Da das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ auch Schäden anrichten könnte, ist die bischöfliche Bürokratie in Deutschland gegenwärtig dabei, das Schreiben unschädlich zu machen. Pressesplitter zur Alten Messe.
Bischöfliche Sorge um reine Lehre und rechtes Latein
„»Wie kann man verhindern, daß sich esoterische
Zirkel bilden, die auch in theologischen Fragen Sonderwege gehen«, fragt der Bischof von Aachen, Mons.
Heinrich Mussinghoff. Auch müsse gefragt werden, welche Kenntnisse der lateinischen Sprache ein Priester
haben müsse, um die Messe nach dem alten Ritus zu feiern. Ferner müsse dafür Sorge getragen werden,
daß sich im Gebrauch des alten Ritus nicht ablehnende Haltungen gegenüber bestimmten Lehren des Zweiten
Vatikanischen Konzils verbergen.“
Aus einem Artikel der Viersener Tageszeitung ‘Reinischen Post’ vom
13. Juli.
Verbürokratisiertes Motu Proprio
„Um Polarisierungen zu vermeiden und die Einheit in den
Gemeinden und Seelsorgeeinheiten unserer Erzdiözese zu wahren, bedarf es hier einvernehmlicher und verbindlicher
Regelungen, die im Gespräch mit den diözesanen Räten und Konferenzen in den nächsten Wochen und Monaten
erarbeitet werden sollen.“
Aus einem auf der Webseite der Erzdiözese Freiburg veröffentlichten Kommentar
von Erzbischof Robert Zollitsch über das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’.
Von ökumenischer Bedeutung
„»Das Scheiben ‘Summorum Pontificum’ ist ein kluger Schachzug des Papstes. Er kommt damit den Erwartungen
von Intellektuellen, den Gepflogenheiten der Volkskirche und den Forderungen der Ostkirche entgegen«,
dieser Einschätzung des Konfessionskundigen Instituts des Evangelischen Bundes könne er sich nur anschließen.“
Prälat Wilhelm Imkamp, Vesperbilder Wallfahrtsdirektor, am 11. Juli vor der Tageszeitung ‘Augsburger
Allgemeine’..
Jedem das seine
„Man soll ja auch jeden in seinem Gebet beten lassen, sicher dann wenn
die Kirche mehrere Riten erlaubt. In der katholischen Kirche gab es immer viele Riten. Es gibt ja nicht
nur den römischen Ritus, sondern auch viele orientalischen Riten, die genauso katholisch sind wie wir.
Und niemand nimmt daran Anstoß.“
Mons. Camille Perl, Sekretär der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia
Dei’ auf die Frage von Radio Vatikan, was er Menschen antworte, die sich um den Gottesdienst Sorgen machen,
weil die Alte Messe freigegeben wurde.
Im übrigen bleibt alles beim Alten
„Bis zur Gültigkeit der
Bestimmungen des Apostolischen Schreibens am 14. September wird im Bistum Fulda sorgsam geprüft, wo Handlungsbedarf
ist.“
Der Bischof von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen, in seiner Erklärung zum päpstlichen Motu
Proprio ‘Summorum Pontificum’.
So viele Bedingungen
„Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte Dechant
Heribert Zerkowski im neuen Dekanat Emschertal, daß der päpstliche Erlaß vom Wochenende so viele Bedingungen
an die Einführung der alten tridentinischen Messe knüpft, daß die ‘Motu Proprio’ hier kaum zum Tragen
kommen dürfte: »Es muß zum Beispiel in einer Gemeinde eine klar auszumachende Gruppe geben, die den
alten, bis etwa 1965 üblichen Meßritus, immer angemahnt hat.«“
Aus einem auf der Webseite ‘westline.de’
veröffentlichten Artikel.
