Paedophilie
Das große Los gezogen
Wer in den USA von einem Priester sexuell mißbraucht wurde, ist mit einem Silberlöffel im Mund geboren. Der jüngste Fall: die Erzdiözese Los Angeles. Ein Kommentar.
(kreuz.net, Los Angeles) Daß Priester Minderjährige, im vorliegenden Fall vor allem Jugendliche, das heißt, vor allem männliche Jugendliche, homosexuell geschändet haben, ist ein Skandal.

Ein noch größerer Skandal ist, daß die Bischöfe der 70er und 80er Jahre, dem Treiben dieser Jugendschänder tatenlos zuschauten – obwohl es damals genügend warnende Stimmen gab. Doch diese Stimmen wurden als konservative, konzilsfeindliche Stänkerer abgetan.

In den USA berichtete zum Beispiel die katholisch-konservative Wochenzeitung ‘The Wanderer’ immer wieder über solche Fälle. Doch ‘The Wanderer’ galt als Stimme der Reaktion. Damit war sein Einfluß begrenzt.

Denn die liberalen Bischöfe waren damit beschäftigt, das Konzil zu implementieren. Außerdem war die sexuelle Schändung Minderjähriger gerade modern.

Ähnlich wie die Abschaffung des Zölibates erwartete man die unmittelbar bevorstehende Enttabuisierung der Päderastrie und hatte diese sogar teilweise erreicht.

Der allergrößte Skandal ist freilich, was gegenwärtig in der Erzdiözese Los Angeles geschieht:

Am vergangenen Sonntag kündigte diese an, 660 Millionen Dollar – über 480 Millionen Euro – an sogenannte „Überlebende von Mißbräuchen“ auszuzahlen.

Ein Drittel der Summe wird von Versicherungen aufgebracht. Vorausgehend hatte die Erzdiözese bereits 114 Millionen Dollar an angebliche Opfer zugesagt.

Die Gewinner dieses skandalösen Riesenlottos sind 508 Personen, die in den vergangenen Jahrzehnten als Minderjährige von Priester mißbraucht wurden. Pro Nase ergibt das zwischen 100.000 und vier Millionen Dollar.

Das sind Summen, die jeden Mißbrauch zum Glücksfall werden lassen und deren Obszönität bei weitem übertreffen.

Hätten die Unzuchtspriester ihre Opfer ermordet, wäre die Sache für die Erzdiözese wohl billiger geworden.

Noch schlimmer sieht die Sache aus, wenn man bedenkt, daß ein Drittel bis die Hälfte des Geldes, das der Erzdiözese abgepreßt wurde, an die Rechtsanwälte geht. Sie haben auf Provisionsbasis gearbeitet.

Das heißt: Der Rechtsanwalt trägt sich einem potentiellen Opfer an und überredet es, eine Klage einzureichen. Der Advokat arbeitet ohne festes Honorar, aber – im Falle eines erfolgreichen Prozeßausganges – mit Gewinnbeteiligung.

Auf diesem Hintergrund hörten sich die Worte des leitenden Rechtsanwaltes, Ray Boucher, der seinen Klienten für deren „Entschlossenheit und Mut“ dankte und dabei szenenwirksam mit Tränen kämpfte – es müssen Freudentränen gewesen sein – wie blanker Hohn an.

Der Zaster wird in den kommenden Monaten ausgezahlt. Die rechtliche Grundlage dafür ist kein Prozeß, sondern eine außergerichtliche Einigung. Der Erzbischof von Los Angeles, Roger Kardinal Mahony, hat eine solche vorgezogen.

Angesichts eines Klimas der Generalverdächtigung, der kamerawirksam inszenierten endlosen Heulszenen und der hemmungslosen antikirchlichen Haßtiraden, die solche Prozesse begleiten, kann man ihn verstehen.

Andererseits hätten Opfer und Rechtsanwälte vor Gericht nicht mit dem gleichen Beutezug rechnen können.

Das erklärte indirekt auch der bereits zitierte Rechtsanwalt Boucher. Er dankte dem Kardinal dafür, den Weg einer außergerichtlichen Einigung eingeschlagen zu haben, die „wohl nie zustande gekommen wäre, hätte man sie den Rechtsanwälten [der Erzdiözese] überlassen“.

Die Moral von der Geschichte: Die Kirche, die das Kämpfen aufgegeben hat, ist heute zu einer leichten Beute der Welt geworden. Sie wird wieder lernen müssen, zu kämpfen.

Es ist ein doppelter Kampf – gegen die Welt, die bereits in die Stadt Gottes eingedrungen ist, und gegen die Welt, die von außen gegen die Kirche anstürmt.

Dieser Kampf ist nach menschlichem Ermessen aussichtslos. Darum muß er mit den Waffen des Heiligen Geistes gekämpft werden.

