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Donnerstag, 26. Juli 2007 14:50
Die Antwort der Schnecke
Der Herausgeber der Zeitschrift ‘Theologisches’ hat jüngst einen seiner ehemaligen Mitarbeiter zur Schnecke gemacht. Von Dr. Wolfgang Lindemann.
Dr. Lindemann fordert die Ablösung von David Berger als Herausgeber von 'Theologisches'.
Dr. Lindemann fordert die Ablösung von David Berger als Herausgeber von ‘Theologisches’.
(kreuz.net) In einem jüngsten Artikel, über den ‘kreuz.net’ berichtete, hat ein gewisser „M. Kirschbaum“ schwere Angriffe gegen meine Person vorgebracht.

Ich teile die Auffassung von ‘kreuz.net’, daß sich hinter diesem Autor der Kölner Studienrat David Berger – der Herausgeber der konservativen Zeitschrift ‘Theologisches’ – verbirgt.

In dem Artikel erklärt Berger/Kirschbaum, daß ich meine Artikel, die ich in der Vergangenheit für ‘Theologisches’ verfaßte, bereits zuvor im Internet neben Bildern meiner Arzttasche, meines Hundes, meiner Sporttätigkeit als Boxer oder meiner „aus Brasilien importierten“ Verlobten publiziert hätte.

Dr. Lindemann
Dr. Lindemann
Was ist die Wahrheit? Im Herbst 2005 deutete mir Berger schriftlich an, daß einige Personen es ungern sähen, wenn ich in meinen Artikeln für ‘Theologisches’ auf meine Homepage verweise.

Als Grund gab er an, daß dort auch Photos aus meinem Privatleben zu sehen wären – so ein Photo von mir in meinem Wohnzimmer.

Er selber störe sich nicht daran, aber die Sensibilitäten seien verschieden.

Die vollständigen Aussagen Bergers können im veröffentlichten Briefwechsel zwischen ihm und mir nachgelesen werden.

Im übrigen stimmt es, daß ein Teil meines Webauftritts auch als Homepage meines Sportvereins gedient hat. Das geschah auf ausdrücklichen Wunsch der Vereinsleitung. Die entsprechenden Seiten sind allerdings eigens gezeichnet. Dort finden sich auch einige Photos von mir beim Sport.

Doch in erster Linie soll meine Homepage deutschen Ärzten zeigen, daß Frankreich für Mediziner ein gutes Umfeld bietet. Das habe ich in medizinischen Zeitschriften mehrfach ausgeführt.

Um meinen deutschen Kollegen den Alltag eines Arztes in Frankreich vorzustellen und ihnen einen möglichen Einstieg in diesem Land zu erleichtern, stellte ich auch den Inhalt meiner Arzttasche online.

Ich möchte an dieser Stelle hinzufügen, daß Bergers verächtliche Äußerung über meine Verlobte eine Beleidigung ist. Sie ist auch eine Aussage über das Frauenbild des ledigen und den Homosexuellenmilieus nahestehenden Schreibers, wenn er glaubt, daß sich katholische junge Frauen aus Drittweltländern kaufen (= importieren) ließen.

Berger/Kirschbaum schreibt weiter, daß ich „regelrecht aufdringlich“ geworden sei und Berger unbedingt in Köln habe besuchen wollen, nachdem sich dieser zunehmend von mir als Mitarbeiter zurückgezog.

Artikel von Kirschbaum/Berger auf kreuts.net
Artikel von Kirschbaum/Berger auf kreuts.net
Diese Darstellung ist unwahr. Mein Verhältnis mit Berger war gut bis zu dem Tag, an dem er mir die Zusammenarbeit aufgekündigte – aus heiterem Himmel.

Darum und um die zu verbessern, hatte ich nach drei Jahren Korrespondenz ein persönliches Kennenlernen vorgeschlagen, allerdings ohne jede Form von Aufdringlichkeit.

Dieses Ansinnen wurde von Berger auch gut aufgenommen. Alles kann in unserem Briefwechsel nachgelesen werden.

Im weiteren verwendet Kirschbaum/Berger eine interessante Formulierung: „Als Berger auch dies ablehnte, verlor der Arzt, der sich zeitweise auch im Bereich der Psychiatrie betätigte, anscheinend vollends die Nerven: Er zeigte Berger beim Amtsgericht an.“

Das ist unwahr. Die Zivilklage – es handelte sich nicht um eine Anzeige im Sinne einer Strafanzeige – erfolgte wegen Vertrauens- und Vertragsbruchs.

Außerdem beleidigt Kirschbaum/Berger die in der Psychiatrie tätigen Ärzte, indem er hier in Verbindung mit der Überschrift suggeriert, eine ärztliche Tätigkeit in der Psychiatrie gehe mit psychiatrischer Beeinträchtigung der dort Tätigen einher.

Indirekt beleidigt er auch Menschen mit psychischen Erkrankungen, indem er eine solche Erkrankung indirekt in die Nähe von abzulehnendem moralischen Fehlverhalten rückt.

Als „besonders abstrus“ – so Kirschbaum/Berger weiter – sei meine angebliche Ansicht aufgenommen worden, das Gericht wäre an einer Prüfung der charakterlichen Eignung Bergers als Herausgeber einer Zeitschrift interessiert.