Der Unterschied
„In der Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis
1965) wurden in der Messe der Opfercharakter und die Anbetung zu stark betont. Deshalb stand der Priester
mit dem Rücken zur Gemeinde. In der neuen Liturgie steht die Verkündigung des Wortes Gottes und das
gemeinsame Mahl im Mittelpunkt, die Gemeinschaft vor Gott um den Altar, ähnlich wie beim Abendmahl Jesu.“
Hw. Hermann-Josef Herd, Pfarrer der Gemeinde Sankt Peter, Heppenheim, in der Tageszeitung ‘Darmstädter
Echo’ vom 14. Juli zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’
Beobachtungsphase
„Die praktischen Verfügungen,
die der Papst getroffen hat, räumen der überlieferten Liturgie – nicht nur der Messe, sondern auch den
Sakramenten – von Rechts wegen (de iure) die Möglichkeit ein, ganz normal zelebriert zu werden. Es ist
dies ein übergroßes geistiges Gut für die ganze Kirche, besonders für diejenigen Priester und Gläubigen,
die bisher durch eine ungerechte bischöfliche Autorität gelähmt gewesen sind. Es wird in den kommenden
Monaten zu beobachten sein, wie diese Maßnahmen de facto durch die Bischöfe und Priester in den Pfarreien
angewandt werden.“
Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. in einem Brief an die Gläubigen
vom 7. Juli.
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Meisner Das ganze ist dem Kardinal sehr lästig, weil er sich in der dt. Liturgie in seiner Rolle als
Hauptdarsteller sehr wohlfühlt. Er hat ein tolles Charisma, auch sehr katholisch, aber an Rubriken halten,
das hat er einfach in den letzten Jahrzehnten verlernt. Man wird den Kardinal nie im alten Ritus zelebrieren
sehen. Und wer ihn mal im NOM auf Latein zelebriert erleben sollte, mit dem wette ich heute schon, dass
mindestens 3, eher 5 dt. Unterbrechungen für Zwischendurch-Predigten kommen. Trotzdem Ad multos annos.
Möge er noch viele Jahre bleiben! Die alte Garde der halb-links-Domkapitulare ist noch sehr stark.
Was ist los mit Kardinal Meisner? Unter den zahlreichen Kommentaren und Stellungnahmen zum Motu proprio
„Summorum Pontificum“ findet sich noch keine von Kardinal Meisner. Oder kann es sein, dass ich sie einfach
übersehen habe? Meisner ist Vorsitzender der liturgischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.
Da wäre es schon sehr eigentümlich, wenn ausgerechnet er sich nicht über den päpstlichen Erlass äußern
würde. Im Erzbistum Köln gibt es zwar ein – relativ – großzügiges Angebot an sogenannten Indultmessen
(„großzügig“ im Vergleich zur Praxis in anderen deutschen Dözesen). Mir ist aber nicht bekannt, wie
der Kardinal persönlich zur alten Liturgie steht. In seiner kindlichen Anhänglichkeit zum Hl. Vater
könnte er doch jetzt ein Zeichen setzen und selbst einmal die alte Messe zelebrieren – falls er das überhaupt
(noch) kann …
möchtegern-kathole, jürgen: imperativ Latein kennt sowohl den Imperativ praesens: lauda,laudate, als
auch den Imperativ futur: laudato, laudato, laudatote, laudanto. Im Futur gibt es also den Imperativ in
der 2. und 3. Person. Im Altgriechischen ist es ganauso. In den Wandlungsworten wird zumindest in der
lateinischen Fassung der Imperativ praesens benutzt.
Jaja Rudolfus und in die Hölle komme ich wahrscheinlich auch. Wenigstens muss ich mich dann nicht mehr
mit so religiösen Eiferern wie Ihnen herumschlagen. Alles arme hirnverbrannte Fanatiker hier, sowohl
von der einen wie von der anderen Seite.
@monti / „Katholik“ sind Sie lediglich in Ihrem offiziellen Religionsbekenntnis. Sie leugnen die katholische
Lehre, damit sind Sie vor der Kirche nur ein Abgefallener und sind damit exkommuniziert (und von der hl.
Kommunion ausgeschlossen) – und auch vom Himmelreich Christi.
