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Paradies trotz Erbsünde + Merkwürdige Tauftheologie + Überraschung + In anderen Umständen + Nur zehn?
Paradies trotz Erbsünde

Italien. Papst Benedikt XVI. erinnerte beim gestrigen Angelusgebet in seinem Urlaubsort Lorenzago di Cadore an die Friedensbemühungen seines Vorgängers Benedikt XV. († 1922). Dieser bezeichnete den Ersten Weltkrieg als „sinnloses Gemetzel“. Benedikt XVI. forderte gestern „nie wieder Krieg“: „Wenn die Menschen miteinander in Frieden lebten, würde die Erde wirklich einem Paradies gleichen.“ Doch wenn der Mensch der Versuchung des Bösen nachgebe und zu den Waffen greife, schaffe er immer wieder „Räume der Hölle“.

Merkwürdige Tauftheologie

„Von Anfang an ist die Taufe ein Zeichen dafür, daß ein Mensch in die Gemeinschaft der Glaubenden aufgenommen wird. Wenn das Kind schon im Wirkungskreis des Glaubens lebt und darum unter den genannten Umständen ‘heilig’ genannt werden kann, dann kann es auch in einer eigenen Zeichenhandlung in diese Gemeinschaft aufgenommen werden.“

Karl Kardinal Lehmann von Mainz am vergangenen 31. Mai bei einem Vortrag über die Taufe im Mainzer Dom.

Überraschung

Vatikan. Der Präfekt der Glaubenskongregation, William Kardinal Levada, ist „sehr überrascht“ über die negativen Reaktionen auf das Dokument seiner Kongregation zur Lehre über die Kirche. Das erklärte er laut einem Bericht von ‘Radio Vatikan’ in seiner früheren Erzbischofsstadt San Francisco. Der Kirchenfürst hält das Publikationsdatum in zeitlicher Nähe zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ für einen „reinen Zufall“.

In anderen Umständen

Österreich. Heute startet in Graz eine Lebensrechtsaktion der österreichischen Organisation ‘Jugend für das Leben’. Der Name der Initiative: „Aktion Gute Hoffnung. Österreich in anderen Umständen“. Dutzende Jugendliche werden mehrere tausend Infopakete an Grazer Haushalte verteilen. Darin befinden sich das originalgetreue Modell eines ungeborenen Kindes im Alter von zehn Wochen, ein Informationsblatt und ein persönlichen Brief. Im Verlaufe mehrerer Jahre sollen alle Haushalte Österreichs ein Infopaket erhalten.

Nur zehn?

China. Der Bischof von Hongkong, Joseph Kardinal Zen, möchte, daß der Vatikan die Namen jener chinesischen Bischöfe veröffentlicht, die in Gemeinschaft mit dem Papst stehen. Das sagte er nach einem Bericht von ‘Radio Vatikan’ bei einem Kirchentreffen in Hongkong. Kardinal Zen verspricht sich davon eine Klärung der verworrenen kirchlichen Verhältnisse in China. Mindestens zehn Bischöfe in China stünden nicht in Gemeinschaft mit dem Papst.
      
