Alte Messe
Neues ab der ersten Wallfahrt
In der Pfarrei Tann – in der Nähe des Geburtsortes des gegenwärtigen Papstes – wird es bei nächster Gelegenheit etwas geben, was es schon lange nicht mehr gab.
Pfarrkirche Tann
Pfarrkirche Tann
© Pfarrei Tann
(kreuz.net, Tann) Er empfinde es als göttliche Fügung, daß das Motu Proprio „Summorum Pontificum“ gerade zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September in Kraft tritt.

Das erklärte der Pfarrer von Tann, Hw. Anton Morhard, auf Anfrage vor ‘kreuz.net’.

Der niederbayerische Markt Tann befindet sich 10 Kilometer nordöstlich von Marktl am Inn, dem Geburtsort von Papst Benedikt XVI. Die Pfarrei gehört zum Bistum Passau.

Zur Vigil des Festes Kreuzerhöhung war schon seit längerem der Vorabendgottesdienst des „Ersten Tanner Wallfahrtstages“ als lateinische Messe vorgesehen.

Doch jetzt hat das päpstliche Motu Proprio eine kleine Änderung des Programms bewirkt.

Zur Feier dieses außergewöhnlichen Tages wird nämlich Pater Otto Maier von der Gemeinschaft ‘Servi Jesu et Mariae’ die Messe in der überlieferten Form des römischen Ritus zelebrieren.

Der Gottesdienst soll ein Dank an den Heiland sein, dessen wundertätige Kreuzesdarstellung am Tanner Hochaltar – volkstümlicher „Herrgott von Tann“ genannt – im Zentrum eines intensiven Gebets um die Alte Messe gestanden ist, das von einer Gruppe innerhalb der Pfarrei ausging.

Jetzt ist Pfarrer Morhard dem Heiligen Vater und seinen treuen Anhängern der klassischen Römischen Liturgie gegenüber voll Dankbarkeit:

„Diese Gläubigen sind der überlieferten Form der Messe seit langem verbunden. Darum bildete sich schon vor Jahren eine Gruppe heraus, mit der ich ab dem Fest der Kreuzerhöhung 2007 nicht nur wie jetzt am Freitag, sondern auch sonn- und feiertags »in usu antiquiori« feiern werde.“

Zum Ersten Tanner Wallfahrtstag am 14. und 15. September 2007 und zu den Sonntagsmessen im Alten Ritus ab September 2007 sind auswärtige Gläubige herzlich eingeladen.
      
