11:22:46 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Zur Gesundung des Menschen gehört auch die Möglichkeit, „in der eigenen Tradition zu Gott zu beten“ – erklärte kürzlich ein katholischer Pfarrer.

Webseite des Spitals Groß Sand in Hamburg
(kreuz.net, Hamburg) Im katholischen Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand in Hamburg wurde am 11. Juli
ein muslimischer Gebetsraum – nach Angaben der Hamburger Kirchenzeitung – „eingeweiht“.
Wilhelmsburg
ist ein Stadtteil von Hamburg mit 55.000 Einwohnern.
Das Krankenhaus Groß Sand existiert seit 1948.
Sein Träger ist die katholische Kirchgemeinde St. Bonifatius in Wilhelmsburg.
Im Stadtteil Wilhelmburg
leben 30% Muslime. Seit acht Jahren gibt es dort einen „christlich-muslimischen Gesprächskreis“.
In
diesem Rahmen hatte Imam Ahmet Agdalyan von der örtlichen Moschee einen Kultraum und eine islamische
Seelsorge im Krankenhaus Groß Sand angeregt.
Nach Angaben der Kirchenzeitung mußten muslimische Patienten
oder Gäste bisher mit ihrem Gebetsteppich unter dem Arm losziehen und sich erst einmal einen Raum fürs
Gebet suchen.
„Höhepunkt der Einweihung war das gemeinsame Gebet“ – so die Kirchenzeitung.
Dabei versammelten
sich Krankenhausmitarbeiter, Christen, Muslime, Geistliche und Laien kreisförmig in dem neuen, mit Teppich
ausgelegten Gebetsraum: „Natürlich auf Strümpfen, ohne Schuhe.“
Der Imam der Wilhelmsburger Moschee
rezitierte aus dem Koran und bat um Wohltätigkeit, Gesundheit und Toleranz sowie um Kraft für die Bediensteten,
auch Schwierigkeiten zu bewältigen.
Anschließend wurde ein Nutzungsvertrag unterschrieben.
Damit sei,
„was das Ernstnehmen und den Respekt gegenüber der anderen Religion“ betreffe, ein „großer Fortschritt“
erreicht – glaubt Hw. Jürgen Wätjer.
Hw. Wätjer ist Pfarrer von St. Bonifatius und Kuratoriumsvorsitzender
des Wilhelmsburger Krankenhauses.
Bedenken, ob eine muslimische Kultstätte in katholischem Haus nicht
zu weit gehe, wies Pfarrer Wätjer zurück:
„Zur Gesundung des Menschen hat unsere Klinik auch die Seele
im Blick. Dazu gehört auch die Möglichkeit, in der eigenen Tradition zu Gott zu beten.“
Der Kultraum
setze ein „Zeichen des Friedens“, so Pfarrer Wätjer. Der Glaube fordere Christen auf, „Respekt zu zeigen
für das, was man am Fremden als heilig betrachte“ – so der Pfarrer von St. Bonifatius.
„Alle Anwesenden
glauben an den gleichen Gott“, meinte der ebenfalls anwesende Religionsattache des türkischen Generalkonsulats,
Ridvan Nizamoglu.
Der Raum wird demnächst noch eine Nische bekommen, welche die Gebetsausrichtung nach
Mekka bezeichnet.
Auch eine Trennwand wird noch installiert, damit Frauen und Männer separat beten können.
Das Krankenhaus stellt ferner einen Waschraum für die rituelle Fußwaschung zur Verfügung.
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Graf von Galen 22:45:24 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#18
ExBochumer † 20:04:05 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#17
Nachtlaterne 15:35:16 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#16
landorganist 15:29:21 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#15
Pater Lingen 15:18:47 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#14
matt2 † 14:39:08 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#13
Maledica 14:02:22 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#12
ExBochumer † 13:30:06 | Donnerstag, 26. Juli 2007
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Ansbach.Dragoner 13:22:14 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#10
mrnka 13:08:42 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#9
matt2 † 12:36:46 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#8
Rudolfus 12:24:55 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#7
ExBochumer † 12:18:00 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#6
Rudolfus 12:14:18 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#5
Romulus 12:08:28 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#4
ExBochumer † 12:03:57 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#3
matt2 † 12:03:49 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#2
Johannes Damaszenus 12:03:30 | Donnerstag, 26. Juli 2007
#1
semper reformandus 11:59:38 | Donnerstag, 26. Juli 2007