Tankstellen, Toilettenhäuschen und Fabrikgebäude aus den 50er Jahren stehen auf der Denkmalliste der Stadt Bochum. Aber die Marienkirche?
(kreuz.net, Essen) Über der Marienkirche in Bochum hängt immer noch die Abrißbirne. Das berichtete
der Bochumer ‘Stadtspiegel’ am 14. Juli.
Der Förderverein ‘Pro Marien Kirche’, der sich für das Gotteshaus
einsetzt, ist in Panik. Seit Jahren fordert der Verein, daß die Stadt die inzwischen säkularisierte
Kirche unter Denkmalschutz stellt.
Doch der jüngste Brief der Bochumer Oberbürgermeisterin, Ottilia
Scholz, gibt keinen Anlaß zur Freude.
Anfang Mai wendete sich der Förderverein an die Oberbürgermeisterin
und forderte sie erneut auf, die Kirche sofort unter Denkmalschutz zu stellen.
Diese Forderung wurde
durch ein Gutachten des Kirchenbaurates Dr. Ing. Gerhard Pasch aus Leipzig unterstützt.
Die Antwort
der Oberbürgermeisterin alarmierte den Verein: „Die Oberbürgermeisterin negiert das Gutachten von Dr.
Pasch völlig. Sie lehnt den Denkmalschutz für die Marienkirche weiterhin ab“ – erklärt ein Vertreter
des Vereins.
Der Vorstand vermutet außerdem, daß der örtliche
Bochumer Klerus – der für einen Abriß der Kirche ist – Einfluß auf die Stadtbehörden besitzt.
Für
seine Vermutung zitiert der Förderverein aus dem Brief der Oberbürgermeisterin:
„Parallel dazu ist
auch die Variante zu prüfen, was passiert, wenn sich niemand findet, der ökonomisch die berechtigten
Interessen der katholischen Kirche befriedigen will und somit das Gebäude selbst zum Hindernis für die
Vermarktung wird.
Vor dem Hintergrund einer möglichen wirtschaftlichen Unzumutbarkeit bliebe aus Sicht
der Stadt Bochum letztendlich nur der Weg über den Abriß und die dann anschließende Neubebauung.“
Von einem Abriß will der Förderverein nichts wissen. Für ihn ist die Marienkirche unbestritten ein
Denkmal.
Das ergibt sich für ihn zum Beispiel aus der einzigartigen Stellung der Kirche zur Zeit des
Kulturkampfes und ihrer Bedeutung für die Entwicklung der ersten Bochumer Stadterweiterung.
Den Zweiten
Weltkrieg überlebte die Kirche dagegen mit Mühe: Nur der siebzig Meter hohe Kirchturm blieb wie durch
ein Wunder vollkommen unversehrt.
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Die Kirchen sind die herausragendsten architektonischen Meisterwerke, die die alten Europäer jahrhundertelang
hervorgebracht haben. Das prägendste Element Europas sind bis heute die vielen Kirchenbauten als architektonisches
Zentrum jeder Stadt und der Dörfer. Von einem Europa ohne Kirchen bliebe baumäßig wenig übrig, von
den Regierungs- und Verwaltungshäusern in den Haupt- und Verwaltungsstädten abgesehen, und es wäre
dann auch optisch ein Erdteil ohne Gott (so wie dies die KP hinter dem Eisernen Vorhang mit ihren neuen
Wohnbezirken 1945-1989 errichtete).
Warum kommen nicht genügend Menschen ins Heiligtum (Gotteshaus) Diese Frage sollten die Bischöfe zur
größten Unruhe veranlassen. Anstatt Stellen wegzustreichen, müssten diese hohen Kirchenfunktionäre
einmal nachdenken wie man wieder die Menschen zur Kirche zurückführt. Aber sie besitzen keinen heiligen
Geist mehr – sind verlassen von ihm bei ihrem Lebenswandel. Davon spricht keiner dieser Kirchenfunktionäre –
überhaupt nicht Herr Felix Genn der dem Bistum Essen als „Bischof“ vorsteht. Besondere Schuld trägt
der amtierende Generalvikar Hans-Werner Thönnes. Ein schlechter Hirt – der seine Schafe in die Irre schickt.