23 Lesermeinungen
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#23   Lorenz   13:30:18 | Dienstag, 24. Juli 2007
@Sirilo
Gibt es vielleicht sogar ein „Erbsündegen“?
Nun, ob sich unsere Erlösungsbedürftigkeit einem einzelnen Gen zuschreiben lässt, halte ich, ohne es zu wissen, für unwahrscheinlich. Wenn man Erbsünde als biologisches Faktum auffasst – ich bin überzeugt, dass man das tun kann und dass es die Kirchenlehrer auch so verstanden haben – kann man viel schärfer argumentieren, als wenn man sie in des Menschen Seele verortet. Beispielsweise kann man die Belastung des Menschen mit der Erbsünde – was theologisch ja wohl korrekt ist – mit der Konzeption beginnend ansehen. Wenn Sie, wie ich, viel mit Atheisten bzw. Agnostikern und Anhängern eines hippen Synkretismus über das Christentum reden, müssen Sie eine glasklare Sprache sprechen. Das Wort Seele ist da schon viel zu transzendent.
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#22   Benedikt   19:06:17 | Montag, 23. Juli 2007
@ Kasperschüler
Ich kann mir das Zitat auch nur hinsichtlich einer Anspielung auf die Begierdetaufe erklären, wobei auch dies nicht ganz schlüssig wäre. Man müste den Kardinal halt mal fragen.
Einzige Voraussetzung ist und bleibt aber der Glaube des Täuflings bzw., bei Kindern unter sieben Jahren, der der Eltern und/oder Paten!
Auf die Verantwortung dieser wird ja im Referat auch eindringlich hingewiesen.
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#21   Kasperschüler †   15:51:02 | Montag, 23. Juli 2007
@Benedikt
Sie haben Glück gehabt, es ist immerhin folgendes zu finden (allerdings als Zitat im Zitat…):
„Der Mensch wird durch das Sakrament der Taufe, wenn es gemäß der Einsetzung des Herrn recht gespendet und in der gebührenden Geistesverfassung empfangen wird, in Wahrheit dem gekreuzigten und verherrlichten Christus eingegliedert und wiedergeboren zur Teilhabe am göttlichen Leben (Verweis auf Kol 2,12 und Röm 6,4) … Die Taufe begründet also ein sakramentales Band der Einheit zwischen allen, die durch sie wiedergeboren sind.“
Fraglich ist dennoch, was diese Formulierung soll:
„Wenn das Kind schon im Wirkungskreis des Glaubens lebt und darum unter den genannten Umständen „heilig“ genannt werden kann, dann kann es auch in einer eigenen Zeichenhandlung in diese Gemeinschaft aufgenommen werden.“
Eine „Heiligung“ im Sinne der heiligmachenden Gnade definitiv erst in und nach der Taufe stattfinden. Was soll also dieses Gerede? Es ist sogar insofern gefährlich, als eine „Anfangsheiligkeit“ (im Sinne eines „göttlichen Funkens“: das wäre gnostisch!) quasi als natürliche Voraussetzung für den Empfang der Taufe vorgesellt wird.
Einzige Voraussetzung ist und bleibt aber der Glaube des Täuflings bzw., bei Kindern unter sieben Jahren, der der Eltern und/oder Paten!
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#20   Benedikt   15:13:07 | Montag, 23. Juli 2007
@ Kasperschüler
Ich würde es da fast auf eine Wette ankommen lassen, so sicher bin ich mir, daß von der Taufgnade keine Rede war…!
Selbst das würde nichts aussagen, da es durchaus legitim ist, über EINEN (oder zwei, drei) bestimmte Aspekte der Taufe (oder eines anderen Themas) zu referieren. Der Taufe war in Mainz eine ganze Vortragsreihe gewidmet, von daher dürfte es naheliegend sein, wenn sich jeder Referent auf einen bestimmten Aspekt konzentriert hat.
Lehmann hielt seine Rede aus Anlass der Übereinkunft übder die wechselseitige Anerkennung der Taufe zwischen den Konfessionen. Es ging also mehr um die Aufnahme. Das Zitat stammt aus einem Exkurs zur Kindertaufe. Er führt darin auch aus:
