P. James Manjackal
Verwundete, verstreute und zertrampelte Schafe
Viele Gläubige waren über die Skandale nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschockt, als Priester und Ordensschwestern die Kirche verließen. Interview.
Die europäischen Christen sind verwundete, streunende Schafe
Die europäischen Christen sind verwundete, streunende Schafe
© Iain Barker, Creative Commons
(kreuz.net) In einem Interview äußerte sich der indische Heiler und Exerzitienprediger, Pater James Manjackal, über das Schicksal Europas.

Papst Johannes Paul II. nannte Christus die Hoffnung Europas.

Pater James Manjackal: Christus ist die Hoffnung Europas. Europa ist christlich bis tief in seine Wurzeln hinein. Die Europäer sind ihrem Blut nach Christen.

Und heute?

Fast zweitausend Jahre hat Christi Botschaft Europa gestaltet. Die Menschen auf der ganzen Welt sehen auf Europa als ein christliches Europa, obwohl einige Europäer das seit neuestem nicht zugeben wollen.

Was hat sich geändert?

Es ist wahr, daß Europa nach den beiden Weltkriegen viel gelitten hat. Die Europäer wurden ein verwundetes Volk. Vielleicht haben die Kirchenvertreter Jesus, den verwundeten Heiler, nicht wirksam genug in ihr Leben gebracht, damit sie Heilung und neues Leben gefunden hätten.

Deshalb rennen die Menschen den Heilern und Gurus anderer Religionen und Kulturen hinterher.

Was ist die Folge?

Auf ihrer verzweifelten Suche nach Heilung und Sinngebung, haben die Europäer ihre kulturellen und religiösen Werte und ihr Erbe geopfert. So entfernten sich viele von ihnen von der Kirche und vom Christentum und lebten wie Heiden.

Was hätte man anders machen sollen?

Wenn die heilende Liebe Jesu nach den beiden Weltkriegen gut gepredigt und der Heilige Geist zur Heilung der Wunden der Menschen angerufen worden wäre, hätte die gegenwärtige Katastrophe in der Kirche vermieden werden können.

Die Zeit nach dem Zweiten Vatikanum?

Viele Gläubige waren über die Skandale nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschockt, als viele Priester und Ordensschwestern ihre Klöster und die Kirche verließen. Das hat zum Glaubensabfall in der Kirche beigetragen.

P. James Manjackal
P. James Manjackal
Wie sehen sie die europäische Kirche heute?

Die europäischen Gläubigen sind verwundete, abgelehnte, streunende, verstreute und zertrampelte Schafe.

Papst Johannes Paulus II. – der große Jahrhundertpapst – hat die schmerzhafte europäische Glaubenskrise mit dem Herzen eines guten Hirten zutiefst erkannt.

Mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt – mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten.

Die Lösung?

Wißt ihr nicht, daß ihr Heilung und neues Leben nur im Herzen Jesu finden könnt?

Er ist es, der für euch durchbohrt wurde und aus dem Blut und lebendiges Wasser im Übermaß fließen, um euch zu reinigen und zu heilen, damit ihr ein neues Volk werdet. (Jer 2,13; Joh 19,34; 1 Pet 2,24).

Gibt es wirklich noch eine Hoffnung?

Europa wird in Christus Hoffnung finden.

Wie soll das geschehen?

Wenn die Kirchenvertreter die Zeichen der Zeit deuten und der Notwendigkeit nachkommen, die heilende Liebe Jesu unter Einsatz der Charismen des Heiligen Geistes wirksam zu predigen, wird Europa neu werden.

Was sind die Mittel?

Das Wort Gottes und der Heilige Geist können und werden Europa als ein christliches Europa unter dem Banner der Liebe Jesu Christi wieder vereinen.

Das ist der Weg, um den gegenwärtigen Säkularismus, den Relativismus und Modernismus zu bekämpfen.

