Italien. Hw. Armando Durighetto ist in seinem Leben schon vielen Päpsten begegnet.
Aber Benedikt XVI. sei besonders: „Mit seinem Lächeln erscheint er wie ein Engel. Ich liebe den Papst“,
erklärte der Geistliche vor ‘Radio Vatikan’. Der 96jährige Pfarrer, der in der Nähe von Lorenzago die
Cardore – dem Urlaubsort des Papstes wohnt – traf den Heiligen Vater vor vier Tagen.
Wieder frei
Philippinen.
Der italienische Missionar Pater Giancarlo Bossi wurde am Donnerstag abend freigelassen. Pater Bossi war
39 Tage lang von muslimischen Fundamentalisten auf den Philippinen festgehalten worden. Auf einer Pressekonferenz
erzählte er, daß ihn seine Geißelnehmer gut behandelt hatten. Benedikt XVI. wurde umgehend von der
Freilassung informiert. Der Heilige Vater habe, so Vatikan-Pressesprecher Pater Federico Lombardi, jeden
Abend für den Missionar gebetet.
Nicht wörtlich gemeint
Deutschland. Der Sektenbeauftragte des Bistums
Essen, Pfarrer Gary Albrecht, glaubt, daß in den Harry-Potter-Büchern christliche Werte vermittelt werden.
Für den Pfarrer finden sich in den Romanen tiefe christliche Botschaften, „auch wenn Gott nicht explizit
vorkommt“: „Was mir an Harry Potter gefällt ist, daß das Gute letztlich den Sieg davonträgt“, erklärte
er am Freitag der ‘dpa’. Die Verurteilung der Romane von einigen christlichen Gemeinschaften als „okkultisch“
und „teuflisch“ resultiere aus einer wörtlichen Auslegung der Bibel.
Dalai Lama für Frauenordination
Deutschland. Auf einer buddhistischen Konferenz in Hamburg sprach sich der Dalai Lama gestern für die
Ordination von Frauen im tibetanischen Buddhismus aus. „Der Tag wird kommen, an dem die Frauenordination
eingeführt wird.“ Es bedürfe dafür jedoch noch weiterer theologischer Forschungen.
Salz in die Wunde
Liebe evangelische Schwestern und Brüder! Ich kann es verstehen, wenn Sie die jüngste römische Erklärung
schmerzt. Leider ist damit wieder Salz in eine offene Wunde gestreut worden; warum schon wieder und gerade
jetzt, bleibt auch mir verborgen. Andererseits ist die grundsätzliche ökumenische Öffnung, die das
Zweite Vatikanische Konzil gebracht hat, nicht zurückgenommen worden. Und das sollte man mindestens genauso
beachten.
Der Bischof von Magdeburg, Mons. Gerhard Feige, schrieb einen Offenen Brief an die „evangelischen
Christen“.
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87 Lesermeinungen
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7 Engel der 7 Gemeinden Er ist der auferstandene Christus, der in der Herrlichkeit Gottes thront, er hat
die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt, er ist der Weltenrichter. Das Schwert, das aus seinem Mund kommt,
bedeutet, dass er die Welt mit seinem Wort richten wird. Er hält die sieben Sterne als Symbol der Weltherrschaft
in den Händen, sie bedeuten zugleich die Engel der sieben Gemeinden. Er schreitet einher unter dem hellen
Licht der sieben Gemeinden und richtet seine Botschaft in sieben Schreiben an sie: Er warnt sie und schenkt
ihnen zugleich Hoffnung in Bezug auf die Endzeit. „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam
in die Welt“, heißt es im Prolog des Johannesevangeliums, „er war in der Welt, und die Welt ist durch
ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht
auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“ (Joh 1, 9-12). Damit ist der
Ausgangspunkt der Apokalypse geschaffen: Die Welt, die ihn nicht erkannt hat (…) und die Kinder Gottes
in dieser Welt. Die Apokalypse, in Briefform verfasst, beginnt mit den Sendschreiben an die sieben Gemeinden
in Kleinasien, es sind apokalyptische Sendschreiben an die Christengemeinden von Ephesus und Smyrna,von
Pergamon und Thyatira, von Sardes und Philadelphia, und von Laodizea. Alle Gemeinden sind Sitz römischer
Behörden. Die sieben Gemeinden sind Repräsentanten der christlichen Gemeinden in Kleinasien, und diese
stehen in Kleinasien unter gewaltigem Druck
@wiener / Der Papst auf der Cathedra Petri verbindlich ist verbindlich. ok. aber sie haben behauptet,
dass hier eine unfehlbare ex-cathedra-äußerung vorliege. und das ist falsch. Ich behaupte nicht, daß
eine außerordentliche Lehramtsäußerung explizit „von der Kathedra Petri“ vorliegt, sondern eine ordentliche
Lehramtsäußerung, implizit von der Kathedra Petri, da der Papst eine andere irreversible Äußerung –
auf andere Weise – benützt hat, an die auch alle anderen Petrusnachfolger lehrmäßig gebunden sind.
Die lehrmäßige Bindung aller nachfolgenden Petrusnachfolger durch eine irreversible apostolische Äußerung
in einem Lehrschreiben, auch das ist eine aktualisierte lehrmäßige Unfehlbarkeitsausübung durch den
Papst, aber im ordentlichen Lehramt, und somit nur implizit von der Kathedra Petri.
#84 Pünktchen 13:25:38 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Verbindlichkeit Aus den Hervorbungen im folgenden Zitat aus „Ordinatio Sacerdotalis“ geht hervor, daß
der Papst kraft seines Amtes eine verbindliche Entscheidung vorlegt. Ganz gleich, wie dies kirchenrechtlich
zu werten ist, an dieser eindeutigen Festlegung kommt das Lehramt für alle künftigen Zeiten nicht vorbei.
Es müßte also in Widerspruch zu sich selbst treten, wollte es irgendwann eine sachlich andere Verlautbarung
in der Frage der Frauenordination herausgeben. Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit,
die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes,
die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe
zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben…
www.stjosef.at/…tio_sacerdotalis.htm
Bin kein Kirchenrechtler, aber: Eine Erklärung des Papstes ist NUR DANN unfehlbar, wenn er „ex cathedra
Petri“ spricht. Nur mit dieser Formel wird aus einer erklärung ein unfehlbares Dogma. Verbindlichkeit
bedeutet nur, dass Gläubige es im Moment glauben müssen. So sind die allermeisten Glaubensinhalte zwar
verbindlich, aer eben keine Dogmen.
@ rudolfus danke für diese antwort. und jetzt sagen sie mir bitte, wo der hl. vater das schreiben „ordinatio
sacerdotalis“ wörtlich als „unfehlbare“ bzw. „ex cathedra“-äußerung klassifiziert hat?
@Wiener / Es kommt darauf an, wie der Papst ein Schreiben wörtlich klassifiziert, und welchen Bereich
es betrifft. Die Unfehlbarkeit des Lehramts bezieht sich zudem nur auf Glaubens- und Sittenfragen. Davon
zu unterscheiden sind disziplinäre Bestimmungen.
@ rudolfus Das Pastoralkonzil ist nur ein Pastoralkonzil. … dessen aussagen vom papst als verbindlich
festgestellt und approbiert wurden! und ihrer eigenen logik folgend demnach unfehlbar sind.
@Wiener / Der Papst muß den Verbindlichkeitsgrad seiner Lehren selbst angeben. Verbindlich beim Papst
heißt verbindlich – ein verbindlicher Glaubensinhalt ist unfehlbar. Das Pastoralkonzil ist nur ein Pastoralkonzil.
@ rudolfus gehe ich recht in der annahme, dass sie die dogmatische konstitution „lumen gentium“ des zweiten
vatikanischen konzils demnach ebenfalls als unfehlbare lehre anzuerkennen bereit sind?
@Wiener / Ausschlaggebend, ob eine Erklärung des Papstes unfehlbar (ex cathedra) ist, ist, wie der Papst
seine Erklärung selbst deklariert. Eine dogmatische Erklärung, die der Papst als „verbindlich“ erklärt
ist – verbindlich: also für alle Zeit. Und das ist unfehlbar!
@ rudolfus moment mal – umgekehrt müsste die frage lauten: warum sollte eine feststellung des ordentlichen
päpstlichen lehramtes auf einmal eine des außerordentlichen werden? dogmatische erklärungen „ex cathedra“
gehören dem außerordentlichen lehramt an – und sie werden wissen, wie viele dieser erklärungen es seit
der definition der päpstlichen unfehlbarkeit gegeben hat. sind – ihrer logik folgend – etwa „dogmatische
konstitutionen“ eines konzils, sobald sie vom papst bestätigt werden – ebenfalls als äußerungen „ex
cathedra“ zu werten?
