Wer nicht versteht, daß man nicht verstehen kann, der hat nichts verstanden. Die lateinischen Gebete der lateinischen Messe sind keine Verkündigung, sondern – Gebete. Pressesplitter zur Alten Messe.
„Der Messe könne man auch ohne großes Latinum folgen, sagt einer der
regelmäßigen Meßbesucher aus Meerbusch: »Nehmen sie mich, ich spreche gar kein Latein.«“
Aus einem
Artikel von Marc Wolko in der ‘Neuen Ruhr Zeitung / Neuen Rhein Zeitung’ vom 13. Juli.
Sie verstehen
alles
„Gläubige, denen die alte Liturgie noch bekannt sei, wollten diese nicht zurückhaben und seien
froh, alles zu verstehen, sagt Paul Sinz, Dekan für das Dekanat Dillingen.“
Aus einem Artikel der Tageszeitung
‘Augsburger Allgemeine’ vom 11. Juli.
Kein Latein? Kein Problem
„Auch für Menschen, die kein Latein
sprechen, mache es Sinn, an der traditionellen Messe teilzunehmen, so Pfarrer Ulrich Terlinden: »Selbst
wenn die ganze Messe auf Deutsch gehalten wird, man braucht ein Leben lang um zu begreifen, was eigentlich
dahinter steckt.«“
Aus der Tageszeitung ‘Westfälische Nachrichten’ vom 12. Juli.
Stirnerunzeln
„Bleibt
die Frage, ob der lateinische Gottesdienst geeignet wäre, mehr Jugendliche für die Kirche zu begeistern.
»Nun ja«, runzelt Pater Georg die Stirn, »die neue Form war ja auch nicht so erfolgreich. Das lateinische
Hochamt bei großen Festen ist hier in Hamborn immer sehr gut besucht.«“
Aus der Lokalzeitung ‘Neue
Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung’ vom 11. Juli.
Immer wieder
„Karl Hagenauer, Pfarrer der Krumbacher
Gemeinde Maria Hilf, meint, es sei noch zu früh, um Aussagen über die Folgen des päpstlichen Schreibens
zu treffen: »Allerdings habe ich bei meiner früheren Tätigkeit in einem Wallfahrtsort immer wieder
erlebt, daß Menschen mit dem Wunsch an mich herangetreten sind, die Messe in Latein zu feiern.«“
Aus
einem Artikel der Tageszeitung ‘Augsburger Allgemeine’ vom 11. Juli..
Keine Nachfrage
Wir merken: Bei
Ihnen hat die alte Liturgie keine Chance.
Propst Ansgar Lüttel: „Mal abgesehen davon, daß es keine
Nachfrage gibt – ich habe die neue Liturgie damals als Geschenk empfunden. Sie ist eine gute Form des
Gottesdienstes, eine lebendige Form.“
Aus einem Artikel der in Bremen erscheinenden Tageszeitung ‘Weser
Kurier’.
Gut gefüllt
„In Weißkirchen an der Grenze des Bistums zu Bayern gebe es einen Pfarrer, der
regelmäßig Messen nach altem Ritus anbiete. »Die Kirche ist gut gefüllt, aber die Gläubigen kommen
aus einem Umkreis von 150 Kilometern.«“
Aus einem Artikel des hessischen Lokalblattes ‘Main-Spitze’
vom 11. Juli.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Pünktchen Das ist immerhin recht erfreulich, vor allem, weil es sich ja um einen Geistlichen (bzw. Religionsdiener
) handelt, dem der christliche Glaube noch etwas bedeutet. Solche Leute sind im Protestantismus schon
lange eine Minderheit, von etwa 5%, wie ich aus reicher Erfahrung belegen kann.
Artois Ja, früher oder später muß man einsehen, daß das luther. „Schriftprinzip“ auf persönliche
Willkür hinausläuft. Der Leserbrief hat deswegen ein Gewicht, weil er von einem luther. Pastoren stammt,
der spätestens jetzt (man denke an die sog. „Bibel in gerechter Sprache www.kreuz.net/article.5461.html“
!) bemerkt, daß da etwas nicht stimmen kann: und zwar prinzipiell nicht!
@Pünktchen ja, nach dem er behauptet hatte, es wäre irgend wann einmal ein „ordnungstiftendes Prinzip“
gewesen. Das ist nun wirklich abzustreiten. Im Gegenteil, das sola scriptura ist ein Wahnsinn, noch dazu
von einem Luther, der eine scriptura nur dann akzeptiert hat, wenn er Sie persönlich autorisiert hat …
Brrrrrrr …
Die Position, die Herr Hasala formulierte, ist von evangelischer Seite schon tausende Male seit hunderten
Jahren so oder ähnlich formuliert worden. Konsequenzen von ihm oder von „ev.“ Seite sind nicht zu befürchten.