Wer kämpft, kann siegen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      
124 Lesermeinungen
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#126   Andreas_Rau   11:53:10 | Donnerstag, 14. August 2008
wie zynisch ist das denn?
zu schreiben, wer missbraucht wurde, wurde mit einem Silberlöffel im Mund geboren? Sie sollten sich was schämen.
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#125   Benedikt   21:07:16 | Dienstag, 14. August 2007
@ Rudolfus
Als denkendem Menschen muss es Ihnen doch klar sein, dass ein Konzil keinen Menschen zum Pädophilen machen kann. Der Grund für die häufigen Fälle von heute ist lediglich, dass es heute öfter ans Licht kommt. Nichts weiter.
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#124   Rudolfus   20:40:55 | Dienstag, 14. August 2007
@Benedikt / Der Kirchenverfall nach Vaticanum II
Offensichtlich sind die Vorfälle aber vor dem Konzil auch nicht zur Sprache gekommen, also nichts mit Bekämpfung der Mißstände.
Die Mißbrauchsfälle, in diesen großen gigantischen Ausmaßen der 1970er und 1980er, sind ja auch erst eine Folge des Pastoralkonzils Vaticanum II.
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#123   Benedikt   20:28:39 | Dienstag, 14. August 2007
@ Rudolfus
Offensichtlich sind die Vorfälle aber vor dem Konzil auch nicht zur Sprache gekommen, also nichts mit Bekämpfung der Mißstände.
Amtsantritt Pauls VI.: 1963 (die Kirche als die erfolgreichste und missionarisch erfolgreichste Religion der Welt, von den USA bis nach Afrika)
Von der Fassade her vielleicht. Was so schnell einstürzt kann vorher nicht stabil gewesen sein.
Amtsende Pauls VI.: 1978 (die Kirche in der größten Krise seit der Reformation, die ausgelöst durch Dr. Martin Luther war)
Auch das kann man durchaus anders sehen. Die Kirche befand sich schon vor der Reformation in einer Krise. Anders ist es nicht zu erklären, dass soviele Leute einfach ins Schisma gehen.
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#122   Rudolfus   19:58:33 | Dienstag, 14. August 2007
@Benedikt / „Von wegen V2“
Von wegen „V2“ Die entschädigten Missbräuche ereigneten sich zum Teil schon in den 40ern…
Die Mißstände haben in der Kirche immer zu allen Zeiten geschlummert und müssen gewaltsam niedergehalten werden,
wie in jedem Staatswesen.
(siehe die rigorose Modernistenverfolgung St. Pius’ X.,
Apostolisches Schreiben Pascendi dominici gregis,
8. September 1907 www.papalencyclicals.net/Pius10/p10pasce.htm
www.vatican.va/…inici-gregis_en.html).
Während des Pastoralkonzils Vaticanum II wurden lediglich die Zügel der Kirchenführung durch den schwachen und liberalen Papst Paul VI. fallengelassen.
Amtsantritt Pauls VI.: 1963 (die Kirche als die erfolgreichste und missionarisch erfolgreichste Religion der Welt, von den USA bis nach Afrika)
Amtsende Pauls VI.: 1978 (die Kirche in der größten Krise seit der Reformation, die ausgelöst durch Dr. Martin Luther war)
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#121   Bruder Theophil   10:24:17 | Freitag, 20. Juli 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Matthäus 12, 1-8
In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon. Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften? Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen? Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel. Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
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#120   timpressum †   23:35:03 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Weitaus begrüßenswerter…
…wäre es natürlich gewesen, wenn jeder dieser „Priester“ seine gerechte Strafe bekommen hätte und so lange gesessen hätte wie jeder andere Straftäter auch, der ein Kind für sein Leben geschädigt hat!
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#119   Benedikt   13:58:59 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Von wegen „V2“
Die entschädigten Missbräuche ereigneten sich zum Teil schon in den 40ern…
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#118   Bruder Theophil   09:44:16 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Matthäus 11, 28-30
In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.
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#117   Sulpicius   02:33:29 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@Tammox
Kann es sein, daß Du ein psychisches Problem hast?
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#116   Tammox †   01:55:30 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Dass diese RKK keine Zukunft mehr hat, denke ich auch –
dazu tragen zum einen die Katholibans hier zu, die auf 99% der Christen nur abschreckend wirken. Dann gibt es noch die diversen [v.d.Red.zens.] Bischöfe, wie Krenn, Gröer oder auch Degenhardt – die selbst unter den streng Gläubigsten nur für Entsetzen sorgen.
Für das Bedürfnis nach Spiritualität gibt es genügend Alternativen – und so kommt es, daß die RKK selbst in ihren noch vor ein paar Jahren als Hochburgen angesehenen Gebieten – z.B. Südamerika massiv an die Pfingstkirchler und Evangelikalen verliert.
Die europäischen Hochburgen sind in Wahrheit auch keine Bastionen – oder könnte man sich eine katholischere Nation als Polen zur Zeit JPII’s vorstellen? Wie sehr haben sie ihn adoriert! Nur: Seine Lehren kümmern die letztendlich doch nicht: Polen hat die höchsten Abtreibungsraten in Europa und die anderen Anliegen Woytilas (Opposition zum Irakkrieg, Aussöhnung mit der Ukrainischen Kirche, Bekämpfung des Antisemitismusses, Absage an die Herrschaft des Mammons) wurden komplett ignoriert.
Und bis es ganz aus ist mit der RKK, wird es teuer:
Bischof Brom (St Diego): 200 Mio $
Kardinal Roger M. Mahoney: 660 Mio $.
Die Diözese Dallas berappte 1999 ganze 119 Millionen Dollar Schadensersatz, weil ihr Priester Rudolf Kos zwischen 1981 und 1992 nachweislich mindestens 11 kleine Jungs vergewaltigt hat, wovon einer mit 21 Jahren in den Suizid getrieben wurde.
RKK Irland im Januar02 110 Mio $ Dollar für Opfer zu, die seit Jahren von Klerikern missbraucht worden waren.
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#115   Ansbach.Dragoner   01:04:28 | Donnerstag, 19. Juli 2007
KurtK
Auch der Feind lernt. Da er sah dass man die Festung (Kirche) nicht von aussen sturmreif schießen kann versucht er es nun mit Infiltranten die nach aussen hin wohlgesonnen im Inneren ihr Zerstörungswerk vollbringen indem sie im Bau selbst wichtige Grndsäulen der Glaubensburg Ziegel um Ziegel abtragen wollen.
Ihren Optimismus dass sie damit Erfolg haben teile ich jedoch keineswegs
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#114   Kurt K.   00:56:41 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@ Ansbach dragoner
Da haben Sie wohl Recht. Von aussen wird keiner es schaffen, die Kirche zu vernichten – das schafft sie aber auch selber über kurz oder lang. Ganz vernichtet wird sie vielleicht niemals, aber ihren Einfluss wird sie relativ bald komplett verlieren – auch und gerade durch solche Vorkommnisse.
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#113   Ansbach.Dragoner   00:50:42 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Tammox
„Entweder schafft man dann endlich dieses dümmliche Zölibat ab oder der Vatikan als Ganzes muss dann Insolvenz anmelden – beides wäre als erfreulich zu bezeichnen.“
Glauben Sie mir den Vatikan und den Zölibat wirds auch noch geben nachdem sie ein Jahrhundert im Fegefeuer (sofern Gott gnädig ist) gesessen haben. Jeder der sich mit der apostolischen Kirche anlegt zieht den Kürzeren. Man kann uns nicht vernichten zig gewaltige Mächte habens schon versucht – nicht zuletzt der Herr mit dem Schnauzbärtchen in dessen ideologie ebenfalls versucht wurde den als SexualPerverse zu diffamieren…
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#112   Tammox †   00:32:42 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Zuschwach heute – Ihr sogenannten Christen entsetzt mich einfach nur noch
Daher begnüge ich mich heute mit einem Zitat aus einer anderen katholibanischen Diskussion:
Perspektive2010 28.02.2007
US-Pfarrer poppen Bistum in die Pleite
Es hat schon etwas sehr Skurriles an sich: Per Zölibat verbietet die katholische Kirche ihren Pfaffen geschlechtliche Beziehungen. Gleichzeitig zahlt sie bigott und schweigsam Unterhalt für Kinder, die Pfarrer beim Sex mit irgendwelchen Frauen außerhalb des auch in der eigenen Ideologie erlaubten Rahmens einer Ehe zeugen. In den USA muss nun mit dem Bistum San Diego die fünfte Diözese Gläubigerschutz beantragen. Grund sind 150 Klagen wegen sexuellen Missbrauchs, deren Forderungen die finanziellen Möglichkeiten des Bistums übersteigen. Alleine die Einigungskosten sollen sich auf mehr als 200 Millionen Dollar belaufen. Die Opfer und deren Vertreter kritisierten das Vorgehen des Bistums:
Das „Opfer-Netzwerk der von Priestern Missbrauchten“ bezeichnete den geplanten Schritt in die Insolvenz als „moralischen Bankrott eines eigennützigen Bischofs, der Angst vor unbequemen Fragen über das Verwöhnen und Verheimlichen pädophiler Priester“ habe.
Mein Vorschlag: Direkter Durchgriff auf den Vatikan für jeden Fall des sexuellen Missbrauchs durch seine Erfüllungsgehilfen weltweit! Entweder schafft man dann endlich dieses dümmliche Zölibat ab oder der Vatikan als Ganzes muss dann Insolvenz anmelden – beides wäre als erfreulich zu bezeichnen.
DEm schließe ich mich an.
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#111   Fragender   23:45:20 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ ansbach
ich glaube (und hoffe) gar keiner.
Wobei ich finde, daß Fundamentalisten aller Couleurs sehr viel gemeinsam haben und sich so sehr nahe stehen, egal ab sie islamistisch, neo-nazistisch, katholisch, evangelikal, satanistisch, stalinistisch oder sonst etwas sind.