@ rudolfus dass der papst in „ordinatio sacerdotalis“ diese frage geklärt hat, steht ja auch nicht zur
debatte (siehe auch die damalige erklärung des präfekten der glaubenskongregation hierzu). es ist aber
schlichtweg falsch, zu behaupten, es läge eine „ex cathedra“-äußerung vor. wie beantworten sie meine
andere frage?
@Wiener / Die Unfehlbarkeit des Papstes Der Papst ist unfehlbar, und hat eine Frage geklärt und diese
Klärung als verbindlich erklärt. Damit ist diese Erklärung unfehlbar (ex cathedra).
@ rudolfus sprach christus auch durch den mund des papates, als das schisma und die exkommunikation von
erzbischof lefebvre nach seinen unerlaubten bischofsweihen festgestellt wurde? im übrigen: mit „ordinatio
sacerdotalis“ liegt keine ex-cathedra-äußerung des papstes vor, das sollten sie eigentlich wissen.
@Kurt K. / Ihr Satz ist völlig sinnlos. Christus hat die Kirche gegründet und darum gilt auch Christi
Gesetz. Der Papst ist unfehlbar und hat die Frage unfehlbar geklärt. Wenn Sie das nicht glauben, sind
Sie nicht katholisch.
@Kurt K. / Christus und das Verbot der Frauenpriester Zur Ordination hat er GAR NICHTS gesagt. Christus
hat die apostolische Ordination eingeführt, deswegen hat Er sogar sehr viel dazu gesagt, nämlich persönlich.
Durch den Mund des Papstes sprach Christus zuletzt 1994, als Johannes Paul II. die Frauenpriesterweihe
verbindlich ausgeschlossen hat – päpstlich verbindlich ist päpstlich unfehlbar (ex cathedra Petri).
@ Sozialkatholisch / @ Müller @ Sozialkatholisch: Hä? Können die das auch in einem für mich Doofi
verständlichen Text ausdrücken? @ Müller: Was Jesus gewollt hat, hat er auch gesagt und getan. Was
er nicht gewollt hat, hat er nicht gesagt und getan! Ja? Und genau das führt auch die Kirche aus, ja?
War Jesus reich? Haben seine Jünger aufwendigste liturgische Gewänder und Hohe Hüte getragen? Und natürlich
hat Jesus gesagt, was er nicht will, nicht nur, was er will. Zur Ordination hat er GAR NICHTS gesagt.
Nichtmal, dass es sowas überhaupt geben soll. Diese ganze Kirche baut sich auf auf dem einen „Petrus=Felsen“ –
Zitat.
@Kurt K.: Noch einmal: Aus den Handlungen und Anweisungen Jesu ist deutlich, dass er Männer in das Apostelamt
berufen hat. Mehr wissen wir nicht. Mehr brauchen wir auch nicht zu wissen, wie Sie selbst schreiben:
Was Jesus gewollt hat, hat er auch gesagt und getan. Was er nicht gewollt hat, hat er nicht gesagt und
getan!
@Die Frage nach der Nichterwählung der Frauen zum Priestertum hat die Kirche unter Johannes Paul II.
bereits verbindlich geklärt. Die Aufgabe der Frau ist es, Mutter zu sein, und nicht Priester zu sein.
Auch kinderlose Frauen behalten ihren mütterlichen Geist.
@ Kurt Alle wichtigen Gesetze hat Jesus gepredigt, wieso dann nicht das ach so eherne Gesetz, dass Frauen
keine Priester sein sollen? Weil die Frage nach dem Priestertum für die Frau wichtig ist und er alle
wichtigen Gesetze gepredigt hat.
@ Sozialkatholisch Wenn Jesus Frauen als Apostel gehabt haben gewollt hätte, dann hätte er auch damals
schon welche in den Aposteldienst berufen. Und da ist sie wieder: die seltsame Theorie, aus dem unterlassen
von Dingen zu schliessen, dass das irgendwie Gesetz sein solle. Alle wichtigen Gesetze hat Jesus gepredigt,
wieso dann nicht das ach so eherne Gesetz, dass Frauen keine Priester sein sollen?
@Kurt K. – Grund Und jetzt noch ne Sinnfrage: Warum sollte Gott es verbieten, dass Frauen ordiniert werden?
Sind diese in seinen Augen weniger Wert als Männer? Oder was ist da der Grund? Indem sich die Frauen
demütig, der durch den Heiligen Geist geleiteten Kirche vertrauend unterwerfen und keine Ämter anstreben
die ihnen nicht zustehen, wird ihr Lohn im Himmelreich einstens umsogrösser sein. Frauen, die sich Schmeissfliegen
gleich immer wieder auf den gleichen dummen Haufen zeitgeistiger Verwirrung stürzen, werden dagegen den
gerechten Lohn empfangen für ihren Ungehorsam und die viele Schreibarbeit, die sie dem ersten Staatssekratär
des Vatikan bereiten.
#58 Pünktchen 10:42:21 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Müller – Bussmann Ich stimme Ihnen mit Ihren Anfragen an Frau Bussmann zu, Müller! Was die folgende
Frage jedoch betrifft:Wieso gehören Sie denn einer Kirche an, die Chrisuts Ihrer Meinung nach so verraten
hätte? muß ich Sie darauf hinweisen, daß Frau Bussmann sogar der Meinung ist, daß es einen „Christus“
überhaupt nicht gibt und dieser eine Erfindung von Paulus sei. Frau Bussmann gibt am 7. Juli 2007 10:06
www.kreuz.net/reader.1140.html Uhr zu Protokoll: es gebe keine „Kirche Christi“ und auch keinen „Christus“.
Kirche ist für Frau Bussmann offenbar nur die Quelle, aus der ihr monatliche Dienstbezüge zufließen,
wenn auch unklar ist, worin ihr „pastoraler“ Dienst noch bestehen soll, hat sie doch Kirche und Christentum
zur Gänze aufgegeben!
@ kurt Jesu hat für seine Lehre bis in den Tod eingestanden, Jesus hat die Rolle der Frau revolutioniert.
Im Gefolge Jesu waren Frauen die alles für Jesus verlassen haben. Wenn Jesus Frauen als Apostel gehabt
haben gewollt hätte, dann hätte er auch damals schon welche in den Aposteldienst berufen.
@ Müller Mir ist es nicht schlüssig, gerade bei der Berfuung der Apostel dann Christus als jüdischen
Mann hinzustellen, der ganz in den üblichen Gepflogenheiten seiner zeit und Gesellschaft gefangen war.
Ich glaube nicht, dass Jesus in den Gepflogenheiten „gefangen“ war. Nur wollte er ja, dass seine Mitmenschen
seine Lehren annehmen. Und das hätten sie vielleicht nicht getan, wenn er Frauen zu seinen Jüngern gemacht
hätte. Mit Frauen in der Öffentlichkeit reden und sie zu Predigern zu machen sind zwei paar Schuhe.
Das erstere war nicht üblich, das zweitere hätte aber von den Zuhörern der Predigerinnen verlangt,
dass sie ihre Traditionen brechen, bevor sie bekehrt waren. Zudem war es damals wahrscheinlich wirklich
schwierig, ungebundene Frauen aufzutreiben, die sich Jesus aus freiem Willen und ohne deren Familien vor
den Kopf zu stossen, hätten anschliessen und mit ihm durch die Gegend hätten ziehen können. Entweder
waren die Frauen noch Mädchen und lebte bei den Eltern oder sie waren verheiratet und lebten bei ihren
Männern. Frauen, die frei waren, zu tun und zu lassen was sie wollten, gabs nicht viele. Und wenn man
eine neue Religion einführen will, dann sollte man sich schon der Gesellschaft anpassen, jedenfalls was
Äusserliches angeht, um nicht von Anfang an negativ aufzufallen, ohne dass die Menschen überhaupt von
der neuen Lehre etwas mitbekommen haben.
@Kurt K.: Wenn Sie sich die Evangelien aufmerksam durchlesen, dann sehen Sie, dass Jesus Christus gerade
immer wieder die Schranken und Konventionen seiner Zeit durchbrochen hat. Frauen waren in seinem Gefolge,
er unterhielt sich in aller Öffentlichkeit mit Frauen usw. Das macht doch deutlich, dass CHristus gekommen
ist, um die Grenzen zu durchbrechen, die Menschen sich, auch durch ihre Schuld und ihr Vergehen, setzten.
