10:10:27 | Montag, 23. Juli 2007
„Wie sollen wir in der Ökumene mit den Protestanten in Deutschland weiterkommen, wenn wir einander wehtun?“ – so die schmerzliche Frage eines Weihbischofs.

Der deutsche Papst: antiökumenisch? Interrkonfessioneles Treffen beim Papstbesuch in Brasilien.
© Joao
Rangel, visitadopapa.org(kreuz.net) Überall, wo er sich in diesen Tagen sehen lasse, würden ihn „liebe, vertraute Menschen“
durchaus scherzhaft ansprechen: „Daß Sie noch mit uns reden, wo wir Evangelischen doch keine Kirche sind!“
Das schrieb der Hamburger Weihbischof, Mons. Hans-Jochen Jaschke, am 21. Juli in einem Kommentar für
die Springer-Tageszeitung ‘Hamburger Abendblatt’.
Die jüngste
Erklärung der Glaubenskongregation über
die Kirche habe „böse Verletzungen“ bewirkt:
„Unser deutscher Papst hat es zwar nicht selber gesprochen,
aber er hat reden lassen und denkt wohl auch in dieser Richtung.“ So würden die meisten kopfschüttelnd
sagen.
„Wie sollen wir in der Ökumene mit den Protestanten in Deutschland weiterkommen, wenn wir einander
wehtun?“ – fragt der Weihbischof.
Weihbischof Jaschke:
„Natürlich wissen wir: Am Kirchenverständnis hapert
es.“
Die Schlagzeile „Ihr seid nicht Kirche“ führe zu Verhärtungen und Gegenreaktionen: „So kommen
wir nicht weiter.“
Der Weihbischof bedauert die „wenig sensible Sprache“ von Theologen, welche eine von
ihm nicht weiter ausgeführte „altkirchliche Realität der Christen“ nicht sehen würden:
Er sei traurig,
wenn man sich in Schützengräben zurückziehe, anstatt aufeinander zuzugehen: „Natürlich wissen wir:
Am Kirchenverständnis hapert es.“

Weihbischof Jaschke
© Erzbistum HamburgLuther habe sich mit der Kirche seinerzeit gerieben und so manches
reduziert.
Doch jetzt sei man im Gespräch über ein „wirkliches geistliches Amt mit bischöflicher Ordnung“
und die Sakramente, die über die Taufe und Eucharistie hinausgingen: „Es gibt viele gute Ansätze“ –
glaubt der Weihbischof.
Die Ökumene werde und müsse weitergehen: „Wir dürfen einander nicht loslassen.“
Nach vierzig Jahren Ökumenismus glaubt Mons. Jaschke immer noch, daß es vielleicht gut sei, die „steilen
Sätze“ auf die Seite zu schieben:
„Wir respektieren uns in unseren Kirchen, beten in ihnen, stellen
sie uns zur Verfügung – bis wir alle lernen, Kirche Christi in der Welt zu werden.“
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#9
Alkuin 17:45:31 | Dienstag, 24. Juli 2007
#8
Fragender 18:03:21 | Montag, 23. Juli 2007
#7
Nachtlaterne 12:48:17 | Montag, 23. Juli 2007
#6
Strepto von Kokke 12:46:11 | Montag, 23. Juli 2007
#5
Sozialkatholisch 12:19:17 | Montag, 23. Juli 2007
#4
Berengeria 11:47:37 | Montag, 23. Juli 2007
#3
Strepto von Kokke 11:34:28 | Montag, 23. Juli 2007
#2
Sozialkatholisch 11:24:03 | Montag, 23. Juli 2007
#1
Strepto von Kokke 10:48:24 | Montag, 23. Juli 2007