Geld ist genug da um die Marienkirche orginal nochmal zu erbauen! Die Kirche besitzt etliche Grundstücke
mitten in der City – Einahmen über Einnahmen die allmonatlich das „Geldsäckel“ füllen. Der Grund und
Boden ist es auf dem die Marienkirche steht – der schnöde Mammon – die Geldgier und Habgier hat das Hirn
der Verantwortlichen schrumpfen lassen.! Bei den amtierenden „Priestern“ und Bischöfen ist es doch kein
Wunder, wenn immer mehr Menschen den Kirchen fernbleiben. Wer will sich denn dieses „abstossende“ Geschwätz
innerhalb der Veranstaltung von den schlechten Schauspielern noch anhören. Die Jugend ist sehr feinfühlig –
sie sucht Halt – der bei dieser bestehenden Personalkonstellation nur seltenst anzutreffen ist. WARUM
KOMMEN DIE MENSCHEN NICHT MEHR ZUM GOTTESHAUS – das müssen sich die Bischöfe & Kardinäle fragen! Auch
„Bischof“ Dr. Felix Genn könnte sein Ansehen nur noch retten – wenn er zurücktritt.
@ Montfalcone Kosten sind immereine Frage der Priorität, nichts weiter… Stimmt. Anscheinend haben selbst
die Gläubigen andere Prioritäten gesetzt. Denn alleine ihre Aufgabe wäre es, das Gotteshaus zu erhalten.
Anderer Menschen Aufgabe ist es nicht.
@ KK: Das wird behauptet. Stimmt es aber? Und wie lange ließe sich da aushalten? Kosten sind immereine
Frage der Priorität, nichts weiter… Außerdem stellt sich dann die Frage: Wenn die Kirche (zeitweise)
leer bleibt, warum? Was kann man da machen? Es erschiene mir sinnvoller, in diese Richtung weiterzudenken…
Das Problem, Montfalcone scheint ja aber genau das zu sein: Nicht genug Menschen benutzen das Gotteshaus.
Also ist ihre Forderung schön aber eben sehr Realitätsfern.
@ Montfalcone Verlassene Altäre werden von Dämonen bewohnt“. (Ernst Jünger). Darüber sollte man einmal
nachdenken… Einfachste Massnahme also: Abreissen.
„Verlassene Altäre werden von Dämonen bewohnt“. (Ernst Jünger) Darüber sollte man einmal nachdenken…
abgesehen von aller kunstgeschichtlichen und städtebaulichen Barbarei.
Für die Marienkirche gibt es mehrere finanzierbare und raumreversible Umnutzungsvorschläge Es gibt mehrere
raumverträgliche und reversible Umnutzungsvorschläge für die Marien Kirche. Obendrein sind diese finanzierbar
und tragen sich anschließend selbst. In Bochum geht es um nur das „Filetgrundstück“ – um nichts anderes
und da geht man über Lei…wenn erforderlich. Ob die Oberbürgermeisterin Ottilia Scholz die Abrissgenehmigung
wohl schon unterschrieben hat. Dem Papier nach ist sie ja katholisch. Leider gibt es zuwenige Christen –
diese würden kämpfen – koste es was es wolle. DIE KIRCHE zerstört sich selbst – durch die momentanen
Kirchenfürsten.
Eben, Gilbert Das Problem bei Kirchen ist ja auch noch, dass sie, wenn stehengelassen und unter Denkmalschutz,
kaum eine andere Nutzung erlauben. Zuerst natürlich wegen ihrer Architektur. Ein einzelner hoher Raum.
Wenn keine oder zu wenig Gläubige das Teil nutzen, dann kostet es nur und bringt keinen Nutzen. Fabrikgebäude
hingegen kann man für alles mögliche nutzen, z.B. Ausstellungen, Jugendräume, Künstlerwerkstätten,
usw. Sie sind nicht auf eine einzelne Gruppe von Menschen beschränkt. Und die Erhaltung derselben bringt
somit auch einen Nutzen für die Allgemeinheit. Eine ungenutzte Kirche hingegen kostet nur. Wenn die Gläubigen
sie erhalten wollen, dann sollen sie es tun. Aus eigenen Mitteln.
