Der Sprecher des vatikanischen Pressesaals hat ein heißes Gerücht über den Papst dementiert, das kürzlich von einem US-Nachrichtendienst verbreitet wurde.
Benedikt XVI. bei einem Pontifikalamt in Brasilien
(kreuz.net, Vatikan) Papst Benedikt XVI. zelebriert privat keine Alten Messen. Das erklärte der Sprecher
des vatikanischen Pressesaals, Pater Federico Lombardi, vor dem Nachrichtendienst der US-Bischofskonferenz
‘Catholic News Service’.
Entsprechende Berichte seien „falsch“.
Pater Lombardi dementierte damit einen
Bericht des US-Nachrichtendienstes ‘CWNews’ vom Montag. ‘CWNews’ hatte behauptet, Benedikt XVI. lese „regelmäßig“
Privatmessen im Alten Ritus.
Dieses Gerücht macht in traditionellen Kreisen bereits seit zwei Jahren
die Runde.
Will man Pater Lombardi glauben, ist es frei erfunden. Laut ihm liest der Heilige Vater jeden
Morgen die Neue Messe und zwar auf Italienisch.
Die beiden Privatsekretäre Prälat Georg Gänswein und –
der am Montag zum Koadjutor von Lemberg ernannte – Prälat Mieczyslaw Mokrzycki konzelebrieren angeblich
„jeden Morgen“ mit dem Papst.
Das zeige offensichtlich, daß der Papst das Neue Meßbuch verwendet –
so Pater Lombardi. Der überlieferte Ritus kennt keine Konzelebration.
Es fällt auch auf, daß die beiden
engsten Mitarbeiter des Papstes als Priester offenbar nur in Ausnahmefällen selbständig die Messe lesen.
Pater Lombardi gab ferner Auskunft über die Gläubigen bei der morgendlichen Papstmesse: der Kammerdiener
des Papstes und die weiblichen Mitglieder eines Säkularinstitutes, die den päpstlichen Haushalt führen.
Der Jesuit mutmaßt, daß die jüngste „Konfusion“ durch ein Mitte April vom vatikanischen Fernsehzentrum
‘CTV’ produziertes Video verursacht sein könnte, das den Papst bei einer Morgenmesse zeigt. Dort ist
zu sehen, wie er in seiner Privatkapelle zum Herrn hin zelebriert.
Es ist allerdings allgemein bekannt,
daß es in der päpstlichen Kapelle keinen zum Volk gewendeten Mahltisch gibt.
Pater Lombardi glaubt,
daß die Streuer des Gerüchts den Ritus mit der Zelebrationsrichtung verwechselt hätten.
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64 Lesermeinungen
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@Landorganist / Die Bedeutung der Dogmen des Tridentinums und das Pastoralkonzil Vaticanum II Warum räumen
Sie eigentlich dem Konzil von Trient mehr Kompetenzen ein, als dem II. Vaticanum? Es ist die Kirche selbst
gewesen, die auf dem Konzil von Trient bedeutende wichtige Dogmen definiert hat: Wer diese nicht annimmt,
der ist aus der Kirche ausgeschlossenn. Das Vaticanum II hat sich selbst als erstes sogenanntes pastorales
Konzil bezeichnet und hat darum keine unfehlbaren Dogmen, sondern lediglich Absichtserklärungen und Homilien
verabschiedet. Vaticanum II ist darum ein grundsätzlich nicht unfehlbares Pastoralkonzil der 1960er und
ist darum für das Jahr 2007 wenig bedeutend.
#63 landorganist 15:40:23 | Dienstag, 24. Juli 2007
@Rudolfus Warum räumen Sie eigentlich dem Konzil von Trient mehr Kompetenzen ein, als dem II. Vaticanum?
Wo liegen die Unterschiede? Ihre Antwort erbitte ich höflichst in deutsch, des Lateinischen bin ich armer
Wurm nicht mächtig, und die Amtssprache hier ist auch nicht englisch.