Blinder Haß und haßerfüllte Blindheit sind deutliche Anzeichen dafür… und auch eine gehörige Protion Paranoia… und Realitätsverweigerung…
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#110   Evelin   23:33:38 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Stromlinienförmig kann jeder faseln, Herr Dr. Ziegler!
Die „unsichtbare Kirche“ ist blanke Häresie. Denn die von Christus eingesetzte Kirche mit ihrem von Christus gestifteten Petrusamt ist genauso sichtbar wie Christus in seinem menschlichen Leben auf Erden.
Außerdem sind Sie mit sich selbst im Widerspruch: Wenn Glaubens- oder Meinungsäußerungen sichtbar, also nicht anononym sein dürfen, warum soll dann die hl. Kirche unsichtbar, also anononym, sein?
Im übrigen brauchen Sie sich mit Ihrem seichten Gefasel nicht so weit hinauslehnen. Wenn man Ihren Namen in Google eingibt, findet man bestenfalls irgendwelche beruflichen Informationen. Wirklich exponiert haben Sie sich gewiß nicht, weswegen Sie nichts riskieren, wenn Sie Ihren Namen irgendwo für irgendetwas verwenden.
In Wirklichkeit sind Sie mit Ihrer „unsichtbaren Kirche“ viel angepaßter, als Sie von sich selbst glauben, denn eine unsichtbare – sich also öffentlich gar nicht äußernde – Kirche ist genau das, was die Feinde des Christentums wollen. Eine „unsichtbare Kirche“ äußert sich z.B. auch nicht über die traditionelle kirchliche Ablehnung der Homosexualität.
Im übrigen ist jeder hier gut beraten, mindestens offiziell anonym zu bleiben, denn in Wirklichkeit werden abweichende, z.B. katholische, Ansichten im Gegensatz zur Meinungsäußerungspropaganda nicht akzeptiert. Und es gibt eine ganze Reihe von Leuten, die wegen Äußerungen wie auf diesen Seiten in ihrer beruflichen Existenz gefährdet oder vernichtet wurden. Und sowieso anderweitig diskreditiert.
Der Gatte der Evelin
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#109   Fragender   23:25:10 | Mittwoch, 18. Juli 2007
keineswegs ausreichend ekelerregend…
nichts ist so ekelerregend, daß es diese realität auch nur näherungsweise gbeschreiben kann…
Da hilft auch alle Beschönigung und subtile Schuldzuweisund von kreuz.net nichts…
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#108   Ansbach.Dragoner   23:24:32 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Frager
welcherart Fundamentalist sind denn sie
Wissenschaft?
Zeitgeist?
Aleister Crowley?
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#107   Rudolfus   23:23:12 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Fragender / Da sind Ihre detaillierten „Ausführungen“
um einiges Ekelerregender.
Es ist eine Zumutung, sowas lesen zu müssen.
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#106   Sentinel   23:22:10 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@DerMartin
Ich stimme dir vollkommen zu, sofern du deine eigene Person damit gemeint hast!
Soviel schreiende Dummheit und keiner macht dich darauf aufmerksam …
Naja, ich habe es probiert. Aber bei einem A… erreicht man nicht einmal etwas mit Höflichkeit.
Bye bye …
Ps.: Du überlebst hier keine 2 Tage.
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#105   Fragender   23:21:02 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Rudolfus
grauslich und pervers ist das, was in dem Artikel als „das große Los“ bezeichnet wird… und so etwas habe ich in meinem Posting angedeutet, um das anschaulich zu machen…
… in der Hoffnung, dass selbst sehr verblendete Fundis sich dann die klassische Täter-Opfer-Umkehr ersparen… leider offenbar umsonst…
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#104   Ansbach.Dragoner   23:20:05 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Fragender
warum denn ?
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#103   Dr. Lothar Ziegler   23:16:55 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Nur die „unsichtbare Kirche“ vertritt das Christentum, Jesus Christus
Als St.Georgs-Pfadfinder hat ein „Gruppenführer“ gemeint, er müsste an meinem „Rolle“ rumspielen. Später beim ND, – kath. Eliteverein, damals wenistens – hat auch ein Oberer den gleichen Drang verspürt und vollsteckt. Meine Beschwerde beim zuständigen Priester … Das sei biologisch normal, in dem Alter … – Ein US-Scout kann damit heute Millionär werden. „Danke lieber Gott im Himmel, damit kann ich gut leben, wenn ich volljährig bin. Porsche fahren, Mädels aushalten. Papa und Mama danken, die damit zum Anwalt und vors Gericht gingen.“ Die „unsichtbare Kirche“ ist weder schwul noch lesbisch bedroht. Soviel dazu.
Bei Durchsicht der anderen Meinungen dazu und auch allgemein, warum nennt keinen seinen Reisepass-Namen, warum Luther und und und. Feiglinge vor dem Herrn. Wer seid ihr denn? Katholische Angsthasen. Vor wem fürchtet ihr euch – vor Gott?
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#102   Rudolfus   23:16:16 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Fragender / Ihre niedergeschriebenen Perversitäten im vorletzten Posting
sind äußerst grauslich –
sie sollten gelöscht werden!
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#101   Fragender   23:16:06 | Mittwoch, 18. Juli 2007
akute Paranoia…
… kommt öfters vor bei religiösen Fanatikern…
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#100   Ansbach.Dragoner   23:04:52 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Fragender
Warum denn ?
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#99   Rudolfus   23:04:03 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Evelin / Die Kirchenfeinde haben diese abartigen Leute
sicherlich nicht in die Seminare eingeschleust – das versuchen nur die Kommunisten und andere unkatholische Extremisten.
Die Modernisten wurden schon vom hl. Papst Pius X. (1903-1914) mit allen möglichen Verfolgungsmaßnahmen entfernt und niedergehalten – sie haben leider die Verfolgung überdauert, wie der hl. Papst auch ermahnt hat, daß dies eintreffen würde, wenn man seine Anordnungen über Bord werfen sollte – dies zu tun, das war dem papstkrönungseidbrechenden Montini-Papst vorbehalten.
Die diözesanen Modernismusmeldestellen sind nichts anderes als die prophylaktischen Vorläufer der jetzt notwendig gewordenen diözesanen Mißbrauchsmeldestellen.
Jedem Unzuchts- und perversen Mißbrauchsfall muß notwendigerweise eine persönliche und schwer schuldhafte Glaubensleugnung vorangegangen sein.
Jede bewußte Glaubenssünde ist nicht grundlos bereits eine schwere Sünde und beichtpflichtig.
Papst Benedikt XVI. hat bereits als Cardinal-Glaubenspräfekt auf den Zusammenhang dieser perversen Fälle mit dem schweren Glaubensverlust durch Kirchenamtsträger hingewiesen und somit die theologisch und auch praktisch völlig korrekte Diagnose erstellt.
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#98   Fragender   22:56:59 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Liebe Evelin
Ich hoffe dir ist ziemlich übel, während du so etwas schreibst. Anderfalls würde ich Dir dringend eine Therapie empfehlen…
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#97   Evelin   22:52:33 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Masonische Strategie gegen die Kirche
Derartige Entschädigungen sind deswegen reine Willkür, weil völlig eindeutig ist, dass sämtliche Päderasten und ihre Gönner in diametralem Gegensatz zur kirchlichen Lehre handelten. D.h. es handelte sich um deren persönliches Verschulden, nicht um jenes der Kirche.
Und wenn jemand sagt: Naja, die (= gewisse V2-Bischöfe) haben jahrzehntelang zugesehen, dann ist die Gegenfrage zu stellen: Wieso haben die Mißbrauchsopfer jahrzehntelang mit ihren Klagen zugewartet?
Durch ihr Zuwarten und nicht in die Öffentlichkeit gehen sind sie doch mitverantwortlich für weitere Mißbrauchsopfer dieser Täter, die angeblich Priester sind (wenn ihnen ihr homosexueller Trieb bei der Weihe bekannt war, lag ein Weihehindernis vor, welches die Priesterweihe ungültig macht)!
Die masonische Strategie war folgende: Zunächst wurden die Päderasten in Massen in die Seminarien eingeschleust, um dort echte Berufungen und den Ruf dieser Einrichtungen zu zerstören. Sodann würden solche Kreaturen in der „Priesterlaufbahn“ nach oben steigen bis hin zu Bischöfen und Kardinälen. Warum nicht gleich ein schwuler Papst?
Erzwungen werden sollte eine Haltungsänderung der Kirche zur Homosexualität. Würde eine solche nicht eintreten, hätte man genug Material, um wenigstens die Haltung der Kirche als zweideutig (außen hui und innen pfui) darzustellen und überhaupt ihren Ruf nachhaltig zu beschädigen. Und zusätzl. gäbe es dann auch viel Geld bei den Mißbrauchsprozessen zu verdienen. Genau so kam es ja auch.
Der Gatte
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#95   DerMartin   21:36:54 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Sentinel
[klein]Hallo, Wicca-Angehöriger!
Lange nicht mehr voneinander gelesen!
Hier irrst du!
Es gab bei den Vestalinnen kein Zölibatsgelübde. Dies wurde auch im Nachhinein von einigen selbsternannten christlichen Historikern erfunden, um den Sinn der Ausrottung dieses Glaubens noch plausibler zu machen.[/klein]
1.) Bin ich kein Wicca-Jünger (Wie kommst du auf den Schwachsinn)
2.) War Vesta keine Fruchtbarkeitsgöttin.
3.) Ist das Keuschheitsgelübde keine christliche Erfindung
Sagt dir die Sage um Romulus und Remus etwas? Hältst du sie für eine christliche Fälschung?
War Ovid, der erzählt, dass Vesta männliche Götter abgewiesen hat, Christ?
Es genügt nicht nur, keine Ahnung zu haben, man muss es auch noch laut herausposaunen.
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#94   Genoveva   21:35:22 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Philomena
Die Darstellung in diesem Artikel ist völlig daneben, keine Frage.
