Wer einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen dem Alten und dem Neuen Ritus konstruiert, der stellt nicht nur das Liturgieverständnis der Kirche, sondern die Kirche selber in Frage. Stellungnahme eines deutschen Bischofs.
Alte Messe bei der Petrusbruderschaft in Rom
(kreuz.net) Der Heilige Vater verwehrt sich im Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ wie in seinem Begleitbrief
gegen die Sprechweise von zwei Riten, als ob das Missale von 1962 im Gegensatz stünde zu der von Papst
Paul VI. promulgierten Form: Es gibt einen Ritus und zwei Ausdrucksformen.
Es dürfte ihn wohl bei dieser
Darlegung nicht nur die liturgiewissenschaftliche Erkenntnis geleitet haben, daß liturgischer Wandel,
soll er authentisch sein, nicht auf Bruch, sondern auf genetischer Entwicklung beruht.
Vielmehr wird
gerade in diesem Punkt des Motu Proprio die Sorge um die Wahrung der Autorität des Zweiten Vatikanums
und um seine Ekklesiologie spürbar.
Zu dieser Ekklesiologie hin will der Papst nach meinem Dafürhalten
mit dem Argument von der Einheit des Ritus in zwei Ausdrucksformen die Tür der Versöhnung öffnen.
Der Eichstätter Bischof Hanke
Wenn nämlich Gegner des Missale von 1962 wie auch Gegner des Missale von 1970 zwischen beiden Formen
einen inhaltlich unüberbrückbaren Gegensatz postulieren sollten, dann beträfe dies nicht nur das Liturgieverständnis
der Kirche, sondern das Kirchenverständnis selbst.
Es sollte nicht vergessen werden, daß es die Liturgie
des Missale von 1962 war, die auf dem Zweiten Vatikanum gefeiert wurde und den Vätern des Konzils wie
den Theologen Kraftquelle war.
Ebenso ist darauf zu verweisen, daß, wie die liturgischen Bücher des
Jahres 1970, die vorhergehenden Meßbücher immer auch Zeugnisse kleinerer oder größerer liturgischer
Entwicklungen waren.
Der im kirchlichen Alltag da und dort geübte Zynismus gegenüber der alten liturgischen
Form von 1962 wirkte manchmal wie ein liturgischer Ödipuskomplex, besonders wenn die aggressive Ablehnung
von Priestern kam, die noch nach der sogenannten tridentinischen Form geweiht worden sind.
Ebenso wirft
aber auch die radikale und nicht minder militante Ablehnung der kirchlich approbierten erneuerten liturgischen
Formen die Frage nach dem Glauben an die Wirksamkeit des Gottesgeistes in der Kirche auf.
Der Novus Ordo,
die unter Papst Paul VI. erneuerte Liturgie, ist im Zusammenhang mit der Tradition zu sehen. Mit dem Motu
Proprio verdeutlicht der Papst diese Rückbindung an die Tradition.
Liturgie darf nicht zu einer von
subjektivem Empfinden geleiteten Erfindung von Formen werden, sondern muß auf der Fortschreibung liturgischer
Tradition aufbauen und von der Innerlichkeit der Gläubigen wie des Zelebranten geprägt sein.
Willkürlich
inszenierte Kreativität in der Liturgie und Deformationen bis an die Grenze des Erträglichen, die sich
über den verbindlichen Charakter der liturgischen Vorschriften hinwegsetzen, verletzen und spalten die
Kirche.
Wegen dieser Spaltung in unseren Reihen haben sich Gläubige der Bewegung von Erzbischof Lefebvre
angeschlossen. Nicht zuletzt aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen ruft der Heilige Vater zu einem würdigen
Vollzug der Liturgie auf.
Von der Neuregelung erwartet Papst Benedikt eine Bereicherung und Verinnerlichung
der Liturgie der Kirche: indem man das reiche Erbe nicht versteckt oder verleugnet, sondern aus einem
unbefangeneren Verhältnis zur Tradition Nutzen schöpft für die Menschen unserer Tage, die auf der Suche
nach Heilszeichen Gottes sind.
Wir sollten uns der Hoffnung des Heiligen Vaters vertrauensvoll anschließen.