@Genoveva / Die katholische Lehre vom Meopfer des Tridentinums Ich wollte wissen, was die von Ihnen zitierten
Canones des Tridentinums mit der Konzelebration und der Privatmesse zu tun haben sollen Über die katholische
Meßopferlehre lesen Sie die Dogmen des Tridentinums am besten selbst. Die bedürfen wenig Erläuterung.
Papst Benedikt XVI. zelebriert privat keine Alten Messen. Gott sei Dank,vielleicht würde ich da nicht
mehr leben. Da bin ich nochmal gut davongekommen und verschont geblieben ich und die meinen. Seine Messen
sind angenehm die tun niemanden weh und schmecken schokoladig Ich bin froh,dass der Papst so normal mit
der Welt verbunden lebt und auf keine MENSCHEN-„Opfer“ angewiesen ist. ER hat mich gerettet,danke! ER
lebt so gern und liebt die Früchte der Natur! Er ist ein Schatz!
@Rudolfus: Lesen … daß die von Ihnen zitierten Canones mit der Frage nach der Konzelebation und der
Privatmesse rein überhaupt gar nichts zu tun haben? Ich wollte wissen, was die von Ihnen zitierten Canones
des Tridentinums mit der Konzelebration und der Privatmesse zu tun haben sollen
@Genoveva / Die Zitate sind auf Englisch und nicht auf Latein, weil das deutsche Volk das Lateinische
nur ungenügend versteht. Das Englische wird im deutschen Volk leichter verstanden, weil Englisch mit
Deutsch verwandt ist und außerdem die erste Fremdsprache in Deutschland ist.
Genoveva oder warum zitieren Sie die Canones auf Englisch? Haben Sie etwas gegen das gute alte Latein
Ganz bestimmt kann Rudolfus nichts gegen das gute alte Latein haben. Deshalb zitiert er aus lauter Ehrfurcht
vor der alten rituellen Sprache, die zu ihrer Zeit auch Dirnen, Gladiatoren, sowie heidnischen und apostatischen
Kaisern als Verständigungsmittel gerade recht war, die Canones auf English, um das gute alte Latein nicht
noch mehr abzunutzen. Soll doch die Language der Globalisierung das Kreuzlein schleppen…!
@genoveva / Die katholischen Meßdogmen des Tridentinums Oder meinen Sie vielleicht, daß die anderen
Poster hier dann nicht merken, daß die von Ihnen zitierten Canones mit der Frage nach der Konzelebation
und der Privatmesse rein überhaupt gar nichts zu tun haben? Die englische Sprache ist zumindest in den
alten BRD-Bundesländern und in Österreich die reguläre erste lebende Fremdsprache. Wenn Sie des Englischen
nicht mächtig sind, dann können sie anhand der tridentinischen Zitatsortsangaben auch die entsprechenden
Stellen im lateinischen Original oder in deutscher Übersetzung nachschlagen!
Sirilo Danke für Ihre Reaktion :(3 In der Tat: Er brauchte ein paar Semester Betriebswirtschaft an der
TU Aachen, um die Komplexe von Glaubendem und Gläubiger auseinanderhalten zu können.
Wo greift der Feind und seine Schergen an? – Interpretation der göttlichkeit des Christus – Interpretation
der Auferstehung – Leugnung der göttlichkeit des Papstamtes – Ablehnung der katholischen Dogmen und Relativierung
So einfach und simpel ist das !!!!!!
@gilbert / Die Gläubigen der Kirche investieren nicht als Gläubige ihr Geld in die Kirche, sondern ihr
gesamtes persönliches Vertrauen, daß die Lehre der Kirche korrekt ist und sich am Ende der Zeiten als
richtig erweisen wird – und wo könnte das Vertrauen der Menschen besser angelegt sein als im Zeugnis
der Apostel, die von Jesus Christus, dem Christus Israels, ausgesandt worden waren?
