Wer in den USA von einem Priester sexuell mißbraucht wurde, ist mit einem Silberlöffel im Mund geboren. Der jüngste Fall: die Erzdiözese Los Angeles. Ein Kommentar.
(kreuz.net, Los Angeles) Daß Priester Minderjährige, im vorliegenden Fall vor allem Jugendliche, das
heißt, vor allem männliche Jugendliche, homosexuell geschändet haben, ist ein Skandal.
Ein noch größerer
Skandal ist, daß die Bischöfe der 70er und 80er Jahre, dem Treiben dieser Jugendschänder tatenlos zuschauten –
obwohl es damals genügend warnende Stimmen gab. Doch diese Stimmen wurden als konservative, konzilsfeindliche
Stänkerer abgetan.
In den USA berichtete zum Beispiel die katholisch-konservative Wochenzeitung ‘The
Wanderer’ immer wieder über solche Fälle. Doch ‘The Wanderer’ galt als Stimme der Reaktion. Damit war
sein Einfluß begrenzt.
Denn die liberalen Bischöfe waren damit beschäftigt, das Konzil zu implementieren.
Außerdem war die sexuelle Schändung Minderjähriger gerade modern.
Ähnlich wie die Abschaffung des
Zölibates erwartete man die unmittelbar bevorstehende Enttabuisierung der Päderastrie und hatte diese
sogar teilweise erreicht.
Der allergrößte Skandal ist freilich, was gegenwärtig in der Erzdiözese
Los Angeles geschieht:
Am vergangenen Sonntag kündigte diese an, 660 Millionen Dollar – über 480 Millionen
Euro – an sogenannte „Überlebende von Mißbräuchen“ auszuzahlen.
Ein Drittel der Summe wird von Versicherungen
aufgebracht. Vorausgehend hatte die Erzdiözese bereits 114 Millionen Dollar an angebliche Opfer zugesagt.
Die Gewinner dieses skandalösen Riesenlottos sind 508 Personen, die in den vergangenen Jahrzehnten als
Minderjährige von Priester mißbraucht wurden. Pro Nase ergibt das zwischen 100.000 und vier Millionen
Dollar.
Das sind Summen, die jeden Mißbrauch zum Glücksfall werden lassen und deren Obszönität bei
weitem übertreffen.
Hätten die Unzuchtspriester ihre Opfer ermordet, wäre die Sache für die Erzdiözese
wohl billiger geworden.
Noch schlimmer sieht die Sache aus, wenn man bedenkt, daß ein Drittel bis die
Hälfte des Geldes, das der Erzdiözese abgepreßt wurde, an die Rechtsanwälte geht. Sie haben auf Provisionsbasis
gearbeitet.
Das heißt: Der Rechtsanwalt trägt sich einem potentiellen Opfer an und überredet es, eine
Klage einzureichen. Der Advokat arbeitet ohne festes Honorar, aber – im Falle eines erfolgreichen Prozeßausganges –
mit Gewinnbeteiligung.
Auf diesem Hintergrund hörten sich die Worte des leitenden Rechtsanwaltes, Ray
Boucher, der seinen Klienten für deren „Entschlossenheit und Mut“ dankte und dabei szenenwirksam mit
Tränen kämpfte – es müssen Freudentränen gewesen sein – wie blanker Hohn an.
Der Zaster wird in den
kommenden Monaten ausgezahlt. Die rechtliche Grundlage dafür ist kein Prozeß, sondern eine außergerichtliche
Einigung. Der Erzbischof von Los Angeles, Roger Kardinal Mahony, hat eine solche vorgezogen.
Angesichts
eines Klimas der Generalverdächtigung, der kamerawirksam inszenierten endlosen Heulszenen und der hemmungslosen
antikirchlichen Haßtiraden, die solche Prozesse begleiten, kann man ihn verstehen.
Andererseits hätten
Opfer und Rechtsanwälte vor Gericht nicht mit dem gleichen Beutezug rechnen können.
Das erklärte indirekt
auch der bereits zitierte Rechtsanwalt Boucher. Er dankte dem Kardinal dafür, den Weg einer außergerichtlichen
Einigung eingeschlagen zu haben, die „wohl nie zustande gekommen wäre, hätte man sie den Rechtsanwälten
[der Erzdiözese] überlassen“.
Die Moral von der Geschichte: Die Kirche, die das Kämpfen aufgegeben
hat, ist heute zu einer leichten Beute der Welt geworden. Sie wird wieder lernen müssen, zu kämpfen.
Es ist ein doppelter Kampf – gegen die Welt, die bereits in die Stadt Gottes eingedrungen ist, und gegen
die Welt, die von außen gegen die Kirche anstürmt.
Dieser Kampf ist nach menschlichem Ermessen aussichtslos.
Darum muß er mit den Waffen des Heiligen Geistes gekämpft werden.
Wer kämpft, kann siegen. Wer nicht
kämpft, hat schon verloren.
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124 Lesermeinungen
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#125 Benedikt 21:07:16 | Dienstag, 14. August 2007
@ Rudolfus Als denkendem Menschen muss es Ihnen doch klar sein, dass ein Konzil keinen Menschen zum Pädophilen
machen kann. Der Grund für die häufigen Fälle von heute ist lediglich, dass es heute öfter ans Licht
kommt. Nichts weiter.
#124 Rudolfus 20:40:55 | Dienstag, 14. August 2007
@Benedikt / Der Kirchenverfall nach Vaticanum II Offensichtlich sind die Vorfälle aber vor dem Konzil
auch nicht zur Sprache gekommen, also nichts mit Bekämpfung der Mißstände. Die Mißbrauchsfälle, in
diesen großen gigantischen Ausmaßen der 1970er und 1980er, sind ja auch erst eine Folge des Pastoralkonzils
Vaticanum II.
#123 Benedikt 20:28:39 | Dienstag, 14. August 2007
@ Rudolfus Offensichtlich sind die Vorfälle aber vor dem Konzil auch nicht zur Sprache gekommen, also
nichts mit Bekämpfung der Mißstände. Amtsantritt Pauls VI.: 1963 (die Kirche als die erfolgreichste
und missionarisch erfolgreichste Religion der Welt, von den USA bis nach Afrika) Von der Fassade her vielleicht.
Was so schnell einstürzt kann vorher nicht stabil gewesen sein. Amtsende Pauls VI.: 1978 (die Kirche
in der größten Krise seit der Reformation, die ausgelöst durch Dr. Martin Luther war) Auch das kann
man durchaus anders sehen. Die Kirche befand sich schon vor der Reformation in einer Krise. Anders ist
es nicht zu erklären, dass soviele Leute einfach ins Schisma gehen.
#122 Rudolfus 19:58:33 | Dienstag, 14. August 2007
@Benedikt / „Von wegen V2“ Von wegen „V2“ Die entschädigten Missbräuche ereigneten sich zum Teil schon
in den 40ern… Die Mißstände haben in der Kirche immer zu allen Zeiten geschlummert und müssen gewaltsam
niedergehalten werden, wie in jedem Staatswesen. (siehe die rigorose Modernistenverfolgung St. Pius’ X.,
Apostolisches Schreiben Pascendi dominici gregis, 8. September 1907 www.papalencyclicals.net/Pius10/p10pasce.htm www.vatican.va/…inici-gregis_en.html). Während des Pastoralkonzils Vaticanum II wurden lediglich die
Zügel der Kirchenführung durch den schwachen und liberalen Papst Paul VI. fallengelassen. Amtsantritt
Pauls VI.: 1963 (die Kirche als die erfolgreichste und missionarisch erfolgreichste Religion der Welt,
von den USA bis nach Afrika) Amtsende Pauls VI.: 1978 (die Kirche in der größten Krise seit der Reformation,
die ausgelöst durch Dr. Martin Luther war)
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 12, 1-8 In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat
durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon. Die Pharisäer
sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist. Da sagte er
zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie
er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern
nur die Priester essen durften? Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im
Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen? Ich sage euch: Hier ist einer, der größer
ist als der Tempel. Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer,
dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
#120 timpressum † 23:35:03 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Weitaus begrüßenswerter… …wäre es natürlich gewesen, wenn jeder dieser „Priester“ seine gerechte
Strafe bekommen hätte und so lange gesessen hätte wie jeder andere Straftäter auch, der ein Kind für
sein Leben geschädigt hat!
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 11, 28-30 In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle
zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein
Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden
für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.
#116 Tammox † 01:55:30 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Dass diese RKK keine Zukunft mehr hat, denke ich auch – dazu tragen zum einen die Katholibans hier zu,
die auf 99% der Christen nur abschreckend wirken. Dann gibt es noch die diversen [v.d.Red.zens.] Bischöfe,
wie Krenn, Gröer oder auch Degenhardt – die selbst unter den streng Gläubigsten nur für Entsetzen sorgen.