Drei Dinge Auch ich bin, obwohl Katholik, der wohl protestantischen Meinung, dass Jesus uns aufgefordert
hat, in einem gemeinsamen Mahl Seiner zu gedenken. Bei der Feier der drei österlichen Tagen, werden drei
Aspekte des Heilsgeschehens betrachtet. Gründonnerstag: Einsetzung der Eucharistie Karfreitag: Das Leiden
unseres Herrn Ostern: Seine gloreiche Auferstehung In den Messen im Laufe des Jahres, sind diese drei
wichtigen Aspekte innerhalb der Messe vereint. Nun kann man sich fragen, ob einer der Aspekte besonders
herauszustellen ist. Wenn ich mir die Feier der drei österlichen Tage bei den Protestanten angucke, stelle
ich fest, daß dort der wichtigste Tag der Karfreitag ist und Ostern gleichsam nur noch an Anhängsel –
gleichsam das „Happy End für den lieben Mann aus Nazareth“. Auf katholischer Seite hingegen ist der wichtigste
Festtag Ostern. (Wobei natürlich zu sagen ist, daß man die Tage nicht wirklich voneinander trennen kann.)
Wenn aber in der Messe alle drei Aspekte zusammenfallen, und man den Karfreitags-Aspekt als besonders
betonenswert herausstellt, dann ist das eine Art Anbiederung an den Protestantismus.
@Jürgen Kein Ursache: ich berichte doch gerne, was unseren Heini so alles passiert. Nun bin ich aber
enttäuscht: Nach allen Ihren präsisen Aussagen hätte ich das nicht von Ihnen erwartet. Es muss natürlich
heissen: Was unserem Heini so alles passiert. Nichts für ungut !
Lieber Jürgen, Ich stimme sicherlich nicht immer mit Ihnen überein (wenn ich an so manchen Ihrer Beiträge
denke), muss Ihnen aber in diesem Falle Recht geben. Auch ich bin, obwohl Katholik, der wohl protestantischen
Meinung, dass Jesus uns aufgefordert hat, in einem gemeinsamen Mahl Seiner zu gedenken. Ich fürchte aber
auch, dass Sie in dieser Runde von verbohrten Betonköpfen (schon Petrus feierte, in eine Bassgeige gewandet,
die heilige Messe, die Pius V. dann nur für alle Zeiten festgeschrieben hat ) dies niemandem klarmachen
werden können. Man sollte sich die Zeit eigentlich sparen und für Besseres verwenden, z.B. ausserehelichen
Geschlechtsverkehr.
Grammatik „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ ist sicher Futur. Wenn man zu einem Abiturienten sagt: „gehe
an die Uni und studiere“, dann ist das zwar ein Verb in der Präsens-Form, aber dem Sinn nach nach Futur.
Die Grammatikterroristen (=Lateinlehrer) an der Schule nennen das „Modus“. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“
ist erstmal ein Imperativ, also ein aktueller Befehl. Es ist im Deutschen kein Futur, denn einen Imperativ
im Futur, drückt man im Deutschen mit „sollen“ aus. z.B. „Ihr sollte dies zu meinem Gedächtnis tun.“
Bei solchen Formulierungen handelt es sich meist um Gebote, die in der Zukunft erfüllt werden sollen.
Das Demonstrativpronomen „dies“ (gr. touto) kann sich aber nur auf das beziehen, was im vorangegangenen
Satz gesagt wurde. Der vorangegangene Satz zeigt aber auf ein aktuellen Geschehen, so daß sich das „dies“
eben auch nur auf das aktuelle Geschehen beziehen kann und nicht auf etwas, was in der Zukunft passieren
wird. Der Herr sagt: „Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.“ Er
sagt nicht: „Das ist mein Leib, der für euch morgen gekreuzigt werden wird. Ihr sollt ihn zu meinem Gedächtnis
immer wieder kreuzigen.“ Das wäre ja auch ein Aufruf zur Leichenschändung.