Christus hat wirklich etwas ganz Neues begonnen. Mir ist es nicht schlüssig, gerade bei der Berfuung
der Apostel dann Christus als jüdischen Mann hinzustellen, der ganz in den üblichen Gepflogenheiten
seiner zeit und Gesellschaft gefangen war. Zu Frau Bussmann fällt mir wirklich nichts mehr ein. Da ist
ja überhaupt kein sensus fidelium, wo haben Sie denn Theologie studiert? Wieso gehören Sie denn einer
Kirche an, die Chrisuts Ihrer Meinung nach so verraten hätte? Haben Sie schon mal an Ihrer Unfehlbarkeit
gezweifelt? Oder hat Ihnen die ein Konzil unter Gleichgesinnten zugebilligt? Übrignes: Warum treten Sie
so vehement für einen ehemaligen Pfarrer Ihrer Gemeinde ein, wenn das amt, das er bekleidet, doch unbiblisch
ist und Christi Willen widerspricht?
@ Müller / Frauenordination Also für meine Begriffe ist die Argumentation, dass Jesus nur männliche
Jünger hatte und daher die Frauenordination verboten sei nicht schlüssig. Jesus war Jude. Jetzt schauen
Sie sich heute mal die strenggläubigen Juden an. Da sehen Sie kaum Frauen auf den Strassen. Zu Jesu Zeit
und in der Gesellschaft hatten die Frauen nur wenig Einfluss und wenig Rechte. Da wären weibliche Prediger
wahrscheinlich nicht sehr einflussreich gewesen. Heute hingegen haben Frauen (zumindest auf dem Papier)
die gleichen Rechte wie Männer und einen grossen Einfluss auf das öffentliche Leben. Es ist heute eine
völlig andere Situation. Die Argumentation allgemein, dass dieses oder jenes verboten sei, weil Jesus
das _nicht_ gemacht habe oder es _nicht_ in der Bibel stehe, ist per se unsinnig. Dann wären verdammt
viele Dinge zu tun verboten. Und jetzt noch ne Sinnfrage: Warum sollte Gott es verbieten, dass Frauen
ordiniert werden? Sind diese in seinen Augen weniger Wert als Männer? Oder was ist da der Grund?
Müller Liebe Frau oder Herr Müller, richtig, die Kirche hat von Christus keine Vollmacht Frauen zu Priestern
zu weihen, aber sie hat auch keine Vollmacht Männern zu Priestern zu weihen, denn wer oder was ist Christus???
Hier müssen sie mal die paulinischen Hintergründe sehr genau befragen, denn den Priester im heutigen
Sinn gab es zu Paulus Zeiten überhaupt nicht. Die nachkonstantinische Kirche wirf hier doch einiges durcheinander.
Sie müssen dringend auch mal den Begriff Presbyter der frühen christlichen Zeit hinterfragen, wer oder
was ein Presbyter war?? Es war niemand der „geweiht“ wurde im heutigen Sinn. Warum fängt die Kirche nicht
einfach mal an Frauen zu Diakoninnen zu weihen??? Das wäre doch schon mal ein Schritt zum Weiheamt, denn
die Würzburger Synode wurde von allen Bischöfen in „moderner“ kirchlicher Zeit unterschrieben. Mehr
will ich ja auch im Augenblick gar nicht einmal erreichen. Die Herren Oberhirten sollen nur einmal zu
ihrem Wort stehen und nicht immer wie die Katze um den heißen Brei herumlaufen. Dieser Tatsache müssten
Sie und Pünktchen einfach mal zustimmen, denn sonst verstehen Sie wirklich nicht viel vom Treiben der
Oberhirten und von deren Diskriminierung Frauen gegenüber.
@Frau Bussmann: S.H. Papst Johannes Paul II. hat es deutlich gemacht: Die kirche hat von Christus überhaupt
keine vollmacht, Frauen zur Weihe zuzulassen. Damit verrät man nicht etwas, wie Sie es Pünktchen vorwerfen.
Christus hat das Amt in der kirche seinen Aposteln übertragen. Erklären Sie mir mal die Textstelle,
die belegt, dass bei jener Amtsübertragung Frauen anwesend gewesen wären. Die kirche kann nur das weiter
geben, was sie von Chrisuts empfangen hat, und nicht das, was der „Mainstrweam“ vorgaukelt. Übrigens:
Nicht jeder Mann hat das Recht auf Priesterweihe, das es nämlich nicht gibt.
Pünktchen Wer oder was ist denn Kirche???? Zur katholischen Kirche gehört jeder, der in diese Kirche
getauft wurde, der in diese Kirche konvertierte oder übergetreten ist oder der mit dieser Kirche uniert
ist bzw. noch nicht in diese Kirche eingetreten ist, sich aber geistig mit ihr verbunden fühlt. Hier
wird auch von der Gesamtkirche gesprochen. Aber die Herren Bischöfe vertreten leider fälschlicherweisse,
dass nur sie allein Kirche sind, wenn sie behaupten, dass Kirche nicht die Vollmacht hat, Frauen zu Priestern
zu weihen. Wer gibt denen denn die Vollmacht dazu??? Gott??? Jesus???? Da sollen sie doch erst einmal
mit der Diakonninenweihe anfangen. Das wurde sogar von ihnen unterschrieben und dazu hatten sie dann wohl
die Vollmacht oder??? Die Kirchenmänner wollen einfach ihre Macht nicht abgeben und sie fürchten die
Frauen, weil sie ja die Verführerin des Mannes schlechthin ist. Und mit der überaus heiligen Zölibatsverpflichtung
wäre dann ja auch Schluss. Ích kann nicht verstehen, dass Sie als Frau so einen Unsinn nachplappern
und ihr Frausein verraten.
Wolfgang Es ist wahr: niemand hat einen Anspruch darauf, Priester zu werden! Die Weihe zum Priester setzt
die Berufung voraus, die der Kandidat in mehreren Jahren der Vorbereitung überprüfen muß und die von
der Hl. Kirche bestätigt wird. Frauen sind objektiv nicht zum Priesteramt berufen, mögen sie auch subjektiv
eine „Berufung“ (nämlich eine Neigung) zum Priesteramt verspüren. (Eine intellektuelle und charakterliche
Eignung kann auch vorliegen, sie ersetzt aber nicht die objektive, kirchlich bestätigte Berufung!) In
vielen Fällen wird bei den selbsternannten KandidatInnen fürs Priesteramt sichtbar, daß ihr Evangelium
eher der Feminismus ist als Jesus, der Christus und Heiland der Welt. Frau Bussmann ist dafür das beste
Beispiel www.kreuz.net/reader.1140.html. Jesus ist ihr nämlich erklärtermaßen kein „Christus“ mehr,
kein „Kyrios“ und „Sohn Gottes“ und verbindlich am Neuen Testament erscheint ihr nur noch das, was möglichst
nicht von Paulus oder Johannes stammt (es sei denn, es ließe sich feministisch ausdeuten, dann darf es
auch wieder ein bißchen „Paulus“ sein!): Kirchengeschichte, Dogmen, Frömmigkeitsleben: schlicht alles
soll nach dem Maßstab des Feminismus be- und abgeurteilt werden. Die Kirche verkündet jedoch definitiv
www.stjosef.at/…tio_sacerdotalis.htm, daß sie „keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu
spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“
Wolfgang Lieber Wolfgang, wenn Sie sagen, dass ich von Buddhismus keine Ahnung hätte, dann muss ich sagen,
Sie auch nicht, denn Buddhismus ist nicht gleich Buddhismus und der tibetanische Lamabuddhismus ist eine
ganz andere Art und keine Vermischung mit dem Hinduismus. Und gibt es nicht diese Denkweise, dass die
Frau erst ein Mann werden muss nicht auch in der biblischen Lehre, wenn Jesus diesbezüglich befragt wird?
Klar, diese Menschen, seien es Buddhisten irgendwelcher Form oder sei es die biblische Lehre hatten nicht
das biologische Wissen, das wir heute haben. Aber katholische Kirche heute, sollte dieses Wissen haben,
dass jede embryonale Form zunächst weiblich ist. In der Antike hatten Frauen sehr hohe Rechte, denken
wir mal an Agypten. Hier konnten Frauen und Männer Pharaonen sein. Und ein Pharao bedeutete immer Gottessohn-tochterschaft.
Wenn Sie das Nein der Ordination der Frau damit rechtfertigen wollen, dass die Frau einen hohen Wert in
der katholischen Kirche hat, dann muss ich dem absolut widersprechen. Sie sind keine Frau und können
dies gar nicht beurteilen. Und wenn amnesty international von der katholischen Kirche nicht gern gesehen
wird, so nur deshalb, weil diese Organisation schon öfter der katholischen Kirche Verstoß gegen die
Menschenrechte vorgeworfen hat. Nur ein katholischer Mann kann Priester werden, so steht es im Kirchenrecht.