Für das Bedürfnis nach Spiritualität gibt es genügend Alternativen – und so kommt es, daß die RKK
selbst in ihren noch vor ein paar Jahren als Hochburgen angesehenen Gebieten – z.B. Südamerika massiv
an die Pfingstkirchler und Evangelikalen verliert. Die europäischen Hochburgen sind in Wahrheit auch
keine Bastionen – oder könnte man sich eine katholischere Nation als Polen zur Zeit JPII’s vorstellen?
Wie sehr haben sie ihn adoriert! Nur: Seine Lehren kümmern die letztendlich doch nicht: Polen hat die
höchsten Abtreibungsraten in Europa und die anderen Anliegen Woytilas (Opposition zum Irakkrieg, Aussöhnung
mit der Ukrainischen Kirche, Bekämpfung des Antisemitismusses, Absage an die Herrschaft des Mammons)
wurden komplett ignoriert. Und bis es ganz aus ist mit der RKK, wird es teuer: Bischof Brom (St Diego):
200 Mio $ Kardinal Roger M. Mahoney: 660 Mio $. Die Diözese Dallas berappte 1999 ganze 119 Millionen
Dollar Schadensersatz, weil ihr Priester Rudolf Kos zwischen 1981 und 1992 nachweislich mindestens 11
kleine Jungs vergewaltigt hat, wovon einer mit 21 Jahren in den Suizid getrieben wurde. RKK Irland im
Januar02 110 Mio $ Dollar für Opfer zu, die seit Jahren von Klerikern missbraucht worden waren.
KurtK Auch der Feind lernt. Da er sah dass man die Festung (Kirche) nicht von aussen sturmreif schießen
kann versucht er es nun mit Infiltranten die nach aussen hin wohlgesonnen im Inneren ihr Zerstörungswerk
vollbringen indem sie im Bau selbst wichtige Grndsäulen der Glaubensburg Ziegel um Ziegel abtragen wollen.
Ihren Optimismus dass sie damit Erfolg haben teile ich jedoch keineswegs
@ Ansbach dragoner Da haben Sie wohl Recht. Von aussen wird keiner es schaffen, die Kirche zu vernichten –
das schafft sie aber auch selber über kurz oder lang. Ganz vernichtet wird sie vielleicht niemals, aber
ihren Einfluss wird sie relativ bald komplett verlieren – auch und gerade durch solche Vorkommnisse.
Tammox „Entweder schafft man dann endlich dieses dümmliche Zölibat ab oder der Vatikan als Ganzes muss
dann Insolvenz anmelden – beides wäre als erfreulich zu bezeichnen.“ Glauben Sie mir den Vatikan und
den Zölibat wirds auch noch geben nachdem sie ein Jahrhundert im Fegefeuer (sofern Gott gnädig ist)
gesessen haben. Jeder der sich mit der apostolischen Kirche anlegt zieht den Kürzeren. Man kann uns nicht
vernichten zig gewaltige Mächte habens schon versucht – nicht zuletzt der Herr mit dem Schnauzbärtchen
in dessen ideologie ebenfalls versucht wurde den als SexualPerverse zu diffamieren…
#112 Tammox † 00:32:42 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Zuschwach heute – Ihr sogenannten Christen entsetzt mich einfach nur noch Daher begnüge ich mich heute
mit einem Zitat aus einer anderen katholibanischen Diskussion: Perspektive2010 28.02.2007 US-Pfarrer poppen
Bistum in die Pleite Es hat schon etwas sehr Skurriles an sich: Per Zölibat verbietet die katholische
Kirche ihren Pfaffen geschlechtliche Beziehungen. Gleichzeitig zahlt sie bigott und schweigsam Unterhalt
für Kinder, die Pfarrer beim Sex mit irgendwelchen Frauen außerhalb des auch in der eigenen Ideologie
erlaubten Rahmens einer Ehe zeugen. In den USA muss nun mit dem Bistum San Diego die fünfte Diözese
Gläubigerschutz beantragen. Grund sind 150 Klagen wegen sexuellen Missbrauchs, deren Forderungen die
finanziellen Möglichkeiten des Bistums übersteigen. Alleine die Einigungskosten sollen sich auf mehr
als 200 Millionen Dollar belaufen. Die Opfer und deren Vertreter kritisierten das Vorgehen des Bistums:
Das „Opfer-Netzwerk der von Priestern Missbrauchten“ bezeichnete den geplanten Schritt in die Insolvenz
als „moralischen Bankrott eines eigennützigen Bischofs, der Angst vor unbequemen Fragen über das Verwöhnen
und Verheimlichen pädophiler Priester“ habe. Mein Vorschlag: Direkter Durchgriff auf den Vatikan für
jeden Fall des sexuellen Missbrauchs durch seine Erfüllungsgehilfen weltweit! Entweder schafft man dann
endlich dieses dümmliche Zölibat ab oder der Vatikan als Ganzes muss dann Insolvenz anmelden – beides
wäre als erfreulich zu bezeichnen. DEm schließe ich mich an.
@ ansbach ich glaube (und hoffe) gar keiner. Wobei ich finde, daß Fundamentalisten aller Couleurs sehr
viel gemeinsam haben und sich so sehr nahe stehen, egal ab sie islamistisch, neo-nazistisch, katholisch,
evangelikal, satanistisch, stalinistisch oder sonst etwas sind. Blinder Haß und haßerfüllte Blindheit
sind deutliche Anzeichen dafür… und auch eine gehörige Protion Paranoia… und Realitätsverweigerung…
Stromlinienförmig kann jeder faseln, Herr Dr. Ziegler! Die „unsichtbare Kirche“ ist blanke Häresie.
Denn die von Christus eingesetzte Kirche mit ihrem von Christus gestifteten Petrusamt ist genauso sichtbar
wie Christus in seinem menschlichen Leben auf Erden. Außerdem sind Sie mit sich selbst im Widerspruch:
Wenn Glaubens- oder Meinungsäußerungen sichtbar, also nicht anononym sein dürfen, warum soll dann die
hl. Kirche unsichtbar, also anononym, sein? Im übrigen brauchen Sie sich mit Ihrem seichten Gefasel nicht
so weit hinauslehnen. Wenn man Ihren Namen in Google eingibt, findet man bestenfalls irgendwelche beruflichen
Informationen. Wirklich exponiert haben Sie sich gewiß nicht, weswegen Sie nichts riskieren, wenn Sie
Ihren Namen irgendwo für irgendetwas verwenden. In Wirklichkeit sind Sie mit Ihrer „unsichtbaren Kirche“
viel angepaßter, als Sie von sich selbst glauben, denn eine unsichtbare – sich also öffentlich gar nicht
äußernde – Kirche ist genau das, was die Feinde des Christentums wollen. Eine „unsichtbare Kirche“ äußert
sich z.B. auch nicht über die traditionelle kirchliche Ablehnung der Homosexualität. Im übrigen ist
jeder hier gut beraten, mindestens offiziell anonym zu bleiben, denn in Wirklichkeit werden abweichende,
z.B. katholische, Ansichten im Gegensatz zur Meinungsäußerungspropaganda nicht akzeptiert. Und es gibt
eine ganze Reihe von Leuten, die wegen Äußerungen wie auf diesen Seiten in ihrer beruflichen Existenz
gefährdet oder vernichtet wurden. Und sowieso anderweitig diskreditiert. Der Gatte der Evelin
keineswegs ausreichend ekelerregend… nichts ist so ekelerregend, daß es diese realität auch nur näherungsweise
gbeschreiben kann… Da hilft auch alle Beschönigung und subtile Schuldzuweisund von kreuz.net nichts…
@DerMartin Ich stimme dir vollkommen zu, sofern du deine eigene Person damit gemeint hast! Soviel schreiende
Dummheit und keiner macht dich darauf aufmerksam … Naja, ich habe es probiert. Aber bei einem A… erreicht
man nicht einmal etwas mit Höflichkeit. Bye bye … Ps.: Du überlebst hier keine 2 Tage.
