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Donnerstag, 26. Juli 2007 09:23
Er drohte sogar mit der Streichung der Bischofslöhne
Wer in der Kirche eine Ketzerei verbreiten will, muß zuerst behaupten, daß seine Irrlehre die ursprüngliche Tradition der Kirche darstelle. Von Kerstin Weber.
Professor Joachim Kügler
Professor Joachim Kügler
(kreuz.net) Der katholische Bayreuther Bibeltheologe Joachim Kügler hat bei einem – nicht näher bekannten – pastoral- theologischen Kongreß im oberfränkischen Vierzehnheiligen die Priesterweihe für Frauen gefordert.

Das verlautete aus einer Medienaussendung des ‘Informationsdienstes Wissenschaft’.

An dem Kongreß unter dem Titel „Pastoral und Geschlecht“ sollen Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, Kamerun, Nigeria und Simbabwe teilgenommen haben.

Es ging dabei um die Rolle der Frau in den christlichen Kirchen.

In seinem Vortrag behandelte Kügler die Stelle im Galaterbrief Kapitel 3 Verse 27 und 28:

„Denn ihr alle die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Da gibt es nicht mehr Juden und Griechen, Sklaven und Freie, Mann und Weib.“

Er ließ dabei unbeachtet, daß Gal 3 die Rechtfertigung des Christen, nicht das kirchliche Amt meint. Denn an anderen Stellen unterscheidet Paulus sehr wohl zwischen Apostel und Nichtapostel.

Gegen das Zeugnis der Heiligen Schrift und der gesamten Tradition behauptet Kügler, daß Frauen „unterschiedslos“ an allen dem Mann zugeordneten Ämtern und Funktionen der Urkirche teilgenommen hätten.

Er betonte, daß eine „traditionsverbundene“ Kirche wie die katholische sich auf solche vom ihm fabrizierten „uralten Traditionen“ neu besinnen müsse, um den sogenannten „Herausforderungen der Gegenwart“ gerecht zu werden.

Der „Ausschluß der Frauen vom Weiheamt“ werde als Diskriminierung empfunden. Für viele handele es sich hier um eine frauenfeindliche Ideologie.

Man müsse sicherstellen, daß die Kirche nicht ihre „eigenen Ursprünge“ verleugnet.

Zu bedenken sei auch, wie das Verhalten gegenüber Frauen die öffentlich-rechtliche Stellung der Kirche beeinflusse.

Angesichts der staatlichen Diskriminierungsverbote sei sogar zu befürchten, daß die Kirche auch rechtlich in Bedrängnis geraten könne:

„Es wäre doch ziemlich peinlich, wenn zum Beispiel die Besoldung der Bischöfe aus allgemeinen Steuermitteln kippen würde, weil jemand dagegen klagt, daß der Staat Stellen finanziert, die Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts nicht erreichen können.“

Bei dem Kongreß wurde auch ein angebliches „Versagen der Kirchen“ angesichts von Aids in Afrika beklagt.

Weil man sich scheue, eine sogenannten „sexuelle Selbstbestimmung“ der Frauen zu fördern, leiste die Kirche der Ausbreitung der Seuche Vorschub – so die kryptische Formulierung.

© Titelbild: Pressestelle Universität Bayreuth
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 45 Lesermeinungen:
Freitag, 3. August 2007 10:57
cum te: @Frigitte
Geben Sie doch endlich ihre dämliche Kirchenfixierung dran.

Damit ist niemandem gedient.

Ca. 99% aller Plätze der Welt stehen nicht in kirchlichem Eigentum. Was soll das, immer nur über „Kirche“ zu palavern? Die Kirche soll dies. Die Kirche soll das. Alle wollen das Schiff mitregieren.

Was aber sagt der Papst?
„Deus caritas est.“

Eben. Gebet und Opfer. Das wär’s.

