Kommentar
Alles nur Einbildung?
Wer hätte das gedacht: Die Bemühungen um ehrfurchtsvolle Liturgien sind in den Gemeinden „übergroß“. Ein Kommentar.
Kelchkommunionspendung durch einen Laien
Kelchkommunionspendung durch einen Laien
© Claudia I. Provencio/CatholicSun
(kreuz.net) Die Klagen über Mißstände in der Liturgie der katholischen Kirche sind seit Monaten nicht zu überhören.

Das beklagt Matthias Gierth in seinem Artikel „Die Schönheit der deutschen Liturgie“. Er wurde am 12. Juli in der ‘Rheinischen Merkur’ veröffentlicht.

Gierth ist stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung.

Seiner Feststellung, daß diese Klagen in der Mehrzahl von numerisch kleinen, das Ohr einzelner Kirchenmänner gleichwohl erfolgreich erreichenden Gruppierungen vorgebracht werden, kann man zustimmen.

Aber zeichnen diese Kritiken wirklich – wie Gierth meint – eine „Karikatur des sonntäglichen Lebens der Kirche“?

Gierth ist jedenfalls davon überzeugt: Wer Gottesdienste besuche und die Ausnahme nicht zum Normalfall hochstilisiere, wisse, daß das Bemühen, ehrfurchtsvoll Liturgie zu feiern, in den Gemeinden „übergroß“ sei.

Vielerorts würden Liturgiekreise, in denen Laien mit Priestern ihre „Verantwortung für die Gottesdienste“ ernst nehmen und sie in einer Tiefe vorbereiten, wie es sie zuvor kaum gegeben hat.

Womit Gierth das anspricht, was der damalige Kardinal Ratzinger meinte, als er sagte, daß sich die „gewordene Liturgie“ der Kirche zu einer „gemachten“ verwandelt habe.

Pfarr- und Liturgiealltag
Liturgiemißstände werden heute auch von den Bischöfen gemeinhin toleriert.Die 'Kirchenzeitung' der Diözese Linz präsentiert in ihrer Ausgabe zum Motu Proprio das Beispiel eines würdig zelebrierten Novus Ordo.Eine liturgisch engagierte Pfarrei in Deutschland.

Riten, die Sonntag für Sonntag „in ihrer Tiefe“ neu erfunden werden, sind nicht in sich schlecht.

Aber sie können nicht als Liturgie der Kirche bezeichnet werden, weil sie nicht Ausdruck des katholischen – allumfassenden – Glaubens sind, sondern den zweifellos gutgemeinten liturgischen Ego-Tripp einzelner Liturgiebegeisterter darstellen.

Doch genau das scheint Gierth zu wollen: „So ist es gelungen, das Leben des Einzelnen zur Sprache zu bringen.“

Wieder ist ihm zuzustimmen, wobei eine Korrektur der Formulierung angebracht ist: „So ist es gelungen, das Leben vereinzelter zur Sprache zu bringen.“

Auch das ist in sich gut, richtig und wichtig. Dies ist vor allem die Aufgabe des persönlichen Gebetes oder der Gebetsgruppen.

Etwas anderes ist dagegen die öffentliche Liturgie der Kirche. Sie bringt das Leben der katholischen – allumfassenden – Kirche zur Sprache. Es ist zwar peinlich, aber offensichtlich nötig, hier das Wort „Globalisierung“ zu bemühen.

Gierth weiter: Vor allem dort, wo der Gläubige geistige Nahrung in verständlichen Worten für seine persönliche Situation finde, suche er auch den Weg in die Messe.

Noch einmal ist Gierth zuzustimmen. Es ist ihm wohl nicht aufgefallen, daß er mit diesem schönen Satz das zusammengefaßt hat, was im seit dem Konzil de facto abgeschafften Sakrament der Beichte geschah.

Auch wo Gierth eine Vielzahl von gottesdienstlichen Feiern fordert, hat er Recht.

Warum? Weil diese dazu dienen, die heute liturgisch entfremdeten sogenannten Gläubigen wieder zur Liturgie der Kirche zurückzuführen.