@ Rudolfus grauslich und pervers ist das, was in dem Artikel als „das große Los“ bezeichnet wird… und
so etwas habe ich in meinem Posting angedeutet, um das anschaulich zu machen… … in der Hoffnung, dass
selbst sehr verblendete Fundis sich dann die klassische Täter-Opfer-Umkehr ersparen… leider offenbar
umsonst…
Nur die „unsichtbare Kirche“ vertritt das Christentum, Jesus Christus Als St.Georgs-Pfadfinder hat ein
„Gruppenführer“ gemeint, er müsste an meinem „Rolle“ rumspielen. Später beim ND, – kath. Eliteverein,
damals wenistens – hat auch ein Oberer den gleichen Drang verspürt und vollsteckt. Meine Beschwerde beim
zuständigen Priester … Das sei biologisch normal, in dem Alter … – Ein US-Scout kann damit heute
Millionär werden. „Danke lieber Gott im Himmel, damit kann ich gut leben, wenn ich volljährig bin. Porsche
fahren, Mädels aushalten. Papa und Mama danken, die damit zum Anwalt und vors Gericht gingen.“ Die „unsichtbare
Kirche“ ist weder schwul noch lesbisch bedroht. Soviel dazu. Bei Durchsicht der anderen Meinungen dazu
und auch allgemein, warum nennt keinen seinen Reisepass-Namen, warum Luther und und und. Feiglinge vor
dem Herrn. Wer seid ihr denn? Katholische Angsthasen. Vor wem fürchtet ihr euch – vor Gott?
@Evelin / Die Kirchenfeinde haben diese abartigen Leute sicherlich nicht in die Seminare eingeschleust –
das versuchen nur die Kommunisten und andere unkatholische Extremisten. Die Modernisten wurden schon vom
hl. Papst Pius X. (1903-1914) mit allen möglichen Verfolgungsmaßnahmen entfernt und niedergehalten –
sie haben leider die Verfolgung überdauert, wie der hl. Papst auch ermahnt hat, daß dies eintreffen
würde, wenn man seine Anordnungen über Bord werfen sollte – dies zu tun, das war dem papstkrönungseidbrechenden
Montini-Papst vorbehalten. Die diözesanen Modernismusmeldestellen sind nichts anderes als die prophylaktischen
Vorläufer der jetzt notwendig gewordenen diözesanen Mißbrauchsmeldestellen. Jedem Unzuchts- und perversen
Mißbrauchsfall muß notwendigerweise eine persönliche und schwer schuldhafte Glaubensleugnung vorangegangen
sein. Jede bewußte Glaubenssünde ist nicht grundlos bereits eine schwere Sünde und beichtpflichtig.
Papst Benedikt XVI. hat bereits als Cardinal-Glaubenspräfekt auf den Zusammenhang dieser perversen Fälle
mit dem schweren Glaubensverlust durch Kirchenamtsträger hingewiesen und somit die theologisch und auch
praktisch völlig korrekte Diagnose erstellt.
Masonische Strategie gegen die Kirche Derartige Entschädigungen sind deswegen reine Willkür, weil völlig
eindeutig ist, dass sämtliche Päderasten und ihre Gönner in diametralem Gegensatz zur kirchlichen Lehre
handelten. D.h. es handelte sich um deren persönliches Verschulden, nicht um jenes der Kirche. Und wenn
jemand sagt: Naja, die (= gewisse V2-Bischöfe) haben jahrzehntelang zugesehen, dann ist die Gegenfrage
zu stellen: Wieso haben die Mißbrauchsopfer jahrzehntelang mit ihren Klagen zugewartet? Durch ihr Zuwarten
und nicht in die Öffentlichkeit gehen sind sie doch mitverantwortlich für weitere Mißbrauchsopfer dieser
Täter, die angeblich Priester sind (wenn ihnen ihr homosexueller Trieb bei der Weihe bekannt war, lag
ein Weihehindernis vor, welches die Priesterweihe ungültig macht)! Die masonische Strategie war folgende:
Zunächst wurden die Päderasten in Massen in die Seminarien eingeschleust, um dort echte Berufungen und
den Ruf dieser Einrichtungen zu zerstören. Sodann würden solche Kreaturen in der „Priesterlaufbahn“
nach oben steigen bis hin zu Bischöfen und Kardinälen. Warum nicht gleich ein schwuler Papst? Erzwungen
werden sollte eine Haltungsänderung der Kirche zur Homosexualität. Würde eine solche nicht eintreten,
hätte man genug Material, um wenigstens die Haltung der Kirche als zweideutig (außen hui und innen pfui)
darzustellen und überhaupt ihren Ruf nachhaltig zu beschädigen. Und zusätzl. gäbe es dann auch viel
Geld bei den Mißbrauchsprozessen zu verdienen. Genau so kam es ja auch. Der Gatte
@Sentinel [klein]Hallo, Wicca-Angehöriger! Lange nicht mehr voneinander gelesen! Hier irrst du! Es gab
bei den Vestalinnen kein Zölibatsgelübde. Dies wurde auch im Nachhinein von einigen selbsternannten
christlichen Historikern erfunden, um den Sinn der Ausrottung dieses Glaubens noch plausibler zu machen.[/klein]
1.) Bin ich kein Wicca-Jünger (Wie kommst du auf den Schwachsinn) 2.) War Vesta keine Fruchtbarkeitsgöttin.
3.) Ist das Keuschheitsgelübde keine christliche Erfindung Sagt dir die Sage um Romulus und Remus etwas?
Hältst du sie für eine christliche Fälschung? War Ovid, der erzählt, dass Vesta männliche Götter
abgewiesen hat, Christ? Es genügt nicht nur, keine Ahnung zu haben, man muss es auch noch laut herausposaunen.
@Philomena Die Darstellung in diesem Artikel ist völlig daneben, keine Frage. Aber Ihr Gerede ist leider
nicht viel besser. Menschen fassen sich gegenseitig an – das hat per se noch nichts mit Sex zu tun und
daher auch nicht mit Mißbrauch. Ein kluger Mann hat den Siegeszug dieses völlig falsch verstandenen
Freudianismus einmal „Panschweinismus“ genannt – das trifft das Problem sehr gut. Es ist in diesem Bereich
nicht leicht die „Guten“ von den „Bösen“ zu unterscheiden. Es wird aber nicht dadurch leichter, daß
man jedermann unter Generalverdacht stellt und körperliche Nähe nur noch in Anwesenheit eines Anwalts
erlaubt.
Die Lottogesellschaft hat einem Niedersachsen 17,4 Mio EUR bezahlt!!! Was sind denn das für Relationen?
Es ist ja wohl viel schlimmer, mit dem HI-Virus infiziert zu sein, als 6 Richtige mit Superzahl zu haben.
(Blöde Kommentare verdienen eine blöde Erwiderung)
na schau mal einer an… wenn es die „eigenen Leute“ sind, ist bei kreuz.net sogar homosexuelle Kinderschändung
ein „Kavaliersdelikt“… …zumindest im Vergleich zu dem „verbrechen“, den unermesslichen Reichtum der
Kirche ein klein wenig zu schmmälern und so zumindest finanzielle Entschädigung für die nie wieder
heilenden seelischen Wunden zu erhalten. Wenn man hier Artikel über einvernehmliche Homosexualität unter
Erwachsenen liest, klingen die gleich ganz anders… Perfide Doppelmoral ist wohl das freundlichste, was
mir dazu einfällt… Die gottlose, lieblose, perverse und obszöne Fratze der Homepage wird an so einem
Artikel wieder mal sehr klar sichtbar…
Aisdverseuchte Libyer Libyen hat der Tagesschau zufolge jedem von Aids betroffenen Kind 1.000.000 Dollar
Schmerzensgeld ausbezahlt. Das Geld kommt wahrscheinlich von der EU, auch wenn diese das öffentlich zurückweist.
Was sind das für Relationen! Es ist ja wohl viel schlimmer, mit Aids angesteckt als sexuell mißbraucht
worden zu sein.
@ Kurt K. Sicher gibt es Stellen im Innendienst. Eine Versetzung dorthin wäre auch kein Problem. Allerdings
ist es schon vorgekommen, daß bereits als Sexualstraftäter bekannte Priester einfach in die nächstbeste
Pfarrei verfrachtet wurden. Da ist Geoghan nur das bekannteste Beispiel… er dürfte mehr Pfarreien abgegrast
haben, als ein Heuschreckenschwarm in der Sahara während seiner Wanderung Oasen zu sehen bekommt. Das
Weiterrochieren des Problems wurde wiederholt praktiziert, wie man Perlen auf eine Kette reiht. Und die
Diözese Boston ist nicht zuletzt deshalb bankrott. Ausbaden müssen es die Opfer und die unbeteiligten
Katholiken. Jedensfalls habe ich nichts darüber gehört, daß Alterzbischof Bernard Law für die verursachten
Schäden gehaftet hätte. Und da kommt einem bei aller Höflichkeit das kalte !
Ja, Versetzungen… Sind in diesem Zusammenhang keine Strafe, sondern ein offenes Ermuntern zum weitermachen.