Aber Ihr Gerede ist leider nicht viel besser. Menschen fassen sich gegenseitig an – das hat per se noch nichts mit Sex zu tun und daher auch nicht mit Mißbrauch. Ein kluger Mann hat den Siegeszug dieses völlig falsch verstandenen Freudianismus einmal „Panschweinismus“ genannt – das trifft das Problem sehr gut.
Es ist in diesem Bereich nicht leicht die „Guten“ von den „Bösen“ zu unterscheiden. Es wird aber nicht dadurch leichter, daß man jedermann unter Generalverdacht stellt und körperliche Nähe nur noch in Anwesenheit eines Anwalts erlaubt.
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#93   Charlotte Bongartz †   21:06:40 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Die Lottogesellschaft hat einem Niedersachsen 17,4 Mio EUR bezahlt!!!
Was sind denn das für Relationen? Es ist ja wohl viel schlimmer, mit dem HI-Virus infiziert zu sein, als 6 Richtige mit Superzahl zu haben.
(Blöde Kommentare verdienen eine blöde Erwiderung)
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#92   Fragender   21:04:51 | Mittwoch, 18. Juli 2007
na schau mal einer an…
wenn es die „eigenen Leute“ sind, ist bei kreuz.net sogar homosexuelle Kinderschändung ein „Kavaliersdelikt“…
…zumindest im Vergleich zu dem „verbrechen“, den unermesslichen Reichtum der Kirche ein klein wenig zu schmmälern und so zumindest finanzielle Entschädigung für die nie wieder heilenden seelischen Wunden zu erhalten.
Wenn man hier Artikel über einvernehmliche Homosexualität unter Erwachsenen liest, klingen die gleich ganz anders…
Perfide Doppelmoral ist wohl das freundlichste, was mir dazu einfällt… Die gottlose, lieblose, perverse und obszöne Fratze der Homepage wird an so einem Artikel wieder mal sehr klar sichtbar…
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#91   Rodolfo Panetta   20:43:09 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Aisdverseuchte Libyer
Libyen hat der Tagesschau zufolge jedem von Aids betroffenen Kind 1.000.000 Dollar Schmerzensgeld ausbezahlt. Das Geld kommt wahrscheinlich von der EU, auch wenn diese das öffentlich zurückweist. Was sind das für Relationen! Es ist ja wohl viel schlimmer, mit Aids angesteckt als sexuell mißbraucht worden zu sein.
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#90   santo domingo 2   18:59:21 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Kurt K.
Sicher gibt es Stellen im Innendienst. Eine Versetzung dorthin wäre auch kein Problem. Allerdings ist es schon vorgekommen, daß bereits als Sexualstraftäter bekannte Priester einfach in die nächstbeste Pfarrei verfrachtet wurden.
Da ist Geoghan nur das bekannteste Beispiel… er dürfte mehr Pfarreien abgegrast haben, als ein Heuschreckenschwarm in der Sahara während seiner Wanderung Oasen zu sehen bekommt. Das Weiterrochieren des Problems wurde wiederholt praktiziert, wie man Perlen auf eine Kette reiht.
Und die Diözese Boston ist nicht zuletzt deshalb bankrott. Ausbaden müssen es die Opfer und die unbeteiligten Katholiken. Jedensfalls habe ich nichts darüber gehört, daß Alterzbischof Bernard Law für die verursachten Schäden gehaftet hätte.
Und da kommt einem bei aller Höflichkeit das kalte :-! !
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#89   Kurt K.   18:48:01 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Ja, Versetzungen…
Sind in diesem Zusammenhang keine Strafe, sondern ein offenes Ermuntern zum weitermachen.
Ich kann sogar nachvollziehen, dass die Kirche solche Leute nicht rausschmeisst – schliesslich ist Vergebung ja eine wichtige Tugend. Aber warum versetzt man diese Menschen nicht in ein Büro oder so. Kenn mich zwar nicht so aus in den Arbeitswelten der RKK, aber irgendwelche Verwaltungsstellen wirds da doch wohl auch geben, wo solche Priester keinen Schaden mehr anrichten können, oder?
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#88   santo domingo 2   17:35:35 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Pascal123
Von einer Exkommunikation ist mir nicht ein einziger Fall bekannt, und in vielen Fällen wurden die Täter tatsächlich nach dem St.Florians-Prinzip versetzt.
Was nicht zuletzt in ihrem eigenen Sinn lag: Hatten sie sich im bisherigen Tätigkeitsbereich schon einen entsprechenden Ruf zugelegt und waren mögliche Opfer wenigstens gerüchteweise vorgewarnt, so konnten sie am neuen Ort auf neue, ahnungslose Opfer losgehen.
Oft macht die Versetzung das Problem noch größer!
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#87   DocRöntgen   17:35:02 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Hi Rodolfo!
Wollen Sie nicht erst mal Werbung für die NPD machen?
Das durften Sie doch schon mal und scheinbar ist’s mit katholischen Nachrichten gut vereinbar…
Liebe Grüße, DocRöntgen
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#86   Rodolfo Panetta   17:26:55 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Die Mißbrauchs-Industrie …
… hat zugeschlagen und tüchtige Anwälte haben wieder einmal den großen Reibach gemacht. Wenn Deutschland oder die Kirche die Gegner sind, wissen die Burschen, auf welchen Saiten sie jeweils klimpern müssen, um Kohle zu erhalten.
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#85   Pascal123   16:57:00 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Hatte man etwas anderes erwartet
Danke für die Antwort. Ich hatte nichts anderes erwartet. Deckmantel drüber und alles ist Gut.Hoffentlich werden einige der Opfer trotzdem noch weiter Kämpfen und die Sache erzählen.Zu Wünsche wär es ja. Dann müsste Sich Die RKK damit auch wirklich auseinander setzen.
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#84   PhilomenaWolkenstein   16:51:30 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@jürgen
Bestandteil des Vergleiches ist eine Veröffentlichung der Täter in eine speziellen Datenbank. War auch schon im Boston so. Dort kann man u.a. auch herausfiltern, daß die Mehrzahl der Opfer Mädchen waren. Und: daß Priester mehrmals einfach versetzt wurden, wenn Vorwürfe ruchbar wurden, anstatt dem nachzugehen.
Die strafrechtliche Seite bleibt von dem Vergleich unangetastet, wenn die Taten innerhalb der Verjährungsfristen liegen, dann kommt es selbstverständlich zur Anklage. Allerdings hat die Kirche alles dazu getan, daß die Justiz eben nicht ermitteln konnte und auch jetzt will sie es auf Grund der erdrückenden Fakten nicht zu einem Prozeß kommen lassen und kauft sich mit einem Pappenstiel frei. Wenn man weis, wie die Opfer jahrzehntelang gelitten haben und noch leiden und was eine Therapie kosten kann, dann ist das nur ein Bruchteil, was bei einem Urteil hätte gezahlt werden müssen. Aber viele der Opfer konnten einfach nicht mehr kämpfen …
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#83   DocRöntgen   16:48:52 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Pascal:
Mich würde mal interessieren was ist mit den Tätern passiert. Wurden die Exkommuniziert oder nur versetzt.Oder wieder in den Schoß der Kirche aufgenommen
Darüber weiß ich nichts. Im Allgmeinen heißt es ja: Gott hasst die Sünde, aber er liebt den Sünder. Ob sich die Kirche in diesen Fällen an Gott hält, oder eher eine wichtige Zäsur in ihrer Liebe zum Sünder vollzieht, wird man an der Aufarbeitung dieser Fälle sehen. Wenn die Dollars alles sind, was zu diesen Vorkommnissen geschieht, wird es bis zum nächsten, ähnlich gelagerten Skandal nicht viel Zeit benötigen.
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#82   Pascal123   16:16:40 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@-Doc
Die Kirche sollte sich ganz daraus halten. Die RKK sollten schon lange den Platz einnehmen der Ihr Obliegt. Einflußnahmen in dieser ausgeweiteten Form steht Ihr keinesfalls zu. Ratschläge erteilen bitte schön, aber nur wenn ich Ahnung haben, und bitte nicht in einer Form die an der gelebten Realität von 5 Milliarden Menschen vorbei geht.
Mich würde mal interessieren was ist mit den Tätern passiert. Wurden die Exkommuniziert oder nur versetzt.Oder wieder in den Schoß der Kirche aufgenommen.
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#81   DocRöntgen   16:08:25 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Pascal123
Aber ich kann mir nicht vorstellen das die alleinige Möglichkeit Kinder in die Händ zu kriegen,den Kindesmissbrauch begünstigt
So ist es auch nicht- sonst müsste man ja Angst vor jeder
Einrichtung für Kinder haben. Ich denke, die Kirche sollte weniger Einflußnahme in diesem sehr intimen Bereich üben.
Durch das Gebot der Keuschheit, Zölibat etc. entmündigt sie Menschen in einem komplexen Bereich, in dem ihnen von vornherein die Möglichkeit genommen wird, Erfahrungen zu machen. Das kann offensichtlich in Einzelfällen- und wie man sieht, in vielen Einzelfällen –
zu Übersprunghandlungen und Kompensationsverhalten führen, wie es sich niemand wünschen kann.
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#80   Pascal123   16:06:49 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Aufgabe aller
Es sollte vielmehr die Aufgabe aller Menschen sein Kinder näher zum Glauben zu führen, egal zu welchen.
Warum sollte der Priester sich daraus halten, weil er das Kind vergewaltigen könnte, dann müssten sich auch Väter von Ihren Kindern fernhalten.
Das Frauen besser mit Kindern umgehen mag in der Natur der Dinge liegen, warum sollten dies Männer aber nicht. Es könnte Männern und vor allem Priestern nicht schaden umgang mit Kindern zu haben, dann wäre Sie näher am realen Leben, besonders die Priester.
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#79   Rudolfus   16:01:08 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Pascal123 / Die Aufgaben der Frauen und die Aufgaben der Priester
Aber ich kann mir nicht vorstellen das die alleinige Möglichkeit Kinder in die Händ zu kriegen,den Kindesmissbrauch begünstigt.