22 Lesermeinungen
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#22   juergen   15:15:07 | Dienstag, 24. Juli 2007
Gibt es demnächst beides?
Darum bildete sich schon vor Jahren eine Gruppe heraus, mit der ich ab dem Fest der Kreuzerhöhung 2007 nicht nur wie jetzt am Freitag, sondern auch sonn- und feiertags »in usu antiquiori« feiern werde.
Läßt er dafür eine andere Messe in der ordentlichen Form ausfallen? Oder gibt es demnächst gar nur noch die außerodentliche Form?
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#21   Expeditus   15:09:39 | Dienstag, 24. Juli 2007
Wallfahrt
Es wäre eine große Freude für mich, wenn in den diversen (großen) Wallfahrtskirchen, die überlieferte Messe regelmäßig gelesen wird. Ich könnte es mir sogar sehr gut in Mariazell vorstellen. Der Gnadenaltar ist ja schließlich für die überlieferte Messe geschaffen worden. :-]
Wenn ich da an den dort neugestalteten Hochalterbereich denke, kommt mir das Weinen. :'(
„Maria mit dem Kinde lieb, und dazu deinen Segen gib!“
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#20   Graf von Galen   23:16:03 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Wider VII
Herzlichen Dank an diesen mutigen Pfarrer.
Möge der Herr es ihm und seinen Mitbetern vergelten.
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#19   Maurice Corvisier   21:58:07 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Werter Montfalcone, „an einem Ort gelandet, der dem früheren quasi spiegelbildlich entspricht“
wäre, wenn es z.B. dem Weg Mahlers entspräche, ausgesprochen traurig- ich gebe damit zu, darüber nicht informiert zu sein.
Wie Sie zu Recht sagen: das ändert nichts am Wert jener Publikation.
Freundliche Grüße!
MC
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#18   Montfalcone   21:52:43 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Vielen Dank, MC, ich…
… kann das so einordnen. (Ich habe selbst über Maschke und seine Wandlung auch zum ersten Mal im Wohnzimmer in Plettenberg-Pasel gehört.) Ich denke, danach ist Maschke leider übers Ziel hinausgeschossen und nicht dort stehengeblieben, wo es wünschenswert gewesen wäre – und an einem Ort gelandet, der dem früheren quasi spiegelbildlich entspricht, leider. Über JDC und die Akademie-Ausgabe sind wir uns jedenfalls einig. Die Verwendung der Zitate von dort durch Erik R. von Kuehnelt-Leddihn in seinem Demokatie-Büchlein kennen Sie sicher? Sie hat viele Leser zu diesem doch leider etwas entlegenen Werk hingeführt (und ist auch sonst sehr zu empfehlen).
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#17   Maurice Corvisier   20:47:20 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Maschke, werter Montfalcone, war
einer der entschlossensten 68er. Er hat dann „die Kurve gekriegt“ und erkannt, welch eine Sackgasse die „linke Denke“ ist. Ich meine, gehört zu haben (Sie merken die Unsicherheit, ich habe trotzdem ein ganz gut assoziativ arbeitendes Gedächtnis), daß ein Kontakt mit dem großen Carl Schmitt einer seiner Wendepunkte war.
Seine Einführung „Endzeit, Zeitendende“ zum Essay von Cortès jedenfalls ist grundgenial und Cortès angemessen.
Les plus hautes cimes… Pardon, ich kann es nicht lassen.
Gruß!
MC
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#16   Montfalcone   20:14:12 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@MC re Maschke
Was wäre denn die „ganz, ganz“ andere Seite zu der Maschkes aus der Periode der (in der Tat doch recht guten) Donoso Cortés-Ausgabe? Das würde mich wirklich interessieren. Schmitt nicht, wenn ich Ihr vorletztes posting richtig interpretiere. Die „Kommune Wien“ / Kuba / 68? Das wäre für mich höchstens die „ganz“ andere Seite.
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#15   Maurice Corvisier   19:42:15 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Danke, Pünktchen, für die Ergänzung – ich
hatte ihn in der Eile des Aufbruchs (war heute „aushäusig“) ebenso nicht erwähnt wie Donoso Cortès, dessen „Essay über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus vor einiger Zeit beim Akademie Verlag erschienen ist. Sie werden den Essay kennen – übersetzt, kommentiert und herausgegeben ausgerechnet von Günter Maschke, den meine Generation noch auf der ganz, ganz anderen Seite gekannt hat.
Womit gezeigt ist, daß nicht alle Fälle hoffnungslos sind.
Mit bestem Gruß!
MC
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#14   ExBochumer †   17:58:35 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Wer spielt eigentlich wen gegen andere aus?
Das kann doch nur der LANDORGANIST sein.
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#13   maliems   12:12:22 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@@Typ
Dann müsste kreuz.net auch mit derselben Konsequenz…
Lessing: Niemand muss müssen
Es ist müßig darüber zu spekulieren, was kreuz.net „müßte“.
Ich müßte auch mal das Auto waschen, XY zurückrufen, meine Steuer machen…
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#12   landorganist   11:54:33 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@Klein Moritz