Die meisten Gläubigen sind nicht einmal mehr in der Lage, sich zu sammeln, geschweige denn, die Kirche alleine aufzusuchen und dort für sich zu beten. Hier braucht es noch viel Hinführung.

Anschließend bedient Gierth den Leser mit einem Schuß Polemik:

„Überflüssig dagegen sind Verdächtigungen, die Mißstände über Mißstände behaupten, um die muttersprachliche Messe als Normalfall des sonntäglichen Gottesdienstes zu diskreditieren.“

„Contra facta non valent argumenta“: Es ist sinnlos gegen Tatsachen zu argumentieren.

Man muß vermuten, daß die liturgische Ahnungslosigkeit auch bei Gierth so weit fortgeschritten ist, daß er Gebrauch von Mißbrauch nicht mehr unterscheiden kann.

Diese Vermutung wird durch seine folgende Aussage erhärtet:

„Die Liturgiereform des Zweiten Vatikanums, in deren Mittelpunkt die Umkehrung der Zelebrationsrichtung des Priesters hin zum Volk stand, war nicht Ausgangspunkt einer unheilvollen Entwicklung, die zum Verlust des Gottesdienstes als Ort mystischer Begegnung führte.“

Was es mit der nachkonziliär verkehrten Zelebrationsrichtung auf sich hat, ist inzwischen des Langen und des Breiten diskutiert worden. Es ist eine infame Verleumdung, diese liturgische Absurdität, die es nicht einmal bei Luther gab, dem letzten Konzil in die Schuhe zu schieben.

Völlig jenseits des Bodens einer seriösen Diskussion begibt sich Gierth mit der folgenden Aussage: „Vielmehr hätte die Kirche ohne das Konzil ihrerseits den Kontakt zu den Gläubigen verloren.“

Meint Gierth hier vielleicht, daß der Priester, der in die leeren Kirchenbänke hineingrinst, sich auf diese Weise darin bestärken kann, daß dort hinten noch „etwas“ vorhanden ist?

Zweifellos stimmt es, daß der Papst – wie Gierth formuliert – nicht „auf ein Zurück hinter das Konzil“ abzielt. Aber hat das jemand behauptet?

Im gleichen Atemzug wäre es unehrlich, hier nicht sofort zu sagen, daß Kardinal Ratzinger in den letzten Jahrzehnten der prominenteste Kritiker der nachkonziliären liturgischen Mißwirtschaft geworden ist.

Das Hauptproblem von Gierths Artikel besteht darin, daß er beharrlich die nüchterne und notwendige Unterscheidung zwischen Gebrauch und Mißbrauch leugnet.

Es ist klar, daß es dieser Taktik darum geht, den unhaltbaren Status quo zu zementieren.

Heute haben die liturgischen Mißbräuche ein solches Maß angenommen, daß es in den meisten Gemeinden genügen würde, eine Novus-Ordo-Messe so zu zelebrieren, wie sie von Papst Paul VI. promuligiert wurde, um bei den Leuten den Eindruck einer Messe im Alten Ritus zu erwecken.

Gierth muß in den vergangenen Jahren Mitglied einer Alt-Ritus-Gemeinde gewesen ist, daß ihm die harte Realität des unordentlichen „ordentlichen römischen Ritus“ unbekannt geblieben ist.
      