Pater James Manjackal wird vom 3. bis 5. August in Linz eine Veranstaltung für Jugendliche abhalten. Informationen hier. Vom 6. bis 9. September wird er im Bistum Würzburg Exerzitien halten. Informationen hier.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. In der alten, toten Sprache Latein 2. Herr Pater, was bewirken Sie mit Ihren Exerzitien? 3. Freikirchen sind menschliche Einrichtungen 4. Ein erbärmlicher Esel
5. Verwundete, verstreute und zertrampelte Schafe
6. Licht ins Dunkel der homosexuellen Brunftstätten 7. Die Geburt unehelicher Kinder soll nicht ermutigt werden 8. Eure spirituellen Schatzkammern sind leer
      
17 Lesermeinungen
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#17   Pelagius III.   00:26:21 | Donnerstag, 13. September 2007
Bokrug läuft Amok!
Bokrug – benannt nah einem heidnischen Götzen – läuft Amok und usurpiert Kreuz.net!
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#16   Bokrug †   00:24:08 | Donnerstag, 13. September 2007
Metatron
Es heißt Tiphereth, und nicht Tiphered.
Zudem, Spinne im Netz, beweise ich nur, dass Christus der Atropos – der Gottmensch des AT – ist.
Ferner der wiedergekommene Melchesidek.
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#15   Tiphered   00:19:44 | Donnerstag, 13. September 2007
Bokrog
kann es sein dass Sie ein leicht penetrantes Naturell aufweisen ?
:(3
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#14   Bokrug †   00:17:58 | Donnerstag, 13. September 2007
Christus als Atropos
Der Mensch im Prolog des IV. Evangeliums, in: Reitzenstein/Schaeder 1926,306-41 für ursprünglich. Hofrichter 1986,59ff,140ff hält nur den Täufernamen Johannes in 1,6c und 1,8.15 für interpoliert: 3njrwpo’ in Joh 1,6a als Urmensch sei zunächst auf Jesus bezogen gewesen, der zugleich als präexistentes Wort und als Mensch gesehen wurde und in seiner Mensch-Natur nur Zeuge, nicht aber selbst Gott war. Gegen diese Zweinaturenlehre wird durch den Täufereinschub die Zeugenschaft auf Johannes verlagert und so die volle Gottheit Jesu auch als Mensch gewahrt.
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#13   matt2 †   15:17:54 | Dienstag, 24. Juli 2007
Das trieste Dasein der Braut…
…besteht darin, dass sie nicht voll zur Geltung kommt und eine verklärte Vorstellung ihres Bräutigams aufgezwungen bekommt, die dem garnicht zusteht. Sie hat eigentlich keinen eigenen Charakter, kein eigenes Wesen als seine verschrobene Eifersucht, sie nicht aufkommen zu lassen. Aber die Frau ist ein mächtiges Wesen, das dem Mann sein wahres Selbst vermittelt und begreifbar macht. Und man muss sie auch gewähren lassen, aber wenn man Angst hat vor diesem Selbst, vor der Fülle dieses Seins, dann hat man auch Angst vor der Frau und versucht ihr Wesen zu unterdrücken um die Gangart des eigenen nicht negieren zu müssen.
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#12   franziskus   09:33:36 | Montag, 23. Juli 2007
Prophet Manjackl?
Pater James hat auch hier in Österreich ekstatische und bußfertige Anhänger. Er selbst wurde, wie er auf seiner hompage im „Bekenntnis“ kundtut, von einem jungen, gesitbegabten Charismatiker von schwerer Krankheit geheilt. Vom Geist erfüllt hatte er dann unter Anderem folgende Vision, in der Christus zu ihm sprach:
„James, du bist mein Priester für immer. Schon als ich im Leib meiner Mutter (der Schoß Mariens) empfangen wurde warst du dabei als Priester der teilnimmt an meinem ewigen Priestertum. Ich vergebe dir all deine Sünden und mache dich vollkommen neu“.