Sie sind im Irrtum! Ich freue mich für jeden, der nun die Möglichkeit wahrnehmen kann, den Gottesdienst zu besuchen (ich glaube die Tradis sprechen von „beiwohnen“), den er für seine persönliche Frömmigkeit präferiert und den er in Einheit mit Papst und Kirche mitfeiert. Und ich freue mich, dass den Pius-Hanseln das Feigenblatt ihrer reaktionären Forderungen entrissen wurde. Der Wolf im Schafspelz ist enttarnt!
Also Freude über Freude!!! Das hat B. XVI. wirklich gut hinbekommen!
Das nun beide Riten gegeneinander ausgespielt werden, ist die erwartete Reaktion der Fundamentaltradis, die sich z. B. hier tummeln. Deren Meinung und Gewicht ist aber zu vernachlässigen.
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#11   Typ   11:37:55 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@ maliems
Da steht überall etwas von „verschwindender Minderheit“. Wenn das stimmt, dann ist eine neu eingerichtete alte Messe etwas besonderes, über das berichtet werden sollte.
Dann müsste kreuz.net auch mit derselben Konsequenz über die Gemeinden berichten, die die Tagzeitenliturgie kultivieren. Das ist nämlich auch nur eine verschwindende Minderheit – trotzdem ist das, was sie tut, nicht nur erlaubt, sondern sogar geboten.
Aber halt: Womöglich machen die das ja auch Deutsch – dann gehören sie natürlich ins Gas! Oder ohne Priester und ein Laie spricht den Segen – ab nach Auschwitz! :-S
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#10   iustus   11:31:38 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@Tridentinus
Eine sehr gute Formulierung: „neue Messen nach dem Messbuch des Sel. Johannes XXIII“ ^-^ !
Gell :-]
So werden die Alten die Neuen sein und die Neuen die Alten. ^-^
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#9   maliems   11:20:01 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Soll jetzt hier über jede Messe im alten Ritus berichtet werden?
Ich finde schon, dass dies zum eigenen Anspruch von kreuz.net gehört, jedenfalls in der Anfangsphase. Ich bin gestern nach meinem Urlaub mal die Hälfte der dt. Kirchenzeitungen zum MP durchgegangen.
Da steht überall etwas von „verschwindender Minderheit“. Wenn das stimmt, dann ist eine neu eingerichtete alte Messe etwas besonderes, über das berichtet werden sollte.
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#8   Pünktchen   11:11:46 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Maurice
Ich möchte noch Nicolás Gómez Dávila erwähnen, der sich stolz als „reaktionär“ bezeichnet hat. Die „andere Bibliothek“ hat eine recht schöne Sammlung von Aphorismen herausgegeben (zusammengestellt von M. Mosebach) unter dem Titel: „Das Leben ist eine Guillotine der Wahrheiten www.glanzundelend.de/…gomezdavilanotas.htm“.
Sehr bekannt wurde sein Spott über eine Kirche, die „mit der Zeit gehen“ will:
„Die Religion entstand nicht aus der Dringlichkeit, soziale Solidarität zu garantieren, noch wurden die Kathedralen errichtet, um den Tourismus zu fördern“.
„Da die Kirche nicht erreicht hat, daß die Menschen tun, was sie lehrt, lehrt die Kirche heute das, was sie tun.“
Und schlimmer noch:
„Sie wollte der modernene Welt die Arme öffnen und spreizte die Beine.“
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#7   Maurice Corvisier   10:41:59 | Donnerstag, 19. Juli 2007
„Ist Reaktion ein Grund zur Freude?“, fragt JohannesD.
Ja!!
Lesen Sie Haller, de Bonald, Joseph de Maistre, Robert Mäder, Jean Ousset und, nicht zu vergessen, den großen Jünger, dann können Sie Ihre Denkprothesen wegwerfen!
Und dann noch die Messe aller Zeiten… Herz, was begehrst du mehr? Vom Verstand gar nicht zu reden.
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#6   Tridentinus   10:20:34 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@iustus
Eine sehr gute Formulierung: „neue Messen nach dem Messbuch des Sel. Johannes XXIII“ ^-^ !
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#5   Celebration   10:19:42 | Donnerstag, 19. Juli 2007
@Maurice Corvisier
Ist Reaktion ein Grund zur Freude? :-!
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#4   Maurice Corvisier   10:12:30 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Landorganist ist
‘ne fiese Möpp, der sich über unsere große Freude grün, gelb und schwarz ärgert.
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#3   iustus   10:11:46 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Noch nicht!
Soll jetzt hier über jede Messe im alten Ritus berichtet werden? Langweilig!
Noch sind es ja so wenige neue Messen nach dem Messbuch des Sel. Joh. XXIII, dass sich die Berichterstattung lohnt. Vielleicht werden es ja tatsächlich so viele weitere, dass die Berichterstattung langweilig wird. ;-)
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#2   Tridentinus   10:03:48 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Grossartig!
Das fördert sicher auch die Wallfahrt!
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#1   landorganist   10:03:48 | Donnerstag, 19. Juli 2007
Soll jetzt
hier über jede Messe im alten Ritus berichtet werden? Langweilig! Warum wird eigentlich nicht mal über den „Kirchenaustritt“ vom Zapp berichtet?
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