„Alles Reden über das Wort Gottes und die Gnade für dieses Kind, alle Offenheit für Gott in einer christlichen Familie wird in der Taufhandlung verwandelt in die Entschiedenheit, dass hier, über diesem Kind, die verbindliche Verheißung Gottes vergebend, rettend und helfend unumstößliche Wirklichkeit geworden ist.“ www.bistummainz.de/…07/domvortrag07.html
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#19   Kasperschüler †   14:48:23 | Montag, 23. Juli 2007
@Benedikt
Ich würde es da fast auf eine Wette ankommen lassen, so sicher bin ich mir, daß von der Taufgnade keine Rede war…! :-S
Bei Hw. Ratzinger jedenfalls ließen sich Wetten der Art „Wetten, daß er nie sagen wird…“
– „die Erbsünde ist eine Wirklichkeit, die vererbt wird, d.h. die mit dem Akt der Zeugung in unmittelbarem Zusammenhang steht“ (wie dies die Kirche spätestens seit Augustinus lehrt) oder
– „es gibt eine leibliche Auferstehung von den Toten“ oder
– „der Alte Bund wurde mit dem Tod Jesu Christi durch den Neuen ersetzt“
sehr leicht gewinnen! :-P
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#18   Benedikt   14:27:59 | Montag, 23. Juli 2007
@ Kasperschüler
Sie wissen doch gar nicht, ob Lehmann das noch erwähnt hat. Sie nehmen einen Ausschnitt einer Rede, besser gesagt einen einzelnen Satz, der eine gewisse Aussage erhält undd kritisieren dann, das er nicht auch andere Aussagen erhält, als müsse jeder gesagte Satz immer alle Wahrheiten des Katechismus enthalten.
Und dasraus stricken Sie dann einen Häresievorwurf. Dieses Vorgehen spottet jeder Beschreibung.
Aber bitte, ich kann das auch:
Sie kritisieren nur, dass Lehmann die Taufgnade nicht erwähnt hat. Damit verschweigen Sie, dass die Taufe auch heilnotwendig ist. Da diese katholische Wahrheit von Ihnen nicht erwähnt wird, muss man wohl davon ausgehen, dass Sie auch nicht mehr daran glauben.
Kasperschüler = Häretiker.
So leicht ist das.
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#17   Kasperschüler †   14:15:37 | Montag, 23. Juli 2007
@Benedikt
Von Ihnen werde ich mir gerade noch den Mund verbieten lassen…! :-D
Bei Lehmann ist es eben doch leider das gleiche wie bei Ratzinger und vielen, vielen anderen „katholischen Theologen“ und „Bischöfen“: Da die katholischen Wahrheiten von ihnen nicht mehr gesagt werden, muß leider davon ausgegangen werden, daß sie auch nicht (mehr) daran glauben…! :-@
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#16   Benedikt   13:59:26 | Montag, 23. Juli 2007
@ Kasperschüler
Wenn Taufe, Eucharistie und die anderen Sakramente von ihren Spendern nur noch als Zeichen aufgefasst werden
Wo steht dieses „nur“ denn im Text? Liegt Ihnen die ganze Rede vor? Schweigen Sie lieber!
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#15   Kasperschüler †   13:44:07 | Montag, 23. Juli 2007
Und was ist mit der Taufgnade, Herr Lehmann?
Von Anfang an ist die Taufe ein Zeichen dafür, daß ein Mensch in die Gemeinschaft der Glaubenden aufgenommen wird.
Wenn Taufe, Eucharistie und die anderen Sakramente von ihren Spendern nur noch als Zeichen aufgefasst werden, das nach außen hin dokumentieren soll, was irgendwie „schon da“ ist, wird auch das äußere Zeichen irgendwann überflüssig sein…! Hat Herr Lehmann jetzt auch noch den Glauben an die Taufgnade als übernatürliche Wirklichkeit verloren…? :-(
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#14   Sirilo   13:34:34 | Montag, 23. Juli 2007
@Lorenz
Was hat die Erbsünde mit Biologie zu tun? In welchem Organ sitzt denn dann die Erbsünde? Gibt es vielleicht sogar ein „Erbsündegen“?
(Wenn, dann sitzt doch die Erbsünde eher in der Seele. Oder kann die Taufe eine biologisch programmierte Erbsünde auslöschen?)
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#13   Benedikt   11:55:45 | Montag, 23. Juli 2007
Tauftheologie
Also für mich klingt das wie ein Verweis auf die Begierdetaufe.
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#12   Kasperschüler †   11:55:34 | Montag, 23. Juli 2007