32 Lesermeinungen
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#32   Tarcisius   23:19:14 | Freitag, 3. August 2007
@Romulus,@Ruhrgebietsschande
@Romulus Bild im Text: Die Göre, die da in den Kelch glotz und so tut als ob sie trinkt… Was soll das, weiß die, was sie tut? Aus gutem Grund hatte die Kirchen den Laienkelch abgeschafft!
Ziemlich deplaziert.Diesem Mädchen gegenüber unverschämt.„Quorum fides Tibi fides cognita est“, nicht wahr- und allein Er kennt ihren Glauben
@Ruhrgebietler Schandacker eines Felix GennSie sind ignorant.So wüßten Sie, daß Monsignore Genn ein tiefgläubiger frommer Mann ist, der unter dem Zustand des Bistums, daß er übernommen hat leidet.Sonst wüßte Sie, daß im Essener Dom ganztägig gute Beichtväter ihren Dienst tun.Aber gehen Sie ruhig weiter zu Ihrer schismatischen Sekte.
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#31   Aleph †   10:02:58 | Freitag, 3. August 2007
Ein sündiger Priester kann gültig die Messe zelebrieren
Sicher Extrembeispiele. Aber gehen Sie zu einem Priester in die Messe, der eine Konkubine hat, und deshalb jedesmal schwer sündigt, wenn er eine (gültige) Messe zelebriert? Ich hoffe nicht.
Das ist eine völlig andere Ebene: Priester im Konkubinat. Das ist keine Ehe und der Priester ist ausschließlich zur Ehelosigkeit verpflichtet. Daher Zölibat.
Ob ich an einer Messe, die ein Priester im Konkubinat zelebriert teilnehme, möchte ich nicht grundsätzlich verneinen. Vielleicht habe ich schon an vielen solcher Messen teilgenommen, die ein Priester im Konkubinat zelebriert hat. Nur habe ich es nicht gewusst, dass der Zelebrant im Konkubinat lebt.
Deshalb ist die von ihm zelebrierte Messe aber nicht ungültig. Ein sündiger Priester kann sehr wohl gültig zelebrieren. Das steht ähnlich auch im Katechimus. Und wenn ich wüsste, dass ein Priester im Konkubinat lebt, würde ich nicht in erster Linie deshalb, aus voyeuristischen Gründen, zu ihm zur Messe gehen, sondern vor allem, weil ich gern zu Messe gehe.
Alles andere schmeckt mir so altväterlich moralinsauer. :&)
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#30   Alkuin   09:22:04 | Freitag, 3. August 2007
Würdig?
Die Grenze zwischen ein besorgter Gläubiger und ein Bigott ist sehr fine. Ich werde mir es niemals anmaßen weder über die Würdigkeit eines Kommunikanten noch der eines Priesters zu urteilen.
„schwarzen Messe (…) Sie ist gültig, falls von einem Priester zelebriert“
Das ist Schwachsinn pur! Eine Schwarze Messe ist niemals gültig, da weder Form, Materie, noch Intention gültig sein können.
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#29   juergen   23:58:55 | Donnerstag, 2. August 2007
ziemlich egal
Mir ist die „Würdigkeit“ des Priesters ziemlich egal. Das muß er mit sich und Gott ausmachen; ggf. auch mit seinem Bischof; aber darüber zu urteilen maße ich mir nicht an.
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#28   möchtegern-kathole   19:53:09 | Donnerstag, 2. August 2007
@gilbert
Es ist sehr wohl auch eine Sache des „Austeilers“. Würden Sie zu einer schwarzen Messe gehen? Sie ist gültig, falls von einem Priester zelebriert. Oder zu der eines Mörders, der warum auch immer nicht eingesperrt wird?
Sicher Extrembeispiele. Aber gehen Sie zu einem Priester in die Messe, der eine Konkubine hat, und deshalb jedesmal schwer sündigt, wenn er eine (gültige) Messe zelebriert? Ich hoffe nicht.
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#27   Aleph †   17:44:24 | Donnerstag, 2. August 2007
Eheimnis des Glaubens und nicht des Austeilers