Das „sola scriptura“ Prinzip hat nie irgend eine Ordnung gestiftet, sondern war stets – und zwar schon
vor Lutherns Zeiten – eine antikirchliche Frechheit, bis hin zur Rechtfertigung von übelster Kriminalität.
Die Protestanten sollen endlich erkennen, daß ihre Kirchengeschichte und ihre pseudo-kirchliche Theologie
einem Mix aus Irrenhaus und Rummelplatz gleichen.
Ein ev.-luth. Pastor begrüßt das Motu Proprio! Dem Artikel „Heiliges Spiel www.kreuz.net/article.5492.html“
kann ich – als evangelisch-lutheranischer „Ruhestandspfarrer“ – nur voll zustimmen… In beiden westl.
„Großkonfessionen“ herrscht auf gottesdienstlichem Gebiet längst schon eine „Ökumene sinnentleerter
Beliebigkeit“, die sich unter dem Siegel des Modernismus und der angeblichen Bedürfnisse des „säkularen
Menschen“ im Zeitalter westlicher Demokratie-Vergötzung zu einem pseudoreligiösen Sinnersatz ausgewachsen
hat. Auch in den Kirchen der Reformation propagiert man doch von kirchenleitender Stelle aus die von Daniel
Deckers angesprochenen „neuen Lieder“ … Einleitendes Geschichtchen-Erzählen und plump-anbiedernde Begrüßungsfloskeln
mit Festzeltcharakter sind ebenfalls im Schwange, damit man nicht gleich merkt, dass ja eigentlich Gottesdienst
gefeiert werden soll! Auch die ehrfurchtslose Massenabfertigung bei der Eucharistie ist oft gleicherweise
anzutreffen. Der „Altarraum als Bühne“, auf der „auf Selbstdarstellung versessene Laien und Gleichberechtigung
heischende Frauen ihre Rollenkonflikte austragen“, lässt sich ebenfalls finden! Ein Benedikt XVI., der
wieder ein wenig Ordnung ins Chaos der Beliebigkeit bringt, ist nach evangelischem Kirchenverständnis
nicht vorhanden. Und das vielbeschworene „Sola Scriptura“ ist keit kein sinn- und ordnungsstiftendes Prinzip
mehr, nachdem das „Hineininterpretieren“ in die Heilige Schrift und selbstherrliche Kritik die Schriftauslegung
in ihrer Verbindlichkeit schachmatt gesetzt hat… Herbert Heiß-Hasala, Dombühl
Stell dir vor… Geht das Gedicht nicht wie folgt weiter: (?) Dann kommt der Krieg zu dir, und du bist
hier… M.a. W. Gehen wir nicht zur alten Messe, dann kommt die alte Messe zu uns? Kann ich mir aber kaum
vorstellen. Übrigens, vir, ich warte auf das Windeln wechseln. Ich putz Dir dann auch mal die Fenster…
LG Regina1961
@ Defensor Fidei Bekanntlich gibt es aber nicht auf der ganzen Welt den Beruf des Pastoralreferenten.
Pastoralreferenten gibt es nur in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Ist doch
piepegal, wie man das nennt. Es handelt sich um eine Person mit Diplom in Theologie. Man muss also erwarten
können, dass sie als Katechet einsetzbar ist. Ansonsten ist die Ausbildung auch zu nichts nutze. Für
ein bißchen Pastoralpraxis braucht man schließlich kein komplettes Theologiestudium zu absolvieren.
Jedoch meine ich, dass am Anfang des Wirken eines jeden „Pasti“ doch bestimmt auch heute schon eine Segnung
erteilt wird, oder? Ist mir im Moment nicht im Gedächtnis. MW werden sie „gesandt“. Ein persönlichen
Segen schließt das wohl ein, aber das wäre nicht das, was ich meine.
@ Benedikt Ich weiß auch, dass er ihn nicht ersetzen kann, bekanntlich aber sind überall auf der Welt
Katecheten im Einsatz, wo nicht jede Woche ein Priester zur Heiligen Messe kommen kann. Bekanntlich gibt
es aber nicht auf der ganzen Welt den Beruf des Pastoralreferenten. Pastoralreferenten gibt es nur in
Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Desweiteren geht es hier nicht um eine Weihe
im eigentlichen Sinne, sondern um eine Benediktion. Schon klar. Wenn ich Weihe sagte, so meinte ich die
Weihe im weiteren Sinn. Segnen kann man natürlich alles: Personen und Gegenstände. Jedoch meine ich,
dass am Anfang des Wirken eines jeden „Pasti“ doch bestimmt auch heute schon eine Segnung erteilt wird,
oder?