Werther Rudolfus Den Glaube der Kirche sucht man sich nicht selbst aus, sondern wer ein Gläubiger der
Kirche ist, der muß alles glauben, was die Kirche verbindlich zu glauben vorlegt. Wie soll man verstehen
Gläubiger der Kirche zu sein. Haben Sie der Kirche Geld geliehen, dass Sie irgendwann einmal, wenn nicht
mehr in diesem, dann vielleicht im andern Leben zurückfordern können. Möglicherweise gibt es auch andere
Verbindlichkeiten gegenüber der Institution als Gläubiger. Mögen Sie alles zurückerhalten was Sie
investiert haben, als Gläubiger…?
@Kurt K. / Der Protestantismus in Deutschland Der Gläubige muss zu allem die Schnauze halte, wss die
Kirche zu glauben befiehlt. Seit wann kann man jemandem befehlen, etwas zu glauben? Ist doch völlig Panne.
Entweder er glauts oder er lässts bleiben. Das unterscheidet die katholische Kirche von der protestantischen
Privatreligion. Den Glaube der Kirche sucht man sich nicht selbst aus, sondern wer ein Gläubiger der
Kirche ist, der muß alles glauben, was die Kirche verbindlich zu glauben vorlegt. Die katholische Meßlehre
wurde auf dem Konzil v. Trient unfehlbar gegen alle Irrlehren definiert. Wer somit den dort verurteilten
Irrtümern, oder sonstigen verurteilten Irrtümern anhängt, der ist exkommuniziert und nicht mehr katholischer
Christ.
@ Rudolfus: Fand das Trienter Konzil in London statt? oder warum zitieren Sie die Canones auf Englisch?
Haben Sie etwas gegen das gute alte Latein Oder meinen Sie vielleicht, daß die anderen Poster hier dann
nicht merken, daß die von Ihnen zitierten Canones mit der Frage nach der Konzelebation und der Privatmesse
rein überhaupt gar nichts zu tun haben? Sie sind wirklich ein lustiger Vogel …
@rudolfus: Päpste und Konzelebration Wenn Sie die Privatmesse des Priesters verteidigen wollen, dann
ist Ihnen unbedingt beizustimmen. In der Petersbasilika in Rom werden jeden morgen viele Privatmessen
an den Seitenaltären von einzelnen Priestern gelesen, gerade von den im Vatikan beschäftigten Prälaten.
Als ich jetzt am 5.April an der Chrisammesse des Papstes als Gläubiger teilnahm, ging es mir wie allen
teinehmenden Kardinälen und sonstigen anwesenden Klerikern: wir alle haben „rituell“ mitzelebriert, am
Altar stand einzig und allein der Papst Benedikt XVI. Das heißt, daß alle kurialen Prälaten danach
„privat“ zelebrieren „mußten“. Noch Pius XII. hat verschiedene Male den katholischen Klerus aufgefordert,
„die hl.Messen zu vermehren“! ER hat auch wiederholt für bestimmte Jubiläen gerne die Erlaubnis zu pausenlos
aufeinanderfolgenden Meßfeiern gegeben. Aus dem Leben vieler Heiliger, wie aus der „Vita Sancti Norberti“,
ist klar die positive Haltung der Kirche zur Devotion der öfters am Tag durch denselben Priester gefeierten
hl.Messe zu ersehen. Selbst Bugnini hat in einer 1972 von der Gottesdienstkongregation herausgegebenen
Stellungnahme folgenden Satz als Sekretär mitunterschrieben:„Obschon die Konzelebration die hervorragende
Form der eucharistischen Feier in Kommunitäten ist, bleibt dennoch auch die Zelebration ohne Teilnahme
der Gläubigen „die Mitte der ganzen Kirche und gleichsam das Herz der priesterlichen Existenz“.
