Kürzlich wollte eine Rundfunkanstalt in Frankfurt am Sonntag eine Alte Messe filmen. Sie hatte keine andere Wahl, als zur Piusbruderschaft zu gehen.
Primizmesse bei der Piusbruderschaft in Berlin am 7. Juli
(kreuz.net, Frankfurt) Letzten Sonntag berichtete der ‘Hessische Rundfunk’ in der Nachrichtensendung „Hessenschau“
über die Alte Messe.
Zu diesem Zweck besuchte ein Fernsehteam den Gottesdienst der Priesterbruderschaft
St. Pius X in Frankfurt Hattersheim.
Nach Angaben des Sprechers der „Hessenschau“ versammeln sich dort
„die Kritiker, die Abweichler in den eigenen Reihen, die Hardliner“.
Es handle sich um einen Sonntagsgottesdienst
„wie im 7. Jahrhundert“: „Der Priester von der Gemeinde abgewandt, der Blick nach Osten, viel Weihrauch,
viel Latein: die Alte Messe.“
Die Gläubigen kommen aus dem gesamten Rhein-Main Gebiet zur Alten Messe
nach Hattersheim – weiß auch „Hessenschau“: „Sie fahren lieber zig Kilometer, als in ihrer Gemeinde eine
neue Messe zu besuchen.“
Ein Gläubiger
erklärte, daß Latein die Heiligkeit besser zum Ausdruck bringe als die jeweilige Volkssprache.
Eine
mehrfache Mutter fühlt sich in der Neuen Messe „nicht wohl“: „Es ist mir zuviel Gekasperl. Es fehlt mir
die Frömmigkeit, das tiefe stille Gebet.“
Für Pater Johannes Kampmann von der Piusbruderschaft in Hattersheim
drückt die Alte Messe „unseren Glauben ganz“ aus. „Lex orandi, lex credendi“ – zitiert er ein altes kirchliches
Axiom: So wie man betet, so glaubt man auch.
Das habe auch der Papst in seinem Motu Proprio geschrieben:
„Wir begrüßen das sehr.“
Frankfurter Stadtdekan: ein Minderheitenphänomen
Der Stadtdekan von Frankfurt,
Hw. Raban Tilmann, sieht kaum Bedarf für die Alte Messe: „Es ist bei uns ein Minderheitenphänomen.“
Er glaubt nicht, daß viele Katholiken für die Alte Messe eintreten werden. Hw. Tilmann kennt keine
altgläubige Gruppe, die unzufrieden ist und bei der bisherigen Regelung nicht zum Zuge gekommen wäre.
In Frankfurt gibt es bislang wöchentlich nur eine Alte Messe – am Mittwoch abend. Die Stadt hat mehr
als 660.000 Einwohner.
Über den Papst sagt Stadtdekan Tilmann: „Benedikt ist einer, der gerne klar und
deutlich katholisch ist. Er ist mutiger, unbefangener, in manchen Dingen rücksichtsloser katholisch als
seine Vorgänger.“
Email-Adressen der Empfänger
89 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ Pius I Keine Ahnung, aber gucken Sie sich doch mal allein hier im Forum um, wie viele Stories da über
beliebige Dinge kursieren – da muss man sich über nichts wundern.
Hw. Hans Milch @BenediktDie Kapelle St. Athanasius ist keine Einrichtung der Piusbruderschaft, sondern
der von Pfr. Milch gegründeten Actio Spes Unica. Sie wird lediglich von der Piusbruderschaft seelsorglich
betreut. Wer kann mir näheres über die Todesumstände des Hw. Milch berichten? Der Wikipediaartikel
de.wikipedia.org/wiki/Hans_Milch zu seiner Person scheint in diesem Punkt keine eindeutige Meinung zu
vertreten.
weiterer Beleg Ein weiterer Beleg dafür, daß nicht eine Rückgewinnung alter Feste etc. bevorsteht,
sd. daß Hybrid-Messen drohen: „Mons. Perl kann sich auch vorstellen, daß in diesem Zusammenhang (sc.
Einführung neuer Hll-Fest und Präfationen) das Gebet für die Bekehrung der Juden vom Karfreitag geändert
würde.“
@ Tridentinus Es ist klar, dass die Kommunion des Priesters nach der Speiseopfertheologie notwendig zur
Opferhandlung gehört. Daher muss der Priester auf jeden Fall kommunizieren. Ich verstehe aber nicht,
warum die Kommunion der Gläubigen schon deshalb kein Teil der Messe sein sollte. Allenfalls könnte man
sie als Teil außerhalb der Messe im engeren Sinn verstehen, zu der wirklich nur die Opferfeier gehört
(also ohne Vormesse, Lehrgottesdienst etc).
@iustus Das Confiteor vor der Kommunion der Gläubigen drang mE deshalb ggf in die Messe ein, um jenen
Gläubigen gerecht zu werden, die beim Staffelgebet noch nicht anwesend waren (was natürlich nicht wünschenswert
ist). Wer erst nach der Opferung eintrifft, sollte mE aber besser nicht kommunizieren. Aber es stimmt
auch, dass das Staffelgebet vorrangig ein Gebet des Priesters und der Ministranten ist. Die Missa dialogata
begann das zu verdunkeln. Ich halte sie nicht für optimal. Ein Beispiel ungünstiger Ansätze schon in
der frühen akademisch geprägten, Liturgischen Bewegung. Auch der Gedanke an Nachlässigkeiten oder Unandächtigkeiten
während der Messfeier bis zur Kommunion, mag eine Rolle gespielt haben. Hier soll man aber nicht kleinlich
oder gar ängstlich sein.
@Tridentinus, @Benedikt Es dürfte doch Einigkeit bestehen, dass vor der Kommunion Confiteor und Indulgentiam
nötig sind. Die Frage ist also meines Erachtens: Erfolgt dies für die Gläubigen, die nach dem Priester
kommunizieren, doppelt (weil während des Stufengebets schon einmal erfolgt) oder ist das Confiteor im
Rahmen des Stufengebetes nur Sache des Priesters und des/der Ministranten. Für letzteres dürfte die
Entwicklung sprechen, wonach das Stufengebet Sache der Leviten war, die Ministranten in der nicht-levitierten
Messe nur an deren Stelle traten. Hiernach wäre das Kommunion-Confiteor nötig. Gilt aber das Indulgentiam
nach dem Stufengebets-Confiteor nicht nur den Leviten/Ministranten, dann wäre das Kommunion-Confiteor
eine Verdoppelung (es sei denn, man sündige noch während der Messe, was natürlich nicht ausgeschlossen
ist).
@Benedikt Sie haben doch selbst die exakt richtige Erläuterung schon gegeben. Zur hl. Messe gehört strenggenommen
nur die zweigestaltige Kommunion des Zelebranten. Die Destruktionstheorie sieht darin hauptsächlich die
Zerstörung des opfers als wesentliches Element des Opfervorgangs. Allgemein durchgesetzt hat sich die
Ansicht, dass die Kommunion des zelebrierenden Priesters zur Integrität des Opfers gehört. Ihren Schott
dürfen sie da nicht als Quelle heranziehen, sondern ein Altarmissale! Und wenn Sie so wollen: Die Kommunion
des Zelebranten ist ja auch ein Opfermahl. Dieses gehört nach der obigen Darlegung unentbehrlich zur
Messe. Es ist aber unbestritten möglich, dass es Messen gibt, in denen ausser dem Priester niemand sakramental
kommuniziert, entweder weil man nicht möchte oder nicht kann. Dann fällt das Confiteor natürlich aus.