Und das ist Diskriminierung pur. o^/
Salz in die Wunde?! Ja, was den nun?? Der Bischof von Magdeburg schrieb: „Liebe evangelische Schwestern
und Brüder! Ich kann es verstehen, wenn Sie die jüngste römische Erklärung schmerzt. Leider ist damit
wieder Salz in eine offene Wunde gestreut worden; warum schon wieder und gerade jetzt, bleibt auch mir
verborgen.“ Gott sei Dank, dass andere Bischöfe in Deutschland hier klarer sehen. Für den Eichstätter
Bischof Gregor Maria Hanke ist die Kritik der evangelischen Kirche am neuesten Vatikan-Dokument zum Kirchenverständnis
nämlich nicht nachvollziehbar: Er verstehe die Aufregung der Protestanten über das Schreiben aus Rom
nicht, sagte er der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Wenn jemand konsequent Protestant
ist und sich an den Reformatoren orientiert, müsste er doch, so wie der Papst das tut, dazu stehen, dass
die evangelische Seite ein anderes Kirchenverständnis hat als die katholische.„Die Aufregung des Ratsvorsitzenden
der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, provoziere die Frage nach der evangelischen
Identität, so Hanke.
Liebe Frau Buassmann: „es geht um das Prinzip, nämlich die Stellung der Frau in beiden Religionen, und
da steht in theologischer Hinsicht die Frau im Buddhismus höher als in der katholischen Kirche.“ Vom
Buddismus haben Sie offensichtlich keine Ahnung: Buddha lehrte, dass eine Frau nicht ins Nirvana eingehen
kann. Sie muss zuvor als Mann wiedergeboren werden. Im Christentum ist der Mensch, der Gott am nächsten
steht eine Frau! Die Heiligkeit steht im Christentum Frauen gleichermaßen offen wie Männerrn. Und die
Heiligen sind die eigentlichen „Anführer“ des Christentums. Priesterinnen gibt es interessanterweise
vor allem in Religionen, in denen die Frau keinen großen Stellenwert besitzt. Alle antiken Religionen,
außer Judentum und Christentum, hatten Frauenpriester. Frauenpriestertum ist daher kein Zeichen der Wertschätzung
der Frau. „Weiterhin geht es um die simpelsten Menschenrechte in der katholischen Kirche, dass niemand
diskriminiert werden darf aufgrund seines Geschlechtes.“ Diskriminieren bedeutet, jemandem ein Recht vorenthalten,
dass ihm zusteht. Niemand, auch kein Mann, kann behaupten, das Recht zu haben, Priester zu werden.
Dalai Lama mir ist natürlich klar, dass die Ordination im Buddhismus nichts mit der Ordination in der
katholischen Kirche gemeinsam hat, aber es geht um das Prinzip, nämlich die Stellung der Frau in beiden
Religionen, und da steht in theologischer Hinsicht die Frau im Buddhismus höher als in der katholischen
Kirche. Weiterhin geht es um die simpelsten Menschenrechte in der katholischen Kirche, dass niemand diskriminiert
werden darf aufgrund seines Geschlechtes. Und das macht katholische Kirche sehr wohl. Das sollten auch
mal alle sich hinter die Ohren schreiben, die immer noch denken, dass nur der Mann derjenige welcher ist,
der von Gott besonders auserwählt wurde. Welch eine Blasphemie, wenn so gedacht wird. Gerade eine Religion,
die sich als die Wahre bezeichnet, sollte hier vorbildlich sein.
@ Tammox Offensichtlich wissen Sie beiden tatsächlich nichts über das Leben des Dalai Lamas und der
buddhistischen Lehren – aber dazu muß man schon besondere Scheuklappen haben. Ich habe gar nichts über
das Leben des Dalai Lama geschrieben, von daher wüsste ich gern, woraus Sie schließen, dass ich nichts
über das Leben des Dalai Lama weiß. Ihre Aussagen sind wirklich hanebüchen und genau das SCHADET der
RKK, wenn man so abwertend daher redet! Es gab allein Dutzende Bestseller zu dem Thema Buddhismus. Was
ist hanebüchen? Dass ich die Umfrage korrekt wiedergegeben habe? Wo habe ich etwas abgewertet? Sind Sie
sicher, dass Sie meinen Beitrag überhaupt gelesen haben? Bezüglich der Zustimmunswerte: Vergessen Sie
nicht die „Wir-sind-Papst“-Euphorie, BXVI ist nun mal DEUTSCHER und hat empirisch gesehen schon dadurch
einen Vorteil, insofern sind seine 42 % relativ noch miserabler, selbst Köhler kommt ja auf 80 %. Das
ist kompletter Unsinn. Die Umfrage war: Wer ist Ihnen sympathischer, Benedikt XVI. ODER der Dalai Lama.
44% entschieden sich für den einen, 42% für den anderen. Der Wert Horst Köhlers hat eine völlig andere
Grundlage und kann daher nicht zu einem Vergleich herangezogen werden.
@Bussmann Die Frauenordination gibt es im Buddhismus schon längst; es geht nur darum, daß die tibetische
Sukzessionslinie vor Jahrhunderten abgebrochen ist und der tibetische Buddhismus jetzt Anschluß an die
ostasiatische Sukzessionslinie suchen muß. Allerdings hat die Frauenordination im Buddhismus nichts mit
der „Priesterinnenweihe“ vorgeblich geweihter katholischer Priesterinnen zu tun. (Im Buddhismus gibt es
keine Sakramente.)
Dalai Lama ich meine, dass die Frauenordination im Buddhismus schneller voran kommen wird als in der katholischen
Kirche. Nun ja, der Buddhismus ist ja auch schon älter als das Christentum.
Tammox: Bösartigkeit vermuteten Sie doch schon Anfang an (nicht nur) in diesem thread? Jedenfalls sollten
Sie eine etwas kohäsivere Argumentation vorlegen, wenn Sie derartig austeilen wollen. Zwei zentrale Probleme
Ihrer Argumentation sehe ich u.a. hier: I) Sie preisen den tibetanischen Buddhismus (der übrigens etwa
1400 Jahre alt ist; Kirche geht ebenso übrigens nicht auf die Geburt des Herrn, sondern die Schöpfung
der Welt zurück) als machtvolle, moderne „sympathischere Alternative“ zur Kirche, aber anscheinend glauben
auch Sie nicht, daß er die US-Amerikaner von den Evangelikalen wegbringen könnte. Letzteres ist auch
richtig, denn der Buddhismus im ‘Westen’ ist und bleibt eine Modereligion für Studienrätinnen, Werbetexter
und Schauspieler. II) Sie vertreten, wenn ich das recht sehe, für die Kirche einen zeitgeistorientierten
reformistischen Modernismus. Aber dieser ist doch genau das, was zwischen die Seelen und die Kirche kam,
währenddessen ganz empirisch und unbezweifelbar es doch gerade konservative (im besten Sinne auch ‘reaktionäre’)
Bewegungen strenger Observanz innerhalb der Kirche sind, die sich großen Zulaufs erfreuen, in den USA
ebenso wie hier; man denke nur ans Werk. Ihnen ein gesegnetes Fest der Hl. Maria aus Magdala!
Langsam kann ich nur noch Bösartigkeit vermuten. Erstens wüsste ich nicht, daß ich das „DU“ angeboten
hätte, zweitens habe ich nie gesagt, daß ich meine Erkenntnisse aus aktuellen Bestsellern hätte, sondern
wollte damit belegen, daß das Thema Buddhismus nun keinesfalls neu für die deutsche Öffentlichkeit
ist; vielmehr seit langer Zeit ganz oben im Interesse steht und drittens handelt es sich bei dem Buddhismus
um eine Religion, die auf Siddhattha Gotama (563 v. Chr. bis vermutlich 483 v. Chr.) zurück geht, also
schon ein halbes Jahrtausend VOR Jesus begründet wurde, als die katholischen Vorfahren noch 30 Generationen
davon entfernt waren mitreden zu können. Preisungen des postchristlichen Westens sind da wohl kaum vonnöten.
Wie es um die Aufmerksamkeit des laizistisch-säkularen Volks in Mitteleuropa im Jahre 2000 des real existierenden
Katholizismus aussieht, dürfte allerdings wohl weniger einem einzelnen Tibeter angelastet werden. Die
hier vielbeklagte „Gottlosigkeit“, ist doch offenbar im rkk Wirkungskreis endemisch. Das Bedürfnis nach
Spiritualität ist nach wie vor auf allen Kontinenten vorhanden. Aber durch das verbohrte „Wir sind besser
als ihr“ (Extra ecclesiam…), das hier bei Kreuz.net durch maximale Überheblichkeit gegenüber so ziemlich
jedem an den Tag gelegt wird, treibt man immer mehr Seelen aus der RKK hinaus. Wenn Sie das erreichen
wollen – vielleicht fühlen Sie sich in einem kleineren elitäreren übermenschlichen Zirkel wohler –
bitte! Aber beklagen Sie sich nicht, wenn sympathischere Alternativen Zulauf haben!
