Franziskaner
Ungewohnte Lösung
Was tun, wenn die eigenen Ordensgemeinschaften aussterben? Antwort: Man kann junge Ordensleute aus dem Ausland einführen – zum Beispiel aus den Niederlanden.
Der Apollinarisberg wird seit 2007 von einer charismatischen Gemeinschaft betreut.
Der Apollinarisberg wird seit 2007 von einer charismatischen Gemeinschaft betreut.
© Wikipedia-Benützer ‘Arcturus’, Creative Commons
(kreuz.net) Im März 1857 übernahmen die Franziskaner die Seelsorge auf dem Apollinarisberg in Remagen. Der Ort gehört kirchlich zum Bistum Trier. Er liegt am Rhein – zwischen Koblenz und Bonn.

Der Apollinarisberg ist eine bekannte Wallfahrtskirche der Region.

Zu Beginn der 70er Jahre bauten die Franziskaner ein neues Klostergebäude. 1980 wurde der Apollinarisberg sogar Ausbildungsstätte für die Kleriker der Kölnischen Franziskanerprovinz.

Doch dann kam der Niedergang. Am 31. Dezember 2006 zelebrierten die Franziskaner auf dem Apollinarisberg die letzte Messe.

Wallfahrtskirche am Apollinarisberg,
Wallfahrtskirche am Apollinarisberg,
© Dragonito, GNU-Linzenz
Von Charismatikern übernommen

Doch bereits im Februar 2007 kam ein Nachfolger – die charismatische „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“. Sie hat jetzt den seelsorglichen Dienst in der Wallfahrtskirche übernommen.

Die Gemeinschaft wurde 1989 im niederländischen Maastricht – im Bistum Roermond – gegründet. Die beiden Gründungsfiguren sind Schwester Rita Aichele und Hw. Bartholomé van Oudheusden

Schwester Aichele stammt aus Bayern. Sie war seit 1981 Mitglied bei der sehr liberalen Gemeinschaft der „Anbeterinnen des Blutes Christi“ im liechtensteinischen Schaan.

Hw. Bartholomé van Oudheusden wurde im Jahr 1982 für die Diözese Roermont zum Priester geweiht.

Eine Gebetserhörung

Mit der Zeit entstand um die zwei eine Gemeinschaft. Seit 1993 ist Sr. Rita-Maria deren „Hirtin“.

Die Gruppierung ist bestrebt, eine Männer- und eine Frauenkongregation mit gemeinsamer Leitung zu werden.

Seit 2006 gibt es auch den kontemplativen Zweig – die „Anbeterinnen der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“.

Die Gemeinschaft baut gegenwärtig in Maastricht ein Betagtenprojekt und ein Haus des Gebetes auf.

Im Luftkurort Orscholz in der Diözese Trier entstehen ein Noviziat und Juniorat.

Im Juli des vergangenen Jahres besuchte Bischof Reinhard Marx von Trier den Ort.

Dabei bot er der Gemeinschaft spontan den Apollinarisberg an. Die Gruppe war für den bischöflichen Vorschlag sehr offen: „Da wir schon seit Jahren auf so eine Möglichkeit hofften, sahen wir dieses Angebot als Gebetserhörung.“

Der Gemeinschaft gehören zur Zeit 14 Mitglieder an. Vier von ihnen haben ihr Zuhause auf dem Apollinarisberg gefunden.

Pater Bartholomé ist der neue Kirchenrektor. Mit ihm sind Pater Cornelius, Schwester Annamaria und Schwester Marie-Thérèse auf den Apollinarisberg gezogen.
      