Wenn Kommunikanten da sind, ist die Kommunionspendung nach der Kommunion des Zelebranten, aus den obigen
Integritätsgründen. Wenn die Gläubigen ohnehin aus dem Speisekelch, der in einer vorangegangen Messe
konsekriert wurde, gespeist werden, fällt dieses Argument strenggenommen weg. Es ist aber durchaus aus
dogmatischen Gründen sinnvoller, den Gläubigen Kommunionen zu spenden, die in derselben Messe konsekriert
wurden. Bevor diese Kommunionen gespendet werden können, muss allerdings der Priester logischerweise
zuvor unter beiderlei Gestalt kommuniziert haben.
Hoffnung Worauf gründen Sie ihre Hoffnung, werter Tridentinus, daß ein Auftauen des Ritus geben könnte
(und daß dieses dann nicht zu Hybrid-Formen führt, sondern gewissermaßen zurück hinter das Meßbuch
von 1962)? Hier eine weitere Stimme zum Umgang mit dem Motu proprio eher dagegen zu sprechen scheint:
Der Kardinal [Vlk] gestand, daß er nicht wisse, ob in der Tschechischen Republik „irgendwo jenes lateinische
Meßbuch aus dem Jahr 1962 zur Verfügung steht, nach dem der Priester im ‘alten Usus’ zu zelebrieren
hat“.
@ Tridentinus Es handelt sich dabei um den Ritus der Kommunionspendung ausserhalb der Messe. In der Messe
kommt dieser Ritus nur vor, wenn innerhalb der Messe die hl. Kommunion an die Gläubigen gespendet wird.
Die Kommunion der Gläubigen gehört nämlich nicht zur Messe, weil diese kein Mahl ist. Wo steht das
denn geschrieben? In meinen Ausgaben des „Schott“ gibt es dafür keinen Hinweis, das Opfermahl wird unter
die gleichbleibenden Teile der hl. Messe eingeordnet. Es war aber früher tatsächlich unüblich geworden,
dass während der Messe kommuniziert wurde. Da die Kommunion oft außerhalb der Messe gespendet wurde,
gab/gibt es hierfür einen eigenen Ritus, der auch ein Confiteor vorsah. Dieser Ritus wurde, als die Kommunion
in der Messe wieder stärker gefördert werden sollte, komplett in die Messe implementiert. Daher kommt
das Confiteor direkt vor der Kommunion. Wenn Sie da andere Informationen haben, können Sie das dann nochmal
erläutern? Denn dass das Opfermahl kein Teil der Messe sein soll, habe ich wirklich noch nirgendwo gehört.
@Gilbert Sie müssen sich nicht entschuldigen für Ihr persönliches, liturgisches Empfinden. Meine Erwiderung
war eine rein sachliche Ergänzung und nicht vom Interesse geleitet, irgendjemand von irgendetwas zu überzeugen
oder abzubringen. Freilich glaube ich, dass eine breitere Präsenz der forma extraordinaria auch solchen
die Chance gibt, sie unvoreingenommen kennenzulernen, die bislang noch keinen positiven Zugang dazu hatten.
Und schliesslich: MP und Begleitbrief stellen diese Form als Bezugspunkt auch für die neuere Gestalt
der römischen Liturgie heraus. Um am Gestaltbegriff anzuknüpfen: Dabei geht es nicht um rein äusserliche
Kosmetik.
Tridentinus Dank für Ihre Erwiderung. E ist schön, dass Sie auf die schönen Präfationen der Marienmessen
hinweisen. Vielleicht haben Sie aber schon in meinen Beiträgen entdecken können, dass dieser obenangeführte
Bereich nicht zu der Frömmigkeit gehört, die ich persönlich schätze, die ich akzeptiere und in der
ich mich wohlfühle. Nichts für ungut :(3
@VirOblationis Ihre Befürchtung wäre vielleicht begründet, wenn die Gottesdienstkongregation Einfluss
auf die forma extraordinaria hätte. Das schliesst das MP aber aus, und Ecclesia Dei soll offenbar aufgewertet
werden. Kardinal Bertone ist liturgisch irrelevant. In seiner Freizeit ein brillianter Fussballkommentator!
Hybrid-Form Tridentinus schrieb: „Mit dem neuen MP ist die forma extraordinaria Ritus Romani nicht mehr
auf dem Stand von 1962 ,eingefrohren’.“ Daraus die Hoffnung auf Rückgewinnung alter Feste etc. abzuleiten,
halte ich für problematisch. Eher drohen m.E. Hybrid-Formen (Bischof Williamson) der Alten Messe; vgl.
dazu das Folgende: „… der vatikanische Staatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone … erklärte …
zur Alten Messe: ,Es scheint mir schön, daß man zur Tridentinischen Messe zurückkehrt, eine alte Messe,
die für viele neu ist, bedeutet das Wiedergewinnen einer Tradition, einer Sprache, die man nicht in Vergessenheit
geraten lassen sollte.’ … Der Kardinal äußerte sich auch zur Karfreitagsbitte der Alten Liturgie,
in der es um die Bekehrung der Juden geht: ,Man könnte anordnen, daß am Karfreitag alle die Fürbitten
von Paul VI. verwenden’ – wo der angefochtene Passus fehlt.“
@Gilbert In der Hochform der Messe ist er das Coniteor vor der Kommunion auch noch 1962 vorgeschrieben.
Daher kann es immer gebetet werden. Eigentlich gehört es nicht zur Messe. Es handelt sich dabei um den
Ritus der Kommunionspendung ausserhalb der Messe. In der Messe kommt dieser Ritus nur vor, wenn innerhalb
der Messe die hl. Kommunion an die Gläubigen gespendet wird. Die Kommunion der Gläubigen gehört nämlich
nicht zur Messe, weil diese kein Mahl ist. Aber eigentlich hatte ich gestern noch einige Dinge zum Thema
beigesteuert, auf die bislang noch nicht eingegangen worden ist. Ich erlaube mir, daran zu erinnern, indem
ich selbst dort anknüpfe: Das Messbuch mit den Marienmessen nach 1970 enthält einige sehr schöne Präfationen,
zB zum Unbefleckten Herzen Mariens, die gegenüber der jetzigen Praxis, einfach nach Et te in ein Wort
einzufügen, in dem das Fest- oder Votiv-Motiv anklingt, eine echte Bereicherung wäre.
@ litterae sunt divitiae So lateinisch ist die Lateinische Messe ja gar nicht, das kyrie z.B. ist griechisch
und das Amen aramäisch. Die Erhabenheit dieser alten, toten Sprachen liegt zum einen darin das viele
Kirchenväter und sogar Jesus eine oder mehrere dieser Sprachen gesprochen hat, das viele alte Gebete
in diesen Sprachen verfasst wurden, das aufgrund von toten Sprachen der Sinn dieser Gebete und Aussagen
nicht mehr verändert werden kann und zum anderen das in diesen Sprachen, weil tot so gut wie nicht mehr
öffentlich geflucht, geschimpft und Gott gelästert wird.
Problem mit der Verschiedenheit Es kann ja nicht sein, dass sich in NOM alle negativen Eigenschaften eines
Ritus konzentrieren, während der extraordinäre Ritus der einzig würdig und wahre Ritus zu sein hat,
wie es hier in vielen Beiträgen hier gehandelt wird. Es gab sehr wohl Abnutzungserscheinungen im extraordinären
Ritus, sonst hätte ihn Papst Johannes XXIII. nicht schon 1962 geringfügig geändert, mit dem Fortfallen
des Confiteor vor der Kommunion. Das war signifikant für die immensen Widerholungen im extraordinären
Ritus, der sich innerhalb der Jahrhunderte zu einem Sammelbecken liturgischer Leerformeln entwickelt hatte.
