Paul VI. aus dem Konklave ausgeschlossen sind?
Es gibt auch gehorsame Gläubige in der Kirche. Und diese können sich damit sehr gut abfinden.
Ich stelle fest, dass Sie keinerlei Namen nennen können, aber dennoch behaupten, dass es Kardinäle gebe, die solches fordern.
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#24   Rudolfus   14:54:49 | Montag, 16. Juli 2007
@Benedikt / Die über-80jährigen Cardinäle, die wieder das Papstwahlrecht erbaten:
In der Berichterstattung über die Neuigkeiten in Medien aus Rom und der Weltkirche tauchen derartige Meldungen immer wieder auf.
Es ist aber völlig logisch: Welcher über-80jährige Cardinal würde sich damit abfinden, daß die über-80jährigen Cardinal seit Paul VI. aus dem Konklave ausgeschlossen sind?
Die Archive müssen Sie schon selbst durchforsten.
Ich glaube mich aber zu erinnern, daß berichtet wurde, daß diese emeritierten Cardinäle zuletzt auch den damaligen Cardinalskollegiumsvorsteher Ratzinger baten, in diesem Anliegen bei Papst Johannes Paul II. für sie einzutreten.
Es ist auch eine neue Regelung, die erst Papst Paul VI. verfügte und die somit erst in den beiden Konklaven 1978 und auch nach Papst Johannes Paul II. im Konklave 2005 gültig war.
Papst Johannes Pauls II. Beitrag zur Änderung des Papstwahlrechtes war ja bekanntlich die grundsätzliche Abschaffung der 2/3-Mehrheit.
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#23   wiener   14:34:04 | Montag, 16. Juli 2007
@ benedikt & gunsenum
freund rudi erzählt halt gern. dass er es da mit der wahrheit oder gar belegbarkeit seiner behauptungen nicht so ernst nimmt, wissen wir ja inzwischen zur genüge …
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#21   Benedikt   14:22:15 | Montag, 16. Juli 2007
@ Rudolfus
Nennen Sie doch mal die Namen solcher Kardinäle, die das in der Vergangenheit gefordert haben. Keine Ausflüchte!
Dass es irgendwo auf der Welt Leute gibt (wie Habsburg), die gegen diese Regelung sind, wird kaum zu bestreiten sein. Ist hier aber auch nicht relevant, da es um Kardinäle geht, die dies nach Ihrer Aussage gegenüber Johannes Paul II. und Benedikt XVI. gefordert haben. Also: Wer?
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#20   monti   13:38:35 | Montag, 16. Juli 2007
@Gotthard
Alle, bis auf ein paar alte Leute, nahmen den Leib des Herrn in die Hand,
darin gesteht keinerlei Würdelosigkeit…
diese ewig gleichen Nörgeleien – und diese ewig gleichen „Würde“-Vorstellungen…
Ich weiß nicht, ob es würdelos ist, den „Leib des Herrn“ in die Hand zu nehmen und werde dies auch nicht werten. Tatsache aber ist doch, dass die Kommunion im „Vorbeigehen“ entgegengenommen wird. Und was ich im „Vorbeigehen“ erledige, dem messe ich jedenfalls keine besondere Bedeutung zu.
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#19   Rudolfus   12:40:20 | Montag, 16. Juli 2007
@Benedikt / Die Wiedererlangung des Papstwahlrechtes
für die über-80jährigen Cardinäle ist selbstverständlich eine bekannte Forderung dieser Cardinäle, aber auch die anderer Katholiken, die nicht Cardinäle sind.
Über die offiziellen oder auch inoffiziellen Ersuche an den Papst vonseiten der Cardinäle oder vonseiten der Nichtcardinäle müssen Sie sich schon selbst informieren, z.B. in der Medienberichterstattung.
Ein bekannter Gegner dieser Regelung ist zum Beispiel der Kronprinz von Österreich, Dr. Otto von Habsburg-Lothringen (CSU), der diesen Umstand ausdrücklich in einem seiner Bücher erwähnt.
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#18   Benedikt   12:32:56 | Montag, 16. Juli 2007
@ Rudolfus
Sie können nicht einfach mal eben annehmen, dass alle über 80-jährige Kardinäle die Abschaffung dieser Grente fordern. Sie haben zudem behauptet, dass einige Johannes Paul II. und Benedikt XVI. um Aufhebung der Regel gebeten haben. Ich würde jetzt mal gerne von Ihnen wissen, welche das sind (Namen!).
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#17   Rudolfus   12:24:39 | Montag, 16. Juli 2007
@Benedikt
Na, welche werden’s wohl sein? Die über-80jährigen!
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#16   Benedikt   12:22:12 | Montag, 16. Juli 2007
@ Rudolfus
Was ist denn jetzt mit den Kardinälen?