„Das Paradies auf Erden“…
…ist eine Utopie, wie sie bereits von (den Juden) Karl Mordechai/Marx, Friedrich Engels & Genossen der Menschheit vorgegaukelt wurde. Und was hat dann der von ihnen gekündete Kommunismus im Hinblick auf „paradiesische“ Verhältnisse auf Erden tatsächlich gebracht? Das pure Gegenteil! Kriege, Revolutionen, Diktaturen mit Menschenrechtsverletzungen, Hunger, Armut und Millionen von Toten!
Nicht „Friede über alles“ und ein „Paradies auf Erden“ können daher die Devise sein, wohl aber eine christliche Gesellschaft, in der „Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe“ (Josef Kentenich) herrschen – durchaus im Bewußtsein, daß es aufgrund der durch die Erbsünde belasteten menschlichen Natur (was von Ratzinger leider nicht erwähnt wird – ermutlich, weil er mit „Erbsünde“ nichts anfzufangen weiß!) ein „Paradies auf Erden“ niemals geben kann und einen Frieden, der die Preisgabe geoffenbarter, unveränderlicher Wahrheit erfordert, niemals geben darf! o^/
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#11   Lorenz   11:41:02 | Montag, 23. Juli 2007
Erbsünde
die Erbsünde-Definition nach Ratzinger, die Matt in Wikipedia gefunden hat, ist tatsächlich grottenschlecht, weil grundfalsch. Die biologische Vererbung der Erbsünde ist absolut zentral für ein rechtes Verständnis unserer Erlösungsbedürftigkeit. Danke an Daniel Stöhr für die nette Illustration anhand der „Rahner-Banane“.
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#10   Bruder Theophil   11:36:45 | Montag, 23. Juli 2007
Danke M. Corvisier…
…für das Treppchen im (fast) benachbarten Thread.
Ich wünsche allerseits einen gesegneten Start in die Woche.
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#9   Maurice Corvisier   11:28:07 | Montag, 23. Juli 2007
Und hier ist das
Treppchen!
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#8   Bruder Theophil   11:22:27 | Montag, 23. Juli 2007
Kurze Bitte…
…könnte bitte jemand mal im Thread Karfreitagsliturgie (derzeit Seite 2) posten, damit ich Leblhuber noch antworten kann. Vielen Dank im Voraus.
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#7   wiener   11:22:00 | Montag, 23. Juli 2007
stöhr
kein verteidigungsversuch – ich denke dass weder benedikt XVI. noch kardinal lehmann in irgendeiner weise sich vor +.net zu „verteidigen“ hätten. und vor ihnen schon gar nicht.
aber ein überzeugender hinweis darauf, dass +.net hier in unredlicher weise versucht, kirchliche würdenträger zu denunzieren. und zwar systematisch.
ps:
mit ihnen steige ich auf keine theologische diskussion ein. werden sie erst mal katholisch.
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#6   Ydefix   11:16:31 | Montag, 23. Juli 2007
@wiener – Verteidigungsversuch gescheitert:
Was Lehmann daherblubbert, hat mit der kath. Lehre gar nichts zu tun. Im Umkreis des Glaubens schon „heilig“ …wie bitte ? Also wenn jemand „heilig“ ist, dann würde er, wenn er stirbt sofort in den Himmel kommen. Warum Taufe ? Na, eben als ein „Zeichen“ der Aufnahmen in irgendeinen Club…
Für Ratzinger gilt dasselbe. Was er als „Erbsünde“ definiert ist die berühmte Rahner-Banane: Wenn man eine Banane kauft, dann wird profitiert man am Schicksal der ausgebeuteten Pflücker auch ohne es zu wollen. Das soll aussagen, dass der Mensch ohne Verschulden in eine Unheilssituation geworfen ist, genuso definiert es auch Ratzinger in „Einführung in das Christentum“.
Das ist alles lächerliches blabla…Und warum vertreten Rahner/Ratzinger & Co denn solche Konzepte ? Na wegen der Evolutionstheorie, dem Polygenismus etc.
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#5   wiener   11:04:40 | Montag, 23. Juli 2007
mal wieder typisch für kreuz.net:
willkürliche und aus dem zusammenhang gerissene teilzitate werden herangezogen, um den papst oder kardinal lehmann theologisch zu diskreditieren.