Lateinkenntnisse Es ist erschreckend zu sehen, wie fern der Klerus vom Latein weg gekommen ist. Liturgisches
Latein ist eben (außer Orationen und den Hymnen) simpel. Einer der Kölner Weihbischöfe (ihr könnt
ja raten wer) wurde einmal gebeten, den NOM auf Latein zu zelebrieren. Er sagte prinzipiell zu. Als der
Termin festgemacht werden sollte, wunderte er sich, über die Kurzfristigkeit. Nein, da müsse er sich
erst einarbeiten – Das war dann eine Vertagung auf den St. Nimmerleinstag. (Durchaus ohne Gehässigkeit,
sehr freundlich). Aua. Ich gehe ja nicht in den NOM, aber ich könnte es auch nicht ertragen, wenn ein
Priester latein zelebriert, der’s nicht kann. Das tut weh, zuzuhören.
Präsens oder Futur? „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ ist sicher Futur. Wenn man zu einem Abiturienten
sagt: „gehe an die Uni und studiere“, dann ist das zwar ein Verb in der Präsens-Form, aber dem Sinn nach
nach Futur. Die Grammatikterroristen (=Lateinlehrer) an der Schule nennen das „Modus“. Auch manche Dialektgrammatiken
kennen das: „gestern ging ich über den Amadeusplatz und da sehe ich – potzblitz – den Jürgen“. Präsensform
aber Vergangenheits-Sinn. Im Englischen ist das Präsens noch nicht mal eine Aussage über den gegenwärtigen
Zustand, sondern über einen üblichen Zustand („in the morning I need about 15 min to work“ – die Aussage
ist auch dann grammatikalisch korekt, wenn sie abends im Urlaub gemacht wird, und auch kein Dialekt sondern
Standard-Englisch). Präsensform, aber vollkommen anderer Sinn. Auch im Deutschen besagt „ich studiere“
nicht etwa, dass der Betreffende in dem Augenblick studiert, sondern meistens nur, dass er Student ist
und vielleicht an einer Uni eingeschrieben ist. Die Aussage „der für euch hingeben wird“ kann – rein
grammatikalisch betrachtet – ebenfalls zwanglos überzeitlich gesehen werden, und muss nicht auf den Augenblick
bezogen werden.
@juergen ich bitte um Verzeihung Sie Missverstanden zu haben! mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa!!!!
:(3 aber die frage steht noch immer im Raum: ich denke es sind zwei verschiedene Riten, denn jede der
beiden Messen hat meiner Meinung nach einen unterschiedlichen Hintergrund.
Es ging mir um die Sprache …also feiern wir Ihrer Meinung nach, doch das letzte Abendmahl? Es ging in
meiner Einlassung um die Sprache, da mir schien, daß hier Präsens passiv mit Futur passiv verwechselt
wurde. Daß es mir um die Sprache ging, geht auch schon aus der Überschrift hervor. Wer mir hier also
Protestantisierungstendenzen unterstellen will, hat erstens meinen Beitrag nicht verstanden und handelt
zweitens böswillig. Ich danke für die Aufmerksamkeit.
#15 Pater Lingen 14:35:54 | Dienstag, 24. Juli 2007
Und direkt noch ein Eigentor von „Aurelius“ »Dass jemand wie „Aurelius“ zu solchen Leuten hinwackelt,
überrascht nicht« /= »“Aurelius“ wackelt zu solchen Leuten hin« Empfehlung an „Aurelius“: aufmerksam
lesen, nachdenken, dann Urteil bilden. Und wenn nötig, erst mal die Medikamente nehmen.
@„Pater“ Lingen Keine Sorge, ich „wackele“ nicht zum Pius-Verein. Ebensowenig gehe ich hin, fahre hin
oder krieche hin. Ich fühle mich auch nicht zu denen hingezogen. In keinster Weise. Und bevor Sie, Herr
Lingen, sich weiterhin erdreisten, hier Leuten Eigentore zu diagnostizieren, lesen Sie doch erst einmal
aufmerksam, was diese Leute denn so schreiben. Ich glaube, es dürfte hier keinem en tgangen sein, daß
ich kein Fan der Pius-Gemeinschaft bin. Also: aufmerksam lesen, nachdenken, dann Urteil bilden. Und wenn
nötig, erst mal die Medikamente nehmen.
