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In Spanien geht’s abwärts + Österreich: Rapider Priesterrückgang + Halt die Klappe, Kardinal + Gottesdienst für einen „Engel“ + Angeblich neues Stalin-Monument
In Spanien geht’s abwärts

Vatikan. Beim Ad Liminia-Besuch einer Gruppe spanischer Bischöfe beim Heiligen Stuhl bekräftigte Papst Johannes Paul II., daß der Laizismus mit der Religionsfreiheit unvereinbar sei. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Der Heilige Vater ging konkret auf das Verhältnis zwischen der Kirche und der sozialistischen Spanischen Regierung ein. In Spanien breite sich derzeit eine Mentalität des Laizismus aus. Die Ideologie des Laizismus führe zu einer Beschneidung der Religionsfreiheit und könne in einer offenen Geringschätzung der Religion gipfeln. Es widerspreche der katholischen Tradition Spaniens, das Religiöse in die Privatsphäre zu verbannen. Seine besondere Sorge gelte den Jugendlichen, die in einem Klima religiöser Gleichgültigkeit aufzuwachsen drohten. Die Jugendlichen hätten ein Recht auf eine religiöse Ausbildung, das heißt, auf Religionsunterricht in der Schule. Anfang November kündigte die sozialistische Regierung Spaniens Pläne an, Prüfungen und Benotung im Religionsunterricht an staatlichen Schulen abzuschaffen.

Österreich: Rapider Priesterrückgang

Österreich. Die Zahl der Priester in Österreich ist seit 50 Jahren um rund ein Drittel gesunken. Dies berichtete der Österreichische Rundfunk „ORF“ am Montag. Im Jahr 1950 wurden die Katholiken in Österreich durch 3.303 Diözesanpriester betreut. 1981 waren es sogar 3.325 Priester. Seit diesem Zeitpunkt sinken die Zahlen kontinuierlich und rapide. Vor zwei Jahren gab es in Österreich nur noch 2.450 Diözesanpriester. Einen ähnlichen Rückgang weist die Zahl der Neupriester auf. 1960 wurden 103 Männer zu Priestern geweiht. Im Jahr 2003 wurden in ganz Österreich nur 18 Weltpriester in den Dienst genommen.

Halt die Klappe, Kardinal

Italien. Nach einem gestrigen Bericht der linksliberalen italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ attackierte der Parlamentsabgeordnete Pierluigi Martini den Vorsitzenden der italienischen Bischofskonferenz, Camillo Kardinal Ruini (73). Der Kardinal hätte die Katholiken des Landes aufgehetzt, das geplante Bioethik-Referendum durch Stimmenthaltung zu Fall zu bringen. Dies sei eine verfassungswidrige Einmischung in die Politik. In wenigen Monaten werden die Italiener entscheiden, ob sie das für europäische Verhältnisse relativ strikte Fortpflanzungsmedizingesetz liberalisieren wollen. Das Gesetz wurde von antiklerikalen Kreisen in Italien sogar als „Geschenk an die Kirche“ bezeichnet. Bei einer Beteiligung von unter 50% der Stimmberechtigten ist das Referendum gescheitert.

Gottesdienst für einen „Engel“

Deutschland. Anläßlich des zweiten Todestages von Pater Werenfried von Straaten, dem Gründer des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“, hielt Joachim Kardinal Meisner am 22. Januar im Kölner Dom einen Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Prämonstratenserpater. Kardinal Meisner würdigte P. Werenfrieds Hingabe für die Schwachen und bezeichnete ihn als „Engel“ der unterdrückten Kirche. Durch ihn seien „Inseln des Erbarmens in einem Ozean von Lieblosigkeit entstanden.“

Angeblich neues Stalin-Monument

Rußland. Moskau plant laut einem gestrigen Bericht der „ABC News“ eine neue Statue des sowjetischen Diktators und Massenmörders Josef Stalin aufzustellen. Seit dem Beginn der Präsidentschaft von Wladimir Putin im Jahr 2000 wurden zahlreiche kommunistische Symbole, wie die Nationalhymne oder die Militärflagge, wiedereingeführt. „Ein Monument wird für jene errichtet, die am Krieg gegen Adolf Hitler teilnahmen, Stalin inbegriffen“, sagte der Moskauer Parlamentarier Oleg Tolkatschiow vergangenen Mittwoch im russischen Radio. In den 60er Jahren wurden die Statuen des Massenmörders Stalin von den öffentlichen Plätzen Moskaus entfernt.
      
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