Während des Zweiten Vatikanischen Konzil gab es sehr wohl die Notwendigkeit einer grundlegenden Änderung.
Jetzt dafür die Begriffe häretisch und andere Negativa für NOM zu verwenden, ist unredlich. Wenn der
extraordinäre Ritus entsprechend abgespeckt wird, mag er neben NOM durchaus bestehen können. Daraus
aber zu filtern, dass die wahren Katholiken nur den extraordinären Ritus bevorzugen können, ist verlogen.
Das stimmt nicht. Das ist Mache. Warum sollen in der Kirche keine zwei Riten bestehen können? Warum glauben
Menschen hier Vielfalt und Verschiedenheit stets verteufeln zu müssen? Sind sie etwa durch die Vielfalt
verunsichert? Das Leben ist vielfältig, weshalb soll die Vielfalt in der Kirche ausgespart werden, wo
doch um die sieben unterschiedlichen Gaben des Geistes gebetet wird. Das Gebet ist zur Liturgie erstarrt,
der wird Text ignoriert wird, ohne darüber nachzudenken.
@Fabianus Keine Sprache verleiht der Liturgie einen solchen erhabenen Eindruck wie das Latein. Oder wollen
Sie behaupten, dass die Kirche über Jahrhundete eine unangemessene Sprache verwendet hat? 1. Was haben
undisziplinierte Kinder mit Latein zu tun? 2. Latein ist auch heute noch die (Universal-) Sprache der
Kirche. Als Weltkirche mit rd. 1,2 Mrd. Katholiken, die natürlich viele verschiedene Sprachen sprechen,
kommt die Kirche ohne Universalsprache nicht aus, genau, wie die Welt nicht ohne Englisch auskommt. Nur
ist das in der Kirche aus Tradition Latein, weil diese Sprache im Röm. Reich, in dem das Christentum
sich ja entfaltete und schließlich auch zur Staatsreligion wurde, gesprochen wurde. Somit ist Latein
auch ohnehin die universelle Liturgiesprache. Das hat aber nichts mit „angemessen oder unangemessen“ zu
tun. Es gibt doch keine für Gott angemessene Sprache. Und selbst wenn – dann wäre das wohl eher Aramäisch,
die Muttersprache des Gottessohnes. Ich verstehe also nicht, wie Sie zu der Annahme, Latein sei eine von
Natur aus für Gott angemessene Sprache, kommen. 3. Die Tatsache, dass Sie Latein als „erhaben“ erachten,
zeigt, dass Sie diese Sprache wohl nicht beherrschen. Wenn man eine Sprache versteht, verliert Sie ihre
„Erhabenheit“. Jeder, der schonmal eine Fremdsprache gelernt hat, weiß das. Denn, versteht man eine Sprache
nicht, ist man ganz auf den Klang fixiert. Sobald man sie aber versteht, hat man für die Ästhetik keinen
Sinn mehr.
@litterae sunt divitiae Latein wird sich dennoch als DIE Liturgiesprache herausstellen. Alle, die meinen,
Deutsch sei das Nonplusultra, irren. Keine Sprache verleiht der Liturgie einen solchen erhabenen Eindruck
wie das Latein. Oder wollen Sie behaupten, dass die Kirche über Jahrhundete eine unangemessene Sprache
verwendet hat? Liebe Grüße Fabianus
@Fabianus Sind ihnen lärmende Kinder in Familienmessen mit Eltern die gedankenlos das Vater Unser runterbeten
lieber? Nö, nervt mich total. Aber leider gibt es trotz aller gesellschaftl. und wissenschatl. Errungenschaften
immer noch diese nervigen Subjekte, welche die hl. Messen stören. o^/ Vor allem bei Taufen! Dieses Geschrei…
Jop, da geb ich dir recht Da muss ich dir voll zustimmen. ich will wissen was gott mir sagt und das nicht
erst nachlesen… Und von wegen Andacht: Ich würde es nicht als Andacht bezwichnen wenn einer vor mir
während des Ritus extraord. die ganze zeit in seinem Schott blättert um die Texte des Propriums zu finden
und dann zum Ordinarium zurückzufinden…jaja, was für eine andacht
Mystisches Latein? Liebe Leute, dieses Gefasele, vonwegen in Latein wäre der mystische Charakter der
Heiligen Messe besser gewahrt, ist doch Blödsinn. 1. Wenn ich der lateinischen Sprache mächtig bin,
ist es eigentlich schon gar nichts Mystisches mehr. 2. Latein als eine Art Geheimsprache für „Insider“?
Das kann ja wohl nicht wahr sein. 3. Stellt sich letztendlich noch die Frage, ob die Zahl der Messgänger
unter der alten Messform nicht genauso zurückgegangen wäre wie nach dem Vatikanum II. Nur wegen des
Lateins bestimmt nicht. Wenn jemand andere Zahlen hat, ich lasse mich gerne belehren. Regina 1961
Wettersegen Eine Form des Wettersegens steht im Messbuch drin. Wann er gespendet werden darf steht im
Messbuch nicht drin, aber im aktuellen Benediktionale steht, daß er vom Fest des Hl. Markus (25.4.) bis
zum Fest Kreuzerhöhung (14.9.) gespendet werden kann. Das Benediktionale bietet drei Formen an, wobei
alle drei jeweils das Schlußgebet der Messe ersetzten. Ferner verweist das Benediktionale darauf, daß
der Wettersegen ebenfalls nach diözesanem Brauch gespendet werden kann.
#63 Tridentinus 18:10:15 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@VirOblationis Mit dem neuen MP ist die forma extraordinaria Ritus Romani nicht mehr auf dem Stand von
1962 „eingefrohren“. Vielleicht lassen sich auch wieder einzelne frühere Feste zurückgewinnen. Es gab
besonders unter den Messen pro aliquibus locis schöne Messformulare, ich denke etwa an die Messe zum
Fest vom Eucharistischen Herzen Jesu Sciens Iesus, quia venit hora am Freitag nach der Oktav des Fronleichnamsfestes.
Auch wenn man diese Oktav nicht wieder herstellt, könnte man dieses Formular evtl. unter die Votivmessen
aufnehmen. Es liessen sich noch weitere Beispiele finden. Was die Aufnahme neuer Präfationen anbelangt
zwei Bemerkungen: 1. Es war sinnvoll an Fronleichnam die Präfation von Weihnachten zu nehmen. Der Konnex
zwischen Eucharistie und Inkarnation scheint mir übrigens gerade von der Liturgiekonstitution des II.
Vaticanums herausgestellt zu werden. 2. Obwohl das MR 1970 einige Präfationen enthält, die auch im Überlieferten
Ritus wertvoll sein könnten, sollte man nicht ausser acht lassen, seine Präfationen auch unter Rückgriff
auf solche zu bereichern, die die Kodifikation von 1570 ausgeschieden hatte. Noch etwas, was ich nie herausfinden
konnte bis jetzt: Irgendwo bei Jungmann, Missarum Sollemnia, habe ich gelesen, dass die Präfation von
der Dreifaltigkeit an den So n. Pf. erst 1728 od. dgl. vorgeschrieben worden sei. Welche Präfation wurde
von 1570 bis zu diesem Zeitpunkt verwendet? Weiss das vielleicht jemand hier?