Selbstreferent? Mir persönlich ist kein Pastoralreferent bekannt, der überhaupt „Aufgaben erledigt“.
Ich kenne nur selbstreferenzielle Gehaltsbezieher, die ihnen „Vorruhestand“ mit Monologen garnieren.
@ Defensor Fidei Ein Pastoralreferent kann einen Priester nie ersetzen. Er kann keine Messe feiern und
keine Sakramente spenden. Für die anderen anfallenden Aufgaben, die er erledigt, bedarf er dagegen keiner
Weihe. Ich weiß auch, dass er ihn nicht ersetzen kann, bekanntlich aber sind überall auf der Welt Katecheten
im Einsatz, wo nicht jede Woche ein Priester zur Heiligen Messe kommen kann. Das kann uns auch in Deutschland
blühen. Desweiteren geht es hier nicht um eine Weihe im eigentlichen Sinne, sondern um eine Benediktion.
Dass jemand einer solchen nicht bedarf, zumal wenn er so wichtige Aufgaben zu übernehmen hat, kann ich
so nicht sehen. Es gibt Benediktionen für etliche Anlässe, warum nicht für diesen? Äbtissinnen werden
ja auch benediziert, warum nicht auch solche, die auf weltlichem Gebiet Verantwortung in einer Gemeinde
übernehmen (müssen)?
@ Benedikt Naja, da der Priestermangel wohl noch zunehmen wird, würde ich das jetzt mal nicht unterschreiben.
Ein Pastoralreferent kann einen Priester nie ersetzen. Er kann keine Messe feiern und keine Sakramente
spenden. Für die anderen anfallenden Aufgaben, die er erledigt, bedarf er dagegen keiner Weihe. In manchen
Fällen mag das so sein, aber in vielen? Wieso lassen sich dann nur so wenige wenigstens zum Ständigen
Diakon weihen? Weil dies nur Männer betrifft, die mit dem Zölibat ein Problem haben. Selbst diese müssten
aber bereits vor ihrer Weihe verheiratet sein und außerdem auch bereit sein, nach einem evtl. Vorversterben
der Frau auch zölibatär zu leben. Für Frauen schließlich besteht diese Möglichkeit gar nicht. Nicht
umsonst sind viele Pastoralreferenten Frauen.
@ Defensor Fidei Da ich diese Ämter nicht für erforderlich halte, ja sie sogar ablehne, komme ich gar
nicht mehr zu der Frage der Weihe. Naja, da der Priestermangel wohl noch zunehmen wird, würde ich das
jetzt mal nicht unterschreiben. Wenn ich somit überhaupt die Überlegung angestellt habe, welche praktischen
Konsequenzen eine Weihe hätte, so wollte ich damit nur darauf hinweisen, von welch problematischen Charakteren
diese Ämter oft ausgeführt werden. Dem kann doch abgeholfen werden. Mir sind solche Fälle allerdings
gar nicht aus eigener Anschauung bekannt. Der Grund liegt nahe. Menschen, die diese Ämter ausüben, wären
in vielen Fällen eigentlich gerne selber Priester geworden. Dies war dann aber aus unterschiedlichen
Gründen nicht möglich, was von vielen Pastoralreferenten einfach nicht verwunden werden kann. In manchen
Fällen mag das so sein, aber in vielen? Wieso lassen sich dann nur so wenige wenigstens zum Ständigen
Diakon weihen?
@ Benedikt Wenn ein Pfarrer seine Kompetenzen nicht auszuüben versteht, dann ist dies sein Problem. Und:
Ob eine Gnade erteilt wird oder nicht sollte man mE nicht von solchen Erwägungen abhängig machen. Da
ich diese Ämter nicht für erforderlich halte, ja sie sogar ablehne, komme ich gar nicht mehr zu der
Frage der Weihe. Wenn ich somit überhaupt die Überlegung angestellt habe, welche praktischen Konsequenzen
eine Weihe hätte, so wollte ich damit nur darauf hinweisen, von welch problematischen Charakteren diese
Ämter oft ausgeführt werden. Der Grund liegt nahe. Menschen, die diese Ämter ausüben, wären in vielen
Fällen eigentlich gerne selber Priester geworden. Dies war dann aber aus unterschiedlichen Gründen nicht
möglich, was von vielen Pastoralreferenten einfach nicht verwunden werden kann.