Bei allem Eifer für alte Kirchengebäude Man sollte bei allem Eifer für alte Kirchengebäude vielleicht
nicht übersehen, dass es Fabrikgebäude waren, die Bochum zu „Bochum“ gemacht haben. Dem Umstand ist
durch Denkmalschutz entsprechend Rechnung zu tragen. Die besagte Kirche mag ihren Sinn in der Geschichte
haben. Wenn aber für den Abriss entschieden wurde, braucht niemand deswegen Sturm zu laufen. Kirchen
dieser obskuren Stilgattung aus den siebziger Jahren des 19.Jahrhunderts (Historismus) gibt es wie Sand
am Meer. Auf die eine oder andere kann man verzichten. Sie sind keine Unikate. Das gilt besonders, wenn
sie als Kirchen keine Verwendung mehr haben. Da sind schon ganz andere Gebäude abgrissen worden.
Denkmal! Wissen die Verantwortlichen in Bochum eigentlich, was auf eine Denkmalliste gehört oder was
ein Denkmal ist? Will Frau Dr. O. Scholz tatsächlich den Abriss eines Baudenkmals verantworten? Es wäre
ein nicht wiedergutzumachender Fehler! Oder kann sie vielleicht gar nicht mehr anders und es handelt sich
wirklich um Korruption? Gehört Bochum im Jahre 2010 nicht auch zur Kulturhauptstadt? Was will Bochum
denn dann präsentieren, Toilettenhäuschen und zerfallene Fabrikgebäude? Man kann nur hoffen, dass die
Stadtspitze und die Kirchenfunktionäre rechtzeitig einsehen, welches Kulturerbe sie dem Mammon opfern
wollen!
Der irdische Himmel des Barock Im Barock hat man tatsächlich altehrwürdige Kirchen, Schlösser und andere
Gebäude radikal dem Zeitgeschmack angepasst. Wenn man von Barockkirchen umgeben ist, kann es leicht zu
Widerwillen gegen diese Architektur des Gerundeten, der üppigen Treppenaufgänge und der theaterhaften
Garten- und Raumgestaltung kommen. Barock satt: dann sind romanisch schlichte Formen eine Wohltat fürs
Gemüt und die Gotik vermag auch nach etwa sieben Jahrhunderten ein himmelstürmendes Sursum corda vermitteln.
Diese Qualitäten besitzt der Barock kaum. Er ist auf die Erde heruntergeholter Himmel, theatralisch,
puttenhaft eine Opernsszenerie mit dick aufgetragenen Motiven aus der christlichen Religion. Das macht
es problematisch, Zeitgnossen barockes Lebensgefühl zu vermitteln, wenn gefühlsmäßiger Überschwang
als unschicklich gilt, unpassend aber auch für die strongen Gesetze des Marktes, der Globalisierung.
Es sind nur die üppigen Rundungen, die den Barock halbwegs erträglich erscheinen lassen und ihn etwas
in Menschennähe rücken.
Bochum … Bochum? … Bochum! Ist das nicht die Stadt, in der man einen Besenstiel rot anstreichen kann,
ihn auf den Marktplatz stellen kann: und er wird gewählt!? Na. Dann wundert’s nicht. Trotzdem: Die Sache
mit der Marienkirche bleibt eine riesengroße Schande (es gibt da leicht zu ergoogelnde Heimseite über
das Thema)!