2. (…?)
Donnerstag, 2. August 2007 10:05
Brigitte Bussmann: Pünktchen
Liebes Pünktchen, ich denke Sie haben überhaupt keine Ahnung oder sind Sie in einer Pfarrgemeinde bzw. einem Dekanat tätig??
In meinen Gemeinden, wir haben da 100 MInistranTinnen, Jugendlichen in Scharen, die freiwillig zum Gottesdienst kommen, und dann sagen Sie, dass durch meine „Botschaft“ die jungen Leute scharenweise aus der Kirche laufen??? Das war ja sogar in den Medien zu lesen und zu hören, dass wir im Bistum Köln die lebendigste Gemeinde haben.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass Sie neidisch sind, dass ich Dinge sagen kann und die Kölner , doch sehr konservative Kirche, lässt mich gewähren. Auch die Konservativsten brauchen Leute, die anders denken, die Leute, besonders auch junge Leute in die Kirche hinein holen, damit diese sie wieder durch ihre Besserwisserei diese Leute wieder rauswerfen um dann jammern zu können, wie viele Leute aus der Kirche austreten.
Und von Theologie haben Sie auch wenig Ahnung, oder haben Sie Theologie studiert??? Dann würden Sie auch anders daher reden. ZWei Dinge sind notwendig um heutige Kirche zu verstehen,
1. ein umfangreiches Studium und in der Kirche Mitten drin stecken und nicht nur zum Gottesdienst rennen, sondern auch sehen, wie es wirklich läuft, so hinter den Kulissen, meine ich.
Mittwoch, 1. August 2007 10:21
Pünktchen: Und wohin die von Ihnen, Frau Bussmann, vertretene „Freiheit“ von Bekenntnis, Dogma und Moral
führt, das kann man studieren, wenn man die Zeugnisse junger Islam-Konvertiten anhört/anschaut! Ich habe einige Dokumente auf youtube hier verlinkt! (9:40 Uhr)

Dies alles – übrigens oft im schönsten Kölner Dialekt! – ist der Abgesang auf Ihren Abgesang, Frau Bussmann. Wenn das Christentum aufhört, missionarisch und eindeutig zu sein, dann endet es hier!

Sie sind nur noch in der Kathol. Kirche, weil Sie von der Kirche ein Gehalt beziehen, Bussmann! Das Bekenntnis zu „Christus“ und der „Kirche“ haben Sie expressis verbis aufgegeben. (s. Ihr posting vom 7. Juli 2007 10:06 Uhr).
Gerade die jungen Kirchenmitglieder laufen in Scharen davon vor diesen „gutmenschlichen“, aber glaubensfernen und unglaubwürdigen Personen wie der Bussmann !
Mittwoch, 1. August 2007 10:01
Brigitte Bussmann: Christentum
Christentum muss Freiheit bedeuten, denn wie Paulus sagt,zur Freiheit hat Christus uns befreit.
Da katholische Kirche auch eine Gemeinschaft des Christentums sein will, muss sie ebenfalls Freiheit gewähren. Ich bleibe deshalb in der katholischen Kirche um mit den ewig Gestrigen zu diskutieren, um ihnen eine Kirche in einem anderen Licht zu zeigen, denn auch ich bin KIRCHE. In der Kirche muss jeder Platz finden –- die Piusbruderschaft genauso, wie diejenigen, die in der Kirche während des Gottesdienstes rhythmisch klatschen und tanzen wollen oder sogar den Hl. Kuss befürworten.
Dienstag, 31. Juli 2007 20:56
Sirilo: @B. Bussmann
Herrlich, dieses „Christentum light“, das Sie da propagieren! Jeder glaubt, was er will (oder erfahren zu haben meint), und wenn zwei zufällig dasselbe glauben, können sie sich freuen…
Dienstag, 31. Juli 2007 20:04
Montfalcone: @Frau Bussmann
Ich verstehe schon, was Sie sagen wollen , ich stimme dem nur nicht zu. Aber ich denke, daß unsere Diskussion, die ich teilweise sehr interessant fand, an Ihrem Desinteresse der Meinung des Anderen und Ihrer Negation des Diskurses, der immer eine eigene Infragestellung beinhalten muß, scheitert und deswegen ihr Ende finden muß. Abschließend erlaube ich mir nur, nochmals zu bemerken, daß all das zwar Ihre Ansicht sein mag, aber Sie doch denjenigen, die es anders sehen, Raum bieten müßten. Und wer hält Sie denn in der Kirche? Jedenfalls alles Gute weiterhin.
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