Kultivieren wir jetzt nicht irgendwelche Ängste oder Befürchtungen. Auch blinde Euphorie ist nicht
angesagt.
Wie gestern, so geht es heute und morgen weiterhin um unseren gemeinsamen Weg zu Gott und um
das Bestehen dieses Weges. Durch das Motu Proprio wird uns nichts genommen, sondern etwas geschenkt.
Ich möchte die beiden Schreiben des Heiligen Vaters so resümieren: Der Blick auf die Wurzeln bedeutet:
lernen, nicht das Rad zurückzudrehen, sondern in rechter Weise zu wachsen.
Aus der Erklärung des Bischofs
von Eichstätt, Mons. Gregor Maria Hanke, zum Motu Proprio „Summorum Pontificum“.
Email-Adressen der Empfänger
34 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ Typ 20 Prozent erscheinen mir relativ hoch. Ein solcher Anteil vom Mundkommunionen scheint mir eher
die Ausnahme als die Regel zu sein. Nach meinen Erfahrungen liegt der Anteil der Mundkommunionen eher
bei 5 Prozent liegen. Da wird es wohl regionale Unterschiede geben. Aber selbst ein relativ hoher Anteil
von 20 Prozent Mundkommunionen ist ja insgesamt recht wenig. „Normal“ wäre doch eher ein Verhältnis
von 50 zu 50.
@ Libertas Ecclesiae Warum wird die Mundkommunion (sie ist schließlich auch gestattet) innerhalb des
Novus Ordo Missae weitgehend tabuisiert? Hä? In den Gottesdiensten nach dem Missale von 1970, in denen
ich bisher Kommunionhelfer war, würde ich – wenn ich jetzt so Pi mal Daumen an das letzte Jahr zurückdenke –
den Anteil derer, die Mundkommunion praktizieren, auf ca. 20% schätzen; den Anteil derer, die dies kniend
tun, auf ca. 5%. Eine Tabuisierung kann ich nicht erkennen.
Gegenfrage Warum wird die Mundkommunion (sie ist schließlich auch gestattet) innerhalb des Novus Ordo
Missae weitgehend tabuisiert? Das Problem ist die Einseitigkeit, so als müssten Volksaltar, Zweites Hochgebet
und Handkommunion angeblich unhinterfragbare Superdogmen der erneuerten Liturgie. Es ist das Anliegen
des Papstes, dass es hier zu einer Kurskorrektur kommt.
Auffällig Es ist auffällig und sehr bezeichnend, dass gerade diejenigen Elemente bei der Feier des Novus
Ordo Missae peinlichst vermieden werden, die ihn ja mit der überlierten Gestalt der Messe verbinden würden:
die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und Volk, der Gebrauch des römischen Kanons, die Form der
Mundkommunion etc. Sowohl die der Gemeinde zugewandte Form der Zelebration, als auch die Verwendung von
zugelassenen anderen Kanones, als auch die Form der Handkommunion wurde von den nachkonziliaren Päpsten
durch entsprechende Erlässe gestattet.
@libertas Die Handkommunion ist doch nicht an den normalen Usus gebunden. In Deutschland ist die Handkommunion
erlaubt – in welchem Form des römischen Ritus auch immer! Die katholische Kirche hat den Kommunionempfang
auf die Hand als normale Form erlaubt – also wo ist das Problem beim außerordentlichen Ritus?
@ Puchil2 Das ist eine rein formalistische Begründung. Auf den Inhalt kommt es an. Die Art und Weise,
wie der Novus Ordo zustande gekommen ist, wurde vom gegenwärtigen Papst vielfach kritisiert. Entscheidend
ist im übrigen nicht die Papierform, sondern die tatsächlich praktizierte Form eines Ritus, also das,
was die Gläubigen Sonntag für Sonntag konkret erleben. Es ist auffällig und sehr bezeichnend, dass
gerade diejenigen Elemente bei der Feier des Novus Ordo Missae peinlichst vermieden werden, die ihn ja
mit der überlierten Gestalt der Messe verbinden würden: die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und
Volk, der Gebrauch des römischen Kanons, die Form der Mundkommunion etc. Solange diese Dinge bei der
Feier des NOM in den weitaus meisten Gemeindemessen in Deutschland tabuisiert werden, stimmt etwas nicht
mit dem konkret erlebten Novus Ordo. Das sind Elemente, die niemals abgeschafft oder gar verboten wurden.