Benedikt Habe eine Seite gefunden www.liturgie.ch/…/portal/artikel.html?f_action=show_… Da ist vermerkt,
dass der Wettersegen in der Zeit vom 25. April bis zum 14. September erteilt werden kann. Ich weiss zwar
noch, dass unser alter Pfarrer den Wettersegen, wie er im Neuen Missale steht, bis zum 14. September erteilt
hat -aber nur als Manualsegen-. Kann jedoch nicht mehr sagen, ab welchem Tag er ihn erteilte.
#61 virOblationis 16:56:05 | Donnerstag, 19. Juli 2007
liturgische Reformen „Durch die Neuregelung der Rubriken für Brevier und Missale vom 25. Juli 1960, die
mit dem 1. Januar 1961 in Kraft getreten ist, wurde das Fest „Kreuzauffindung“ nicht mehr begangen.“ Wieder
ein Argument dafür, sich nicht mit dem Meßbuch von 1962 zufrieden zu geben. Wie bei den beiden Petrusfesten
vom 18.1. und 22.2. wird auch hier (3.5., 14.9.) eines gestrichen und ein Sinnzusammenhang zerstört.
@ gregorH Jedoch ist keine Angabe mehr dabei, von wann bis wann der Wettersegen erteilt wird. Was auch
bedeuten könnte, dass der Wettersegen jetzt immer erteilt werden kann. Ich guck daheim mal im Benediktionale
nach, vielleicht steht da etwas Genaueres.
Wettersegen Durch die Neuregelung der Rubriken für Brevier und Missale vom 25. Juli 1960, die mit dem
1. Januar 1961 in Kraft getreten ist, wurde das Fest „Kreuzauffindung“ nicht mehr begangen. In der Diözese
Würzburg wurde der Wettersegen auch vom 3. Mai bis zum 14. September erteilt. Wie jetzt die Regelung
ist, kann ich nicht sagen, aber manche erteilen den Wettersegen ab dem Fest des Heiligen Markus, den 25.
April. Habe nocheinmal im Gotteslob nachgeschaut, da ist der Wettersegen wortwörtlich übernommen, wie
er früher üblich war. Jedoch ist keine Angabe mehr dabei, von wann bis wann der Wettersegen erteilt
wird.
@ Tridentinus Gibt es denn das Fest Kreuzauffindung noch im Missale von 1962? Ich erinnere mich nicht.
In Mainz habe ich den Wettersegen schon in dieser Form erlebt, allerdings weiß ich nicht, ob es eine
Kreuzreliquie war. Der Reliquienschatz des Mainzer Doms ist mW weitgehend untergegangen.
#57 Tridentinus 15:41:41 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Der Wettersegen wurde bzw. wird von Kreuzauffindung bis Kreuzerhöhung gespendet. Ersteres Fest gibt es
im Kalender von 1969 nicht mehr. Strenggenommen ist also gar nicht mehr klar, wann man ihn zu spenden
beginnt. Im Alten Ritus muss dazu eine Kreuzpartikel oder ersatzweise eine Kreuzpartikel verwendet werden.Verboten
ist das sicherauch im NOM nicht. Die finale Formel lautet: Benedictio Dei… descendat super vos, locum
istum et fructus terrae et maneat semper.
Wettersegen Bei uns in der Diözese Würzburg ist der Wettersegen, in der alten Form, noch mit aufgenommen
(allerdings wird er meines Wissens in dieser Form nicht mehr gegeben). Unser alter Pfarrer hat jedoch
von Mai bis September immer den Wettersegen gegeben, welcher also auch heute noch, jedoch in ganz anderer
Form, gegeben werden kann. Habe in einem alten Gebetbuch -Katholisches Gesang- und Andachtsbuch für den
öffentlichen Gottesdienst im Bisthume Würzburg- in der Ausgabe von 1860 schon den Wettersegen gefunden
der bis 1911 im Gebetbuch war. In den 20iger Jahren des 20.Jahrhunderts wurde der Wettersegen dann um
erweitert. Genaugenommen beim feierlich gesungenen Wettersegen wird dann hinzugefügt : Adjutorium…
Sit nomen… und dann der Segen Benedictio Dei… o^/
Hattersheim Die Kapelle St. Athanasius ist keine Einrichtung der Piusbruderschaft, sondern der von Pfr.
Milch gegründeten Actio Spes Unica. Sie wird lediglich von der Piusbruderschaft seelsorglich betreut.
Messen in der außerordentlichen Form gibt es in der Region auch außerhalb der FSSPX bzw der ihr verbundenen
Institute: In Wiesbaden, Frankfurt und Mainz (dort täglich).
@Genoveva Dake! Dann wird es bei Ihnen noch gepflegt. Hier (Ruhrgebiet…) ist davon nichts mehr übrig.
Mir begegnete dieser Segen zum ersten Mal in einem Schott von 1937.
@Fabianus Der Wettersegen ist im neuen Meßbuch enthalten – wenn mich nicht alles täuscht sogar mehrere
Varianten. Allerdings ist der Text nicht so doll. Bei uns in der Gemeinde (Oberbayern) wird aber gelegentlich
auch ein „traditioneller“ verwendet mit einem längeren Wechselgebet vorweg. Wunderbar.
Zu Wettersegen, Latein und Tridentinischer Ritus Vielleicht kommen ja die so gedeuteten Vorzeichen einer
anstehenden Klimakatastrophe mehr von den nicht mehr gebeteten Wettersegen? Zum Latein: Latein in der
hl. Messe ist kein Dogmaund nicht das Wesentlichste im tridentinischen Ritus. Habe gelesen, dass Erzb.
Lefebvre geäußert habe, dass er eher den tridentinischen Ritus in der Volkssprache halten würde als
die Neue Messe in Latein. Völlig richtig! Trotzdem hat Latein große Vorteile: 1. Es verbindet die Gläubigen
durch Raum und Zeit hinweg. 2. Latein ist eine weitesgehend unveränderliche (logisch aufgebaute) Sprache.
Ein ständiges Anpassen an die verschiedensten Volkssprachen, an regionale Dialekte, an ihre Veränderungen
würde ständiges Herumbasteln an der Liturgiesprache, an den wichtigsten Gebeten (wie dem Glaubensbekenntnis)
Verfälschungen durch Fehl- bzw. ungenaue Übersetzungen Vorschub leisten. Über Jahrhunderte hinweg bedeutete
dies eine um so größere Gefahr für die Glaubensüberlieferung, die unverfälschte Wiedergabe des Glaubens.
3. Ob Latein ästhetisch dem hl. Messopfer und seinem Geheimnis gerechter wird, scheint mir dagegen nicht
unwichtig, aber in der Argumentation doch zweitrangig und ist meines Erachtens auch nicht so eindeutig.
Durch das Nichtverwenden der Alltagssprache kommt vielleicht aber auch besser zum Ausdruck, dass bei der
Hl. Messe etwas ganz Besonderes geschieht, nämlich die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi
und die Hinwendung seiner unendlich reichen Gnadengaben an das gläubige Vol…
wettersegen ich erhöhe: der Wettersegen ist mir als Rheinländer etwas lästig. Ich behaupte mal: „bayrischer
Krimskrams“. Weiß jemand etwas über die regionalen Gepflogenheiten? Der Schott ist ja nun kein offizielles
liturgisches Buch. Wo erscheint der Segen im 19. Jh.?