Ich habe niemals öffentlich behauptet – schon gar nicht in der Klageschrift –, das Gericht solle David Bergers charakterliche Eignung prüfen.

Kirschbaum/Berger unterstellt mir weiter, daß ich mit meiner Anzeige der Kasse der Fördergemeinschaft der Zeitschrift ‘Theologisches’ einen größerer Geldbetrag abknüpfen wollte.

Die Wahrheit ist eine andere. Eine Zivilklage hat nur Sinn, wenn ein Streitwert festgelegt wird, weil dieser zum Beispiel die Zuständigkeit des Gerichtes bestimmt.

Eine Verurteilung von David Berger zur Zahlung einer Summe hätte vor allem einen symbolischen Wert gehabt. Sie hätte einmal mehr gezeigt, daß er als Herausgeber von ‘Theologisches’ abgelöst gehört.

Kirschbaum/Berger erklärt, daß ich mir mit den Forderungen „gigantischer Geldsummen“ vielleicht eine Aufbesserung meines Landarztbudgets erhofft hätte.

Ich möchte darauf hinweisen, daß der Streitwert von mir auf 490.- Euro festgelegt wurde.

Das entspricht dem Bruttoeinkommen eines durchschnittlichen französischen Landarztes an zwei Arbeitstagen. Von einer „Aufbesserung der Kasse“ oder einer „gigantischen Geldsumme“ kann somit keine Rede sein.

Auch die Veröffentlichung meines Briefwechsels mit Berger stellt Kirschbaum/Berger auf seine Weise dar:

„Nun ist die Veröffentlichung eines privaten Briefwechsels ohne Einverständnis aller Autoren bereits ein schwerer juristischer Verstoß“ – behauptet er.

Da ich David Berger persönlich nicht kenne und – wie auch aus dem veröffentlichten Briefwechsel hervorgeht- nur in seiner Funktion als Herausgeber von ‘Theologisches’ mit ihm zu tun hatte, handelt es sich nicht um einen in der Tat schützenswerten privaten Briefwechsel.

Außerdem unterstellt mir Kirschbaum/Berger, daß ich angeblich mit einer ähnlichen „Drohung“ bei einem kleinen Schweizer Verlag Erfolg gehabt, dem ich mich als ehrenamtlicher Lektor „aufgedrängt“ hätte.

Alle diese Behauptungen sind unwahr.

Sollte tatsächlich stimmen, daß Kirschbaum und Berger identisch sind – und davon ist auszugehen – dann ist das nicht das erste Mal, daß Berger über meine Person die Unwahrheit sagt.

Bereits gegenüber einem von mir zur Vermittlung gebetenen gemeinsamen Bekannten behauptete er, daß der besagte Artikel, dessen Erscheinen Berger erst gewünscht und dann überraschend blockiert hatte, schon anderswo erschienen sei und aus diesem Grund für eine Publikation in ‘Theologisches’ nicht in Frage komme.

Ich habe fast zehn Jahre lang viel Zeit und Mühe für „Theologisches“ investiert. Seit August 2006 wird es mir unmöglich gemacht, dort weiterhin zu publizieren.

Diese krasse Undankbarkeit verbunden mit Wortbruch und Unwahrheit seitens von David Berger lassen mich seine sofortige Ablösung als Herausgeber fordern.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 684 Lesermeinungen:
Dienstag, 4. September 2007 19:01
Asfüx: @Rahna
David Berger hat kein Privatleben. Er ist voll und ganz eingespannt mit dem Betrieb einer modernistischen Sodomistenseite. Im Auftrag der Freimaurer in der FSSPX. Die Nicks im Forum gehören alle ihm und er hat die Leute, die sich auch noch angemeldet haben, gebannt wie den rechtspopulist Kasperschüler. Er ist gnadenlos.
Dienstag, 4. September 2007 18:31
Karl Rahna: Endlich
Vielleicht kommt eine ordentliche Diskussion zur Sache – d. h. zur Frage nach dem Lebenswandel von Dr. Dr. B. – ja doch noch wieder in Gang. Weiß vielleicht jemand aus Köln näheres? Der »Flurfunk« muss doch da irgendetwas hergeben!
Donnerstag, 30. August 2007 21:35
kimse: @Stimme aus dem Tradiland: @ Kimse – paßt nicht eine Sodomie-Seite besser zu Ihnen?
Aber aber lieber Thomas, woher sollen Sie denn wissen, was zu mir passt?
Donnerstag, 30. August 2007 19:06
santo domingo 2: @ maliems
Ingo Heinemann betreibt eine Aufklärungsseite über diverse Psychokulte, mit Schwerpunkt Scientology.
Donnerstag, 30. August 2007 18:50
Stimme aus dem Tradiland: @ Kimse – paßt nicht eine Sodomie-Seite besser zu Ihnen?
Würde eine Verlinkung zu kreuts.net denn nicht besser zu Ihnen passen.

Oder der Hinweis auf diese „Leserzeitung“

Dort findet noch eine – eher unbedeutende, aber nicht uninteressante – Diskussion dazu statt…
Donnerstag, 30. August 2007 18:28
kimse: Ergänzung
Die Stellungnahme des Vorstands der Foerdergemeinschaft der Zeitschrift „Theologisches“, hier zu lesen, muss hier erwähnt werden.

Verdiente für Dr. Berger
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