@Tammox Nein, natürlich wissen „wir“ nichts vom Buddhismus. Ach, absolut nicht. Wir sind nur katholische
Deppen. Träum’ mal weiter von Deiner Märchenwelt und lies ein paar Bestseller. Und frage Dich nicht,
ob Masse an verkauften Büchern ein Qualitätsmerkmal darstellt und warum man an bestimmte Leute bestimmte
Auszeichnungen verleiht und sie in’s Rampenlicht und damit in den arg eng begrenzten Aufmerksamkeitszirkel
der doch so aufgeklärten, mündigen Massenmenschen stellt.
Das Kinderschänderthema ist das Problem der RKK und NUR ihrs – leider!! Ich kam nur über die Mitgliedzahlen
zu dem Thema – ich bin selbst Amerikaner und dort ist nun einmal das RKK- IMAGE verheerend. Da ich kein
Evangelikaler bin und nicht möchte, daß die noch mehr Zulauf bekommen, weiß ich wie schwer das Argumentieren
und Werben ist, wenn man andauernd die Kinderschänderkeule um die Ohren bekommt. Die jüngste Reise des
heiligen Vaters nach Südamerika, kann man leider auch getrost als Desaster ansehen – im Vergleich zu
seinem Vorgänger kaum Interesse, dürftige offizielle Begrüßungen, etc. Die Abkehr vom Katholizismus
hat dort andere Gründe, die insbesondere in der Politik der Glaubenskongregation der 80er Jahre liegen,
als die in Südamerika beim Volk beliebten Bischöfe gemaßregelt wurden. Es kam noch ein sehr missverständliches
Interview des heiligen Vaters auf der Hinreise im Flugzeug hinzu. Das alles verstärkt den Trend gegen
die RKK in Südamerika. @Benedikt, Capistrano: Offensichtlich wissen Sie beiden tatsächlich nichts über
das Leben des Dalai Lamas und der buddhistischen Lehren – aber dazu muß man schon besondere Scheuklappen
haben. Ihre Aussagen sind wirklich hanebüchen und genau das SCHADET der RKK, wenn man so abwertend daher
redet! Es gab allein Dutzende Bestseller zu dem Thema Buddhismus. Bezüglich der Zustimmunswerte: Vergessen
Sie nicht die „Wir-sind-Papst“-Euphorie, BXVI ist nun mal DEUTSCHER und hat empirisch gesehen schon dadurch
einen Vorteil, insofern sind seine 42 % relativ noch miserabler, selbst Köhler kommt ja auf 80 %.
@ Tammox Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso es wohl soweit gekommen ist, daß selbst in Deutschland
(laut neuesten Umfragen) der Dalai Lama beliebter ist als Ratzinger? Das Umfrageergebnis war 44% für
den Dalai Lama, 42% für Benedikt XVI. Das sind wirklich Welten. Die Gründe sind klar: Erstmal weiß
man wenig über die Auffassungen des Dalai Lama, auch wird im Westen eher ein Buddhismus light verkauft.
Zudem ist man gegenüber fremden Kulturen hierzulande latent unkritisch, während man die eigene Kultur
umso kritischer betrachtet. Beispiel: Wenn ein Kirchenmann im Fernsehen auftritt, so kommt unweigerlich
bald die Frage nach Frauenpriestertum, Zölibat etc. Ich erinnere mich nicht, dass dies jemals mit dem
Dalai Lama in solchen Interviews erörtert worden wäre. Auch das Frauenbild tibetanischer GEsellschaften
interessiert niemanden. Die LEute finden jemanden sympathisch, von dem sie nciht viel mehr kennen als
ein gütiges Lächeln und ein zweifellos warmherziges Auftreten. Von daher finde ich eigentlich die Frage
interessanter, warum der „Vorsprung“ gerade 2% beträgt.
@Tammox Wow, der Dalai Lama bekam also den Friedensnobelpreis? Das ist ja eine tolle Leistung, um die
man ihn beneiden muß. Nee, mal im Ernst. Auf Freimauerer-Ehrungen können wir verzichten. Stutzig sollte
es uns machen, daß der „gelbe Papst“ wie er noch im letzten Jahrhundert von einigen Denkern bezeichnet
wurde, so etwas verliehen bekommt.
@ litterae sunt divitiae Den Erklärungen von Defensor Fidei kann ich nur zustimmen. Sehr gut erklärt!
Sie haben Ihre Frage aber doch eigentlich schon selbst beantwortet: Der Buddhismus vertritt letzten Endes
doch einen Nihilismus, d.h. das „Nichts“ (was nicht als ein „Etwas“ verstanden werden darf!) ist das Ziel
allen Lebens. Wenn das Leben aber im Nichts endet, dann bedeutet das den ewigen Tod! Für egoistisch halte
ich den Buddhismus, weil 1. er tatsächlich nicht missionieren will, d.h. es ist egal, was mit den anderen
Menschen passiert, 2. der Buddhist immer auf die eigene Erleuchtung schaut, sie zu finden ist das höchste
Ziel. Zusammengefaßt: Der Buddhist versucht sich selber in den ewigen Tod zu befördern (den er ausdrücklich
will!) und ist nicht am Schicksal Anderer interessiert! Wenn das nicht Ausdrucksformen von Lebensfeindlichkeit
und Egoismus sind – vielleicht erklären Sie mir Ihr Verständnis der beiden Begriffe! Katholiken glauben
übrigens nicht an den ewigen Tod, sondern an das ewige Leben. Um ebendies zu erreichen, muß man möglichst
vielen Menschen helfen, dasselbe zu erreichen. Dazu gibt es nur einen Weg, der ist Christus!
@ Inabikari Sie schrieben: „Das Nirvana ist kein Ort, der mit der Paradiesvorstellung des Christentums
vergleichbar wäre. Es ist kein Himmel & keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits. Nirvana ist ein
Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Sphäre.“ Woher glauben Sie das zu wissen? Es klingt nach einem
europäischen, vermutlich christlichen Nachschlagewerk. Aus buddhistischer Unterweisung stammen diese
Sätze gewiss nicht. Wieder kann ich nur fragen, was denn sachlich daran falsch ist. Ich habe nicht behauptet,
über die „Rettung der Seelen“ Bescheid zu wissen. Ich habe nur angemerkt, dass die große Maxime der
frommen Christen ist: „Rette deine Seele!“ Sie haben gesagt, daß die Maxime „Rette deine Seele“ egoistisch
wäre und ich habe Ihnen gesagt, daß dies Unfug ist.
Zum Geleit…das heutige Evangelium EVANGELIUM Matthäus 12, 14-21 In jener Zeit fassten die Pharisäer
den Beschluss, Jesus umzubringen. Als Jesus das erfuhr, ging er von dort weg. Viele folgten ihm, und er
heilte alle Kranken. Aber er verbot ihnen, in der Öffentlichkeit von ihm zu reden. Auf diese Weise sollte
sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Seht, das ist mein Knecht, den ich erwählt
habe, mein Geliebter, an dem ich Gefallen gefunden habe. Ich werde meinen Geist auf ihn legen und er wird
den Völkern das Recht verkünden. Er wird nicht zanken und nicht schreien und man wird seine Stimme nicht
auf den Straßen hören. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen,
bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat. Und auf seinen Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen.
@Tammox: Mit Verlaub, das Kinderschänderthema ist das Ihrige (und Sie nehmen sich ihm ja sehr detailfreudig
an), und ich bin darauf auch gar nicht eingegangen. In diesem Thema ging es um den Dalai Lama, den Sie
mit dem Hl. Vater bzw. seine Religion mit dem Katholizismus verglichen. Wir kamen so auf Mitgliederzahlen
und Konversionen, und ich sagte und sage, daß es eben nicht Ex-Katholíken sind, aus denen sich die „US-Evangelikalen“
rekrutieren – Ihre Argumentation aufgreifend, könnte man sagen, trotz der Skandale (also muß nach Ihrer
Argumentation ja ‘was dran sein’, oder?). Ich darf aber noch bemerken, daß der Katholizismus weltweit
zunimmt, nicht abnimmt (Statistiken gibt es bis 2005), wobei er relativ evtl. weniger zunimmt als einige
wenige andere Denominationen oder Religionen, aber die Gründe hierfür könnten wie gesagt mehr für
den rechten Glauben sprechen als gegen ihn.