Es tut keinen Abbruch, wer das Abendmahlsbrot reicht und wer den Kelch. Entweder, es sind die gewandelten Gaben, das gewandelte kostbare Blut oder der gewandelte trinkbare Wein, oder sie sind es nicht, sind was sie sind.
Aber das ist das Geheimnis des Glaubens und nicht das Geheimnis des Austeilers oder Spenders. Deshalb kann es nicht ausschlaggebend sein, wer das Sakrament reicht, wenn auch ein in Sünde stehender Priester gültig zelebrieren kann.
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#26   Alkuin   16:17:08 | Donnerstag, 2. August 2007
@Strepto von Kokke
To each his own! ^-^
Ich frage mich Trotzdem ob Sie denken, dass „das Sakrament, in dem Christus sein ganzes Sein hinterlassen hat: Leib, Blut, Seele und Gottheit“, verändert oder sogar verunreinigt wird durch die Spendung durch einen Laien.
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#25   juergen   15:50:28 | Donnerstag, 2. August 2007
Messe im Freien
Eine US-Pfarrei feiert die Messe gerne auf der Straße…
Feierte nicht in einer kleinen Gemeinde in Frankreich, jemand die Messe im außerordentlichen Ritus auch im Freien?
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#24   Strepto von Kokke   15:46:49 | Donnerstag, 2. August 2007
@Alkuin
Da machen Sie einen grundlegenden Denkfehler! Die Kommunion wird grundsätzlich nicht genommen, sondern Gespendet und EMPFANGEN.
Von einem Priester „empfange“ ich die Kommunion. Laien geben einander, mögen auch manche Formulierungen anders lauten = außerordentliche Kommunionspender.
Ich bin auch kein Freund der Handkommunion und sehe diesbezüglich bei jedem Dienst als Kommunionhelfer Sachen die mir sehr missfallen.
Mir missfallen Sie in Ihrer Funktion.
Nichtsdestotrotz, habe ich Freude an diesem Dienst.
Für den ich mich weder bewerben, noch von irgendjemandem verpflichten lassen würde.
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#23   Alkuin   15:24:34 | Donnerstag, 2. August 2007
@Strepto von Kokke
„Wenn jedoch ein Laie die Kommunion austeilen darf, gibt es für mich ebenfalls keinen Grund mehr die Kommunion nicht eigenhändig aus dem Kelch zu nehmen oder den Kelch durch die Reihen gehen zu lassen und jeder bedient sich selbst.“
Da machen Sie einen grundlegenden Denkfehler! Die Kommunion wird grundsätzlich nicht genommen, sondern Gespendet und EMPFANGEN.
Ich bin auch kein Freund der Handkommunion und sehe diesbezüglich bei jedem Dienst als Kommunionhelfer Sachen die mir sehr missfallen.
Z.B.: der einhändige „Parkinsons“ -treff wenn du kannst- Technik,
oder die beidhändige -Loch in der Mitte- such die einen aus- Methode,
oder die hände in Hüft-Höhe-Rätsel Mund oder Hand- Tour.
Ich habe einmal, wegen der unwürdigen Umgang, sogar (spasshalber) gesagt, dass das schwerste Kreuz das ich zu tragen habe, ist der Dienst des Kommunionhelfers. Nichtsdestotrotz, habe ich Freude an diesem Dienst.
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#22   Isidor   14:00:19 | Donnerstag, 2. August 2007
Schandacker des Bischofs Dr. Felix Genn – hier Ü30-Kirche des Propstes Michael Ludwig in Bochum
Das Herr Bischof Dr. Felix Genn der häretische Kirche den Rücken stärkt ist mittlerweile bekannt. Das er in schwerer Sünde lebt auch – denn er kennt keine Nächstenliebe. (gäbe es sonst einen HartzIV-Priester, ind den vorzeitigen „Zwangsruhestand“ versetzte gute Hirten etc. etc.??) Die Jugendkirche „Tabgha“ in Oberhausen und auch die Ü30-Kirche des Propstes Michael Ludwig in Bochum fördert der Herr Felix Genn auch mit Geld, wo es zur „Brotvermehrung“ Weissbrot und Wein zu kosten gibt…oder auch Schokolade frisch fliessend auss’m Brunnen oder auch Fußball im „Gottesdienst“ – alles ganz ordentlich für die deutsch-katholische Kirche. Wer ändert etwas, wenn dieses dem Papst nicht bekannt wird – beschwert Euch bitte in Rom Christen – es gibt eine zuständige Stelle dort. Und dann bitte auch mal nachhaken – nicht einfach auf sich beruhen lassen!!!