Werther Rudolfus: Blaspheme Handlung „Es ist sehr menschenverachtend, was Sie da wiedergeben.„Wenn Sie
so anfangen, sieht man, daß Sie gar nichts über die kirchliche Lehre von der hl. Messe wissen. Es ist
wohl Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen, dass ich meinen Beitrag nicht begonnen habe, wie Sie
glaubten feststellen zu sollen. Das ist eine gravierende Unkorrektheit, wie ich Sie bei Ihnen nicht vermutet
hätte. Trotzdem finde ich einen Priester, der sich selbst die Messe zu seinem Ergötzen zelebriert einen
Jammerkram weil er damit die Idee der Eucharistie schlicht konterkariert. Wenn es für Sie recht sein
mag, gut so! Für mich ist eine solche Messe eine blaspheme Handlung.
@Marina Danke für den Link. Dazu habe ich ein paar Fragen: Ist die sedia gesatatoria eigentlich immer
die gleiche geblieben oder bekam jeder Papst eine neue Sänfte? Mit Freude habe ich gesehen, dass Benedikt
XVI. sich auf jenen Thron setzt, auf dem Pius XII und auch Johannes XXIII gekrönt wurden. War er seit
Johannes XXIII nicht mehr im Gebrauch? Wieso wird er nicht öfter benutzt? Danke für den Link nochmal
#44 Tridentinus 17:00:17 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Freinsberg Das wiederum kann man verbindlich nicht historisch-kritisch, sondern nur kraft des Charismas
der Unfehlbarkeit der Kirche sicher feststellen.
Das II.Vatikanische Konzil meinte mit der sog. „actuosa participatio“ die lebendige Teilnahme des Gläubigen
an der Messe. Damit ist eine intensive Teilnahme des Gläubigen aus sich selbst heraus, dh. spirituell
erfahrbar gemeint und nicht eine Einbindung der Laien in sämtliche liturgische Veranstaltungen. Allerdings
ist dies -wie so häufig- leider undefiniert schwammig und damit vielseitg interpretierbar formuliert
worden.
hallooo an alle Schreiber Papst Benedikt ist im RAI auch zu sehen auf einem Videoflim der sich mit einem
ganzen Tagesablauf beschäftigt: www.media.rai.it/…ia/0…73,00.htmlDauer des Films ca. 48 Minuten,
darin wird auch der Türkenbesuch und die Päpste resp. und deren Wahl kurz gezeigt: Johannes 23, Paul
6, Kurzfilm über Pius 12, dann die Wahl Johannes Paul 1 und 2, und vieles mehr, viel Freude beim ansehen
#40 Tridentinus 16:49:40 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Freinsberg Ich kenne diese Zensuren natürlich. An Rudolfus sieht man schön, wie nützlich und differenziert
sie sind. Sogar G. L. Müller findet diese Abstufungen in Zukunft entbehrlich und will nur noch vom Dogma
des Glaubens und der Häresie reden. Unglaublich, dass sogar Scheffczyk und Ziegenaus sie in ihrer Dogmatik
nicht mehr verwendet haben. Ohne sie landet man bei Rudolfus, nur nicht immer so plump.
@ Tridentinus Hab ich nur allgemein gepostet, weil nicht alles gleich Häresie ist… Übrigens gab es
ja später bei verurteilten Sätzen oft andere Qualifikationen (z. B. „für fromme Ohren anstößig“,
„Frechheit“ etc.).
@Kurt K. / Die Kirche lehrt: Die gesamte Lehre, die mit dem Tod des letzten Apostels endet, ist zu glauben –
so wie dies die Kirche verbindlich im Detail vorschreibt. Alles andere ist Protestantismus und Sektiererei.
@ Rudolfus: Nein, falsch. Der Gläubige muss zu allem die Schnauze halte, wss die Kirche zu glauben befiehlt.
Seit wann kann man jemandem befehlen, etwas zu glauben? Ist doch völlig Panne. Entweder er glauts oder
er lässts bleiben. Das kann man sich ja auch kaum aussuchen an was man innerlich glaubt und an was nicht.
Wenn die Kirche befähle, der Mond sei aus grünem Käse und dies als Dogma, dann dürften Sie das als
Kathole nicht kritisieren, aber Glauben können Sie immer noch was sie wollen. Und zudem: Was ein Mensch
innerlich glaubt, weiss sowieso niemand. Sie glauben wahrscheinlich ganz anders als der Papst, jeder hier
anwesende ebenso.