es ist festzuhalten:
– der papst sprach nicht über die erbsünde und deren theologie, sondern über die friedensbemühungen seiner vorgänger sel. angedenkens.
– dabei verwendete er das bild: „Wenn die Menschen miteinander in Frieden lebten, würde die Erde wirklich einem Paradies gleichen.“ – merken sie den unterschied: er sagte nicht „… wäre die erde das paradies“, sondern „würde … gleichen“ – d.h. dass (trotz des versuches der +.net-„redaktion“, etwas anderes glauben zu machen) hier eine theologisch völlig korrekte und zutreffende äußerung vorliegt. nix mit häresie.
kardinal lehmann:
– er hat sicher nicht nur diesen satz gesagt. der ist jedoch auch nicht falsch: die taufe ist (u.a.) auch die aufnahme in die gemeinschaft der glaubenden. wenn ich es richtig verstehe, steht seine aussage im kontext der frage nach der kindertaufe – und er argumentiert völlig schlüssig, dass auch kinder getauft werden können, wenn sie in einem umfeld des glaubens aufwachsen.
auch hier: weder „merkwürdige theologie“ noch häresie!
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#4   matt2 †   10:56:11 | Montag, 23. Juli 2007
das las ich in der Wiki…
Eine moderne römisch-katholische Sicht der Erbsünde vertritt Benedikt XVI.: Er sieht die Erbsünde nicht als biologische Vererbung sondern als die kollektiven Verstrickungen der Menschheit in der Vergangenheit, in die jeder Mensch unvermeidlich durch seine Geburt eintritt, und die seine Selbstbestimmung einschränkt und ihr den Rahmen vorgibt. Niemand hat die Möglichkeit, an einem perfekten „Punkt Null“ anzufangen und sein Gutes in völliger Freiheit zu entwickeln.
nun, so ähnlich wollte ich das auch interpretieren, als das schicksalhafte Verhängnis des Menschen mit der Welt in die er geboren ist, die nicht selten von Sünde dominiert ist in der er das Heilige suchen und bewahren muss. Es ist also gewissermaßen nichts anderes gemeint damit, als die Last und Prüfung des Daseins, dieser Bewährungsprobe die Gott auferlegt für den Preis des ewigen Lebens und nicht etwa eine Vorausschuld des Einzelnen.
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#3   Lorenz   10:26:14 | Montag, 23. Juli 2007
Wenn Lehmann das wirklich gesagt hat,…
… dann ist sein Denken ja vollständig protestantisiert:
„Von Anfang an ist die Taufe ein Zeichen dafür, daß ein Mensch in die Gemeinschaft der Glaubenden aufgenommen wird. Wenn das Kind schon im Wirkungskreis des Glaubens lebt und darum unter den genannten Umständen ‘heilig’ genannt werden kann, dann kann es auch in einer eigenen Zeichenhandlung in diese Gemeinschaft aufgenommen werden.“
Karl Kardinal Lehmann von Mainz am vergangenen 31. Mai bei einem Vortrag über die Taufe im Mainzer Dom.
Nun ja, schon der Abschnitt über die Papstworte darüber deutet auf eine Vergesslichkeit unserer Hirten im Hinblick auf unsere Erlösungsbedürftigkeit hin.
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#2   Bruder Theophil   10:22:14 | Montag, 23. Juli 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Johannes 15, 1-8
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.
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#1   stat crux   09:16:33 | Montag, 23. Juli 2007
Das Überraschungsei…
Selten war ein Dokument der Glaubenskongregation so präzise, so eindeutig konzilsgemäß und so klar „nach innen“ gerichtet. Überdies waren die responsa ad quaestiones versehen mit einem profunden Kommentar. Es will sich wohl eine neue Qualität antipäpstlichen Hasses etablieren, im Vorgefühl darauf, dass die Medienmacht die Folgen des 8. April 2005 nicht mehr aus der Welt schaffen kann. Jetzt will man im modernen Lager anscheinend die Muslimproteste vom September 2006 nachahmen…
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