@ Defensor Fidei Was für grässliche Worte. Diesen „Ämtern“ stehe ich mehr als skeptisch gegenüber.
Wenn man diese Ämter nun auch noch mit einer niederen Weihe versehen würde, dann hätte der Pfarrer
in der einen oder anderen Gemeinde wohl endgültig nichts mehr zu melden. Wenn ein Pfarrer seine Kompetenzen
nicht ausszuüben versteht, dann ist dies sein Problem. Und: Ob eine Gnade erteilt wird oder nicht sollte
man mE nicht von solchen Erwägungen abhängig machen.
Verzehnfachung Selbst eine Verzehnfachung des Angebots von ca. 40 auf ca. 400 Gelegenheiten bliebe doch
nahezu unbemerkt im liturg. Geschehen der Gegenwart. Ja: Beim „normalen“ Kirchgänger – unbemerkt Nein:
Bei denen, die etwas beweglicher sind, etwas neugieriger, die einen Blick über ihren Tellerrand tun.
Da wird sich bei dem unten erwähnten Zahlenspiel der Verzehnfachung das Bewußtsein ändern.
=Zweitaccount von .chen: Zweitaccount von Dr.O. Und doch könnte die stärkere Verbreitung der Alten Messe
einen segensvollen Beitrag leisten dazu, daß die „Reform der Reform“ vorankommt. Bestimmte Entartungen
und (botanisch gesprochen:) „Vergeilungen“ im NOM werden durch die bloße Koexistenz des alten Ritus am
selben Ort erschwert, glaube ich! In der Tagespost gab es unlängst www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=33452
einen sehr umfangreichen Artikel zum Liturgieverständnis Benedikt XVI. Nimmt man das alles ernst, was
da zusammengetragen wurde, dann müßte zumindest das „versus populum“ verschwinden. s. dazu auch hier
www.kreuz.net/bookentry.1183.html und vor allem: hier www.kreuz.net/bookentry.980.html! Ob es dem Hl.
Vater noch gegeben ist, dieses Werk anzupacken? Wird es vielleicht einmal ein römisches Meßbuch des
Papstes Benedikt XVI. geben? … o^/
Unbemerkt und ohne Wirkung? Zitat: „Selbst eine Verzehnfachung des Angebots von ca. 40 auf ca. 400 Gelegenheiten
bliebe doch nahezu unbemerkt im liturg. Geschehen der Gegenwart.“ Kommentar: „Ponderantur, non numerantur.
@Dr. Otterbeck … Das „Original“ des Spruchs heißt ja bekanntlich: Stell’ Dir vor es ist Krieg und keiner
geht hin… Das Original des Spruchs ist von Brecht und heißt: „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner
geht hin, DANN KOMMT DER KRIEG ZU DIR.“ Man solte nur zitieren, wenn man auch weiß, was man zitiert und
was damit gemeint ist bzw. war …
= Zweitaccount von Dr. O. Die Aufregung wird sich beruhigen. Am rechten Rand rutschen einige in den Sedisvakantismus,
die Mehrzahl nimmt aber die Liturgiereform unbefangener zur Kenntnis; und ideologische „Reformer“ verlieren
mit Recht an Zuspruch (ist längst im Gange). Und eines nicht allzu fernen Tages wird dann die übergroße
Mehrzahl sagen: Was für Glück war doch die Konzilskonstitution Sacrosanctum Concilium! Mit ihr wurde
die Gefahr gebannt, dass die römische Liturgie, die immer auf Praxis ausgerichtet war („pragmatische“
Liturgie), zum Ritual verkümmert; und paradoxerweise hat das auch die Tradition bekräftigt. Arcanum
Dei consilium.
P.S.: Ne Ne. Ich gönne der alten Messe „volles Haus“. Ist nur ziemlich unwahrscheinlich. Selbst eine
Verzehnfachung des Angebots von ca. 40 auf ca. 400 Gelegenheiten bliebe doch nahezu unbemerkt im liturg.
Geschehen der Gegenwart.
@Pünktchen War nicht persönlich gemeint. Das „Original“ des Spruchs heißt ja bekanntlich: Stell’ Dir
vor es ist Krieg und keiner geht hin. Papst Benedikt will aber den Krieg um die Messe (eher eine Straßenschlacht
am rechten Rand der suburbs) gerade beenden. Mit Recht und Gerechtigkeit.