zu Kurt.K – neue DDR Bochum – was in Bochum erhaltenswert ist…da sind die Beispiele! Damit auch die
Fragenden hier informiert werden, über die genannten Gebäude die unter Schutz stehen: Als Fabrikgebäude –
die „Schürzenfabrik“ ehemals Pongs & Zahn an der Vierhausstrasse, Tankstelle an der Ecke Rottstrasse
!, Toilettenhäusken an der Herner Strasse !…und und…einfach mal hinfahren und anschauen! Das sind
schließlich Denkmäler!!! Was in Bochum vorherrscht sind Korruption und es ist bald anzunehmen das die
allseits geschätzte OB Ottilia Scholz die ABRISSGENEHMIGUNG schon unterzeichnet hat. Diese Kirche abzureissen
ist ein Verbrechen! Aber …das GELD schaltet alle VERNUNFT aus, besonders bei den Kirchenmenschen in
Verbindung mit den Verstrickungen der Stadtspitze. Liegt Bochum eigentlich in der neuen DDR ?…man könnte
es fast vermuten denn das Regime dort hat ja auch in den 60-iger Jahren sogar noch gotische „Denkmale“
vernichtet. Hätten wir noch richtige Katholiken, die hätten nicht nur den zuständigen Bischof Dr. Felix
Genn und alle Verantwortlichen nach Münster gebracht. An der Lambertikirche hängen sie, die Käfige
der…und es ist Platz da!
Faschistischer Barock? Ich interpretiere Typs Äußerungen über den Barock als faschistische Kulturepoche
wie folgt: Im Barock hat man tatsächlich altehrwürdige Kirchen, Schlösser und andere Gebäude radikal
dem Zeitgeschmack angepasst. Man müsste allerdings den Befriff „Faschismus“ ziemlich weit fassen, um
den Barock so zu nennen.
Einfach als häßlich abqualifiziert Es gibt überhaupt keinen Grund, die Simeonkirche in Hamburg als
„häßlich“ anzuprangern. Bezeichnenderweise werden bei der Bildpräsentation nur Außenansichten gezeigt,
die wenig aufschlussreich sind. Kirchen haben in der Regel aber auch ein Innenleben. Das wurde eleganterweise
nicht gezeigt, vielleicht, dass der eine oder andere Forumsteilnehmer überhaupt keine Gelegenheit hat,
Sympathien für die Kirche zu entwickeln, nach dem sie ja gleich als „häßlich“ abqulifiziert wurde.
Da wird sie dann ja auch sein müssen, auch wenn das Innere dagegen spräche. Bloß keine andere Meinung
als die vorgebene aufkommen lassen…!
@maliems – wegen dieses Typen da Typ ist eben ein nicht ganz ernstzunehmener Typ… barock = faschistisch,
so einen Blödsinn bekäme man nicht mal im ND zu lesen…
@ Ansbach Sehr richtig! Leider hat die faschistischste aller Kulturepochen, der Barock, haufenweise romanische,
aber auch gotische Schätze zerstört. Wer DAS gut findet, muss dann freilich auch den Verantwortlichen
des 20. und 21. Jahrhunderts zugestehen, dasselbe zu tun, was der Barock gemacht hat: Alte gewachsene
architektonische und künstlerische Konzepte einfach niederwalzen und töten. Tabernakel aus der Wand
reißen und in den Hochaltar pressen. Ambonen vernichten. etc. etc.
Kurt K wenn man sagt dass Architetur nur im zeitlich gesellschaftlichen Kontext als „schön“ wahrgenommen
wird ist dies zu widerlegen am Beispiel der Ortsgestaltungen in vielen romanischen Ländern. Die Bausubstanz
durt ist teilweise schon Jahrhunderte alt und niemand kommt auf die Idee umzureissen oder Zetgeistarchitekten
eine Spielwiese für zum Teil sehr krude „Visionen“ zu bieten. Mitte der 50 bis in die 70 vollzog sich
die gesellschftliche Revolution im dtschsprachigen Raum auch im Bauwesen welches bedauerlicher Weise der
Ideologie zum Opfer fiel. de.wikipedia.org/…iusstadt_closeup.jpg Für mich sind das BetonZeugen einer
geschiterten gesellschaftlichen Uptope die sich gesamtgesellschftlich auswirkte und mit der Architektur
ins allgemeine Bewußtsein einzementiert werden sollte.