Hier bedarf es einer echten Umkehr.
„sicherlich mit hoher Verantwortung geführten Beratungen von vielen Fachleuten“ So kann man das schönreden.
Problem ist, dass die damals neu geschriebenen Texte – wie sehr viele nachher erkannt haben – inhaltlich
vollkommen unzureichend sind. Wenn man das erkannt hat, was soll man dann davon halten, dass die Texter
des NOM als „Fachleute“ bezeichnet werden?
Rchtig Darum hat Paul VI. den NO promulgiert und nicht die Liturgiewissenschafter. Und Benedikt XVI. hat
ihn als ordentlichen Ritus bestätigt und nicht Liturgieprofessoren.
@ Puchil“ Robert Spaemann hat das Problem folgendermaßen auf den Punkt gebracht: „Wie Kriege zu ernst
sind, um sie den Generälen zu überlassen, so sind Riten zu ernst, um sie den Liturgiewissenschaftlern
als Experimentierfeld zu überlassen. Die irdischen Gefäße der Wahrheit können gar nicht sorgsam genug
behandelt werden.“
An semper reformandus In SC heißt es: „Der Mess-Ordo soll so überarbeitet werden, dass der eigentliche
Sinn der einzelnen Teile und ihr wechselseitiger Zusammenhang deutlicher hervortreten und die fromme und
tätige Teilnahme der Gläubigen erleichtert werde. Deshalb sollen die Riten unter treulicher Wahrung
ihrer Substanz einfacher werden. Was im Lauf der Zeit verdoppelt oder weniger glücklich eingefügt wurde,
soll wegfallen. Einiges dagegen, was durch die Ungunst der Zeit verloren gegangen ist, soll, soweit es
angebracht oder nötig erscheint, nach der altehrwürdigen Norm der Väter wiederhergestellt werden. Auf
dass den Gläubigen der Tisch des Gotteswortes reicher bereitet werde, soll die Schatzkammer der Bibel
weiter aufgetan werden, so dass innerhalb einer bestimmten Anzahl von Jahren die wichtigsten Teile der
Heiligen Schrift dem Volk vorgetragen werden.“ Wie sich jeder einzelne Konzilsvater die konkrete Umsetzung
der mit großer Mehrheit beschlossenen „Eckdaten“ vorgestellt hat, ist nicht feststellbar und reine Spekulation.
Daher für die Diskussion nicht wirklich ergiebig. Was dann konkret 1970 heraus gekommen ist, ist das
Ergebnis von sicherlich mit hoher Verantwortung geführten Beratungen von vielen Fachleuten, denen sich
Paul VI. durch die Promulgierung des neuen Ritus angeschlossen hat. Eine andere Vorgangsweise war ja auch
schwer möglich. Und letztlich stellt sich jetzt ja auch Benedikt XVI. voll hinter den Ritus von 1970,
wenn er ihn im Motu Priprio als den „ordentlichen“ bezeichnet.
@puchil Sie wissen doch sicher, das in SC nichts von der Abkehr vom Latein, vom Hochaltar und vom Opferpriestertum
steht. SC fordert auch keine neuen Hochgebete, in denen das „Opfer“ praktisch nicht vorkommt. Sicher wissen
Sie auch, dass Experimente mit NO-ähnlichen Messformen bei den Bischöfen durchfielen. Die Konzilsväter
wollten nicht den NO in der heute anzutreffenden Form. Der Papst war ja damals, anders als ich, dabei,
er behauptet das jedenfalls, und ich glaube ihm. In einem Punkt haben Sie aber leider Recht: Es wundert
einen immer wieder, wieso die „alte“ Messe den NO nicht „verhinderte“. Aber die Israeliten tanzten ja
auch um das goldene Kalb, obwohl sie gerade erst Gottes Güte erfahren hatten. Interessant übrigens:
nach dem MP soll in 3 Jaren Bilanz gezogen werden – also 2010, genau 40 Jahre nach dem Inkrafttreten des
NO. 40 Jahre … da knüpfen sich viele Assiziationen an, auch zum Thema Israel in der Wüste …
Bischof Hanke „Ich gebe zu bedenken, es sollte nicht vergessen werden, dass es die Liturgie des Missale
von 1962 war, die auf dem Zweiten Vatikanum gefeiert wurde und den Vätern des Konzils wie den Theologen
Kraftquelle war.“ In welchem anderen Ritus hätten sie feiern sollen? Es gab ja nur diesen! Und der Herr
Bischof vergaß zu erwähnen, dass fast alle Konzilsväter der Meinung waren, dass genau dieser Ritus
von 1962 überarbeitet gehört. Die Abstimmung über die Konstitution Sacrosantum concilium lautete dann:
2147 Ja-Stimmen gegen nur 4 Nein-Stimmen für die Reform. die in ihren Eckpunkten im selben Dokument festgelegt
wurde!
