Alte Privatmessen? + Zwei Koadjutoren + Der Papst wird eine „wichtige Rede“ halten + Kurzbesuch in Österreich? + Angriff der Meinungsfreiheit
Alte Privatmessen?
Vatikan. Papst Benedikt XVI. liest in seiner Privatkapelle „regelmäßig“ die Alte
Messe. Das behauptet die US-Nachrichtenagentur ‘CWNews’ aufgrund ungenannter vatikanischer Quellen. Das
Gerücht dreht in traditionellen Kreisen bereits seit zwei Jahren die Runde. ‘CWNews’ berichtete ferner
von Renovierungsarbeiten in der päpstlichen Kapelle Redemptoris Mater. Die Arbeiten sollen gleich nach
der Papstwahl begonnen haben. In der Kapelle sei der Mahltisch durch einen längeren Altar ersetzt worden,
der an der Wand stehe und in der Mitte einen Tabernakel besitze.
Zwei Koadjutoren
Vatikan. Wie von italienischen
Medien bereits Anfang Juli angekündigt, hat Papst Benedikt XVI. gestern seinen zweiten Privatsekretär,
Prälat Mieczyslaw Mokrzycki (46), zum Koadjutor der lateinischen Erzdiözese Lemberg (Lwiw) in der Ukraine
ernannt. Prälat Mokrzycki ist ein aus der Ukraine stammender Pole. Er war schon Privatsekretär von Papst
Johannes Paul II. Der neue Koadjutor wird dem gegenwärtigen Lemberger Erzbischof, Marian Kardinal Jaworski
(80), nachfolgen. Ferner ernannte Benedikt XVI. den gegenwärtigen Weihbischof von Lemberg, Mons. Marian
Buczek (54), zum Koadjutor der ukrainischen Diözese Charki-Saporischia.
Der Papst wird eine „wichtige
Rede“ halten
Vatikan. Benedikt XVI. plant im kommenden Jahr neben seinem Aufenthalt am Weltjugendtag
in Sydney auch eine Reise nach New York und Lourdes. Das erklärte der Sprecher des vatikanischen Pressesaales,
Pater Federico Lombardi, gestern vor Journalisten. In New York will der Papst vor den Vereinten Nationen
sprechen. In Lourdes will er den 150. Jahrestag der Marienerscheinungen begehen. Pater Lombardi kündigte
ferner an, daß der Papst bei seiner Österreich-Reise im September eine „international wichtige“ Rede
halten werde.
Kurzbesuch in Österreich?
Österreich. Die österreichische Presse spekuliert gegenwärtig
über einen Kurzbesuch des Papstes im Kärntner Wallfahrtsort Maria Luggau. Das Marienheiligtum ist nur
dreißig Kilometer von der norditalienschen Ortschaft Lorenzago di Cadore entfernt, wo der Papst seinen
Sommerurlaub verbringt. Der Privatsekretär des Papstes, Prälat Georg Gänswein, hat den Wallfahrtsort
vor drei Wochen mit dem päpstlichen Hubschrauber besucht, um sich mit österreichischen Sicherheitskräften
über die Örtlichkeit kundig zu machen.
Angriff der Meinungsfreiheit
Polen. In Polen haben Priester
und Politiker den Leiter des dortigen ‘Radio Maryja’, Pater Tadeusz Rydzyk, in einem Offenen Brief gegen
jüngste Angriffe verteidigt. Der Brief wendet sich an den progressistischen Generaloberen der Redemptoristen
in Rom. Bei den Anschuldigungen handle es sich um eine verbissene Haß-Kampagne von Liberalen, die der
Kirche faktisch gleichgültig gegenüberstünden: „Das ist ein Versuch, Radio Maryja – die wichtigste
Enklave der Meinungsfreiheit in Polen – zu zerstören.“
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25 Lesermeinungen
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Leider hat man, wie in den österreichischen Medien berichtet wurde, im Land Kärnten vergebens auf den
jetzigen deutschen Papst gewartet. Gerüchte wollten wissen, der Papst selbst würde mit dem päpstlichen
Hubschrauber persönlich kurz auf Besuch vorbeikommen. So muß sich Österreich noch bis September gedulden.
Der erste Papst aus deutschen Landen war übrigens Gregor V. (Pontifikat 996-999, Herzog Bruno v. Kärnten),
als ein Urenkel von Kaiser Otto dem Großen, geboren 972, möglicherweise in Stainach (Steiermark).
Sommerurlaub des Papstes Ich habe heuer noch nirgends gelesen, wer den Papst im Urlaub außer seinem Privatsekretär
begleitet. Sind die beiden gottgeweihten Jungfrauen vom Vorjahr wieder dabei, von denen eine sehr gut
Cello spielt?
