Ökumene
Er gehört in die Disziplin genommen
Man stelle sich vor, ein Weihbischof würde seinen vorgesetzten Oberhirten in aller Öffentlichkeit kritisieren.
Darf ein Weihbischof in aller Öffentlichkeit Vorgesetzte kritisieren?
Darf ein Weihbischof in aller Öffentlichkeit Vorgesetzte kritisieren?
© Jose Cordeiro, visitadopap.org.br
(kreuz.net) Der ‘Initiativkreis katholischer Laien und Priester im Erzbistum Hamburg’ weist die Kritik des Hamburger Weihbischofs, Mons. Hans-Jochen Jaschke (65), am jüngsten Dokument der Glaubenkongregation entschieden zurück.

Statt die päpstlichen Dokumente zu verteidigen und zu verkünden, habe es sich der Weihbischof offenbar zur Gewohnheit gemacht, diese Dokumente mit der Begründung zu kritisieren, sie würden der Ökumene schaden.

„Tatsächlich ist es bis heute in der Ökumene mit den Protestanten nicht einmal gelungen, gemeinsam das Kreuzzeichen zu machen“ – so der ‘Initiativkreis’.

Die Gruppierung erinnert diesbezüglich an die „zeitgeistig vertretenen moraltheologischen Positionen zur Homosexualität der Hamburger evangelisch-lutherischen Landesbischöfin Maria Jepsen, die in die ökumenische Sackgasse führen.“

Der Weihbischof teilt nach Ansicht des ‘Initiativkreises’ auch nicht die Position des Papstes von der katholischen Kirche als „Kirche Christi“.

Der ‘Initiativkreis’ verweist auf eine Stellungnahme des Weihbischofs im Hamburger ‘Abendblatt’ vom 21. Juli 2007, wonach alle erst lernen müßten, „Kirche Christi in der Welt zu werden“.

Am 21. Juli habe der Ratzinger-Schüler in einem Interview mit den ‘Lübecker Nachrichten’ den Papst belehrt, daß die römische Verlautbarung „in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig“ gewesen sei und die ökumenischen Bemühungen erschwere.

Jetzt wurde Erzbischof Werner Thissen von Hamburg vom ‘Initiativkreis’ schriftlich gebeten, seinen Weihbischof stärker in die innerkirchliche Disziplin zu nehmen.