Das ist natürlich äußerst logisch: Der Umgang mit Kindern sollte darum eine Sache der Frauen sein.
Es ist die naturgemäße Aufgabe der Frau, mit Kindern Umgang zu haben.
Der Priester dürfte hier von vornherein nicht mitmischen!
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#78   Pascal123   15:53:31 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@-Doc
So gesehen haben Sie natürlich Recht. Aber ich kann mir nicht vorstellen das die alleinige Möglichkeit Kinder in die Händ zu kriegen,den Kindesmissbrauch begünstigt. Hätten natürlich Katholische Priester die Möglichkeit normal ihrem von Gott gegeben und von den Menschen verdammten Sexualtrieb auszuleben, wäre das vielleicht anders. Eine wende kann man ja leider nicht erwarten weil ansonsten das ganze Kartenhaus zusammen stürzen würde.
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#77   DocRöntgen   15:45:17 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Pascal
Gelegenheit mach Diebe, trifft wohl auch nicht zu
Möglicherweise aber: „Gelegenheit macht Triebe“
Das der männliche Sexualtrieb recht stark ausgeprägt sein kann, beweist ja auch ein stärkerer Hang zu männlichem Geschlechtsverkehr im Knast. Die Witze über „Bloss nicht nach der Seife bücken!“ haben da einen ganz realen Hintergrund. Ebenso der Begriff „knastschwul“. Da wird die Selbstbefriedigung schon mal leicht „erweitert“.
Ein Lustgewinn durch das Machtgefühl, das derjenige verspürt, wenn er andere zu sexuellen Handlungen zwingt, bringt eine weitere Komponente in die Diskussion.
Die Kirche sollte langsam begreifen, dass der Begriff Sünde nicht ausreicht, um bestimmte Sachfragen zu beantworten. Der Beweis, dass dies nicht funktioniert, liegt doch hier und in anderen Fällen auf der Hand. Und die Beichte ist auch keine Ursachenbekämpfung.
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#76   santo domingo 2   15:21:16 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Pascal123
Weitgehende Zustimmung außer in einem Punkt: „Gelegenheit macht Diebe“ (oder: einen entsprechend geneigten Menschen zum Sexualstraftäter) scheint mir hier sogar der zentrale Punkt zu sein.
Ein Katholik als solcher verfügt noch nicht über eine erhöhte Tat- und Verdeckungsgelegenheit, ein Priester aber sehr wohl… und gerade an der Verminderung der Verdeckungsgelegenheit, denn die Tatgelegenheit wird sich wie beim Kindergärtner nie ausräumen lassen, wird ja auch kirchlicherseits ansatzweise gearbeitet.
Daß da noch viel geschehen und nachgeholt werden muß, darin dürften wir uns wieder einig sein.
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#75   Sentinel   15:16:34 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@DerMartin
Hallo, Wicca-Angehöriger!
Lange nicht mehr voneinander gelesen!
Hier irrst du!
Es gab bei den Vestalinnen kein Zölibatsgelübde. Dies wurde auch im Nachhinein von einigen selbsternannten christlichen Historikern erfunden, um den Sinn der Ausrottung dieses Glaubens noch plausibler zu machen.
Hier dann frech zu behaupten, es sei so gewesen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Immerhin zeigt dies ordentlich, wie viel von der verqueren und falschen Lehrmeinung, die man in der Schule eingedroschen bekommt, hängen bleibt.
Auch finde ich lustig, daß dann immer das Vestalinnenbeispiel aufgeführt wird, daß sie ja keusch lebten und lebendig begraben wurden, wenn sie dieses Gelübde brachen! Und das der Schöpfer dieses falschen Beispieles Gardner war, der Begründer des Wicca-Kultes. Anhand von katholischen Quellen, die er zur Hand hatte.
Dumm daran ist nur, das die Göttin Vesta für Fruchtbarkeit steht – und das in diesem Fall ein Gelübte der Keuschheit wohl eher zum lebendig begraben geführt hat. Mir ist kein Fund einer Vestalin bekannt, bei der man hätte nachweisen können, sie wäre lebend verscharrt worden.
Also, Martin, ein wenig Ernster bei dem Thema bleiben. Und sich an die Wahrheit halten und nicht an Gardners Schriften. Wicca ist keine Religion, sondern ausgemachter Schwachsinn – so wie Scientology!
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#74   Rudolfus   15:16:31 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@wiener / Das II. Vaticanum als gigantische Freisetzung des Häresieungeistes
das bedeutet in konsequenz, dass der von ihnen behauptete zusammenhang zwischen konzil und den jetzt bekannten missbrauchsfällen konstruiert und falsch ist.
Das behaupte ich keineswegs!
Schlechte und faulende Glieder gab es in der Kirche zu allen Zeiten.
Durch den Geist des II. Vaticanums wurde der Geist der faulenden Glieder mit ihren Häresien und Modernismen aber über die gesamte Kirche verteilt.
Es ist eine Tatsache, daß wenige Jahre nach dem Konzil Zehntausende Priester und Ordensleute ihren Stand verließen – äußerst viele mit päpstlicher Dispens.
Ein päpstliche Dispensenstopp für apostatische Geistliche und Ordensleute gab es erst durch Papst Johannes Paul II. 1978.
Die Orden, der Klerus und die Seminare wurden aber zu Brutstätten des Modernismusunglaubens und der Disziplinlosigkeit.
Für die USA ist hierüber ein wichtiges, Recherchewerk über die völlig modernistische US-Amtskirche erschienen (Goodbye, Good Man. How Liberals Brought Corruption into the Catholic Church von Michael S. Rose) – eine äußerst wichtige Bestandsaufnahme über die (US-)Konzilskirche, die die Modernisten genausowenig als brauchbar erachten wie die damaligen Berichte der konservativ-katholischen US-Wochenzeitung über die horrenden US-Amtskirchenmißstände in den 1970ern, 1980ern und 1990ern.
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#73   Pascal123   15:15:10 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Katholizismus alleine ist nicht förderlich für Sexualstraftaten
Macht aber irgendwie grad nen anderen anschein. Warum häuft sich das so. Männer die Kinder Missbrauchen sind entweder Pädophil oder Päderasten und nicht Homosexuell. Warum gerade die überproportianal in der RKK verteten sein sollen erschließt sich nicht. Ab der Pubertät ist die Sexuelle Orientierung festgelegt und nicht abänderbar. Gelegenheit mach Diebe, trifft wohl auch nicht zu. Aber das eine lockerung der Sexualmoral der RKK nicht schaden würde, steht wohl ausser frage. Nur hat man wohl zuviel Angst davor.
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#72   DB1975   15:14:26 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Wenn man die Sexualmoral der Kirche …
… gleichsetzt mit „Unterdrückung des Sexualtriebs“, dann wird man in der Tat folgern können, dass Triebunterdrückungmit vergleichsweise großer Verscheinlichkeit dazu führt, dass sich der unterdrückte Trieb in anderer, bisweilen auch sehr problematischer Weise Freiraum verschafft.
Es geht aber ja in der Sexualmoral der Kirche nicht um Triebunterdrückung, sondern -ordnung und -beherrschung. Das ist etwas völlig anderes. Als Verheirateter muss ich ja meinen Trieb auch beherrschen in dem Sinne, dass ich nicht einfach nach Lust und Laune über meine Frau (oder eine andere Frau) herfalle.
Ich würde allerdings eine Reduzierung der Morallehre der Kirche auf Fragen der Sexualmoral, wie sie in diesem Forum und auf dieser Page insgesamt gelegentlich (…) vorkommt, auch eher als Anzeichnung der Triebunterdrückung und damit als tendenziell problematisch ansehen …
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#71   DerMartin   15:11:31 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Polemik
Der Artikel ist vor allem eines: Ein Zeichen, wie man alles zu Gunsten der eigenen Sache auslegen kann: Vor allem Jungen seien die Geschädigten wird einfach ohne Beleg behauptet – jaja, die böösen Homosexuellen. Und eine Folge des Konzils – als ob es früher nie Missbrauch gegeben hätte. Ein selten dämlicher Artikel.
@Sentinel: Es gab zwar in der Antike Hierodulen (Mädchen, die „im Dienst einer Gottheit“ eine Art Prostitution betrieben. Die Vestalinnen gehörten aber ganz bestimmt nicht dazu. Im Gegenteil: Eine Vestalin, die das Keuschheitsgelübde brach, wurde lebendig begraben.
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#70   santo domingo 2   15:10:17 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Sentinel
Das ist ein interessantes Beispiel, aber DocRöntgens Frage kann die Tempelprostitution (mangels einer mit der katholischen identischen Sexualmoral) leider nicht beantworten.
Einem Vergleichsobjekt nahe kommen noch am ehesten die orthodoxen Kirchen (ausreichend groß für eine statistisch relevante Täteranteilsbestimmung und eine zumindest ähnliche Sexualmoral, aber kein Zölibat).
Nur kenne ich dafür die Verurteilungsstatistik nicht. Für etwaige belegbare Zahlen wäre ich jedem dankbar.
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#69   Sentinel   15:04:14 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@DocRöntgen & santo domingo
Es gibt ein Beispiel, sogar aus der Klassik!
Die Tempeldienerinnen und Priesterinnen der Göttin Vesta wurden regelrecht dazu angehalten, ihren Körper an diejenigen zu verkaufen, die eine Bitte an die Göttin hatten.
Dort kam es damals niemals zu sexuellen Übergriffen gegen den Willen desjenigen. Auch wurden sexuelle Praktiken in den eigentlichen Opferungsfeiern verwandt.
Und wie man nur allzu gut weiß, als die kastrierte Kirche auf den Plan trat, wurde der letzte Vesta-Tempel 450 n Chr. herum dicht gemacht, weil halt eben sexuelle Freiheit auch geistige Freiheit bedeutet. Und dies konnte die Kirche nicht dulden – niemals!
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#68   santo domingo 2   14:59:44 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ DocRöntgen
Das wäre in der Tat interessant. Um es herauszufinden, bräuchte man als Vergleichsobjekt eine ausreichend große Religionsgemeinschaft mit identischer Sexualmoral, aber ohne Zölibat. Dazu kenne ich allerdings keine Zahlen.