@Tridentinus: O ja: Wer ein Dogma leugnet, leugnet alle Dogmen! Der Gläubige muß alles glauben, was
die Kirche zu glauben befiehlt. Wer etwas im Glauben Verbindliches herausnimmt, ist bereits abgefallen!
@ Häresie… Unser Wiener Lektor für „Einführung in die Theologie“, Johannes Nedbal, sagte einmal über
eine bestimmte Ansicht: „Das ist keine Häresie, sondern ein ganz gewöhnlicher Blödsinn.“
#33 Tridentinus 16:08:45 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Rudolfus Sie sind unerträglich ungenau. Natürlich leugnet jemand, der ein Dogma leugnet, deswegen nicht
notwendig alle Dogmen. Dagen stimmt es, dass die Leugnung auch nur eines Dogmas genügt, sich aus der
Kirche auszuschliessen. Die Canones – die Sie leider nur englisch zitieren – bestreitet niemand hier.
Darüberhinaus: Nicht alles, was Ihnen missfällt, ist gleich Häresie!
Weiß P. Lombardi alles? Ich glaube kaum, dass der Pressesprecher(?) des Papstes über alles bescheid
weiß was der hl. Vater tun. z.B. in welcher Form er die hl. Messe zelebriert.
@Freinsberg / Auch die Sünde am Glauben kann in der hl. Beichte vergeben werden! Die Sünde gegen den
Hl. Geist ist es nur, im Irrtum gegen die bindende Lehre der Kirche zu verharren.
@Gilbert: „Es ist sehr menschenverachtend, was Sie da wiedergeben.“ Wenn Sie so anfangen, sieht man, daß
Sie gar nichts über die kirchliche Lehre von der hl. Messe wissen. Die dogmatisierte Lehre über das
hl. Meßopfer findet sich beim Konzil v. Trient: history.hanover.edu/…exts/trent/ct22.html Tridentinum,
XXII. Sitzung, Kapitel IX: CANON III.--If any one saith, that the sacrifice of the mass is only a sacrifice
of praise and of thanksgiving; or, that it is a bare commemoration of the sacrifice consummated on the
cross, but not a propitiatory sacrifice; or, that it profits him only who receives; and that it ought
not to be offered for the living and the dead for sins, pains, satisfactions, and other necessities; let
him be anathema. CANON IV.--If any one saith, that, by the sacrifice of the mass, a blasphemy is cast
upon the most holy sacrifice of Christ consummated on the cross; or, that it is thereby derogated from;
let him be anathema. Sie haben die hl. Messe eine Blasphemie – wie Deutschlands großer Lehrer Dr. Luther –
genannt – damit haben Sie sich bereits das Anathema zugezogen und sind somit nicht mehr katholisch.
gilbert schrieb „Dass ein Priester nur für sich selbst zelebriert, ist der totale Egoismus, ein unglaublicher
Widersinn. Darüber habe ich mich echauffiert. Eine solche Art der Zelebration ist für meine Begriffe
Blasphemie.“ Aha. Und um diese Blasphemie zu fördern sieht die Institutio Generalis für die Eucharistie
nach dem Messbuch Paul VI. ausdrücklich die Form der „III. MESSFEIER, BEI DER NUR EIN ALTARDIENER ASSISTIERT“
vor und bestimmt darüber hinaus: „254. Nur aus einem gerechten und vernünftigen Grund darf eine Messe
ohne Altardiener oder wenigstens einen Gläubigen gefeiert werden. Es entfallen dann die Grußworte, die
Mitteilungen und der Segen am Schluss der Messe.“ Im Missale von Pius V:/Johannes XXIII. fehlt eine solche
Erlaubnis – im älteren Gebrauch ist die Messfeier ohne Anwesenheit mindestens eines Gläubigen immer
unerlaubt, wenn auch selbstverständlich gültig.