So wie der Weihbischof ihn als Erzbischof nicht unbeschadet öffentlich ins kritische Visier nehmen könne, so wenig könne er dies mit dem Papst als oberstem Hirten der Kirche tun.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Bokrug †   14:34:24 | Samstag, 22. September 2007
Der wahre Gegner: Über Rotary-Clubs wie Lions und Kiwanis sowie Odd-Fellow Orden aktiv…Rockefeller
Wir müssen zwischen der Freimaurerei und den Freimaurern unterscheiden. Die Freimaurerei als solche strebt nicht nach Macht. Allerdings sind die Freimaurer tatsächlich in jeder nationalen Organisation vertreten, wo wichtige Entscheidungen fallen. Und auch in allen multinationalen Gesellschaften, die auf die wirtschaftliche und politische Macht Einfluß ausüben.Das sagte der spanische Experte Guerra Gomez, Autor des Buches Der Freimaurer-Komplott (Styria-Verlag), in einem Interview mit ZENIT Anfang Juni 2007.Weiter sagte er:Es ist daher richtig zu folgern, daß sie versuchen, ihre ideologischen Grundsätze Relativismus, Athe is mus, extrem-liberaler Kapitalismus weiterzugeben, wo auch immer sie sich befinden… In den englischsprachigen Nationen, in den Ländern des Nordens, in der Türkei und anderswo streben sie nicht nach Macht: Sie sind die Macht.So ist beispielsweise das Staatsoberhaupt von Großbritannien zugleich der Großmeister der Vereinigten Großloge von England und der über 150 Großlogen eine pro Land und in den USA eine pro Bundesstaat…G. Gomez bestätigt in dem Interview, daß nach Aussagen des Großmeisters der Großloge von Spanien (bis März 2006), Josep Corominas, 60 % der Mitglieder des Europäischen Parlamentes Freimaurer sind:Tatsächlich sind alle Vorschläge zu den Themenbereichen Familie und Bioethik, die der Lehre der Kirche und sogar dem natürlichen Sittengesetz widersprechen, vom Europäischen Parlament angenommen worden…
www.bilderberg.org
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#19   Rudolfus   20:39:54 | Montag, 30. Juli 2007
@Sirilo / Feststellung, daß der Papst irrt
Danke, daß Sie klar aussprechen, daß weder die FSSPX noch Rudolfus befugt ist festzustellen, ob der Papst irrt.
Feststellen im eigentlichen und herkömmlichen Sinn, daß der Papst irrt, kann grundsätzlich jeder, der die katholische Lehre kennt – das muß klar aus der im Apostolischen Schreiben Cum ex apostolatus officio (Paul IV., 1559) vorgebrachten Lehre gefolgert werden.
Im kirchenamtlichen Sinn ist die Frage weit schwieriger zu beantworten, da der Papst die oberste Gerichtsbarkeit der Kirche selbst ist.
Über dem Papst stünde auf Erden nur die Waffengewalt eines Kaisers, der aufgrund seiner Waffengewalt die Feststellungsbefugnis ebenso beanspruchen könnte.
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#18   Sirilo   17:55:21 | Mittwoch, 25. Juli 2007
@Artois
Danke, daß Sie sich für Meinungsfreiheit und Demokratie in der Kirche ausgesprochen haben!
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#17   Artois †   17:13:02 | Mittwoch, 25. Juli 2007
@Sirilo
Jeder katholische Christ ist befugt, sich ein Urteil über die Aussagen des Papstes zu bilden und dieses Urteil in der geziemenden Form öffentlich auszusprechen bzw. zu publizieren. Das ist ja wohl sonnenklar.
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#16   Sirilo   13:20:43 | Mittwoch, 25. Juli 2007
@Rudolfus: Danke!
Danke, daß Sie klar aussprechen, daß weder die FSSPX noch Rudolfus befugt ist festzustellen, ob der Papst irrt.
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#15   Rudolfus   10:58:10 | Mittwoch, 25. Juli 2007
@Sirilo / Welche Instanz ist befugt festzustellen, daß ein Papst sich irrt?
Eine kirchliche Instanz, die das feststellt, könnte nur eine vom Papst selbst dazu ermächtigte Institution sein, da über dem Papst nur der wahre Gott steht, der eine menschliche Person wurde in Jesus Christus, von dem die Kirche die katholische, apostolische und göttliche Offenbarung erhalten hat.
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#14   Sirilo   10:48:37 | Mittwoch, 25. Juli 2007
@Rudolfus
Welche Instanz ist befugt festzustellen, daß ein Papst sich irrt?
Kreuzen Sie das Zutreffende an:
– die Glaubenskongregation
– das Kardinalskollegium
– Weihbischof Williamson FSSPX
– Rudolfus
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#13   Nachtlaterne   17:38:02 | Dienstag, 24. Juli 2007
zuviel liberalität…
…begünstigt zuviel unrecht!
denke daran.
immer mehr menschen innerhalb und außerhalb der kirche wollen klüger sein als gott mit ihrem zeitgeisgerede. sie merken nicht einmal, dass sie totengräber echter liebe und vertiefter gerechtigkeit sind.
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#12   Rudolfus   17:13:24 | Dienstag, 24. Juli 2007
@Sirilo / Ein Papst, der irrt, kann natürlich
kritisiert werden.
Aber nicht von den Modernisten, die selbst irren.
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#11   Sirilo   17:04:43 | Dienstag, 24. Juli 2007