Sekten Wären die Sorgen von Lingen und Co. aber völlig aus der Luft gegriffen, hätte es dieses klärenden
Aktes nicht bedurft, oder? Einige Spinner gibt es immer wieder. Und jeder Sektierer zaubert seine Gründe
immer her. Diese sind stets aus der Luft gegriffen. Nur weil ein Unwürden Lingen kreischt und sein geSTÖHRter
Genosse mit ihm bellt, so bleibt deren Anliegen doch stets aus der Luft gegriffen. Es soll sogar einige
Sekten geben, die sich ihren eigenen Papst aussuchen: www.truecatholic.org/pope/ na, aber die Sedisvakantisten
scheinen wie die Protestanten in unzählige Splittergruppen zerfallen zu sein. Da zeigt sich nun, wie
es ist, wenn man sich vom Vater trennt. Bleibt zu hoffen, daß die Piusbrüder nicht dorthin abdriften,
sondern sich bekehren und sich Rom unterwerfen. Rom hat nun ALLES erdenkliche getan. Doch Vorsicht, das
Motu proprio wurde am 7.7.7 veröffentlicht. böse böse böse. Es soll ja wieder einige Spinner geben,
die in ALLEM etwas böses sehen. Was man nicht alles heranlügt, um nicht die Einheit einzugehen…
@rudolfus ich sagte nicht, dass ich die Idee einer Sedisvakanz z.B. wg. eines papa haereticus grundsätzlich
bzw. abstrakt für falsch halte, sondern dass ich den heute konkret anzutreffenden Sedisvakantismus für
falsch halte, erst recht nach Summum Ponitificum. Zugleich betone ich, dass man für die Sedis ein gewisses
Verständnis aufbringen kann, wie es offenbar sogar der Papst tut. Dafür sprechen auch scheinbar nebensächliche
Details, wie z.B. die titelgebenden Anfangsworte des MP – sie stellen signalhaft die Bedeutung diese Frage
für das Papsttum an sich in den Mittelpunkt und betonen, dass alle Päpste liturgisch „beste Absichten“
hatten. Alles das zielt gegen die Sedisvakantismus, also nimmt Rom ihn ernst.
@semper reformandus / Die Sedisvakantismuslehre kann nicht grundsätzlich falsch sein, da diese Lehre
offiziell von Papst Paul IV. in einem offiziellen Päpstlichen Schreiben vorgetragen wird. Sie ist also
ein Bestandteil des katholischen Glaubens.