Betet trotzdem für die Abgefallenen, dass diese sich noch bekehren mögen – besonders heute am Priesterdonnerstag! O.P.
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#21   r.ruhrgebietler   13:12:12 | Donnerstag, 2. August 2007
@sirilo: festgestellt
na, hier im Ruhrgebiet! Dem Schandacker eines Felix Genn. Massig! Selbst eine ehem. Kloster hat seine(n) Beichstu(e)hl(e) verabschiedet. Heute sind dort die Oblaten des Franz von Sales drinne. Aber ich könnte die Liste beliebig verlängern.
Sollte in der Diaspora etwa noch ein Rest röm.-kath. Wirkens trotz V-II vorhanden sein?? Ich fange an begeistert zu sein.
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#20   Aleph †   12:44:54 | Donnerstag, 2. August 2007
Bitter für die Beteiligten
Irgendwie habe ich den untrüglichen Eindruck, dass sich eine schwerwiegende Stagnanz hier im Forum flächendeckend breitmacht. Keine neuen Themen, keine neuen Aufschreie, keine altväterlichen Beschwichtigungen oder andere Erschrecklichkeiten, die über man sich aufregen könnte, aber nicht müsste, sondern einfach nur der niederdrückende, banale Forumsalltag mit der nicht endenwollenden Schreibe, ohne jeden erfrischenden Höhenflug, bei dem auch die Thermik zu nutzen wäre. Das ist sehr bitter für die Beteiligten. :&)
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#19   Alkuin   11:57:51 | Donnerstag, 2. August 2007
@Strepto von Kokke
„…haben Sie persönlich die Erfahrung als Kommunionhelfer gemacht…“
Es kommt zwar selten vor, aber ja, das habe ich selbst mehrmals erlebt. Ich kennen auch Menschen die lieber nicht kommunizieren, als der Leib Christi oder den Kelch aus den profanen Händen eines Laien zu nehmen. Zum Thema Kommunionhelfer sagte einmal eine Frau zu mir sogar „pfui Teufel“.
In welcher Kirche das war? Ich glaube es war Die katholische Kirche den ich diene ^-^
Zu RS 158:
Nur Zustimmung!
Ich habe schon mal erlebt dass es fast mehr Kommunionhelfer in „Einsatz“ waren als Empfänger!
Ich denke, dass ein Priester oder ein Diakon 150-200 Kommunikanten Zeitig die Kommunion problemlos spenden könnten.
Man sollte auch beachten, dass manche KommunionhelferIn (wie ich), mehr die Nähe zum Altar und das Sakrament suchen, als sich selbst ins Bild setzen zu wollen.
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#18   Strepto von Kokke   11:53:05 | Donnerstag, 2. August 2007
@KurtK.
Find ich irgendwie seltsam.
Ich bin auch kein Freund dieser Formulierung. Aber wie schon geschrieben, wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzt, an der Praxis und den Messbesucherzahlen orientiert ist der Einsatz von Laienkommunionhelfern nicht notwendig.
Ist die Kommunion, durch Laien ausgeteilt, weniger „wirksam“?
Darum geht es erst einmal nicht.
Wenn jedoch ein Laie die Kommunion austeilen darf, gibt es für mich ebenfalls keinen Grund mehr die Kommunion nicht eigenhändig aus dem Kelch zu nehmen oder den Kelch durch die Reihen gehen zu lassen und jeder bedient sich selbst.
Ich bin ein Gegner der Handkommunion und diesen ehrfurchtslosen Praktiken, die ich jedoch nicht zu verantworten habe.
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#17   Kurt K.   11:39:53 | Donnerstag, 2. August 2007
@ Strepto von Kokke: Logik??
Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester oder Diakon fehlen, wenn der Priester durch Krankheit, wegen fortgeschrittenen Alters oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist, oder wenn die Gläubigen, die zur Kommunion hinzutreten, so zahlreich sind, daß sich die Meßfeier allzusehr in die Länge ziehen würde.[259] Dies muß aber so verstanden werden, daß eine gemäß den örtlichen Gewohnheiten und Bräuchen kurze Verlängerung ein völlig unzureichender Grund ist.