#13 Pater Lingen 14:16:00 | Dienstag, 24. Juli 2007
Eigentor von „Aurelius“ „Seit wann kümmern sich die Sedi-Sektierer darum, was die FSSPX schreibt?“ Also
was die Sektierer im sog. „Sedisvakantismus“ machen, lässt sich nicht so pauschal sagen, da der „Sedisvakantismus“
rein vom Wort her keinen Inhalt hat außer: „Es gibt derzeit keinen Papst.“ Diese Feststellung der Sedisvakanz
ist zwar eine notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung, um katholisch zu sein. Was speziell
die Katholiken an der F“S“SPX kümmert, ist die ganz normale Darlegung, welche Häresien dort vertreten
werden. In jeder größeren Dogmatik wird man zusätzlich zu den jeweiligen Dogmen auch immer wieder eine
Widerlegung der häretischen Gegensätze finden. Deshalb weisen z.B. der Editor und ich auf unseren jeweiligen
Weltnetzseiten auch gelegentlich auf die Absurdität der Pius-Leute hin. Dass jemand wie „Aurelius“ zu
solchen Leuten hinwackelt, überrascht nicht, wenn er sogar die allerelementarsten logischen Prinzipien
ignoriert.
Daniel Stöhr schreibt Seit wann kümmern die sich denn darum, was ihr „Papst“ „von Rechts wegen“ anordnet ?
Seit wann kümmern sich die Sedi-Sektierer darum, was die FSSPX schreibt?
FSSPX schreibt: „Die praktischen Verfügungen, die der Papst getroffen hat, räumen der überlieferten
Liturgie – nicht nur der Messe, sondern auch den Sakramenten – von Rechts wegen (de iure) die Möglichkeit
ein, ganz normal zelebriert zu werden.“ Seit wann kümmern die sich denn darum, was ihr „Papst“ „von Rechts
wegen“ anordnet ?
@jürgen: Wohlkomponierte Lateinische Konstrukte Aber eine ganze Reihe von Orationen etc. haben es wirklich
in sich. Das sind wohlkomponierte lateinische Konstrukte, die sich vielleicht wirklich nicht immer beim
ersten Lesen erschließen. Ja? So wohlkomponiert wie das hier: Seruius quamquam iam usu haud dubie regnum
possederat, tamen quia interdum iactari voces a iuvene Tarquinio audiebat se iniussu populi regnare, conciliata
prius voluntate plebis agro capto ex hostibus viritim diviso, ausus est ferre ad populum vellent iuberentne
se regnare; (Livius, Ab urbe condita I:XLVI)
Dt. Sprache – schwere Sprache Er spricht doch beim letzten Abendmahl: „Das ist mein Leib der für euch
hingeben wird.“ Also MORGEN (am Karfreitag) hingegeben wird… tut dies zu meinem Andenken… Bitte was?
„…der für euch hingeben wird.“ ist doch kein Futur, sondern eine Aussage im Präsens. Damit bezieht
es sich auf das aktuelle Geschehen. Wollte man es im Futur ausdrücken, müßte man sagen: „…der für
euch hingeben werden wird.“ Im Griechischen NT steht auch ein Präsens (didomenon / Partizip Präsens).
„Tut DIES zu meinem Gedächtnis“ –- Das „dies“ (gr. „touto“) bezieht sich natürlich auch nicht auf irgendwas
in der Zukunft. Ja ja. Deutsche Sprache – schwere Sprache. Das sieht man auch am Titel des Artikels „Wie
kann man verhindern?“ Das ist doch kein vollständiger Satz, sondern ein völlig sinfreies Gebilde.
@Wie kann man fördern? Auch müsse gefragt werden, welche Kenntnisse der lateinischen Sprache ein Priester
haben müsse, um die Messe nach dem alten Ritus zu feiern. Naja, wenn einige grossherzige Spender dem
hochwürdigsten Herrn Bischof Mussinghoff jede im alten Ritus gefeierte Messe mit 1000 Euro vergüten,
würde er bestimmt eigenhändig seine Priester zum Lateinunterricht prügeln.