@maledica, santo etc Ich halte den Sedisvakantismus ausdrücklich für falsch, bin aber mit der Art und
Weise, wie Sie auf Stöhr etc. verbal einschlagen, nicht einverstanden. Entweder Lingen u.a. sind verrückt,
dann brauchen sie professionelle Hilfe. Oder sie irren, ohne im pathologischen Sinne Irre zu sein, dann
müssen wir den Irrtum ausräumen. Der Papst nimmt diese Sorgen jedenfalls ernst, sonst hätte er sein
Motu Proprio nicht so begründet, wie er es tat, nämlich mit einer „Rechtfertigung“ des NO durch die
Tradition. Diese Vorgehensweise des Papstes zeigt, dass er weiß, dass die logische Alternative zu seiner
Sichtweise letztlich nur der Sedisvakantismus wäre (siehe mein Posting unten). Als Papst hat er zum Glück
die Macht, dieses Problem zu lösen, indem er verfügt, dass der NO in allen Einzelheiten auch der lex
credendi der Tradition entspricht – zu entsprechen hat, so definiert bzw. dekretiert er es. Die Schwäche
des NO ist, dass man man beides – Rechtgläubigkeit und Häresie – in ihn hineinlesen kann, er ist nun
einmal häresietechnisch nicht so „kentersicher“ wie die traditionelle Liturgie. Nach Benedikt darf man
aber ab sofort Glaubenslügen und Traditionsbrüche nicht mehr unter Berufung auf den NO hochhalten, wie
es Röser skandalöserweise in dem unten kommentierten Beitrag immer noch versucht. Damit ist das Thema
Sedisvakantismus erkedigt, Rom bleibt rechtgläubig. Wären die Sorgen von Lingen und Co. aber völlig
aus der Luft gegriffen, hätte es dieses klärenden Aktes nicht bedurft, oder?
Sedisvakantistensekte …tut Herr Stöhr exakt das. Nach seinen Worten soll Herr Lingen der einzige katholische
Priester im deutschen Sprachraum sein. Die anderen Priesterweihen seitens der „V2-Sekte“ (seine Worte,
nicht meine) hält er für ungültig. Sie rennen also offene Türen ein. Tja der geSTÖHRte und sein nichtswürdiger
Kumpane scheinen der Meinung DER Kirche über sich und ihre sedisvakantistischen Sektengenossen viel Beachtung
zu schenken. Sonst würden sie sich einfach verkrümeln und sich in ihre Gummizelle zurückziehen und
nicht immer wieder plärren! Nicht einmal die mit dem Sedisvakantismus sympathisierenden Piusbrüder würden
sich solch einer Freakshow anschließen…
@ Maledica Genau genommen… geSTÖHRter Sedisvakantist, warum tummeln Sie sich nicht um Unwürden Lingen
und weinen dort herum und zweifeln dann ALLE Priesterweihen an, außer die von Herrn Lingen natürlich
nicht. …tut Herr Stöhr exakt das. Nach seinen Worten soll Herr Lingen der einzige katholische Priester
im deutschen Sprachraum sein. Die anderen Priesterweihen seitens der „V2-Sekte“ (seine Worte, nicht meine)
hält er für ungültig. Sie rennen also offene Türen ein.
Sektenladen geSTÖHRter Sedisvakantist, warum tummeln Sie sich nicht um Unwürden Lingen und weinen dort
herum und zweifeln dann ALLE Priesterweihen an, außer die von Herrn Lingen natürlich nicht. Denn ALLE
sind schlecht und böse. Außer natürlich die Sedisvakantisten, die mit ihrer Verklemmung ALLEINE die
Wahrheit erkannt haben. Der papst und die Weltkirche sind natürlich zu blöd dafür
semper reformandus: „ Der NO legt den Verdacht nahe, es handele sich nicht nur um eine weitere Entfaltung
der der liturgischen Feier ein und des selben, alten Glaubens, sondern es handele sich um die Ausdruckform
eines neuen Glaubens.“ Das ist kein „Verdacht“, sondern das trifft die Sache haargenau. Die „Liturgie-Reform“
war keine Liturgie-Reform, sondern eine Ritus-Reform. Gleiches gilt für die „neue“ (ungültige) Bischofsweihe.
Sie machen Ihrem Namen wieder alle Ehre Sie sind wahrlich geSTÖHRt! Aber die Motu Messe wird eine leere
Show sein. Ohne wahre Bischöfe noch ohne wahre Priester – keine Realpräsenz; ohne Realpräsenz, keinen
Gott, den wir empfangen und anbeten können – nur Brot…“ So geistig umnachtet können wirklich nur Sedisvakantisten
sein, die sich um Unwürden Lingen und Consorten scharen. Die totale Verblendung eben…
@bernardo deshalb schrieb ich ja auch „wenn der Verfasser Recht hätte“, im Konjunktiv. Mein Gedankengang
war vielleicht schlecht nachvollziehbar ausgedrückt, daher nochmal neu: 1. Der überlieferte Glaube der
Kirche ist unabänderlich, wer etwas anderes glaubt, glaubt nicht den Glauben der Kirche. 2. Der NO legt
den Verdacht nahe, es handele sich nicht nur um eine weitere Entfaltung der der liturgischen Feier ein
und des selben, alten Glaubens, sondern es handele sich um die Ausdruckform eines neuen Glaubens. 3. Träfe
dies zu, stünde der NO außerhalb der Kirche; die Päpste seit Paul VI wären ggf. nur Scheinpäpste.