Rudolfus: Hauptsache die Kleriker sind unter sich Wenn die Laien nicht notwendig sind, brauchen Sie
den Ritualen ja auch nicht beizuwohnen und können anstatt der Beiwohnung spazierengehen. Dann löst sich
das Problem „Kirche“ sehr rasch. Die Kirchensteuer wird in Deutschland aufgehoben und die amtierenden
Bischöfe behalten ihre Residenzen als Abfindung oder werden mit einem vatikanischen Lehrstuhl bedacht.
Wenn die Laien nicht erforderlich sind, geht es bestimmt auch gut ohne Laien. Die können schauen, dass
immer genügend Nachwuchs zur Verfügung steht. Hauptsache die Kleriker sind unter sich. o^/ Es ist sehr
menschenverachtend, was Sie da wiedergeben.
@Die Kirche hat alle protestantischen Einwürfe gegen die hl. Messe auf dem Konzil v. Trient in vielen
Dogmen bereits geklärt, und so die Kirche nach der Reformationskrise wieder zu neuen Hochformen und zur
erfolgreichen Gegenreformationsbewegung geführt. Die hl. Messe ist die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers
Christi auf unseren Altären – um ein Opfer darzubringen oder aufs Neue zu vergegenwärtigen, dazu sind
Laien nicht notwendig. Wer ein einziges Dogma ablehnt, der leugnet alle Dogmen und ist aus der Kirche
ausgeschlossen.
Tridentinus Mir ist nicht bewusst gegen was und wen Sie verstoßen haben sollten. Das war nicht der Kritikpunkt.
Ich habe mich nur gegen die Auffassung von Rudolfus gewandt, der nach dem üblichen Vorwurf des Protestantismus
auch noch feststellt, dass der Priester keine Gemeinde braucht, um eine Messe zu feiern, weil das nach
seiner Auffassung protestantisch ist. Klar kann der Priester das allein vollziehen, aber zu welchem Zweck
zu welchem Sinn. Er braucht das Korrektiv der Gemeinde zum Schutz vor Selbstvergötzung. Dass ein Priester
nur für sich selbst zelebriert, ist der totale Egoismus, ein unglaublicher Widersinn. Darüber habe ich
mich echauffiert. Eine solche Art der Zelebration ist für meine Begriffe Blasphemie.
#24 Tridentinus 11:53:50 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@gilbert Ihre Argumentation ist jetzt genauso sinnvoll wie jene Rudolfus’. Zu diesem: Natürlich sind
die Canones eines Konzils verbindlich. Nur: Wodurch haben Freinsberg, Jungmann oder ich denn dagegen verstossen?
Auserdem erschöpft sich Theologie keineswegs in solchen Canones!
@Gilbert / Der Irrtum und die Wahrheit Nach dem Sie nicht argumentativ weiter kommen, vielleicht weil
Sie mit dem Rücken zur Wand stehen, greifen Sie nach Strohhalmen und legen alte Schallplatten auf. Es
gibt in der katholischen Lehre nur die Wahrheit oder den Irrtum. Was über die hl. Messe zu glauben ist,
das hat die Kirche bereits dogmatisiert (vgl. Meßdogmen des Konzils v. Trient). Wer die Dogmen ablehnt,
der ist im Irrtum und aus der Kirche ausgeschlossen.
unseriös Warum dementiert kath.net nicht? Das ist sehr einseitig, die Meldung unter Berufung auf anonyme
Quellen zu bringen und das Dementi des vatikanischen Pressesprechers zu unterschlagen.
Rudolfus: Perfekte Blasphemie Die hl. Messe ist die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers vor Gottes Angesicht.
Eine Gemeinde ist für die hl. Messe niemals nötig gewesen, und dies gilt selbstverständlich auch nach
dem Pastoralkonzil weiter. Nach dem Sie nicht argumentativ weiter kommen, vielleicht weil Sie mit dem
Rücken zur Wand stehen, greifen Sie nach Strohhalmen und legen alte Schallplatten auf. Was sollte eine
Messe ohne Gemeinde. Sie dient im schlimmsten Fall dem Egoismus des Priester, der aus obskurer Machtvollkommenheit
als Stellvertreter Christi für sich selbst eine Messe liest. Das ist perfekte Blasphemie.