Is doch ganz einfach: 1. Die Kapelle Redemptoris Mater ist nicht die Privatkapelle des Papstes. 2. Der
Heilige Vater feiert morgens die Hl. Messe i.d.R. in seiner Privatkapelle (NICHT in der Kapelle Redemptoris
Mater). 3. Der Altar in der Kapelle Redemptoris Mater soll angeblich kurz nach der Papstwahl a) verbreitert,
b) an die Wand gerückt sowie c) mit einem Tabernakel versehen worden sein. 4. Ich stelle fest: a) Der
Altar in der Kapelle Redemptoris Mater steht im Dezember 2006 und im März 2007 nicht an der Wand. b)
Im März stand darauf ein Tabernakel und sechs Leuchter in traditioneller Anordnung, c) im Dezember aber
nicht. d) der Altar in der Privatkapelle ist kein Volksaltar und war es auch nie. Es folgt daraus: Am
Altar in der Kapelle Redemptoris Mater kann in beide Richtungen zelebriert werden. Am Altar der Privatkapelle
nicht. Wir wissen: An dem Morgen, an dem das Fernsehteam in der Privatkapelle anwesend war, zelebrierte
der Hl. Vater in der ordentlichen Form. Es folgt daraus: Der Papst zelebriert auch in der ordentlichen
Form in seiner Privatkapelle. Wer hätte das gedacht Der Schluß des Landorganisten, dies sei immer der
Fall, ist aber nicht zwingend. Wir wissen es nicht.
#18 ExBochumer † 15:39:01 | Dienstag, 17. Juli 2007
Eine Lachnummer, die da hervorgezaubert wird. Von den Medien, zu denen auch kath.net gehört. Die haben
nämlich schon gestern „prophezeit“ (unter Einfluss der Gospa?? ), daß der Hl. Vater vorzeitig Österreich
besuchen wird. Lachen ob der Gerüchte. – Das tue ich mir jetzt mal an. usw.
@Benedikt Nicht alles durcheinanderwerfen: Der Umbau des Altares soll in der Kapelle Redemptoris Mater
stattgefunden haben. Das ist NICHT die Privatkapelle, in der der Heilige Vater morgens die Hl. Messe zelebriert
und die deswegen in dem Bericht gezeigt wurde. Dort stand noch nie ein Volksaltar. In der Kapelle Redeptoris
Mater wurde dagegen durchaus versus populum zelebriert. Das von mir verlinkte Foto zeigt nun aber deutlich,
dass am 3. März dieses Jahres auf dem dortigen Altar Tabernakel und Leuchter standen. Hat sich HIER tatsächlich
etwas getan?
#16 landorganist 14:10:52 | Dienstag, 17. Juli 2007
@.chen Sie glauben doch nicht, dass sich der Papst durch die Anwesenheit einer Kamera bei der Wahl des
Missale oder auch in sonst einer Weise beeinflussen lässt. Da sind andere sicher anfälliger…Fellay,
z. B., der jede Kamera oder jedes Aufzeichnungsgerät nutzt, um sofort irgendwelche unqualifizierten Forderungen
gen Rom zu senden, wenn er schon einmal die Gelegenheit hat, öffentlichkeitswirksam draufzuhauen.
Benedikt Die päpstl. Privatmesse war durch die Anwesenheit des Kamerateams freilich etwas weniger „privat“,
villeicht hatte das ja auch einen Effekt auf die Wahl des Missale … ???
Altar In der Kapelle sei der Mahltisch durch einen längeren Altar ersetzt worden, der an der Wand stehe
und in der Mitte einen Tabernakel besitze. Das ist definitiv so, wie in einem ARD-Dokumentarfilm zu sehen
war. Allerdings zelebrierte der Papst die Forma ordinaria mit Mgr Gänswein und dem anderen Sekretär
(nunmehr Bischof-Koadjutor) als Konzelebranten.
„Angriff der Meinungsfreiheit“ Dass die Redaktion Schwierigkeiten hat, Sachverhalte korrekt darzustellen,
ist uns allen ja hinlänglich bekannt. Dass sie es auch immer wieder schafft, Überschriften unpassend
oder gar falsch zu formulieren, zeigt sich heute wieder an dem oben zitierten Beispiel. Frage: Wen oder
was greift die Meinungsfreiheit denn an?
#11 landorganist 11:59:12 | Dienstag, 17. Juli 2007
@Rudi Hören Sie endlich auf, sich wie eine Schlange zu winden, sondern liefern Sie Belege für Ihre Äußerungen.