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#15   ultimo   09:51:27 | Montag, 16. Juli 2007
Typisch österreichischer
Zeitungsstil von halbgebildeten Leuten die sich etwas darauf einbilden bei einer „guten“ Zeitung wie den Standard zu arbeiten, dabei leben sie in einer hoffnungslosen Welt aus Klischees aus den 70er Jahren.
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#14   landorganist   09:13:20 | Montag, 16. Juli 2007
Ha, ha, ha,
„Rohrhofer ist in seiner bisherigen kirchlichen Berichterstattung mit einseitigen und vor allem ungenauen Beiträgen aufgefallen.“
Na, da ist er ja ganz auf Hetznet-Linie! :-D
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#13   Rudolfus   23:40:33 | Sonntag, 15. Juli 2007
@Die Handkommunion wird auch heute noch in den gottesfürchtigen Nationen
als Frevel angesehen.
Die deutsche Nation gehört hier leider nicht dazu.
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#12   Gotthard   23:38:58 | Sonntag, 15. Juli 2007
@Heinrich II.
Alle, bis auf ein paar alte Leute, nahmen den Leib des Herrn in die Hand,
darin gesteht keinerlei Würdelosigkeit…
diese ewig gleichen Nörgeleien – und diese ewig gleichen „Würde“-Vorstellungen…
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#11   Benedikt   23:01:56 | Sonntag, 15. Juli 2007
@ Rudolfus
Doch heute gehören diese Leute bereits selbst zu dieser „Altersgrenze“ und bitten die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die 80jährigen Cardinäle wieder den Papst mitwählen zu lassen.
Johannes Paul II. ist tot. Wer sind denn diese Kardinäle?
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#10   Rudolfus   22:24:39 | Sonntag, 15. Juli 2007
Der eigentümliche Modernistenhaß auf alte Leute
Cardinal Schönborns Pressesprecher: „Es ist eigentlich eine traurige Sache, und es krampft sich das Herz. Meist sind da doch nur ein paar alte Menschen bei solchen Messen.“
DBK-Vorsitzender Cardinal Lehmann: „Da haben doch auch sehr alte Menschen mitunterschrieben.“
Hinzukommt, daß der NOM- und Modernistenpapst Paul VI. Montini seinen Cardinälen ab 80 Jahren bis heute das Papstwahlrecht wegnahm und vorschrieb, alle anderen Bischöfe ab 75 Jahren zu pensionieren.
Diese wiederum pensionierten auch alle älteren Pfarrer.
Doch heute gehören diese Leute bereits selbst zu dieser „Altersgrenze“ und bitten die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die 80jährigen Cardinäle wieder den Papst mitwählen zu lassen.
Abgesehen davon, daß die NOM- und Modernistenamtskirche wenig bis keinen geistigen Nachwuchs hat, sodaß sich diese Leute bald selbst zu den „alten Leuten“ hinzugesellen müssen, ohne aber ihr Gift des Modernismus’ und des Pastoralkonzils an neue Generationen weitergereicht zu haben.
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#9   Sirilo   22:12:50 | Sonntag, 15. Juli 2007
Warum muß eigentlich…
ein Organ, das sich selbst als „Katholische Nachrichten“ bezeichnet, einseitige und ungenaue Berichte aus „antikirchlichen“ Tageszeitungen referieren?
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#8   HeinrichderZweite   21:46:14 | Sonntag, 15. Juli 2007
Liebe Nachtlaterne,
ich hatte heute auch wieder mal das „Vergnügen“ einer neuen Messe beizuwohnen. Abgesehen davon, dass die Predigt nur eine Ansprache a la Bundespräsident ohne jeden religiösen Bezug war, die „Kommunionausteilung“ war von einer unglaublichen Würdelosigkeit. Alle, bis auf ein paar alte Leute, nahmen den Leib des Herrn in die Hand, die meisten nahmen ihn erst im Gehen zu sich. Unglaublich. Der Leib des Herrn wurde von zwei Geistlichen und von mehreren Laien ausgeteilt. Die erste Kommunion bekam ein erwachsener Mann, der so was wie der erste Messdiener war. Er bekam die halbe übergroße Priesterhostie und stopfte die aus seinem Mund herausragende Hostie mit den gefalteten Händen noch eine ganze Zeit lang in den Mund, bis sie endlich Platz hatte. Später fand der zelebrierende Priester auf dem Altartisch etwas, was er in den Mund steckte. Ich vermute, es war ein größeres Stück der Priesterhostie. Dass Modernismus immer so krass ist?