@Inabikari Defensor Fidei hat nicht Unrecht. „Nirvana“ bedeutet „Nichts“. Es markiert das Ende des Kreislaufs
von Tod und Wiedergeburt und somit auch das Ende allen Leides. Das Nirvana ist tatsächlich nicht genau
das Gleiche wie die christl. Vorstellung vom Leben nach dem Tod. Das Nirvana ist eher als ein „endgültiger“
Tod zu sehen, an den Christen eben nicht glauben. Aber, und das ist für den Christmenschen schwer verständlich,
streben die Buddhisten dieses Ende an, anstatt sich davor zu fürchten. Das hat aber damit zu tun, dass
Buddhisten von der „Leere“ aller Dinge ausgehen. Die Erleuchtung ist der Zustand, der einem klarmachen
soll, dass alles „leer“, also sinnlos ist. Daher muss der Buddhist auch nicht mehr nach ewigem Leben streben.
Strenggenommen ist der reine Buddhismus atheistisch und nihilistisch. Aber für egoistisch und lebensfeindlich
halte ich ihn deshalb noch nicht, weshalb ich immer noch eine Antwort auf meine unten gestellte Frage
erwarte.
Dieses Thema ist ja in anderen Threads schon ausführlichst diskutiert worden – gerade vor ein paar Tagen
das letzte mal bei Das große Los gezogen www.kreuz.net/article.5552.html Ich möchte daher die Argumente
nicht alle wiederholen. Es stimmt aber, daß ich keine konkreten Zahlen habe über Austrittsströme –
das habe ich auch nie behauptet. Aber weltweit haben die Evangelikalen Zulauf (in Deutschland sollen es
schon rund 1,5 Mio sein; in den USA gut 120 Millionen), während die katholische Kirche Mitglieder verliert.
Diese unablässigen Kindersexskandale gibt es aber eben nur bei den Katholiken, weil nur sie den Zölibat
haben. Auch hierzulande haben sich ja mit Krenn, Gröer oder auch Degenhardt höchste Würdenträger in
den Dunstkreis dieser Verdächtigungen begeben. Natürlich ist die Schadensersatzkultur in den USA eine
andere, aber genau deswegen würde man dort auch JEDEN verklagen, der Kindern so etwas antut. Die massive
Häufung gibt es weltweit aber nun einmal nur bei zölibatären homophob gedrillten Priestern. Ich sage
das ganz wertfrei und ohne Anklage – das sind einfach Tatsachen. Nun aber meine NICHT BELEGTE VERMUTUNG:
Ich DENKE mir, daß das Kinderschänderimage der katholisches Kirche nicht gerade für Zulauf sorgt. Sie
können ja anderer Meinung sein – aber wenn man FÜR die katholische Kirche ist, sollte man schleunigst
darüber nachdenken, wie man diese pädophilen Geschichten eindämmt, statt nur beleidigt Verschwörungen
zu wittern und auf andere zu zeigen. Sie wissen doch wie das ist: Vier Finger der Hand zeigen immer auf
einen zurück!
@Tammox: Ihr eigener Hochmut und Ihre Unterstellung. Erstens ist es kein Tippfehler, wenn man „quot“ statt
„quod“ schreibt („d“ und „t“ liegen nicht direkt nebeneinander), sondern vielleicht ein Flüchtigkeitsfehler
im Denken, der nur mit äußerst geringer Wahrscheinlichkeit entstünde, wüsste man, dass „quot“ wie
viele“ heißt. Es stünde Ihnen an, das zuzugeben und es nicht als Tippfehler abzutun. Es nicht zuzugeben,
wäre Hochmut. Zweitens ist es eine Unterstellung, zu behaupten, dass ich mich über Ihren Fehler gefreut
hätte. Ich weiß nur aus eigener Erfahrung zu gut, dass auch solche, die Latein gelernt haben, nicht
mehr über die einfachsten Grundkenntnisse verfügen. Ich habe auch einmal einen Latein-Fehler ein halbes
Jahr (so ungefähr) nach dem Artikel korrigiert; das hat der Betreffende sicher nicht mehr gelesen. Da
suchen aber Leute im Google (genauso fand ich diesen Fehler) nach irgendeiner lateinischen Redewendung,
finden’s womöglich bei Kreuznet, und wenn sie falsch ist, pflanzt sich dieser Fehler fort. Um das zu
vermeiden, habe ich mein Posting geschrieben.
@Defensor Fidei Sie schrieben: „Das Nirvana ist kein Ort, der mit der Paradiesvorstellung des Christentums
vergleichbar wäre. Es ist kein Himmel & keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits. Nirvana ist ein
Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Sphäre.“ Woher glauben Sie das zu wissen? Es klingt nach einem
europäischen, vermutlich christlichen Nachschlagewerk. Aus buddhistischer Unterweisung stammen diese
Sätze gewiss nicht. Ich habe nicht behauptet, über die „Rettung der Seelen“ Bescheid zu wissen. Ich
habe nur angemerkt, dass die große Maxime der frommen Christen ist: „Rette deine Seele!“
@Tammox: Empirie Ich sage: Die Neu-„US-Evangelikalen“ rekrutieren sich (so gut wie) nicht aus übergelaufenen
Ex-Katholiken. Sie bestreiten das, indem Sie Probleme der Kirche in den USA auflisten. Das ist aber kein
Argument gegen das, was ich sage. Da müßten schon Zahlen und Fakten her, die den von Ihnen behaupteten
Strom dokumentierten; jene gibt es aber nicht, weil dieser nicht existiert.
Lieber Tammox, insgesamt ist das eine konzertierte Aktion zur Zerstörung der Kirche. Mir ist nicht bekannt,
dass beispielsweise eine der Parteien in den USA Millionen dafür hätte zahlen müssen, dass irgendwelche
ihrer Mitglieder irgendwelche Verbrechen begangen haben.
Ausreden @Burgorus, Es sei Ihnen gegönnt sich so an einem TIPPFEHLER zu erfreuen. Allerdings frage ich
mich, ob die Ihnen eigene Ergoterie nicht auch unter die Todsünde Hochmut fällt… @ Montfalcone. Naja,
also das wage ich schon zu bezweifeln. In den USA stehen Katholiken für ein sittenloseren Umgang, weil
sie dort einen Pädophilenskandal nach dem nächsten produzieren. Daß nun gerade katholische Priester
in so exorbitant erhöhter Zahl Kinder missbrauchen, hängt aber weniger mit der aktuellen Politik Roms
zusammen, als mit dem Zölibat. Diese Kaskade von Sexskandalen hat eben nur die katholische Kirche zu
bieten. Da springt schon der ein oder andere Gläubige ab! Zur Erinnerung: -Die Diözese Dallas berappte
1999 ganze 119 Millionen Dollar Schadensersatz, weil ihr Priester Rudolf Kos zwischen 1981 und 1992 nachweislich
mindestens 11 kleine Jungs vergewaltigt hat, wovon einer mit 21 Jahren in den Suizid getrieben wurde.
– Der spektakulärste Fall war natürlich BOSTON 2002, Kardinal Law bezahlte rund eine Milliarde Dollar
Schweigegeld. – Kardinal Roger M. Mahoney in L.A. wusste auch nur zu gut Bescheid in all den Jahren über
die zahllosen Fälle von Kindsmissbrauch, in denen Priester seiner Erzdiözese sich schuldig gemacht haben.
(660 Millionen Dollar Schadensersatz) – Mit dem Bistum San Diego hat die nächste Diözese Gläubigerschutz
beantragen. Alleine die Einigungskosten sollen sich auf mehr als 200 Millionen Dollar belaufen.“
@ Inabikari Mit der gleichen Berechtigung könnte ich sagen: Sie sind kein Katholik, nehmen sich aber
heraus, genau über den Begriff „Rettung der Seelen“ Bescheid zu wissen. Dabei haben Sie keine Ahnung
von diesem Zustand der Anschauung Gottes… Wenn eine meiner Äußerungen sachlich falsch gewesen sein
sollte, dann weisen Sie mir diesen Fehler doch bitte nach. Defensor Fidei (Deutscher und Katholik)
@Tammox Das Argument „Exotik“ zieht nicht, wenn man das weltweit betrachtet – Das Schrumpfen der katholischen
Kirche ist ja kein deutsches Phänomen, sondern überall der Fall. Das Argument „Exotik“ beziehe ich auf
die hochindustrialisierten Länder des ‘Westens’, in denen der Dalai Lama nun mal besonders viele Anhänger
hat, und auch dort nur in bestimmten Kreisen – ein wenig so wie der ‘Hollywood-Buddhismus’ in den USA.