Was die Liturgie angeht stelle ich erneut die Frage, ob der Wettersegen abgeschafft ist oder noch optional
im novus ordae vorhanden ist. Danke an die Antwortenden! Fabianus
@Juergen Ist mir sehr recht, wenn wir uns siezen. Ich persönlich mag das in vielen Foren obligatorische
„Du“ auch nicht. Dort wird man schon angepflaumt, wenn man siezt. P.S.: Das kann man aber auch etwas freundlicher
und entspannter sagen. Macht einen doch einen besseren Eindruck, finden Sie nicht? Denn der „Duzer“ hat
ja auch einen Nicknamen Nichts für ungut, werter Juergen
China Meinetwegen war es auch im gekehrt. Ist ja wurscht wer nun wen angeschwärzt hat. Der Effekt ist
der Gleiche. –------ Und an den „Duzer“. Entweder wird hier konsequnt gesiezt oder geduzt. Da hier die
meisten das Duzen als falsch empfinden, da wir alle nicht im Sandkasten zusammen gespielt haben, sollten
wir auch beim Sie bleiben. Mit vielen hier will ich auch gar nicht im Sandkasten gespielt haben. Und der
Sandkasten mit dem Namen „kreuz.net“ ist ein „Sie-Sandkasten“. – Und das ist auch gut so.
@juergen: China Sie verwechseln da etwas: Es waren die Franziskaner, die die Jesuiten in Rom angeschärzt
und damit die China-Mission torpediert haben. Es waren die Jesuiten, die sich in ihrer Mission der Akkulturation
bedient haben (berühmtestes Beispiel: Pater Matteo Ricci, dem es gelang, zum Berater des chinesischen
Kaisers ernannt zu werden). Das hat den Franziskanern (und Dominikanern) nicht gepaßt.
@Juergen Ich denke, man sollte die theologische Kenntnis und das Interesse an den Zusammenhängen im „einfachen“
Volk nicht überschätzen. Was die von Dir angeprochenen christologischen Streitigkeiten angeht, so dürften
vor allem Schlagwörter im Volk verbreitet gewesen sein. Wir wissen von Arius, dass er seine Lehre publikumswirksam
verbreitete. „En pote hote ouk en“ – „Es gab eine Zeit, als es ihn (den Sohn) nicht gab“. Die Ruderknechte
sollen dies als Ruderrhythmus genutzt haben. Gregor von Nyssa nimmt das ganze in späterer Zeit ziemlich
aufs Korn: „Fragt man nach dem Wechselgeld, hält der Ladenbesitzer einen theologischen Vortrag über
den Gezeugten und den Ungezeugten; wenn man nach dem Preis für ein Laib Brot fragt, lautet die Antwort:
Der Vater ist größer als der Sohn“ u.s.w. Es ist unwahrscheinlich, dass die breiten Maße, ja überhaupt
alle Kleriker und Bischöfe, diese hochkomplexen Fragen exakt verstanden haben. Wenn in der Literatur
geschildert wird, dass selbst die Martkfrauen darüber streiten, dann wird das eher negativ gesehen und
kritisiert, weil man der Meinung ware, solche Diskussionen gehören nicht dorthin. Wenn man sich Predigten
eines Basilius etwa anschaut, dann sind diese meist so hochrhetorisch, dass sie wohl nur ein geringer
Teil des Publikums nachvollziehen konnte – im Zweifelsfall diejenigen, die derselben Bildungsschicht angehörten.
Soviel anders als heute war das auch in der Alten Kirche nicht. Man sieht es ja in der Presse. Ahnung
haben nur sehr wenige…
@Juergen / Nicht die Jesuiten haben die chinesischen Riten in Rom bekämpft – die anderen Orden haben
die chinesischen Riten der Jesuiten bekämpft und in Rom das Verbot gefordert!
Mission Chinas Die Franziskaner waren durchaus gewillt in der Landessprache zu missionieren und die Messe
zu feiern. Die Jesuiten haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie die Franziskaner
in Rom „angeschwärzt“ haben. Danach durfte nur noch in Latein missioniert werden. Die Chinamission ist
gescheitert. Ob sie nicht gescheitert wäre, wenn man sie nicht in Latein versucht hätte durchzuführen,
kann man nicht sagen. Aber wie sähe die Welt wohl aus, wenn sie aufgrund der Landessprache geglückt
wäre…?
@Toby Eine Liturgie in den germanischen Dialekten der damaligen Zeit zu entwickeln, hätte sicherlich
eines theologischen und sprachlichen Genies bedurft. Es gab früher durchaus Versuche, wie die Bibelübersetzung
des Arianers Wulfila ins Gotische. Aber als die Germanenherrscher ihre eigenen Reiche auf dem Boden des
Imperium Romanum gründeten, übernahmen sie die lateinische Sprache der Bevölkerung als Amts- und Verwaltungssprache.
Die Kirche hielt natürlich auch am Lateinischen als Liturgie- und Kirchensprache fest; die Kultur der
Kirche war eine rein lateinische. Was hätte man auch sonst für eine Sprache im Westen nehmen sollen?
Die Träger der Zivilisation und kirchlichen Strukturen in Gallien, Italien, Spanien waren ja zunächst
Romanen, während die Germanen nur eine dünne Schicht bildeten. Überdies war die lat. Kultur im 5. Jh.
natürlich auch gereift und hoch überlegen, denkt man an die lat. Verwaltungs- und Rechtssprache. Erst
813 wird vom Konzil von Tours angeordnet, dass die Predigt jeweils in der Volkssprache erfolgen sollte.
Die Liturgie bleibt lateinisch, übrigens das ganze Mittelalter hindurch. Erste Anfechtungen gibt es dann
bei den Katharern und dann in der Reformation. P.S.: In England hatte die Volkssprache eine größere
Bedeutung, aber die Liturgiesprache war Lateinisch, mit SIcherheit auch schon vor der durch Gregor d.
Großen eingeleiteten Mission.
@Fabianus Wenn es stimmt daß sich in der Frage ob Jesus dem Vater wesensgleich oder wesensähnlich war,
die Marktfrauen in Nicäa die Fische um die Ohren gehauen haben, muß man wohl sagen, daß die lat. Theologie
am Volk vorbei ging und niemanden wirklich interessierte – jedenfalls nicht in der Form wie zu Zeiten
als die Leute noch verstanden worum es ging. Es war etwas für elitäre Theologen, aber es ging dem Volk
am Ars… vorbei.
@Toby Eine sehr interessante Frage!Vielleicht wurde es einfach angenommen als Erbe und nicht versucht
es als aufgeklärte (die es damals ja nicht gab)irgendetwas „Neues“ zu schaffen, egal ob wahrheitsgemäß
oder nicht, Hauptsache Neu!
@ Maliems Dem Thema „Lateinische Liturgiesprache in der Mission“ mangelt es leider an umfangreicher wissenschaftlicher
moderner Bearbeitung. Auch der hl. Bonifatius, der Apostel der Deutschen, verwendete auf seinen Missionsreisen
durch Germanien das Römische Messbuch. Mich würde mal interessieren, wie er das geschafft hat, die neubekehrten
Germanen zur Teilnahme an den lateinischen Messen zu bewegen.
@maliems / Der chinesische Ritenstreit und die völlig widersprüchlichen Befehle des jeweiligen Papstes
finden sich in fast jeder Papst- und Kirchengeschichte. Dieses Kapitel zeigt einmal mehr, was für völlig
entgegengesetzte Entscheidungen in nicht-unfehlbaren Fragen verschiedene, aufeinanderfolgende Päpste
gefällt haben und ist ein ausgezeichnetes Argument gegen die Irrlehre einer unkatholischen Papalismusreligion.