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#67   DocRöntgen   14:56:58 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Santo Domingo
Katholizismus alleine ist nicht förderlich für Sexualstraftaten
Wollen wir’s hoffen! Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die Unterdrückung des Sexualtriebs aus einer Morallehre heraus
nicht verhindern kann, dass ein Trieb stärker als ein Glaube sein kann. Interessant zu wissen wäre, ob die Priester bei weniger straffen Regeln zur Sexualität vielleicht außerhalb der Kirche ihren Sexualtrieb mit Volljährigen ausgelebt hätten. Ob es also einen Kontext von religiösem Ge-/Verbot
und unkontrollierter Triebbefriedigung gibt.
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#66   wiener   14:52:11 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ rudi
danke für ihre zustimmung!
Mißbräuche gab es überall und zu allen Zeiten seit Jahrhunderten, wo der Unglaube und Machtmißbrauch in den entsprechenden Klöstern und Organisationen herrschten, allerdings nicht nur unter der Obhut oder im Namen der Kirche, sondern auch in anderen ähnlich strukturierten Organisationen.
Das alte Meßbuch und den alten Ritus vor 1962 zu verwenden, das sagte (und sagt) noch nichts über den persönlichen Glauben des Geistlichen aus.
das bedeutet in konsequenz, dass der von ihnen behauptete zusammenhang zwischen konzil und den jetzt bekannten missbrauchsfällen konstruiert und falsch ist. danke für diese klarstellung!
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#65   santo domingo 2   14:51:00 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ DB1975
Für die Zahlen in den USA mag das stimmen. Meine Quelle ist wie gesagt die österreichische Kriminalstatistik, aufgeschlüsselt nach Berufsgruppen.
Bis zu einer Abweichung von +/- 10% können statistische Ungenauigkeiten der Grund sein, aber nicht mehr bei 3000%. Das ist völlig ausgeschlossen.
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#64   DB1975   14:47:03 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ santo domingo
Wenn in den USA vier Prozent der in den letzten Jahrzehnten wirkenden Priester einer solchen Straftat verdächtigt (!) wurden und man darüber hinaus davon ausgeht, dass z.B. in Deutschland von mindestens 80.000 Kindern ausgegangen wird, die im Jahr sexuell missbraucht werden, dann kann man von einer Dimension ausgehen, die einen Täteranteil von vier Prozent problemlos erreicht
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#63   santo domingo   14:42:06 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Korrigiere Tippfehler!
Es muß 3000% (also das 30fache) heißen, nicht 300%.
Eine Erhöhung gegenüber dem Bevölkerungsdurchschnitt kann es natürlich auch bei anderen Berufsgruppen geben.
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#62   santo domingo 2   14:38:12 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ DB1975
Da vermute ich auch nichts, sondern gehe von Fakten aus. Geht man nach der Zahl der Verurteilungen, so waren Priester gegenüber dem Bevölkerungsdurchschnitt (nicht gegenüber anderen Gruppen) in Österreich 2004 um 300% überrepräsentiert – die Zahlen wurden seinerzeit von Richard Picker vorgelegt und speisten sich aus der Kriminalstatistik dieses Jahres.
Daraus auf eine erhöhte Tatinzidenz bei Katholiken allgemein zu schließen, halte allerdings auch ich für einen Trugschluß. Katholizismus alleine ist nicht förderlich für Sexualstraftaten.
Auch nicht das Priesteramt pauschal, worauf ich großen Wert lege!
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#61   DocRöntgen   14:34:14 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@DB1975
Wenn ich vom sündenfreien Raum Kirche spreche, dann deshalb, weil gerade die, die Menschen zum Guten (sündenfreien Leben) bekehren sollen, also Priester,
hier der übelsten Straftaten beschuldigt und z.T. überführt
wurden. Die Institution, die sich als die moralische Instanz schlechthin sieht, führt also durch ihr Personal ihre Lehre ad absurdum. (Besser: Durch Teile ihres Personals)
Man hüte sich davor, die USA mit Häme zu überschütten.
Derartige Vorfälle gibt es auch in deutschen, österreichischen und schweizerischen Kirchen. Man ist allerdings stets darum bemüht, die betreffenden Opfer aus dem medialen Focus herauszuhalten, um ihnen weitere Schmach zu ersparen. Das ändert aber nichts daran, dass die Kirche(n) eine etwas bessere Ursachenforschung betreiben sollten. Dazu gehört auch die kritische Hinterfragung der Morallehre, die zunehmend
(wie hier) eine reine Sexuallehre geworden ist.
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#60   DB1975   14:32:53 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ santo domingo
Es gibt anhand der Zahlen nicht die Spur eines Anlasses für die Vermutung, dass der Anteil von Sexualstraftätern unter Priestern höher ist als in einer vergleibaren Gruppe aus der Gesamtbevölkerung.
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#59   Rudolfus   14:29:51 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@wiener / Mißbräuche und Mißstände in anderen Kirchenepochen und die Modernismusmeldestellen
wie erklären sie missbrauchsfälle vor dem konzil? gerade aus den 30iger bis 50iger-jahren gibt es ganz schlimme berichte aus kirchlich geführten institutionen, wo sich auch kleriker an schutzbefohlenen vergangen haben
Mißbräuche gab es überall und zu allen Zeiten seit Jahrhunderten, wo der Unglaube und Machtmißbrauch in den entsprechenden Klöstern und Organisationen herrschten, allerdings nicht nur unter der Obhut oder im Namen der Kirche, sondern auch in anderen ähnlich strukturierten Organisationen.
Das alte Meßbuch und den alten Ritus vor 1962 zu verwenden, das sagte (und sagt) noch nichts über den persönlichen Glauben des Geistlichen aus.
Der Modernismus ist keine Erfindung aus den 1960ern, sondern in den 1960ern kam diese Ideologie erst wieder hoch, da mit dem Konzil die autoritative Verfolgung und Niederhaltung des Modernismus’ aufgebrochen worden war.
Der Modernismus ist ein Unglaube unter wissenschaftlichem Mantel, der aus der europäischen Aufklärungszeit bis Beginn 20. Jahrhundert stammt.
Bis in die 1960er versteckten sich die Modernisten als getarnte Rechtgläubige, weshalb der hl. Papst Pius X. auch an allen Diözesen entsprechende Modernismusmeldestellen und geheime Modernismusaufspürungsgesellschaften eingeführt hatte.
Diese sind bereits die prophylaktischen Meldestellen der heutigen Mißbrauchsmeldestellen.
Jedem Mißbrauch muß notwendigerweise eine Sünde gegen den Glauben vorangehen, die es erst erlaubt, die Schutzbefohlenen unter Vorwänden zu verführen.
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#58   santo domingo 2   14:23:26 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ DB1975
Mit den Zahlen haben Sie recht.
Der Anteil Pädophiler unter Katholiken entspricht genau dem Bevölkerungsdurchschnitt, ist also statistisch völlig unauffällig – was sich schlicht daraus ergibt, daß der Glaube die sexuelle Präferenz als solche nicht beeinflußt.
Allerdings ist der Anteil von Priestern unter Sexualstraftätern signifikant erhöht. Hier ist allerdings zu beachten, daß die Ursachen der Neigung von denen des entsprechenden Übergriffs verschieden sind: Wer damit rechnet, gedeckt zu werden, handelt auch eher.
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#57   DB1975   14:17:23 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Rundumschlag
@ DocRöntgen: Niemand hat je behauptet, die Kirche sei ein „sündenfreier Raum“. Weil die Kirche eben kein sündenfreier Raum ist, hat Christus ja auch das Sakrament der Beichte gestiftet
@ Sentinel: Es gibt absolut keine Veranlassung dafür, davon auszugehen, dass der Anteil krimineller Pädophiler unter Katholiken (Kirchgängern / Priestern / wie auch immer …) prozentual höher ist als in der Gesambevölkerung. Ihrem letzten Abschnitt stimme ich zu, dass man, wenn man vom Thema Homosexualität so besessen ist wie manche hier bei kreuz.net, sich schon ganz aufrichtig die Frage stellen sollte, warum das so ist …
@ Rudolfus: Jede Sünde hat letztlich ihren Ursprung in mangelndem Glauben.
@ BruderTheophil: Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass vieles von dem, was an Antiamerikanismus in unseren Breiten so von sich gegeben wird, seinen Ursprung in genau derjenigen (nämlich nicht reflektierenden, vorurteilsbeladenen …) Geisteshaltung hat, die viele „den Amerikanern“ unterstellen ?
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#56   santo domingo 2   14:16:06 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ juergen
Zwar bin ich nicht Bruder Theophil, aber auf Ihre Frage kann ich doch antworten.
Die meisten der betreffenden Priester werden sich wg.Verjährung im Sinne des Strafrechts wohl nicht mehr verantworten müssen – und zivilrechtlich ist die opferseitige Aufarbeitung mit dem Vergleich abgeschlossen.
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#55   Rudolfus   14:14:25 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@santo domingo2 / Diese Punkte sind natürlich
auch zu berücksichtigen.
Die Disziplinlosigkeit und der Glaubensverlust nach dem II. Vaticanum sind allerdings klar danach erst aufgetreten.
Es ist auch nicht zu bestreiten, daß ab den 1970ern die USA zu einer pornographischen Gesellschaft wurden und mit ihr weite Teile der westlichen Welt und insbesonders die Städte, welche bis heute riesige Sündenpfuhle geworden sind.
Der gesamte 1968er-Hippie-Ungeist und die „Unzuchtsrevolution“ ist Gift in Reinkultur, und die Amtskirche nach dem Pastoralkonzil und in den 1970ern hat sich mit der giftigen Gesellschaft verbündet – weil das II. Vaticanum die Verweltlichung der Kirche gepredigt hat, anstatt die Christianisierung der Welt.