4. Benedikt hat dieses Problem erkennt und nimmt es ernst. Daher dekretiert er eine andere Lesart des
NO, betont, dass es keinen „Bruch“ geben sollte und – insbesondere – keinen geänderten Glaubensinhalt.
Er propft den NO ausdrücklich in die überlieferte Liurgie ein, um ihn zu retten. Denn andernfalls hätten
die Sedis – s.o. – ja Recht. 5. Stimmen die vostehenden Thesen, so folgt daraus für Röser: Entweder
das Bemühen des Papstes um eine Rettung des NO durch klare Definitions als „Teil der inhaltlich ungebrochenenTradition“
hat Erfolg und ist logisch-dogmatisch durchzuhalten, dann verkündet Röser schlicht Unwahres, Falsches,
muss sich bekehren oder er steht außerhalb der Lehreder Kirche. Oder der Bruch ist wirklich da, die Rettunsgversuche
des Papstes sind hilfslose Bemühungen, etwas zu kitten, was in Wahrheit nur zu kaschieren ist – dann
haben die Sedis eben doch Recht.
@Bernado Der Christ in der Gegenwart war schon vor 20 Jahren eine einzige Problemzone. Was Johannes „Mythos“
Röser da zusammenreimt, ist reichlich unausgegoren. Ich stimme ihm zu, dass die neue Form der Messe die
stärkere sein wird, aber nicht „per se“ und schon gar nicht „gegen Trient“. Die Äußerungen moderner
Liturgiker der letzten Wochen befestigen meinen Eindruck, dass das m.p. sein musste, dringend. Denn die
„relecture“ des usus antiquior muss diesen Herrschaften zugemutet werden. Es wurde höchste Zeit für
die päpstliche Reparatur des Traditionsbegriffs. Zum Glück liest den „CiG“ nur noch das pastorale Veteranenheim.
„Enteignet Herder!“
sakrilegische Laiensimulationen „Gregorianischer Choral und Palestrina wird man in großartig ausgestatteten
Kirchen hören, Messgewänder, geferigt aus Goldbrokat werden glänzen, Wolken voll von Weihrauch werden
die Barockapsis füllen, Prediger, gekleidet mit feiner Spitze, werden die Rückkehr des Heiligen proklamieren,
Kleriker mit feierlichem Gesichtsausdruck werden, so weit dies mit den verstümmelten Riten von Johannes
XXIII. möglich ist, mit rubrizistscher Vollkommenheit fungieren. Aber die Motu Messe wird eine leere
Show sein. Ohne wahre Bischöfe noch ohne wahre Priester – keine Realpräsenz; ohne Realpräsenz, keinen
Gott, den wir empfangen und anbeten können – nur Brot…“ www.kreuz.net/…1273.attachment7.htm
semper reformandus schrieb: „Wenn der Verfasser Recht hätte, wäre dieses Bemühen des Papstes vergeblich
und der Novus Ordo unrettbar verloren. Dann müsste man in der Konsequenz wohl ernsthaft über Sedisvakanz
nachdenken.“ Diese Schlußfolgerung verstehe ich nicht so ganz. Natürlich hat der Verfasser nicht recht –
wenn der Papst sagt „Es gibt keinen Bruch“, dann ist der NO so zu gestalten und zu erklären, daß es
keinen Bruch gibt, und diejenigen, die dazu nicht beeit sind, stellen sich selbst außerhalb der Kirche.
Früher oder später wird diese Trennung dann auch in der einen oder anderen Form protokolliert werden.