@juergen Und diese, von Ihnen getroffene Aussage, lässt sich auf 5 Jahrhunderte ausbreiten? Hat die Kirche
eine falsche Liturgie gefeiert, wenn sie „am Volk vorbei ging“?Wenn es stimmt, dass die Liturgie, wie
Sie sagen, immer am Volk vorbei gibg, muss doch andauernd gegen diese opponiert worden sein. Da finde
ich aber nichts, sondern eher Zustimmung. Wenn man das alles vom heutigen Standpunkt beurteilt, fällt
so ein Urteil leicht,aber ich frage sie, ob man das generalisierend über 5 Jahrhunderte sagen kann.
Ritenstreit Vor Jahren habe ich mich zum chinesischen Ritenstreit eingelesen. Tatsächlich sieht auch
die ältere Literatur die Durchsetzung des Lateinischen durch die Franziskaner als missionsschädigend
an. Leider habe ich keine Literatur gefunden, die das anders sah. (Ich sage nicht „leider“, weil ich mit
dieser „Lateinkritik“ nicht leben könnte, sondern weil konträre Literatur auch einmal die andere Seite
kennen lernt und beide Standpunkte vergleichen kann.) –-- nebenbei, ohne dass ich Literaturangaben jetzt
nach über 10 Jahren machen könnte: Ich hatte eine lustige Aussage aus der Konzilszeit gefunden: Ein
Missionsbischof der 50er/60er erwähnte, dass der Wunsch nach Volkssprache in der Liturgie von den Afrikanern
nicht gestellt werde, und erwähnte nebenbei aus dem Brustton der Überzeugung (den Originalwortlaut habe
ich vergessen), dass das an mangelnder Reife liege. –-------- Dem Thema „Lateinische Liturgiesprache in
der Mission“ mangelt es leider an umfangreicher wissenschaftlicher moderner Bearbeitung. Mir ist keine
Arbeit begegnet, die die auf den ersten Blick eingängige These „Latein verhindert Mission“ kritisch hinterfragt
hat.
Latein VI Jeder, der ernsthaft Theologie studieren will und sich nicht nur mit seichteren Themen beschäftigen
will – ich nenne hier mal keine theologischen Fächer –, muss in der Lage sein, mit lateinischen Texten
umzugehen. Vom Ende des 2. Jh. bis auf den heutigen Tag gibt es eine schier unübersehbare Fülle an lat.
Texten: Vulgata, Kirchenväter, Scholastik, Kirchenrecht, Liturgie etc. Sehr viele Texte sind noch gar
nicht übersetzt. Aber auch sonst reichen Übersetzungen alleine nicht aus, wenn man mit wissenschaftlichem
Anspruch arbeiten will. Latein ist die Basissprache der Kath. Theologie. Hier wäre eine Neubesinnung
in der Theologenausbildung sehr wichtig, damit man wieder ad fontes gelangt. Theologie ist zum weitaus
größten Teil eine auf Quellenlektüre ausgerichtete Disziplin, und wenn man die wichtigste Quellensprache
der westlichen Theologie nicht beherrscht, bleibt einem viel verschlossen. Das gilt natürlich auch für
das Griechische und das Hebräische als der Sprachen der Hl. Schrift; beim Griechischen kommen die östlichen
Väter noch hinzu. Vom Umfang her überragen lat. Schriften die in diesen geschriebenen Sprachen verfassten
Texte allerdings um ein vielfaches.
Latein VI. Natürlich sprachen und sprechen viele Theologen Latein – keine Frage. Ich habe einige wissenschaftliche
Bücher aus dem 18. Jh. gelesen – die waren alle in Latein verfasst. Das war halt die Spracher der Gelehrten.
Deswegen nennt man Latein ja auch „Gelehrtensprache“. Aber das „gemeine Volk“ verstand sie nicht und versteht
sie nicht. Man muß auch mal genauer hinschauen, wie es zum Latein kam. Erst wurde die gemeine Volkssprache
in der Liturgie gesprochen – das Koine-Griechisch, das im gesamten Mittelmeerraum gesprochen wurde. Als
sich mehr das Latein als Volkssprache durchsetze, wechselte auch die Kirche zur „Volkssprache Latein“.
Dann wurde das festzementiert. Es gibt auch eine Aussage eines Papstes, daß nur die Sprachen „heilig“
seien, die auf der Tafel verwandt wurden, die über dem Haupte des Herrn am Kreuz befestigt war (Hebräisch,
Griechisch, Lateinisch). So hat man am Latein festgehalten, auch wenn die Leute es nicht verstanden. Im
Osten haben es Kyrill und Method geschafft eine einheitliche Liturgiesprache zu etablieren, die bis heute
verstanden wird (Kirchenslawisch). Eigentlich ist es ein Dialekt aus ihrer Heimat. Die Festzementierung
des Latein und das Verbot der Volkssprache waren auch verantwortlich für die gescheiterte Mission der
Chinesen durch die Franziskaner, die gerne die Volkssprache genutzt hätten, aber von den Jesuiten angeschwärzt
wurden… Latein war nicht immer segensreich!
@Libertas Ecclesiae …ganz von den Jugendmessen zu schweigen, die im Bistum Limburg auch gang und gäbe
sind. Wo einst die deutschen Kaiser gesalbt wurden, stehen jetzt Teelichter in Popcornbechern. Die größte
Zumutung im Dom ist aber eindeutig besagter Playmobil-Altar. Man hat mir allerdings gesagt, dass man ihn
schnell wieder entfernen könnte, wenn die Zeit dafür reif sei. Wir können nur beten, dass Genosse Tilmann
sich bald zur Ruhe setzt und dass der Nachfolger ein wahrer Katholik ist, der sich der Soutane und der
Messe im überlieferten Ritus nicht schämt.
Köstlich Es handle sich um einen Sonntagsgottesdienst „wie im 7. Jahrhundert“ Damit hat der Sprecher
der Hessenschau die zentrale Aussage der Alt-Messler ja schon verinnerlicht
Latein V „Nur die wenigsten verstehen Latein so gut, daß sie es wirklich verstehen“ Darüber ist viel
geschrieben worden und nachprüfen kann es wohl keiner. Deshalb möchte ich nicht allzusehr widersprechen.
Widerspruch aber bzgl. den Theologen. Logo gab’s Theologen, die sprachlich nicht sehr begabt waren, aber
im kirchlichen und wissenschaftlich-theologischen Leben z.b. der Neuscholastik war Latein so selbstverständlich,
dass es jeder durschnittliche Kleriker verstand.
Womit wurde denn durch die Jahrhunderte das Latein als Sprache in der Liturgie gerechtfertigt? Oder kamen
solche neuen Gedanken plötzlich erst in den 60 ‘ern auf?
Latein IV Nur die wenigsten verstehen Latein so gut, daß sie es wirklich verstehen. Ein paar Standardgebete
können viele auswendig und kennen auch die dt. Übersetzung. Aber damit können und verstehen sie noch
lange kein Latein. –----- Der Priester, der mir das erzählte war übrigens Edward G. Farrugia. www.pio.urbe.it/autorita.htm
@ chancel_screen Auch die schwule Minderheit kommt in Frankfurt voll und ganz auf ihre Kosten: www.psk-ffm.de/termine.htm
Das sind natürlich allesamt Messfeiern im Novus Ordo, versteht sich
Latein III. Ich sehe das Latein pragmatisch. Es ist einfach praktisch. und wer da meint, noch praktischer
sei heute Englisch: Nein. Mit Latein als Sprache der Ki verstehe ich genauso die Vulgata/Liturgie/wissenschaftliche
Literatur des 18.Jh./Briefe des hl. Augustinus/Die Summa des Thomas. Das ist mit Englisch nicht der Fall.