Und wenn Sie die US-Evangelikalen betrachten, (denen ich NICHT nahe stehe), stellen Sie fest, daß die
nun wirklich nicht „die bequemen“ Botschaften vermitteln – im Gegenteil. Nun, wenn Sie dieses Argument
vertreten – und das wird in der innerkatholischen Diskussion auch in den USA ja durchaus bemerkt –, so
hieße das doch, daß der Katholizismus wieder strenger werden muß, verbindlicher, weniger beliebig und
McDonald’s-haft – also genau in die Richtung, die der Hl. Vater vorgibt (…oder auch der Hl. Josemaría).
Jedenfalls: Die „US-Evangelikalen“ rekrutieren sich kaum aus abgefallenen Katholiken…
@Defensor Fidei, Elendester Sünder: Nirvana Sie sind zwar keine Buddhisten, nehmen sich aber heraus,
genau über den Begriff „Nirwana“ Bescheid zu wissen. Dabei haben Sie keine Ahnung von diesem transzendenten
Zustand der Leidlosigkeit… @Sünder: Es ist sinnlos, im Zusammenhang mit dem Buddhismus die Popgruppe
„Nirvana“ zu erwähnen. Sie hat nämlich damit so wenig zu tun wie etwa die Popgruppe „Nazareth“ mit Jesus
Christus. Inabikari (Japaner und Buddhist)
Sünde, Sünde, Sünde … @ Montfalcone „Er hat mal einem konversionswilligen Deutschen gesagt, er solle
erst einmal seine eigene Religion kennenlernen, ehe er er mit einer anderen [exotischen, M.] versuchen
solle.“ Das wollte ich auch schon gesagt haben – aber gerade das NICHT missionieren wollen spricht natürlich
die Menschen an. Buddhisten treten eben nirgends aggressiv werbend auf und verdammen andere Religionen
niemals. Das Pöbeln gegen Andersgläubige ist aber bei Kreuz.net nun gerade charakteristisch. Beinahe
jeder zweite Eintrag verdammt und verurteilt doch. Da kriegt jeder mal was ab: Frauen, Schwule, Moslems,
Juden, SPD’ler, Grüne, Atheisten, Evangelen, etc. Dieses Verhalten widerspricht aber zum einen der Grundintention
Jesu („wer von Euch ohne Sünde ist,…“), aber auch dem versöhnlichen Anliegen eines JPII zum Beispiel.
Mit Ratzingers „extra ecclesiam nulla salus“ sind wir wieder dahinter zurück gefallen und Kreuz.net ist
generell noch wesentlich extremer. Sehen Sie sich nur den vorherigen Eintrag von „Elendester Sünder:“
an – mit so viel Hochmut und Verachtung würde sich ein Buddhist nie äußern. Das Argument „Exotik“ zieht
nicht, wenn man das weltweit betrachtet – Das Schrumpfen der katholischen Kirche ist ja kein deutsches
Phänomen, sondern überall der Fall. Und wenn Sie die US-Evangelikalen betrachten, (denen ich NICHT nahe
stehe), stellen Sie fest, daß die nun wirklich nicht „die bequemen“ Botschaften vermitteln – im Gegenteil.
@Tammox: Latein-Grundkenntnisse Das indeklinable „quot“ heißt „wie viele“. Das Relativpronomen im Neutrum
Singular Nominativ (und Akkussativ) heißt „quod“ („welches“, „was“). Sie wollten sagen: „quod erat demonstrandum“
(„was zu beweisen war“).
Nirvana Wer noch zu selbständigem, kritischen Denken fähig ist, muß erkennen, daß die tragische Figur
des Dalai Lama nur deshalb von den Machthabern hofiert wird, weil er sich kritiklos in die One-World-Propagandamaschinerie
hat einspannen lassen. Es ist allemal traurig, daß so viele ehemalige Christen in ihrer Sinnsuche zu
fernöstlichen Religionen ihre Zuflucht genommen haben. In den untenstehenden Lesermeinungen haben sich
ja wieder viele „geoutet“. Ich habe in Großstädten schon Götzenstatuen mit frischen Blumen und Räucherstäbchen
auf dem Bürgersteig gesehen. Bei der immer stärker werdenden antichristliche Medienpropaganda und der
anhaltenden Fäulnis großer Teile der Kirche ist das sicher keine große Schande. Eine Schande ist es
nur, wenn man unaufrichtigerweise nicht weitersucht, obwohl man eigentlich erkennen müßte, daß solche
Religionen im Gegensatz zur Kirche nicht die volle Wahrheit besitzen. Es gibt doch abschreckende Beispiele
genug. Ich erinnere an die Popgruppe „Nirvana“ und dessen Sänger Kurt Cobaine, der sich mittels eines
Revolvers in dasselbe beförderte.
@Tammox: Wo schimpfe und hetze ich denn? Und wo ist mein Niveau niedrig? Ich sage drei Dinge: 1. Der Dalai
Lama ist in Deutschland auch so attraktiv für ein bestimmtes Publikum, weil er so exotisch wirkt. 2.
Popularität ist grundsätzlich kein Qualitätsbeweis, aber in religiösen Fragen schon gar nicht. 3.
Der Dalai Lama residiert nicht deswegen nicht in einem Palast, weil er nicht will, sondern weil er nicht
kann/darf. (Nebenbei: Die wirklich vom Hl. Vater für sich selbst benutzen Räume unterscheiden sich nicht
sehr von denen des Dalai Lama.) Das muß schon noch erlaubt sein. Übrigens stimmt der Dalai Lama meinen
obigen Punkten, zumindest 1. und 2., explizit zu. Er hat mal einem konversionswilligen Deutschen gesagt,
er solle erst einmal seine eigene Religion kennenlernen, ehe er er mit einer anderen [exotischen, M.]
versuchen solle. Es ist doch interessant: Die gleichen Leute, die auf dem Rosenkranz, der Hl. Messe usw.
herumhacken ob ihrer angeblichen Monotonie, haben kein Problem, stundenlang „O Kleinod im Lotos“ zu intonieren…
die Gebetsmühle im Wortsinne.
Quot erat demonstrandum! @ Montfalcone; besser hätten Sie meine These gar nicht untermauern können!
Sofort wird wieder geschimpft und gehetzt von Ihnen. Das ist auch genau der Grund weswegen sich das Publikum
schaudernd abwendet. Die Geschichte des Buddhismus ist ja nun mal noch etliche Jahrhunderte älter als
das Christentum. Dabei sind aber Buddhisten weder missionierend noch gewalttätig aufgetreten, während
das Christentum 2000 Jahre lang immer wieder in Verbrechen gegen die Menschlichkeit verstrickt war – Hexenverbrennung,
Inquisition, Kreuzzüge, Konfessionelle Kriege, Ausrottung von Ureinwohnern, etc, etc. Hitler war beispielweise
ein Katholik bis zu seiner letzten Minute und der Vatikan sah nicht die geringste Veranlassung ihn zu
exkommunizieren. „Im Namen von Christen“ sind derartig viele Millionen Menschen umgebracht worden, daß
sich auch der Heilige Vater JPII zu einem mea culpa veranlaßt sah – oder ist das in Ihren Augen auch
ein „No-Brainer“? Hetzen Sie ruhig weiter – auf dieses Niveau will ich mich gar nicht herablassen. Tatsache
ist jedoch, daß die katholische Kirche weltweit an Einfluß verliert. Sogar in Hochburgen, wie Südamerika
boomen die christlichen Alternativen (in Brasilien insbesondere die Pfingskirchler). Islam und Buddhismus
haben ohnehin rasenden Zulauf. Also wenn Sie an die katholische Kirche glauben, sollten Sie sich im Ton
mäßigen und sich an die eigene Nase fassen, statt nur auf anderen rumzuhacken.
Die Bibel lehrt uns, dass die persönliche Heiligung auch eine soziale Komponente hat: Willst du denn
den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? Es könnten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein;
wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin wären? Das
sei ferne von dir, dass du das tust und tötest den Gerechten mit dem Gottlosen, so dass der Gerechte
wäre gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir! Sollte der Richter aller Welt nicht gerecht richten?