Dr. Otterbeck Kann ich mir zwar vorstellen, es bleibt ja dann gleichwohl eine heilige Messe. Aber warum
sollte ich es mir vorstellen? Ich habe den Verdacht, das Gegenteil der von Ihnen evozierten „Vorstellung“
erfüllt sie mit Horror? Liege ich da ganz falsch? Warum eigentlich?
Video Der auf dem Video zu sehenden Auschnitt ist schon sehr beeindruckend und erhebend. Die Lesung wird
in der Volkssprache verkündet, nachdem der Priester diese lateinisch intoniert hat. Sehr gut gelöst.
Die Gemeinde ist einbezogen bei den Responsorien – auf dem Video hört man z. B. das Dominus vobiscum
vor der Collecta – und im Ordinarium Missae. Es ist gut, dass Papst Benedikt den usus antiquior der ganzen
Kirche wiedergeschenkt hat. Es ist ja auch unverständlich, dass nahezu alles erlaubt sein soll, bis hin
zu „Jugendkirchenliturgie“, aber die ältere Form der römischen Liturgie mit dem Makel des Unanständigen
behaftet sein soll. Niemand wird gezwungen, den usus antiquior zu besuchen. Darum geht es ja auch nicht!
Vieles könnte man ohne Probleme auch für die Zelebation im usus recentior fruchtbar machen: Benutzung
festlicher und würdevoller Paramente (vor allem keine grauen oder schmutzigweißen „Mantelalben“ mehr),
gregor. Choral, Kantilation von Gebeten und durchaus auch Lesungstexten (auch in der Volkssprache keine
Problem!), Gebetsrichtung (z.B. Wortgottesdienst versus populum, Eucharistischer Teil versus orientem)
etc. Man würde nicht gegen eine Norm bzw. Rubrik des usus recentior verstoßen, im Gegenteil! Und hier
liegt eine große Hoffnung, dass Priester und Laien, die mit dem usus antiquior in Kontakt kommen und
gute Erfahrungen machen, die ars celebrandi in die „ordentliche“ Form übertragen. Und das ist auch eine
Hoffnung des Hl. Vaters. Quod Deus bene vortat!
Sirilo Ich habe diese Antwort erwartet . In einem Buch von Peter Seewald antwortete unser heutiger Papst
auf die selbe Frage so . ; Gott ist nicht Mann und nicht Frau , Gott ist Gott . Ich denke viel über diese
Antwort nach . Ich muß sagen das sie mich nicht befriedigt und das ich beunruhigt bin . Aber vielleicht
klären das ja die Theologen noch rechtzeitig bevor wir vor Ihm stehen und wir Ihn dann korrekt anreden
können . Ich bleibe ganz konservativ noch beim Vaterunser und betrachte Maria als meine Mutter .
Sirilo Ich habe das mit Absicht so geschrieben , weil ich wußte das man dieses Haar in der Suppe finden
würde . Und nun zur Sache . Ist Gott Mann oder Frau ? Ich bevorzuge ein klares Ja oder Nein.
Wieso wundert sich hier jemand über die Frauenfeindlichkeit der RKK??? „Die Weiber sind hauptsächlich
dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen.“ (Johannes Chrysostomos, 349-407, gr. Kirchenlehrer)
„Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es
entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen.“ (Kirchenvater Augustinus, hl.,
354-430) „Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!“ (Papst Pius II.,
1405-1464) „…der Gang, wie sich die göttliche Lehre verbreitet: Von Gott zu Christus, von Christus
in den Mann und von diesem in das Weib hinab. Umgekehrt verbreitet sich die teuflische Lehre: Sie kommt
zuerst in das Weib, denn dies besitzt weniger Unterscheidungsvermögen.“ (Alexander von Hales, 1185-1245,
Lehrer des Thomas von Aquin) „Die Frau ist ein Mißgriff der Natur… mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuß
und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger…eine Art verstümmelter, verfehlter,
mißlungener Mann…die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann.“ (Thomas von Aquin,
hl., Kirchenlehrer, 1225-1274) „Alle Bosheit ist klein gegen die Bosheit des Weibes. Besser ist die Gottlosigkeit
des Mannes als ein wohltuendes Weib.“ (Die Synode zu Tyrnau, 1611) „Nahe der Kirche dürfen keine Frauen
wohnen.“ (Synode von Coyaca, 1050) Frauen haben haben nicht mehr Hirn als ein Strohputz auf dem Acker,
der für die Vogelschau ist hinausgestellt worden. (Georg Stengel, Jesuit, 1584-1651)
Evangelium vom Sonntag habt ihr heute dem Evangelium zugehört? Martha … Haushaultsvorstand (= kein
Mann) Maria sitzt zu Füssen Jesu … diese Haltung war nur einem männlichen Rabinen-Schüler erlaubt…
Machotum ? Ja es ist ein Problem . 2000 Jahre später hätte man bestimmt eine Frau gekreuzigt . Von den
darauf folgenden 11 Apostellinnen werden wir alle beglückt worden . Nur Judas der Verräter wäre selbstverständlich
ein Mann gewesen . Und das Vaterunser wäre von einer heiligen Geistin bestimmt in Grund und Boden gestampft
worden . Zu der jungen Frau in Nazareth kam der männliche Erzengel Gabriel und Maria sprach . ; Herr
dein Wille geschehe , ich bin die Magd des Herrn ;. Das würde Ihr heute keiner mehr durchgehen lassen .