13 Lesermeinungen
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#14   Gotthard   22:45:55 | Freitag, 20. Juli 2007
Gründungsfigur
Wer ist denn nun die Gründungsfigur des Pius-Vereins?
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#13   Bernd Stromberg   19:28:51 | Freitag, 20. Juli 2007
Pascal123
Die Situation ist umso bedauerlicher, weil die zu verhandelnden Themen zu einem guten Teil sehr wichtig und auch interessant sind, wie z. B. das Motu proprio des Hl. Vaters zur „Ritenfrage“. Aber meist ist das Klima hier zu giftig, als dass man in Ruhe und Sachlichkeit darüber diskutieren könnte. Welcher Glaubensgemeinschaft gehören Sie an, wenn ich fragen darf?
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#12   Pascal123   17:42:10 | Freitag, 20. Juli 2007
@Bernd
Richtig erkannt. Ich sehe diese Seite auch nur als nette Pausen Unterbrechnung meiner Arbeit an. Ernst nehmen kann man hier nur die wenigsten. Aber ich werde gleich bestimmt wieder runter gemacht und es wird für mich gebetet oder ich werde in die Hölle verdammt.
Mit Christen hat das hier nichts zu tun. Aber wenn man für sich die alleinige Wahrheit in anspruch nimmt ist das immer bedenklich und sehr traurig. Dann ist einem nämlich der Gottliche Plan völlig aus dem Sinn geraten. Aber ich bin ja auch ein ketzer da ich einer andren Christlichen „Sekte“ angehöre. Wenigsten sind bei und die Leute glücklich und warten auf die Wiederkunft des Herrn, und bis dahin Vertrauen ich auf Gott und das auch diesen Menschen geholfen wird und Sie erkennen und umkehren.
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#11   Bernd Stromberg   17:27:56 | Freitag, 20. Juli 2007
@Pascal123
Na ja, lustig ist es irgendwie schon. Man sollte nur nicht darüber nachdenken, was hier abläuft. Denn irgendwie habe ich den Eindruck – um es wieder mal vorsichtig zu formulieren, dass so langsam – mit eher wenig Ausnahmen – nur noch Fanatiker mit Scheuklappen hier ihr Unwesen treiben. Und man liest hier aus den Zeilen nahezu nur noch abgrundtiefen Haß heraus. Und beide Gruppen hier schenken sich wirklich nichts. Wirklich christlich ist das nicht. Letztlich bringen doch beide Gruppen ihre Positionen nur in Verruf. Denn dieses ganze alberne Gekeife, der impertinente ätzende Sarkasmus dient doch leztzlich nur dazu, das eigene Ego herauszuputzen. „Gott sei Dank, wir sind nicht wie diese ketzerischen V2 Katholiken“ – „Gott sei Dank, wir sind nicht wie diese ewiggestrigen Pius-Hanseln“. Entwürdigend und zutiefst verletztend sind doch beide Positionen und die Art, wie sie hier vorgetragen werden. Aber vermutlich geht es gar nicht so sehr um die Sache, sondern um das Ausleben von purer Streitlust und Rechthaberei. Und von der Sorte gibt es hier genug Typ(en) – leider.
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#10   Pascal123   16:58:30 | Freitag, 20. Juli 2007
@Santo
Ich hoffe mal nicht. So dummes Zeug kann ja keiner selber Glauben es sei denn er ist besessen, von was auch immer. Ich hatte ja schon öfter gefragt ob die Teilnehmer hier gerne alte schimmelige Gewürzgurken oder Friteusenfilter rauchen.
Aber Lustig ist es wieder :-D
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#9   josé   16:56:16 | Freitag, 20. Juli 2007
ups – was ist das
Das gerade kreuz.net von dieser Gemeinschaft berichtet
verwundert mich sehr, vielleicht sind dem Author einige Internas nicht bekannt, oder sonstige Verhaltensweisen dieser Gemeinschaft.
Besser eine Zeitlang ohne eine Ordensgemeinschaft auskommen, anstatt diese dubiose Gesellschaft, nicht ein mal Ordensgemeinschaft würde ich sie nennen.
Vielleicht TV@evening, das wäre ein Titel der zu treffen würde.
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#8   santo domingo 2   16:53:10 | Freitag, 20. Juli 2007
@ Pascal123
Ich glaube nicht, daß Typ das wörtlich meint. ;-)
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#7   HarroMeyer †   16:48:20 | Freitag, 20. Juli 2007
Na, ob die da nicht überfordert sind?
Da sollte man lieber mal in Polen recherchieren, Die haben auch die Diozöse Tromsö in Norwegen ganz gut im Griff und sind nicht so empfindlich.
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#6   Pascal123   16:43:12 | Freitag, 20. Juli 2007
@Bernd
Man kommt nicht zu dem Eindruck. Das ist eine Tatsache. Das wird ja immer Dümmer hier.Unfassbar. Besonders TYP. Bin ich hier bei versteckte Kamera oder so
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#5   Bernd Stromberg   16:32:58 | Freitag, 20. Juli 2007
Klapse hat heut Wandertag
Wenn irgend jemand zufällig das Geschreibsel hier bei den Lesermeinungen liest, kommt er unweigerlich zum Schluss:
Klapse hat heut Wandertag;-)
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#4   Typ   16:20:01 | Freitag, 20. Juli 2007
@ ruhrinfizierter
Mons. Lefebvre ist zwar nicht ominös, aber religiös. Bei Ihrem getipper kann ich nicht den Eindruck gewinnen, das Sie weder das eine noch das andere sind.
Ein großartiger Satz und ein schönes Kompliment für Gotthard.
Und ein Zeugnis für formale Logik in extravaganter Form: Die doppelte Negation als verstärkte Bejahung.
Danke für diese Demonstration.
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#3   r.ruhrgebietler   16:12:23 | Freitag, 20. Juli 2007
@Gotthard – mit Medikamente klappt es besser
War dieser ominöse Erzbischof die Gründungsfigur des Pius-Vereins?
SIC – Sie haben es geschnallt. Mons. Lefebvre ist zwar nicht ominös, aber religiös. Bei Ihrem getipper kann ich nicht den Eindruck gewinnen, das Sie weder das eine noch das andere sind.
Nehmen Sie Ihre Medikamente, mit Medikamente klappt es besser!
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#2   Gotthard   16:07:02 | Freitag, 20. Juli 2007
Gründungsfigur
Die beiden Gründungsfiguren sind Schwester Rita Aichele und Hw. Bartholomé van Oudheusden
War dieser ominöse Erzbischof die Gründungsfigur des Pius-Vereins?
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