@Freinsberg, Tridentinus Geben Sie endlich auf! Überpapst Rudolfus I. ist die von Gott unmittelbar eingesetzte
Autorität auf Erden, die allein befugt ist festzustellen, was und wer häretisch ist und was und wer
nicht. Er hat sogar die Gabe festzustellen, wer in die Hölle kommt, wie lange ein bestimmter Papst im
Fegefeuer verweilen muss, und er kennt auch die himmlische Sitzordnung und weiß, wer im Himmel wie nahe
an der Heiligsten Dreifaltigkeit seinen Sitz bekommt. Gegen einen solchen Giganten der Theologie kommen
Sie mit Ihren Argumenten und den von Ihnen zitierten Werken nicht an. Es bleibt Ihnen nur, Ihr Haupt in
Ehrfurcht zu neigen und ergeben zu murmeln: „O du schon auf Erden heiliger Rudolfus, du hast hast immer
recht.“
#18 Tridentinus 09:32:33 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Rudolfus P. Martin von Cochem ist sehr gut und fromm. Sehr volkstümlich. Aber theologisch können Sie
so nicht argumentieren. Und mit rechtgläubig/häretisch allein kann man echte Theologie auch nicht ausschliesslich
einteilen. Trotz sensus fidelium, den ich Ihnen nicht pauschal absprechen will und kann, vor allem meistens
nicht eindeutig.
@ Rudolfus Die Medulla missae des Martin von Cochem war zu seiner Zeit vielleicht ganz gut, ist heute
aber veraltet, v. a. wegen der allegorischen Messerklärung und der Anweisungen, wie man sich während
der Messe fromm beschäftigen soll (z. B. die Kongregationsgebete verrichten etc.). Von „die Messe beten“ –
keine Rede.
@Freinsberg / Nein, aber offenbar geht er nicht-katholischen Lehren auf den Leim. Ich lese lieber rechtgläubige
Bücher, die die römische heilige Messe erklären, und die rechtgläubige Lehre findet sich mit Sicherheit
bei den alten Theologen und bei den alten geistlichen Autoren und bei den Heiligen, zum Beispiel bei einem
anderen Deutschen, P. Martin von Cochem, Erklärung des heiligen Meßopfers. Die Bücher der alten Theologen
werden insbesonders in den USA im Tan-Verlag alle neuherausgebracht (in Übersetzung).
#15 Tridentinus 09:17:09 | Mittwoch, 18. Juli 2007
@Rudolfus Hier muss ich Freinsberg insgesamt zustimmen, wobei zu ergänzen wäre, dass das sacrificium
im Orate, Fratres sehrwohl auch einen proleptischen Grundzug trägt. Auch im Überlieferten Ritus gibt
es die Konzelebration. Sehr häufig zeremoniell, nämlich im Levitenamt. Bei entscheidenden Gelegenheiten
(Priesterweihe und Bischofskonsekration) auch sakramental. Dann ist auch letzteres sinnvoll, weil es die
Einheit des Weihesakramentes ausweist und die hierarchisch gegliederte Einheit des Klerus. Was ist „die
Lehre der Kirche“? Vorsicht mit dem Begriff „häretisch“. Er nutzt sich sonst ab, dabei gibt es genug
Gelegenheiten, wo man ihn in seiner vollen Schärfe braucht. Allerdings partizipiert keiner von uns an
lehramtlicher Autorität, so dass wir dieses Adjektiv nicht verbindlich vergeben können. Gott sei Dank
auch nicht müssen.
@Freinsberg / „P. Jungmann“ oder wer auch immer ist nicht die Autorität der Kirche. Die Lehre kommt ausschließlich
von der Autorität der Kirche, die ihre Autorität direkt von Christus und Gott hat.