Wir leben ja schließlich nicht mehr im finsteren Mittelalter sondern in einer modernen Welt die aber
leider keine 2000 Jahre mehr haben wird .
immer so hmm… war aber immer so. Man muss ja kein Machotum draus machen, das stimmt auf jeden Fall.
Aber ich finde, in unser hl. Kirche das o.g. Argument eigentlich gar nicht schlecht.
Machos Dieses Macho-Gehabe ist schon unerträglich … DAS wird auch noch als katholisch ausgegeben …
und als traditionell-katholisch … es ist schlichtweg nicht zum Aushalten!
Reizüberflutung Und ich habe etwas gegen das Machotum in diesem Forum. Kommt endlich mal auf den Boden
der Realität an. Es gibt nicht nur eine weibliche Reizüberflutung. Was ist denn, wenn es einen äußerst
gut aussehenden Priester am Altar gibt? Glaubt ihr etwa, da würden sich nicht die Gedanken und Phantasien
einiger Frauen in die Unkeuschheit bewegen? Wenn ich in die Heilige Messe gehe, dann nicht, um mich über
das Geschlecht des oder der jeweils sprechenden Person aufzuregen, sondern, weil ich das Wort Gottes hören
will. Und wenn die Lesung oder Fürbitten oder Psalmen von einer Frau vorgetragen werden, und sie macht
das ordentlich, dann gibt es da nichts gegen einzuwenden. Kapiert das doch endlich mal. Regina 1961
@defensor fidei Nur kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Lesung von einer Frau verrichtet
werden soll. Vor allem in der traditionellen Liturgie ist das für mich absolut unvorstellbar. Ich bleibe
deshalb dabei, dass der Dienst am Altar den Männern vorbehalten sein sollte. Alleine die von mir bereits
angesprochenen Reize, die an einem Altar nichts zu suchen haben, sprechen für mich schon gegen einen
solchen Dienst Die Messe als Freiraum vor weiblicher Reizüberflutung… Du Armer!
@ maliems „vollbusig“ kommt von der Thurn u Taxis. Hätte ich nicht gesagt, ist aber lustig. Richtig,
aber auch wenn ich sonst nicht sonderlich viel von Durchlaut halte, so hatte sie diesbezüglich den Nagel
auf den Kopf getroffen.
@ Benedikt Na wo wohl? Beim Ostiarius? Ich bin der Meinung, dass alle Funktionsträger innerhalb der
Liturgie ausnahmslos dafür benediziert werden sollten. Da ich die Messe sowieso bei traditionellen Gemeinschaften
besuche, ist dies für mich eh eine Selbstverständlichkeit. Auch Pastoral-/Gemeindereferenten sollten
nicht bloß gesandt, sondern auch für ihren Dienst benediziert werden. Was für grässliche Worte. Diesen
„Ämtern“ stehe ich mehr als skeptisch gegenüber. Wenn man diese Ämter nun auch noch mit einer niederen
Weihe versehen würde, dann hätte der Pfarrer in der einen oder anderen Gemeinde wohl endgültig nichts
mehr zu melden. Dann würde einem Lektor auch deutlicher werden, dass er nicht irgendetwas vorliest und
sich dann wieder setzt, sondern dass er einen wahrhaft liturgischen Dienst versieht. Wie wahr. Nur kann
ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Lesung von einer Frau verrichtet werden soll. Vor
allem in der traditionellen Liturgie ist das für mich absolut unvorstellbar. Ich bleibe deshalb dabei,
dass der Dienst am Altar den Männern vorbehalten sein sollte. Alleine die von mir bereits angesprochenen
Reize, die an einem Altar nichts zu suchen haben, sprechen für mich schon gegen einen solchen Dienst.