Ich kann sogar nachvollziehen, dass die Kirche solche Leute nicht rausschmeisst – schliesslich ist Vergebung
ja eine wichtige Tugend. Aber warum versetzt man diese Menschen nicht in ein Büro oder so. Kenn mich
zwar nicht so aus in den Arbeitswelten der RKK, aber irgendwelche Verwaltungsstellen wirds da doch wohl
auch geben, wo solche Priester keinen Schaden mehr anrichten können, oder?
@ Pascal123 Von einer Exkommunikation ist mir nicht ein einziger Fall bekannt, und in vielen Fällen wurden
die Täter tatsächlich nach dem St.Florians-Prinzip versetzt. Was nicht zuletzt in ihrem eigenen Sinn
lag: Hatten sie sich im bisherigen Tätigkeitsbereich schon einen entsprechenden Ruf zugelegt und waren
mögliche Opfer wenigstens gerüchteweise vorgewarnt, so konnten sie am neuen Ort auf neue, ahnungslose
Opfer losgehen. Oft macht die Versetzung das Problem noch größer!
Hi Rodolfo! Wollen Sie nicht erst mal Werbung für die NPD machen? Das durften Sie doch schon mal und
scheinbar ist’s mit katholischen Nachrichten gut vereinbar… Liebe Grüße, DocRöntgen
Die Mißbrauchs-Industrie … … hat zugeschlagen und tüchtige Anwälte haben wieder einmal den großen
Reibach gemacht. Wenn Deutschland oder die Kirche die Gegner sind, wissen die Burschen, auf welchen Saiten
sie jeweils klimpern müssen, um Kohle zu erhalten.
Hatte man etwas anderes erwartet Danke für die Antwort. Ich hatte nichts anderes erwartet. Deckmantel
drüber und alles ist Gut.Hoffentlich werden einige der Opfer trotzdem noch weiter Kämpfen und die Sache
erzählen.Zu Wünsche wär es ja. Dann müsste Sich Die RKK damit auch wirklich auseinander setzen.
@jürgen Bestandteil des Vergleiches ist eine Veröffentlichung der Täter in eine speziellen Datenbank.
War auch schon im Boston so. Dort kann man u.a. auch herausfiltern, daß die Mehrzahl der Opfer Mädchen
waren. Und: daß Priester mehrmals einfach versetzt wurden, wenn Vorwürfe ruchbar wurden, anstatt dem
nachzugehen. Die strafrechtliche Seite bleibt von dem Vergleich unangetastet, wenn die Taten innerhalb
der Verjährungsfristen liegen, dann kommt es selbstverständlich zur Anklage. Allerdings hat die Kirche
alles dazu getan, daß die Justiz eben nicht ermitteln konnte und auch jetzt will sie es auf Grund der
erdrückenden Fakten nicht zu einem Prozeß kommen lassen und kauft sich mit einem Pappenstiel frei. Wenn
man weis, wie die Opfer jahrzehntelang gelitten haben und noch leiden und was eine Therapie kosten kann,
dann ist das nur ein Bruchteil, was bei einem Urteil hätte gezahlt werden müssen. Aber viele der Opfer
konnten einfach nicht mehr kämpfen …
@Pascal: Mich würde mal interessieren was ist mit den Tätern passiert. Wurden die Exkommuniziert oder
nur versetzt.Oder wieder in den Schoß der Kirche aufgenommen Darüber weiß ich nichts. Im Allgmeinen
heißt es ja: Gott hasst die Sünde, aber er liebt den Sünder. Ob sich die Kirche in diesen Fällen an
Gott hält, oder eher eine wichtige Zäsur in ihrer Liebe zum Sünder vollzieht, wird man an der Aufarbeitung
dieser Fälle sehen. Wenn die Dollars alles sind, was zu diesen Vorkommnissen geschieht, wird es bis zum
nächsten, ähnlich gelagerten Skandal nicht viel Zeit benötigen.
@-Doc Die Kirche sollte sich ganz daraus halten. Die RKK sollten schon lange den Platz einnehmen der Ihr
Obliegt. Einflußnahmen in dieser ausgeweiteten Form steht Ihr keinesfalls zu. Ratschläge erteilen bitte
schön, aber nur wenn ich Ahnung haben, und bitte nicht in einer Form die an der gelebten Realität von
5 Milliarden Menschen vorbei geht. Mich würde mal interessieren was ist mit den Tätern passiert. Wurden
die Exkommuniziert oder nur versetzt.Oder wieder in den Schoß der Kirche aufgenommen.
@Pascal123 Aber ich kann mir nicht vorstellen das die alleinige Möglichkeit Kinder in die Händ zu kriegen,den
Kindesmissbrauch begünstigt So ist es auch nicht- sonst müsste man ja Angst vor jeder Einrichtung für
Kinder haben. Ich denke, die Kirche sollte weniger Einflußnahme in diesem sehr intimen Bereich üben.
Durch das Gebot der Keuschheit, Zölibat etc. entmündigt sie Menschen in einem komplexen Bereich, in
dem ihnen von vornherein die Möglichkeit genommen wird, Erfahrungen zu machen. Das kann offensichtlich
in Einzelfällen- und wie man sieht, in vielen Einzelfällen – zu Übersprunghandlungen und Kompensationsverhalten
führen, wie es sich niemand wünschen kann.
Aufgabe aller Es sollte vielmehr die Aufgabe aller Menschen sein Kinder näher zum Glauben zu führen,
egal zu welchen. Warum sollte der Priester sich daraus halten, weil er das Kind vergewaltigen könnte,
dann müssten sich auch Väter von Ihren Kindern fernhalten. Das Frauen besser mit Kindern umgehen mag
in der Natur der Dinge liegen, warum sollten dies Männer aber nicht. Es könnte Männern und vor allem
Priestern nicht schaden umgang mit Kindern zu haben, dann wäre Sie näher am realen Leben, besonders
die Priester.
Pascal123 / Die Aufgaben der Frauen und die Aufgaben der Priester Aber ich kann mir nicht vorstellen das
die alleinige Möglichkeit Kinder in die Händ zu kriegen,den Kindesmissbrauch begünstigt. Das ist natürlich
äußerst logisch: Der Umgang mit Kindern sollte darum eine Sache der Frauen sein. Es ist die naturgemäße
Aufgabe der Frau, mit Kindern Umgang zu haben. Der Priester dürfte hier von vornherein nicht mitmischen!
@-Doc So gesehen haben Sie natürlich Recht. Aber ich kann mir nicht vorstellen das die alleinige Möglichkeit
Kinder in die Händ zu kriegen,den Kindesmissbrauch begünstigt. Hätten natürlich Katholische Priester
die Möglichkeit normal ihrem von Gott gegeben und von den Menschen verdammten Sexualtrieb auszuleben,
wäre das vielleicht anders. Eine wende kann man ja leider nicht erwarten weil ansonsten das ganze Kartenhaus
zusammen stürzen würde.
@Pascal Gelegenheit mach Diebe, trifft wohl auch nicht zu Möglicherweise aber: „Gelegenheit macht Triebe“
Das der männliche Sexualtrieb recht stark ausgeprägt sein kann, beweist ja auch ein stärkerer Hang
zu männlichem Geschlechtsverkehr im Knast. Die Witze über „Bloss nicht nach der Seife bücken!“ haben
da einen ganz realen Hintergrund. Ebenso der Begriff „knastschwul“. Da wird die Selbstbefriedigung schon
mal leicht „erweitert“. Ein Lustgewinn durch das Machtgefühl, das derjenige verspürt, wenn er andere
zu sexuellen Handlungen zwingt, bringt eine weitere Komponente in die Diskussion. Die Kirche sollte langsam
begreifen, dass der Begriff Sünde nicht ausreicht, um bestimmte Sachfragen zu beantworten. Der Beweis,
dass dies nicht funktioniert, liegt doch hier und in anderen Fällen auf der Hand. Und die Beichte ist
auch keine Ursachenbekämpfung.
@ Pascal123 Weitgehende Zustimmung außer in einem Punkt: „Gelegenheit macht Diebe“ (oder: einen entsprechend
geneigten Menschen zum Sexualstraftäter) scheint mir hier sogar der zentrale Punkt zu sein. Ein Katholik
als solcher verfügt noch nicht über eine erhöhte Tat- und Verdeckungsgelegenheit, ein Priester aber
sehr wohl… und gerade an der Verminderung der Verdeckungsgelegenheit, denn die Tatgelegenheit wird sich
wie beim Kindergärtner nie ausräumen lassen, wird ja auch kirchlicherseits ansatzweise gearbeitet. Daß
da noch viel geschehen und nachgeholt werden muß, darin dürften wir uns wieder einig sein.