Eine Enzyklika in Englisch: OK, aber eine Enzyklika im Englisch Shakespears? Eine deutsche Enzyklika.
Gut, aber im Deutsch Luthers/des Barocks usw. ?
Latein II. …aber drückt das Latein, als Sprache, welche nicht mehr im weltlichen Gebrauch ist, nicht
am Besten und würdevollsten das Mysterium aus? Nein. Ein Priester erzählte mir mal, daß er, da die
Kirche ja katholisch (allumfassend) sei, er die Messe in verschiedenen Sprachen lesen würde, je nachdem
wo er sich gerade aufhält (Englisch, Italienisch, Französisch,…); sein Stundengebet aber auf Arabisch
beten würde und den Rosenkranz auf Griechisch. Vielleicht muß man wirklich etws polyglott sein, um zu
verstehen, was katholisch auch meint…
Herr Tilmann hat sonst nichts gegen Minderheiten einzuwenden An Sonntagen wird der Frankfurter Dom der
kroatischen „Minderheit“ auch zur Verfügung gestellt. Gegen dieses „Minderheitenphänomen“ hat Herr Tilmann
aber nichts einzuwenden. Problematisch sind „Minderheiten“ nur dann, wenn es sich um altgläubige Katholiken
handelt. Herr Tilmann ahnt wohl, dass seine Tage (und die seines potthässlichen Playmobil-Altars, mit
dem er den Dom verschandelt) gezählt sind. Im ehrwürdigen Dom St. Bartholomäus zu Frankfurt wird man
den tridentinischen Ritus früher oder später wieder zelibrieren, daran kann Herr Tilmann mit seinem
antikatholischen Auftreten nichts ändern. Für ihn ist die Domgemeinde ohnehin nur ein SPD-Ortsverband.
@Defensor Es wird ihnen ja auch leicht gemacht. Jeder kann mitmachen ohne sich vorher umfassend mit der
Liturgie auseinandergesetzt zu haben. Dabeisein ist alles. Theorie und so ein Kram interessiert doch keinen
mehr. Ne schöne Show-das ist wichtig.
@ Gotthard: Frommer Wunsch… Es waren jedenfalls keine bösen Mächte am Werk – sondern der tiefe Wunsch
und die tiefe Sehnsucht der Gläubigen, die hl. Messe besser verstehend mitzufeiern. Na wenn das so ist,
dann müssten die Katholiken von heute ja geradezu ein Heer von Experten in liturgischen Fragen sein.
Leider ist davon jedoch weit und breit nichts festzustellen. Es gibt wohl nur wenig, wovon die „modernen“
Katholiken so wenig Ahnung haben wie von Liturgie. Ganz besonders gilt dies im übrigen für die Gebiete
Deutschlands, wo die Liturgie am freiesten begangen wird und wo garantiert kein Latein verwendet wird.
@ Fabianus kursiv]heute die meisten die deutschen texte genauso gedankenlos mitbeten wie diejenigen, welche
das Latein nicht beherrschten. Gut, es wird ihnen die Gelegneheit gegeben, aber drückt das Latein, als
Sprache, welche nicht mehr im weltlichen Gebrauch ist, nicht am Besten und würdevollsten das Mysterium
aus?[kursiv] Richtig! Wie sagt mal jemand? „Früher haben die Leute die Messe nicht verstanden, aber sie
haben verstanden, was die Messe ist. Heute verstehen die Leute die Messe, aber sie verstehen nicht mehr,
was die Messe ist.“ Ihr Ziel einer bewussteren Beteiligung der Gläubigen hat die Liturgiereform jedenfalls
in der Praxis weitgehend verfehlt. Es kommt nicht nur auf die Papierform an, sondern auf die tatsächlich
praktizierte Form, auf das, was die Leute Sonntag für Sonntag am Altar erleben und wie sie es mitvollziehen.
Das, was man da erleben kann, ist teilweise sehr erschreckend.
als ob nicht heute die meisten die deutschen texte genauso gedankenlos mitbeten wie diejenigen, welche
das Latein nicht beherrschten. Gut, es wird ihnen die Gelegneheit gegeben, aber drückt das Latein, als
Sprache, welche nicht mehr im weltlichen Gebrauch ist, nicht am Besten und würdevollsten das Mysterium
aus?
@ Gaduale Triplex Die Bedeutung hängt am Ritus, nicht an der Sprache. Richtig! Wie ich schon an anderer
Stelle schrieb, werden beim praktischen Vollzug der weitaus meisten Novus-Ordo-Messen eben jene Elemente
unterdrückt, die den ordentlichen Usus mit dem außerordentlichen Usus des römischen Ritus verbinden
würden und sozusagen die Unterschiede zwischen beiden Formen der Liturgie zumindest im phänotypischen
Sinn nicht so stark zum Vorschein treten lassen würden: die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und
Volk, die Verwendung des Römischen Kanons als Regelform, die Praxis der Mundkommunion als Regelform,
der Gebrauch der lateinischen Sprache. Es ließen sich noch weitere Beispiele anführen. Warum werden
diese verbindenden Elemente in den weitaus meisten Gemeindemessen in Deutschland weitgehend vermieden?
Um die heute gewohnheitsmäßig eingebürgerte, aber keineswes vom Konzil oder sonstwie „angeordnete“
NOM-Praxis mit „Volksaltar“ (99 %), Zweitem Hochgebet (90 %), Handkommunionzu (95 %) etc. zu durchbrechen,
wird es sicher noch sehr viel Überzeugungsarbeit geben müssen. All das ist gegenwärtig absolutes Tabu.
Will man etwa sin dieser Rictung auch nur ansatzweise bewegen, wird man mit den üblichen Vorurteilen
und Verdächtigungen („Rückwärtsgewandtheit“ etc.) überhäuft. Albert Einstein hat sehr treffend gesagt:
„Es ist leichter ein Atom zu spalten als ein Vorurteil.“
@graduale Meines Wissens stellte mit dem 2. Vat die Messe in der Muttersprache zunächst eine Option dar,
die dann bis in die Gegenwart zur Regel geworden ist. Warum wohl? Es waren jedenfalls keine bösen Mächte
am Werk – sondern der tiefe Wunsch und die tiefe Sehnsucht der Gläubigen, die hl. Messe besser verstehend
mitzufeiern. Es war eine Entwicklung der Liturgie – beginnend mit der liturgischen Bewegung.
Außenwahrnahme und fehlende Begriffsklarheit Ich würde allen, die sich hier äußern, zunächst empfehlen,
sich das Video der hessenschau einmal im Original anzusehen. Die Statements, die dort seitens der Redaktion
fallen, stellen leider die momentane Außenwahrnahme der tridentinischen Messe dar. Meines Erachtens lohnt
es sich, einmal darüber nachzudenken, warum die Außenwahrnahme sich denn so gestaltet. Zum anderen sehe
ich ein ganz großes Defizit, welches nicht nur den Videobeitrag überzeichnet, sondern überhaupt die
Debatte der letzten Wochen bestimmt: „der Papst genehmigt die lateinische Messe…usw.“ Aber was bedeutet
eigentlich nun „lateinische Messe“? Was damit nun genau gemeint ist, wechselt in jedem Beitrag hin und
her. Die Bedeutung hängt am Ritus, nicht an der Sprache. Viel Weihrauch und viel Latein (siehe Artikel
oben)…ist das nicht für beide Formen zutreffend? Meines Wissens stellte mit dem 2. Vat die Messe in
der Muttersprache zunächst eine Option dar, die dann bis in die Gegenwart zur Regel geworden ist. Man
hört es heraus: Es besteht an allen Enden Bildungs- und Klärungsbedarf, wenn die Befürwortung der tridentinischen
Form für die Gläubigen kein numinoses Bauchgefühl bleiben soll.