Der HERR sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihretwillen dem ganzen
Ort vergeben. Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, zu reden mit dem Herrn,
wiewohl ich Erde und Asche bin. Es könnten vielleicht fünf weniger als fünfzig Gerechte darin sein;
wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen? Er sprach: Finde ich darin fünfundvierzig,
so will ich sie nicht verderben. Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man könnte vielleicht
vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen. Abraham sprach:
Zürne nicht, Herr, dass ich noch mehr rede. Man könnte vielleicht dreißig darin finden. Er aber sprach:
Finde ich dreißig darin, so will ich ihnen nichts tun. Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden,
mit dem Herrn zu reden. Man könnte vielleicht zwanzig darin finden. Ich will sie nicht verderben um der
zwanzig willen. Und er sprach: Ach, zürne nicht, Herr, dass ich nur noch einmal rede. Man könnte vielleicht
zehn darin finden…
@ Inabikari: Sie vergleichen Äpfel mit Birnen Die Religion, in der der Egoismus am größten entwickelt
ist, ist doch wohl das katholische Christentum traditioneller Prägung, denn da geht es nur um ein Hauptthema:
„Wie rette ich *meine* Seele?“ In der Mahayana-Richtung des Buddhismus ist das Hauptthema die Frage: „Wie
rettet man alle Wesen im Universum?“ Selten so einen Unsinn gelesen. Die einzige Aufgabe der Kirche ist
es, Seelen zu retten. Jeder Katholik wirkt als Glied dieser Kirche bei dieser Aufgabe mit. Wer seine Seele
retten will, der wird auf diesem Weg zwangsläufig an der Rettung etlicher anderer Seelen mitwirken. Wer
so tut als ob die Katholiken nur um ihr eigenes Seelenheil bemüht sind, der hat keine Ahnung von der
Kirche. Wenn jeder Gläubige trotzdem beim Retten der Seelen zuerst auf seinen eigenen Seelenzustand schaut &
um diesen bemüht ist, dann liegt dies schlichtweg daran, daß nur jemand, der den Weg des Heiles auch
selber geht, einen anderen auf diesem Weg mitnehmen kann. Im übrigen verstehen Christen & Buddhisten
unter „Rettung“ etwas diametral Entgegengesetztes. Die christliche Rettung hat am Ende das ewige Leben,
das zur Anschauung Gottes führt. Der Buddhismus dagegen strebt das Nirvana an & will dadurch dem ständigen
Kreislauf aus Leben, Tod & Wiedergeburt entgehen. Das Nirvana ist kein Ort, der mit der Paradiesvorstellung
des Christentums vergleichbar wäre. Es ist kein Himmel & keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits.
Nirvana ist ein Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Sphäre.
no-brainers à la Tammox Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso es wohl soweit gekommen ist, daß selbst
in Deutschland (laut neuesten Umfragen) der Dalai Lama beliebter ist als Ratzinger? Weil der Dalai Lama
so schön unproblematische und unverbindliche Wohlfühlregeln aufzustellen scheint (scheint!), im Gegensatz
zum Hl. Vater? Dabei hat Deutschland als europäisches land ja nun nicht gerade die typisch buddhistische
Geschichte! Eben drum – profitiert er vom Exotismus? Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso der Dalai
Lama mit einer ausgeprägten Bescheidenheit und Genügsamkeit auffällt, während der Papst in dem größten
und pompösesten Palast der Welt regiert? Weil der Dalai Lama von den chinesischen Kommunisten aus seinem
riesigen Palast vertrieben wurde?
Lieber Tammox, vielleicht ist der Dalai Lama auch nur deshalb so beliebt, weil man über die wahren Hintergründe
www.ruedigersuenner.de/dalai8.html so wenig weiß.
Selbst SCHULD Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso es wohl soweit gekommen ist, daß selbst in Deutschland
(laut neuesten Umfragen) der Dalai Lama beliebter ist als Ratzinger? Dabei hat Deutschland als europäisches
land ja nun nicht gerade die typisch buddhistische Geschichte! Haben Sie sich mal gefragt, wieso der Dalai
Lama einen Friedensnobelpreis bekommen, während Christen überall auf der Welt durch Militanz auffallen?
(Dazu muß man noch nicht mal Europa verlassen – in Irland überfallen katholische Eiferer evangelische
Kinder auf dem Weg zur Schule, u.u.). Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso der Dalai Lama mit einer
ausgeprägten Bescheidenheit und Genügsamkeit auffällt, während der Papst in dem größten und pompösesten
Palast der Welt regiert? Haben Sie sich schon mal gefragt, wieso jedes Jahr Hunderttausende die katholische
Kirche verlassen und wieso der Buddhismus als friedvolle Alternative stets Anhänger dazu gewinnt? Die
Antwort finden Sie beispielsweise bei Kreuznet in Form von Posts à la Joseph von Eichendorff! Verbreitet
die katholische Seite nur Hass, Hetze und Verurteilungen, glänzen Buddhisten für die breite Öffentlichkeit
durch Friedfertigkeit und Toleranz. So ist die Welt – Christen haben nun einmal nicht mehr die Macht ihre
Botschaft mit Gewalt durchzusetzen und zudem noch Konkurrenz.
Dieser Pfarrer Gary ist ein Trottel… so einen Kindskopf sollte garnicht öffentlich zu Wort kommen.
Für mich sind seine Aussagen noch schlimmer als Kindesmißbrauch, weil er diesen irrealen und gottlosen
Fantasy-Hirnschrott noch legitimiert kleine Kinder zu mißbrauchen. Das von einem Geistlichen, der doch
im Wort der Wahrheit erwachsen sein sollte ist schlichtweg eine Zumutung.
@ Inabikari „Wir werden ins Nirvana nicht eintreten, solange noch ein einziger Mensch nicht gerettet ist.“
Diese Aussage ist aber ganz und gar nicht katholisch. Der Egoismus ist in allen Religionen enthalten und
in der katholischen Religion soll man ihm entgegenwirken und Gott allein die Ehre geben, gelingt natürlich
leider nicht immer.
@Joseph, litterae Die Religion, in der der Egoismus am grössten entwickelt ist (wenn man einmal diese
Etikettierung akzeptieren möchte), ist doch wohl das katholische Christentum traditioneller Prägung,
denn da geht es nur um ein Hauptthema: „Wie rette ich *meine* Seele?“ In der Mahayana-Richtung des Buddhismus
ist das Hauptthema die Frage: „Wie rettet man alle Wesen im Universum?“ Während manche guten Katholiken
(die auch auf diesen Seiten posten) sich genüsslich ausmalen, welche Masse der Verurteilung anheimfällt
und wer alles in die Hölle kommt, sofern nur sie selber gerettet werden, kreist das Denken der Bodhisattvas
um die Rettung aller Menschen. „Wir werden ins Nirvana nicht eintreten, solange noch ein einziger Mensch
nicht gerettet ist.“
@Joseph Sollen doch die Anhänger der wohl lebensfeindlichsten und egoistischsten Religion dieser Welt
machen, was sie wollen! Können Sie oder jemand anderes mir bitte mal erklären, weshalb Sie diese Religion
so negativ einschätzen?
@Pünktchen In den englischsprachigen Quellen zur buddhistischen Frauenordination ist von „theologischen
Forschungen“ nicht die Rede. Wahrscheinlich hat ein deutscher Übersetzer dieses Wort eingeschmuggelt.
Eigentlich müßte von buddhologischen oder Buddhismus-historischen Forschungen die Rede sein. Dabei ist
die Ordination von Frauen (die nicht mit der Ordination katholischer Priester vergleichbar ist) im Buddhismus
grundsätzlich möglich. Im Kern geht es darum, daß die tibetische Sukzessionslinie der Frauenordination
schon vor Jahrhunderten abgebrochen ist, während noch eine Sukzessionslinie (die Dharmagupta-Linie) für
Ostasien existiert, an die sich die tibetischen buddhistischen Nonnen wohl jetzt anschließen werden.
Da es ein Priestertum im katholischen Sinn im Buddhismus nicht gibt, hat die Diskussion um die buddhistische
Frauenordination für die Frage der „Priesterinnenweihe“ in der katholischen Kirche keine Relevanz.
@ Kurt K. Ach Kurtilein, es gibt in Deutschland ein „geflügeltes“ Wort: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach
mal die Klappe halten!“ Ziemlich weise, finde ich. Also, Kurt K., wie wär’s?
@ Joseph von E. Na und? Sollen doch die Anhänger der wohl lebensfeindlichsten und egoistischsten Religion
dieser Welt machen, was sie wollen! Ja, lassen wir die Katholiken doch machen was sie wollen! Da haben
Sie Recht!
Frauenordination Na und? Sollen doch die Anhänger der wohl lebensfeindlichsten und egoistischsten Religion
dieser Welt machen, was sie wollen! Wenn sie aufrichtig auf der Suche nach der Wahrheit sind, wird Gott
sie auch nicht enttäuschen und ihnen die Möglichkeit zur vollen Erkenntnis des wahren Gottessohnes kommen
lassen!