@DerMartin Hallo, Wicca-Angehöriger! Lange nicht mehr voneinander gelesen! Hier irrst du! Es gab bei
den Vestalinnen kein Zölibatsgelübde. Dies wurde auch im Nachhinein von einigen selbsternannten christlichen
Historikern erfunden, um den Sinn der Ausrottung dieses Glaubens noch plausibler zu machen. Hier dann
frech zu behaupten, es sei so gewesen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Immerhin zeigt dies ordentlich,
wie viel von der verqueren und falschen Lehrmeinung, die man in der Schule eingedroschen bekommt, hängen
bleibt. Auch finde ich lustig, daß dann immer das Vestalinnenbeispiel aufgeführt wird, daß sie ja keusch
lebten und lebendig begraben wurden, wenn sie dieses Gelübde brachen! Und das der Schöpfer dieses falschen
Beispieles Gardner war, der Begründer des Wicca-Kultes. Anhand von katholischen Quellen, die er zur Hand
hatte. Dumm daran ist nur, das die Göttin Vesta für Fruchtbarkeit steht – und das in diesem Fall ein
Gelübte der Keuschheit wohl eher zum lebendig begraben geführt hat. Mir ist kein Fund einer Vestalin
bekannt, bei der man hätte nachweisen können, sie wäre lebend verscharrt worden. Also, Martin, ein
wenig Ernster bei dem Thema bleiben. Und sich an die Wahrheit halten und nicht an Gardners Schriften.
Wicca ist keine Religion, sondern ausgemachter Schwachsinn – so wie Scientology!
@wiener / Das II. Vaticanum als gigantische Freisetzung des Häresieungeistes das bedeutet in konsequenz,
dass der von ihnen behauptete zusammenhang zwischen konzil und den jetzt bekannten missbrauchsfällen
konstruiert und falsch ist. Das behaupte ich keineswegs! Schlechte und faulende Glieder gab es in der
Kirche zu allen Zeiten. Durch den Geist des II. Vaticanums wurde der Geist der faulenden Glieder mit ihren
Häresien und Modernismen aber über die gesamte Kirche verteilt. Es ist eine Tatsache, daß wenige Jahre
nach dem Konzil Zehntausende Priester und Ordensleute ihren Stand verließen – äußerst viele mit päpstlicher
Dispens. Ein päpstliche Dispensenstopp für apostatische Geistliche und Ordensleute gab es erst durch
Papst Johannes Paul II. 1978. Die Orden, der Klerus und die Seminare wurden aber zu Brutstätten des Modernismusunglaubens
und der Disziplinlosigkeit. Für die USA ist hierüber ein wichtiges, Recherchewerk über die völlig
modernistische US-Amtskirche erschienen (Goodbye, Good Man. How Liberals Brought Corruption into the Catholic
Church von Michael S. Rose) – eine äußerst wichtige Bestandsaufnahme über die (US-)Konzilskirche, die
die Modernisten genausowenig als brauchbar erachten wie die damaligen Berichte der konservativ-katholischen
US-Wochenzeitung über die horrenden US-Amtskirchenmißstände in den 1970ern, 1980ern und 1990ern.
Katholizismus alleine ist nicht förderlich für Sexualstraftaten Macht aber irgendwie grad nen anderen
anschein. Warum häuft sich das so. Männer die Kinder Missbrauchen sind entweder Pädophil oder Päderasten
und nicht Homosexuell. Warum gerade die überproportianal in der RKK verteten sein sollen erschließt
sich nicht. Ab der Pubertät ist die Sexuelle Orientierung festgelegt und nicht abänderbar. Gelegenheit
mach Diebe, trifft wohl auch nicht zu. Aber das eine lockerung der Sexualmoral der RKK nicht schaden würde,
steht wohl ausser frage. Nur hat man wohl zuviel Angst davor.
Wenn man die Sexualmoral der Kirche … … gleichsetzt mit „Unterdrückung des Sexualtriebs“, dann wird
man in der Tat folgern können, dass Triebunterdrückungmit vergleichsweise großer Verscheinlichkeit
dazu führt, dass sich der unterdrückte Trieb in anderer, bisweilen auch sehr problematischer Weise Freiraum
verschafft. Es geht aber ja in der Sexualmoral der Kirche nicht um Triebunterdrückung, sondern -ordnung
und -beherrschung. Das ist etwas völlig anderes. Als Verheirateter muss ich ja meinen Trieb auch beherrschen
in dem Sinne, dass ich nicht einfach nach Lust und Laune über meine Frau (oder eine andere Frau) herfalle.
Ich würde allerdings eine Reduzierung der Morallehre der Kirche auf Fragen der Sexualmoral, wie sie in
diesem Forum und auf dieser Page insgesamt gelegentlich (…) vorkommt, auch eher als Anzeichnung der
Triebunterdrückung und damit als tendenziell problematisch ansehen …
Polemik Der Artikel ist vor allem eines: Ein Zeichen, wie man alles zu Gunsten der eigenen Sache auslegen
kann: Vor allem Jungen seien die Geschädigten wird einfach ohne Beleg behauptet – jaja, die böösen
Homosexuellen. Und eine Folge des Konzils – als ob es früher nie Missbrauch gegeben hätte. Ein selten
dämlicher Artikel. @Sentinel: Es gab zwar in der Antike Hierodulen (Mädchen, die „im Dienst einer Gottheit“
eine Art Prostitution betrieben. Die Vestalinnen gehörten aber ganz bestimmt nicht dazu. Im Gegenteil:
Eine Vestalin, die das Keuschheitsgelübde brach, wurde lebendig begraben.
@ Sentinel Das ist ein interessantes Beispiel, aber DocRöntgens Frage kann die Tempelprostitution (mangels
einer mit der katholischen identischen Sexualmoral) leider nicht beantworten. Einem Vergleichsobjekt nahe
kommen noch am ehesten die orthodoxen Kirchen (ausreichend groß für eine statistisch relevante Täteranteilsbestimmung
und eine zumindest ähnliche Sexualmoral, aber kein Zölibat). Nur kenne ich dafür die Verurteilungsstatistik
nicht. Für etwaige belegbare Zahlen wäre ich jedem dankbar.
@DocRöntgen & santo domingo Es gibt ein Beispiel, sogar aus der Klassik! Die Tempeldienerinnen und Priesterinnen
der Göttin Vesta wurden regelrecht dazu angehalten, ihren Körper an diejenigen zu verkaufen, die eine
Bitte an die Göttin hatten. Dort kam es damals niemals zu sexuellen Übergriffen gegen den Willen desjenigen.
Auch wurden sexuelle Praktiken in den eigentlichen Opferungsfeiern verwandt. Und wie man nur allzu gut
weiß, als die kastrierte Kirche auf den Plan trat, wurde der letzte Vesta-Tempel 450 n Chr. herum dicht
gemacht, weil halt eben sexuelle Freiheit auch geistige Freiheit bedeutet. Und dies konnte die Kirche
nicht dulden – niemals!
@ DocRöntgen Das wäre in der Tat interessant. Um es herauszufinden, bräuchte man als Vergleichsobjekt
eine ausreichend große Religionsgemeinschaft mit identischer Sexualmoral, aber ohne Zölibat. Dazu kenne
ich allerdings keine Zahlen.
@Santo Domingo Katholizismus alleine ist nicht förderlich für Sexualstraftaten Wollen wir’s hoffen!
Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die Unterdrückung des Sexualtriebs aus einer Morallehre heraus nicht
verhindern kann, dass ein Trieb stärker als ein Glaube sein kann. Interessant zu wissen wäre, ob die
Priester bei weniger straffen Regeln zur Sexualität vielleicht außerhalb der Kirche ihren Sexualtrieb
mit Volljährigen ausgelebt hätten. Ob es also einen Kontext von religiösem Ge-/Verbot und unkontrollierter
Triebbefriedigung gibt.
@ rudi danke für ihre zustimmung! Mißbräuche gab es überall und zu allen Zeiten seit Jahrhunderten,
wo der Unglaube und Machtmißbrauch in den entsprechenden Klöstern und Organisationen herrschten, allerdings
nicht nur unter der Obhut oder im Namen der Kirche, sondern auch in anderen ähnlich strukturierten Organisationen.
Das alte Meßbuch und den alten Ritus vor 1962 zu verwenden, das sagte (und sagt) noch nichts über den
persönlichen Glauben des Geistlichen aus. das bedeutet in konsequenz, dass der von ihnen behauptete zusammenhang
zwischen konzil und den jetzt bekannten missbrauchsfällen konstruiert und falsch ist. danke für diese
klarstellung!