Im übrigen kann ich beim besten Willen keinen Hinweis in der Tradition finden, dass Frauen den Dienst
am Altar verrichtet haben.
@ Defensor Fidei Warum sollen die Ämter, für die früher niedere Weihen vorgesehen waren, Frauen zugänglich
sein, wohingegen dies bei den höheren Weihen nicht möglich sein soll? Wo soll man da die Grenze ziehen?
Na wo wohl. Die niederen Weihen haben keinen sakramentalen Charakter. Ich bin der Meinung, dass alle Funktionsträger
innerhalb der Liturgie ausnahmslos dafür benediziert werden sollten. Auch Pastoral-/Gemeindereferenten
sollten nicht bloß gesandt, sondern auch für ihren Dienst benediziert werden. Dann würde einem Lektor
auch deutlicher werden, dass er nicht irgendetwas vorliest und sich dann wieder setzt, sondern dass er
einen wahrhaft liturgischen Dienst versieht.
sozialkatholisch schrieb: „Es wird der jeweilige Kalender benutzt. Offenbar aber sollen dem Ritus nach
der außerordentlichen Form die neuen Heiligenfeste nicht vorenthalten werden. Ich könnte mir daher einen
Annex vorstellen, der neue Feste enthält (Una Voce hat so etwas mW schon mal beispielhaft herausgegeben).“.
Wobei diese Maßnahme damals heftig kritisiert wurde – solange der „alte Ritus“ eingefroren war, erschien
jede eigenmächtige Veränderung riskant. Auch sonst ist die Erweiterung des Heiligenkalenders eine schwierige
Angelegenheit – der alte Kalender litt immer (und dem neuen wird es auf Dauer kaum anders ergehen) unter
der Gefahr einer „Inflationierung“ von Heiligen und Sonderfesten. Das führte zu kaum bewältigbaren Kumulierungen
und einem bedauerlichen Schwund von Ferialtagen – und das provozierte dann wieder periodische Bereinigungen,
die oft viel Leid, Ärger oder zumindest Kopfschütteln verursachten. Man denke nur an die Abschaffung
des Festes der Beschneidung des Herrn (1. Januar) im neuen Kalender – und das, wo die Kirche der Nachkonzilszeit
sonst soviel Wert auf ihre jüdischen Wurzeln und das Judentum Jesus legt. Das Motu Proprio legt daher
die Weiterentwicklung des Kalenders für den usus antiquior in die Hände der päpstlichen Kommission
Ecclesia Dei, die die Sache hoffentlich im üblichen und bewährten römischen Arbeitstempo angehen wird.
@ litterae sunt divitiae Die Kirche kann es aber auch niemandem recht machen. Sie beschweren sich hier
über weibl. Messdienerinnen, während ich mich im realen Leben mit Leuten (auch Männern) fetzen muss,
die immer wieder sagen, wie frauenfeindlich die kath. Kirche immer noch ist. Sie werden diesen Kampf überleben
und der Herrgott wird es Ihnen vielfach vergelten. Und während ich immer noch versuche, die Kirche in
Schutz zu nehmen und zu erklären, warum das mit der Frauenordination eben nicht geht, leiden Sie wie
ein Hund, weil eine alte Frau in Ihrer Pfarrei die Küsterin ist. Ich meine, daß es falsch wäre, wenn
man sagt, daß Frauen zwar grundsätzlich keinen Altardienst leisten können, daß man jedoch wegen des
Unverständnisses gewisse Ausnahmen zuläßt. Entweder der Altardienst von Frauen ist richtig oder er
ist es nicht. Da muß man schon konsequent sein. Warum sollen die Ämter, für die früher niedere Weihen
vorgesehen waren, Frauen zugänglich sein, wohingegen dies bei den höheren Weihen nicht möglich sein
soll? Wo soll man da die Grenze ziehen? Sie sehen: In Argumentationsnöte kommt vor allem jener, der die
Frage „Frauendienst am Altar“ inkonsequent beantwortet. Gleichwertig heißt nun mal nicht gleich. Nur
weil Gott die Frauen auserwählt hat, die Kinder auszutragen, würden Sie ihm doch auch keine Frauenfeindlichkeit
unterstellen. Und mal ehrlich: Finden Sie den Altardienst von vollbusigen, geschminkten Ministrantinnen
wirklich angemessen? Da wehrt sich doch wenigsten das Bauchgefühl, oder
Kardinalfehler „Gläubige, denen die alte Liturgie noch bekannt sei, wollten diese nicht zurückhaben
und seien froh, alles zu verstehen, sagt Paul Sinz, Dekan für das Dekanat Dillingen.“ Das ist DER Fehler
der nachkonziliaren Katechese: Zu glauben, dass die Gläubigen jetzt, wo alles in der Landessprache stattfindet,
alles verstehen (=und es deshalb keine extra Unterweisung mehr braucht). Jede Umfrage zeigt, dass dies
ein Irrtum war. @ Sozialkatholisch Es wird der jeweilige Kalender benutzt. Offenbar aber sollen dem Ritus
nach der außerordentlichen Form die neuen Heiligenfeste nicht vorenthalten werden. Ich könnte mir daher
einen Annex vorstellen, der neue Feste enthält (Una Voce hat so etwas mW schon mal beispielhaft herausgegeben).