Schade, dass von dieser Kirche keine Innenaufnahmen in dem Link zu sehen sind. Würd mich mal interessieren,
wie die ausschaut innen. Da fühlen sich Menschen schon nicht wohl drinne, wie dann mal erst das Höchste
das es gibt, GOTT?? Sagen wir lieber: HEUTE fühlen sich Menschen darin wohl nicht wohl. Als sie erbaut
wurde, also in den 70er Jahren, wurden ja sehr viele Gebäude (nicht nur kath. Kirchen) so oder so in
dem Stil (auch wenn speziell diese sehr hässlich für heutige Begriffe ist) gebaut. Anscheinend fanden
die Menschen damals das irgendwie schön. Alleine deshalb ist eine Erhaltung vielleicht geboten, aber
muss auch nicht unbedingt sein, wenn man die Architektur in Wort und Bild ordentlich konserviert und so
für die Nachwelt festhält. Und ich denke Gott wäre es vollkommen Wurscht, in welcher Art von Haus er
verehrt wird. Ob im Kuhstall oder einer Kathedrale.
@Kurt K. – Häßlichkeit und Erhaltungswert? Dies verlinkte Gebäude (man kann es ja nicht als Kirche
oder gar Gotteshaus der hlg. röm.-kath. Kirche bezeichnen erinnert an sowas hier www.7grad.org/…/132_Pano_aussen.jpg
erotischer grauer Beton des Westwall! Da fühlen sich Menschen schon nicht wohl drinne, wie dann mal erst
das Höchste das es gibt, GOTT?? Da hilft auch keine gute landorgel drinne – die würde genauso klingen
wie’s Gebäude aussieht: quäkend.
@ Ansbach dragoner Aber vielleicht ists gerade die absolute Hässlichkeit, die die Erhaltung des Bauwerkes
gebieten. So als Abschreckung für künftige Generationen quasi. Ob man es als Kirche weiternutzen muss,
ist eine andere Frage.
@Kurt K. Ja finde ich auch. Ich bin der Meinung Architektur prägt immens. Ich kann darin nichts „erhabenes –
sakrales“ finden. Der Mensch ist halt nnmal ein sehr emotionales Lebewesen…
Ich bin zwar nicht gilbert, aber: warum Sie die ebenfalls im Artikel genannten Fabrikgebäude nicht erwähnen,
um Ihre Logik zu untermauern. Glauben Sie, daß diese im Unterhalt wirklich so viel günstiger sind als
eine Kirche? Ja, sind sie. Fabrikgebäude sind sicherlich deutlich günstiger als Kirchen, alleine schon
wegen der meist viel Zweckmäßigeren Konstruktion derselben. Selbstverständlich haben Sie aber Recht
damit, dass auch und gerade bei Fabrikgebäuden die Stadt ganz genau überlegen wird, ob diese unter Denkmalschutz
gestellt werden müssen. Der Knackpunkt ist halt wahrscheinlich, dass es mehr Kirchen aus dieser Epoche
als Fabrikgebäude gibt, da die Schwelle, Kirchen abzureissen seit jeher höher liegt, als ein olles Fabrikgebäude
zu entfernen.
@Ansbach Ich Bemerkung ist einfach nur dümmlich! Die Zeit, die ich mich in meinem bisherigen Leben in
Kirchen aufgehalten habe, werden Sie möglicherweise an Lebensjahren nicht erreichen. Aber um Ihre Frage
zu beantworten, ich mag keinen Kitsch in Kirchen, so süße pseudobarocke Gipsfigürchen, oder überdimensionale
Madonnen auf kleinen Tabernakeln, die vor Spitzendeckchen, und Blumengebinden kaum noch zu sehen sind.