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#7   wiener   21:44:53 | Sonntag, 15. Juli 2007
@ nachtlaterne
pardon – wo wird bei einer beerdigung die kommunion ausgeteilt? oder waren es doch eher die exequien? und wie will der „bekannte eines bekannten“ diese „sarkastischen bemerkungen“ mitbekommen haben?
im übrigen:
priester, die sich schlecht benehmen, gab es zu allen zeiten. das hat weder mit der ordentlichen form des römischen ritus noch mit „modern“ zu tun.
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#6   Nachtlaterne   21:22:58 | Sonntag, 15. Juli 2007
kürzlich erzählte…
…mir jemand, dass ein moderner katholischer priester anläßlich einer beerdigung die hostien ausgeteilt und genau dabei über eine anwesende frau krass sarkastische bemerkung gemacht habe. aber wirklich krass! auf die frage eines trauernde,, warum er sich so als priester bei einer beerdigung verhalte antworte ihm dieser: die zeiten haben sich nunmal geändert.
es wird immer moderner!
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#5   HeinrichderZweite   21:12:37 | Sonntag, 15. Juli 2007
Lieber Gotthard,
vordergründig haben Sie ja recht. Aber ich finde doch, dass etwa ein Jörg Hube oder ein Manfred Steffen der Sprache mehr Würde gibt, als beispielsweise ein Edmund Stoiber oder ein Kurt Beck.
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#4   Gotthard   21:01:31 | Sonntag, 15. Juli 2007
@Heinrich II.
dem Latein aber eine ganz eigene Würde gibt
welche Würde kann eine Sprache schon haben?
Keine Sprache ist würdelos bzw keine Sprache hat eine Würde!
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#3   HeinrichderZweite   20:10:23 | Sonntag, 15. Juli 2007
In den Messen der Priesterbruderschaft Pius X.,
die ich besucht habe und das sind nun schon ziemlich viele in vielen Orten, fiel mir immer der hohe Anteil von Familien mir mehreren Kindern auf. Wo soll der Priesternachwuchs auch sonst herkommen, als von den Familien. Intakte Familien sind sozusagen das Substrat auf dem das Priestertum gedeiht. Daher bei der Bitte um Priesterberufungen auch immer die Bitte um viele heilige Familien.
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#2   Christian Hüller   19:51:38 | Sonntag, 15. Juli 2007
Kommentar
„Es ist eigentlich eine traurige Sache, und es krampft sich das Herz. Meist sind da doch nur ein paar alte Menschen bei solchen Messen.“
Als ob dies bei den NOM-Messen anders wäre. Machen wir uns hier doch nichts vor! Im Übrigen haben auch ältere Menschen den Anspruch auf eine angemessene Gottesdienstversorgung.
Weiterhin bin ich überzeugt, dass es der Priesterbruder-
schaft durch angemessene Jugendarbeit gelingen wird, auch jüngere Menschen für den außerordentlichen Ritus dauerhaft zu gewinnen.
Bislang handelte es sich bei den Messen im Alten Ritus ja nur um Indultmessen, d. h. um Messen, die wortwörtlich nur „geduldet“ wurden. Wenn dieser zwischenzeitlich überholte Status auch im Bewusstsein der Menschen endlich verschwunden ist, werden diese Messen bei der Jugend nicht weniger schlecht oder gut ankommen als die nach dem NOM. Die Wirkung würde ich in jedem Fall als fruchtbringender bezeichnen wollen.
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#1   HeinrichderZweite   19:18:34 | Sonntag, 15. Juli 2007
Das fällt auch bei der Priesterbruderschaft Pius X auf,
„Ein Großteil der gemurmelten Gebete verliert sich unverständlich im Gotteshaus.“
viele Priester versuchen ihre doch ungenügenden Lateinkenntnisse durch eine besonders schlampige Aussprache zu „übertünchen“. Sie meinen offenbar so besondere Vertrautheit mit der Sprache vortäuschen zu können. Dies gelingt aber nur bei dem Zuhörer, der keine Lateinkenntnisse hat. Auch die Ausrede mit der angeblich französischen Aussprache verfängt nicht. Bei denjenigen, die nicht französisch können gelingt eine französische Aussprache nicht, bei denen die französisch als Muttersprache sprechen (so auch beim Erzbischof) gelingt alles andere als eine französische Aussprache nicht.
Freilich sind solche Anmerkungen angesichts der Verdienste der Priesterbruderschaft beckmesserisch. Aber es ist ja kein Menschenwerk so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte. Und den ganz Harten sei die klassische Aussprache de.wikipedia.org/…teinische_Aussprache empfohlen, die zwar von der üblichen Aussprache de.wikipedia.org/…che_des_Lateinischen des Lateinischen abweicht, konsequent verwendet dem Latein aber eine ganz eigene Würde gibt und eine ungeahnte Deutlichkeit. Da braucht man den Schott auch beim Evangelium nicht aufzuschlagen.
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