@ DB1975 Für die Zahlen in den USA mag das stimmen. Meine Quelle ist wie gesagt die österreichische
Kriminalstatistik, aufgeschlüsselt nach Berufsgruppen. Bis zu einer Abweichung von +/- 10% können statistische
Ungenauigkeiten der Grund sein, aber nicht mehr bei 3000%. Das ist völlig ausgeschlossen.
@ santo domingo Wenn in den USA vier Prozent der in den letzten Jahrzehnten wirkenden Priester einer solchen
Straftat verdächtigt (!) wurden und man darüber hinaus davon ausgeht, dass z.B. in Deutschland von mindestens
80.000 Kindern ausgegangen wird, die im Jahr sexuell missbraucht werden, dann kann man von einer Dimension
ausgehen, die einen Täteranteil von vier Prozent problemlos erreicht
#63 santo domingo 14:42:06 | Mittwoch, 18. Juli 2007
Korrigiere Tippfehler! Es muß 3000% (also das 30fache) heißen, nicht 300%. Eine Erhöhung gegenüber
dem Bevölkerungsdurchschnitt kann es natürlich auch bei anderen Berufsgruppen geben.
@ DB1975 Da vermute ich auch nichts, sondern gehe von Fakten aus. Geht man nach der Zahl der Verurteilungen,
so waren Priester gegenüber dem Bevölkerungsdurchschnitt (nicht gegenüber anderen Gruppen) in Österreich
2004 um 300% überrepräsentiert – die Zahlen wurden seinerzeit von Richard Picker vorgelegt und speisten
sich aus der Kriminalstatistik dieses Jahres. Daraus auf eine erhöhte Tatinzidenz bei Katholiken allgemein
zu schließen, halte allerdings auch ich für einen Trugschluß. Katholizismus alleine ist nicht förderlich
für Sexualstraftaten. Auch nicht das Priesteramt pauschal, worauf ich großen Wert lege!
@DB1975 Wenn ich vom sündenfreien Raum Kirche spreche, dann deshalb, weil gerade die, die Menschen zum
Guten (sündenfreien Leben) bekehren sollen, also Priester, hier der übelsten Straftaten beschuldigt
und z.T. überführt wurden. Die Institution, die sich als die moralische Instanz schlechthin sieht, führt
also durch ihr Personal ihre Lehre ad absurdum. (Besser: Durch Teile ihres Personals) Man hüte sich davor,
die USA mit Häme zu überschütten. Derartige Vorfälle gibt es auch in deutschen, österreichischen
und schweizerischen Kirchen. Man ist allerdings stets darum bemüht, die betreffenden Opfer aus dem medialen
Focus herauszuhalten, um ihnen weitere Schmach zu ersparen. Das ändert aber nichts daran, dass die Kirche(n)
eine etwas bessere Ursachenforschung betreiben sollten. Dazu gehört auch die kritische Hinterfragung
der Morallehre, die zunehmend (wie hier) eine reine Sexuallehre geworden ist.
@ santo domingo Es gibt anhand der Zahlen nicht die Spur eines Anlasses für die Vermutung, dass der Anteil
von Sexualstraftätern unter Priestern höher ist als in einer vergleibaren Gruppe aus der Gesamtbevölkerung.
@wiener / Mißbräuche und Mißstände in anderen Kirchenepochen und die Modernismusmeldestellen wie erklären
sie missbrauchsfälle vor dem konzil? gerade aus den 30iger bis 50iger-jahren gibt es ganz schlimme berichte
aus kirchlich geführten institutionen, wo sich auch kleriker an schutzbefohlenen vergangen haben Mißbräuche
gab es überall und zu allen Zeiten seit Jahrhunderten, wo der Unglaube und Machtmißbrauch in den entsprechenden
Klöstern und Organisationen herrschten, allerdings nicht nur unter der Obhut oder im Namen der Kirche,
sondern auch in anderen ähnlich strukturierten Organisationen. Das alte Meßbuch und den alten Ritus
vor 1962 zu verwenden, das sagte (und sagt) noch nichts über den persönlichen Glauben des Geistlichen
aus. Der Modernismus ist keine Erfindung aus den 1960ern, sondern in den 1960ern kam diese Ideologie erst
wieder hoch, da mit dem Konzil die autoritative Verfolgung und Niederhaltung des Modernismus’ aufgebrochen
worden war. Der Modernismus ist ein Unglaube unter wissenschaftlichem Mantel, der aus der europäischen
Aufklärungszeit bis Beginn 20. Jahrhundert stammt. Bis in die 1960er versteckten sich die Modernisten
als getarnte Rechtgläubige, weshalb der hl. Papst Pius X. auch an allen Diözesen entsprechende Modernismusmeldestellen
und geheime Modernismusaufspürungsgesellschaften eingeführt hatte. Diese sind bereits die prophylaktischen
Meldestellen der heutigen Mißbrauchsmeldestellen. Jedem Mißbrauch muß notwendigerweise eine Sünde
gegen den Glauben vorangehen, die es erst erlaubt, die Schutzbefohlenen unter Vorwänden zu verführen.
@ DB1975 Mit den Zahlen haben Sie recht. Der Anteil Pädophiler unter Katholiken entspricht genau dem
Bevölkerungsdurchschnitt, ist also statistisch völlig unauffällig – was sich schlicht daraus ergibt,
daß der Glaube die sexuelle Präferenz als solche nicht beeinflußt. Allerdings ist der Anteil von Priestern
unter Sexualstraftätern signifikant erhöht. Hier ist allerdings zu beachten, daß die Ursachen der Neigung
von denen des entsprechenden Übergriffs verschieden sind: Wer damit rechnet, gedeckt zu werden, handelt
auch eher.
Rundumschlag @ DocRöntgen: Niemand hat je behauptet, die Kirche sei ein „sündenfreier Raum“. Weil die
Kirche eben kein sündenfreier Raum ist, hat Christus ja auch das Sakrament der Beichte gestiftet @ Sentinel:
Es gibt absolut keine Veranlassung dafür, davon auszugehen, dass der Anteil krimineller Pädophiler unter
Katholiken (Kirchgängern / Priestern / wie auch immer …) prozentual höher ist als in der Gesambevölkerung.
Ihrem letzten Abschnitt stimme ich zu, dass man, wenn man vom Thema Homosexualität so besessen ist wie
manche hier bei kreuz.net, sich schon ganz aufrichtig die Frage stellen sollte, warum das so ist … @ Rudolfus:
Jede Sünde hat letztlich ihren Ursprung in mangelndem Glauben. @ BruderTheophil: Haben Sie schon mal
darüber nachgedacht, dass vieles von dem, was an Antiamerikanismus in unseren Breiten so von sich gegeben
wird, seinen Ursprung in genau derjenigen (nämlich nicht reflektierenden, vorurteilsbeladenen …) Geisteshaltung
hat, die viele „den Amerikanern“ unterstellen ?
@ juergen Zwar bin ich nicht Bruder Theophil, aber auf Ihre Frage kann ich doch antworten. Die meisten
der betreffenden Priester werden sich wg.Verjährung im Sinne des Strafrechts wohl nicht mehr verantworten
müssen – und zivilrechtlich ist die opferseitige Aufarbeitung mit dem Vergleich abgeschlossen.
@santo domingo2 / Diese Punkte sind natürlich auch zu berücksichtigen. Die Disziplinlosigkeit und der
Glaubensverlust nach dem II. Vaticanum sind allerdings klar danach erst aufgetreten. Es ist auch nicht
zu bestreiten, daß ab den 1970ern die USA zu einer pornographischen Gesellschaft wurden und mit ihr weite
Teile der westlichen Welt und insbesonders die Städte, welche bis heute riesige Sündenpfuhle geworden
sind. Der gesamte 1968er-Hippie-Ungeist und die „Unzuchtsrevolution“ ist Gift in Reinkultur, und die Amtskirche
nach dem Pastoralkonzil und in den 1970ern hat sich mit der giftigen Gesellschaft verbündet – weil das
II. Vaticanum die Verweltlichung der Kirche gepredigt hat, anstatt die Christianisierung der Welt. Die
Verweltlichung der Kirche war das größte Gift des II. Vaticanums.
@Bruder Theophil Es geht nicht um die Zahlen, auch wenn die im Artikel offensichtlich in den Vordergrund
gerückt werden. Es geht darum, daß sowohl Opfer als auch Täter ein Gesicht bekommen und keine anonyme
Nummer sind. 508 Prozesse mit entsprechender Berichterstattung; Photos von Opfern und Tätern etc. Das
wäre was feines gewesen. Nebenbei gefragt: Kommen die Täter jetzt ohne Prozess davon? Laufen die weiterhin
frei rum? Oder hatte man die schon vorher ins Gefängnis verfrachtet mit anschließender Sicherheitsverwahrung?