Das tiefe stille Gebet… kann die Mehrfachmutter aber auch jederzeit ohne Messe haben, oder fühlt sie
sich dabei nur geborgen, wenn sie von einem rituellen Prozedere stimuliert wird?
@ Typ Wie nicht anders zu erwarten, unterschlagen Sie dabei, dass das „legitime Recht“ („rechtmäßiges
Recht“???) seine Grenzen in den „legitimen Rechten“ der anderen Gemeindemitglieder findet – wie das Motuproprio
sehr deutlich herausgestellt hat. Sehr interessant, wie jetzt ausgerechnet die Liberalen, die sich sonst
kaum um Recht und Gebote scheren, das Motu proprio restriktiv auszulegen versuchen! Wenn 18 Schwule ihre
Sonntagsmesse einfordern, ist das kein Problem, bei unbescholtenen Gläubigen, die die Messe in ihrer
legitimen außerordentlichen Gestalt feiern wollen, gibt es aber plötzlich 1000 Schwierigkeiten, die
„Bedarfsfrage“ wird plötzlich gestellt, vor Spaltung und Unruhe in den Gemeinden wird gewarnt usw. Das
ist mehr als ungerecht! Hier findet sich genau jene „seltsame, unserer Zeit eigentümliche Verdrehung“,
„die von der Unschuld verlangt, sich zu rechtfertigen“, wie es Albert Camus formuliert hat.
Mehr- und Minderheiten Warum sollte für „Triditentiner“ nicht möglich sein, was den Schwulen offiziell
gewährt wird? Vielleicht gibt es von der zweitgenannten Gruppe mehr Leute als von der erstgenannten Gruppe
in Frankfurt…
@ Libertas: VORSICHT! Es geht hier nicht um die Quantität. Es geht darum, dass der Gruppe von Gläubigen,
die dem alten Ritus verbunden ist – und sei sie auch noch so klein – ihr legitimes Recht zuerkannt wird,
die Messe in ihrer traditionellen Gestalt auch sonntags feien zu dürfen. Wie nicht anders zu erwarten,
unterschlagen Sie dabei, dass das „legitime Recht“ („rechtmäßiges Recht“???) seine Grenzen in den „legitimen
Rechten“ der anderen Gemeindemitglieder findet – wie das Motuproprio sehr deutlich herausgestellt hat.
Wenn die kleine, stabile Gruppe also nur aus 3 Leuten besteht, hat diese Gruppe selbstverständlich kein
„legitimes Recht“ (??), dass dafür die Vorabendmesse mit 50 Gläubigen oder das Hochamt mit 100 Gläubigen
abgeschafft wird. Es wird also – vermutlich auch bald in Frankfurt – eine tridentinische Sonntagsmesse
geben (sofern sich ein dafür geeigneter Priester findet – also kein suspendierter!), und wenn die Kirche
da überfüllt sein sollte, dann dürfen Sie auch weiter nach „legitimen Rechten“ von 3 Hanseln in der
Pfarrei XY fragen.
Kann ich nur unterstreichen!! „Benedikt ist einer, der gerne klar und deutlich katholisch ist. Er ist
mutiger, unbefangener, in manchen Dingen rücksichtsloser katholisch als seine Vorgänger.“ Joh. Dyba
hätte gesagt er ist „unverschämt katholisch“ o^/
@ juergen Wahrscheinlich gibt es in Frankfurt auch nur eine Werktagsveranstaltung für irgendeine afrikanische
Naturreligion –- und das bei 660.000 Einwohnern. Ein Skandal! Was Sie nicht sagen! Die Teilnahme an der
Sonntagsmesse ist sozusagen konstitutiv für das geistliche Leben eines katholischen Christen. Immerhin
gibt es in Frankfurt jeden Sonntag um 18:30 Uhr eine offizielle Schwulenmesse in Maria Hilf: www.psk-ffm.de/termine.htm
Warum sollte für „Triditentiner“ nicht möglich sein, was den Schwulen offiziell gewährt wird?
@Libertas Ecclesiae Wahrscheinlich gibt es in Frankfurt auch nur eine Werktagsveranstaltung für irgendeine
afrikanische Naturreligion –- und das bei 660.000 Einwohnern. Ein Skandal! Wozu steht wohl die Zahl von
660.000 im Artikel? Doch wohl dazu zu suggerieren, daß 660.000 Leute nach der alten Messe schreien. Manipulative
Berichterstattung nenne ich sowas.
Hier gibts neues Papst Benedikt ist im RAI zu sehen auf einem Videoflim der sich mit einem ganzen Tagesablauf
beschäftigt: www.media.rai.it/mpmedia/0…73,00.html Dauer des Films ca. 48 Minuten, darin wird auch
der Türkenbesuch und die Päpste resp. und deren Wahl kurz gezeigt: Johannes 23, Paul 6, Kurzfilm über
Pius 12, dann die Wahl Johannes Paul 1 und 2, und vieles mehr, viel Freude beim ansehen, es lohnt sich
:)3
@ juergen Es geht hier nicht um die Quantität. Es geht darum, dass der Gruppe von Gläubigen, die dem
alten Ritus verbunden ist – und sei sie auch noch so klein – ihr legitimes Recht zuerkannt wird, die Messe
in ihrer traditionellen Gestalt auch sonntags feien zu dürfen.
Katholikenzahlen In Frankfurt gibt es bislang wöchentlich nur eine Alte Messe – am Mittwoch abend. Die
Stadt hat mehr als 660.000 Einwohner. Aber die 660.000 Frankfurter sind wohl kaum alle katholische und
rufen nach der alten Messe. Unter der Überschrift Frankfurt wird immer mehr zur multireligiösen Metropole
schreibt am 07.03.2006 die Diözese Limburg: …Heute sind Katholiken mit 155300 und Protestanten mit
148100 Mitgliedern zwar fast gleichauf, zusammen machen sie aber nur noch etwas mehr als 50 Prozent der
Frankfurter aus. 12 Prozent oder 74800 Einwohner bekennen sich zum Islam, 2,3 Prozent oder 14000 zu anderen
Weltreligionen und knapp 30 Prozent sind freireligiös oder gehören keiner religiösen Gruppe an… Quelle:
…rankfurt.bistumlimburg.de/index.php?_1=114294&_0=1…
Bedarf gedeckt? Der Frankfurter Stadtdekan Raban Tilmann glaubt nicht, daß viele Katholiken für die
Alte Messe eintreten werden. Hw. Tilmann kennt keine altgläubige Gruppe, die unzufrieden ist und bei
der bisherigen Regelung nicht zum Zuge gekommen wäre. Na ja, entscheidend für die traditionsverbundenen
Gläubigen im Großraum Frankfurt wäre doch eine regelmäßig gefeierte Sonntagsmesse im alten Ritus.
Mit einer Werktagsmesse am Mittwochabend ist dem berechtigten Anliegen dieser Gläubigen mit Sicherheit
nicht Genüge getan.