Find ich irgendwie seltsam. Entweder, es ist in Ordung und auch gültig, wenn Laien die Kommunion austeilen, oder eben nicht. Wenns in Ausnahmefällen gestattet ist, dann ist es gültig und somit gestattet. Wie soll man das verstehen? Ist die Kommunion, durch Laien ausgeteilt, weniger „wirksam“?
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#16   maliems   11:30:49 | Donnerstag, 2. August 2007
@Romulus
Was mich am meisten stört: Da mischen Bischöfe/Kardinäle mit.
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#15   Strepto von Kokke   11:27:25 | Donnerstag, 2. August 2007
@Alkuin
Und ein Kommunionhelfer muss damit leben, dass manche beim gang zur Kommunion die Seite wechseln.
Alkuin, haben Sie persönlich die Erfahrung als Kommunionhelfer gemacht, dass Gläubige die Seite gewechselt und nicht bereit sind aus den Händen eines Laien die Kommunion zu empfangen? In welcher Kirche war das?
Wer „Redemptionis Sacramentum“ wirklich ernsthaft befolgt, weiss, dass einige Minuten Wartezeit selbst bei einer gut besuchten Sonntagsmesse kein Grund sind Laienkommunionhelfer anzustellen.
158. Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester oder Diakon fehlen, wenn der Priester durch Krankheit, wegen fortgeschrittenen Alters oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist, oder wenn die Gläubigen, die zur Kommunion hinzutreten, so zahlreich sind, daß sich die Meßfeier allzusehr in die Länge ziehen würde.[259] Dies muß aber so verstanden werden, daß eine gemäß den örtlichen Gewohnheiten und Bräuchen kurze Verlängerung ein völlig unzureichender Grund ist.
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#14   Romulus   11:27:19 | Donnerstag, 2. August 2007
@Gilbert
Ich kann Ihnen nur zustimmen zum Thema Beichte, Beichtstühle:
– meist Besenkammern
– bei uns in der Kirche werden sie als Nachschubdepot für den Schriftenstand benutzt
– in einem Priesterseminar in Bayern wird ein Beichtstuhl sogar als Espresso-Bar benutzt. Man hat ihn bei der Renovierung der Kirche herausgerissen und im Treppenhaus eingebaut, wo er als „Gesprächsecke“ für die Regens-Schleimer diente.
– mancher Küster erzählte mir, dass Beichtstühle oft von Kirchenfernen (?) als Toilette benutzt werden und die Ärmsten dann die Fäkalien entfernen müßten.
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#13   Aleph †   11:19:07 | Donnerstag, 2. August 2007
ruhrgebietler: Verwendbarkeit
Um ihnen recht zu geben: Nur manche besonders schönen Beichtstühle aus dem Barock wurden auch nicht als Besenkammern verwendet. Sie sind unter der Hand verkauft worden, nach Geschmack und Kontostand des jeweiligen Käufers, meistbietend ist doch klar. Sie dienen als Interieur in Kellerbars und Partyräumen. Wer hätte sich eine solche Verwendbarkeit auch nur träumen lassen?
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#12   Romulus   11:18:20 | Donnerstag, 2. August 2007
Kommentare zur Fotostrecke
Die Bilder, der hier eingefügten Fotostrecke zeigen ein dermaßen riesiges Ausmaß an liturgischer Verwahrlosung, dass es einem die Sprache verschlägt. Das ist keine Liturgie, das sind Häresien der Formlosigkeit. Man braucht sich nicht zu wundern, dass die Leute lieber im Bett liegen bleiben als sich diese „Messen“ anzutun:
Bild im Text: Die Göre, die da in den Kelch glotz und so tut als ob sie trinkt… Was soll das, weiß die, was sie tut? Aus gutem Grund hatte die Kirchen den Laienkelch abgeschafft!