@ rudi und wieder ist einmal etwas für die (und alle, die ihre ideologische brille tragen) „klar ersichtlich“.
problematisch dabei ist nur: wie erklären sie missbrauchsfälle vor dem konzil? gerade aus den 30iger
bis 50iger-jahren gibt es ganz schlimme berichte aus kirchlich geführten institutionen, wo sich auch
kleriker an schutzbefohlenen vergangen haben – die sicher täglich die messe nach dem alten messbuch gefeiert
haben. geben sie es zu: zwischen den fällen sexuellen missbrauchs und dem konzil besteht kein zusammenhang.
der zusammenhang, der besteht, ist, dass sich die opfer – teilweise nach jahrzehnten! – jetzt trauen,
öffentlich gegen ihre damaligen täter vorzugehen, weil sie gelernt haben, dass ein – vorkonziliarer! –
übermäßig ehrerbietiger umgang mit klerikern auch zur vertuschung und damit zu weiteren verbrechen
beigetragen hat. vor dem konzil hätte es sicher keine ombudsstellen für opfer sexuellen missbrauchs
in der kirche gegeben, die jetzt in immer mehr diözesen eingerichtet wurden!
@ Rudolfus Ihre Kritik des Konzils in Ehren, aber wir wollen doch auch die (anderen?) relevanten Faktoren
nicht vergessen! 1.) Das Verleugnen, Vertuschen und Decken von sexuellem Mißbrauch verstößt gegen das
biblische Wahrheitsgebot, an dem das Konzil nichts geändert hat und 2.) wird heute eine Sexualstraftat
mit viel größerer Wahrscheinlichkeit angezeigt als früher, was konfessionsübergreifend der Fall und
ebenfalls nicht (nur) durch das II.Vaticanum zu erklären ist. Die höhere Zahl von Anzeigen bedeutet
nicht zwangsläufig eine höhere Zahl von Taten. 3.) Soweit das Konzil doch zu einer erhöhten Anzeigebereitschaft
beigetragen hat, etwa weil es den subjektiven „Höhenabstand“ zwischen Priester und Laie verkleinert,
ist ihm das sogar als Verdienst anzurechnen, auf diese Situation bezogen. Zeitliche Abfolge ist nur eine
notwendige, nicht aber eine hinreichende Voraussetzung für den Beweis einer Kausalitätstheorie – und
das gilt allgemein. (Wie Sie wissen, bin ich als Agnostiker kein Modernist und habe gar keinen Grund,
mir Argumente pro oder contra Konzil aus den Fingern zu saugen). Darüber, daß jetzt den Opfern geholfen
wird, dürfen und sollten wir uns aus beiden Perspektiven gleichermaßen freuen, wie wir auch die vorausgegangenen
Untaten bedauern dürfen und sollen. Darin sind und bleiben wir einer Meinung.
@ juergen Ich hätte es lieber gesehen, wenn an die 508 Leute nicht anonym eine Gesamtsumme verteilt wird,
sondern es 508 einzelne Gerichtsverhandlungen gegeben hätte. Der Durchschnittsamerikaner kann mit dieser
Grössenordnung an Zahlen nicht ohne Taschenrechner umgehen. Und wenn der Akku leer ist, muss der Prozess
dann eingestellt werde. Das haben schon die Verfassungsväter in ihre Konstitution reingeschrieben.
@.chen Ich bashe Bush nicht. So etwas habe ich nicht nötig. Fest steht, daß der größte amerikanische
Präsident aller Zeiten, der mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat als manch anderer Kriegsherr, wirklich
nicht sonderlich hoch gewachsen ist – nicht einmal geistig! Ich mag ihn nicht, daß bestreite ich nicht.
Aber ich habe es nicht nötig ihn zu bashen. Das schafft er schon von alleine – dazu braucht er mich nicht.
Wie es jedoch mit Bruder Theophil aussieht, kann ich nicht sagen. Aber das ein solcher Erzreaktionär
wie Sie hier für Bush Partei ergreift, überrascht nun wirklich. Obwohl Bush ein besseres Ziel darstellt
als Homosexuelle! Oder etwa nicht? Immerhin hat er ja schon den Nachweis erbracht, daß er zelebral nicht
so weit entwickelt ist!
Einzelne Urteil Ich hätte es lieber gesehen, wenn an die 508 Leute nicht anonym eine Gesamtsumme verteilt
wird, sondern es 508 einzelne Gerichtsverhandlungen gegeben hätte.
Unheilige Allianz… …von anwaltlicher Geldgier und amerikanischer Naivität (Wir erinnern uns: Der
Durchschnittsamerikaner entwickelt sich bis zum Alter von 12 Jahren. Danach wächst er nur noch) treiben
diese Blüten. Aus meiner Sicht haben die Anwälte der Missbrauchsopfer keine gute Performance gezeigt.
Denn wenn ein verbrühter Oberschenkel von einem Kaffee bei McDonalds schon über eine Million Dollar
erzielen kann, dann sind die genannten Zahlungen an seelisch deformierte Menschen blanker Hohn. Das 10fache
wäre angebracht gewesen. Mindestens. Ach, wie bin ich froh, dass uns dieser wunderbare Atlantik von der
„schönen neuen Welt“ trennt. Noch mehr Nähe könnte ich nicht ertragen.
@Wiener / Der Zusammenhang mit dem Glaubensverfall nach dem II. Vaticanum verblüffend ist übrigens die
„logik“, die missbrauchsfälle in einen (ursächlichen?) zusammenhang mit dem II. vatikanischen konzil
bringen zu wollen. Dieser Zusammenhang ist allein schon aus den Zahlen heraus klar ersichtlich, ebenso
wie der völlige Zusammenbruch der Beichtpraxis und des Meßbesuches in der unmittelbaren Zeit nach dem
II. Vaticanum. Da kirchenfunktionärs- und klerusintern das II. Vaticanum so glorifiziert wurde, spielen
für diese Kreise empirische Zahlen auch keine Rolle – da nur die Verherrlichungsideologie um das Pastoralkonzil
für diese Konzilsideologen bedeutend ist.
Gut so! Wenigstens hat das Umdenken begonnen.Die katholische Kirche hat in meiner Achtung gewaltig zugelegt.
Vielleicht hilft das auch,künftigen Untaten vorzubeugen! :) Gut so,und:WEITER so. LG Jasmina
Philomena Wolkenkuckucksheim Sie kennen das amerikanische System offenbar nicht. Einem Vergleich geht
immer ein pretrial voraus, bei dem alle Fakten auf den Tisch gelegt werden müssen. Ja, so wie im Falle
Möllers, wo die Kinder schier Unglaubliches behaupteten, nachdem psychologisch geschulte Personen „gezielte“
Befragungen vornahmen und die Antworten nach den neuesten psycho-diagnostischen Erkenntnissen interpretiert
wurden. Am Ende stellte sich nur dennoch alles als großer Humbug heraus! Es kommen vor allem keine „Fakten“
auf den Tisch, sondern Aussagen! Mag sein, daß der Kirche jahrelange Prozesse unangenehm waren. Aber
es bleibt dennoch die Frage: möchte man die eigene Hand für die Berechtigung der Vorwürfe ins Feuer
legen, wenn es um so viel Geld geht? Tatsache ist: beim Thema „sexueller Mißbrauch“ herrscht längst
nicht die Unschuldsvermutung, sondern die Schuldvermutung für jeden beliebig unter Verdacht Gestellten.
Da es für die behaupteten Vorgänge nach Jahren und Jahrzehnten i.d.R. keine Zeugen und keine handfesten
Beweise gibt, bleiben also nur psychologische Gutachten. Wie grandios die danebenhauen: s. Fall Möllers!
4392 Priester in den USA wurden des sexuellen Missbrauchs beschuldigt Okay: Beschuldigt heißt nicht gleich
schuldig. Dennoch überrascht die Vielzahl von Übergriffen in diesem vermeintlich sündenfreien Raum
Kirche. Jetzt muß man sich fragen: Fühlen sich viele Pädophile zur Kirche hingezogen, weil sie dort
Hoffnung auf Zugriff von Miderjährigen haben, oder ruft das ideologische Ausklammern, Negieren und Verteufeln
von sexueller Lust und Begierde zu solchen schrecklichen Vergehen? Wenn der Kommentator hier eine Gegenrechnung
anstellt, beweist er nur seine moralische Inkompetenz und zeigt, für einen Christen ungewöhnlich, dass
er Mißbrauch von Kindern durchaus durch materielle Gaben für entschuldbar hält. Damit stellt er sich
praktisch auf die Stufe der Vergewaltiger und Schänder. Glückwunsch, kreuz.net, zu solchen Kommentatoren!