Im konkreten Fall tippe ich allerdings auf „später“, denn der Verfasser des Artikels, Johannes Röser,
ist schließlich nicht irgendwer, sonder Chefredakteuer der im Herder Verlag erscheinenden Zeitschrift
„Christ und Gegenwart“, die sich des Wohlwiollens vieler Bischöfe erfreut. Der Papst selbst hat jetzt
eindeutig Stellung bezogen, wer ihm folgt vermeidet den Bruch, für Sedisvakantismus besteht keinerlei
Anlaß – höchstens dazu die Autorität jener Bischöfe zu bezweifeln, die dem Papst nicht folgen wollen.
@Bernardo Vielen Dank für den Link auch von mir. Dieser furchtbar klare, dem Papst offen widersprechende
Text (der z.B. klar sagt, dass es aus Sicht des Verfassers sehr wohl einen „Bruch“ gab) zeigt, dass viele
Anhänger der Novus Ordo Feinde des alten Ritus und damit der gesamten Traditrion und damit der Kirche
selbst sind. Die penetrante Wiederholung von Irrlehren wie „Ablösung des Opfers durch ein Liebesmahl
der Gemeinde“ ö.ä. zeigt übedies, wie unbelehrbar diese Pseudokatholiken (bzw. Kryptoprotestanten)
sind. Der Artikel beschreibt nicht nur, dass es aus Sicht des Verfassers einen „Bruch“ entgegen der Lesart
des Papstes sehr wohl gab – dies sehen ja z.B. auch die Sedisvakantisten so- sondern verrät klar, auf
welcher Seite der Verfasser nach der von ihm behaupteten bruchhaften Veränderung des Glaubens in Folge
von Reformation, Aufklärung etc., steht – auf der Seite derjenigen, die die alte Glaubenslehre ablehnen.
Damit schlägt der Verfasser das Angebot des Heiligen Vaters aus, den unter dem nicht gerade fernliegenden
Verdacht der Häresie leidenden Novus Ordo dadurch zu retten, dass er ihn als „bruchlose“ Neuentfaltung
des einen, rechtgläubigen Ritus definiert. Wenn der Verfasser Recht hätte, wäre dieses Bemühen des
Papstes vergeblich und der Novus Ordo unrettbar verloren. Dann müsste man in der Konsequenz wohl ernsthaft
über Sedisvakanz nachdenken.
Fabianus, der Bischof hat Recht. Wer heute die „alte“ Messe als Kleriker zelebriert bzw. als Gläubiger
mitfeiert, der tut das in Würde und innerer Anteilnahme, es handelt sich ja um „Überzeugungstäter“.
Allerdings beklagen meine Eltern noch, dass die Messe und die Teilnahme daran vielfach in Formalismus
erstarrt ist. Sie freuten sich über die „neue“ Messe nach Paul VI. Heute erlebe ich, dass es in der „neuen“
Messe in anderer Weise Auswüchse gibt. Die Herumgestalterei an alten Traditionen. Der nicht aus Respektlosigkeit,
sondern aus Unwisssenheit ignorante Umgang mit Texten aus Hl. Schrift und Liturgie. Und hinzu, dass man
heute in der Messe mit Texten oft zugelabert wird von einem Priester, der wie ein Alleinunterhalter dasteht.
Der gläubige Respekt vor Sakrament, Bibel, Tradition und -last but not least – der Gegenwart Jesu Christi
würde viel Unwürde aus der oft ideologiebelasteten Diskussion herausnehmen.
Fabianus fragte: „Mich würde interessieren, woher genau die Ablehnung gegenüber dem alten Ritus kommt. „
Die authentische Antwort dazu gibt Johannes Röser von „Christ in der Gegenwart“ hier. …hrist-in-der-gegenwart.de/aktuell/artikel_html
Mich würde interessieren woher genau die Ablehnung gegenüber dem alten Ritus kommt. Was hat dazu geführt,
dass 40 Jahre danach, so massiv von manchen Seiten dagegen protestiert wird? War der alte Ritus schon
zu „Lebzeiten“ heimlich verhasst? Hat der neue Ritus dazu beigetragen, dass der alte nun so geächtet
wird? Mir ist immer noch nicht klar geworden, wie eine solche Entwicklung sich vollziehen konnte, da die
Erklärungen immer von pro und contra Argumenten durchfärbt waren/sind und somit keine objektive wissenschaftliche
Erklärung bieten können.