1. Bild: Dieser blöde Martini hat ein Kissen als Lesepult und müßte es doch besser wissen.
2. Bild: Massenhaft Glaskelche (verboten), adrett dekorativ aufgebaut – warum eigentlich?
3. Bild: Toll, Mitte der Kirche, aber warum stehen die alle (meist eh nur Ältere) so blöd um den Holzaltar herum, zwei Priester in Druidenalben… Warum?
4. Bild: Wenn man in einem solchen Betonbunker sitzt, dann kommen einem so alberne Gedanken sich als Erwachsener aufzuführen wie Idioten, anders kann ich mir das Bild mit dem Boot nicht erklären.
5. Bild: Was soll dieser Freiluft-Sit-In? Koffer als Altar, nackte Männerbeine, ne Strandmatte als Altardecke, ne Pet-Wasserflasche und was ist eigentlich in dieser
Nuckelflasche drin? Ein absolut ekelhaftes Bild.
6. Bild: Der mittlerweile ganz normale Wahnsinn.
7. Bild: Die Typen möchte ich mal hören, wenn sie wirklich draußen feiern müßten.
8. Bild: Tolle Camping Veranstaltung. Der Pope hockt gelangweilt da und glotzt die Leute an, die Tante teilt aus.
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#11   Alkuin   11:06:24 | Donnerstag, 2. August 2007
Bild 8
Auch wenn es manchen nicht passt, gibt es gemäß Redemptionis sacramentum (154-160), in der RKK den dienst der Kommunionhelfer. So können Laien nunmehr als „außerordentliche Spender der heiligen Kommunion“ dienen. Die Beauftragung erlaubt grundsätzlich die Spendung in beiderlei Gestalten.
Dort wo die Kommunion in beiderlei Gestalten üblich ist (z.B. USA), dient der Kommunionhelfer meistens dem Kelch.
Niemand wird gezwungen von einer KommunionhelferIn zu Empfangen. Und ein Kommunionhelfer muss damit leben, dass manche beim gang zur Kommunion die Seite wechseln.
Die bekannten Missbräuche sind m.E. sehr bedauerlich und sollten geahndet werden.
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#10   Aleph †   10:54:47 | Donnerstag, 2. August 2007
Besenkammern
Die V-II-Sektirer haben die Beichtstühle doch schon kurz nach 1970 aus den Gebäuden entfernt! Die Ohrenbeichte ist somit defacto abgeschafft worden!
Sie haben die Beichtstühle nicht entfernt, sondern stehen lassen und einer sehr praktischen Nutzungsmöglichkeit als Besenkammernzugeführt.
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#9   Sirilo   10:51:22 | Donnerstag, 2. August 2007
@ruhrgebietler
In keiner einzigen der 7 katholischen Kirchen meiner Stadt (mittelfränkische Diaspora) wurden nach 1970 die Beichtstühle entfernt. Auch bei meinen Reisen bin ich auf noch keine katholische Kirche ohne Beichstuhl gestoßen. Wo haben Sie denn die Entfernung der Beichstühle festgestellt?
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#8   Aleph †   10:47:36 | Donnerstag, 2. August 2007
Anathema
Ein Vorschlag wäre zum Beispiel, den Defensor als Anathema zu behandeln.
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#7   Defensor Fidei   10:45:36 | Donnerstag, 2. August 2007
Alternative zur Beichte?
Die Beichte wurde nie abgeschafft.
Lesen hilft: „de facto“, gilbert, „de facto“!!
Wer will kann jeden Samstag zur Beichte gehen.
Wer will, der kann auch Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag zur beichte gehen.
Wenn niemand mehr in den Beichtstuhl geht, ist das ein Zeichen der Zeit
Richtig erkannt. Nur leider die falsche Konsequenz gezogen. Das Angebot der Kirche verändert sich nämlich nicht nach marktwirtschaftlichen Kriterien frei nach dem Motto: wenn halt niemand mehr kommt, bieten wir stattdessen eben etwas anderes an.
Jedes gute Reformkonzil, das dazu gedient hat, die Lehre der Kirche wieder im alten und vollen Glanz erstrahlen zu lassen, hatte als Konsequenz einen „Boom“ des Beichtsakramentes. Nur beim Zweiten Vat. Konzil sah das anders aus. Was können wir daraus schließen?