Wenn Sie da nicht können, sollten Sie besser schweigen.
#9 landorganist 11:46:01 | Dienstag, 17. Juli 2007
@logos Nun, damit bin ich doch bei Ihnen in bester Gesellschaft, nicht wahr! Hier behauptet doch jeder
was ohne es zu begründen, z. B. Rudi, der sagt, die Kardinäle über 80 wünschen sich ihr Wahlrecht
zurück, Quellen???? Fehlanzeige. Das gibt es doch täglich. Zu Ihrer Beruhigung: Im Bericht wurde auf
den NOM verwiesen. Natürlich, ich weiß, man soll nicht alles glauben, was die Medien verbreiten…weshalb
ich ja auch Hetznet nur die Hälfte glaube und davon auch nur 50 %.
Die Papstmesse als Missa extraordinaria im September in Mariazell Es wäre jedenfalls eine sehr angebrachte
Gelegenheit, die Papstmesse im September in Mariazell im Ritus extraordinarius zu zelebrieren, da die
Anweisungen in der Päpstlichen Bulle über den Ritus extraordinarius auch im September inkrafttreten.
sehr geehrter landorganist, Ihr Unwissen rührt ob seiner Einfachheit. Irgendwelche Filmaufnahmen als
„Quelle“ oder „Begründung“ anzuführen, zeugt von bewegender Naivität.
Warum so sicher? Dass es in der Privatkapelle des Papstes keinen Volksaltar gibt, ist bekannt. Auch, dass
die in diesem Bericht gefilmte Messe eine solche in der ordentlichen Form des römischen Ritus war: Es
handelte sich um eine Konzelebration. Aber woher wissen Sie, dass der Papst immer die ordentliche Form
zelebriert?
Ich freue mich jetzt schon wie ein Kind auf landorganistens Reaktion, wenn der Heilige Vater am Fest Kreuzerhöhung
öffentlich die Messe aller Zeiten lesen wird. Das wird ein Fest! Auch Gotthard und alle anderen wütenden
Modernisten werden schmoren. Das Allergrößte aber wird die Freude über die Rehabilitierung der Messe
aller Zeiten sein (ist es ja jetzt schon). Welches Glück!
#4 landorganist 11:06:06 | Dienstag, 17. Juli 2007
Falsch! Der Papst zelebriert in seiner Privatkapelle den NOM, allerdings mit dem Rücken zur Gemeinde.
Dazu gab es vor nicht langer Zeit einen Filmbericht über den Arbeitsalltag des Papstes. Dort wurde darüber
berichtet. Der sog. „Volksaltar“ fehlt nur aus Platzgründen, die Kapelle ist relativ klein.
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 11, 20-24 In jener Zeit begann Jesus den Städten,
in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten: Weh
dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch
geschehen sind – man hätte dort in Sack und Asche Buße getan. Ja, das sage ich euch: Tyrus und Sidon
wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie euch. Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst
bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen. Wenn in Sodom die Wunder geschehen
wären, die bei dir geschehen sind, dann stünde es noch heute. Ja, das sage ich euch: Dem Gebiet von
Sodom wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dir.
Vielleicht… ‘CWNews’ berichtete ferner von Renovierungsarbeiten in der päpstlichen Kapelle Redemptoris
Mater. Die Arbeiten sollen gleich nach der Papstwahl begonnen haben. In der Kapelle sei der Mahltisch
durch einen längeren Altar ersetzt worden, der an der Wand stehe und in der Mitte einen Tabernakel besitze.
Wenn man sich das Foto hier …ww.catholicpressphoto.com/daily.htm vom 3. März 2007 anschaut, dann scheint
das auf den ersten Blick zu stimmen. Vielleicht werden Tabernakel und einige Leuchter aber für (manche)
Hl. Messen entfernt (so wie das hinsichtlich der Leichter am Papstaltar im Petersdom auch der Fall isst)
und der Altar steht ein wenig von der Wand entfernt, so dass beide Zelebrationsrichtungen möglich sind.
Dass der Papst die Alte Messe lese, wurde auch schon von Johannes Paul II. behauptet. Frommes Wunschdenken?
Die grösste Wirksamkeit würde Summorum Pontificum Cura jedenfalls entfalten, wenn Benedikt XVI. selbst
regelmässig im ausserordentlichen Usus des Ritus Romanus zelebrierte, etwa einen der Gottesdienste an
Ostern, Pfingsten und Weihnachten – oder eben, aus gegebenem Anlass, am Fest Kreuzerhöhung!