gilbert (Czibo) sieht Gespenster Bestimmt keine Verschwörung der Kirchenfeinde Da interpretieren Sie
mehr in den Artikel als überhaupt drinsteht. Von einer „Verschwörung der Kirchenfeinde“ ist in dem ganzen
Artikel nicht ein Mal die Rede. Vielmehr bringt man dort lediglich sein Bedauern zum Ausdruck, weil Kirchen
der Stadt Bochum scheinbar nicht so wichtig sind wie Tankstellen, Toilettenhäuschen und Fabrikgebäude
aus den 50er Jahren. Das ist doch klar, bei Tankstellen und Toilettenhäuschen spiegelt sich der architektonische
Zeitgeist wieder. Die sind besser instandzustalten wegen ihrer Größe und verschlingen keine Geldunmengen
für den Unterhalt. Ihr Geldargument ist zwar nicht pauschal von der Hand zu weisen, jedoch ist zu beachten,
daß der Denkmalschutz nun mal nicht gratis zu haben ist. Wenn auch Tankstellen und Toilettenhäuschen
deutlich günstiger in ihrem Unterhalt sind, so frage ich mich doch, warum Sie die ebenfalls im Artikel
genannten Fabrikgebäude nicht erwähnen, um Ihre Logik zu untermauern. Glauben Sie, daß diese im Unterhalt
wirklich so viel günstiger sind als eine Kirche?
@ Gilbert: Ja, so ist es wahrescheinlich. Hab mal schnell auf der Seite des Fördervereins geschaut. Die
Kirche wurde fertig 1872. Ich kenn mich da nicht so aus, aber wahrscheinlich gibts zig Kirchen aus dieser
Epoche. Denkmalgeschützt werden aber nur rare Gebäude oder besondere Gebäude, nicht einfach Gebäude
ab einem gewissen Alter. Ich kenn das Prozedere aus eigenem Umfeld. Wenn ein Gebäude denkmalgeschützt
wird, dann sinkt sein Wert augenblicklich und private Personen/Unternehmen lassen die Finger davon, weil
man plötzlich nichts mehr an der Bausubstanz verändern darf und Reparaturen das Gebäude nur mehr wieder
in den Originalzustand versetzen dürfen. Ich habe einen kleinen Teil eines solchen Baudenkmales gemietet
(Fabrikgebäude aus dem 19. Jhd) und seit JAHREN suchen die jetzigen Besitzer einen Käufer. Seitdem verfällt
es immer mehr. Die jetzigen Besitzer haben nicht genug Geld um das ordentlich zu sanieren, die Käufer
werden abgeschreckt durch die hohen Sanierungskosten. Denkmalschutz ist manchmal auch kontraproduktiv,
da private Investoren die hohen Kosten dieser Bauten fürchten, die häufig deren Einnahmen übersteigen.
So wird sich die Stadt Bochum hüten, die Kirche unter Denkmalschutz zu stellen, wenns denn nicht unbedingt
sein muss. In ihrem jetzigen Zustand kann man wahrscheinlich Um-/Anbauen was man will und wie man will.
Ists erstmal denkmalgeschützt, kosten Sanierungsmassnahmen ein vielfaches dessen was es kostet wenn man
schaffen kann wie man will.
Bestimmt keine Verschwörung der Kirchenfeinde Fabrikgebäude aus den 50er Jahren stehen auf der Denkmalliste
der Stadt Bochum. Aber die Marienkirche?[kursiv] Das ist doch klar, bei Tankstellen und Toilettenhäuschen
spiegelt sich der architektonische Zeitgeist wieder. Die sind besser instandzustalten wegen ihrer Größe
und verschlingen keine Geldunmengen für den Unterhalt. Das ist bei einem kirchlichen Gebäude doch etwas
anderes, wenn es auch noch unter Denkmalschutz stehen sollte, dann sind ständig Reparaturen fällig.
Bei der Finanzknappheit der Kommunen infolge der Wiedervereinigung, sollte der Stadt Essen bei ihrer Zurückhaltung
kein kirchenverachtendes Verhalten vorgeworfen werden. Die Zurückhaltung ist einfach durch die Finanzierungsfolgen
begründet. Es muss nicht bei allem, was für kirchliche Kreise nicht nach Wunsch verläuft gleich die
große Konspiration oder gar eine Verschwörung der Kirchenfeinde dahinter vermutet werden. Die Ursachen
liegen häufig viel näher, als mancher Zeigenosse zu denken vermag.