Die Verweltlichung der Kirche war das größte Gift des II. Vaticanums.
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#54   juergen   14:12:21 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Bruder Theophil
Es geht nicht um die Zahlen, auch wenn die im Artikel offensichtlich in den Vordergrund gerückt werden.
Es geht darum, daß sowohl Opfer als auch Täter ein Gesicht bekommen und keine anonyme Nummer sind.
508 Prozesse mit entsprechender Berichterstattung; Photos von Opfern und Tätern etc.
Das wäre was feines gewesen.
Nebenbei gefragt: Kommen die Täter jetzt ohne Prozess davon? Laufen die weiterhin frei rum?
Oder hatte man die schon vorher ins Gefängnis verfrachtet mit anschließender Sicherheitsverwahrung?
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#52   wiener   14:09:43 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ rudi
und wieder ist einmal etwas für die (und alle, die ihre ideologische brille tragen) „klar ersichtlich“.
problematisch dabei ist nur: wie erklären sie missbrauchsfälle vor dem konzil? gerade aus den 30iger bis 50iger-jahren gibt es ganz schlimme berichte aus kirchlich geführten institutionen, wo sich auch kleriker an schutzbefohlenen vergangen haben – die sicher täglich die messe nach dem alten messbuch gefeiert haben.
geben sie es zu: zwischen den fällen sexuellen missbrauchs und dem konzil besteht kein zusammenhang.
der zusammenhang, der besteht, ist, dass sich die opfer – teilweise nach jahrzehnten! – jetzt trauen, öffentlich gegen ihre damaligen täter vorzugehen, weil sie gelernt haben, dass ein – vorkonziliarer! – übermäßig ehrerbietiger umgang mit klerikern auch zur vertuschung und damit zu weiteren verbrechen beigetragen hat.
vor dem konzil hätte es sicher keine ombudsstellen für opfer sexuellen missbrauchs in der kirche gegeben, die jetzt in immer mehr diözesen eingerichtet wurden!
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#51   Pünktchen   14:08:23 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Sentinel
Sie erwarten auf Ihr hirnloses Geschreibsel doch keine Antwort?
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#50   santo domingo 2   14:08:18 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Rudolfus
Ihre Kritik des Konzils in Ehren, aber wir wollen doch auch die (anderen?) relevanten Faktoren nicht vergessen!
1.) Das Verleugnen, Vertuschen und Decken von sexuellem Mißbrauch verstößt gegen das biblische Wahrheitsgebot, an dem das Konzil nichts geändert hat und
2.) wird heute eine Sexualstraftat mit viel größerer Wahrscheinlichkeit angezeigt als früher, was konfessionsübergreifend der Fall und ebenfalls nicht (nur) durch das II.Vaticanum zu erklären ist. Die höhere Zahl von Anzeigen bedeutet nicht zwangsläufig eine höhere Zahl von Taten.
3.) Soweit das Konzil doch zu einer erhöhten Anzeigebereitschaft beigetragen hat, etwa weil es den subjektiven „Höhenabstand“ zwischen Priester und Laie verkleinert, ist ihm das sogar als Verdienst anzurechnen, auf diese Situation bezogen.
Zeitliche Abfolge ist nur eine notwendige, nicht aber eine hinreichende Voraussetzung für den Beweis einer Kausalitätstheorie – und das gilt allgemein. (Wie Sie wissen, bin ich als Agnostiker kein Modernist und habe gar keinen Grund, mir Argumente pro oder contra Konzil aus den Fingern zu saugen).
Darüber, daß jetzt den Opfern geholfen wird, dürfen und sollten wir uns aus beiden Perspektiven gleichermaßen freuen, wie wir auch die vorausgegangenen Untaten bedauern dürfen und sollen. Darin sind und bleiben wir einer Meinung.
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#49   matt2 †   14:08:10 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Amerika, eine Schauspielernation…
im Aufbauschen und Inszenieren sind sie gut die Amis, leider lebt der Großteil an der Realität des Lebens vorbei.
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#48   Bruder Theophil   14:07:21 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ juergen
Ich hätte es lieber gesehen, wenn an die 508 Leute nicht anonym eine Gesamtsumme verteilt wird, sondern es 508 einzelne Gerichtsverhandlungen gegeben hätte.
Der Durchschnittsamerikaner kann mit dieser Grössenordnung an Zahlen nicht ohne Taschenrechner umgehen. Und wenn der Akku leer ist, muss der Prozess dann eingestellt werde. Das haben schon die Verfassungsväter in ihre Konstitution reingeschrieben.
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#47   Sentinel   14:04:47 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@.chen
Ich bashe Bush nicht.
So etwas habe ich nicht nötig. Fest steht, daß der größte amerikanische Präsident aller Zeiten, der mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat als manch anderer Kriegsherr, wirklich nicht sonderlich hoch gewachsen ist – nicht einmal geistig!
Ich mag ihn nicht, daß bestreite ich nicht. Aber ich habe es nicht nötig ihn zu bashen. Das schafft er schon von alleine – dazu braucht er mich nicht.
Wie es jedoch mit Bruder Theophil aussieht, kann ich nicht sagen.
Aber das ein solcher Erzreaktionär wie Sie hier für Bush Partei ergreift, überrascht nun wirklich. Obwohl Bush ein besseres Ziel darstellt als Homosexuelle! Oder etwa nicht? Immerhin hat er ja schon den Nachweis erbracht, daß er zelebral nicht so weit entwickelt ist!
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#46   Bruder Theophil   14:03:39 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Pünktchen
vereint beim Bush-Bashing. Noch so eine unheilige Allianz?
Nur so lange, wie man nicht Allianz versichert ist.
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#45   juergen   14:03:17 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Einzelne Urteil
Ich hätte es lieber gesehen, wenn an die 508 Leute nicht anonym eine Gesamtsumme verteilt wird, sondern es 508 einzelne Gerichtsverhandlungen gegeben hätte.
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#44   Pünktchen   14:00:51 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Bruder T. und Senti
vereint beim Bush-Bashing. Noch so eine unheilige Allianz? ^-^
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#43   PhilomenaWolkenstein   13:59:55 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Pünktchen
Aus Ihren Aussagen geht eindeutig hervor, daß Sie keine Ahnung vom amerikanischen pretrial haben. Warum überrascht mich das nicht …
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#42   Bruder Theophil   13:58:35 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Sentinel
Da war ja auch nix, was sich hätte weiterhin zerebral weiterentwickeln können.
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#41   Sentinel   13:57:06 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Bruder Theophil
Bis auf George W. Bush. Der hörte schon mit 10 Jahren mit dem wachsen auf *feix*.
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#40   Bruder Theophil   13:53:26 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Unheilige Allianz…
…von anwaltlicher Geldgier und amerikanischer Naivität (Wir erinnern uns: Der Durchschnittsamerikaner entwickelt sich bis zum Alter von 12 Jahren. Danach wächst er nur noch) treiben diese Blüten. Aus meiner Sicht haben die Anwälte der Missbrauchsopfer keine gute Performance gezeigt. Denn wenn ein verbrühter Oberschenkel von einem Kaffee bei McDonalds schon über eine Million Dollar erzielen kann, dann sind die genannten Zahlungen an seelisch deformierte Menschen blanker Hohn. Das 10fache wäre angebracht gewesen. Mindestens. Ach, wie bin ich froh, dass uns dieser wunderbare Atlantik von der „schönen neuen Welt“ trennt. Noch mehr Nähe könnte ich nicht ertragen.
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#39   Rudolfus   13:49:42 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Wiener / Der Zusammenhang mit dem Glaubensverfall nach dem II. Vaticanum
verblüffend ist übrigens die „logik“, die missbrauchsfälle in einen (ursächlichen?) zusammenhang mit dem II. vatikanischen konzil bringen zu wollen.
Dieser Zusammenhang ist allein schon aus den Zahlen heraus klar ersichtlich, ebenso wie der völlige Zusammenbruch der Beichtpraxis und des Meßbesuches in der unmittelbaren Zeit nach dem II. Vaticanum.
Da kirchenfunktionärs- und klerusintern das II. Vaticanum so glorifiziert wurde, spielen für diese Kreise empirische Zahlen auch keine Rolle – da nur die Verherrlichungsideologie um das Pastoralkonzil für diese Konzilsideologen bedeutend ist.
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#38   Jasmina   13:49:34 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Gut so!
Wenigstens hat das Umdenken begonnen.Die katholische Kirche hat in meiner Achtung gewaltig zugelegt.
Vielleicht hilft das auch,künftigen Untaten vorzubeugen! :)
Gut so,und:WEITER so.
LG Jasmina
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#37   Pünktchen   13:44:33 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Philomena Wolkenkuckucksheim
Sie kennen das amerikanische System offenbar nicht. Einem Vergleich geht immer ein pretrial voraus, bei dem alle Fakten auf den Tisch gelegt werden müssen.
Ja, so wie im Falle Möllers, wo die Kinder schier Unglaubliches behaupteten, nachdem psychologisch geschulte Personen „gezielte“ Befragungen vornahmen und die Antworten nach den neuesten psycho-diagnostischen Erkenntnissen interpretiert wurden. Am Ende stellte sich nur dennoch alles als großer Humbug heraus!
Es kommen vor allem keine „Fakten“ auf den Tisch, sondern Aussagen! Mag sein, daß der Kirche jahrelange Prozesse unangenehm waren. Aber es bleibt dennoch die Frage: möchte man die eigene Hand für die Berechtigung der Vorwürfe ins Feuer legen, wenn es um so viel Geld geht?