Daß Weihbischöfe beliebig den Papst öffentlich kritisieren dürfen,
hat der Hamburger Weihbischof von den Weihbischöfen der FSSPX gelernt. Bald wird er auch wissen, daß ein Weihbischof ruhig den Papst „seelisch gespalten“ und „häretisch“ nennen darf – die FSSPX wird ihm applaudieren.
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#10   Juhuben Cantuja   16:13:29 | Dienstag, 24. Juli 2007
Kein Wunder
Jahrelang hat man munter Ökumenismus betrieben und sich von der vorkonziliaren Ekklesiologie distanziert. Auch Kardinal Ratzinger ist einmal zusammen mit Bischöfin Jeppsen aufgetreten und plötzlich kommt man mit einem solchen Dokument auf den Markt. Kein aufrichtiger und redlicher Nichtkatholike wird sich jemals damit abfinden, das man ihn auf einer ekklesiologisch tieferen Stufe
ansiedelt. Wäre es nicht besser gewesen, man hätte die Finger davon gelassen
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#9   Typ   16:06:30 | Dienstag, 24. Juli 2007
Sehr richtig!
„Das Recht, Kritik an Rechtsakten des Heiligen Vaters oder anderer Hirten der Kirche zu üben, kommt alleine exkommunizierten Bischöfen, die in Gemeinschaft mit Marcel Lefebvre stehen, sowie den von ihnen oder ihren Sympathisanten betriebenen Internetforen zu.“
(Konzil von Trient: Dekret über Weihbischof Jaschke, den personifizierten Abschaum. Absatz 88.)
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#8   ExBochumer †   15:22:13 | Dienstag, 24. Juli 2007
Es geht doch in dem Artikel von kreuz.net nicht
um das Motu Proprio SP, sondern um das Schreiben betreffs „subsistit in“ der Glaubenskongregation.
Warum hier wieder diese Vermischungen stattfinden, entzieht sich meiner Kenntnis.
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#7   landorganist   15:19:51 | Dienstag, 24. Juli 2007
@Jürgen & Typ
Ihr habt beide recht! :(3 :)3
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#6   juergen   15:17:14 | Dienstag, 24. Juli 2007
Das Kritik-Privileg
…ist es eine absolut unerhörte unverfrorenheit, als weihbischof in aller öffentlichkeit eine aussage/veröffentlichung/handlung des heiligen vaters zu kritisieren!
Ein Weihbischof darf sowas nicht. Das Kritik-Privileg liegt bekanntlich bei kreuz.net, den Piusbrüdern etc.
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#5   Mortimer   15:14:32 | Dienstag, 24. Juli 2007
selbst wenn der gegenstand nicht ein solch brisanter wäre
wie es das motu proprio „summorum pontificum“ ist, ist es eine absolut unerhörte unverfrorenheit, als weihbischof in aller öffentlichkeit eine aussage/veröffentlichung/handlung des heiligen vaters zu kritisieren!
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#4   ExBochumer †   14:42:06 | Dienstag, 24. Juli 2007
Der „Rebellenpriester“ Breitenbach, der sich dem Titularbistum Partenia zugehörig fühlt …
postete im sogenannten „Partenia-Forum“ die Predigt (oder Auszüge aus dieser), leider ohne Quellenangabe:
Ich gebe hier auch nur Auszüge des predigenden Superintendenten Christian Weyer wieder, die Breitenbach dort postete (Hervorhebungen von mir):
„… abgesehen davon, dass ein solches Lehrschreiben an Arroganz nicht mehr zu überbieten ist und jede christliche Demut vermissen lässt, ist diese Lehr-meinung der römisch-katholischen Kirche biblisch nicht begründet, historisch falsch und theologisch fragwürdig. „
„Das Schlüsselamt, also die Kraft der Sündenvergebung, die den Weg zum Himmel aufschließt, sie ist nicht an einzelne, besonders autorisierte Personen gebunden. Allen Christinnen und Christen ist dieses Amt übertragen. „
„Die Lehre, dass die einzige und wahre Kirche Jesu Christi nur in der römisch-katholischen Kirche wiederzufinden ist, ist historisch falsch:
Christus hat keine strukturell geordnete, geschweige denn hierarchisch ver-fasste Kirche gegründet. Christus hat nach Pfingsten zunächst einmal einen ziemlich ungeordneten Haufen hinterlassen. Einzig der Glaube an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn und die sichtbar wirksame Gabe des Heiligen Geistes vereinten diesen ungeordneten Haufen zu einer Mitte. Petrus war wohl das Haupt der jerusalemer Gruppe, der Urgemeinde also. Das aber keineswegs unangefochten, wie wir wenig später in der Auseinandersetzung mit Paulus erleben. Die Spur des Petrus verliert sich dann im Nebel der Geschichte…“
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#3   Typ   14:20:04 | Dienstag, 24. Juli 2007
@ Suplicius
Du nervst!
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#2   Sulpicius   14:12:14 | Dienstag, 24. Juli 2007
@Landorganist
Du nervst!
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#1   landorganist   13:55:51 | Dienstag, 24. Juli 2007
Nachdem
sich keiner mehr für die Hetze gegen Algermissen interessiert, hat die Redaktion nun wohl ein neues „Opfer“ gefunden…
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