Gott sei Dank, dass solche oder andere „Privatoffenbarungen“ niemals kirchliche Lehre sind oder waren.
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#11   Jörg Guttenberger, Köln   00:27:12 | Montag, 23. Juli 2007
Liebe
Von einem Atheisten – der Name ist mir leider entfallen – stammt das Wort: „Die größte Kraft auf Erden ist die Liebe der Christen, doch zum Glück wissen sie es nicht.“
Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.
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#10   Benedikt   23:40:00 | Sonntag, 22. Juli 2007
@ ruhrgebietler
Wird …(besonders Deutschland!) jemal wieder röm.-kath.???
Ist es doch schon seit 500 Jahren nicht mehr. Und gewisse Fürsten haben daran einen großen Anteil…
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#9   OnanIV   20:17:24 | Sonntag, 22. Juli 2007
Die Europäer sind ihrem Blut nach Christen.
lol
Europäer sind ihrem Blut nach Kelten. (oder wie weit zurück man eben gehen mag…)
Blut und Ehre Geschwafel… :-!
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#8   laikos   19:07:24 | Sonntag, 22. Juli 2007
Charismatikertum
Pater James, sieht die Heilung Europas im Charismatikertum, welche eine der zerstörerischesten und gefährlichsten Einrichtungen ist, welche überhaupt existieren, weil Sie durch ihren reinen schädlichen Humanismus und der Zerstörung des Messopfers und der Messe im inneren der Kirche zerstörerisch wirken. Papst Johannes Paul II war eindeutig der schädlichste aller Päpste dieses Jahrhunderts, da er genau diesen Humanismus des Charismatikertums, welcher Gott leugnet andauernd gestützt hat. So gesehen war er wirklich ein Jahrhundertpapst. Der Heilige Papst Pius X ist natürlich kein Jahrhundertpapst. Er ist ja nur der letzte heilige Papst gewesen. Hauptsache Papst Johannes Paul II glorifizieren. Das ist eines der Kernwesen des Charismatikertums. Es gibt für Charismatiker nur noch einen einzigen Heiligen. Papst Johannes Paul II :'( Papst Johannes Paul II wird wahrscheinlich der erste Heilige sein, welcher von Freimaurern anerkannt werden wird.
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#7   stephanSchmidt   18:28:21 | Sonntag, 22. Juli 2007
Was hat sich geändert?
Ganz einfach: die Menschen sehen sich nicht mehr als Schafe. Sie sehen nicht ein dem »Hirten«der Christlichen Kirchen wie eine bökende Herde zu folgen. Denn wir haben gelernt, der Hirte hütet das Schaf nicht um des Schafes Willen sondern der Wolle, der Milch und des Fleisches willen. Der Hirte hat immer zwei Messer, eines zum Scheren, eines zum Schlachten.
Die Kirche hat diese Messer über Jahrtausende dem Volk ins Fleische gerammt – und dabei noch die Frechheit besessen vom heilsamen Schmerz zu predigen.
Die Kiche ist nicht die Lösung für Europas Probleme, sie ist dessen Wurzel.
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#6   r.ruhrgebietler   18:14:13 | Sonntag, 22. Juli 2007
was sich geändert hat?
Europa gehört in Glaubensfragen defacto den islamisten.
Das ehem. christliche Abendland ist nichtmals mehr ein Schatten seiner selbst.
Die „Verfassung“ der EU lehnt jeden in Jesus Christus gegründeten Gottesbezug ab.
Wird Europa (besonders Deutschland!) jemal wieder röm.-kath.???
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#5   matt2 †   18:12:42 | Sonntag, 22. Juli 2007
@Pascal: natürlich!
der Bräutigam hat Defizite. In erster Linie ist das seine Antriebslosigkeit und Passivität. Vielleicht will aber auch zuerst einmal wissen worauf er sich einlässt und ob ihm das auch recht ist.
