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Nicht alles schiefgelaufen + Keine Zeit für den Fernseher + Bloß kein „Ritenstreit“ + Er trampelt und schimpft + Die Kontinuität des lateinischen Ritus
Benedikt XVI. sieht auch das Positive, das nach dem Konzil gewachsen ist.
Benedikt XVI. sieht auch das Positive, das nach dem Konzil gewachsen ist.
Nicht alles schiefgelaufen

Italien. Nach dem Zweiten Vatikanum sei „nicht alles“ schiefgelaufen. Das erklärte Papst Benedikt XVI. am Dienstag auf Fragen während eines Treffens mit 400 Priestern der norditalienischen Diözesen Treviso und Belluno-Feltre. Gestern Mittwoch veröffentlichte das vatikanische Staatssekretariat den Text des Gesprächs. Dem Heiligen Vater ist es „sehr wichtig“ auch das Positive zu sehen, das nach dem Konzil gewachsen sei: liturgische Erneuerung, Synoden, Pfarreistrukturen, Zusammenarbeit, neue Verantwortung der Laien, neu geteilte, interkulturelle und interkontinentale Verantwortung, Erfahrung der Katholizität der Kirche.

Keine Zeit für den Fernseher

Vatikan. Der Papst trägt auch im Apostolischen Palast stets weiße Kleidung. Das erklärte sein Privatsekretär Prälat Georg Gänswein vor dem Magazin der ‘Süddeutschen Zeitung’. Zwischen den Bewohnern der päpstlichen Gemächer im Vatikan – der Heilige Vater, seine beiden Privatsekretäre und vier weibliche Mitglieder eines Säkularinstitutes – habe sich schnell eine sehr herzliche familiäre Atmosphäre entwickelt. Für gemeinsame Fernsehabende bleibe aber nicht viel Zeit.

Bloß kein „Ritenstreit“

Deutschland. Der Apostolische Administrator der Erzdiözese München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter, predigte bei seiner jährlichen Gedächtnismesse für seinen Vorgänger Julius Kardinal Döpfner († 1976) am 24. Juli über das Motu Proprio. Es sei unangebracht und überflüssig, jetzt einen Ritenstreit zu beginnen. Kardinal Wetter verglich sogar die Liturgiereform der 60er Jahre mit der Kodifizierung des uralten Römischen Meßbuches nach dem Konzil von Trient (1545-1563). Das Motu Proprio habe angeblich bei manchen Unsicherheit ausgelöst, als ob die Kirche wieder zur „Form des Tridentinums“ zurückkehren solle: „Das stimmt nicht.“ Ferner würdigte Kardinal Wetter den liberalen Kardinal Döpfner, seine Person, sein Wirken und seinen Anteil am Pastoralkonzil.

Er trampelt und schimpft

Venezuela. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat den Erzbischof von Honduras, Oscar Rodriguez Maradiaga (64), als „imperialistischen Clown“ beschimpft. Der Kardinal hatte den Regierungsstil des umstrittenen Präsidenten kritisiert und gesagt: „Chavez denkt, er sei Gott und könne auf anderen Menschen herumtrampeln.“

Die Kontinuität des lateinischen Ritus

„Am Samstag, dem 15. September um 10.00 Uhr, dem Fest Unserer Lieben Frau der Schmerzen, werde ich am Hochaltar der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis die Außerordentliche Form der Messe zelebrieren. Auf diese Weise möchte ich gemeinsam mit euch allen, liebe Gläubige, eine definitive Zustimmung zu den Wünschen von Papst Benedikt XVI geben und die Kontinuität des lateinischen Ritus des Heiligen Opfers der Messe unterstreichen. Bei dieser Gelegenheit werden wir unsere Gebete zusammen mit dem Obersten Pontifex durch die selige Gottesmutter zu dem ewigen Vater des Erbarmens erheben im Hinblick auf eine wirksame Versöhnung unter den Katholiken. So hoffen wir als Kirche Christi der göttlichen Majestät mit der Hilfe Gottes einen würdigen Gottesdienst darzubringen zum Lob und Ruhm seines Namens und zum Segen für die ganze Heilige Kirche.“

Bischof Robert Finn von Kansas City-Saint Joseph im US-Bundesstaat Missouri in einer Erklärung an die Gäubigen zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’.
      
8 Lesermeinungen
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#8   Benedikt   20:11:02 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Fernsehen
Für gemeinsame Fernsehabende bleibe aber nicht viel Zeit.
Wenn das unlängst in einer Doku zu sehende Fernsehzimmer das einzige seiner Art im Vatikan ist, so ist das auch kein Wunder. Grauenhaft.
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#7   Rudolfus   12:49:37 | Donnerstag, 26. Juli 2007
@Hacki / Die Nachkorrekturen in den neuvatikanischen Meßbüchern
sind völlig unüberschaubar geworden und man muß sich eben an das halten, was man im jeweiligen Meßbuch auch liest.
Vielleicht ist der K-TV-Fernsehpfarrer zur Form „für alle“ zurückgekehrt, weil ihm eingefallen ist, daß er die päpstliche Weisung darüber noch nicht schriftlich bekommen hat!
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#6   Hacki   12:43:08 | Donnerstag, 26. Juli 2007
@Rudolfus
dann wünsch ich Ihm „viel Erfolg“. Er kann ja nicht mal die richtige Übersetzung von „pro multis“ durchsetzen.
Die Zwejahresfrist ist schon halb vorbei.
Sogar der „papsttreue“ Fernsehpfarrer Buschor (K-TV) ist zu „ALLE“ zurückgekehrt, obwohl er kurz nach erscheinen der Weisung das „VIELE“ verwendete.
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#5   Rudolfus   12:34:24 | Donnerstag, 26. Juli 2007
@Hacki / Der Papst möchte vielleicht betonen,
daß die Oberhoheit über das Pastoralkonzil und über dessen Auslegung dem Papst alleine zukommt.
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#4   Hacki   12:32:31 | Donnerstag, 26. Juli 2007
@Rudolphus
ich stimme mit Ihnen überein. Aber was will Papst B. bezwecken?
Möchte er alten Klerikern Trost spenden, welche depressiv vor leeren Kirchenbänken stehen? Oder solls ein kleiner Seitenhieb auf uns „Piusbrüder“ sein?
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#3   Rudolfus   12:19:28 | Donnerstag, 26. Juli 2007
@Hacki / Das II. Vaticanum war ein Pastoralkonzil der 1960er.
Pastoral hat es völlig versagt, und zwar völlig.
Im Jahr 2007 kräht kein Hahn mehr nach diesem Pastoralkonzil.
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#2   Hacki   12:11:19 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Schiefgelaufen?
Es ist merkwürdig, daß der Papst bei jeder Gelegenheit sich genötigt sieht, das 2.Vat. in Schutz zu nehmen.
An das „ganze Konzil“ glaubt heute wohl sowieso kein vernünftiger Mensch mehr. Aber welche Teile sind gut?
Und vor allem: Wem nützt ein Konzilstext, in dem richtige und falsche Aussagen in trauter Eintracht nebeneinanderstehen? (Diaboloo!)
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#1   Bruder Theophil   09:39:14 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Zum Geleit…das heutige Evangelium
EVANGELIUM Matthäus 13, 10-17
In jener Zeit kamen die Jünger zu Jesus und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen.
An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas:
Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden und mit ihren Ohren hören sie nur schwer und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.
Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören. Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
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