Tatsache ist: beim Thema „sexueller Mißbrauch“ herrscht längst nicht die Unschuldsvermutung, sondern die Schuldvermutung für jeden beliebig unter Verdacht Gestellten. Da es für die behaupteten Vorgänge nach Jahren und Jahrzehnten i.d.R. keine Zeugen und keine handfesten Beweise gibt, bleiben also nur psychologische Gutachten. Wie grandios die danebenhauen: s. Fall Möllers!
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#36   DocRöntgen   13:44:27 | Mittwoch, 18. Juli 2007
4392 Priester in den USA wurden des sexuellen Missbrauchs beschuldigt
Okay: Beschuldigt heißt nicht gleich schuldig. Dennoch überrascht die Vielzahl von Übergriffen in diesem vermeintlich sündenfreien Raum Kirche. Jetzt muß man sich fragen: Fühlen sich viele Pädophile zur Kirche hingezogen, weil sie dort Hoffnung auf Zugriff von Miderjährigen haben, oder ruft das ideologische Ausklammern, Negieren und Verteufeln von sexueller Lust und Begierde zu solchen schrecklichen Vergehen? Wenn der Kommentator hier eine Gegenrechnung anstellt, beweist er nur seine moralische Inkompetenz und zeigt, für einen Christen ungewöhnlich, dass er Mißbrauch von Kindern durchaus durch materielle Gaben für entschuldbar hält. Damit stellt er sich praktisch auf die Stufe der Vergewaltiger und Schänder. Glückwunsch, kreuz.net, zu solchen Kommentatoren! Die Kirche hingegen scheint überfordert: Neben schmerzhaften Zahlungen wäre es längst an der Zeit, die Ursachen solcher Vergehen zu hinterfragen und inwiefern die Kirche ideologisch dazu beiträgt. Das ist mit Dollars nicht zu beantworten.
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#35   matt2 †   13:43:58 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Und wieder die Unzuchtsideologen, die ohne weiteres die Abtreibung befürworten…
aber sich empören wenn ein Kind einen Klapps kriegt. Wohl deswegen weil sie selbst im Geiste eines törichten, störrischen, ungehorsamen, bösartigen Kindes wandeln. Wenn ich manche dieser depperten Kommentare lese erwacht in mir wieder die Zornesglut, immerhin ein gelungener Artikel. Ich bin dafür, dass jeder schwere Mißbrauchsfall die entsprechenden Konsequenzen für den Täter nach sich zieht. Diese Kirchenschröpfer aber und ihre Anwälte sind ein schäbiges Gesindel und sollen mit dem Geld ins Verderben fahren.
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#34   santo domingo 2   13:40:43 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Rudolfus
Was Ihr Statement zur Glaubensleugnung angeht, gebe ich Ihnen Recht!
Sexueller Mißbrauch wird in den meisten Fällen erst dadurch ermöglicht, daß falsches Zeugnis dem Nächsten gegenüber gegeben wird (was sich auch im Verschweigen äußern kann).
Ein Gebot, das selbst ein Atheist guten Gewissens unterschreiben kann und welches sinngemäß auch Teil jeder vernünftigen Rechtsordnung ist.
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#33   Rudolfus   13:37:29 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Alois Hudal / Die staatsinterne Verfassung der USA ist disziplinär vorbildhaft,
„In puncto Recht und Ordnung kann Europa viel von der US-Mentalität lernen.“
Das sieht man ja deutlich an der aggressiven, US-amerikanischen und englischen Außenpolitik. Reiner Machiavellismus.
die agressive Außenpolitik der USA ist eine Folge der weltdominierenden Rolle der USA.
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#32   wiener   13:37:25 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ rudi
verblüffend ist übrigens die „logik“, die missbrauchsfälle in einen (ursächlichen?) zusammenhang mit dem II. vatikanischen konzil bringen zu wollen.
nachdem es über missbrauchsfälle geht, die teilweise jahrzehnte zurückliegen, ist davon auszugehen, dass diese auch von klerikern begangen wurden, die vor dem konzil geweiht wurden, bzw. dass auch die missbrauchsfälle teilweise vor diesem stattfanden.
die größere offenheit der nachkonziliaren kirche aber ermöglicht es erst, derartige dinge zu thematisieren.
wenn das konzil also überhaupt einen einfluss auf diese dinge hat, dann den, dass den opfern jetzt auch innerkirchlich ein gewisses maß an verständnis (noch immer nicht genug!) entgegengebracht wird. wogegen dieser artikel und so manche kommentare hier ja auch entsprechend wettern.
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#31   Sentinel   13:37:19 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@DB1975
Über ihren Schlußsatz sind wir einer Meinung!
Wenn die Kirche ein wenig über ihren eigenen Schatten springen würde und zugeben würde, daß die Mehrheit der wirklich krankhaft pädophil und homosexuell veranlagten sich in ihren Reihen befindet, könnte man mit dem ewigen Opfer-Täter-Tausch aufhören.
Viele Homosexuelle retten sich regelrecht in die Kirche, weil sie vermeintlich meinen, daß ein freiwilliges Zölibat sie daran hindert, ihrer sexuellen Lust nachzugehen. Früher oder später glaubt dann ein Ministrant dran, weil sie halt aus den falschen Gründen Pfarrer/Bischof/Kardinal/Papst geworden sind!
Und genau darum geht es doch eigentlich:
Warum hetzt diese Seite hier so gegen Homosexuelle?
Vielleicht weil es die Macher selbst sind und es sich nicht eingestehen können, daß sie den katholischen Weg aus den falschen Gründen gegangen sind? Man eiß es nicht, aber es wäre gut, wenn der betroffene Personenkreis endlich dazu stehen würde! Dann könnte man sich hier sinnigerweise auch diese Hetzkampagnen sparen.
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#30   PhilomenaWolkenstein   13:32:09 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Pünktchen
1. es ist mir gleich, wer auf der Anklagebank ladet, wenn er/sie ein Kind angreift, dann gehört er dahin! Auch ein Klaps ist ein Eingriff in die Integrität eines Kindes.
2. Sie kennen das amerikanische System offenbar nicht. Einem Vergleich geht immer ein pretrial voraus, bei dem alle Fakten auf den Tisch gelegt werden müssen. Deshalb entschloß sich der gute Erzbischof ja auch zur Zahlung, weil er genau gewußt hat, daß es im Prozeß noch schlimmer wird. Das hat weder mit einer Unschuldsvermutung noch mit irgendwelchen Verschwörungstheorien zu tun, sondern mit dem amerikansichen Rechtssystem.
Aber was will man von einer Seite wie kreuz.net samt den dazugehörigen Hörigen auch Wissen verlangen …
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#29   Rudolfus   13:31:46 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Unzuchts- und Mißbrauchsfälle als Folge einer verbrecherischen Glaubensleugnung
Der heutige Papst Benedikt XVI. hat noch als Cardinal erklärt, daß all diese Fälle nur aus mangelndem Glauben heraus erklärbar sind.
Ein Priester, der solche Unzucht und Mißbräuche begeht, der hängt mit Sicherheit irgendwelchen häretischen Gedanken gegen die Kirche in seinem Geiste nach, und dies ist bei den meisten, Geistlichen auch offenkundig der Fall, die zumeist auch nach außen hin als wenig gläubig erscheinen.
Werden solche Unzuchts- und Mißbrauchsfälle an die Wehrlosen von einem Priester begangen, der klerikale Kleidung trägt, so ist ebenso völlig anzunehmen, daß er intern Wichtiges am Glauben bezweifelt.
Das Kirchenkleid macht noch keinen Antimodernisten.
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#28   DB1975   13:30:02 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@ Sentinel:
Ich mag die Ironie im Beitrag übersehen haben, wobei ich zu meiner Entschuldigung sagen muss, dass man es in diesem Forum nicht immer leicht hat, zwischen Ernst und Ironie zu unterscheiden :-P
Ich möchte trotzdem entschieden der Ansicht widersprechen, es sei die Herangehensweise der katholischen Kirche an solche Probleme, Opfer und Täter durcheinanderzuwerfen.
Nur weil es – leider, aber nicht unerwartet auch in diesem Forum – Leute gibt, die ihre kruden Privatmeinungen als Lehre der Kirche ausgeben, heisst das ja nicht, dass sie damit Recht haben.
Ein Mann, der wegen seiner Homosexualität (Hilfe, jetzt sind wir wieder bei diesem Thema, jetzt geht es bestimmt wieder los ^-^) verprügelt wurde, ist natürlich im Hinblick auf den gegen ihn gerichteten Gewaltakt ein Opfer und nicht ein Mittäter, auch und ganz klar nicht in der Lehre der Kirche !
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#27   Pünktchen   13:27:11 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Philomena Wolkenkuckucksheim
ein Klaps auf dem Hinter IST Mißbrauch
Dann befinden sich auch Mutter Theresa, der Dalai Lama und Gandhi auf der Anklagebank!
Wer die amerikanischen Regeln des pretrials kennt, der weis, daß da keine Fakes dabei sind.
Es hat einen außergerichtlichen Vergleich gegeben. Von „Wissen“ kann hier gar keine Rede sein!
Aber Hauptsache, man macht die Opfer zu Tätern
Es wäre genauso falsch, die Ankläger a priori als Betrüger zu bezeichnen wie umgekehrt: – vor allem, wenn viel Geld im Spiel ist – a priori von einer Berechtigung der Beschuldigungen auszugehen. Interessanterweise verkehrt sich die klassische Unschuldsvermutung beim Thema „sexueller Mißbrauch“ geradezu in ihr Gegenteil um!
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#26   Alois Hudal   13:23:46 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Rudolfus:
Zitat:
„In puncto Recht und Ordnung kann Europa viel von der US-Mentalität lernen.“
Das sieht man ja deutlich an der aggressiven, US-amerikanischen und englischen Außenpolitik. Reiner Machiavellismus.
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#25   Rudolfus   13:23:07 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Es ist jedenfalls klar,
daß nur eine strenge Disziplin, wie sie für die US-Mentalität typisch ist – und wie sie auch für die alte Kirche der Disziplin typisch war – die Unzuchts- und Mißbrauchsfälle verhindern kann.
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