Die Kirche hingegen scheint überfordert: Neben schmerzhaften Zahlungen wäre es längst an der Zeit,
die Ursachen solcher Vergehen zu hinterfragen und inwiefern die Kirche ideologisch dazu beiträgt. Das
ist mit Dollars nicht zu beantworten.
Und wieder die Unzuchtsideologen, die ohne weiteres die Abtreibung befürworten… aber sich empören
wenn ein Kind einen Klapps kriegt. Wohl deswegen weil sie selbst im Geiste eines törichten, störrischen,
ungehorsamen, bösartigen Kindes wandeln. Wenn ich manche dieser depperten Kommentare lese erwacht in
mir wieder die Zornesglut, immerhin ein gelungener Artikel. Ich bin dafür, dass jeder schwere Mißbrauchsfall
die entsprechenden Konsequenzen für den Täter nach sich zieht. Diese Kirchenschröpfer aber und ihre
Anwälte sind ein schäbiges Gesindel und sollen mit dem Geld ins Verderben fahren.
@ Rudolfus Was Ihr Statement zur Glaubensleugnung angeht, gebe ich Ihnen Recht! Sexueller Mißbrauch wird
in den meisten Fällen erst dadurch ermöglicht, daß falsches Zeugnis dem Nächsten gegenüber gegeben
wird (was sich auch im Verschweigen äußern kann). Ein Gebot, das selbst ein Atheist guten Gewissens
unterschreiben kann und welches sinngemäß auch Teil jeder vernünftigen Rechtsordnung ist.
@Alois Hudal / Die staatsinterne Verfassung der USA ist disziplinär vorbildhaft, „In puncto Recht und
Ordnung kann Europa viel von der US-Mentalität lernen.“ Das sieht man ja deutlich an der aggressiven,
US-amerikanischen und englischen Außenpolitik. Reiner Machiavellismus. die agressive Außenpolitik der
USA ist eine Folge der weltdominierenden Rolle der USA.
@ rudi verblüffend ist übrigens die „logik“, die missbrauchsfälle in einen (ursächlichen?) zusammenhang
mit dem II. vatikanischen konzil bringen zu wollen. nachdem es über missbrauchsfälle geht, die teilweise
jahrzehnte zurückliegen, ist davon auszugehen, dass diese auch von klerikern begangen wurden, die vor
dem konzil geweiht wurden, bzw. dass auch die missbrauchsfälle teilweise vor diesem stattfanden. die
größere offenheit der nachkonziliaren kirche aber ermöglicht es erst, derartige dinge zu thematisieren.
wenn das konzil also überhaupt einen einfluss auf diese dinge hat, dann den, dass den opfern jetzt auch
innerkirchlich ein gewisses maß an verständnis (noch immer nicht genug!) entgegengebracht wird. wogegen
dieser artikel und so manche kommentare hier ja auch entsprechend wettern.
@DB1975 Über ihren Schlußsatz sind wir einer Meinung! Wenn die Kirche ein wenig über ihren eigenen
Schatten springen würde und zugeben würde, daß die Mehrheit der wirklich krankhaft pädophil und homosexuell
veranlagten sich in ihren Reihen befindet, könnte man mit dem ewigen Opfer-Täter-Tausch aufhören. Viele
Homosexuelle retten sich regelrecht in die Kirche, weil sie vermeintlich meinen, daß ein freiwilliges
Zölibat sie daran hindert, ihrer sexuellen Lust nachzugehen. Früher oder später glaubt dann ein Ministrant
dran, weil sie halt aus den falschen Gründen Pfarrer/Bischof/Kardinal/Papst geworden sind! Und genau
darum geht es doch eigentlich: Warum hetzt diese Seite hier so gegen Homosexuelle? Vielleicht weil es
die Macher selbst sind und es sich nicht eingestehen können, daß sie den katholischen Weg aus den falschen
Gründen gegangen sind? Man eiß es nicht, aber es wäre gut, wenn der betroffene Personenkreis endlich
dazu stehen würde! Dann könnte man sich hier sinnigerweise auch diese Hetzkampagnen sparen.
@Pünktchen 1. es ist mir gleich, wer auf der Anklagebank ladet, wenn er/sie ein Kind angreift, dann gehört
er dahin! Auch ein Klaps ist ein Eingriff in die Integrität eines Kindes. 2. Sie kennen das amerikanische
System offenbar nicht. Einem Vergleich geht immer ein pretrial voraus, bei dem alle Fakten auf den Tisch
gelegt werden müssen. Deshalb entschloß sich der gute Erzbischof ja auch zur Zahlung, weil er genau
gewußt hat, daß es im Prozeß noch schlimmer wird. Das hat weder mit einer Unschuldsvermutung noch mit
irgendwelchen Verschwörungstheorien zu tun, sondern mit dem amerikansichen Rechtssystem. Aber was will
man von einer Seite wie kreuz.net samt den dazugehörigen Hörigen auch Wissen verlangen …
Unzuchts- und Mißbrauchsfälle als Folge einer verbrecherischen Glaubensleugnung Der heutige Papst Benedikt
XVI. hat noch als Cardinal erklärt, daß all diese Fälle nur aus mangelndem Glauben heraus erklärbar
sind. Ein Priester, der solche Unzucht und Mißbräuche begeht, der hängt mit Sicherheit irgendwelchen
häretischen Gedanken gegen die Kirche in seinem Geiste nach, und dies ist bei den meisten, Geistlichen
auch offenkundig der Fall, die zumeist auch nach außen hin als wenig gläubig erscheinen. Werden solche
Unzuchts- und Mißbrauchsfälle an die Wehrlosen von einem Priester begangen, der klerikale Kleidung trägt,
so ist ebenso völlig anzunehmen, daß er intern Wichtiges am Glauben bezweifelt. Das Kirchenkleid macht
noch keinen Antimodernisten.
@ Sentinel: Ich mag die Ironie im Beitrag übersehen haben, wobei ich zu meiner Entschuldigung sagen muss,
dass man es in diesem Forum nicht immer leicht hat, zwischen Ernst und Ironie zu unterscheiden Ich möchte
trotzdem entschieden der Ansicht widersprechen, es sei die Herangehensweise der katholischen Kirche an
solche Probleme, Opfer und Täter durcheinanderzuwerfen. Nur weil es – leider, aber nicht unerwartet auch
in diesem Forum – Leute gibt, die ihre kruden Privatmeinungen als Lehre der Kirche ausgeben, heisst das
ja nicht, dass sie damit Recht haben. Ein Mann, der wegen seiner Homosexualität (Hilfe, jetzt sind wir
wieder bei diesem Thema, jetzt geht es bestimmt wieder los ) verprügelt wurde, ist natürlich im Hinblick
auf den gegen ihn gerichteten Gewaltakt ein Opfer und nicht ein Mittäter, auch und ganz klar nicht in
der Lehre der Kirche !
Philomena Wolkenkuckucksheim ein Klaps auf dem Hinter IST Mißbrauch Dann befinden sich auch Mutter Theresa,
der Dalai Lama und Gandhi auf der Anklagebank! Wer die amerikanischen Regeln des pretrials kennt, der
weis, daß da keine Fakes dabei sind. Es hat einen außergerichtlichen Vergleich gegeben. Von „Wissen“
kann hier gar keine Rede sein! Aber Hauptsache, man macht die Opfer zu Tätern Es wäre genauso falsch,
die Ankläger a priori als Betrüger zu bezeichnen wie umgekehrt: – vor allem, wenn viel Geld im Spiel
ist – a priori von einer Berechtigung der Beschuldigungen auszugehen. Interessanterweise verkehrt sich
die klassische Unschuldsvermutung beim Thema „sexueller Mißbrauch“ geradezu in ihr Gegenteil um!
#26 Alois Hudal 13:23:46 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Rudolfus: Zitat: „In puncto Recht und Ordnung kann Europa viel von der US-Mentalität lernen.“ Das sieht
man ja deutlich an der aggressiven, US-amerikanischen und englischen Außenpolitik. Reiner Machiavellismus.
Es ist jedenfalls klar, daß nur eine strenge Disziplin, wie sie für die US-Mentalität typisch ist –
und wie sie auch für die alte Kirche der Disziplin typisch war – die Unzuchts- und Mißbrauchsfälle
verhindern kann.