Da ist es vielleicht notwendig, andere, bessere Formen zu finden.
Da bin ich aber gespannt, was Papst gilbert I. uns den vorschlägt. Aber immer dran denken, daß das Vorhaben auch mit Gott abgesprochen sein muß.
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#6   r.ruhrgebietler   10:42:47 | Donnerstag, 2. August 2007
@sirilo & gilbert – es gibt Gemeinden,
da ist VOR JEDEN HLG. MESSE Beichtgelegenheit! Z.b. in den Prioraten der FSSPX. Ach, Tradition? Ganz genau. Also faseln Sie hier dummes Zeug herum.
Die V-II-Sektirer haben die Beichtstühle doch schon kurz nach 1970 aus den Gebäuden entfernt! Die Ohrenbeichte ist somit defacto abgeschafft worden!
Zeichen der Zeit ist, daß dem christgläubigen das Sündenverständnis gar nicht erst mehr vermittelt wurde! Von wem auch? Den V-II-Klerikern? Die trauen sich doch gar nicht mehr aus den Pfarrhäusern heraus um zu unterweisen! Katechismusuntericht, Beichtunterricht? Fehlanzeige!
Wie soll also Ihrer Meinung nach bei der V-II-Sekte dort nocht etwas passieren?? Und genau deswegen wird die Welt untergehen – wg. des Sündenpfuhls in dem Gottes Schöpfung sich befindet!
Oder schauen Sie tatenlos zu, wenn jemand ihr Auto in 5m Entfernung mit Benzin übergießt und es dann vor Ihren Augen in Brand setzt?? Danke, wir haben verstanden!
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#5   Aleph †   10:27:29 | Donnerstag, 2. August 2007
Vielleicht bessere Formen als Beichte
daß er mit diesem schönen Satz das zusammengefaßt hat, was im seit dem Konzil de facto abgeschafften Sakrament der Beichte geschah.
Die Beichte wurde nie abgeschafft. Das ist auch gut so. Wer will kann jeden Samstag zur Beichte gehen. Wenn niemand mehr in den Beichtstuhl geht, ist das ein Zeichen der Zeit, dass sich das Sakrament der Buße nicht mehr auf diese Weise vermitteln lässt. Da ist es vielleicht notwendig, andere, bessere Formen zu finden. Deshalb geht aber die Welt nicht unter.
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#4   Sirilo   10:27:03 | Donnerstag, 2. August 2007
Wer ist der Kommentator?
Warum schämt sich der Verfassers dieses Kommentars über sein Elaborat so sehr, dass er es nicht wagt, seinen Namen zu nennen?
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#3   Müller   10:21:36 | Donnerstag, 2. August 2007
@Pegasus:
Malö abgesehen von den Jesuiten und den Clowns kann ich jetzt nicht unbedingt große und schwere Verfwehlungen auf den anderen Bildern entdecken. könnte es in dem von Ihnen beanstandeten Bild vielleicht so sein, dass der Herr Pfarrer aus irgendwelchen Gründen die Kelchkommunion nicht austeilen kann? Könnte es sein, dass er eventuell den Leib Christi austeilte?
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#2   PegasusNbW   10:19:29 | Donnerstag, 2. August 2007
Bild 8
Das, was in Bild 8 zu kritisieren ist, ist nicht die Tatsache, dass ein Laie die Kelchkommunion spendet. Wenn das allerheiligste Sakrament in beiderlei Gestalt gespendet wird und außerordentliche Kommunionhelfer eingesetzt werden, ist es mE besser, wenn diese den Kelch mit dem Blut Christi reichen.
Zu kritisieren ist in diesem Bild viel mehr die Tatsache, dass anscheinend ohne große Notwendigkeit außerordentliche Kommunionhelfer eingesetzt werden – was man aus der Tatsache ablesen kann, dass der hochwürdige Herr schon Platz genommen hat, während die Dame noch die Kelchkommunion spendet.
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#1   stimme der vernunft †   10:15:56 | Donnerstag, 2. August 2007
gähn…
:-[ :-[ :-[
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