Ritus servandus übersetzen? Das Übersetzen den Rubriken ist keine so große Schwierigkeit. Da ist fast
alles recht einfaches Latein mit wenig komplexen Konstruktionen. Aber eine ganze Reihe von Orationen etc.
haben es wirklich in sich. Das sind wohlkomponierte lateinische Konstrukte, die sich vielleicht wirklich
nicht immer beim ersten Lesen erschließen.
also doch zwei verschiedene Riten? „In der Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) wurden
in der Messe der Opfercharakter und die Anbetung zu stark betont. Deshalb stand der Priester mit dem Rücken
zur Gemeinde. In der neuen Liturgie steht die Verkündigung des Wortes Gottes und das gemeinsame Mahl
im Mittelpunkt, die Gemeinschaft vor Gott um den Altar, ähnlich wie beim Abendmahl Jesu.“ Die Hl. Messe
ist doch das Gedächtnis des Kreuzesopfers Jesu am Karfreitag und seine unblutige Erneuerung. Er spricht
doch beim letzten Abendmahl: „Das ist mein Leib der für euch hingeben wird.“ Also MORGEN (am Karfreitag)
hingegeben wird… tut dies zu meinem Andenken… Also sollen wir des Karfreitags bei der Messe gedenken
und ihn feiern und nicht des Gründonnerstages. Schließlich war das Letze Abendmahl am Gründonnerstag,
eine vorwegnahme der Geschehnisse auf Golgotha!!! Darum ist die Messe KEIN MAHL!!! wenn nun in der neuen
Messe des Mahles gedacht wird, ist das ein anderer Ritus…
@Freinsberg Wer tridentinisch zelebrieren will, muss den Ritus servandus aus dem Stegreif ins Deutsche
übersetzen können. Gute Idee. Mitg Wörterbuch oder ohne?
Latein Ein Priester mit mangelhaften Lateinkenntnissen versteht auch den Ritus servandus und die Rubriken
nicht (außer vielleicht „iungit manus“). Das wäre vielleicht ein guter Test: Wer tridentinisch zelebrieren
will, muss den Ritus servandus aus dem Stegreif ins Deutsche übersetzen können. (NB: Ich kann’s, bin
aber Laie, und wäre ich Priester, hätte ich nicht vor, tridentinisch zu zelebrieren. o^/ )
Mons. Heinrich Mussinghoff: Lateinkenntnisse & Vaticanum II Auch müsse gefragt werden, welche Kenntnisse
der lateinischen Sprache ein Priester haben müsse, um die Messe nach dem alten Ritus zu feiern. Ferner
müsse dafür Sorge getragen werden, daß sich im Gebrauch des alten Ritus nicht ablehnende Haltungen
gegenüber bestimmten Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils verbergen. Es ist schon wichtig, daß Priester,
welche die außerordentliche Form des Römischen Ritus zelebrieren wollen, der lateinischen Sprache insofern
mächtig sind, daß sie (a) die Aussprache und auch die Betonungen richtig hinbekommen und (b) verstehen,
was sie da überhaupt beten, denn ansonsten werden sich die geistigen Schätze der Messe vor dem Zelebranten
verbergen. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Priester mit mangelhaften Lateinkenntnissen
(das werden wohl leider sehr viele sein) wohl kaum die Messe nach den Büchern von 1962 zelebrieren wird…
Der zweite Vorbehalt, den Mons. Mussinghoff äußert, ist auch nicht ganz unberechtigt. Schließlich geht
es bei dem Motu Proprio auch darum, eine gewisse Einheit herzustellen und nicht die Spalterei, wie sie
hier auf kreuz.net vor allem in den Lesermeinungen leider propagiert wird, zu fördern.
Helft dem Bischof! „Bis zur Gültigkeit der Bestimmungen des Apostolischen Schreibens am 14. September
wird im Bistum Fulda sorgsam geprüft, wo Handlungsbedarf ist.“ Na, www.introibo.net/missaorga.htm wird
dem Bischof hier sicher gerne behilflich sein. Interessanten bitte eintragen – nicht nur in Fulda!