@Freinsberg / Ihre Meßtheologie ist häretisch und nicht katholisch. Die Kirche ist im Besitz der Wahrheit,
nicht jemand, der gegen die Kirche lehrt. Ihre modernistische Theologie ist nicht jene, die die Kirche
verbindlich lehrt.
@ Rudolfus Das „Orate, fratres“ sprach der Bischof zu den circumstantes, nachdem er seine eigenen Gaben
dargebracht hatte. (Also: Mit Engeln ist da nichts.) „Sacrificium“ meint hier die (unkonsekrierten) Gaben
der Gemeinde, die im Eucharistiegebet zu Leib und Blut Christi werden sollen.
@Tridentinus / Sie irren und lehren gegen die Lehre der Kirche. Lesen Sie die Dogmensätze über die hl.
Messe des Konzils von Trient. Das „Orate fratres“ bezieht sich wohl eher auf die Engel, die bei jeder
hl. Messe gegenwärtig sind.
@Rudolfus/Freinsberg So zugespitzt kann man das nicht sagen. Lesen Se einmal bedächtig das Orate, Fratres.
Die Konzelebration kann fallweise sinnvoll die hierarchische Gliederung der Kirche zum ausdrücken. Das
erreicht gerade eine zeremonielle Konzelebration. Es gib aber auch hier Einseitigkeiten, die sich bei
sakramentaler Konzelebration sehr verschärfen. Auch erhebt sich dagegen der sehr drängende Einwand einer
eucharistiearmen Situation vieler Gemeinden.
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 11, 25-27 In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise
dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen
aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden;
niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn
offenbaren will.
@Gilbert / Diesbezüglich gibt es keine falsche veraltete Theologie, es gibt nur eine falsche neue Theologie,
denn die apostolische Lehre ist immer das Alte. Die hl. Messe ist die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers
vor Gottes Angesicht. Eine Gemeinde ist für die hl. Messe niemals nötig gewesen, und dies gilt selbstverständlich
auch nach dem Pastoralkonzil weiter. Die einzigen, die eine Gemeinde brauchen, das sind die Protestanten.
Des Priesters eigene hl. Messe? Jeder Priester sollte seine eigene hl. Messe zelebrieren Es ist nicht
die Messe des Priesters, die zelebriert wird. Der Priester tut es immer in Vertretung Christi. Der Priester
hat keine eigene Messe zu zelebrieren, sondern immer nur in Gegenwart der Gemeinde. Das ist veraltete
Theologie: Jeder Priester sollte seine eigene Messe zelebrieren. Deshalb gibt es die Möglichkeit der
Konzelebration und Papst Benedikt XVI. tut gut daran, seine tägliche Messe zu konzelebrieren. Warum sollte
er es auch allein tun? Dafür gibt es kein zwingendes Argument.
Die berühmte Doku aus dem Alltag des Papstes ist damit tatsächlich eine repräsentative Dokumentation
über den regulären Alltag des Papstes. Wer hätte gedacht, daß gerade Papst Benedikt XVI. und sein
Führungskreis ein so großer Anhänger der täglichen Meßkonzelebration ist – ausgerechnet dieser Papst
mit seinen ausgezeichneten Büchern über die Alte Liturgie! (Die tägliche Meßfeier eines Priesters
nur als Konzelebrant ist von der katholischen Tradition klar abzulehnen. Jeder Priester sollte seine eigene
hl. Messe zelebrieren.)
Papst Benedikt ist im RAI auch zu sehen auf einem Videoflim der sich mit einem ganzen Tagesablauf beschäftigt:
www.media.rai.it/…gine%5E22673,00.html Dauer des Films ca. 48 Minuten, darin wird auch der Türkenbesuch
und die Päpste resp. und deren Wahl kurz gezeigt: Johannes 23, Paul 6, Kurzfilm über Pius 12, dann die
Wahl Johannes Paul 1 und 2, und vieles mehr, viel Freude beim ansehen