Würde also beispielsweise heißen: 23. September Fest des Hl. Pius von Pietrelcina, Bekenners 3. Kl (in
Italien: 2. Kl) Messe Os Justi S. [40] ausgenommen: Oratio …
Es ist so grausam! Mininstrantinnen – Lektorinnen – Kommunionausteilerinnen – Wortgottesdienstleiterinnen
in Alben, Küsterinnen – es ist kaum noch auszuhalten. Ach Gott, was müssen Sie leiden!!! Soll ich Ihnen
mein Taschentuch leihen? Die Kirche kann es aber auch niemandem recht machen. Sie beschweren sich hier
über weibl. Messdienerinnen, während ich mich im realen Leben mit Leuten (auch Männern) fetzen muss,
die immer wieder sagen, wie frauenfeindlich die kath. Kirche immer noch ist. Und während ich immer noch
versuche, die Kirche in Schutz zu nehmen und zu erklären, warum das mit der Frauenordination eben nicht
geht, leiden Sie wie ein Hund, weil eine alte Frau in Ihrer Pfarrei die Küsterin ist. Gibt Ihnen das
nicht zu denken?
Nur noch eine Korrektur: „und dadurch die Messe unnötig verlängern“ statt „verändern“. Es haben nicht
alle einen so guten Zugang zur Messe, dass sie länger als nötig da bleiben wollen. Früher dauerte bei
uns eine Sonntagsmesse fast nie länger als 40 Minuten. Jetzt daueret sie – trotz Kommunionhelfern – etwa
50 Minuten. Man verlangt also jezt von den Gläubigen, dass sie neben dem Notwendigen noch 10 Minuten
mehr Zeit zum Anhören von Kitsch mitbringen, damit sich regelmäßig Kinder oder wichtigtuerische Frauen
besser präsentieren können.
@Burgorus – Es ist kaum noch auszuhalten Ich kann Deinen Bruder sehr gut verstehen! So geht es vielen
Buben und auch Männern. Seit der Einführung von Ministrantinnen werden die Buben systematisch aus dem
Altarraum herausgedrängt. Mininstrantinnen – Lektorinnen – Kommunionausteilerinnen – Wortgottesdienstleiterinnen
in Alben, Küsterinnen – es ist kaum noch auszuhalten.
Latein gerade für Nichtlateiner interessant. Entscheidung gefallen, Spannung raus. Ich glaube nicht,
dass man daraus, dass jetzt zum Thema Alte Messe weniger Postings kommen, schließen kann, dass das Interesse
dafür zurückgeht. Zuvor war’s spannend, jetzt ist die Luft raus. Man hat nicht immer zum Streiten Lust.
Übrigens finden Latein gerade oft Nichtateiner am besten. Mein Bruder geht z. B. nur noch sehr ungern
in die Kirche, weil er diesen Kitsch, wo sich die Weiber der Reihe nach präsentieren und wichtig machen
und dadurch die Messe unnötig verändern, nicht mehr aushält. Bei einer lateinischen Messe würde er
wieder regelmäßig kommen, obwohl er Latein nie gelernt hat.
Off Topic Weiß vielleicht einer hier wie das mit den unterschiedlichen Heiligenkalender geregelt wird?
Sind beide gültig und man kann sich einen aussuchen?
Der meidale Hype ist vorbei, das Thema Alte Messe damit erledigt Der Themenkomplex „Alte Messe – Motu
proprio – ordentliche / außerordentliche Form“ ist längst wieder vom „medialen“ Tisch und spielt deshalb
in den katholischen Gemeinden nicht mehr die geringste Rolle. Die Ferienzeit tut da ihr übliches. Leider.
Wieder ein Beispiel für unsere kurzlebige Zeit. Die deutschen Bischöfe hoffen natürlich darauf, dass
sich das Thema von alleine erledigt. Und wie es momentan aussieht, scheint diese Strategie aufzugehen.