Ich habe hier ja schon öfters die Auffassung vertreten, dass sich Kirche heutzutage auch modern verwirklicht. Einfach dort, wo jungen Menschen etwas geboten wird, was sie erbaut und in der Tiefe ihrer Seele bewegt. Und das ist wahrlich nicht nur in den Kirchengemäuern der Fall, sondern findet seinen Ausdruck genauso und vielleicht noch viel mehr in einem modernen Rockfestival oder vielleicht in Clubs oder Diskotheken in Kinos, im Internet, etc… Ich würde sagen: die katholische Kirche ist das Regime der Mutter. Aber es ist eine neue Kirche erstanden, die sich geistig auch von ihr abgrenzt und mit ihr auch ein neuer Bräutigam und dieses neue gesamtheitliche Bewußtsein wartet noch auf seine Erfüllung. Nun wieso erzähle ich das hier. Ganz einfach, weil ich der Ansicht bin, dass nicht Christus Jesus dieser Bräutigam ist, sondern, dass ich das bin, oder es zumindest sein kann und sein will, so vermessen es wohl klingen mag, aber genauso denke ich mir das.
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#4   Pascal123   15:38:23 | Sonntag, 22. Juli 2007
Brautwerbung
Aber auch bei einer Brautwerbung muss man gefallen, man muss wissen was die Braut will, wie ich Sie erreichen, da reicht es nicht gut auszusehen.
Und so wie es aussieht ist der Bräutigam etwas behindert in seiner Wahnehmung geradezu blind für die bedürfnisse der Braut und der Zeit in der Sie lebt.
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#3   matt2 †   15:08:46 | Sonntag, 22. Juli 2007
Ihre Rede ist zu pauschal abschätzig…
Es kommt ganz auf die Mentalität der jeweiligen Menschen an, welche Art der Spiritualität sie bedürfen. Aber ich bin ja auch der Meinung, dass es jetzt Zeit ist in Europa für charismatische Geistliche, die sich voll einsetzen und keine Angst haben wie Missionare aufzutreten. Es ist so ähnlich wie damals zur Zeit Jesu, als er sagte: überall steht der Weizen reif zur Ernte, aber es sind zu wenig Arbeiter im Feld. Ich glaube Europa ist in Stimmung, aber man braucht Leute, die mit Feuer und Leidenschaft zu Werke gehen um die Leute zu überzeugen und ihnen einen Ruck geben. Man muss Gelegenheiten schaffen, sie einladen und sammeln, das ganze ist ein bißchen wie eine Brautwerbung.
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#2   Pascal123   14:51:07 | Sonntag, 22. Juli 2007
@Warum???
Und warum tun Sie das ( anderen Marktschreiern hinterher laufen ). Weil die Kirchen nicht verstanden haben das man mit Jahrhunderten alten Litaneien keine Erlösung und Lösung parat hat. Nur dumpf Glauben was alte Männer von der Kanzel predigen ohne zu wissen wovon Sie reden, weil Sie keine Ahnung haben. Woher auch? Können Sie die Ängste und Sorgen der Menschen und Ihre Probleme verstehen, mitnichten.
Die Kirchen besonders die RKK hat einfach was anderes getan als Sie predigt, ich kann nicht Wasser predigen und Wein trinken.
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#1   matt2 †   13:13:36 | Sonntag, 22. Juli 2007
Dieser Pater James ist ja ein Bote des Himmels!
Ich hoffe er kann in ganz Europa fruchtbar wirken. Die Leute hier haben vergessen wer sie sind, sie haben ihre Identität in Christus verloren. Jetzt rennen sie x-beliebigen Marktschreiern hintendrein. Sie bedürfen wieder der rechten Unterweisung. Es braucht genau solche Geistliche, die in paulinischer Art auftreten und die Menschen im Herzen aufrütteln.
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